Wieso ernähre ich mich vegan? Und was hat sich seitdem verändert?

/30. Mai 2018/28 Kommentare


Warum ich vor gut drei Jahren vegetarisch geworden bin? Darüber habe ich schon das ein oder andere Wort verloren.
In diesem Beitrag aus dem letzten Sommer geht es um meine Fitness, aber auch Ernährung und ich beschreibe den Entschluss als “ eine ziemlich gute Nacht-und-Nebel-AktionEntscheidung“.
In Kopfsache heißt es: „Ich pflegte zwar zu sagen, ich würde nicht viel Fleisch essen und damit war das Thema für mich abgetan. Heute, da ich gar kein Fleisch oder Fisch mehr esse, ist mir bewusst: das war viel. Zu viel.“
Außerdem gibt es ein vegetarisches FoodDiary von mir auf YouTube. Ich wollte so gern auch eine vegane Version hochladen, allerdings habe ich mich schlussendlich dafür entschieden, ein solches Video dann zu produzieren, wenn ich ab Juli endlich in meiner eigenen Wohnung wohne. Zwar koche ich auch in der Untermiete viel, aber es variiert viel weniger und auch meine Vielfalt an Gewürzen und Co. ist hier eingeschränkt.
In Vietnam habe ich Reisevideos produziert, und schaue die übrigens auch jetzt rückblickend noch so gern an – eine tolle Erinnerung. In diesem Video aus Hoi An erzähle ich ab Minute 8 kurz, wieso ich vegetarisch esse.

Mittlerweile ernähre ich mich seit einigen Monat gänzlich vegan.
Das heißt also ich verzichte neben Milchprodukten, auch auf Eier, Honig, Gelatine und Co.
Aber wieso das Ganze? Wieso verzichtest Du auf Milch und Eier und Schokolade und all’ die Leckereien? Wieso tust Du Dir den Stress an? Ich meine: Kinderschokolade? Hallo? Und es gibt jetzt doch auch Eissorten von Kinder? Achja und ein Leben ohne Reibekäse ist auch sinnlos!
Ganz ehrlich? Vor 3 Jahren hätten all‘ diese Aussagen auch noch aus meinem Mund kommen können. Und für viele Menschen scheint es noch immer absolut unverständlich, wieso man sich diesen alltäglichen Genuss nicht mehr gönnen möchte. Ich kann diese Verwunderung einerseits also sehr gut nachvollziehen, andererseits aber auch irgendwie nicht mehr verstehen.
Und was spielt das eigentlich für eine Rolle? Ist ein Veganer, der sich dafür  aufgrund der Quälerei von Tieren entschieden hat ein Besserer, als der, der sich Gedanken um die Umwelt macht? Das nur mal als Anstoß …


Meine Antwort jedenfalls – ganz grob und einfach zusammengefasst:
Um die Welt ein bisschen besser zu machen.
Ein kleines Stückchen.
Soweit ich es kann. Im Moment.
Und: Jeden Tag ein bisschen besser.
(Achtung: ich werde im Verlauf dieses Postings nicht weiter auf Umweltfaktoren, sowie Massentierhaltung und Co. eingehen. Dafür gibt es genug Literatur, Zeitschriftenbeiträge oder Dokumentationen – mein Vegane Inspiration Posting kommt am Freitag online und werde ich Euch dann auch direkt hier verlinken).

Das man mit veganer Ernährung allein die Natur nicht vor allem schützt (vielleicht sogar im Gegenteil? Darüber kann gerne diskutiert werden) und die Welt nicht vom Leid befreit, ist klar, aber – es muss ein Umdenken stattfinden und das kann jeder auf seine eigene Art und Weise. Und es gibt so viele Möglichkeiten und Wege, und zu jedem von uns passt ein anderer. Ich bewundere Menschen, die behaupten können: „Ich esse nur Bio-Fleisch von glücklichen Kühen. Und esse nur Eier vom Bauernhof.“ Das war stets meine absolute Traumvorstellung – ist für mich aber aktuell nicht umzusetzen. Vielleicht könnte man das als schwach bezeichnen oder gar faul – aber ich bin aktuell nicht bereit 20 € für 500g Hühnchenfleisch zu bezahlen und kann nicht jede Woche auf’s Land nach Brandenburg fahren, um frische Eier von hoffentlich glücklichen Hühnern zu kaufen. Sicherlich gibt es auch einfachere Wege, nachhaltig und umwelt-, sowie tierfreundlich Eier und Milch und auch Fleisch zu konsumieren. Aber für mich so am einfachsten umzusetzen.
Also entschied ich mich: ganz zu verzichten.
Auch wenn das die – meiner Meinung nach – falsche Formulierung ist.
Das Essen von Fleisch, sowie allen anderen tierischen Produkten steht für mich einfach nicht mehr zur Debatte. Ist keine Option. Das ist definitiv eine Kopfsache – und während ich früher eine ganze Packung Edamer über meine Pasta gestreut habe, fehlt er mir heute rein gar nicht. Wieso? Weil ich nicht verzichte – ihr könnt Euch dass vorstellen, dass ich alle nicht-veganen Produkte im Supermarkt einfach ausblende. Und dazu muss ich mich nicht zwingen. Ganz einfach deswegen, weil ich mich aus Überzeugung dafür entschieden habe und es gerne tue.

Also heute bin ich Veganer – und mir persönlich hilft diese Bezeichnung sehr. Viele von Euch berichten mir, dass sie teilweise auf tierische Produkte verzichten oder zumeist vegetarisch unterwegs sind, sich aber trotzdem keinen Stempel aufsetzen wollen. Ich verstehe das und finde den Gedanken, sich selbst nicht per se einzuschränken zu wollen sinnvoll und absolut nachvollziehbar. Für mich allerdings funktioniert dieser Rahmen sehr gut. Wieso? Weil ich so einfacher konsequent bleibe und Ausnahmen wirklich nur selten passieren. Ich frage auch stets nach veganen Optionen (rufe vorher bei Airlines an beispielsweise oder bei Events aller Art). Um mich zu profilieren? Um im Mittelpunkt zu stehen? Nein, um darauf aufmerksam zu machen. Um zu sensibilisieren und dem Thema, den Gedanken dahinter und der Problematik an sich Gehör zu verschaffen und Menschen aller Art zum Nachdenken anzuregen. Es gibt die Nachfrage – das möchte ich damit laut aussprechen , um schließlich auch ein attraktives Angebot möglich zu machen.

Was hat sich verändert seitdem Du vegan geworden bist?

Ganz klar in erster Linie mein Bewusstsein für Nahrung und Nahrungsmittel.
Gerade am Anfang muss man sich bei einer Umstellung der Ernährung Gedanken machen, überlegen und planen. Es ist super wichtig, dass man die Produkte nicht einfach nur weglässt oder allein durch Ersatzprodukte austauscht, sondern dass man Alternativen findet, neue Gerichte ausprobiert, vorkocht, herausfindet, wo man etwas Veganes zu Essen kaufen kann – man beschäftigt sich automatisch deutlich intensiver mit dem, was auf den Teller kommt, liest sich Inhaltsstoffe durch und überdenkt dann auch immer weiter neue Aspekte, die die neue Ernährungsform dann wirklich zu Etwas machen, das die Welt ein kleines Stück besser macht.

Dadurch habe ich die Freude am Kochen wieder für mich entdeckt. Meine Mama predigt mir seit jeher, dass ich mich selbst verwöhnen soll und das mache ich mit meiner Ernährung seitdem ich zu veganen Ernährung gewechselt bin wirklich fast täglich. Ich probiere neue Gerichte, exotische Früchte (ja ich hier kann man sich natürlich wieder streiten) oder sonderbares Gemüse aus. Es sind viele neue Gewürze in meinen Schrank eingezogen und ich belese mich bewusst zum Thema. Das macht Spaß und das Kochen an sich beruhigt mich ungemein – und macht stolz!
In der veganen Küche – so habe ich zumindest das Gefühl – wird man viel kreativer, mixt verschiedenes, püriert und schnibbelt. Jedes neue, gelungene Gericht zaubert mir ein lächeln auf die Lippen und das nicht nur, weil es schmeckt, sondern weil ich wieder etwas neues probiert habe.

Die meisten von Euch haben sich für mein körperliches Wohlbefinden interessiert, ob ich mich schwächer oder fitter, besser und gesünder fühle.
Also die ersten Tage einer radikalen Umstellung (ich habe von heut auf morgen damals auf Fleisch und Fisch verzichtet, vor 10 Monaten dann auch auf Milch, Joghurt und Co.) sind anstrengend. Ich hatte enorme Kopfschmerzen und fühlte mich schwach und hungrig.
Ähnlich ging es mir dann aber auch, als ich nach ungefähr 5 Monaten Veganismus in Martinique bei meiner Gastfamilie für 3 Wochen auf Vegetarisch umgestiegen bin. Ich denke also, dass gerade der Wechsel sehr anstrengend für den Körper, aber auch die Seele sind.
Mittlerweile? Geht es mir fabelhaft! Ich fühle mich nach dem Essen deutlich leichter und wohler.

Und das ganze strahlt natürlich ab. Auf andere Lebensbereiche.
Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mich nur vegan ernähre oder auch wirklich lebe.
Nein, das tue ich nicht. Um das direkt mal klarzustellen. Aber es ist für mich natürlich auch erstrebenswert. Obwohl die Umstellung mir da schwerer fällt, manchmal sehr hart ist und damit definitiv eine Herausforderung für mich darstellt –
Beispielsweise: vegane Kleidung. Ich besitze kaum Leder oder … aber es passierte mir bisher tatsächlich zwei Mal, dass ich mich schweren Herzens gegen ein gewisses Teil entschieden habe. Ein Paar Lederschuhe ist während meiner Zeit als Veganer bei mir zu Hause eingezogen – und ihr glaubt gar nicht, wie schwer es mir gerade fällt, das hier ehrlich und offen zuzugeben. Aber: so ist es. Ich muss jetzt dazu stehen. Und genau darum geht es mir ja immer wieder und betone ich bei verschiedenen Themen: Jeden Tag ein bisschen besser. Jeden Tag ein weiterer Schritt. Und wenn ich den heute noch in Lederschuhen gehe, so ändert sich das hoffentlich im nächsten Winter.
Auch beim Thema Kosmetik stoße ich immer wieder an meine Grenzen, entwickel mich aber und freue mich über jede Empfehlung und neue Entdeckung. Immer mehr versuche ich darauf zu achten nicht nur vegane, sondern auch nachhaltige Produkte zu kaufen.

Ein Umdenken muss stattfinden. Es gibt viele Dinge auf dieser Welt, die mich traurig machen, wütend manchmal. Begebenheiten, die ich nicht verstehe, nicht verstehen will. Ungerechtigkeiten, bei denen wir alle, die wir hier sitzen, verdammt viel Glück gehabt haben. Ich bereise die Welt, sehe wie wunderschön sie ist und zerstöre sie genau damit. Was für eine Ironie. Diese Erkenntnis ist immer wieder schmerzhaft und „der Kampf mit mir selbst“ manchmal sehr enttäuschend.
Also dieser Planet ist großartig. Und die Menschen auf ihm auch! Sehr sogar. Aber trotzdem: wir richten ihn und uns zu Grunde. Um es mal dramatisch auszudrücken.
So viel Glück, wie wir tagtäglich erfahren, lässt einen das manchmal vergessen. Dass all‘ die Kleidung, all‘ das Essen, das Fliegen – die Welt schlechter machen.
Und dass all‘ das Meckern und auf die Politik schieben nichts daran ändert.
Was Du ändern kannst? Alles was in Deiner Macht steht. Und um mal nur das Offensichtliche zu benennen: Deine Gedanken und damit schließlich dein Verhalten.

Auch ich habe da noch einige Baustellen vor mir. Natürlich. Kleidung beispielsweise – um nur ein Beispiel zu nennen.
Die Ernährung war für mich die einfachste Möglichkeit.
Und sie inspiriert mich.

Was hat sich verändert seitdem Du vegan geworden bist?
Also das alles.
Und ansonsten: bin ich einfach die Alte 🙂

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28 Kommentare

  • Reply Franziska Krause 1. Juni 2018 at 21:11

    Ich finde es immer wieder faszinierend, wie du die richtigen Worte findest.
    Toller Beitrag!

  • Reply Kristin 1. Juni 2018 at 08:21

    Ich finde den Beitrag wirklich gelungen – so als Krankenschwester – möchte ich aber auch einfach noch auf den gesundheitlichen Punkt aufmerksam machen. Es gibt nichts besseres für deinen Körper als vegan zu leben – jeder der sich für diese Aussage interessiert darf sich gerne einmal die Dokumentation „what the health“ ansehen und ein wenig nachdenken 🙂
    An dich Luisa – großes Kompliment – vor allem fürs zugeben auch nicht „perfekt“ zu sein.

    Liebste Grüße

    • Kristin 1. Juni 2018 at 08:32

      Luise – meinte ich natürlich 🙂

    • Kleinstadtcarrie 1. Juni 2018 at 12:11

      Danke für Deinen Input, liebe Kristin!

      Die Doku liegt mir auch sehr am Herzen!

  • Reply Merle 31. Mai 2018 at 17:42

    Hallo Luise!
    Ich finde deine „vegan-Woche“ mega gut und lese deine Texte auch unheimlich gerne! Aber ich habe mal eine andere Frage. Achtest du bei Kosmetik, Essen usw auch auf tierversuchsfreie Produkte? Wenn ja, kannst du dazu auch einen Blogpost machen? Mich würde das sehr interessieren und ich glaube, dass so auch mehr Leute auf das Thema aufmerksam werden, was mir persönlich sehr am Herzen liegt. Ich freu mich auf die weiteren Texte zum vegan sein und liebe Grüße 🙂

    • Kleinstadtcarrie 1. Juni 2018 at 12:16

      Hey Merle,

      dazu habe ich im Text doch schon was geschrieben? 🙂

  • Reply Milli 31. Mai 2018 at 14:16

    Der Beitrag ist wirklich sehr interessant und ich kann deine Beweggründe absolut nachvollziehen. Ich ernähre mich zwar nicht vegan aber ich probiere trotzdem gerne vegan und vor allem vegetarische Rezepte aus. Einfach weil sie häufig kalorienarm sind und leicht im Magen liegen. Daher kann ich diese Punkte besonders gut nachvollziehen.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  • Reply Meine Go-To Rezepte & Lieblingssnacks – KleinstadtCarrie.net – Mode & Lifestyle Blog aus Dresden 31. Mai 2018 at 13:53

    […] im Supermarkt länger und stehe von Tag zu Tag lieber in der Küche. Davon hatte ich Euch ja gestern schon ein bisschen erzählt. Oftmals laufe ich einfach durch den Supermarkt und kaufe Obst oder […]

  • Reply Janina 31. Mai 2018 at 10:52

    Hallo liebe Luise,

    ich finde deinen Beitrag wirklich sehr gelungen und finde es super, dass du auch die Sache mit der Kleidung und der Kosmetik ansprichst. Ich lebe selbst seit über einem Jahr überwiegend vegan und sehe mich auch manchmal in ähnlichen Situationen. Vegane Ernährung, aber trotzdem „normale“ Kosmetik kaufen oder mit der Tasche aus Leder liebäugeln? Die Umstellung der Ernährung ist da tatsächlich noch das leichteste, wenn man einen veganen Lebensstil anstrebt. Es ist gut, dass du offen und ehrlich zugibst, dass es auch dir in den anderen Bereichen noch schwer fällt. Ich sehe das als Motivation für deine Leser am Ball zu bleiben. Auch wenn man mit sich kämpft und man sich sehr schwer tut. Allein schon die Tatsache, dass man sich überhaupt Gedanken macht, ist wichtig und bietet Potenzial an sich selbst weiter zu arbeiten.
    Und entscheidet man sich letztendlich dafür, doch nur bei der veganen Ernährung zu bleiben, ist man nicht automatisch ein „schlechter“ Veganer. Es ist doch schon wunderbar, dass man die Welt überhaupt ein kleines Stückchen besser machen möchte und darauf kann man ruhig auch stolz sein.
    Danke für deinen tollen Beitrag 🙂
    Liebste Grüße
    Janina

    • Kleinstadtcarrie 1. Juni 2018 at 12:19

      Liebe Janina,

      vielen vielen Dank für Deinen Kommentar und dein Verständnis – mir ist es wirklich nicht leicht gefallen da so offen drüber zu schreiben. Aber am Ende wusste ich ja, dass wir „alle nur Menschen sind“ und ihr mich versteht. Danke dafür <3

  • Reply Steffi 30. Mai 2018 at 21:46

    Hallo Luise! Ein wunderbarer Beitrag von dir, ich freue mich wirklich dass du Veganismus aktuell auf deinem Blog thematisierst! Ich lebe seit ca. 3 Monaten komplett vegan und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich das jemals wieder ändert. Für mich geht es ganz klar um das Tierwohl und die Umwelt. Auch die gesundheitlichen Vorteile, welche eine vegane Ernährung mit sich bringen sind so so so groß, dass ich gerne auf den Käse auf meiner Pizza oder Spagetti verzichte. Und wie du schon sagst.. es ist eigentlich nicht mal ein Verzicht. Es schränkt mich überhaupt nicht ein und ich fühle mich so viel besser! Wenn man es wirklich will, dann schafft man das – dann ist es völlig egal was Person/Freund/Familienmitglied XY darüber denken oder sagen. Es ist dein Körper, dein Leben.

    Alles Liebe für dich!

  • Reply Sophie 30. Mai 2018 at 18:32

    Hallo liebe Luise, liebe Kleinstadtcarrie.net community,

    Ich freue mich, dass du deine Plattform für dieses Thema nutzt und auch eine Plattform für einen Austausch über dieses Thema erschaffst!
    Ich ernähre mich Vegan, verwende vegane Kosmetik aber wie auch dir fällt mir der Schritt in Sachen Mode nicht sonderlich einfach. Dies hängt meines Erachtens nach aber auch viel am Klima und hängt vom Wohnort ab (Lederschuhe braucht man am Strand nämlich nicht) Nichtsdestotrotz lege ich wert vorwiegend wert auf faire und nachhaltige Produktionen. Ich ernähre mich whole plant based (vegan)- nehme somit nur eine sehr sehr geringe Anzahl an verarbeitetn Produkten zu mir (nussbutter und schokoaufstrich sind die beiden einzigen, die ich Verarbeitet/ zubereitet kaufe außer ich mache es nicht selbst), außerdem esse ich roh und vorwiegend von Früchten. Für mich war der ausschlaggebende Punkt auch die Umwelt, um meinen Beitrag zu der Rettung unseres Planeten zu leisten. Mit der Zeit wurde mir jedoch immer mehr bewusst, durch erweiterte Recherchen usw. wie diese Ernährung auch die Gesundheit beeinflusst (besonders die roh vegane)!

    Ich freue mich auf die kommenden Beiträge! <3

    • Kleinstadtcarrie 30. Mai 2018 at 22:42

      Beste Einleitung für einen Kommentar EVER 🙂 So ne schöne Idee, direkt alle anzusprechen 🙂

  • Reply Melina 30. Mai 2018 at 17:37

    Ein toller Denkanstoß! Ich habe auch schon mehrere Versuche gestartet auf tierische Produkte zu verzichten und bin spätestens beim nächsten Geburtstag oder dem Familienessen gescheitert. Ich bin nicht stark genug, um Menschen in meiner Umgebung damit zu konfrontieren. Spätestens beim enttäuschten Blick meiner Oma wenn ich ihren Rinderbraten nicht essen wollte, musste ich Rückschläge hinnehmen.
    Großen Respekt an jeden, der sich für die Umwelt stark macht 🙂

    • Malika 31. Mai 2018 at 15:13

      Liebe Melina,
      das kenne ich zu gut! Meiner Oma ist es sehr, sehr schwer gefallen, meine Entscheidung zu akzeptieren, als ich Vegetarierin geworden bin (und das, obwohl mein Papa sich schon seit 26 Jahren vegetarisch ernährt hat). Ich habe also am Anfang den Kompromiss gehabt, in meinem Alltag darauf zu verzichten, aber wenn ich bei Oma zu Besuch war, Fleisch zu essen. Mittlerweile ernähre ich mich vegan und Oma hat das akzeptiert, weil sie lange Zeit hatte, sich drauf einzustellen und jetzt sogar ganz kreativ dabei ist und sehr viel Spaß hat, neue Rezepte auszuprobieren und für mich zu kochen, wenn ich sie besuche.
      Es braucht Zeit! Und meiner Meinung nach ist das kein Rückschlag, sondern baut weitere Brücken.
      Alles Liebe dir!

  • Reply Geraldine 30. Mai 2018 at 16:50

    Wow, ich finde deine Einstellung echt bewundernswert!

    Ich selber bin seit ca. 10 Jahren Vegetarierin und habe die verschiedensten Diskussionen schon hinter mir.
    Manche Menschen die Fleisch konsumieren fühlen sich indirekt oft angegriffen und suchen Fehler bei meiner Ernährungsweise um sich besser zu fühlen.
    Manche Veganer suchen aber ebenfalls nach Fehlern und Ihnen reicht oft nicht dass man Vegetarier ist. Entweder Ganz oder Gar nicht meinten Sie. Aber ich verstand nie warum das ganze negative Gerede.
    Es geht nicht darum der beste Vegetarier/Veganer zu sein. Das ist kein Wettkampf. Es geht darum wie du so schön gesagt hast jeden Tag ein bisschen besser machen. Es geht darum sich SELBST zu übertreffen. Nicht um besser als ANDERE zu sein.

    Liebste Grüße von Geraldine

  • Reply Marmormaedchen 30. Mai 2018 at 15:01

    Hallo Luise
    Ich habe mich vor drei Monaten entschieden, in Sachen Kosmetik den ersten Schritt zu tun, auf Naturkosmetik – wo möglich vegan – umzusteigen. Auch das erfordert bereits eine grosse Auseinandersetzung mit viel Arbeit. Bei der Ernährung schaffe ich das gerade noch nicht – aus egoistischen Gründen. Ernährung ist ein ganz grosser Teil des Alltags und die Umstellung erfordert Zeit und Elan – was mir gerade fehlt. Ich hoffe, dass ich diesen Schritt irgendwann noch gehen kann und arbeite an mir.
    Danke daher für diese Beiträge!
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.ch

    • Kleinstadtcarrie 30. Mai 2018 at 17:07

      Hey Marmormädchen,

      ich bewundere das sehr!! 🙂

  • Reply Pauline 30. Mai 2018 at 14:37

    Ich finde es so toll, wie reflektiert du mit diesem Thema umgehst Luise! Ich ernähre mich selbst so viel vegan wie möglich, was allerdings dadurch, dass ich noch zu Hause wohne manchmal nicht so funktioniert wie ich es mir wünsche bzw. wie ich es in einer eigenen Wohnung machen würde. Aber das ist okay. Das ist besser als gar nicht. Und ich habe durch diese Veränderung einen SO großen Umschwung in meiner Umgebung in Gang gesetzt. Meine Eltern sind dadurch beide auch super interessiert an veganen Gerichten geworden. Wir kochen viel neues und auch wenn mein Papa noch Fleisch isst, wenn es auf dem Tisch steht braucht er es nicht und verlangt es nicht.
    Und ich stimme dir ebenfalls zu, dass dieses Umdenken der Menschen, dass vegan nicht komisch ist, sondern ebenso wie vegetarisch und fleisch-essen in unserer Gesellschaft dazu gehört und ich bin so so froh, dass man jetzt schon oft vegane Gerichte auf Speisekarten findet und es macht mich jedes Mal so so glücklich! Auch bei Airlines ist das gar kein Problem mehr und ich sags dir, in 100 Jahren muss man anmelden, wenn man unbedingt Fleisch haben will und nicht mehr, wenn man keins haben will 😀
    Seit ich mich für Veganismus interessiere habe ich mich auch total ins Kochen und Backen verliebt! War vorher gar nicht mein Fall, aber jetzt macht es mir so Spaß 🙂 Und ich freue mich schon darauf irgendwann alleine zu wohnen und gar nichts nicht veganes mehr im Haus zu haben und alles selbst entscheiden zu können 🙂

    Liebste Grüße
    Pauline <3

    https://mind-wanderer.com/category/food/

    • Kleinstadtcarrie 30. Mai 2018 at 22:44

      Liebe Pauline,

      aah ja das klingt alles so wundervoll und positiv – macht mich direkt happy Dein Kommentar 🙂
      So so schön, wenn man mit der eigenen Ernährung und Lebensweise dann auch andere Menschen zum Nach- und Umdenken motivieren kann!

  • Reply Sarah 30. Mai 2018 at 14:02

    Liebe Luise,

    Der Artikel ist toll geworden und ich stimme dir in den meisten Punkten zu.
    Ich ernähre mich aufgrund meiner Zöliakie glutenfrei und oft vegetarisch. Oft vegetarisch, da ich durch viel unterwegs bin und die Kombination aus vegetarisch und glutenfrei auswärts ziemlich schwierig ist. Außerdem gebe ich offen zu, dass mich Salat (meist die einzige Option im Restaurant) auf die Dauer nicht statt macht und ich auch wirklich gerne Fleisch essen. Aber in Maßen. Lieber selten und dafür Qualitativ hochwertig.

    Glutenfrei muss es immer sein. Und zwar zu 100% und ohne Ausnahme – sonst liege ich ein zwei Tage richtig flach und spüre noch bis zu 2 Wochen später die Folgen und schädige meinen Körper auch langfristig. Gesundheit geht eindeutig vor – lieber nichts essen, als etwas glutenhaltiges.

    Besonders gut finde ich, dass du in deinem Artikel klar machst, dass man seinen eigenen Weg finden muss – dass es nicht nur schwarz und weiß gibt. Und dass jeder seine eigene Entscheidung treffen kann. Wir müssen uns nicht ständig vorhalten, dass dies und jenes besser ist – jeder macht das eine richtig und dafür an anderer Stelle etwas nicht so gut. Und das ist total okay so.

    Ich finde allerdings, dass man zwischen Allergikern und freiwilligen Ernährungsform Wählern (toller Wortlaut…. 😀 ) durchaus ein Unterschied besteht. Während die ersten mit ernsten gesundheitlichen Konsequenzen bis hin zur Lebensgefahr bei Fehlern oder falschen Aussagen kämpfen, ist es bei zweiten eine Geschmacks- Einstellungssache – auch nicht schön – aber eben nichts lebensbedrohlich. An für sich haben für mich beide Gruppen die gleiche Daseinsberechtigung und sind auch gleich wichtig! Aber je mehr „Wünsche“ es gibt, desto schwieriger wird im Restaurant. Und gerade die Gruppe der „heute esse ich das, morgen das“ führen bei vielen Leuten zu einer „ist doch egal“ Mentalität. Und das finde ich echt traurig und ärgerlich.
    Schließlich sollte es eigentlich egal sein. Wenn irgendwas glutenfrei/vegan/… bei der Bestellung zu gesichert wird, dann sollte es auch so sein. Ohne negative Kommentare oder oder oder…

    Wie siehst du das?

    Ich wünsche dir einen schönen Mittwoch!

  • Reply Johanna 30. Mai 2018 at 13:58

    Liebe Luise,
    Ich sehe das alles sehr ähnlich. Auch wenn ich mich ganz persönlich, nach 6 Jahren “veganerin”, dazu entschieden einfach nur noch gar nichts zu sein und niemandem mehr eine Definition zu meiner Ernährungsweise präsentieren zu müssen.

    Hab auch gerade auf meinem Blog einen Artikel zu dem Thema “Wieso ich nicht mehr ‘vegan’ bin hochgeladen.

    Liebe Grüße
    Johanna von hannicoco

    • Kleinstadtcarrie 30. Mai 2018 at 22:45

      Liebe Johanna,

      ah das klingt spannend 🙂

  • Reply Christina 30. Mai 2018 at 13:39

    Liebe Luise,
    „ich schränke mich nicht ein“: einer der wahrsten Sätze überhaupt. Ich selbst lebe aufgrund einer chronischen Erkrankung glutenfrei. Und zwar wirklich absolut strikt, denn jedes winzige Gramm setzt mich über Stunden, manchmal Tage, außer Gefecht. Wie oft ich zu hören bekomme „Ich würde sterben, wenn ich darauf verzichten müsste!“, wie oft ich antworte: „Es ist kein Verzicht, es ist die logische Konsequenz.“ Es ist Kopfsache, wie (fast) alles im Leben.
    Und ja, 20 Euro für 500g Hühnchen tut finanziell weh, aber: ich esse ein Lebewesen, dass für mich und meinen Konsum gestorben ist. Deswegen zahle ich diesen Preis gern. Und ich nehme mir kurz Zeit der Dankbarkeit, dass dieses Lebewesen dafür gestorben ist, dass ich es jetzt essen darf. Das ist natürlich ein gänzlich anderer Ansatz als das vegane Leben, aber wenn die Menschheit wieder mehr von dieser Dankbarkeit, von dem Respekt vor anderen Lebewesen empfinden würde, egal ob als veganer oder carnivore oder was auch immer, wäre diese Welt tatsächlich eine bessere.
    Ich kann dir übrigens die Kosmetik von nude by nature ans Herz legen. Die sind (Überraschung) nicht ganz günstig, aber wirklich ergiebig, selbst bei empfindlicher Haut verträglich, cruelty-free und (zumindest überwiegend, meines Wissens ist in einigen Produkten Bienenwachs und Lanolin enthalten) vegan.
    Alles Gute für dich!

    • Kleinstadtcarrie 30. Mai 2018 at 22:54

      Liebe Christina,

      Eure schlauen, unglaublich gut formulierten und hilfreichen Kommentare machen mich so so so glücklich! Das hier ist wirklich ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Ich danke Dir dafür! 🙂

  • Reply Julia 30. Mai 2018 at 12:55

    Hallihallo,
    Sehr schöner Beitrag. Ich selbst ernähre mich seit 3 Jahren glutenfrei. Weil ich muss. Autoimmunerkrankung sei Dank 😄. Aber das ist okay. Zudem esse ich nur selten Fleisch.. mir schmeckt vieles auch einfach nicht muss ich sagen, neben den ganzen anderen Aspekten. (Wenn ich Fleisch esse, werde ich danach beispielsweise müde). Eier gibts bei mir nur von einer Freundin der Familie, die seit Jahren welche hat. Ich denke, alles in allem ist das auch schon viel. Und ich denke irgendwann kann ich noch mehr. Geben. Beitragen. Seit ein paar Wochen kaufe ich nur noch Naturkosmetik neu ein, das alte brauche ich aber noch auf. Und so geht es immer Stück für Stück. Immer ein bisschen, weil wenn ich eins gelernt habe, dann.. Radikale Umstellungen schafft mein Körper nicht. Das musste ich damals gezwungener Maßen nach meiner Diagnose feststellen. Mein Körper hat damals rebelliert und mir das mit Ausschlägen, Grippen oder Lungenentzündungen gezeigt. Seitdem geh ich das alles langsam an. Aber ich glaube, dagegen ist ja nichts zu sagen. 🙂
    Liebe Grüße.
    P.S.: du bist wirklich eine Inspiration.

    • Kleinstadtcarrie 30. Mai 2018 at 22:53

      Hey Julia,

      vielen vielen Dank für Dein Feedback!

      Ah tatsächlich? Das klingt sehr spannend. Ich war im letzten Jahr auch sehr oft krank und hatte ja im Winter diesen Jahres mit der Lungenentzündung zu kämpfen. Meinst Du, das liegt an der Ernährungsumstellung? Da werd ich direkt mal weiter recherchieren!

  • Reply Lisa 30. Mai 2018 at 12:32

    Ich würde nie im Leben vegan werden, aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht nennen will. Ich bin aber ein großer Fan von Leben und leben lassen.
    Was ich aber sagen muss: es muss ein Umdenken stattfinden. Und ich finde,jeder sollte individuell für sich selbst entscheiden, was das sein soll. Bei mir ist Plastik und regionaler Konsum. Ich würde niemals Kartoffeln aus Ägypten oder Erdbeeren aus Spanien kaufen. Das ist aber mein Part. Andere Reisen nicht (was ich nie könnte obwohl ich weiß dass das in Summe schlimmer ist als ein Leben lang Kartoffeln aus Ägypten) andere ernähren sich vegan. Ich finde das Leben sollte eine gute Mischung aus Genuss und Bewusstsein sein, und jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er das interpretieren möchte. Wie so oft im Leben gibt es kein richtig oder falsch.
    Danke für deinen Beitrag!