1 Jahr später – Wie ich heute über meinen Guinea Aufenthalt denke

/19. Februar 2018/57 Kommentare

Ein Jahr ist vergangen. 
Heute vor 365 Tagen saß ich in Westafrika und verstand die Welt nicht mehr.
Ich wusste vorher, dass es auf der Welt nicht fair zugeht. Ich hatte Dokumentationen gesehen. Im Unterricht immer aufgepasst. Zu Weihnachten bekamen wir seit jeher die Karten von Unicef geschenkt. Ich spendete einen Teil meines Taschengeldes. Hatte durch Fernseher in hungrige Augen gesehen.
Und doch nie gänzlich verstanden. 

Am 25. Februar 2017 schloss ich nach zwei Wochen die Tür zu meiner Wohnung auf.
Ich war krank geworden. Erschöpft. Hatte 5kg abgenommen und so viele Eindrücke aufgesogen.
Ich brach zusammen.
In meinem Schlafzimmer lag ich.
Eine Stunde vielleicht und weinte mir die Augen aus.
Ich ging duschen. Kurz. Hielt den Wasserdruck nicht aus.
Stand dann so lange nackt vorm Badezimmerspiegel bis ich getrocknet war und – schlief auf dem Boden vor meinem Bett ein.

Ich habe bisher noch niemandem jemals davon erzählt.
Ich weinte – und schrieb in der Nacht folgenden Text: „Das Mädchen, dessen Namen ich nicht kenne“.
Schlaflos. Endlos.
Das ging eine Weile so.  So viele Gedanken und dazu so viele Meinungen und das Gefühl jemandem Rechenschaft schuldig zu sein, ohne zu wissen wofür.
Scham.
Schaum, weil ich nur eine 7-stündige Flugreise entfernt jetzt hier war.
Ich konnte mich nicht ins gemütliche Bett legen. 

Heute – 365 Tage später – habe ich alles geordnet. Fast alles. Also: Meine Gedanken, Ziele, Ansichten teilweise. Ich habe gelesen und noch mehr gelesen und nachgedacht und geplant und habe: einen Standpunkt. An den bin ich nicht festgenagelt – ich kann meine Meinung also ändern. Aber ich habe Halt gefunden und falle bei Gegenwind nicht mehr einfach so um, knicke nicht ein, breche nicht zusammen. Ich möchte Euch diesen Standpunkt heute ein bisschen näher bringen, mich erklären und stückfit wohl auch rechtfertigen. Vor allem aber möchte ich Euch an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen und für das Thema weiter sensibilisieren.

Worüber ich spreche? Alle Beiträge zum Thema findest Du hier und die Videos hier.

„Noch eine Bloggerin die sich mit kleinen schwarzen Kindern ablichten lässt, um ihr Image aufzubessern.“

Einer der ersten Kommentare unter einem meiner ersten Bilder aus Guinea auf Instagram lautete so oder so ähnlich. Und er traf genau ins Herz. Ich habe das gelesen und konnte erst Mal eine Weile nichts sagen. Es folgten Nachrichten, Forenbeirtäge und mehr Kommentare.
Unterstellungen und vorschnelles Urteilen – ich wurde damit im Leben schon oft konfrontiert. Aber das: war härter. Das war ein Pfeil, der tief saß.
Ich probierte zu vergessen und den Fokus auf das Gute zu legen. Das fällt aber nicht leicht.
Vor allem nicht, wenn einem unterstellt wird, man instrumentalisiere Menschen, die man nach kürzester Zeit bereits ins Herz geschlossen hat.
Nach einer Zeit konnte ich das doch beiseite schieben, diese Vorwürfe und Sprüche. Diese unüberlegt aufgeschriebenen Worte voller Hass und Wut.
Schlichtweg: weil es nicht stimmte und nicht stimmt.
Und weil ich so viel Liebe im Herzen hatte.

In vielen Gesprächen bin ich und mein Umfeld dem auf dem Grund gegangen. Was löst das aus: Blogger in Dritte Welt Ländern? Wie widersprüchlich ist das? Was triggert das bei etwaigen Kommentatoren? Hatte ich nicht auch schon mal ähnliche Gedanken bei anderen Bloggern?
Jedenfalls, was ich sagen will ist: Blogger sind Menschen. Und nein, wir müssen nicht alles aushalten. Mehr dazu aber bald in einem separaten Blogbeitrag!

Das Interesse blieb aus. Keine Reaktionen. Ich verlor Follower. 

Man sagt ja immer, jede PR sei gute PR. Alles aus dem ersten Abschnitt konnte ich mir damit anfangs gut reden – erhoffte mir dadurch eben einfach noch mehr Aufmerksamkeit für Amadous Projekt. Denn darum und nur darum ging es mir bei dieser Reise.
Aber und das erschütterte mich mehr als jede negative oder saloppe Kritik: das Feedback – blieb schlichtweg aus. Das ist jetzt natürlich hart ausgedrückt. Übertrieben. Dramatisiert. Und ich weiß, dass ich damit diejenigen angreife, die sich interessiert haben. Und dafür entschuldige ich mich.
Aber – diese Reise hat mich so sehr berührt, so aufgewühlt und verändert, dass ich jeden und alles daran teilhaben lassen wollte.
– aber irgendwie wollten nicht so viele Leute daran teilhaben.
Ist Instagram einfach nicht die richtige Plattform dafür? Gehört das da einfach nicht hin? Ich denke – doch!
Also woran lag das dann, dass sich irgendwie niemand so richtig für das Ganze begeistern konnte? Nicht so leidenschaftlich, wie ich mir das gewünscht habe jedenfalls. Nicht so fordernd und energiegeladen, wie ich es gewesen war und immer noch bin. Auch in meinem direkten und persönlichen Umfeld hat mich das stutzig gemacht, verletzt und ich habe mich vor den Kopf, vors Herz gestoßen gefühlt.
Auch das sehe ich mittlerweile natürlich differenzierter.
„Luise, ich habe die Erfahrung nicht gemacht. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“
– ehrliche Worte, die ich in dem Moment, in dem sie ausgesprochen wurden, nicht verstand.
Aber: Ich wusste, dass es auf der Welt nicht fair zugeht. Ich hatte Dokumentationen gesehen. Im Unterricht immer aufgepasst. Zu Weihnachten bekamen wir seit jeher die Karten von Unicef geschenkt. Ich spendete einen Teil meines Taschengeldes. Hatte durch Fernseher in hungrige Augen gesehen.
Und doch nie gänzlich verstanden.

Und plötzlich, da ich anfing zu verstehen, verlangte ich es auch von allen anderen.
Das war falsch und voreilig – aber gefühlsgeleitet eben.
Und ich habe auch lange nichts getan, nicht tun können – weil ich schlichtweg nicht bereit gewesen bin – um die von mir erhoffte Empathie und Hilfsbereitschaft herauszufordern und herauszukitzeln. Und das ändere ich ab jetzt! Ich nehme es mir ganz fest vor mich Euch und meinen Liebsten zu öffnen. Denn …

Es kann und sollte nicht jeder nach Guinea fliegen und vor Ort anpacken. Aber es kann jeder helfen! 

Ihr habt meine Videos fleißig verfolgt – und: einige wollen jetzt selbst helfen. (Denn ja, es gab sehr viele von Euch, die ich begeistern und inspirieren konnte! Der vorherige Abschnitt soll das nicht allzu sehr in den Schatten stellen – aber dazu am Ende des Textes noch mehr!)
Ihr Lieben, ich habe viel gelesen („Gutes besser tun: Wie wir mit effektivem Altruismus die Welt verändern können“ von MacAskill hat mich dabei bisher am meisten nachhaltig beeindruckt, aufgewühlt und zum Nachdenken angeregt.) und bin Euch auch sehr dankbar für weitere Literaturempfehlungen zum Thema Entwicklungshilfe.

Jedenfalls: Als ich vor einem Jahr in Guinea war, wurden schnell Stimmen laut, die behaupteten, ich würde nur da sein um mein eigenes Image aufzubessern. Nur mal kurz gucken. Süße Fotos machen. Likes einheimsen. Und abhauen.
Als ich nach zwei Wochen nach Hause kam – ihr wisst jetzt, wie es mir ging.
Nichtsdestotrotz stand diese Kritik im Raum und: ich verstand. Und ich schämte mich.
Ich bin nie mit der Intention nach Guinea geflogen, um damit selbst zuprofitieren, es ging mir nicht um mein Social Media, um meine Performance, um meine Fotos. Es ging mir, und da sehe ich zu 100% dahinter, um gute und ehrliche Absichten.
Vielen von Euch geht es genau so … das weiß ich. Wir haben gute Absichten.
Aber: nicht jeder kann „nach Afrika“ fliegen um zu helfen. Das geht nicht. (Bitte informiert Euch ausgiebig und vielseitig darüber, gerade auch wenn ihr wirklich einen solchen Aufenthalt vorhabt und plant. Wir dürfen die Dinge nicht schwarz/weiß sehen und beurteilen. Einige Beiträge für den Einstieg aus Zeit Online, von Puls, der Faz, sehr persönliche Meinungen, zur Nachhaltigkeit von Volontarismus,…)

Und während der vielen Stunden der Verarbeitung bin ich auch immer wieder genau bei diesem Aspekt an meine Grenzen gekommen: War diese Reise effektiv? Hilfreich? Hätte an meiner Stelle jemand anderes fliegen sollen? Oder niemand? Hätten wir das Geld einfach in Materialien und Lehrkräfte investieren sollen?
Etliche Gespräche folgten. Verschiedene Perspektiven von verschiedenen Menschen.

Ich schämte mich.
Und ich glaube, dass das auch der Ursprung der heftigen Kritik gewesen ist. Ich wusste selbst nicht so richtig, welche Postion ich einnahm, was meine Aufgabe vor Ort war und konnte es entsprechend auch nicht so kommunizieren. Grundidee war es: dass Daniel und ich die Reise der Freiwilligen journalistisch begleiten, dokumentieren und berichten. Meine Aufgabe war es also eigentlich Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und das ist ungemein wichtig für solche Organisationen und Projekte. Es gibt Aufnahmen, wie ich mit dem Laptop auf der Baustelle sitze – und ja: das war meine Aufgabe. Aufmerksamkeit für das Projekt zu generieren. Schließlich: packte ich jeden Tag selbst 9 Stunden auf der Baustelle mit an. Denn dieses Dasitzen, auch wenn es das nicht war, fühlte sich tatenlos an. „Ich kann auch später darüber schreiben, das Video schneiden,…“.

Heute – rückblickend – würde ich es wieder so machen.
Heute – sehe ich ein, dass ich das hätte besser vorbereiten und ausgiebiger dokumentieren müssen.
Aber: ich konnte nicht.
Ich war maßlos überfordert mit den Eindrücken und der Tatsache, dass mein Blog von Persönlichkeit und Intimität lebt, daraus besteht. Und ich war schlichtweg nicht in der Lage irgendwas in Worte zu fassen, geschweigedenn so rüberzubringen, wie es sich wirklich angefühlt hat. Denn das: hatte ich vorher nie erlebt und so nicht kommen sehen.

Social Media ist schnelllebig und gierig.
– ich musste etwas berichten
Meine Gefühle impulsiv und überschlugen sich gerade zu.
– ich wollte etwas erzählen. Ich hätte am liebsten jeden einzelnen aus seinem warmen Bett gezerrt und  …

Meine Berichterstattung war unüberlegt 

Aber das ist es eben – das hier ist: ein persönlicher Blog. Und ich bin ein Mensch.
Und heute: haben wir durch meine Reichweite, meine Arbeit und Kontakt mit der Presse, der Organisation eines Spendenabends und zahlreicher Beiträge so viel Aufmerksamkeit und Geld generiert, dass ich stolz bin und glücklich und endlich auch im Reinen mit der Reise.

Ich bin ganz ehrlich – am liebsten: würde ich jetzt sofort wieder nach Telimélé reisen. Mein Mädchen in den Arm nehmen, den Schulbetrieb miterleben, mit jungen Frauen sprechen und anpacken. Ich war kurz davor einen Hinflug zu buchen. Arbeite täglich an meinem Französisch.
Aber: ich tue es nicht. Noch nicht vielleicht. Ich weiß es gerade noch nicht.
Der Schulbetrieb läuft, bald wird sich die Schule hoffentlich selbst tragen.
Was jetzt noch gebraucht wird:
Und das kriegen wir hin. Von hier aus.
Ich werde dort im Moment nicht gebraucht.

Finds klasse, dass Du das machst – diese ganzen reichen Bloggermädels, die sich nie für etwas gutes engagieren nerven so sehr!

Ich möchte mich hier nur ganz kurz dazu äußern, aber es liegt mir trotzdem sehr am Herzen!
1. Habe ich einen Großteil meiner Meinung dazu in diesem Blogpost festgehalten.
2. Wir, damit meine ich jeden der sein Leben via Social Media stückweise öffentlich macht, zeigen sehr viel von unserem Leben, lassen Euch an Erfahrungen und Gedanken teilhaben und zeigen Euch unsere Familie, Wohnung und Beste Freunde – aber: ihr wisst nicht alles! Ihr wisst nicht, was wir zwischen den Snaps machen, was hinter der Kamera passiert. Ihr wisst nicht, inwiefern jeder einzelne Blogger/Instagramer/Youtuber hilft – und wenn jede Bloggerin jede ihrer Spenden öffentlich machen würde, dann würden doch wieder nur Stimmen laut, die behaupteten es ginge um Imageaufbesserung. Also: nicht vorschnell urteilen. Oder verlangt ihr von Euren Nachbarn, Freunden und Kollegen auch einen Spendennachweis pro Monat?
Ihr wisst ich bin immer dafür kritisch zu hinterfragen – vor allem: von wem man sich beeinflussen lässt und zum Spenden, Nachdenken, Informieren und bewussten und nachhaltigen Leben aufrufen tut niemandem weh – aber: hört auf Euch über das Verhalten oder Nicht-Verhalten von anderen zu ärgern, sondern folgt einfach konsequent Menschen, deren Auftreten und Einfluss ihr unterstützenswert findet.

Und als ihr mich überwältigt habt. 

Und am Wochenende?
Habe ich mich bereit gefühlt mal wieder über das ganze zu sprechen.
Und dann: war ich für einen Moment sprachlos und hab diese ganzen Einwände und Kritik, die komplizierten Gedanken, die Gefahren und offenen Baustellen ganz kurz vergessen, denn:

Ziemlich viele von Euch hatten aber eben auch wahnsinnig großes Interesse an der Aktion. Vor einem Jahr und heute noch . Ich bin so oft zu Tränen gerührt, wenn ich von Euch lese, ihr mich ermutigt oder – wie gestern – mich absolut überwältigt mit Eurer Hilfsbereitschaft. In nicht Mal 24 Stunden haben wir bereits fast 1000€ gesammelt, das ist der Wahnsinn. Gemeinsam haben wir aus kleinen Beträgen, etwas Großartiges gemacht. Ich habe das Spendenziel dann direkt mal verdoppelt und freue mich bereits jetzt darauf, Amadou mit dem Geld zu überraschen! Hier könnt ihr spenden! 

Also: es gibt viel zu tun.
Es gibt noch wahnsinnig viel zu tun.
Und Entwicklungshilfe, wenn ich den Begriff hier mal so verwende darf, heißt so vieles und ist so kompliziert. Wo fangen wir an? Hilfe im eigenen Land? Sach- oder Geldspenden? An den Ursachen ansetzen: auf Fair Trade setzen? …  Der Katalog an zustellenden Fragen ist endlos. Aber davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen, sondern: anspornen! Diese Fragen müssen gestellt werden. Anderen und Du Dir auch. Also lies und informier dich, bilde Dir eine Meinung und pack mit an. Soweit Du kannst. Jeden Tag ein bisschen besser.

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57 Kommentare

  • Reply Inko 18. März 2018 at 11:59

    Luise, ich tu´mir total schwer mit diesem Beitrag. Einerseits bist du dir sehr wohl bewusst, dass deine Reise kritisch bewertet werden kann. Andererseits ist für mich nicht erkennbar, inwieweit du diese Kritik ernst nimmst oder sie zumindest entkräftest.
    Du erzählst erst, dass du diese Reise nicht gemacht hast, um Aufmerksamkeit zu erregen, dich selbst in einem bestimmten Licht darzustellen und neue Leser*innen zu gewinnen. Ein paar Sätze weiter beklagst du aber das ausbleibende Interesse.
    Jeder Mensch kann gut und gerne nach Guinea reisen, jeder Mensch kann selbst Geld spenden oder Spenden sammeln, jeder Mensch kann seinen Konsum darauf ausrichten, ethisch vertretbare Produkte zu kaufen. Aber das hilft nichts.
    Die Menschen in Guinea brauchen keine Leute, die auf der Baustelle mit anpacken. Das können sie selbst. Sie bräuchten auch niemanden, der ihnen Schulen da hinbaut oder sonstige infrastrukturelle Maßnahmen errichtet – wenn das Land nicht von anderen Staaten ausgebeutet und politisch beeinflusst werden würde, hätte es selbst die Ressourcen dafür. Aber warum hat es die nicht?
    Multinationale Konzerne bereichern sich an afrikanischen Rohstoffen, in Guinea ist es das Eisenerz, und beuten die Bevölkerung aus und zerstören die dortige Natur. Dann kommt die deutsche Entwicklungshilfe (neuerdings Entwicklungszusammenarbeit) und ruiniert durch subventionierte deutsche Produkte die hiesigen Märkte oder hilft dabei, korrupten Politiker*innen die Unterdrückung des Volks durch deutsche Überwachungstechnologie aufrecht zu erhalten. Deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist so gestaltet, dass das Geld am Ende wieder in deutschen Konzernen landet und ein Großteil der afrikanischen Bevölkerung entweder keinen Nutzen von oder keinen Zugang zu den Hilfsprojekten hat.
    Wenn Hilfe ernst gemeint ist und darauf ausgelegt sein soll, dass Menschen ein selbstbestimmtes, selbstständiges und unabhängiges Leben ermöglicht werden soll, dann muss sie am Einfluss des Westen ansetzen. Dann ist es wichtig, sich von Deutschland aus politisch einzusetzen, um die Ausbeutung afrikanischer Staaten zu stoppen, um deutsche Rüstungsexporte in andere Länder zu verhindern. Dann kann mensch mal die ganzen kruden Handelsabkommen, die Europa afrikanischen Staaten aufzwingt, anprangern.

    „Afrika“ braucht keine bloggenden Bauarbeiter*innen, Brunnenbauenden und Sprachlehrkräfte aus dem Westen. Es braucht Menschen, die sich dafür einsetzen, dass der Westen aufhört, afrikanische Staaten auszubeuten. Und da kannst du ansetzen. Du kannst dich politisch engagieren, in Vereinen oder Organisationen, oder in einer Partei. Du hast eine gewisse Reichweite, die du nutzen kannst, um Menschen für die tatsächlichen Ursachen der Armut und prekären Verhältnisse in Guinea zu sensibilisieren.
    Nur ob du nach Guinea reist oder nicht, dass macht für die Bevölkerung dort kaum einen Unterschied.

  • Reply Sophie 5. März 2018 at 23:21

    Wow! Ich habe mir gerade ein paar Kommentare unter einem YouTube Video durchgelesen und war mal wieder schockiert von der Menschheit. Danach bin ich auf deinen Blog gegangen, um mal wieder zu schauen was es “neues“ gibt. Schlussendlich bin ich wieder bei diesem Text von dir gelandet und bin gerade dankbar und glücklich solche Zeilen und so viele reflektierte Kommentare zu lesen. Einfach nur Wow. Nicht nur Luise, alle hier unter diesem Text mit diesem bewegenden Thema. Großes Lob an alle und vor allem an dich Luise für das Kreieren einer solchen Community!
    S

    • Kleinstadtcarrie 14. März 2018 at 17:22

      Ich bin auch so unendlich happy, wie reflektiert, erwachsen und emphatisch es hier zugeht.
      Ganz viel Liebe für Euch alle <3

  • Reply Larissa 26. Februar 2018 at 01:13

    Liebe Luise,
    wahnsinnig toller Beitrag, wobei deine Beiträge aus Guinea auch super sind! Es ist so schade und tut mir so leid, dass das Feedback anfangs nicht so war, wie du es dir erwartet hattest. Und du inspirierst so viele Menschen damit, mich eingeschlossen. Ich würde auch gerne helfen, so viel mehr, als nur eine Spende.
    Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, eine ähnliche Reise anzutreten, wie du es getan hast, aber ich wollte kein Geld für eine Organisation ausgeben, um dann doch nur wenig Hilfe leisten zu können. Deshalb fand ich es toll, auf Misside Guinea aufmerksam geworden zu sein. Würdest du es denn empfehlen, auch ohne eine PR-Aufgabe, wie du sie hattest, solch eine Reise anzutreten, um vor Ort helfen zu können? Ich hadere nämlich auch mit dem Gedanken, ob es nicht besser wäre, das Geld, was ich ausgeben würde zu spenden und so viel mehr bewirken zu können…
    Vielleicht könntest du ja auch noch etwas in die Richtung schreiben? Wenn du dir das zutraust natürlich nur 🙂
    Liebe Grüße, Larissa

  • Reply Nora 25. Februar 2018 at 22:25

    Liebe Luise,
    ich erinnere mich noch, dass ich vor einem Jahr tatsächlich eher kritisch über deine Reise nach Guinea gedacht habe. Und daran, wie ich es dann sehr spannend fand, deine Gedanken und Überlegungen, Entwicklungen nach der Rückkehr irgendwie über den Blog mitzuverfolgen. Ich hab dir damals das Buch von McAskill empfohlen (hatte es kurz zuvor gelesen und es damals wirklich vielen Freunden ans Herz gelegt) – und man freut sich ja immer, wenn andere den eigenen Empfehlungen folgen! Deswegen hab ich mich grad wirklich gefreut, das hier nochmal zu lesen, dass das Buch dir weitergeholfen hat.
    Liebe Grüße und eine sehr gute Zeit dir!

  • Reply Linda 24. Februar 2018 at 12:52

    Hallo Luise,
    ich bin gerade zufällig wieder auf deinen Blog gestoßen weil ich ihn früher so gerne gelesen habe aber dann muss ich zugeben war mein Leben selbst so hektisch dass ich ganz vergessen habe wie inspirierend dein Blog ist. Ich finde es erfrischend, dass du dich so sehr für Entwicklungshilfe einsetzt und bin der Meinung du brauchst dich gar nicht so sehr dafür rechtfertigen für das was du dort gemacht hast. Du hast es aus Liebe und mit der ehrlichen Absicht anderen Menschen zu helfen gemacht. Ich möchte dir den Philosophen Peter Singer empfehlen, der einige wirklich interessante Texte geschrieben hat. Mach weiter so und ich werde in Zukunft natürlich wieder öfter deinen Blog lesen, DANKE!

  • Reply Jules 23. Februar 2018 at 20:55

    Liebe Luise!
    Nicht ein einziges Wort von dir habe ich jemals angezweifelt!
    Persönlich finde ich es immer sehr schwierig anderen seine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle (besonders von Reisen, da diese Leute nicht vor Ort waren) in guten und richtigen Worten zu schildern.
    Aber du schaffst genau das und dafür: Hut ab!!
    Wenn ich Beiträge lese, bei denen ich das Gefühl habe, in gewisser Weise dabei gewesen zu sein und nachvollziehen zu können, was derjenige erlebt hat, bin ich irgendwie stolz auf diese Person.
    Also auf dich. Wir kennen uns zwar nicht persönlich, jedoch möchte ich, dass du das weißt.
    Danke für die tollen Beiträge. Auch deine Videos sind total inspirierend und einfach schön anzusehen!
    Mach weiter so!!
    Liebe Grüße

  • Reply Mrs Unicorn 23. Februar 2018 at 14:06

    So ein ehrlicher und offener Beitrag. Vielen Dank für deine Gedanken.

    Liebe Grüße und noch eine schöne Woche.
    Celine von http://mrsunicorn.de

  • Reply Malika 22. Februar 2018 at 12:02

    Liebe Luise,

    damals, als du in Guinea warst, war ich erst selbst kurz zuvor aus Ghana wiederkommen. Und wie du in Amadou und seinem Projekt deine Anlaufstelle gefunden hast, so habe ich drei wundervolle Monate in Moses‘ Projekt „Stiftung Regentropfen“ in Nordghana verbracht. Als du dann in Guinea warst, war ich noch sehr mit dem Verarbeiten meiner eigenen Erlebnise beschäftigt – und muss ehrlich zugeben, dass ich auch etwas verwirrt war. „Zwei Wochen, was will sie denn da?“ Ich sehe so Kurzaufenthalte sehr kritisch und in den meisten Fällen nicht als besonders nachhaltig.
    Mittlerweile verstehe ich – und bin sehr dankbar, dass du deine Gefühle hier mit der großen Internetwelt teilst. Glücklich, dass du so einfühlsam bist, dass du in den zwei Wochen so viele Dinge an dich rangelassen hast und nun auch darüber schreiben kannst.
    Danke für diesen Beitrag, er hat mich sehr berührt. Und meine eigene Gefühle und Gedanken wieder mehr an die Oberfläche gezerrt.

    Liebe Grüße,
    Malika

  • Reply Melanie 21. Februar 2018 at 21:09

    Finde es sehr toll was du da gemacht hast. Und auch der Bericht dazu ist sehr schön und aufschlussreich. Ich habe allerdings eine Frage zu der ganzen gofundme Sache. Mir ist es schon sooft aufgefallen, dass Leute für wohltätige Zwecke solche „Spendekampagnen“ dort starten, aber aus irgendeinem Grund selber nichts spenden, wie eben auch bei der von dir gestarteten Kampagne. Ich würde nämlich meinen, wenn man sowas startet, dass man auch selbst finanziell dazu beitragen will, vor allem wenn man es kann und trotzdem ist dem meist nicht so. Sind da irgendwelche logistischen oder algorithmischen Gründe dahinter?
    Liebe Grüße

    • Kleinstadtcarrie 14. März 2018 at 17:24

      Liebe Melanie,

      ich spende monatlich bzw. immer dann, wenn es mir möglich ist 🙂
      Bei der Spendenkampagne, das hatte ich auch bei InstaStories gesagt, werden 5% an GoFundMe, also das Portal, abgegeben…diese zahle ich am Ende wieder drauf, damit wir keine Verluste machen 🙂

  • Reply Klara 21. Februar 2018 at 19:49

    Liebe Luise,
    ich war wirklich gespannt auf diesen Artikel, deinen Standpunkt zu der Guinea-Reise und zum großen Thema Entwicklungshilfe.
    Insgesamt finde ich den Tonus des Artikels jedoch sehr rechtfertigend. Du räumst Kritikpunkte ein (bessere Vorbereitung, unüberlegte Berichterstattung). Doch auf jeden Satz folgt ein „aber“, welches sich über die eigentliche Kritik hinweg setzt, relativiert.
    Was ich eigentlich schade finde ist, dass ich in dem Artikel tatsächlich kaum deinen eigentlichen Standpunkt finde. Du stellst wichtigen Fragen – „Was löst das aus: Blogger in Dritte Welt Ländern? War diese Reise effektiv? Hilfe im eigenen Land?“ – doch lässt sie unbeantwortet. Was ist nun deine Meinung? Dein Standpunkt? Und du hast viel gelesen, dich gut informiert. Ich finde es schade, dass du es dann doch deinen Lesern überlässt, eine deiner Verlinkungen zumThema anzuklicken, anstatt sie selbst zu informieren, weiter zu sensibiliseren und dabei tatsächlich einen eigenen Standpunkt zu vertreten. Ich weiß, das ist schwierig.
    Liebe Grüße, Klara

  • Reply Sophie 21. Februar 2018 at 02:17

    Ich verfolge dich nun schon längere Zeit und war generell ein Fan von dir. Deine liebenswürdige offene und ehrliche Art sagt mir sehr zu.
    Aber dieser Artikel bringt mich dir – wenn ich es so ausdrücken kann, obwohl ich dich nicht persönlich kenne – so viel näher. Ich kann deine Hilfslosigkeit sehr gut nachvollziehen, dieses Gefühl zwischen „man möchte doch etwas Gutes tun und sieht das es gemacht werden muss und würde am liebsten die ganze Welt überreden“ und ermüdenender Resignation weil niemand die gleiche Motivation oder das Verständnis teilt.
    Ich war wirklich zu Tränen gerührt von deinem Artikel und ich freue mich schon weiteres von deinen Plänen in jene Richtung zu hören. Du wirst das Richtige tun, da bin ich mir sehr sicher.
    Liebe Grüße Sophie

    • Kleinstadtcarrie 21. Februar 2018 at 09:59

      Liebe Sophie,

      // ist das nicht verrückt, wie verbunden wir uns fühlen, – allein durch einen solchen Text, ähnliche Erfahrungen vielleicht, Empathie und die Zeit, die wir einander schenken. Ich finde das Großartig!

      Danke <3
      Und alles Liebe für Dich,
      Deine Luise

  • Reply Jördis 21. Februar 2018 at 00:23

    Du bist die beeindruckendste junge Frau, die ich je „zu lesen“ bekam. Behalte dir Dich bei!
    Jördis

  • Reply Kathi 20. Februar 2018 at 22:57

    Ich finde es sehr gut, dass du so ehrlich und reflektiert über deine Zeit in Guinea berichtest. Entwicklungsarbeit verändert einen und wer es einmal gemacht hat, der weiß, dass das nichts ist, das man für Likes und Aufmerksamkeit machen kann. Das geht an die Substanz, das berüht einen ganz Innendrin und stellt die eigene Welt auf den Kopf. Ich habe deine Beiträge aus Guinea so gerne gelesen und verfolgt und ich finde es so wichtig, dass du deine Reichweite nutzt um davon zu berichten! Mach weiter so und ich hoffe, die doofen Kommentare bleiben aus!
    Liebe Grüße,
    Kathi

  • Reply Maxi 20. Februar 2018 at 18:16

    nur ein Gedanke, da du die sogenannte Entwicklungs“hilfe“ angesprochen hast:
    Wir hatten neulich bei uns in der Schule auch einen „Entwicklungshelfer“ da, der vor allem dafür „warb“/ Verständnis schaffte, den Weg der „Entwicklungszusammenarbeit“ zu gehen, was nicht nur namentlich sonder auch konzeptuell einen zeitgemäßeren Ansatz hat. Also ein Miteinander, kein „von-oben-herab“. Ein beidseitiges Geben und Nehmen.
    Manch einer mag es wohl belächeln, dass wir von Guinea etwas lernen können.. Doch genau das zeigt dein Erfahrungsbericht auf so wundervolle Art: Nicht nur du hast den Menschen vor Ort zu einem Zugang zu Bildung verholfen, nein ,auch du hast im Gegenzug so viel Bildung erfahren, verstanden und gelernt. Ein „Über-den-Tellerrand-schauen“, dass deine Denk- und Lebensweise nachhaltig verändert hat (wenn ich das so sagen darf) und dich so auch zu einem Anstoß für Veränderung in deiner Heimat macht. Eben ein Miteinander. Ein Geben und Nehmen.
    Danke, dass du deine Gedanken hier mit uns teilst <3

  • Reply Alina 20. Februar 2018 at 17:33

    Ich finde es super, dass du dich immer wieder reflektierst. Meiner Meinung nach sollte sich kein Blogger oder wer auch immer verteidigen müssen, aus welchen Gründen er ein soziales Projekt unterstützt. Was zählt ist die Aufmerksamkeit für das Projekt und die wenigsten würden dorthin reisen um „likes“ für sich zu generieren. Gerne werde ich spenden. Mach weiter so, verbreite die Themen, die dir am Herzen liegen.

    Liebe Grüße
    Alina

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:25

      Lieben Dank für Deine Worte und Deine Spende, liebe Alina 🙂

  • Reply Anna 20. Februar 2018 at 12:19

    Hallo Luise!
    Der Blogbeitrag ist echt super 😍 ich würde auch so gerne helfen, aber ich verliere den Überblick bei all den Organisationen. Wo kann ich den freiwillig helfen, ohne dafür an eine Organisation zu bezahlen? Und wo kann man meine Hilfe direkt vor Ort brauchen? Mit welchen Projekten hast du oder haben deine Follower schon gute Erfahrungen gesammelt? Ich wäre dir sehr dankbar um eine Antwort ☺️
    Danke für dein Engagement! Liebe Grüße,
    Anna

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:48

      Liebe Anna,

      im Beitrag und meinen anderen Texten zu meiner Zeit in Guinea wirst Du von „meinem“ Projekt, mit dem ich unterwegs gewesen bin, lesen können: Misside Guinea.

      Lies den Beitrag aber bitte noch mal gründlich durch und auch die verlinkten Artikel zum Thema „vor Ort helfen“.
      Stell Dir die Frage: Was kann ich vor Ort leisten? Bin ich geeignet dafür oder gibt es Menschen, mit besserer/entsprechender Ausbildung?
      – macht es nicht vielleicht mehr Sinn, finanziell zu helfen? Was richte ich mit meinem Auslandseinsatz an?
      Das ist mir wirklich so wichtig.
      Natürlich hat das Helfen vor Ort Vorteile und kann wunderbar funktionieren – aber recherchiere und hinterfrage genau, bevor Du irgendwas buchst und nach 6 Wochen wieder nach Hause fliegst. Ich hoffe sehr auf Dein Verständnis und wünsche Dir alles Gute 🙂

  • Reply Line 20. Februar 2018 at 11:35

    Luise, großartig!
    Den Text muss man erstmal sacken lassen, aber ich kann dir aufjedendall sagen, die Menschen die ihn mit offenem Ohr und Herzen lesen, den wird er erreichen!
    Ich glaube dir ist manchmal gar nicht bewusst, wie sehr du Menschen positiv beeinflusst! Dinge “Hinterfragen” ist ein entscheidendes Wort, aber viele wissen unterbewusst, dass dies wahrscheinlich zu unangenehmen/ unbequemen Erkenntnissen führt. Gerade deshalb bin ich so beeindruckt und glücklich, dass es Menschen wie dich gibt, die die Leute dennoch mitziehen! Veränderung beginnt im Kopf u. jede einzelne Person die man positiv erreichet, macht die Welt wiederum ein Stückchen besser. 🙂
    Aber ich hoffe, dass du bei all dem auch genügend Feedback zurück bekommst, sodass ein Teil der Stärke, die du hiermit verteilst auch zurück fließt!
    Wir Menschen können großartiges erreichen, wenn wir mehr aufeinander achten, dankbar sind und einander mitziehen!
    Bleib gesund und pass immer schön auf dich auf!
    Alles Liebe,
    Line 🙂

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 23:09

      Line,

      wow wow wow – ich lese seit 30 Minuten Eure Kommentare und: ja, es kommt ganz viel Stärke zu mir zurück und das ist großartig und rührt mich, motiviert mich und zeigt mir ein Mal mehr, dass ich hier irgendwas richtig mache!
      Danke für Eure Zeit, Eure Liebe und Worte. Es ist mir immer wieder unbegreiflich, wie ihr so sanft, sensibel, aufmerksam und liebevoll mit mir sein könnt.
      Danke, von Herzen!

  • Reply Anna 20. Februar 2018 at 11:24

    Liebe Luise!
    Ich liebe deinen Blog gerade weil er so persönlich ist und ich habe auch deine Guinea-Reise mitverfolgt – bin aber eher eine stille Mitleserin, was ich selbst total doof finde, da dir so eben auch ein bisschen Feedback und Resonanz durch die Lappen geht.

    Auch dieser Text hat mich zum Nachdenken angeregt und ich glaube tatsächlich, dass viele Menschen auf Instagram lieber schöne Urlaubsfotos von tollen Gegenden der Welt sehen wollen, statt die harte Realität. Das ist schade und in meinen Augen nicht ganz richtig, aber so sind die Menschen wohl…

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass du es in dem Bereich nochmal besonders schwer hast, weil du auf den ersten Blick ja doch eher das typische Mädchen bist. Blond, immer hübsch gekleidet – da verstehen die Menschen vielleicht nicht, dass da noch mehr in dir steckt als ein kluges und hübsches Mädchen…

    Ich würde mir wünschen, dass die Menschen die Augen vor der Realität nicht mehr verschließen wollen, sondern ihre Herzen öffnen.

    Ganz liebe Grüße,
    Anna

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 23:06

      „weil du auf den ersten Blick ja doch eher das typische Mädchen bist. Blond, immer hübsch gekleidet – da verstehen die Menschen vielleicht nicht, dass da noch mehr in dir steckt als ein kluges und hübsches Mädchen…“ – und das ist schade, anstrengend, aber auch immer wieder spannend. So oft lerne ich Menschen kennen, die mir nach einer gewissen Zeit sagen und das Bedürfnis haben mir zu sagen, dass sie sich in mir getäuscht oder mich unterschätzt haben.
      Das tut weh, tat weh – aber irgendwo verstehe ich es.
      Der Mensch denkt in Stereotypen und damit muss ich leben.

      Finde es spannend, was das mit mir gemacht hat:
      Denn ich gehe so unvoreingenommen an Menschen heran, Und das immer. Egal, wie jemand aussieht oder was sein erster Eindruck vermuten lässt, ich lasse mich stets darauf ein.
      Und das kann ich nur jedem empfehlen 🙂

  • Reply Irina 20. Februar 2018 at 10:42

    Lass nicht zu, dass die öffentliche, oft auch unbedachte Meinung deine Träume und dein Strahlen in den Schatten stellt! As you said: Go for it!

  • Reply Elena 20. Februar 2018 at 10:05

    Ganz ganz toller ehrlicher Beitrag!
    Ich habe nie zu denen gehört, die das verurteilt haben was du letztes Jahr gemacht habe. Wer bin ich, dass ich sowas verurteilen könnte? Fakt ist, du hast ziemlich viel Geld dafür aufgebracht (die ganzen Impfungen, etc.) und hattest sicherlich keine Luxusreise. Jeder Mensch sollte allein das schon einmal direkt ansehen aber gut.
    Aufjedenfall habe ich voller Begeisterung deine Youtube-Videos verfolgt, sowie deine tiefsinnigen Beiträge zu dem Thema. Und ich finde es unglaublich inspirierend zu lesen, wie nachhaltig dich das ganze Thema noch beeinflusst hat und was du noch dafür tust. Du hälst daran fest und beweist damit sicherlich (auch wenn du das nicht nötig hast) dass es hier um viel mehr ging als eine Imageaufbesserung. Auch ich bin manchmal überflutet von der Instagram (Fake) Welt und bin unfassbar froh, dich als Inspirationsquelle gefunden zu haben. Auch du postest „perfekte“ Bilder wie andere Instagrammer aber deine Stories lassen glücklicherweise genauso den Eindruck gewinnen, dass du ehrlich mit uns bist und dass du weiter denkst als andere. Das ist toll. Und genau von so Menschen sollten wir uns in Instagram inspirieren lassen und von anderen (die uns das Gefühl geben minderwertig zu sein oder nicht erfolgreich und hübsch genug) sollten wir uns einfach verabschieden in Instagram und ihnen nicht weiter folgen.

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 23:04

      Danke Elena für diesen Kommentar und Deine lieben Worte – mir bedeutet das wirklich die Welt, dass Dir/Euch meine Arbeit etwas bedeutet, inspiriert und – ja schlichtweg – gefällt. Das tut gut und motiviert mich, weiterzumachen 🙂 Es fällt mir wirklich sehr schwer über dieses Thema zu schreiben, es zeigt mein Innerstes und das, was mich am meisten bewegt.
      Daher: Danke für den Rückhalt!

  • Reply Franzi 20. Februar 2018 at 09:47

    Wow Luise!
    Dieser Beitrag hat mich wirklich sehr berührt.
    Ich kenne dieses Gefühl. Also wahrscheinlich nicht in diesem Ausmaße, da ich leider nie in Afrika oder generell sehr armen Ländern gewesen bin, aber diese Scham, wenn man sich so oft über Kleinigkeiten aufregt und dann realisiert, wie gut man es eigentlich hat. Und wie unfair diese Welt ist. Das man dieses „Glück“ gar nicht verdient hat.
    Ich könnte hier noch ewig über dieses Thema weiterschreiben…
    Worin ich dir ebenso zustimmte ist, dass jeder mit nur kleinen Schritten etwas verändern kann. Jeder hat natürlich nicht die selben Voraussetzungen, einer kann vielleicht jeden Monat 100 € spenden, ein anderer beginnt mit einer veganen Lebensweise, …
    Ich finde es ich nur wichtig das dies den Menschen bewusst wird und jeder versucht die Welt mit seinen Mitteln ein kleines bisschen besser und freundlicher zu machen.
    Ich danke dir für diesen Beitrag.

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 23:02

      „Jeder hat natürlich nicht die selben Voraussetzungen, einer kann vielleicht jeden Monat 100 € spenden, ein anderer beginnt mit einer veganen Lebensweise, …
      Ich finde es ich nur wichtig das dies den Menschen bewusst wird und jeder versucht die Welt mit seinen Mitteln ein kleines bisschen besser und freundlicher zu machen.“

      Danke für diese schlauen Worte.
      Und danke dafür, dass Du so denkst. Und uns daran teilhaben lässt!

  • Reply Luisa 19. Februar 2018 at 23:53

    Ich bin sehr beeindruckt davon, wie reflektiert du diesen Beitrag geschrieben hast. Ich folge dir schon sehr lange und schätze vor allem deine Veränderung und deine vielen Facetten. Ich finde das Projekt sehr interessant und fand das auch vor einem Jahr. Aber deine Beiträge damals habe ich trotzdem nicht ganz so gerne gelesen, wie viele deiner anderen Beiträge. Nach deinem Beitrag heute verstehe ich das jetzt besser. Irgendwie verrückt. Auf jeden Fall meinen Respekt dafür, wie positiv du mit der Kritik umgegangen bist. Es wäre schön in dem Stil noch weiter auf dem Laufenden über Guinea gehalten zu werden und vllt noch ein paar mehr deiner Gedanken zu nützlichem sozialem Emgagement zu hören. Danke, dass du dir immer so viel Mühe mit deinen Lesern gibst und du eine Bloggerin bist, bei der auch ein Jahr danach noch ein so durchdachter Beitrag online geht.

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:43

      Liebe Luisa,

      vielen vielen Dank für das Feedback!
      Ich freue mich sehr, wenn da weiterhin Interesse besteht – und dann werde ich auch sehr gern noch weitere Beiträge zu dem Thema schreiben 🙂 Freu mich auch so auf Euren Input!

  • Reply Franziska 19. Februar 2018 at 22:53

    Liebe Luise,

    ich freue mich sehr darüber, dass du diese Reise noch einmal Revue passieren und uns an deinen Gedanken teilhaben lässt. Zugegebenermaßen war mein Interesse letztes Jahr zwar da, aber nicht so groß. Es ist doch immer erstaunlich, was sich in einem Jahr verändern kann und wie man sich selbst verändert und achtsamer wird. Mehr zu schätzen weiß. Dieses Mal lese ich deine Texte zu dieser Reise mit anderen Augen. Es gibt so viele Hilfsprojekte und im Prinzip möchte man für alle spenden, kann sich aber nicht immer sicher sein, dass das Geld auch da ankommt, wo es gebraucht wird. Bei dir weiß ich das, deshalb freue ich mich, dass wir zusammen schon so viel Geld sammeln konnten. 🙂
    Danke dir! und mach weiter so, deine Texte kommen wirklich von Herzen und sie kommen dort auch wieder an <3

    Viele liebe Grüße
    Franziska

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:44

      Liebe Franziska,

      ja so ist es – als ich kürzlich realisiert habe, dass die Reise schon ein Jahr her ist, da dachte ich auch mal wieder: Wow, wie schnell doch die Zeit vergeht! Verrückt, angsteinflößend aachenmal, aber eben auch – wie Du sagst – förderlich und die Veränderungen, die zu beobachten und zu bemerken sind, fühlen sich doch irgendwie gut an. Nicht wahr?

      Vielen Dank für die Spende! Und alles Liebe für Dich 🙂

  • Reply Marry 19. Februar 2018 at 22:44

    Wow, unfassbar guter und reflektierter Beitrag!
    Während und nach meines Aufenthaltes in Südamerika war dieses Gefühl der Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit ebenfalls mein ständiger Begleiter… Ich habe es bis heute nicht verloren, aber bin dankbar dafür. Dankbar dafür diese Einblicke bekommen zu haben, um, unter anderem, dadurch „schätzen“ zu können, dass ich in Deutschland geboren wurde, hier aufwachsen durfte und täglich mit unendlich vielen Privilegien konfrontiert bin, die man als selbstverständlich erachtet.
    Wie Du schon sagst: Die ganze Problematik der „Entwicklungshilfe“ ist komplex und lässt sich nicht auf drei Sätze herunterbrechen. Aber das sollte uns nicht daran hindern uns unserer Verantwortung/Freiheit bewusst zu werden und aktiv dafür zu arbeiten, dass sich Umstände ändern und Machtverhältnisse verschieben, indem neue Wege gegangen werden. Meines Erachtens gibt es hierbei, wie in allen anderen Dingen im Leben auch, nicht „den einen richtigen Weg“, sondern viele verschiedene.
    Lieben Dank für deinen Einsatz und deinen reflektierten Bericht darüber, Luise! – „What is done in love is done well.“

    Alles Liebe!
    Marry

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:54

      Liebe Marry,

      danke für diesen Kommentar! Es macht so viel Spaß solche emotionalen, reflektieren und smarten Kommentare zu lesen.
      Und ja, dieses Gefühl der Dankbarkeit und Wertschätzung hege ich seither täglich, minütlich sogar. Ich bin so viel achtsamer geworden und hoffe sehr, dass ich das an viele Menschen weitergeben kann. Also heißt es: weiter darüber sprechen, aufklären und sensibilisieren!

      Alles Liebe,
      Deine Luise

  • Reply Kati 19. Februar 2018 at 22:28

    Liebe Luise,

    ich finde deine Beiträge zu diesem Thema super spannend, mach auf jeden Fall weiter so! Ich könnte mir vorstellen, dass die fehlende Resonanz auch daran lag, dass so ein Thema vor allem die Leser anspricht, die sonst wenig kommentieren. Eher mit sich selbst die Gedanken ausmachen, als sich nach außen hin „da zustellen“, was nicht negativ gemeint ist. Dazu kommt noch, dass man bei so einem Thema nicht mal eben ein Kommentar da lassen kann oder möchte, sondern man sollte sich damit auseinander setzen und vor dieser Auseinandersetzung schützen sich vielleicht viele, weil sie diese negativen Gedanken und das Leid nicht an sich heran kommen wollen. Es ist einfacher in der Insta-Blase zu leben, da passt so ein Thema vielleicht eher nicht dazu – was sehr schade ist!
    Aus diesen Gründen kann man noch mehr den Hut vor dir und deiner Arbeit ziehen, dass du thematisierst und konfrontierst. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

    Meine Gedanken zu diesem Thema sind, wie toll es wäre wenn jeder auf seine Art und Weise und in dem Umfang den er bewältigen kann, dazu beitragen würde diese Welt ein Stückchen besser zumachen. Ich möchte mich nach meinem abgeschlossenen Tiermedizinstudium gerne bei Kastrationsprojekten im Ausland engagieren, nachdem ich etwas Arbeitserfahrung gesammelt habe. Wenn jeder seine Fähigkeiten einsetzen würde ab und zu etwas Gutes im sozialen Bereich zu tun, das wäre doch mal was 🙂

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:52

      Kati,

      ich applaudiere!
      Was für ein Kommentar – wow, man ihr überrascht mich immer wieder!
      Erst Mal: Danke für die „Erklärung“. Das hat mir gerade wirklich noch mal so so so sehr geholfen, dieses „Ausbleiben von Resonanz“ zu verstehen und zu akzeptieren.
      Und „Wenn jeder seine Fähigkeiten einsetzen würde ab und zu etwas Gutes im sozialen Bereich zu tun, das wäre doch mal was 🙂“ – YES YES YES! Genau so ist es! Danke für den Kommentar 🙂

      Und alles Liebe für Dich natürlich,
      Deine Luise

  • Reply Nina 19. Februar 2018 at 20:59

    Was für ein toller Beitrag! Ich habe jedes Wort mit größter Aufmerksamkeit gelesen. Weiter so, Luise!

  • Reply Céline Claire 19. Februar 2018 at 19:36

    Liebe Luise,

    ich bin eine ganz stille Leserin, aber das muss einfach raus: Bravo! Wie du mit all dem umgehst, ist einfach bewundernswert. Gerade weil du nicht alles „perfekt“ machst, sondern, weil du es ECHT machst.
    Gerade weil du überlegst, zweifelst und nicht immer weißt, wie du damit umgehen sollst, ist es so authentisch und nachvollziehbar. Und als ich gerade den Beitrag gelesen habe, bin ich nicht darum hingekommen mich … und ich hoffe, das klingt jetzt nicht komisch … stolz auf dich zu fühlen. Und ja, was du machst, kommt an. Und selbst wenn es nur bei einer einzigen Person nachhaltig etwas anstößt – und das hat es ganz sicher, hätte es sich gelohnt. 🙂

    Alles Liebe,
    Céline Claire

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:37

      Céline,

      – weißt Du, das ist so ein schöner Kommentar und gerade so ein schönes Gefühl zu wissen, dass da draußen jemand ist, der Stolz auf mich ist!
      Vielen Dank dafür.
      Du hast mir echt noch Mal den Abend versüßt.
      Alles Liebe für Dich!

  • Reply Dany 19. Februar 2018 at 19:34

    Oh Luise, was für ein ehrlicher und intimer Beitrag. Das geht unter die Haut. Das geht bis ins Herz. Ich hab Tränen in den Augen und würde dich am liebsten in den Arm nehmen. Du warst da und es war gut So, denn für mich hat es sich so angefühlt als wärst du auch für mich da gewesen und für viele anderen die gern helfen wollen und dadurch darauf aufmerksam geworden sind. Du hast es realer gemacht und ganz nah her geholt. Hier her zu uns wo sich keiner Gedanken über Wasser oder Kälte machen muss. Wo Krankenhäuser und lernen selbstverständlich sind. Ich bin dir nach wie vor so unendlich dankbar hier aus der Ferne dabei gewesen zu sein. Durch deine Insta Storys, deine Beiträge und Fotos. Denn wir können nicht alle dort hin fliegen. Aber wir können helfen von hier aus. Jeder ein bisschen. Und deshalb habe ich mich gefreut wieder etwas spenden zu können. Denn wenn jeder einen kleinen Teil beiträgt können wir so viel erreichen. Und auch ich bin gerührt von Amadou und hatte Tränen in den Augen als er vom Projekt erzählt hat und ich eure Bilder und Videos sehen konnte.

    Alles Liebe Dany <3

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:49

      Liebe Dany,

      Du bist wirklich ein wundervoller Mensch!
      Danke dafür, für Deine Empathie und Spende, Deine Zeit und vielen lieben Worte.
      Das alles ist wirklich pure Motivation für mich – danke dafür! Von Herzen!

      Deine Luise

  • Reply Karima 19. Februar 2018 at 19:27

    Wunderbar geschrieben.
    Ich finde deine Art zu schreiben wunderbar und mitreißend. Die Denkanstöße lassen einen selbst realisieren, wie dankbar man eigentlich sein kann und dass man immer etwas tun kann um anderen zu helfen.
    DNne für den Beitrag und Danke für den tollen Text.
    Liebste Grüße
    Karima ♥️

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:38

      Danke für’s Lesen und für das Feedback und Deine Zeit und Alles einfach 🙂

  • Reply Sophia 19. Februar 2018 at 18:44

    😍

  • Reply Luu 19. Februar 2018 at 18:20

    Liebe Luise,

    ich muss ehrlich sein, ich habe die Bilder damals gesehen und mich einfach nur gefreut, dass du so etwas machst. Das liegt aber auch daran, dass ich deine Gedanken und deine Reise hier schon länger verfolge und zu wissen meine, dass du so etwas nie für PR machen würdest.
    Ich finde es gut, dass du dich so kritisch mit dem Thema, mit deinen eigenen Entscheidungen und Gefühlen auseinandersetzt.
    Und damit überzeugst du mich einmal mehr.

    Alles Liebe
    Luu ❤️

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:41

      Liebe Luu,

      man, Dich würde ich echt gern mal persönlich treffen 🙂
      Danke für Dein kontinuierliches Feedback und dass Du diesen Weg hier schon so lange mit mir gehst.
      Das bedeutet mir die Welt!

      Deine Luise

  • Reply Ellie 19. Februar 2018 at 17:10

    Hey Louise
    Auch wenn ich erst 17 bin möchte ich so etwas ähnliches auch gerne machen!!!
    D.h. auch ich möchte dieses Jahr in ein Land in Afrika reisen und helfen eine Schule zu bauen. Davor möchte ich natürlich fleissig Geld sammeln! Hast du mir Tipps für tolle Aktionen und Geld zu sammeln und gute (internationale) spenden Seite?
    Und auch einen Verein, mit dem es sich echt richtig lohnt zusammen zuarbeiten?

    Alles Liebe
    Ellie von http://www.blogellive.com

    • Kleinstadtcarrie 20. Februar 2018 at 22:40

      Hey meine Liebe,

      lies Dir den Beitrag am besten noch mal gründlich durch – beließ Dich dann 🙂
      Und als Projekt: natürlich Misside Guinea 🙂