Werbung // Auf der Suche nach meiner inneren Balance

/9. November 2018/8 Kommentare

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Otto x Nike. 

Das Leben ist ein Auf und Ab.
Sagt man.
Und während der Pubertät ist das ganz sicher auch so. Aber sollte es so sein? Besonders nachdem man das 18. Lebensjahr abgeschlossen hat? Wäre es nicht viel schöner, wenn die eigene Laune konstant und geradlinig – mit einigen Ausschlägen nach oben vielleicht – verlaufen würde?

__ Meine Stimmung in diesem Jahr? Doch sehr holpriger. Ich bin gestolpert. Und habe dann wieder all meine Kraft zusammen genommen. Und wenn eine Sache ganz wunderbar funktioniert hat, war es eigentlich absehbar, dass im nächsten Moment alles zusammenbricht. Ich übte mich in Geduld und fing an, mich auf das kommende Jahr zu berufen: „Das wird wieder besser laufen.“ Aus verschiedenen Gründen entschied ich, 2018 nicht damit zu verbringen, von Land zu Land zu fliegen. Und während ich vor Kurzem noch jede zweite Woche ein neues Abenteuer antrat, heißt es seit einer Weile und immer noch: Berlin. Und etwas Langfristiges aufbauen.
Doch bedeutete Glücklichsein für mich so lange Zeit: Flugzeug, Stempel im Reisepass, 12-Bett- Zimmer. Tut es immer noch und mein Herz schlägt direkt etwas schneller, wenn ich daran denke, meinen Rucksack zu packen. Doch das muss doch auch anders klappen – mit der Balance und Laune, Stimmung, meine ich. Muss nicht. Kann aber. Irgendwie begriff ich, dass mein Wohlbefinden, meine innere Balance ganz und gar nichts mit der Jahreszahl oder Aufenthaltsort zu tun haben, haben können. Und dann: habe ich mich intensiv damit beschäftigt, Ausgeglichenheit zurück in mein Leben zu bringen, Seiltanzen neu zu lernen. Arme ausbreiten. Gleichgewicht. Ruhe. Also analysierte ich: Was war es genau, das mich so glücklich gemacht hat? Aus welchen Puzzleteilen ist dieses mysteriöse „Reisen“ und damit meinem persönlichen Glück 2017 denn zusammengesetzt?

Die Antwort:
NATUR
Nie etwas zuvor hat mich so sehr geerdet, wie die intensiven Erfahrungen in der Natur: 3km tief in einer Höhle, in die es zu tauchen galt. Wasserfälle in Honduras, der Dschungel Guatemalas, Wandern durchs Gebirge in Vietnam und paradiesische Strände auf La Martinique. Der mystische Nebel in Wales, Schildkröten auf den Philippinen, Wandern am Walchensee…Ich könnte ewig so weitermachen. Beeindruckt. Davon, wie einnehmend, fesselnd all das gewesen ist. Allgegenwärtig. Beim Reisen stand halt nie etwas anderes auf meiner To-Do-Liste als: Entdecken.Und dann: Berlin.
Ich liebe Berlin. Keine Frage. Aber man landet nicht direkt auf einem weiten Feld, wenn man aus das Haus verlässt. Man bucht sich kein Island Hopping, sondern ein Ticket für die BVG. Alltag. Verpflichtungen. Träume verwirklichen.
Aber schließlich liegt es an uns, wie wir die Mittagspause verbringen, das Wochenende. Ob wir eine Stunde eher aufstehen, um den Sonnenaufgang genießen zu können. Blick fürs Detail und Kastanien auf der Skalitzer Straße sammeln. Also: ganz bewusst in die Natur gehen. Bunte Blätter aufwirbeln. An der Spree sitzen. Den Volkspark Friedrichshain erkunden. Tempelhofer Feld. Tagesausflug an die Ostsee. Barfuß gehen im Gras. Schwimmen im See. Nach Hause kommen in die Sächsische Schweiz.
Raus gehen!

BEWEGUNG
New York – größtenteils zu Fuß erkundet. Thailand – fast gänzlich barfuß erlebt. Wandern und Abseilen, durch die Nach tanzen, Tischtennis im Hostel, Schnorcheln im Ozean, klettern unter den Wasserfall. Stillstand? Gibt beim Reisen mit dem Rucksack kaum. Bewegung ist essentiell. Lange hatte ich in Berlin keine Muße dafür. Saß teilweise lieber 10 Minuten an der Haltestelle um die nächste Bahn zu nehmen, statt die 2km einfach zu gehen. Dabei gibt es doch hier genau so viel zu erkunden.
Laufen!

ATMUNG
Seit meiner Lungenentzündung fällt mir das Atmen noch immer gelegentlich schwer. Klingt vielleicht merkwürdig, ist aber so. Ich bekam vom Arzt Atemübungen verschrieben, er drückte mir so ein gebogenes Röhrchen in die Hand und in meinem Kopf war das einfach nur albern, vor allem anstrengend und unangenehm.
Bis ich mich an eine ganz besondere Yogastunde in Thailand erinnerte. Wir sollten Atemübungen machen (diese gefielen mir an der ganzen Prozedur wirklich am besten und entspannten mich am meisten), und mir ging ein Licht auf, als die Yogalehrerin erzählte, welche maßgebliche Bedeutung unsere Atmung auf das innere Gleichgewicht hat. An jeder besonderen Attraktion, auf den Maya- Tempeln in Guatemala zum Beispiel oder am Fuße eines jeden Vulkans, versuchte ich mich von da an in Meditation. Wollte den Augenblick, den Ort, die Magie wortwörtlich einatmen.
Gleichmäßig und ruhig atmen!

GESUNDHEIT
Dies ist wohl der einzige Aspekt, den ich auch im letzten Jahr während meiner Reisen nicht gänzlich beachtet hab.
„Dein Immunsystem hängt unmittelbar mit deinem Kreislaufsystem zusammen. Du solltest laufen gehen.“ – als mir ein befreundeter Medizin-Student Anfang des Jahres mit diese Aussage begegnete, blickte ich ihn erstmal schief an. Sport ist gut für die Gesundheit. Ja, das wissen wir. Irgendwie wurde das – bei mir persönlich – in den letzten Jahren aber eher zu einer Floskel. Schluss damit:
Bleib gesund!

ABSCHALTEN
Man kann es vielleicht schon nicht mehr hören – vor allem nicht von Bloggern und Instagramern wie mir, ich weiß! Aber wirklich: Handy aus! Laptop zuklappen! Kopfhörer abnehmen! Kommunikation nach außen ganz bewusst: abschalten.
Während ich im Ausland zumeist nur am Abend oder teils gar keinen Zugang zu Internet hatte, verschwanden nach und nach auch immer mehr diese kleinen, fiesen Gedanken, man könnte irgendwas in dieser Online-Welt oder auf einem anderen Kontinenten verpassen. Aber Fakt ist: man verpasst es. Und verbringt stattdessen etwas anderes Großartiges. Hör auf den derzeitigen Moment mit all den möglichen Aktivitäten Deiner Freunde oder Fremden auf der ganzen Welt zu vergleichen. Da, wo du bist, ist es genau richtig. So, wie Du bist, ist genau richtig.
Genieße das Gegenwärtige!

MENSCHEN
„Ich brauch meine Ruhe“, –
Aber es sind nicht die Menschen, die anstrengend sind, sondern der Gedanke, man müsste in der Zeit eigentlich etwas anderes tun. Dieser ständige Leistungsdruck. „Ich habe heute keine Zeit!“, „Bin bis Ende November komplett verplant!“ „Morgen? Da muss ich bis 19 Uhr arbeiten. Sorry!“ – Wie hatte ich das beim Reisen gehandhabt? Ich war fast immer von Menschen umgeben! Aber auf eine andere Weise, als wir es in unserer alltäglichen Gesellschaft hier tun. Wir waren zusammen – im 12-Bett-Zimmer im Hostel, für stundenlange Fahrten in engen Bussen,… – und gingen aber anders miteinander um. Da gab es keine Abhängigkeit, weil wir ja Fremde waren, aber trotzdem vertraut. Es kann gemeinsam geschwiegen werden. An ganz besonderen Orten behielt ich mir stets 10 Minuten für mich vor – hieß aber nicht: allein zu sein, sondern still zu sein, die Augen zu schließen, sich selbst und auch die anderen (nicht zu sehen oder zu fühlen oder zu hören, sondern) zu spüren. Die Balance zwischen Beisammen- und Alleinsein, sowohl physisch als auch psychisch ist beim Reisen, aufgrund der Gegebenheiten, deutlich ausgeglichener.
Beisammen sein – und einfach nur sein!

SELBSTBEWUSSTSEIN
Beim Reisen passierte mir bisher immer ungefähr dasselbe: von Tag zu Tag wird das eigene Aussehen unwichtiger, und das innere Wohlbefinden relevanter. Im Hostel gibt es kaum Spiegel und in immer neuen Gesprächen mit fremden Menschen und anderen Ansichten, entwickelt man relativ schnell seinen eigenen Standpunkt. Es fällt irgendwie leichter, sich zu positionieren, wenn nicht alle ungefähr gleich sind. Man wacht auf, hat einen groben Plan, aber weniger Verpflichtungen. Zeit, um auf den eigenen Körper zu hören.
Sich auf den eigenen Körper einlassen. Sich selbst ansehen und fühlen. Die eigentlichen körperlichen Bedürfnisse vor die geistigen Träume setzen und spüren, was man gerade in diesem Moment braucht, wie schnell man kann und möchte. Nicht nach irgendeiner Pfeife tanzen, sondern nur nach der eigenen. Sich seiner selbst bewusst sein. Seines eigenen Körpers.
Höre auf Deine körperlichen und seelischen Bedürfnisse!

__ Wochenlang hegte ich all diese Überlegungen.
Nahm mir vor Spazieren zu gehen. Man sah mich immer öfter auf dem Laufband im Fitnessstudio. Sonntag Abend in der Badewanne wiederholte ich die Atemübungen aus der Yogastunde. Handy am Abend eine halbe Stunde vor dem Schlafen gehen in den Flugmodus schalten.
Immer mal wieder vergessen. In alte Muster verfallen. Angestrengt immer und immer wieder selbst erinnert.
Und dann ging mir ein Licht auf. Ich schlüpfte in meine eingestaubten Laufschuhe und verband all diese Puzzleteile. Und während das lange Zeit ausschließlich: Flugticket buchen hieß. Bedeutet es jetzt: Laufen gehen.

Als mich Otto und Nike dann anfragten, ob ich an einer Kampagne zum Thema Mindful Running ansprachen, guckte ich erst mal genau so verwundert, wie ihr sicherlich gerade. Nachdem ich mich aber ein wenig ins Thema eingelesen hatte, bemerkte ich, dass ich genau das seit einigen Monaten tat: Mindful Running – achtsam laufen. Endlich gelang es mir, die Puzzleteile in Mantras umzuwandeln.
Lasst uns gemeinsam in den nächsten Wochen verinnerlichen, was das genau heißt  und wie wir uns auch in der kalten Jahreszeit motivieren können, nach draußen zu gehen.


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8 Kommentare

  • Reply Lea Christin 14. November 2018 at 8:19

    Toller Post 🙂 Ich verstehe dich so sehr.. Bewegung in Natur sind für mich so essentiell um friedlich und glücklich zu sein!! Ich mach das wenn ich zuhause bin zB immer so dass ich von der Bahnstation aus einfach die 40 Minuten nachhause durch den wunderschön bunten Herbstwald spaziere anstatt den Bus bis vor die Haustür zu nehmen.. und ich bin immer so froh wenn ich es gemacht hab 🙂 Natur heilt <3
    Alles Liebe, Lea von http://leachristin.com

  • Reply Jutta 12. November 2018 at 23:22

    Liebe Luise,

    ich hatte Tränen in den Augen!
    Ich wünsche mir sehr, dass ich deine inspirierenden Worte in meinen Alltag integrieren kann.
    Die Zeit für Veränderung ist jetzt. Carpe diem. Veni vidi wici. Alea iacta est.
    Ich weiß, nichts im Vergleich. Nur: steckt es mich einfach anstecken (wie du das alles so formuliert hast).

    Liebe Grüße
    Jutta 🙂

    • Kleinstadtcarrie 13. November 2018 at 13:49

      das freut mich wirklich so sehr!
      Vielen Dank dafür, dass Du einen Kommentar hinterlassen hast 🙂

  • Reply R 12. November 2018 at 19:07

    Sehr schöner Artikel, der mich tatsächlich dazu animiert hat mal wieder laufen zu gehen. Mir fällt es immer so schwer dran zu bleiben, wenn du also noch weitere Tipps zu dem dem Thema hast wäre das sehr schön 🙂

    Liebe Grüße!

    • Kleinstadtcarrie 12. November 2018 at 19:22

      Verfolg dazu am besten meine Instagramstory in den nächsten Wochen 🙂 Da wird es weiterhin rund ums Laufen gehen!

  • Reply Charleen 10. November 2018 at 23:40

    Hallo Luise, ich freue mich so, dass OTTO x NIKE ausgerechnet meine beiden Lieblingsbloggerinnen für diese Kampagne ausgewählt haben! 🙂 Der Zeitpunkt könnte für mich nicht besser sein. Ich laufe seit etwa 1 1/2 Jahren regelmäßig. Erst nur 15 Minuten, dann einen 5Km-Lauf und dieses Jahr bin ich sogar meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Während ich am Anfang bewusst jeglichen Druck „herausgenommen“ habe eine bestimmte Km-Zahl oder Zeit zu laufen, habe ich in letzter Zeit gemerkt, wie ich unbedingt eine bestimmte Pace halten wollte und mich auf nichts anderes mehr konzentriert habe. Aktuell versuche ich es deswegen wieder bewusst langsamer mit dem Laufen anzugehen und meine Liebe fürs Laufen wiederzufinden. Ich habe mir für den Herbst und Winter daher vorgenommen wieder achtsamer beim Laufen zu sein. Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge! Liebe Grüße, Charleen

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2018 at 12:14

      Liebe Charleen,

      aah was für ein schöner Kommentar 🙂
      Bin wirklich mehr als happy, dass die Kampagne so gut zu Dir passt und hoffe, dass Dir unsere Beiträge gefallen werden 🙂

  • Reply Achtsames Laufen / Mein Projekt für den Herbst - LUISELIEBT 9. November 2018 at 17:32

    […] auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen. Alles erlernbar. OTTO x NIKE haben mich und Luise dazu aufgerufen, mehr Achtsamkeit in unsere Laufroutine zu […]