Monatsrückblick November

/30. November 2017/16 Kommentare

 

gewohnt: FINALLY in BERLIN! Yes, meine Lieben – wir haben es geschafft.
Nach meiner Zeit in New York stand für mich eigentlich fest, dass ich Dresden verlassen will und muss. Ich brauche Herausforderungen, mehr Kreativität, mehr Trubel und Inspiration. Und dann kam 2017 und jeden Monat etwas dazwischen. Ich genoss jede einzelne Reise und Aufgabe unendlich sehr und es war nötig, es hat mich wachsen lassen – da war so viel Inspiration und Kultur und Lektionen, die ich weder in Dresden oder Berlin noch New York hätte erfahren können. Aber zwischendrin? Ging es immer wieder zurück in meine Base Dresden. Das war einerseits beruhigend und Heimat  – aber auch unheimlich ausbremsend und versetzte mich immer wieder in jemanden, der ich schon lange nicht mehr wahr. Kennt ihr das – wenn Menschen Euch immer noch als jemanden sehen, der ihr vor langer Zeit gewesen seid, weil sie keine Lust oder Zeit, keine Energie und Feinfühligkeit haben, Eure neuen Eigenschaften zu sehen und kennenlernen zu wollen? Dann fällt es auch direkt schwer, sich von seiner neuen Seite zu zeigen.
Jedenfalls: dann kam der Oktober und November und ich packte meine Sachen. Es muss jetzt losgehen! Und so packte ich meine Kisten und fuhr nach Berlin. Ohne neue Wohnung. Ohne richtigen Plan.
Mein Hab&Gut? Ist jetzt sicher verwahr in einem Storage, also eine art kleine Garage.
Ich? Wohne zur Untermiete in einer WG im wunderschönen Friedrichshain.
Und? Alles ist gut! – Das muss jetzt noch Mal so betont werden, denn ich hatte verdammt große Angst vor diesem Schritt.

gelernt: Aber ein weiteres Mal in diesem Jahr hat mir das Universum gezeigt: alles wird gut, solange Du Dich auf Drin Bauchgefühl verlässt. Ich habe gelernt, dass ich ziemlich gut darin geworden bin, Kompromisse einzugehen. Ich habe gelernt, dass Berlin verdammt grau sein kann, aber auch ziemlich bunt und laut und lustig und offen. Berlin hat mir auch ziemlich oft „So einfach findest Du hier keine Wohnung!“ in’s Gesicht gebrüllt und mir dann doch wieder Honig ums Maul geschmiert. Ich habe gelernt manchmal einfach die Klappe zu halten und: mich nicht mehr einfach so hinzugeben.

gelaufen: über den BUMBUM-Laufsteg. Eine witzige Erfahrung war das mal so mit den ganzen Fitnessmädels zusammenzusitzen und einen Sonntag zu verbringen. Super motivierend auf jeden Fall und hat auch eine menge Spaß gemacht. Habt ihr den Lifestream gesehen? Ich hab mich bis heute noch nicht selbst angesehen –

gesehen: dafür lief aber Carrie ziemlich viel über meinen Bildschirm im November. Gerade zu Beginn des Monats habe ich wahnsinnig viel SATC geschaut. Nach zwei Wochen habe ich aber wieder aufgehört, obwohl ich noch gar nicht wieder alle Staffeln durchgeschaut habe. Aber irgendwie ging mir das Ständige Grübeln und Fokussieren auf Männer sowas von auf die Nerven, dass ich doch wieder ein gutes Buch in die Hand nahm. Merkt ihr das auch manchmal, dass Euch Serien oder Filme nicht gut bekommen, weil sie Euch unterbewusst in eine ganz merkwürdige Richtung beeinflussen? Achtet mal drauf, es ist verrückt.

gehört:  Walk on Water von Eminem und Beyoncé. Dauerschleife. Man, wie gut kann ein Songtexte bitte sein? Unbedingt reinhören, wenn ihr es noch nicht getan habt. Ansonsten Silence von Marshmello; Young, Dumb & Broke, Wild Thoughts und ziemlich viel Justin Bieber. Kann bitte einer organisieren, dass wir den Clip für die Telekom noch mal mit mir drehen? Bitte? Danke!

getanzt: also die Berliner Partyszene ist mir nach einem Monat noch ein Rätsel – aber wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß. Meine Abneigung gegenüber Elektro wird mir hier auf jeden Fall ausgetrieben – so viel steht fest.

gekauft: meine Möbel und jegliches Hab und Gut, darunter eben auch Klamotten, sind alle im Storage untergebracht. Also ich bin hier in meinem Zimmer zur Untermiete mit genau einem Koffer angereist. Und: es reicht. Ja! Trotzdem sind einige Dinge in diesem Monat in meinem Einkaufswagen gelandet und bisher habe ich die Käufe auch nicht bereut: jedes Teil ist im Dauereinsatz.

gegessen: Vegan, – mehr oder weniger.
Ich habe irgendwann aufgehört Eier zu essen. Schließlich entschied ich vor knapp 6 Wochen vegan für mich auszuprobieren.
Bilanz: ich habe ab und an Käse gegessen, ansonsten keine Ausnahmen. Milch und Eier fehlen mir gar nicht.
Jedenfalls: Ich hatte enorme Kopfschmerzen in den ersten Tagen, das war wirklich heftig. Außerdem: Bionella schmeckt viel viel viel besser als Nutella. Und das sagt hier der eigentlich größte Nutella-Fan aller Zeiten. Wer weiß, wie viele Gläser ich in meinem Leben schon vernichtet habe. Und ansonsten: also ich werde kein Hardcore-Veganer. Nicht von jetzt auf gleich jedenfalls. Es macht mir Spaß neue Rezepte auszuprobieren und rumzuexperimentieren. Aber es ist – und da bin ich ganz ehrlich mit euch – auch super anstrengend. Zum Beispiel wenn man nach einem langen Arbeitstag in Paris auf dem Charles de Gaulles Flughafen einfach NICHTS Veganes findet außer Oreakekse. Würde am liebsten noch Mal zurück und mich bei dem süßen Bäckerverkäufer für mein hangry Französisch entschuldigen. Falls er das hier liest: ….
Ich kann bisher nicht feststellen, dass es mir körperlich besser oder schlechter geht. Ich bin happy und seh glücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben. Es fühlt sich richtig an.

gescreenshotet: 

gereist: nach Paris! Zusammen mit Joon, BHV und meiner besten Freundin ging es in die Stadt der Liebe. Ganz nach dem Motto One Night in Paris verbrachten wir weniger als 48 Stunden in der französischen Hauptstadt. Aber wisst ihr was? Es hat sich gelohnt und war wunderschön! Absolut empfehlenswert ist das Hotel, in welchem wir unterbracht wurden: … Für gerade Mal 100€ (und das ist für diese Lage in Paris sehr günstig) könnt ihr hier in einem wunderschönen, für Pariser Verhältnisse großen Zimmer übernachten. Frühstück und freundliches Personal inklusive. Alles sauber und es gibt Nachmittags Tee und Süßes. Einziger Hinweis: Lasst Euch kein Taxi an der Rezeption bestellen, sondern schnappt Euch lieber eins direkt an der Straße – ist deutlich günstiger.
Ansonsten: Auf auf meine Lieben, ab nach Paris! Wir haben es sehr genossen.

gedacht:  manchmal werden aus Freundschaften Bekanntschafen – und das ist okay.
Wieso fällt es mir so schwer, Dinge anzusprechen? Neuerdings.
Wie es Dir dort wohl geht?
Und vor allem: Was für ein grandioses Jahr!

geschlafen: zwei Nächte in diesem Monat habe ich dann noch mal in Dresden geschlafen – im wunderschönen Kempinski-Hotel nämlich, hach!
Einige Dinge mussten geklärt werden und meinen liebsten Großeltern habe ich natürlich auch direkt einen Besuch abgestattet. Dresden, Du bist wunderschön. Aber ich bin froh, dass wir uns getrennt haben.

gepackt: Der Monat November stand ganz unter dem „Umzugs-Stern“ – und jetzt? Sitze ich schon wieder auf gepackten Koffern. Es geht für mich am Freitag nach New York. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich meine zweite Heimat vermisse. Allerdings bleiben uns nur zwei gemeinsame Nächte, denn danach geht’s nach: … Naja, das verrate ich Euch bald. So viel ist sicher, es wird warm, sonnig und französisch!

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16 Kommentare

  • Reply babyonlinedress.fr 6. Dezember 2017 at 09:36

    I don not know the word, but the photos are soooooooo amazing. Pretty girl in wonderful view.
    robe de mariée pas cher

  • Reply Lisa 5. Dezember 2017 at 23:56

    Wieso nur dieser „Trend“ mit 20 m-Schals und trotzdem „die Knöchel brauchen Luft“-Hochwasserhosen? 🤣😅 Furchtbarer Teenie-Modetrend :/
    Sry, das war mein erster Gedanke als ich die Fotos sah, da meine Freunde mir davon erst neulich erzählten…
    Aber abgesehen davon:
    Sonst ein schöner Post! 😉 In Berlin ist es auch übrigens für niemanden (!) einfach eine Wohnung zu finden, das ist schon sehr lange nichts mehr neues… Aber genieß es hier, es ist eine coole Stadt! 😉

    • Kleinstadtcarrie 6. Dezember 2017 at 00:50

      Hey Lisa,

      hui irgendwie voll der negative Kommentar.
      Also jeder kann doch tragen was und wie er mag und wie es einem gefällt?
      Und ja, klar ist das jedem bewusst und nichts neues – aber es beschäftigt mich eben aktuell.

      Viele liebe Grüße
      Luise

    • Melanie 7. Dezember 2017 at 01:15

      Auch wenns dir nicht gefällt, sie trägt nichtmal in einem dieser Bilder lange Schals zusammen mit knöchelfreien Hosen. Oder bin ich blind???
      Schöner Wochenrückblick!

    • Kleinstadtcarrie 7. Dezember 2017 at 02:20

      Du hast Recht 😀

    • Melanie 7. Dezember 2017 at 01:16

      edit: Monatsrückblick, natürlich.

  • Reply Fashionqueens Diary 3. Dezember 2017 at 10:51

    Ich habe (seit dem Eier-Skandal^^) auch komplett auf Eier verzichtet und vermisse diese ebenfalls so gar nicht. Milch trinke ich nur noch in meinem Cappuccino – und auch sonst fehlt er mir nicht. Ich habe tatsächlich Hafermilch für mich lieben gelernt – sooo lecker 🙂

  • Reply Jasmina 2. Dezember 2017 at 21:08

    Wow wunderschöner Beitrag und ein sehr interessanter November 😀

  • Reply Lisa 2. Dezember 2017 at 18:06

    Das neue Eminem Lied finde ich auch super! 🙂

  • Reply Alicia 2. Dezember 2017 at 14:01

    Hallo Luise,
    die Fotos aus Paris sehen super aus! Ich hab deinen Umzug übrigens auch recht gespannt verfolgt, weil es mir gerade ähnlich geht… ich bin für ein Praktikum nach München gezogen und wohne jetzt erstmal 3 Monate zur Untermiete. Letzte Woche habe ich aber nun die Zusage für ein Volontariat bekommen und werde erstmal die nächsten 2 Jahre sicher hier bleiben, daher geht die Wohnungssuche jetzt von vorne los 😀
    Ich hab ein bisschen Angst davor, weil so viel Neues auf mich zukommt, freue mich aber auch schon darauf und wenn ich mir dann Bloggerinnen wie dich oder Diana von doandlive anschaue, denke ich mir immer „Ich mach das jetzt einfach, man muss auch mal was wagen!“
    Also danke dass ihr mir Mut gebt dadurch, dass ihr eure Erfahrungen teilt!
    Liebe Grüße
    Alicia von aliciaimwunderland.wordpress.com

  • Reply Chiara 1. Dezember 2017 at 18:21

    Hallo Luise,
    von Dir zu lesen, ist wie mit einer langjährigen Brieffreundin zu schreiben. Du hast immer etwas zu erzählen, deckst so viele Themen und Interessen ab und bist dafür noch etwas fürs Auge (no homo ;)). Ich lese deinen Blog schon seit lange bevor er bekannt war und finde es faszinierend, wenn man die Gabe hat, Fremde direkt in seinen Bann zu ziehen, sodass diese einem seit Jahren Tag für Tag beim Leben zusehen. Es ist ein bisschen, wie eine Soap zu schauen (GZSZ & Co.,), bei der man vom Alltag abschaltet und in das Leben eines anderen Blickt, mitfiebert, mitfühlt.
    Naja jedenfalls: Viel Spaß in NY und wo auch immer es sonst noch hingehen mag. 🙂
    Zu welcher Jahreszeit kannst du NY denn besonders empfehlen? Im nächsten Jahr habe ich vor, dort auch einmal hin zu reisen.
    VG Chiara

    • Kleinstadtcarrie 6. Dezember 2017 at 00:57

      Liebe Chitra,

      danke für Deinen Kommentar 🙂
      Und New York: ich bin am liebsten im Spätsommer da <3 <3 <3

  • Reply Marie Dyness 30. November 2017 at 21:35

    Tolle Inspiration und schöne Bilder!
    Alles Liebe, Marie💗
    http://mariedyness.blogspot.de/

  • Reply Maria 30. November 2017 at 18:56

    Hallo,
    wo kann man den Livestream von Bum Bum sehen?
    Liebe Grüße!

  • Reply Charlotte 30. November 2017 at 11:48

    Liebe Luise,

    in zwei Aspekten deines Posts finde ich mich heute besonders wieder: zum einen, dass man in eine bestimmte Rolle gedrängt wird, die man früher mal bekleidet hat. So geht es mir meistens, wenn ich mit meinem Bruder zusammen bin. Wir sehen uns nicht oft und gerade wenn die ganze Familie zusammen ist, rutschen wir alle schnell in alte Muster. Mal sehen, wie Weihnachten wird. 😀

    Und auch bei deiner Meinung zu Satc hab ich mich wieder erkannt. Mittlerweile kann ich die Serie gar nicht mehr ansehen, besonders Carrie geht mir mittlerweile ziemlich auf die Nerven und ich bin immer öfters auf Samanthas „Scheiß-drauf“-Seite. Schon interessant, wie man sich auch in der Hinsicht verändern kann.

    Viel Spaß auf deiner Reise!