Dresden und Umgebung

/8. September 2017/3 Kommentare

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Dresden ist wunderschön. Ich denke, das ist nach den Postings der letzten Tage klar. Oder?
Aber wisst ihr was? Sachsen ist es auch.
Also Vorhang auf für Sachsen und alles, was es Schönes zu erkunden gibt.

Dresden, zwar recht weit im Osten des Bundeslandes, ist trotzdem ein perfekter Ausgangspunkt, um all’ meine Empfehlungen zu erkunden.
Im Intercity Hotel direkt in der Innenstadt, erhaltet ihr zu jedem Zimmer automatisch ein Verbundraumticket dazu. Ansonsten ist aber auch ein AirBnB am Stadtrand oder gar im ländlichen Sachsen super geeignet. Dazu ein Mietwagen und ihr seid startklar.

Man soll sein Pulver zwar nicht am Anfang verschießen, aber ich kann einfach nicht anders:
Plant bitte unbedingt (mindestens) einen Tag ein, um die Landschaft der Sächsischen Schweiz, dem deutschen Teil des Elbsandsteingebirges, zu erkunden. Denn die Felsen und Ausblicke, Wanderwege und Aussichtspunkte suchen in Deutschland ihresgleichen. Egal ob die Bastei oder Festung Königstein – ihr werdet aus dem Staunen nicht herauskommen. Glaubt mir!
Den meisten treuen Lesern unter Euch müssten die Bilder noch gut in Erinnerung sein. Erst letzte Woche veröffentlichte ich wieder Mal tolle Fotos der grandiosen Kulisse. Auch in diesem neuen Video von mir bekommt ihr einen Vorgeschmack auf das, was nur 30 km südöstlich von Dresden auf Euch wartet. Die über Millionen von Jahren von Wind und Wasser geformte Bergwelt ist berühmt für seinen Sandstein und den teils bizarren und außerordentlichen Formenreichtum. Genießt die Stille der Natur, die Herausforderungen beim Klettern und das ausgezeichnete Netz an Wanderwegen. Der einzige Felsennationalpark Deutschlands sollte auf jeden Fall ganz oben auf Eurer Bucket-List stehen.
Auf dem Rückweg von Bad Schandau nach Dresden, kommt ihr durch Pirna. Die kleine Stadt mit der denkmalgeschützten Altstadt zeichnet sich aus durch detailverliebte Sandsteinverzierungen der Fassaden. In Pirna findet ihr aber vor allem eine absolute Food-Empfehlung von mir: Im Platzhirsch direkt am Marktplatz gibt es ziemlich instagramtaugliche und superleckere Smoothies und Shakes. Auch für Burgerliebhaber ist hier etwas dabei. Das moderne Restaurant hat es mir auf jeden Fall angetan!

Wir haben uns in den vergangenen Wochen immer wieder auf den Weg gemacht um, neben Dresden, Leipzig (Dresden ist aber deutlich schöner – der ewige, kleine Konkurrenzkampf von Dresdnern und Leipzigern wird wohl nie enden) und dem Elbsandsteingebirge noch andere lohnenswerte Ausflugsziele in Sachsen ausfindig zu machen.

Erst vor wenigen Tagen machten wir uns daher auf den Weg von Dresden nach Görlitz – ein herrlich sonniger Tag, gute Laune, viel Eis und die richtigen Menschen an meiner Seite.
Das konnte ja nur ein erfolgreicher Tag werden – so viel stand fest. Aber das es so schön werden würde, hatte keiner geahnt. Die östlichste Stadt Deutschlands hat uns auf jeden Fall überrascht!

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Görlitz – könnte Euch bekannt vorkommen. Wieso? Die kleine, auf den ersten Blick unscheinbare Stadt verwandelt sich gelegentlich in einen Ableger Hollywoods. Schauspieler wie Jackie Chan oder Kate Winslet sind hier schon über die Straßen spaziert. Also ich würde sagen: Welcome to Görliwood! Schau Mal genau hin bei Deinen liebsten Hollywood-Klassikern, – Görlitz verkörperte unter anderem schon New York, München und Paris. Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, „Der Vorleser“ nämlich, wurde 2008 in Görlitz produziert. Auch der Oscar-prämierte Film „Inglorious Basterds“ von Quentin Tarantino wurde teilweise in Görlitz verfilmt.

Wieso ist das so? Zum Teil sicherlich auch einer außergewöhnlichen Spendengeschichte zu verdanken: Görlitz an der Neiße hat seit dem Jahr 1995 einen anonymen Spender, der der Stadt jährlich eine halbe Million Euro zu Gute kommen lässt. Ein Großteil des Geldes wird seither für die Renovierung der über 400 denkmalgeschützten Gebäude der Stadt genutzt. Es gibt also heute zahlreiche restaurierte Straßenzüge im sogenannten Görlitzer Stil.

Was uns besonders überrascht hat? Die Jakobpassage und das anliegend Café Jakobs Söhne. Eine Kombination aus Conceptstore und modernem Restaurant hat uns direkt neugierig gemacht und schließlich, so viel sei verraten: überzeugt. Die Jakobpassage, an sich soll eine Gewerbefläche für Jungunternehmen der Sozialwirtschaft und des kreativen Handwerks darstellen. Auf einer Parrallelstraße der typischen Shoppingmeile, wie man sie kennt, findet man echte Unikate und individuelle Produkte. Die moderne Aufmachung des Stores lädt irgendwie auch dazu ein, sich zu entspannen oder wie wir: einfach Spaß zu haben! Verschiedene Abendveranstaltungen, Workshops und Vorträge werden wöchentlich angeboten und unterstreichen genau unsere Wahrnehmung der entspannten Wohlfühlatmosphäre. Mehr Informationen und ein Interview mit den Gründern geben Euch einen Vorgeschmack darauf, was Euch in Görlitz erwartet.
Nachdem wir uns im Geschäft ausgetobt hatten (und mit den aufgemotzten Vintagebikes durch die Straßen der Stadt geradelt sind), haben wir es uns bei einer Limo und Kuchen im Jakobs Söhne gemütlich gemacht. Die verschiedenen Sitzgelegenheiten sind unheimlich liebevoll gestaltet, wirken jung, frisch und modern – da kommen sogar Großstadtgefühle auf!

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Von Görlitz aus haben wir uns gegen späten Nachmittag auf den Weg auf eine ganz besondere Mission gemacht.

Unser aller Highlight: Die Rakotzbrücke.
Die ist wirklich in Sachsen? Ja!
Die von 1863 bis 1882 erbaute Brücke, auch Teufelsbrücke genannt, ist seit jeher bekanntes Ausflugsziel. Besondere Berühmtheit erlangte sie allerdings im Jahr 2016 – und das durch einen Fotowettbewerb. Auf dem Gewinnerbild ist zu sehen, wie ein BMX-Fahrer auf der Brücke fährt – das allerdings sorgte schließlich, zu recht wie ich finde, zu heftigen Diskussionen. Denn: die Brücke ist einsturzgefährdet und das Betreten der Brücke daher streng verboten.
Also genießt lieber den umliegenden Rhododdendron-Park und den besonders sehenswerten Blick auf die Spiegelung der Brücke auf der Wasseroberfläche des Rakotzsees. Die Brücke und ihr Spiegelbild verschmelzen zu einem perfekten Kreis. Während unseres Ausflugs waren kaum andere Besucher da – sodass wir in Ruhe Selfies und Fotos machen und schließlich die Ruhe der umliegenden Natur wertschätzen konnten.
Im Sonnenuntergang ging es dann über die Autobahn zurück nach Hause: nach Dresden. Immer noch beeindruckt von dem außergewöhnlichen Bauwerk.

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Ihr wollt nicht ganz so weit fahren und trotzdem fernab der Frauenkirche und Co. etwas Neues entdecken?
Schloss Wackerbarth und der dortige Weinanbau – die letzte Führung habe ich dort als Kind gemacht – werde ich bald Mal wieder selbst einen Besuch abstatten, denn: es wird Zeit für eine Weinverkostung. Seid ihr dabei? Wein trinkt es sich außerdem auch ganz fabelhaft am Spitzhaus in Radebeul. Schloss Pillnitz, Schloss Moritzburg (sollte vor allem den Aschenbrödelfans unter Euch ein Begriff sein oder zumindest wiedererkannt werden, wenn ihr davor steht!), der Saurierpark Kleinwelka, die Porzellanmanufaktur in Meißen…– um nur noch einige der möglichen Ausflugsziele in Sachsen zu nennen. Also so viel sei Gewiss: In Sachsen mangelt es definitiv nicht an aufregenden Orten, die es wert sind, erkundet zu werden.

Und was braucht man nach einer langen Wanderung  durch die Sächsischen Schweiz oder einer Radtour durch die Oberlausitz oder einer rasanten Autofahrt zurück von der Rakotzbrücke?  Richtig: Erholung!
Tief durchatmen, schwimmen und entspannen könnt ihr am besten in Toskana Therme Bad Schandau.  Es stehen Euch die verschiedensten Becken, Behandlungen und Restaurants zur Verfügung. Genießt die schönen Außenanlagen mit Blick auf die Elbe, erkundet die Themensaunen oder lasst im Floating-Becken die Seele baumeln. Einen ganzen Tag Entspannung oder nur wenige Stunden um die Batterien aufzuladen – gelingen wird Euch die Erholung aber auf jeden Fall!

„Sächsisch ist eine Lebenseinstellung. Seit Jahrhunderten stehen wir für gelassenen Pragmatismus und die Entschlossenheit, Dinge ohne viel Gerede anzupacken, neue Ideen zu entwickeln und uns so ständig weiterzuentwickeln.“ – So wirbt der Freistaats Sachsen für sich selbst. Gelungen, wie ich finde.  Auf der Website von „So geht Sächsisch“, der Kampagne Sachsens, findet ihr noch etliche weitere Informationen rund um mein schönes Heimatbundesland. Lest Geschichten über besondere Projekte, Menschen und Initiativen, erfahrt als erstes, wo und was es Neues gibt und informiert Euch über sämtliche Ecken und versteckte Lieblingsorte im Freistaat.
Mein Lielingsfeature auf der Seite? Findet ihr direkt auf der Startseite. Jeden Monat wird hier (neben de „Entdeckung des Monats“ und der „Kulturspot des Monats) das „Start Up des Monats“ gekürt. Super spannend und motivierend!
Also nehmt Euch ruhig mal ein bisschen Zeit und stöbert durch die unzähligen Berichte und Tipps. Während ich in den trotzdem ellenlangen Beiträgen in dieser Woche vieles einfach nur nennen und kurz anschneiden konnte, erfahrt ihr hier zum Beispiel noch mehr über eine ganz besondere Ausstellung im Schloss Dresden, hier geht es um Denkanstöße aus dem Panometer, welches ich Euch am Dienstag an’s Herz gelegt habe und in diesem Beitrag gibt es Bilder zum Wandel der Stadt Görlitz zu sehen.
Sachsen hat, und das liegt mir als gebürtige Dresdnerin so sehr am Herzen, so vieles mehr zu bieten als es allgemein hin bekannt ist. Ich würde mich wahnsinnig freuen Euch hier bei uns begrüßen zu dürfen!

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit So geht Sächsisch – Die Kampagne des Freistaates Sachsen.
Vielen Dank an Martin, Emina, Patti und 
Marco für den schönen Tag und die tollen Fotos! 

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3 Kommentare

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  • Reply Carolin 10. September 2017 at 13:38

    Luise ich liebe deine Beiträge über Dresden, da ich selbst aus der Gegend komme!
    Es ist schön Blogger aus der Umgebung zu kennen &ich liebe deine Tipps!

    LG Carolin von http://www.lifewithcarolin.wordpress.com

  • Reply Laura 8. September 2017 at 12:55

    Liebe Luise,

    ich muss dir unbedingt ein Lob aussprechen für all deine Beiträge über Dresden! Ich selbst wohne seit März in der wunderschönen Landeshauptstadt – vorher habe ich tatsächlich in Leipzig gewohnt und muss sagen, dass Dresden mein Herz gewonnen hat (so viel zum ewigen Konkurrenzkampf :D). Da ich noch relativ neu hier bin, waren die Beiträge für mich besonders interessant und meine To-Do-Liste ist dank dir um einige Punkte gewachsen!

    Man sieht einfach, wie viel Mühe und Arbeit, aber vor allem Herzblut hinter all deinen Posts stecken. Nicht nur deine Texte, auch deine Bilder finde ich jedes Mal klasse! Ich verfolge deinen Blog schon seit deiner Anfangszeit (als hier alles noch rosa war, hihi) und finde es Wahnsinn, wie sich alles entwickelt hat und wie professionell alles geworden ist. Das wollte ich unbedingt mal loswerden…

    Mach bitte weiter so und ich wünsche dir alles Gute in Berlin!

    Liebste Grüße,
    Laura

    • Kleinstadtcarrie 9. September 2017 at 13:21

      Liebe Laura,

      vielen vielen Dank für Deine Worte.
      Es steck tatsächlich so viel Arbeit in den Beiträgen <3

      Liebe Grüße an Dich
      Deine Luise