Monatsrückblick September

/11. Oktober 2018/0 Kommentare

geliebt: Wow – das ist schon wieder ein Monat her?
Anfang des letzten Monats entschied ich ganz spontan nach Chemnitz zu fahren und dort für Menschlichkeit auf die Straße zu gehen.
Gemeinsam mit Julia (einer Leserin, die mich mal in Berlin ansprach, der ich dann kurzerhand die Blumen vom Shooting schenkte und die ich schließlich auf meiner Straße im Restaurant wiedertraf) und ihren Freunden machten wir uns also auf den Weg und nach der vierstündigen Fahrt waren wir angekommen. Es war spannend mit beinah völlig fremden Menschen diesen politisch motivierten Ausflug zu unternehmen.
Der ganze Nachmittag war wundervoll und hat mich zu Tränen gerührt. Mehr Eindrücke und meine persönliche Bewertung der Aktion findet ihr in diesem Blogpost.

vermisst: Zwei Tage später ging es für mich, wegen akuten Heimwehs, nach Dresden.
Einen Tag: Shootings und Kaffee und Trüffelpommes. Dazu die Erkenntnis, dass in Dresden wirklich ziemlich schnell ziemlich viel gebaut wurde. Ich freue mich über jede Veränderung in meiner Heimatstadt. Für mich, hier aus der Ferne, kann das alles gar nicht schnell genug gehen.
Ganz kurz hatte ich sogar den Drang doch wieder zurück zu ziehen. Ganz kurz aber nur.

getanzt: September = Lollapalooza Zeit. Im letzten Jahr hatte ich ganz spontan einen Tag vorher Tickets gekauft und war mit meiner liebsten Charly durch die Nächte getanzt. Ohne irgendwelche Erwartungen wurde dies dann zu einem meiner schönsten Wochenenden des letzten Jahres. Wild und frei, laut und intensiv. Das war wirklich unglaublich großartig. Damals habe ich mich übrigens auch unsterblich in das Kapstadt Album von Mumford and Sons verliebt (unbedingt reinhören, wenn ihr es nicht ohnehin schon kennt!).
In diesem Jahr fand das Festival im Olympiapark hier in Berlin statt und – ich fand das erstaunlich gut. Ärgerlich war es natürlich, dass man einige Acts in der Halle nicht sehen konnte, da es Einlassstops gab. Aber das konnte uns die Laune nicht verderben.
Nachdem wir 5 Minuten traurig den Kopf hingen ließen, weil wir den letzten Act, Kygo, deswegen verpassen sollten.
Also wir an der Stage ankamen, auf der Kraftwerk 3D auflegte, schaute wir uns erst mal alle verlegen an. Die Stimmung war – da mach ich niemandem etwas vor – im Keller. Aber dann – nunja: machten wir das beste daraus. Und wir tanzten. Wir TANZTEN.

gefeiert:
Mitte des Monats galt es Leas Geburtstag zu feiern. Tempelhofer Feld. Hunde. Sonnenschein und Blumen. Na, was sollte man sich mehr wünschen?
Außerdem ging es für mich dann noch ein Wochenende nach Köln, denn dort feierten wir den Geburtstag meiner anderen liebsten Freundin aus New York.
Aus „New York“ – naja, dort habe ich die beiden zumindest kennengelernt. Mittlerweile ist das so viel mehr und ich bin so unglaublich glücklich und dankbar für meine grandiosen Freundschaften, die ich in dieser fabelhafte Stadt geschlossen habe und die immer noch halten. Dort, hier und auf jedem anderen Kontinenten.

geweint: Wisst ihr, was das Allerschlimmste für mich ist? Unehrlichkeit. Lügen. Wenn einem jemand ins Gesicht lügt. Hinterm Rücken tuschelt und ins Gesicht lacht.
Nichts, wirklich nichts auf dieser Welt verletzt mich mehr.
Ich frage mich dann immer, was einen Menschen dazu bringt und ob das Lügengerüst nicht irgendwann zu schwer wird.

Und wisst ihr, was ich ziemlich gerne mag? Entschuldigungen.
Fehler – machen wir alle. Missgeschicke – passieren uns allen.
Ich mag Selbstrefklektion. Ehrliches Überdenken.
Und ich weiß, dass das anstrengend ist. Und weh tun kann, ehrlich zu sich selbst zu sein und schließlich zu allen anderen. Und entschuldigen – das braucht Mut. Und fühlt sich vor allem ziemlich gut an.

gedacht: Berlin, ich mag Dich ziemlich gern.

gefragt: Wann ist Liebe Liebe? Kann man Talent verlieren? Wohin als nächstes? Wann geht es mal wieder nach New York?

entspannt: Ich war im letzten Monat auf dem wohl entspanntesten Event aller Zeiten. Rituals hat uns nach Hamburg eingeladen.Es ging dort vorrangig um die neuen Produkte und Ayurveda, wir haben eine Stunde Yoga gemacht – wobei ich an dieser Stelle mal offen zugeben muss, dass ich dabei absolut nicht entspannen kann. Yoga strengt mich unheimlich an – aber, was wir auch gemacht haben, waren: Atemübungen.
Und die Worte der Yogalehrerin an diesem Tag, haben mir wirklich die Augen geöffnet. Es ging darum, wie eng innere Ruhe und Balance mit dem Atem zusammen hängen. Und ich habe beim Ausführen der Übungen gemerkt, wie schwer es mir fällt ruhig und gleichmäßig und sanft und tief zu atmen. Sicherlich hat das etwas mit meiner Lungenentzündung zu tun, aber ganz gleich woran das liegt, es gilt jetzt: daran zu arbeiten. Und das tue ich. Und das tut bereits jetzt wahnsinnig gut.

gelesen: Endlich habe ich wieder mehr gelesen – irgendwie war der ganze Sommer so arbeitsintensiv, dass das Lesen oft … – aber im letzten #gelesen Blogpost habe ich Euch mal wieder meine Lieblingszitate aufgeschrieben. Lasst mir dort gern Eure aktuellen Lieblingsbücher in den Kommentaren da, ich brauche neue Inspiration.

geschrieben: also nicht viel Neues, ich weiß. Aber ich habe – ein mal mehr – gemerkt, dass ich Ruhe brauche zum Schreiben. Ruhe und dann Aufregung in meinem Herzen und Zeit vor allem. Zeit! Ich habe das Gefühl, dass die Schnelllebigkeit dieser Branche Kreativität nicht wirklich fördert. Ja, das Schnelle treibt an zum machen, aber das Überdenken fällt dann manchmal hinten runter. Für Tiefgang bleibt nicht genug Ruhe. Alles schnell schnell, – das kann auf Dauer nicht gut sein und werden. Also: ich gebe mir Zeit.

getroffen: Diana ist aus New York wieder da, Evi und ich – wir sehen uns beinah täglich, meine liebste Melina sitzt mir gerade gegenüber, während ich diese Zeilen tippe.

gegessen: Ich hab‘ mal wieder ein neues Restaurant ausprobiert in Berlin. Es ging in’s japanische Restaurant Nauta im Prenzlauer Berg. Wow. So unglaublich lecker. Ansonsten war ich mal wieder im Neni, wieso gehe ich da eigentlich so selten hin? Super lecker war’s wie immer bei 1990 direkt bei mir in Friedrichshain. Im Prinzessingarten am Moritzplatz habe ich meinen letzten Kaffee mit Lea getrunken. Und Aprilkind. Immer wieder: Aprilkind.

gekauft: einzig und allein Second Hand Teile. Ich bin total froh, dass das so gut klappt und habe Mädchenflohmarkt und Kleiderkreisel wirklich wieder neu für mich entdeckt. Hier findet ihr übrigens meine zu verkaufenden Teile. Vielleicht ist ja etwas dabei für Euch.

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