Sanft.

/27. August 2018/9 Kommentare

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Tempo.

Wir sind zart.
Am Anfang einer jeden Begegnung.
„Darf ich Dich küssen?“ und ich nicke und unsere Lippen berühren sich.
Unbeholfen und doch innig.
Sanft, vorsichtig und dann trotzdem ungebändigt.
Wenn ich Dich etwas frage, wird meine Stimme leiser. Zurückhaltend. Herantasten mit Fingerspitzengefühl. Damit Du bloß noch zurückschrickt. Oder ich.
Wir sehen einander an.
Blättern um und wieder zurück.
Ich bin verliebt in Dich, denke ich.
Das soll so bleiben, denke ich.
Sanft.
Unbeholfen und trotzdem innig.
Worte und Hände und Augen und Herzen.
Verschmelzen.

Das soll so bleiben, denke ich.
So zart. So sanft. Ja, unbeholfen irgendwie. Weil wir nicht davon ausgehen, wissen zu können, was uns erwartet.
Weil das mehr ist. Und besonders.
Anders als alles andere davor.

Das soll so bleiben, denke ich.
Verliebt.
Aufmerksam.

Tempo hat mich vor einiger Zeit gebeten, mir Gedanken über die Liebe zu machen. Über Liebe zu schreiben. Ein Leichtes für mich – könnte man meinen.
Aber: die Aufgabe war es, sich damit zu beschäftigen, wie man die Liebe erhält. Wie man immer wieder sacht frischen Wind in eine Geschichte wehen lässt. Wie man Liebeskummer vermeidet, sodass maximal Freudentränen vergossen werden müssen. Das ist tatsächlich eine Herausforderung für mich gewesen. So fällt es mir doch so viel leichter unter Tränen Wort für Wort herunterzuschreiben und dann im Selbstmitleid und einem Berg von Taschentüchern zu ertrinken.
Aber diesmal: nur ein Lächeln auf meinen Lippen und in meinen Augen.
Ich kann gar nicht genau sagen, wieso es mir so viel leichter fällt, über Traurigkeit und Enttäuschung zu schreiben, als über Erfüllung und Zuneigung. Vielleicht weil man bei Liebeskummer allein ist. Mehr Zeit hat? Weil Traurigkeit in so vielen verschiedenen Grautönen erscheint. Aber ich finde Gefallen an dem reinen weiß einer frischen Liebe. Sanft. Und unangetastet beinah. Und da meine ich keinen aufregenden Flirt oder eine auf’s Taschentuch gekritzelte Telefonnummer, sondern Ehrlichkeit und Kennenlernen, ein „Ich mag Dich“ und Anrufe. Einfach so. Weil es schön ist.
Auf die Liebe! Ohne Tränen.

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9 Kommentare

  • Reply Lena 1. September 2018 at 1:00

    Hallo Luise,
    dein Text ist erfrischend, vertraut, voller Vorfreude versehen – das löst er in mir aus. Da wird mir wiedee bewusst, wie schön es ist solche Worte zu lesen und Liebe zu verteilen.
    Auch die Aktion von Tempo find ich cool.
    Gaaaanz liebe Grüße aus der Uk
    Lena

    • Kleinstadtcarrie 3. September 2018 at 8:39

      <3 Ganz liebe Grüße an Dich zurück!

  • Reply Alice 30. August 2018 at 18:07

    Irgendwie hast du recht. Ich selbst kann so viel … besser schreiben, wenn ich eigentlich total verzweifelt und am Ende bin. Als ob schlechte Emotionen stärker wären. Glaube ich nicht, vielleicht müssen wir die guten Gefühle nur erkennen und uns auf sie einlassen. ♥

    • Kleinstadtcarrie 3. September 2018 at 8:38

      Glaube auch nicht, dass sie stärker sind – definitiv nicht. Aber wenn wir glücklich sind, haben wir nicht das dringende Bedürfnis das allein und für uns aufzuschreiben, sondern teilen das lieber direkt im echten Leben mit Menschen. Man muss oder kann oder sollte oder wie auch immer … sich dann die Zeit bewusst nehmen für’s Schreiben. Da kommt dann nämlich was Schönes bei rum 🙂

  • Reply Kathi 30. August 2018 at 14:47

    Wunderschön umgesetzt, liebe Luise! Ich finde es wirklich immer wunderbar, wie du Kooperationen mit so viel Herz und berührenden Themen umsetzt! Bin mal wieder begeistert 🙂

    • Kleinstadtcarrie 3. September 2018 at 8:37

      vielen Dank liebe Kathi!

      Und an dieser Stelle auch besten Dank an meine Kooperationspartner, die mir all‘ diese Freiheiten belassen 🙂

  • Reply Isabella 29. August 2018 at 9:21

    Schöner Text. 🙂
    Aber das Tempo-Logo kam gar nicht in den Fotos vor.

    • Kleinstadtcarrie 29. August 2018 at 11:02

      Nö, ist das schlimm? 🙂
      Freu mich, wenn Firmen/Kunden da so entspannt sind und verstanden haben, dass es darum geht eine Stimmung zu transportieren.

  • Reply Katie 28. August 2018 at 14:04

    Wunderschön 🙂