Monatsrückblick Mai

/27. Mai 2018/9 Kommentare

gefreut: Wow wow wow! Während ich den Monat habe Revue passieren lassen und all‘ die Worte getippt habe, ist mir klar geworden, was das Beste an diesem Monat gewesen ist: die Menschen, die mich umgeben haben! Und deswegen möchte ich den Beitrag auch genau damit starten. Es tat mir so unglaublich gut, mich mit so vielen tollen Frauen (und auch Männern, aber die sind kamerascheu) zu umgeben. Es ist für mich das größte Geschenk so verhältnismäßig viele, tolle Menschen in meinem Leben zu haben – verglichen damit, wie viel weniger Freunde ich früher hatte, oder mich unverstanden gefühlt habe.
In diesem Mai? Ninja, irgendwie – strahlen so viele Menschen. Ich habe endlich die zauberhafte Evi persönlich kennengelernt, die schon so lange für mich illustriert, Kaffee mit Melina, Wiedersehen mit Francesca, tanzen mit Luise – und dann sind ja da noch all‘ meine grandiosen Freunde, die nichts mit Social Media am Hut haben. Neue Gesichter, treue Seelen und sich wiederzusehen und kennenzulernen, das erfüllt mir mein Herz.
Also ich bin so dankbar für jeden gemeinsam getrunkenen Kaffee, jede Bootstour, Euer Lachen und die aufmunternden Worte, echte Umarmungen, zaghaftes und dann wieder ruckartiges Kennenlernen, durchtanzte Nächte, Stunden am Späti, Unterstützung für meine Arbeit, tiefgründige Gespräche und Bauchschmerzen vom Lachen. Und auch wenn es mir manchmal kaum machbar erscheint Euch alle zu sehen, jede Sprachnachricht zu hören und auf jede Nachricht zu reagieren – es lohnt sich mein Zeitmanagement immer wieder herauszufordern! Ihr seid wunderbar!

getanzt: Na wann wohl? Richtig! Am und in und durch und aus dem 1. Mai. Also in der Heimat habe ich diese Tradition irgendwie nie richtig gespürt, aber nach all‘ den Erzählungen aus Berlin, bin ich sehr gespannt gewesen, was passieren würde – und: wir hatten einen wundervollen Tag! Gute Laune, Seifenblasen und eben: durchtanzte Schuhe. Ein gelungener Auftakt in den 5. Monat. Wahnsinn, dass schon fast die Hälfte des Jahres vorbei ist. Und während ich mich am Anfang so gar nicht mit 2018 anfreunden konnte, fühle ich mich mittlerweile ziemlich wohl!

gefreut: Geduld zahlt sich aus!
Ich bin wieder fit. Ich gehe wieder regelmäßig in’s Fitnessstudio.
Und:Ich kann wieder reisen. Also entschied ich – ziemlich spontan sogar – endlich wieder in ein Flugzeug zu steigen. Die erst Reise ging – nach Tel Aviv. Gemeinsam mit meiner Schwester machte ich mich auf den Weg, Israel zu erkunden …

gehört: Und während dieser Reise kam ich auch – ja, ich bin ja mit Trends gerne etwas spät dran – das erste Mal dazu mich mit Podcasts zu beschäftigen. Wieso? Ich habe nach Informationen gesucht. Irgendwas, um Ordnung in meine Gedanken und mein Wissen zu bringen. Etwas, das lange Flüge und Busfahrten irgendwie erträglicher macht. Und nachdem ich mich durch das unendliche Angebot an Sex-Podcasts gekämpft hatte, fand ich, was ich suchte. Und einiges mehr. Seid ihr interessiert an meinen Lieblingspodcasts? Habt ihr Empfehlungen?

geschämt: Lange Busfahrten? In Israel haben wir verschiedene Ausflüge unternommen.
Am dritten Tag unserer Reise beispielsweise machten wir uns in aller früh auf den Weg nach Jerusalem.
Und dort habe ich mich? Geschämt. – also nein, eigentlich ist es das falsche Wort. Aber: als ich da vor der Klagemauer stand, umgeben von einer verwirrenden Mischung aus orthodoxen Juden und penetranten Touristen, … da habe ich für einen kurzen Augenblick Scham empfunden.
Weil ich Deutsche bin.
Weil ich gern einige Impressionen filmen wollte, aber irgendwie auch nicht.
Weil ich mich nicht ausreichend informiert fühlte. Dem Judentum so fern irgendwie.
(Auf der Rückfahrt änderte ich das direkt mithilfe von einem Podcast, um den vorherigen Punkt noch mal aufzugreifen.)

gegessen: Humus. In Israel. Und das en masse. Ich bin eigentlich kein großer Fan des Kicherrbsenmuses, aber da, wo eine Sache ursprünglich herkommt, schmeckt sie ja bekanntlich am besten, nicht wahr?
In Berlin gab’s dann direkt nach der Ankunft ziemlich gute (vegane) Pizza bei Zia Maria – vielen Dank an dieser Stelle noch Mal für die Einladung.
Veganer Döner, oder sagen wir besser Veganer Riesen Döner  – aber dazu in der kommenden Woche mehr, denn ab Montag startet hier die Vegane Woche auf dem Blog. Ich bin schon so gespannt, was ihr von den Beiträgen halten werdet, ich freue mich auf den Austausch und die Diskussion mit Euch. Ich hoffe ihr seid dabei?

Und mit dem Hummus ging es dann aber schon ziemlich schnell weiter – in Marrakesch nämlich…

geweint: Ich landete gegen 11 Uhr morgens in Marrakesh. Verfließ das Flugzeug – und roch: Afrika.
Bereits allein mit dem Blick aus dem Fenster der Maschine, überkamen mich ziemlich viele, vielleicht zu viele Gedanken.
Aber als dieser unverkennbare Geruch nach Hitze, Benzin, Dreck und Fröhlichkeit in meine Nase zog, konnte ich meine Gefühle nicht mehr verbergen.
Ich saß im Taxi auf dem Weg in unser Riad, welches wir wenige Tage vorher gebucht hatten, beobachtete die Kinder, die gerade aus der Schule kamen und dachte an all diejenigen, die niemals dorthin gehen können.
Drei Stunden lag ich auf dem schmalen Bett unserer Unterkunft, starrte die Decke an überlegte.
Ich legte fest diese Woche zu genießen.
Und danach meinen alten Prinzipien, Vorhaben und Einstellungen wieder und stärker und ehrlicher, konsequenter zu folgen.

genossen: Das klang jetzt sehr dramatisch – und: war es auch.
Trotzdem habe ich die folgenden Tage in Marrakesch genießen können. Sehr sogar. Und ich muss ehrlich sagen: die Stadt hat mich verzaubert. Die Farben, Gewürze, Stoffe und Gesichter – spannend und aufregend, geheimnisvoll irgendwie. Und das in Kombination mit meiner liebsten Lea, tollen Begegnungen, lustigen Ereignissen und heißen Temperaturen fühlte sich wie Balsam für meine Seele an.
Ganz ehrlich? Ich wäre auch noch eine weitere Woche da geblieben um das Land weiter zu erkunden – aber, und auch das habe ich sehr genossen, die Rückkehr nach Berlin fiel mir nicht so schwer, wie es immer in Dresden gewesen ist. Und das macht mich wahnsinnig froh, bestätigt mich sehr in der Entscheidung hierher gezogen zu sein, trotz der Schwierigkeiten und Komplikationen, die ich stückweit als Zeichen gesehen habe, Berlin doch noch mal zu überdenken. Aber jetzt: genieße ich es!

gemacht:  Und daher könnt ihr Euch natürlich sicher sein, dass wir uns die Zeit hier in der Hauptstadt nicht  haben lang werden lassen. Mein Lieblingstag? War wahrscheinlich der, an dem wir uns ein Schwanen-Tretboot ausgeliehen haben und den Samstag auf dem Wasser verbrachten. Ihr kennt das vielleicht? Oft trifft man sich bei jemandem zu Hause, im Café oder im Sommer auch im Park. Aber wirklich etwas zu erleben und zu unternehmen – das kommt oft zu spät. Daher sind wir immer auf der Suche nach schönen Möglichkeiten hier in Berlin. Habt ihr vielleicht Tipps für uns?

gelacht: über mich selbst – und das eine Menge! Wow, das tut so gut! Es war letztendlich der Instagramkommentar von einem von Euch, der mich dazu gebracht hat, endlich aufzuhören über Instagram zu meckern und zu nörgeln und mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern an meinem Verhalten etwas zu ändern – sodass mir die App endlich wieder Spaß macht und nicht nur stresst, nervt und fremdschämend lässt. Also! Danke für den Kommentar.
Der hat mich echt zum Nachdenken gebracht, indem er das Offensichtliche angesprochen hat. Ja, manchmal befindet man sich selbst in so einem Tunnel, dass man jemanden braucht, der von außen auf die Situation blickt.
Und jetzt? Hab ich Spaß! Und zwar eine Menge. Ich habe es schon immer gepredigt, Social Media und Co.  nicht allzu ernst zu nehmen und habe dabei nicht gemerkt, dass ich dabei die Verbissenste bin war.

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9 Kommentare

  • Reply Anne 28. Mai 2018 at 18:35

    Liebe Luise,

    vielen Dank, dass du uns wieder mit so tollem, regelmäßigem Input versorgst <3

    Auch wenn ich kein Veganer bin, freue ich mich sehr auf deine vegane Woche und bin gespannt, was du dir zu diesem Thema überlegt hast.

    Über Podcasttipps würde ich mich auch sehr freuen. Ich habe selbst auch erst vor kurzem Podcasts für mich entdeckt und frage mich, weshalb ich da nicht früher drauf gekommen bin?! Egal… Einen Tipp habe ich schonmal: Die Kunst dein Ding zu machen von Christian Bischoff. In dem Podcast dreht sich alles um Persönlichkeitsentwicklung. Es gibt auch eine Folge zur Fake-Welt Social Media, die deinen Struggle mit Instagram ganz gut beschreibt…

    Viele liebe Grüße,
    Anne

  • Reply Julia 28. Mai 2018 at 12:26

    Klingt nach einem schönen Monat 🙂
    Und Podcast-Empfehlungen wären super. Ich bin noch dabei, dass für mich zu entdecken, da sind Tipps immer super.

    Sonnige Grüße,
    Julia

  • Reply Rieke 28. Mai 2018 at 11:41

    Podcastvorschläge: Lage der Nation für politisches Wissen und einen wöchentlichen Überblick und Einblick in was gerade so abgeht in Deutschland und der Welt, besonders super, wenn man am Reisen ist oder gerade nicht in Deutschland verweilt und dementsprechend nicht täglich Tagesschau gucken oder auf dem Laufenden bleiben kann. Und dann Gemisches Hack für’s im Bus oder Bahn sitzen und herzhaft laut loslachen.

    • Kleinstadtcarrie 28. Mai 2018 at 16:53

      DANKE Rieke, für die Tipps!
      Lage der Nation höre ich auch regelmäßig!
      Gemisches Hack kenne ich noch nicht, aber bin gespannt 😀

  • Reply Céline Claire 28. Mai 2018 at 09:52

    Liebe Luise!
    Man sieht förmlich, wie die Lebensfreude nur so aus dir heraussprudelt! Das ist so schön. 🙂
    Über Podcast-Tipps würde ich mich sehr freuen und auf die Vegan-Woche bin ich auch schon sehr gespannt.
    Ich selbst lebe vegetarisch, würde mich aber gerne einmal an ein paar gegangen Rezepten versuchen.

    Alles Liebe
    Céline

    PS: Ich habe mir selbst auch etwas vorgenommen: weniger darüber jammern, dass es Blogs mittlerweile (oft) schwer haben und selbst mehr kommentieren und daran teilhaben. – Ich bin auf jeden Fall hier, wenn der nächste Beitrag erscheint 😉

    • Céline Claire 28. Mai 2018 at 09:53

      … veganen Rezepten meine ich natürlich

    • Kleinstadtcarrie 28. Mai 2018 at 16:50

      Céline,

      ah danke für Deinen Kommentar und dafür, dass Du Blogs weiterhin und mehr unterstützen magst. Das bedeutet mir echt viel 🙂 Für mich, aber auch für die deutsche Blogosphäre an sich!

      Und ja, die Rezepte kommen am Mittwoch online 🙂

  • Reply Kim 28. Mai 2018 at 00:27

    Liebe Luise,

    dein großer Schritt, nach Berlin zu gehen, hat mich dazu motiviert, mich endlich aufzuraffen und nach Hamburg zu ziehen, wo ich schon so lange hin wollte, mich aber nie getraut habe. Durch den Umzug kam ich nie dazu deine neuen Beiträge zu lesen und heute sitze ich hier, in meiner wunderschönen, neuen Wohnung in HH und stöbere durch deine Texte, die mich in guten, aber genauso auch in schweren und traurigen Zeiten antreiben.
    Ich freue mich so für dich, dass du deinen Weg gehst und glücklich dabei bist. Man sieht dir dein Glück an und es ist total ansteckend! Du hast in den letzten Jahren so viel an positiver Ausstrahlung gewonnen, das zeigen auch deine Fotos.

    Bitte hör niemals auf mit dem Schreiben. Du glaubst gar nicht, wie vielen Menschen du mit deinen Worten hilfst!

    Ganz liebe Grüße! Kim

    • Kleinstadtcarrie 28. Mai 2018 at 16:49

      Meine liebe Kim,

      hach, was für ein wundervoller und herzerwärmender Kommentar.
      Danke, von Herzen! Dass Du mir das schreibst und dass Du es zulässt motiviert zu werden. Und dass Du damit zu meiner positiven Ausstrahlung sehr viel beiträgst 🙂