Monatsrückblick Januar 2018

/4. Februar 2018/20 Kommentare

gefeiert: also eigentlich gehört das zur Hälfte noch in den Dezember. Aber ich habe das wunderschönste Silvester meines Lebens verbracht. Meine besten Freundinnen haben sich auf den Weg nach Berlin gemacht und endlich konnten sie alle sich kennenlernen. Dresden und Berlin und Köln und New York und Bielefeld und Amsterdam und – alles einfach. Wir haben ein wunderschönes Dinner verbracht, die wichtigsten Worte gesagt, auf’s Leben angestoßen und dankbar in den Himmel geschaut, als wir 0:00 Uhr wohl den schönsten Blick über Berlin genießen durften.

gedacht: die ersten Tage eines jeden neuen Jahres sind bei mir gespickt mit endlosem  Aus-dem-Fenster-Schauen und Tagebucheinträgen über mehrere Seiten. In diesem Januar – war das anders. Das lag wohl einerseits daran, dass meine liebste Lea noch einige Tage bei mir in Berlin zu Besuch gewesen ist, andererseits aber vor allem an der Tatsache, dass ich 2017 ganz sanft und mit mir im Reinen abgeschlossen habe. Ich habe alles gesagt und viel mehr getan, als ich mir hätte träumen lassen. Keine alte Liebesgeschichte, die einem wie ein Klotz am Bein und Herzen hängt, keine verlorene Freundschaft oder unfertigen Projekte. 2017 war grandios – so grandios, dass es mich hat gehen lassen und der Januar des neuen Jahres hat mir bereits versichert: es geht so weiter. Alles ist – und bleibt gut.

gescreenshotet: 

gesehen: meine erste Netflix-Serie. Also vorab sei klar gestellt: ich bin absolut kein Seriengucker. Nicht mehr. Also, der Name dieses Blogs legt es nahe und ja, ich habe jede SATC Folge bisher mindestens 3 mal gesehen, aber das zählt nicht. In Zeiten von Netflix und Serienmarathons fühle ich mich wie eine Großmutter und war entsprechend aufgeregt, als ich Stranger Things angefangen habe. Und ja, ich habe die erste Staffel an zwei Tagen durchgeschaut – aber am Ende: greife ich doch lieber auf eines der vielen Bücher neben meinem Bett zurück.

gelesen: und entsprechend viel habe ich gelesen im Januar. Und das möchte ich möglichst beibehalten. Also immer her mit Euren Büchertipps. Hier könnt ihr nachlesen, was ich bisher so über meine gelesenen Bücher geschrieben habe. Bald schon folg der nächste Bücherpost mit Tipps und Lieblingszitaten.

gemacht: und außer zu lesen, – ich habe gekocht und geschrieben, geplant und gefastet. Ich habe ziemlich viel gelacht und neue Leute kennengelernt. Hier in Berlin setze ich mich zum arbeiten und schreiben gern in Cafés – und da bin ich meistens nicht nur produktiver, sondern auch ziemlich kommunikativ! Eine schöne Abwechslung zum Home Office.

gewohnt: also meine Wohnsituation bereitet nicht nur meiner Mutter Kopfzerbrechen, sondern auch vielen meiner Freunde und immer wieder auch Euch. Allen scheinbar, außer: mir. Während ich im Dezember noch öfter damit zu kämpfen hatte, habe ich mich mittlerweile absolut damit arrangiert, keine eigene Wohnung zu haben. Ich habe mir einige hier in Berlin angesehen, aber es drängt mich nichts, ich habe es nicht eilig. Ganz im Gegenteil: ich mag diese Ungebundenheit mittlerweile ganz gern. Mir stehen alle Türen offen und ich bin aktuell noch nicht bereit, (m) eine hinter mir zuzumachen.
Da meine erste Untermiete, direkt am Boxhagener Platz in Friedrichshain, sich dem Ende neigte, zog ich also vor wenigen Tagen in ein neues, fremdes Zimmer. Am Anfang ist das immer ein wenig merkwürdig, aber ich gewöhne mich schnell ein und fühle mich zu Hause.

gebucht: und im März – brauche ich gar keine Wohnung. Denn dann heißt es erst Mal wieder: Doppelstockbetten und Minimalismus, 18er Zimmer und Rucksack tragen, Sommer und Sonne und Strand und Abenteuer. Und das mit den tollsten Frauen an meiner Seite. Ich hätte es mir nie träumen lassen: Aber ich werde mit 4 großartigen Menschen einen Teil der Erde unsicher machen, der mir bisher noch ganz fremd ist. Ein Land, das ich bis dato gar nicht auf dem Schirm hatte. Ganz ehrlich? Mich hat es am allermeisten nach Mittelamerika gelockt, aber wir haben uns für eine andere Destination entschieden. Könnt ihr erraten, wo es ab dem 1. März hingeht?

getanzt: ein anderes Highlight im Januar war definitiv der Semperopernball. Ganz spontan ergab sich die Möglichkeit den berühmten und prächtigen Ball zu besuchen. Ein besonderes Ereignis, anstrengender als erwartet, aber vor allem: besonders. Man fühlte sich in eine andere Zeit versetzt und diese 7-stündige Reise gefiel mir ausgesprochen gut! Ich meine, wann wirft man sich schon mal so in Schale? Die Fotos, die an diesem Abend entstanden sind, werdet ihr bald in einen Blogpost zu sehen bekommen!

geplant: und das war mein zweites Mal in Dresden im Januar. So richtig komme ich natürlich nicht los von meiner geliebten Heimatstadt. Nichtzuletzt: wegen der Menschen.
Anfang Januar machte ich mich auf geheimer Mission auf nach Sachsen um dort meine Freundin Patti zum Geburtstag zu überraschen. Gelungen. Sehr! Und die ganze Aktion hat nicht nur sie, sondern auch mich unglaublich glücklich gemacht.

geschrieben: ziemlich viel, aber irgendwie immer wieder Hemmungen gehabt, all‘ das was in der kalten Jahreszeit auf’s Papier gekommen ist, zu veröffentlichen. Meine Texte scheinen sich dem Wetter anpassen zu wollen. Sind grau und düster. Und dann macht ihr Euch Sorgen. Also: alles ist gut. Und bald werde ich all‘ das veröffentlichen, was mir hier durch den Kopf geht.
Ein Beitrag hat es nach langem Zögern dann online geschafft: Ich auch. Euer Feedback, Interesse und Rückhalt – tat unglaublich gut. Danke! Für Eure Worte und den Austausch, dafür, dass das hier alles doch etwas zu bedeuten scheint. Großartig. Und dafür hat sich das frieren auf dem Balkon dann auch gelohnt. Meistens haben Martin und ich einen guten Lauf beim Shooten. Ich weiß zumeist genau, was ich brauche und möchte. Das wurde uns bei diesem Shooting allerdings zum Verhängnis. Denn ich kann dann schnell perfektionistisch werden. Aber: es hat sich gelohnt.

gefahren: gerade sitze ich im Zug zurück aus Warnemünde nach Berlin. Dieser spontane Kurztrip mit meiner Mama stellte im Voraus eine ziemliche Komplikation dar. Wer hätte gedacht, dass so viele Hotels und Unterkünfte im Januar ausgebucht sind? Am Ende habe ich dank Eurer Empfehlungen – Danke! – noch etwas schönes gefunden und konnte den Januar mit einigen erholsamen Tagen und schließlich meinem ersten Schnee diesen Jahres, ausklingen lassen.

gefragt: Wieso tut er das?

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20 Kommentare

  • Reply Tanja 8. Februar 2018 at 09:13

    Liebe Luise, ich kann diese Geheimnistuerei über ein Reiseziel überhaupt nicht nachvollziehen. Vorfreude ist doch die schönste Freude, warum dürfen wir die denn nicht mit dir teilen? Aber mir ist sofort Indien in den Kopf gestoßen, ich habe mir schon länger gewünscht dass du dort hin reist, das wäre glaube ich für dich ein sehr aufregendes Land, deren Frauenrechte, was du darüber alles erfahren würdest und schreiben könntest, find ich sehr spannend und bestimmt sehr emotional.
    Liebste Grüße

    • Kleinstadtcarrie 8. Februar 2018 at 09:15

      Liebe Tanja,

      danke für den Input. Finde das bei anderen zum Beispiel auch gar nicht cool.
      Ich habe gerade mal überlegt, wieso ich das mache und: irgendwie will ich die Vorfreude noch ein bisschen für mich behalten. Ja, vielleicht ist das egoistisch und vielleicht hätte ich gar nicht erst mit dem Thema anfangen sollen. Ich überlege mir da für das nächste Mal eine andere Strategie 🙂

      Aber: Du bist mit Deiner Vermutung sehr nah dran 😉

  • Reply Anni 7. Februar 2018 at 14:11

    Ich hätte auf Brasilien getippt, aber du hast unten schon jemandem verraten, dass es nicht Südamerika wird – also vielleicht Kanada? 🙂

  • Reply Line 5. Februar 2018 at 18:02

    Gehts vielleicht nach Südafrika oder Mauritius oder Kanada?

  • Reply Julia 5. Februar 2018 at 17:12

    Liebe Luise, ich lese deine Rückblicke sehr gerne. Vor allem, weil mich vieles inspiriert – ich entdecke neue Bücher, weil mich vieles motiviert – ich habe endlich mal gefastet und weil mich vieles zum Nachdenken anregt – wieso tut er das?

    Ich würde mich auch sehr über die Kategorie „gehört“ freuen, da wir einen ähnlichen Musikgeschmack haben und so schon viele deiner Songs den Weg zu meiner „daily“-Playlist gefunden haben.

    Liebe Grüße an Dich
    Julia

    • Kleinstadtcarrie 5. Februar 2018 at 17:18

      Liebe Julia,

      stimmt – das werde ich definitiv für den Februar mit aufnehmen 🙂

  • Reply Jasmin 5. Februar 2018 at 15:07

    Schön zu hören wie toll dein Jahr begonnen hat! Ich wünsche dir noch 11 fabelhafte weitere Monate 🙂
    Vielleicht geht es im März nach Australien oder Neuseeland? In der Ecke warst du ja noch nie 🙂
    Liebe Grüße <3

    • Kleinstadtcarrie 5. Februar 2018 at 15:30

      DANKE JASMIN 🙂
      Nein, so weit geht es jetzt (noch) nicht!

      Liebe Grüße an Dich
      Luise

  • Reply Pauline 5. Februar 2018 at 14:39

    Ich finde es ja cool mal jemanden zu kennen, der auch kein Seriengucker ist 😀 Alle finden das immer total komisch, wenn ich von mir selbst sage, dass das nicht meins ist. Ich finde die Stories sind immer so langgezogen und irgendwie ist das nichts für mich. Man ist davon dann irgendwie auch abhängig 😀 Da hab ich keine Lust drauf!
    Ich freue mich schon total darauf, wenn du wieder auf Reisen bist und uns auf Insta Stories mit nimmst 🙂 Vielleicht geht es ja nach Equador? Oder Chile? Ich bin auf jeden Fall gespannt!

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

    • Kleinstadtcarrie 5. Februar 2018 at 15:31

      Liebe Pauline,

      mich beruhigt es auch sehr, dass hier noch andere Nicht-Serien-Gucker unter uns sind 😀

      Südamerika wird es leider auch (noch) nicht 🙂

  • Reply Marina 5. Februar 2018 at 13:56

    Liebe Luise!

    Ich mag deine Rückblicke irrsinnig gerne! Bis jetzt war ich immer nur eine stille Leserin aber nun möchte ich dir hier auf diesem Weg sehr gerne einen Buchtipp hinterlassen! „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ von Haruki Murakami! Dieses Buch hat mich im letzten Monat gefesselt und nicht mehr losgelassen! Eine wunderbare, traurige, aufwühlende, lustige und herzzerreißende Geschichte über den Verlust geliebter Menschen und der Suche nach ihnen..

    • Kleinstadtcarrie 5. Februar 2018 at 15:32

      Liebe Marina,

      danke für Deinen Kommentar 🙂
      Es freut mich total, dass Dir die Rückblicke gut gefallen.
      Haruki Murakami? Da wird sich meine Mama sehr freuen, dass das hier empfohlen wird. Sie ist ganz verrückt nach den Büchern und ich nehme mir das Lesen schon eine Weile lang vor 🙂 Danke für’s Erinnern.

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Juliet 5. Februar 2018 at 13:51

    Geliebte Menschen überraschen – toll! Ungebunden sein, mit dem vergangenen Jahr abgeschlossen haben und die Abenteuerreise geplant? Dein Start ins neue Jahr klingt so ausgeglichen & spannend.
    Es ist schön, dir bei deiner Entwicklung zuzusehen.

    & ganz im Gegenteil zum Wetter, lässt dieser Rückblick das Gesicht erstrahlen!

    Ich wünsche dir, dass 2018 genauso gut zu dir ist! 🙏

    Viele Grüße, Juliet
    http://www.withjuliet.com

  • Reply Ellie 4. Februar 2018 at 22:34

    Das mit dem Arbeiten in Kaffees möchte ich auch schon so, so lange umsetzen! Auch um zu lesen oder für die Schule zu lernen…<3 Danke, für den zustätlichen Ansport!<3
    http://www.blogellive.com

    • Kleinstadtcarrie 5. Februar 2018 at 15:32

      Mach’s unbedingt – ist echt toll 🙂

  • Reply Christina 4. Februar 2018 at 22:30

    Hey liebe Luise,
    ich bin immer wieder begeistert davon, wie im Reinen du mit dir selbst bist. Ich möchte das auch schaffen und genau das ist mein oberstes Ziel für 2018.
    Achja und ich denke, dich wird’s nach Australien verschlagen. Liege ich richtig?

    Liebe Grüße
    Christina

    • Kleinstadtcarrie 5. Februar 2018 at 15:33

      Ich wünsche Dir dafür das allerbeste <3 Du wirst an den selben Punkt kommen 🙂

      Leider noch nicht Australien jetzt...

  • Reply Dany 4. Februar 2018 at 22:01

    Liebe Luise, ein sehr schöner Rückblick. Ich kann mich selbst nicht entscheiden was ich besser finde ob Monats- oder Wochenrückblicke. Aber dadurch, das du uns auf Insta immer wieder an deinem Leben teilhaben lässt, genügt vielleicht auch dieser tolle Monatsrückblick. Ich liebe es. Und auch wenn deine Texte jetzt manchmal etwas düster sind, es gibt einen unglaublichen Einblick im dein Innerstes. Hinter die Kulissen. Danke dafür. Für deine Offenheit.

    Liebe winterliche Grüße aus Dresden
    Deine Dany
    http://www.danyalacarte.de/