Ich auch.

/21. Januar 2018/68 Kommentare

„Darf ich für 500$ deine Füße ablecken?“  Ich war gerade neu in New York. Wir tanzten durch die Nacht. Ich hatte ein bisschen getrunken. Fühlte mich gut. Und dann hielt mir dieser verschwitze Mann einen 500$ Schein vor die Nase.
– als ich meinen besten Freundinnen in Deutschland von der Geschichte erzähle, sind sie schockiert. Ich lache. Aber die beiden gucken mich nur ungläubig an.
„Und was hast Du dann gemacht?“
„Ich habe ihm den Dollarschein aus der Hand gezogen und ihm in den Ausschnitt gesteckt, habe gelacht und bin gegangen. Später hat er mir mal eine Hermestasche für Sex geboten.“, ich lache – ein bisschen zu laut. 
„Oh mein Gott, wie ekelhaft!“
„Ich glaube, ich hätte sofort losgeheult.“
Ich lache wieder und winke ab: „Ach Mädels, der war betrunken. Alles gut. Ist ja nichts passiert.“

Es sind einige Wochen vergangen.
Ich meine, einige Wochen seit das Thema überall mit großen Lettern auf den Titelseiten der Welt geschrieben stand. Einige Wochen seit Social Media den Hashtag immer und überall hervorgehoben hat und man beinahe das Gefühl hatte, erdrückt zu werden und etwas sagen – sich erinnern – zu müssen.
Es ist ruhiger geworden.
Nicht totenstill.
Aber ruhiger. Schwarze Kleider. Eine Rede. Laut. Aber diese Hektik, diese vorschnellen Urteile sind vorbei.
Und: das ist gut. Das Thema braucht Ruhe. Keine Hektik. Keine Aufregung. Ruhe. Und Zuhören. Und Mut. Das braucht Zeit und Überwindung. Denn so kraftvoll diese Rede auch war, wie groß die Welle der Empörung und das Ausmaß von Empathie, das bringt schweigende Münder nicht zum lauter brüllen. Bringt nicht jedes Opfer zum Anklagen, – vor allem wenn da eben keine 300 anderen, schwarz gekleideten, applaudierenden Frauen und Männer vor einem Stehen. Vielleicht aber ein Wispern, wo vorher nur Scham war. Vielleicht Hoffnung und Mut und Kraft, wo vorher nur Angst und Aussichtslosigkeit gewesen ist.
Also, lasst uns ruhig werden und zuhören.

Es sind einige Wochen vergangen.
Ich meine, einige Wochen seit auch wir im Freundeskreis über das Thema gesprochen haben. Zum Abendessen.
„Und Du Luise? Wurdest Du schon mal sexuell belästigt?“
Ich rede gern. Und viel. Vor allem über Dates und Sex. Ich bin dabei locker. Und offen. Und sorge immer wieder für Lacher bei unseren Kochabenden. Aber eigentlich: erzähle ich immer nur die selben Geschichten. Nur hier und da an einer anderen Ecke ausgeschmückt.
„Und Du Luise? Wurdest Du schon mal sexuell belästigt?“
Die Frage hängt noch immer im Raum.
Mache ich einen Witz? Erzähle ich von einem unangenehmen Antanzen im Club letzte Woche? Erzähle ich von den 500$? Die Geschichte kennen sie. Darüber haben wir bereits gelacht. Gibt es vielleicht eine Geschichte einer Freundin einer Freundin, die jetzt passt?
Und gleichzeitig schießen Bilder durch meinen Kopf. Ich schüttle ihn, als könnte ich die Erinnerungen so vertreiben und sage schnell irgendwas, bevor der Scham aus meinen Augen tropft und die Wut und der Ekel aus meinem Mund herausbricht, „Nein, ich weiß es nicht. Darüber muss ich nachdenken.“
Ich muss nicht darüber nachdenken, um mich zu erinnern, sondern, ob ich bereit bin, darüber zu erzählen. Ohne Lachen. Ohne Abwinken. Ohne Verharmlosung, – damit uns nicht schlecht wird. Damit ich die Fassung nicht verlier‘. Ich denke noch ein bisschen länger darüber nach und sage dann irgendwann ganz leise, so leise, dass es niemand mehr hört:  „Ja. Ja. – Ja.“

Wir reden über Schmerzgrenzen und das, was Männer jetzt (noch) tun sollen.
Wo fängt sexuelle Belästigung an?
Wo sind Grenzen?
Was können wir tun?
Wie schützen wir uns und andere davor?
Und wer trägt am Ende die Verantwortung?

Es sitzen vorwiegend Männer am Tisch.
„Habt ihr schon Mal jemanden sexuell belästigt?“, frage ich.
Stille.
Er bricht die Leere: „Nein, noch nie.“ Ich glaube ihm. 
„Was soll die Frage denn jetzt?“
Was die Frage soll? Vielleicht ist es an der Zeit aufzuhören Opfer verantwortlich zu machen. Aufzuhören auf skandalöse Geschichten zu hoffen. Aufzuhören Opfer das Offenbaren zu überlassen. Das Entblößen.

Es sind einige Wochen vergangen.
Ich meine, einige Wochen seit ich die ersten Zeilen dieses Textes verfasst habe.
Ich überlege noch immer.
Ich überlege, wieso ich so vieles mit einem Lachen erzählen konnte. Oder musste?
Ich schreibe – spät in der Nacht, als ich mit vollem Magen vom Kochabend nach Hause komme – drei Geschichten nieder..
Diesmal – ohne blöde Witze am Rand. Diesmal – ohne meine Scham mit einem Lachen zu übertünchen. Diesmal – ohne mein Selbstbewusstsein, was vermeintlich darüber steht.
Ich schreibe drei Geschichten nieder. Die gar keine Geschichten sind. Sondern wahre Begebenheiten:
Du willst es doch auch.
500$.
Und blaue Flecke am ganzen Körper.

Ich lache und winke ab: „Ach Mädels, der war betrunken. Alles gut. Ist ja nichts passiert.“
„Doch es ist etwas passiert. Er hat gedacht, dass er sich Dich zu eigen machen kann. Für Geld. Und er hat es auf eine so unangenehme und dreckige Art und Weise gemacht, dass Du Dich nicht mal getraut hast, angemessen zu reagieren. Ich wünschte ich wäre da gewesen, um Dich zu beschützen und Deine Grenzen aufzuweisen. So, damit er es kapiert.
Machst Du das das nächste Mal bitte deutlich? Nicht lachen, nicht gezwungener Maßen freundlich sein. Nein!, sagen und ihn spüren lassen, was er für ein Arschloch ist.“


Also ob die #metoo Kampagne überbewertet ist? Nein! Ob es Männer einschränkt? Was dürfen die denn jetzt überhaupt noch machen? Und wenn sie einen so tiefen Ausschnitt trägt … – Darum geht es hier nicht! Es geht um die Opfer. Ganz gleich ob Mann oder Frau übrigens. Es geht darum, dass man an seinem Arbeitsplatz akzeptiert und nicht aufgrund seines Geschlechts denunziert wird. Es geht darum ihnen, die unter Druck stehen, die Angst haben, sich nicht trauen, eine Stimme zu geben. 
Es geht darum, dass wir unsere Grenzen neu und klar und deutlich setzen und dafür einstehen. Ein Klaps auf den Po, Verniedlichungen und  während des Meetings der Blick auf den Busen sind doch okay. Sind doch halb so wild. Sexuelle Belästigung ist Normalität? Ist schon okay? Und wird weg gelächelt? Genau, das ist das Problem!
Also nein, heute geht es nich um die Täter. Es ist nicht übertrieben oder überspitzt. Nein, es geht nicht um die Wahrnehmung und Empfindung und falsche Einschätzung jener, die zu fest anpacken, die zu weit runter schauen oder unangebrachte Begrifflichkeit verwenden. Es geht nicht darum, was ihr jetzt noch dürft. Nein.
Akzeptiert ein nein.

Join the discussion

68 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Pauline Cancel Message

  • Reply Verena 27. Januar 2018 at 21:25

    Wow – was für ein Beitrag. Normalerweise fehlen mir nicht die Worte, doch jetzt bin ich sprachlos! Es wird viel zu wenig darüber geredet, obwohl es doch so ein wichtiges Thema ist.
    Auch bei mir kommen da so einige Bilder hoch von vielem was nicht gewollt war und trotzdem eskaliert ist. Mit 17 Jahren ist man auch unsicher, wie man reagieren soll und dann schweigt man sehr schnell. Allerdings muss ich fünf Jahre später sagen; ich wäre niemals die starke, selbstbewusste Frau die ich heute bin. Ich bin froh, dass ich aus der damaligen Situation das beste gemacht habe. Und trotzdem ist es gleichzeitig traurig, weil ich nicht mit jemanden darüber geredet habe – bis heute nicht. Ich hätte kein Problem damit aber dieses Thema ist einfach tabu, man wird komisch angesehen und manch einer will auch noch ein schlechtes Gewissen vermitteln. Ein schlechtes Gewissen wegen etwas, dass mit angetan wurde? Nicht mit mir!

  • Reply Marry 27. Januar 2018 at 02:52

    Liebe Luise,

    vielen Dank für Deinen Text! Ich bin seit langem eine stille Leserin, aber bei diesem Thema fällt es auch mir schwer still zu bleiben…
    Ich erlebe es beim Feiern immer wieder, dass man beim Tanzen, nicht nur an der Taille, angefasst wird. Als ich jünger war, wusste ich nicht wie ich damit umgehen soll, habe den entsprechenden Typen manchmal eine Backpfeife gegeben oder sie angeschnauzt. Allerdings kam aus meinem (eigentlich sehr emanzipierten) Freundeskreis (fast) immer die gleiche Reaktion: „Wie kannst Du Dich nur darüber aufregen?“, „Du übertreibst total.“, „Sieht es doch als Kompliment.“, „Mach doch aus keiner Mücke einen Elefanten.“ usw…. Sowohl von einigen Freundinnen als auch von einigen meiner männlichen Freunde habe ich diese Sprüche gehört. Natürlich gab es auch Leute, die komplett anders reagiert haben, aber diese waren leider immer in der Minderheit.
    Ich bin schon immer jemand gewesen, der, unabhängig von der Meinung anderer, seinen Standpunkt vertreten hat und auch dazu steht, aber ich muss ehrlich sagen, dass es mir in diesen Situationen manchmal schwer gefallen ist. Deshalb habe ich dann irgendwann so getan, als ob nichts passiert wäre, habe schon von Anfang an am Rand/an der Wand getanzt und aufgepasst, dass es auf keinen Fall zu entsprechenden Situationen kommt, weil ich einfach nicht wusste, wie ich damit umgehen soll – entweder rege ich mich auf, man wird als die „Zicke“ dargestellt und „versaut“ den Abend oder man tut als ob nichts gewesen wäre, aber kann das nicht wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren…

    Bis heute habe ich für mich keine gute Möglichkeit gefunden, um damit umzugehen. Ich finde es traurig und es bestürzt mich nach wie vor, dass man es als „übertrieben“ abstempelt und es von vielen nicht ernst genommen wird, wenn sich eine Frau darüber aufregt, dass ihr beim Tanzen an den Po gefasst wird.

    Alles Liebe!
    Marry

    • Kleinstadtcarrie 28. Januar 2018 at 11:55

      Liebe Marry,

      Danke für Deinen Kommentar!
      Die geschilderte Situation – kennen sicherlich viele von uns. Auch ich!
      Ich selbst habe auch eine Freundin, die dabei sehr laut und aggressiv, traurig und aufgewühlt, ja verzweifelt reagiert und die entsprechenden Übeltäter anschreit oder gar schlägt. Ähnlich wie Du damals vielleicht?
      Jedenfalls: ich selbst finde diesen Weg auch falsch.
      Ich handhabe es so, den Typen klar und deutlich, mit bestimmtem Ton und offenem Blick in die Augen zu sagen, dass sie das sein lassen sollen/ich das nicht möchte. Wenn das nicht hilft, spreche ich Freunde an (die meine Grenzen verstehen, respektieren und mit mir verteidigen – Sprich da auf jeden Fall in einer ruhigen Minute noch Mal mit Deinen Freunden. Das ist so wichtig!) oder direkt mit den Security Männern oder Türstehern.

      Auf dass es beim nächsten Mal „besser“ wird.
      Fühl Dich umarmt,
      Deine Luise

  • Reply Juliet 25. Januar 2018 at 19:14

    Ich kann mir vorstellen, wie schwer es gewesen sein muss, diesen Beitrag zu verfassen. Alles noch einmal zu erleben.
    Und doch hat es was Gutes. Im selbigen Moment des Geschehens nehmen wir Gesten nicht deutlich wahr. Oder wollen sie nicht wahrhaben. Reagieren bescheiden, belächeln vieles. Und dann… beim Nachdenken, beim Schreiben, beim Erzählen, da wird uns erst bewusst, was denn da wirklich passiert ist.
    Hut ab für diesen Mut!

    Ich drück dich ganz fest!

    Liebst, Juliet
    http://www.withjuliet.com

  • Reply Andrea 25. Januar 2018 at 18:11

    Ich frag mich wie du immer auf diese tollen Bildideen kommst! Klasse und super Artikel!

  • Reply Lisa 25. Januar 2018 at 12:00

    Ich war 10 Jahre alt. Ich klingelte bei meiner Nachbarin. Wir wollten raus in den Garten. Plötzlich öffnete der Mieter vom unteren Stockwerk die Türe. Ein Mann, heute würde ich ihn auf 35 Jahre schätzen. Er sah mich an, wollte wissen warum ich bei ihm geklingelt hätte. Ich schüttelte abwährend den Kopf. Ich habe nicht bei ihm, sondern bei meiner Freundin geklingelt. Sie wäre nicht zu Hause, antworete er mir. Ich nickte, wollte gehen. Er packte mich am Arm. Komm doch mit rein, bat er mich. Ich schüttelte den Kopf. Ich war 10. Hatte keine Ahnung was alles passiern konnte. Aber mein Bauchgefühl sagte mir nichts gutes. Er griff fester zu. Er tat mir weh. Komm doch mit rein, ich habe dir auch eine heiße Schockolade. Nein, flüsterte ich jetzt. Ich hatte Angst. Ich sah ihn mit großen Augen an. Da ließ er mich los und ich rannte. Rannte. Als ich zu Hause ankam sah meine Mutter mich sehr aufgewühlt. Sie wollte wissen was passiert ist. Ich schüttelte den Kopf. Sie hat diese Geschichte nie erfahren. Ich war 10 Jahre alt.

    Ich war 8 Jahre alt und hatte eine andere Nachbarin, die mit 17 Jahren mit ihrem damaligen Freund, 29 Jahre, in einer Erdgeschosswohnung drei Häuser weiter eohnte. Unsere Eltern kannten sich. Daher kannte ich sie. Sie hatte zwei Katzen und das gefiel mir. Sie war oft nach ihrer Schule zu Hause und ich kam öfter bei ihr vorbei und verbrachte die Nachmittage bei ihr. Einmal klingelte ich und sie war nicht zu Hause. Nur ihr Freund. Er sagte, sie würde gleich kommen und ich solle doch schon einmal warten. Als ich die Wohnung betrat sah ich, dass er gerade ein Computerspiel spielte. Ich konnte, damals, nicht zuordnen was auf dem Bildschirm passierte. Ich wusste nicht was die animierten Personen dort taten. Heute weiß ich, sie hatten Sex. Als ich ihn, ich war 8 Jahre alt und neugierig, fragte was die Personen taten, fragte er mich, ob er es mir zeigen solle.
    Er fasste mich an. An den Armen und an meinem Po. Ich hatte in ungutes Gefühl. Verneinte. Wollte gehen. Er ließ mich und die Tür fiel hinter mir ins Schloss.

    Zwei Ereignisse, die mir nie aus dem Kopf gegangen sind. Zwei Ereignisse, die deutlich schlimmer hätten ausgehen können. Deine Geschichte hat mir wieder gezeigt, wie viel Glück ich damals hatte.

    Ich komme aus einem sehr kleinen Dorf. Und möchte ssomit sagen, egal wo, in der Stadt oder auf dem Land. Du bist nie sicher davor. Überall kann das passieren. Überall.

    Das ist ein wundervoller Beitrag und ich danke dir. Danke dir dafür, dass du das Thema angesprochen hast. Für alle da draußen, denen mehr passiert ist wie mir.

    Danke Luise.

    Deine Lisa.

    • Kleinstadtcarrie 28. Januar 2018 at 11:51

      Danke für Deine Offenheit.
      Es bedeutet mir unendlich viel, dass Du hier darüber schreiben kannst und uns an Deiner Geschichte teilhaben lässt.

      Fühl Dich ganz doll umarmt.
      Viel Liebe,
      Luise

  • Reply Linda 24. Januar 2018 at 13:26

    Sehr mutiger Text und Danke für deinen Mut. Der Satz: „Blaue Flecken am ganzen Körper“ und „du willst es doch auch“ hören sich ehrlich gesagt sehr traumatisch an. Ich arbeite als Krankenschwester auf einer psychosomatischen Station und wenn du sowas schreibst mit „Blaue Flecken am ganzen Körper“ dann würde ich dich als traumatisierte Person einschätzen, was sich aber sonst in deinen Bildern und Videos nicht wiederspiegelt. Sei mir nicht böse wenn ich das schreibe, aber ich weiß auch nicht ob ich den Text daher eher unauthentisch finde.LG

    • Kleinstadtcarrie 24. Januar 2018 at 15:04

      Linda,

      ich habe lange überlegt, ob ich Deinen Kommentar veröffentliche oder nicht.
      Ehrlich gesagt – verbitte ich mir so etwas eigentlich. Aber genau deswegen kommt es jetzt online.
      Eine Diagnose über’s Netz? Ernsthaft? „Was sich sonst in deinen Bildern oder Videos nicht widerspiegelt.“ – kennst Du mich? Kennst Du jeden Teil meines Lebens? Ich bin Luise, nicht Kleinstadtcarrie. Bin 1994 geboren, nicht 2010 (wie dieser Blog.) Sieh mir den Ton hier nach, aber Unterstellungen solcher Art bei diesem Thema finde ich geschmacklos. Es geht darum, dass wir einander ermutigen und unterstützen, nicht nachbohren und abwinken, Weglächeln und verharmlosen oder wie in diesem Fall zu unterstellen, man sage nicht die Wahrheit. Ich bin fassungslos und enttäuscht.

    • Sandra 26. Januar 2018 at 17:02

      Verstehe ehrlich gesagt deine Reaktion auf diesen Kommentar nicht. Sie hat es doch nicht böse gemeint und nur gesagt dieser eine Satz kommt ihr so vor und danach betont, dass der Rest des Artikels und die Fotos das aber nicht reflektieren. Sie hat dich nicht diagnostiziert oder angegriffen, sondern dir nut den Eindruck mitgeteilt, den der Text als Ganzes bei ihr hinterließ. Diskutieren über öffentlich zugängliche Texte wird man wohl noch dürfen.

    • Kleinstadtcarrie 27. Januar 2018 at 22:29

      Diskutieren ja, derartige Unterstellungen – für mich – nein.

  • Reply Lena 24. Januar 2018 at 13:16

    Liebe Luise, zugegebenermaßen ist das der erste Blogbeitrag, den ich ganz gelesen habe und das liegt auch schon 2 Tage zurück. Seitdem konnte ich nicht aufhören, darüber nachzudenken.

    – Habe ich damals falsch gehandelt ? Falsch, weil ich nicht reagiert habe ? Weil er es einfach machen konnte und die einzigen die sich dazu geäußert haben, waren meine Freunde, die es so nebenbei mitbekommen haben. Warum war ich in diesem Moment wie versteinert und konnte nichts anderes denken als „Das kann nicht wahr sein. Das hat er nicht gemacht gerade.“ ?
    Aber ich dachte nun mal, naja so schlimm war es ja nicht was er getan hat. Jeden Tag passieren anderen Menschen Dinge, die so viel schlimmer sind, als das was ich verarbeiten muss. Aber liegt nicht genau da der Fehler? Warum muss man sich mit Anderen vergleichen? Wenn mir etwas passiert ist, dass für mich nicht in Ordnung war, dann sollte ich das auch sagen dürfen, ohne Angst zu haben vor Kommentaren wie „Jetzt stell dich mal nicht so an, da ist doch gar nichts dabei“.
    Jedoch hat mich genau diese Angst daran gehindert etwas zu sagen. Zum zweiten Mal. Man sollte meinen man lernt aus seinen Fehler. Aber vielleicht habe ich es bisher einfach zu gut verdrängt. Einfach nicht darüber nachdenken wollen, weil es einfacher war.
    Vielleicht reicht es nicht sich damit abzufinden, sondern man muss sich Gedanken machen, wie man hätte stattdessen reagieren sollen. Mit wem man darüber reden kann, ohne Angst hat vor blöden Kommentaren. Wer einem helfen kann, wenn man es alleine doch nicht schafft. Wie man stärker als je zuvor aus dieser Situation herausgehen kann. –

    Ich danke dir für diesen Beitrag, dass du mich nochmal dazu gebracht hast über all das nachzudenken. Mit jemandem zu reden, der beim zweiten mal dabei war und es mitbekommen hat. Dafür dass du anderen Betroffenen Mut machst.

    Und ich danke allen die hier schon Kommentare geschrieben haben, auch ihr habt mich zum Nachdenken gebracht. Dadurch, dass jeder einen anderen Blickwinkel hat, jeder seine ganz eigene Geschichte und sein eigenes Päckchen.

    • Kleinstadtcarrie 24. Januar 2018 at 15:06

      Danke Lena.
      Mehr bleibt mir nicht zu sagen.
      Ach doch: Ich wünsche Dir Mut und ganz viel Kraft! Auf dass wir bei der nächsten Situation besser und stärker reagieren!

  • Reply Irina 24. Januar 2018 at 10:47

    Es ist immer wieder unglaublich, dass es Menschen gibt, die nicht den Sinn und Klang in Texten suchen, sondern das Haar in der Suppe. Jeder, der sagt, dass sich Frauen nur anstellen würden und selbst Kleinigkeiten als #metoo gelten, ist für mich Jemand, der persönliche Grenzen nicht wertschätzt.

    Es ist eben nicht „Erst in die Ecke gedrängt werden“. Es ist „Die Abwehrhaltung“ des Gegenüber nicht zu erkennen und den Menschen nicht als das sehen zu können was er ist. Ein selbstbestimmtes Wesen. Meinen größten Respekt, dass du dich all denen stellst, die solche Beiträge suchen, um ihrem Frust und ihrem Unverständnis Luft zu machen.

    • Kleinstadtcarrie 24. Januar 2018 at 12:17

      … diese Menschen gibt es immer, zu jedem Thema.
      Aber die Liebe überwiegt. Immer. Und die Offenheit und Zusammenhalt. Das überwiegt. 🙂

  • Reply Stella 24. Januar 2018 at 01:22

    Ich möchte etwas zu deinen Worten sagen, aber ich sprachlos. Danke für diesen gelungenen Text. Danke, dass du ihn mit uns teilst. Danke, dass du sensibilisierst und gleichzeitig für Autonomie und Respekt einstehst.

  • Reply Marie Dyness 23. Januar 2018 at 21:42

    Sehr wahrer und reflektierter Post!

    Alles Liebe, Marie💗
    http://mariedyness.blogspot.de/

  • Reply Dani 23. Januar 2018 at 19:20

    Hallo Luise,
    ich lese deinen Blog seit ein paar Monaten, halte mich mit Äußerungen im Netz generell zurück und habe auch hier noch nie einen Post kommentiert. Bei diesem Thema ist es anders, denn es löst starke Emotionen bei mir aus. Geht es um Ich auch…? brauche ich gar nicht lange nachdenken: mit 15 Jahren in einem fast leeren Bus, mindestens doppelt so alt wie ich, Hand an meiner Brust, „Los, steig mit mir aus“. Zurück blieb Scham, Unverständnis, der Wunsch anders reagiert zu haben als mit der Fassungslosigkeit eines unsicheren Teenagers. Ein Jahr später, Alkohol, zehn Jahre älter als meine Freundin und ich, Freund ihrer Eltern, überall Hände. Es tat ihm Leid, er schämte sich, aber ich habe ihm das nicht so schnell vergeben. Dennoch, Vorfall auf beiden Seiten heruntergespielt, einfach weitergemacht. Mittlerweile bin ich 28, habe diese frühen Erlebnisse erfolgreich hinter mir gelassen, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich weiß, dass sich so etwas nicht wiederholen wird, solange mein Herz noch schlägt. Niemand wird es jemals wieder wagen mich gegen meinen Willen zu berühren oder wie ein Stück Fleisch zu betrachten, ich reagiere immer auf die gleiche Art: Konfrontation.
    Als Kellnerin habe ich viel mit Menschen zu tun, habe schon viele sexistische Sprüche von männlichen Gästen gehört, die der Meinung waren ich stünde als Nachtisch auf der Tageskarte. In den meisten Fällen reicht es, auf die Äußerung mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck begleitet einzugehen und die meisten knicken ein – denn Gegenrede sind sie nicht gewohnt.
    In der Straßenbahn haben mich vor ein paar Monaten drei Männer belästigt. Als ich meinen Mund aufmachte und zum verbalen Gegenschlag ausholte war ihr Unmut groß, ebenso wie die unmittelbar folgende Aggression, welche in wüste Beschimpfungen mir gegenüber ausartete, weil die erhoffte Reaktion (Unterwerfung meinerseits) ausblieb. Als Krönung spuckte einer von denen mich sogar an, was ich mit einem saftigen Tritt in seine Weichteile quittierte und gelassen die Bahn verließ, ohne dass einer der überraschten Typen auch nur seine abwehrend erhobenen Hände sinken gelassen hat. Das erste mal, dass ich Gewalt anwandte, weil mir einfach die Sicherung durchgebrannt ist.
    Letztens auf Arbeit, zwei junge Frauen saßen bei uns am Fenster, während draußen eine Gruppe von Männern sie durch die Scheibe mit penetrantem Starren und obszönen Gesten belästigte. Ich fragte die beiden, ob alles ok wäre, sie antworteten, dass sie es versuchen würden zu ignorieren. Ich forderte meine drei männlichen Kollegen auf raus zu gehen und die Truppe von unserem Außenbereich zu jagen. Einer sagte, sein Persoessen kauend, die Mädels könnten sich doch umsetzen. Ich schaute ihn an und fragte, warum sie das wohl tun sollten, denn schließlich hätten sie ja nichts falsch gemacht. Die Antwort war, er hätte jetzt keine Lust auf Stress. Die anderen beiden standen unsicher im Türrahmen und ich sagte ihnen, ich würde diese Situation jetzt lösen, denn ich hätte die Eier selbst hinauszugehen und diese Bande zu verscheuchen, doch wenn die einzige Frau in der Runde das tut, während die anwesenden Männer noch unschlüssig auf ihrer Unterlippe herumkauen, wäre ja wohl klar, wie das aussieht. Dieser Satz bewog sie schließlich dazu hinauszugehen und das Richtige zu tun, was auch ohne große Gegenwehr gelang. In meiner Achtung sind sie trotzdem etwas gesunken. Es sind liebe und nette Kollegen, doch echte Männer verhalten sich anders.
    Viele meiner Freundinnen haben schon Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht und wenn ich nach ihrer Reaktion in der jeweiligen Situation frage, verhallt die empörte Stimme zu einem genuschelten „Ich wusste gar nicht was ich über so viel Dreistigkeit sagen sollte“ oder „Ich hatte einfach keinen Bock auf Stress“ bis hin zu „Ich hatte es eilig und der war es schließlich eh nicht wert“. Unterwerfung, Verdrängung, sich-abfinden. Der krasseste Kommentar war einmal „Ich ziehe mir immer ne Jacke über, wenn ich abends die Alaunstraße runtergehe. Egal wie heiß es draußen ist, ich will bloß nicht irgendwie hübsch für DIE aussehen.“ Ich hake immer nach: Ist das die Lösung? frage ich. WIR sollen unser Verhalten ändern, obwohl DIE was falsch machen? Als Antwort weicht der Blick aus, wird hilflos mit den Schultern gezuckt. Was können wir schon tun? kommt manchmal zurück.
    Was wir tun können? Das Thema präsent halten. Unsere Mitmenschen dafür sensibilisieren und ihnen immer wieder ihr Verhalten vor Augen führen, wenn sie klein beigeben oder wegschauen. Uns für andere einsetzen. Unseren männlichen Freunden und Kollegen von unseren Erlebnissen berichten und ihnen begreiflich machen, dass Mann-sein dort beginnt wo man bereit ist sich für Schwächere einzusetzen, anderen Männern klarzumachen, dass ihr Verhalten daneben ist. Frauen auffordern ihr Schweigen zu brechen und für sich einzustehen. Auch wenn DIE in der Überzahl sind.

    • Kleinstadtcarrie 24. Januar 2018 at 12:23

      Liebe Dani,

      wow – also erst Mal: Danke! Danke für den ausführlichen Kommentar und Deine Geschichten. Danke für’s Teilen und damit: Mut machen! Denn: Du bist wahnsinnig mutig. Hut ab dafür und ich kann nur hoffen, dass ich eines Tages auch vollends an diesem Punkt ankomme.
      Ich wurde, und dafür bin ich sehr dankbar, noch nie von Fremden so penetrant in der Öffentlichkeit (wie bei Dir in der Bahn) belästigt, – aber wenn es passieren würde: so mutig und konfrontativ wie Du … ich hoffe ich würde es sein! Ich werde es mir vornehmen.

      Auch Deinen letzten Absatz unterschreibe ich zu 100%. Genau so ist es und so wird es sich hoffentlich in der nächsten Zeit immer weiter entwickeln.
      Aber „Auch wenn DIE in der Überzahl sind.“ Und Du meinst mit DIE an dieser Stelle ja sicherlich Männer, die Frauen sexuell belästigen … ich denke und bin mir damit eigentlich ziemlich sicher: dass sie das nicht tun. Also in der Überzahl sein. Definitiv nicht 🙂

      Und an dieser Stelle vielleicht auch Mal: Auf die vielen tollen Männer, die es gibt <3

      Alles Liebe für Dich,
      Deine Luise

    • Pia 31. Januar 2018 at 17:48

      Wow, liebe Dani ! Vielen Dank, dass Du Deine Gedanken mit uns geteilt hast! Bisher hatte ich meine Gedanken zu dem Thema noch nicht geordnet und wusste in Diskussionen nicht, wie ich meine Gefühle ausdrücken sollte. Dass das Verhalten übergriffiger Männer absolut inakzeptabel ist, war nicht die Frage – doch wer verantwortlich ist und wie wir angemessen und konsequent reagieren können, machte mich unsicher. Deine Anregungen würde ich nun jedoch genauso unterschreiben! Und die, Entschuldigung aber, Feigheit Deiner Kollegen kommt mir nur allzu bekannt vor und erschüttert mich auch jedes Mal.

      Vielen Dank an Luise, dass Du diesen Raum für Diskussionen und Austausch schaffst.
      Pia

  • Reply Lisa 23. Januar 2018 at 12:06

    Liebe Luise,
    wieder einmal trifft mich jedes deiner Worte mitten ins Herz. Du regst zum nachdenken, sprechen und verarbeiten an. Ich selber habe mir, glaube ich das erste mal, gerade Gedanken gemacht und mich gefragt ob ich schon einmal in so einer Situation war. Gefunden habe ich ein paar Fetzen einer Erinnerung die sehr viele Jahre her ist. Doch vor allem fand ich ein Gefühl. DAS Gefühl. Ich habe keinen Namen dafür. Aber es ist eine Mischung aus Ekel, Scham und Verdrängung. Und immer noch denke ich, wenn ich es damals jemanden erzählt hätte, dann hätte man gesagt „du weißt doch wie er ist“ und „nimm dir das nicht zu Herzen“ oder „er meint das doch gar nicht so“.

    Ich werde es heute endlich jemanden erzählen. Für den ein oder anderen wahrscheinlich nur eine Lappalie. Für mich definitiv mehr.

    Danke Liebe Luise ! ❤️

  • Reply Marc 23. Januar 2018 at 11:07

    Hallo. Interessanter Beitrag. Nicht so tolle Erfahrung, aber stark gemeistert. Allerdings wurde der 500$ Schein 1969 als Zahlungsmittel in den USA zurückgezogen…aber um Klicks zu generieren siehts besser aus…;)

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 16:10

      Hey Marc,

      das hat nichts mit Klicks zu tun – hab da weiter unten in den Kommentaren schon Mal was dazu geschrieben 🙂

  • Reply Anna 23. Januar 2018 at 08:30

    Wow, was für ein mutiger und so wichtiger Beitrag! Wie toll, dass du die bisher einzige (mir bekannte) Bloggerin bist, die sich traut, über dieses Thema zu schreiben!
    Gerade du kannst deine Medienpräsenz und deine Reichweite toll nutzen! Danke!

  • Reply Nina 23. Januar 2018 at 00:08

    „Es geht darum, dass wir unsere Grenzen neu und klar und deutlich setzen und dafür einstehen.“
    Exakt.
    Ganz nicht so lange her in der Straßenbahn. Ein vielleicht 13-Jähriges Mädchen. Sie trägt eine (am Po etwas durchsichtige) Leggins und ein kurzes Top. Ich stehe da und beobachte die ganze Zeit aus dem Augenwinkel diesen alten Mann, der ihr unaufhörlich auf den Po schaut. Will etwas sagen, sie beschützen aber bleibe irgendwie doch stumm. Kurz bevor ich aussteige höre ich seine schroffe Stimme.
    „Willst du vergewaltigt werden?“
    „Nee, wieso?“
    „Dann zieh` dich nicht so an.“
    Sie dreht sich weg.
    Mir rutscht das Herz in die Hose. Und ich verfluche mich, dass ich nicht den Mund aufbekommen und für sie einstehe.
    „Es geht darum, dass wir unsere Grenzen neu und klar und deutlich setzen und dafür einstehen.“ Und nicht nur für uns.

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 09:23

      Liebe Nina,

      ich habe grad ein bisschen Gänsehaut. Danke für den Wahnsinns Input! Genau so ist es. Für Andere, Schwächere, Jüngere einstehen!!

  • Reply tiger 22. Januar 2018 at 22:52

    In der Tat jeder Mensch hat seine eigenen Grenzen und Wertvorstellungen. Was ich für einen kleinen Scherz halte, ist für mein Gegenüber vielleicht schon eine Belästigung. Ich habe mich deshalb entschieden was Frauen angeht prinzipiell keine Witze, kein Flirten, Gespräche auf das allernötigste zu beschränken. Irgendwie schade, aber das ist der einzige Weg. Kann ich jedem nur empfehlen.

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 09:21

      Hey Tiger –
      ich denke, dass es ein Herantasten sein sollte. Man(n) merkt ja dann auch, ob von der Frau Interesse gezeigt wird.
      Aber am Arbeitsplatz beispielsweise sollte diese Regel strikt gelten: keine obszönen Witze, kein Flirten…

  • Reply Lila 22. Januar 2018 at 20:58

    Liebe Luise,
    ich glaube, das war einer deiner stärksten Posts, einer, den ich komplett gelesen und jede Zeile aufgesogen habe. Das mit dem Lachen ist ein guter Punkt – wir neigen dazu, darüber zu lachen, obwohl wir es eigentlich nicht wollen und vielleicht auch nicht sollten. Wir denken, dass es so schlimm doch nicht sein kann, vor allem im Club, aber es ist trotzdem passiert und gut war es nicht. Es war falsch von demjenigen, der sich aufgedrängt, der belästigt hat, aber es war auch falsch von demjenigen, der belästigt wurde, nicht richtig zu reagieren. Natürlich wiegt diese Schuld deutlich weniger, aber wenn man es den „Belästigern“ nicht deutlich macht, werden die nie auf hören. Ich selber bin auch schon einmal in eine Situation geraten, über die ich lange nicht sprechen wollte, es mittlerweile aber tue, weil man sein Schweigen dies bezüglich brechen sollte. Ich war gerade 16 und mit meinen Eltern zusammen im Griechenlandurlaub. Dem Wetter entsprechend mit kurzen Shorts gekleidet sind wir am Hafen entlang gelaufen. An einem Mann vorbei. Ein etwas älterer, schmieriger Typ, so um die 50. Ich habe mir nichts dabei gedacht, aber auf einmal spürte ich eine Hand auf meinem Po. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, und ehe ich mich umgedreht hatte, war der Typ auch schon weggerannt. Ich bin in Tränen ausgebrochen, weil mir so etwas noch nie vorher passiert ist. Ich habe es zwar meinen Eltern direkt erzählt, die standen schließlich dabei, aber bis ich es anderen Leuten erzählt habe, hat es lange gedauert. Ich habe mich geschämt. Aber wofür? Ich habe nichts falsch gemacht, es war der Mann, der den Fehler gemacht hat, ich nicht. Ich denke, es hilft, wenn andere Leute beginnen sich zu öffnen. Habe ich auch, nachdem mir Freundinnen erzählt haben, dass ihnen in Griechenland (aber es hätte auch überall sonst auf der Welt passiert sein können) ähnliches passiert ist. Das war meine Geschichte und ich hoffe, dass ich einigen vielleicht helfen konnte, ebenfalls darüber zu schreiben und zu sprechen. Danke Luise, dass du diese Möglichkeit gegeben hast.
    Liebe Grüße
    Lila

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 09:36

      Hey Lila,

      vielen Dank für’s Teilen Deiner Geschichte.
      Genau so ist es – wir müssen darüber sprechen und eben: zuhören.

      Also noch Mal: vielen Dank!

  • Reply Kathy 22. Januar 2018 at 18:47

    Hallo Luise,
    Zu allererst: ein großes Kompliment, dafür DAS du das Thema ansprichst, dafür WIE du das Thema ansprichst und dafür welche Bilder du in dem Beitrag verwendest. Die Idee mit den Abdrücken der Hände, welche eigentlich nicht sichtbar sind und doch auf dem Körper haften ist der Wahninn.
    Ich hab deine Instastory zu dem Beitrag gesehen und mich gefragt, welches Thema wohl solche Emotionen auslöst. Dann bin ich auf deinen Blog gegangen und hab den Text gelesen und habe verstanden, und irgendwie auch nicht. Ich weiß, dass man niemandem vorschreiben darf und kann, was derjenige zu fühlen hat. Aber ich finde es so furchtbar traurig, dass du dich schämst. Weil du doch nichts falsch gemacht hast.
    Ich kann dieses Schamgefühl in Verbindung mit sexueller Belästigung leider nachvollziehen, weil ich es selbst auch gefühlt habe. Aber ich finde es trotzdem unendlich traurig, dass sich Frauen, die absolut nichts falsch gemacht haben, schämen.
    Ich denke, dass es an der Haltung der Gesellschaft zu diesem Thema liegt, und daran, dass nach wie vor viel zu oft die Frau als Schuldige gilt, oder zumindest nicht unschuldig an ihrer Situation ist. Und ich hoffe inständig, dass sich diese Einstellung Schritt für Schritt ändert und es irgendwann normal ist, dass die Frau keinerlei Schuld trifft und dass das auch in den Köpfen der Menschen so verankert ist. (Abgesehen davon, dass es natürlich keinerlei sexuelle Belästigung mehr geben sollte, aber ich gehe leider davon aus, dass das nie zu 100% verschwinden wird.)

    Liebe Grüße
    Kathy

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 09:34

      Liebe Kathy,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und die tollen Worte.

      Also klar: man sollte sich nicht schämen. Schämen müssen. Absolut. Da bin ich Deiner Meinung. Deswegen habe ich den Beitrag ja auch – scheren Herzens – online gestellt. Ich erzähle hier in diesem Text nicht so viel, keine Einzelheiten meiner Geschichten usw., nichtsdestotrotz verbinde ich die Begebenheiten ja mit Erinnerungen und so etwas mit zehntausenden Anderen zu teilen und sich dahingehend angreifbar zu machen, ist nicht einfach.
      Geweint habe ich vor allem eben während des Schreibprozesses … weil man sich ja in dem Moment, oder weil ich mich eben in diesem Moment mit meinen Erinnerungen auseinandergesetzt habe.

  • Reply Anni 22. Januar 2018 at 18:37

    Ich muss mal sagen, ich finde die Bildumsetzung wirklich super und gelungen. Kein einfaches Thema um es zu bebildern und ich finde die Idee wirklich klasse. Gerade der Handabdruck an der Taille bereitet richtig Gänsehaut, finde ich. Ich glaube nahezu jeder kennt es, ungewollt von einer anderen Person angefasst zu werden, wenn es auf einmal von 0 auf gefühlte 100 gegen die eigene Intimsphäre geht. Im Übrigen denke ich, dass man manchmal erst, wenn etwas passiert oder gerade dabei ist, zu passieren, realisiert, dass das jetzt zu weit geht. Die Idee (die dann ja auch zu Selbstvorwürfen führt), man solle sich immer klar sein, wie nah jemand anders an den eigenen Körper herandarf, finde ich echt schwierig, weil man es eben manchmal gar nicht vorher weiß. Es ist wie ein elektrischer Schock, wenn man merkt – DAS das geht jetzt zu weit. Und ich finde dieses Gefühl beschränkt sich gar nicht auf den physischen Körper – auch Worte können das auslösen und die eigene Person so unangemessen anfassen. <3

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 09:31

      Liebe Anni,

      ein sehr interessanter Gedanke. Darüber habe ich auch neulich lange mit meiner Mitbewohnerin gesprochen (die ca. 10 Jahre älter ist als ich) und ich habe ihr das selbe Problem geschildert und gesagt, dass ich mir meiner Grenzen teilweise selbst nicht immer sofort bewusst bin.
      Sie meinte: man lernt das. Man findet das raus in seinen 20ern und man manifestiert das auch.

  • Reply Steffen 22. Januar 2018 at 17:13

    Wow ehrlich gesagt ist das mein erster bpogpost (von dir) den ich gelesen habe und der regt mich echt zum denken an. Viele Dinge die ich nie im Leben tun würde, aber trotzdem niemals darüber nachgedacht habe wie erniedrigend sie sind, wie zb Geld für Sex anzubieten. Ich überlege gerade mit welcher Freundin ich persönlich darüber reden kann, weil ich merke dass ich mir zu wenig Gedanken darum gemacht habe bisher…

  • Reply Natascha 22. Januar 2018 at 13:28

    Super geschrieben! Ich kann auch deine Emotionen beim schreiben vollkommen nachvollziehen! Toll was für eine starke Frau du bist Luise!

  • Reply LM 22. Januar 2018 at 12:40

    Es gibt keinen 500 Dollar Schein. Zumindest ist der nicht so wirklich im Umlauf. Das macht diese Geschichte umauthentisch und gerade bei dem Thema finde ich das nicht so toll.
    Schade, ich hatte dich immer als relativ authentisch eingeschätzt.

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:37

      Lass es einen 100$ oder 120$ ( 😉 ) – Schein gewesen sein. Darauf habe ich in dem Moment auch nicht geachtet, darum geht es auch nicht und tut der Sache keinen Abbruch. Egal, selbst wenn es 5$ gewesen wären – die Geste an sich ist das Ekelhafte.
      Schade, dass es dadurch umauthentisch wirkt für dich – aber trotzdem natürlich danke für den Hinweis.

    • AP 22. Januar 2018 at 22:00

      Mal angenommen ich habe nichts Gutes zu sagen. Oder mich überfordert das Thema. Vielleicht hatte ich einen schlechten Tag. Dann klicke ich auf das Kommentarfeld und schreibe „Es gibt keinen 500 Dollar Schein, du bist nicht authentisch“. – Ungefähr der absurdeste Kommentar, den ich auf diesem Blog gelesen habe. Und es waren einige absurde dabei. Ich lese seit den ersten Posts mit.

      Und was Dich betrifft, Luise. Der Post ist stark und die Fotos grandios! Ich kenne dieses Lachen, dieses entsetzte nach Luft schnappen, bei dem man innerlich denkt: „Nein, das ist jetzt nicht sein ernst. Das hat er bitte nicht gesagt!“. Doch, hat er. Wir kennen das wohl irgendwie alle, haben alle mal versucht unser Entsetzen wegzulachen. Jedenfalls kenne ich es und in meinem Freundeskreis ebenfalls einige. Ich finde die Diskussion gut und wichtig.

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2018 at 09:22

      Danke AP, vielen vielen Dank!
      Für die Unterstützung in Hinblick auf die 500$ Sache und für’s lange Dabei sein und alles einfach 🙂

    • Melanie 22. Januar 2018 at 22:10

      Der Text ist gut geschrieben und die Bilder dazu auch sehr stark, muss dem Post aber leider zustimmen. Die Sache mit dem 500$ Schein lässt es leider so aussehen, also hättest du nach einer Geschichte gesucht, die gerade zu dem Thema passt. Trotzdem sind Texte wie diese natürlich wichtig, gerade zu Zeiten wie diesen.
      Liebe Grüße

    • Lisa 22. Januar 2018 at 23:59

      „Umauthentisch“ oder „unauthentisch“ Luise? 🙂 …
      Sei nicht so empfindlich, sie hat recht – aber wie du selbst sagst, geht es um die Geste.

  • Reply Iris 22. Januar 2018 at 09:10

    Wow! Du hast es mit diesem Beitrag wirklich unglaublich gut auf den Punkt gebracht!

  • Reply Julia 22. Januar 2018 at 01:00

    Sehr starker Text. Dafür fehlen mir die Worte…du hast das Thema in meinen Augen richtig gut getroffen und so aufbereitet, dass es hängen bleibt. Mal wieder gute Denkanstöße…danke.

    Die Bilder dazu sind genial. Was für eine gute Umsetzung! Wenn man sich die Frage stellt wie man so ein Thema bildlich umsetzen kann..so,dass es berührt und so viel Aussagekraft bekommt…hast du die Antwort geliefert.

  • Reply Luu 21. Januar 2018 at 22:37

    Dein Text hat mich eingenommen und zum Nachdenken gebracht. Und ich weiß genau was du meinst.
    Das Lachen, mit dem man ein Angebot ablehnt, obwohl einem eigentlich nicht nach Lachen zumute ist.
    Die Hand, die dort nicht sein sollte.
    Nicht ohne meine Zustimmung.
    Auch ich sage „me too“, wenn ich darüber nachdenke. Denn Dinge passieren viel zu oft – und nicht nur unter Fremden.

    Ich danke dir für deine Offenheit und deinen Mut in diesem Text, Luise.

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:38

      „und nicht nur unter Fremden.“ – sehr wahr. Leider.

      Vielen Dank für Deinen Support, liebste Luu

  • Reply Jenny 21. Januar 2018 at 21:24

    „Blaue Flecken am ganzen Körper“ – das war der Gändehaut Moment. Und der Moment, in dem ich nicht wusste ob ich mir Sorgen um dich machen soll. Ich habe auch deine Insta-Story hierzu gesehen. Hoffentlich geht es dir gut. Hoffentlich musst du etwas in dieser Form oder auch nur etwas, das annähernd so grausam ist, nicht noch einmal oder überhaupt erleben.
    Und es ist wie du es sagst – in einer Mädelsrunde werden solche Storys als lustige Geschichten auf den Tisch gebracht. Verrückte Typen, die als lustige Geschichte bei Sekt und Sushi auch erheiternd sind. Aber eigentlich traurig, dass man in dieser Situation nicht streng genug war und manchmal denke ich: muss denn erst was passieren, bis wir lernen nein zu sagen? Meine Mädels und ich hatten ja immer Glück. Nie was passiert.. oder vielleicht nie erzählt, dass doch was passiert ist. Schrecklicher Gedanke, dass eine meine Freundinnen so etwas auf dem Herzen haben könnte und sich nicht traut zu sprechen.. 🙁

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:39

      Liebe Jenny,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar.
      Also: mir geht es gut. So viel schon Mal vornweg.

      Und ja, deswegen muss man das sensibel ansprechen, ruhig sein und zuhören und an mancher Stelle aufhören zu lachen. Das nehme ich mir für die Zukunft immerhin vor!

  • Reply Dany 21. Januar 2018 at 20:54

    In dem Moment, als ich diesen Text lese spüre ich wie mir die Wärme in den Kopf steigt. Ich spüre wie sich meine Augen mit Tränen fülle. Nein. Dieses Mal keine Tränen. Ich hab es doch verdaut. Dachte ich. Aber jedes Mal, wenn mich Gedanken einholen bin ich so machtlos. Wütend. Scham. Frust. Trauer. Und Fragen. Warum? Und warum habe ich es nicht gesagt? Gelähmt. Für eine Weile starre ich auf den Bildschirm. Es wird nie vorüber gehen. Es wird immer eine Narbe bleiben. Es ist ein Teil von mir… Oft habe ich überlegt darüber zu schreiben, in einem Beitrag alles los zu werden und vielleicht endlich befreit zu sein. Aber ich bin noch nicht so weit. Und vielleicht bin ich es nie. Vielleicht gehört das einfach nicht hier her. Aber auf der anderen Seite sollten wir darüber reden. Wir sollten das Schweigen brechen. Verdrängen bringt nichts, das habe ich gelernt…
    Ich muss nachdenken…
    https://danyalacarte.de

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:41

      Liebe Dany,

      – wann immer Du bereit bist: schreib und sprich und schreib und sprich. Lass‘ Dir Zeit und such Dir den richtigen Ort, die richtige Umgebung, Umfeld, die richtige Plattform. Und es wird Dir hoffentlich helfen.
      Bis dahin: ganz viele Liebe für Dich.
      Deine Luise

  • Reply Pauline 21. Januar 2018 at 20:25

    Vielen vielen lieben Dank für diesen beitrag!! Ich kann mich gar nicht genug bedanken. Ich finde einfach dass dieser Beitrag grade eins betont und davon quasi zu über sprudelt : Stärke. Dieser Beitrag und dass du ihn hier teilst und deine eigene Erfahrung und Meinung mit uns teilst bedeutete Mut und Stärke. Danke danke danke!

  • Reply Kim 21. Januar 2018 at 20:14

    Liebe Luise,
    ich kann nachempfinden, dass es nicht leicht war solch einen Text hochzuladen. Dieses Thema wird viel zu wenig angesprochen, zur Seite geschoben, als wäre es nicht erwähnenswert genug. Die Grenzen sexueller Belästigung verschwimmen immer mehr und vieles wird auch nicht als Belästigung angesehen, obwohl es das schon längst ist. Ich würde meinen, jede Frau war solch einer Situation schon ausgesetzt. Für mich gilt etwas als sexuelle Belästigung, wenn es etwas ist, was gegen meinen Willen geschieht, ohne mein Einverständnis. Es ist nicht nur demütigend, sondern auch respektlos – egal ob Mann oder Frau.
    Jeder Mensch hat seine Privatsphäre und ich fühle mich bereits belästigt, wenn mir jemand Fremdes auf den Po haut oder beim Sprechen um die Taille fast. Das Gefühl von Bedrängung setzt direkt ein. Es gibt bestimmt viele, die sagen, stell dich doch nicht so an, ist doch nur eine Berührung. Sag einfach, du willst das nicht und gut ist. Aber nein, es ist ein Eingriff in meine Privatsphäre. Ich bestimme über meinen Körper und auch, wer diesen berühren darf. Wenn es zu solchen Situationen kommt, bin ich jedes Mal sehr bestimmt. Ich gehe nicht nur auf Distanz, sondern sage demjenigen deutlich ohne ein Lächeln, dass ich das nicht möchte und er mich nicht anfassen soll.
    Ich hatte vor kurzem eine Situation, in der jemand Fremdes zu mir kam und gefragt hat,ob ich mit ihm nach Hause kommen möchte. Nachdem ich ihn erstmal ungläubig angeguckt habe, hat er nochmal gefragt und ich hab nur den Kopf geschüttelt und gesagt, nein ich werde ganz bestimmt nicht mit dir nach Hause gehen, wieso sollte ich. Ich fühlte mich danach sehr komisch, als wär ich aus einem Katalog ausgesucht worden. Und dass dieser Mann davon ausgegangen ist, ich könnte tatsächlich ja sagen und mit ihm, einem komplett Fremden, mit dem ich noch kein Wort gewechselt habe, nach Hause gehen.

    Ein sehr interessanter Beitrag, der mich gerade definitiv sehr zum Nachdenken angeregt hat. Ich finde es toll, dass du das hochgeladen hast. Und schäme dich keinesfalls dafür, wie du es in deiner Instastory gesagt hast. Dafür gibt es keinerlei Grund! Ganz im Gegenteil, es ist unglaublich wichtig, dass solche Themen öffentlich werden und somit an mehr Bedeutung gewinnen <3

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:49

      Liebe Kim,

      danke Dir für den ausführlichen Kommentar!
      Genau das ist das Problem: die Grenzen verschwimmen und vieles wird als normal betitelt, was es nicht ist. Denn jede Frau und jeder Mann entscheidet selbst, wo seine Grenzen liegen.

      Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut manche Leute aber diese Grenzen ignorieren können und das Empfinden anderer Menschen komplett falsch einschätzen – und das teilweise beabsichtigt.

      Liebe Grüße an Dich
      Luise

  • Reply Kimi 21. Januar 2018 at 20:04

    Dieses Thema beschäftigt mich zurzeit auch sehr stark und dieses Thema macht nicht unheimlich wütend! Ich kann und werde wahrscheinlich nie verstehen, warum Männer (oder eben auch Frauen) einen Menschen wie ein Objekt behandeln. Eine so abartige Art und Weise jemanden anzusprechen, anzuschauen oder gar anzufassen!! Diese Selbstverständlichkeit die diese Menschen für ihr Verhalten an den Tag legen ist einfach nur widerlich. Und ja, wir sollten etwas sagen… auch wenn man lieber im Boden versinken würde als den Mund aufzumachen. Aber genau diese Menschen sollten sich schämen, nicht wir!

  • Reply Anonym 21. Januar 2018 at 19:50

    Ich finde die Bilder, die du für diesen Blogpost gewählt hast, absolut unangemessen! Um nicht sogar zu sagen: respektlos.

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:44

      Hey Anonym,

      ich finde sie passend. Und angemessen. Und zollen mir und meinem Körper Respekt.

      Was ist denn respektlos daran, Deiner Meinung nach?

    • Laura 22. Januar 2018 at 20:53

      Ich finde die Bilder grandios. Sie sagen so viel aus und passen perfekt.

      Lass dich von solchen Kommentaren nicht runter ziehen 🙂

      Und PS: Der Post ist einsame spitze! Ich hasse es auch, wenn dann kommt, man soll sich nicht so anstellen.

    • Kathi 22. Januar 2018 at 21:36

      Das einzige, was man als „unangemessen“ zählen könnte ist, dass bei deiner Billy Boy Kampagne ähnliche Fotos bzw. eine ähnliche Farbumgebung und die Leuchtfarben genutzt wurden.
      Aber für diesen Beitrag sind die Bilder absolut angemessen und sagen genau das aus, was sie sollen: Sie dringen in eine Privatsphäre ein, in der sie nichts zu suchen haben und die Hände werden immer dort sein, auch wenn man sie manchmal nicht sieht.

  • Reply Pauline 21. Januar 2018 at 19:19

    Dieser Text macht mir richtig Gänsehaut Luise… wie es deine Texte eigentlich immer tun, aber diesmal sind es deine Bilder, die alles noch so so viel krasser verdeutlichen… Ich bin total sprachlos wie unglaublich diese Idee ist mit den Handabdrücken…wow!
    Ich weiß gar nicht richtig was ich dazu sagen soll, außer das ich das einfach wunderschön ausgedrückt finde (nicht nur vom aussehen her, sondern vor allem die Message die es ausdrückt) einfach nur wahnsinn!

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    https://mind-wanderer.com/category/lifestyle/photography/

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:44

      Lieben Dank, Pauline! Vielen vielen Dank!

  • Reply Ellie 21. Januar 2018 at 18:38

    Weggelächelt. Das stimmt! Es wird weggelächelt. Man weiss nicht wie reagiern. Denn das einzige was man tuen könnte, ist zu sagen: „Hey, das ist nicht okay“ und „So nicht!“. Aber man sagt nichts. Nichts, weil man sich dazu nich berechtigt fühlt. Warum sollte man schon einen Aufstand machen um Nichts? Nichts! Es wurde tatsächlich zur Normalität. Zur Normalität, weil man schwieg. Man schwieg, weil man Angst hatte von anderen dafür kritisiert zu werden. Auch ich. Auch ich habe schon vieles weggelächelt. Und wenn vier 20-jährige in aus einem Auto einem 15-jährigen Mädchen hinterherrufen, dann ist das nicht nur sexuelle Belästigung, sondern auch verdammt eklig und unverschämt respektlos!
    Opfer, ich mag dieses Wort nicht, weil es so häftig und niederschmetternd klingt, – also sagen wir Betroffene – müssen aufhören sich zu schämen. Denn wenn sich jemand schämen muss, dann die Täter!

    http://www.blogellive.com

    • Kleinstadtcarrie 22. Januar 2018 at 16:45

      Unterschreibe ich zu 100% diesen Kommentar. Danke Ellie. Danke!

    • Michelle 23. Januar 2018 at 23:07

      wow! danke für diese ehrlichen worte Luise! absolut starker Text.

  • Reply Kati 21. Januar 2018 at 18:30

    Ganz abgesehen von dem unglaublich intensiven (und gelungenem!) Text, sind das glaube ich die eindrucksvollsten Bilder, die ich bisher auf deinem Blog gesehen habe auch wenn ich dir schon seit Jahren folge!! Wahnsinn, was diese simple Neonfarbe für eine Wirkung hat und wie unglaublich gut es die unsichtbaren Handabdrücke auf unseren Körpern veranschaulicht.

    Danke. Wie jedes mal, hast du es geschafft genau die richtigen Worte zu wählen und uns alle an die Dringlichkeit dieses Themas erinnert, während die meisten schon wieder zur nächsten Schlagzeile geeilt sind.
    Danke danke danke. <3