Wochenrückblick #30

/6. August 2017/12 Kommentare

gedacht: wow. 7 Tage. Und wieder ein Wochenrückblick. Ich habe es tatsächlich nicht geschafft, einen weiteren Beitrag zu veröffentlichen. Das ist wohl glaube ich eine der längsten Blogging-Pausen in den letzten 7 Jahren meines Lebens überhaupt. Fühlt sich merkwürdig an. Irgendwie … also es geht schleppend wieder los, dass ich Worte auf’s Papier bringe. Ich fühle mich allmählich etwas erholter und irgendwie erleichterter. Aber ich merke nach wie vor, dass mir das letzte halbe Jahr so vieles gegeben hat, dass ich gerade ein bisschen zu viel mit mir herumtrage, dass ich nicht einordnen kann.
Es schwirren so viele Fragen durch meinen Kopf, die es zu beantworten gilt.

gefühlt: aber kommen wir mal dazu, was ich in dieser Woche geschafft habe.
Ich war in der Uni – ein merkwürdiges Gefühl. Irgendwie sind die letzten Jahre so schnell vergangen. Es fühlt sich an, als wäre der erste Uni-Tag erst gestern gewesen und jetzt sitze ich hier und habe alles abgegeben. Merkwürdig. Befreiend und beklemmend gleichermaßen.
Es stehen mir aktuell so viele Türen offen

gelöst: eine Frage, der unzähligen die aktuell durch meinen Kopf fliegen, konnte ich in dieser Woche beantworten. Wieso mir das Bloggen aktuell nicht so große Freude bereitet?
Das Design, das Layout, der Name, der Auftritt.
Ich finde, dass meine Inhalte nicht zur Seite passen. Die Hälfte funktioniert nicht mehr. Die Menüleiste wird seit Wochen nicht mehr angezeigt. Das Layout ist veraltet und langweilig. Und so denke ich seit Monaten. Über viele Monate habe ich auch mit diversen Leuten an einer Neuumsetzung gearbeitet – schlussendlich sind wir in der gemeinsamen Arbeit gescheitert. Und das frustriert – nach so viel Arbeit und Zeit, die man da gemeinsam reingesteckt hat. Und für mich ist das ganz besonders hart, denn der Blog ist mein Baby.

nicht gelöst: herje, heute vertrau ich Euch aber viel an. Ein weiteres Projekt, eine weitere Frage – ohne Antwort. Mein Buch. Immer wieder erreichen mich eure Mails, Nachrichten, sogar Briefe nach einer Veröffentlichung. Immer wieder habt ihr mich dazu motiviert und angespornt. Und das war großartig.
Aber heute, nach über einem Jahr Recherchieren, Telefonieren, Verhandeln und Grübeln, Umschreiben und wieder von vorn – muss ich Euch leider sagen, dass wir bisher ohne Erfolg an diesem Projekt arbeiten. Auch das frustriert irgendwie. Nimmt mir die Motivation. So schade.

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gefühlt: Trotz alledem, wenn ich das jetzt hier so schwarz auf weiß lese klingt das alles so dramatisch, geht es mir wunderbar! Während ich in der vorherigen Woche meine positive Energie und die durchgängig dankbaren Gedanken ein bisschen aus dem Sinn verloren hatte, ist das jetzt wieder da. Und ich fühle mich so sehr von Liebe erfüllt, dass es mir schon manchmal Angst macht.
Und dann habe ich mir auf einem großen Fernseher mein Guatemala-Video angesehen. Und hatte Gänsehaut und Tränen in den Augen. Pures Glück. Pure Lebensfreude. Pure Dankbarkeit.
So langsam verarbeite ich diesen Trip und all‘ die letzten.
Und als ich dann von Amadou die Nachricht erhielt, dass die Mädchenschule in Telimélé planmäßig im Oktober eröffnet wird, überkam es mich. Das ist alles so wundervoll. (Wer nicht weiß wovon ich spreche: Im Februar war ich gemeinsam mit Misside Guinea und FlightSeeing in Guinea und habe das Projekt dort vor Ort und im Social Web unterstützt. Hier findet ihr weitere Infos und hier gibt es alle Angaben zu einer Schulpatenschaft.)

gekauft: Damit das so bleibt, habe ich mir kurz vorm Wochenende direkt drei Bücher von John Strelecky gekauft. Und bitte habt ein bisschen Geduld: der Buch-Post wird definitiv online kommen!
Ansonsten habe ich mein Konsumverhalten so erstaunlich gut unter Kontrolle – das macht mich wahnsinnig stolz! Also bitte meckert nicht immer mit mir, wenn ich Euch auf Insta-Stories sage „Das Top ist alt!“. Ich finde das gut und vielleicht inspiriert es den ein oder anderen dazu, mal in den tiefen seines Kleiderschranks zu shoppen. Ist sogar for free!

gesprochen: mit meiner Mama. Im echten Leben! Kein Telefon! Kein Facetime!
Das tat so gut. Beim Inder. Auf dem Balkon. Und beim Frühstück.

Und zwei Gespräche in Bahnhofshallen. Vorm Bahnhof. Wie auch immer.
Irgendwie sind Bahnhöfe und Züge so essentielle Symbole in meinem Leben. Verrückt.

getroffen: ganz viele von Euch! Wow! Ganz spontan hat es meine Freundin Franzi und mich auf’s Open R Festival verschlagen. Neben Robin Schulz haben dort noch andere DJs aufgelegt – und das tat gut. Einfach tanzen. Und lachen. Und Sonne. Mit ihr. Wie früher hat sich das angefühlt. Großartig.
Und dann ihr, die ihr mich so lieb und süß angesprochen habt. Danke Euch! Es gibt nichts Schöneres für mich, als ein Gesicht zu den Menschen, die all‘ das hier lesen und meine Abenteuer verfolgen, zu erhalten. Danke!

Außerdem: jemand ganz Besonderes. Also indirekt macht er mich wahnsinnig glücklich.

gefreut: habe ich mich außerdem über ein Frühstück um 3 Uhr Nachmittags, über meine neuen Bücher und dass ich mir Zeit zum Lesen nehme. Über Robin Schulz und Alster Wasser. Über ein rosanes Herz, dass ich gefunden habe und über ihre Spontanität. Ich habe mich über ein langes Telefonat gefreut und dass ich zu Dir gehöre. Über Einsichten. Und über meine neue Brille (die alte aus Tokyo hatte ich nämlich in Guatemala verloren!). Ich habe mich über ein Wiedersehen gefreut und Euer grandioses Feedback zu meinem Guatemala Video – das hat vielleicht keine 10 000 Klicks, aber ganz viel Liebe von Euch. Danke dafür!
Ich habe mich über Blumen gefreut.
Und eine Zusage. Über eine Einladung und darüber, dass ich weiß, dass es ihr gut geht.
Ich habe mich über ein bisschen Auszeit, Ehrlichkeit und das Armband gefreut.
Und über das Leben.

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12 Kommentare

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  • Reply Verena 10. August 2017 at 13:04

    Das würde mich auch interessieren? 😉

    Lg

  • Reply Larissa 9. August 2017 at 19:12

    Huhu Luise, toller Rückblick!
    Dein Blog ist für mich ein wunderbares virtuelles Buch! – dein Leben . Und deine Sammlungen an fiktionalen und realen Geschichten <3
    Liebste Grüße
    Larissa

    • Kleinstadtcarrie 10. August 2017 at 12:32

      oh das hast Du schön gesagt, Danke!

  • Reply Buchstabenwoerter 8. August 2017 at 09:22

    Hallo 🙂

    Du hast einen wunderschönen Blog. Auch deine Fotos sind grandios. Ich möchte auch nicht böse klingen und weiß natürlich nicht alles über dich, aber was ich jetzt so las und sah … du bekommst dein Buch nicht fertig. Das wundert mich nicht. Du machst so viele großartige Fotos, reist und machst dies und jenes. Ich habe innerhalb eines halben Jahres mein Buch geschrieben und zwar, in dem ich jeden Tag mindestens fünf bis acht Stunden schrieb, am Wochenende sogar mehr, weil dann konnte ich mich in meinem Zimmer einsperren. Die Schriftstellerin von Outlander z.B. arbeite als Professorin an der Universität, hatte drei Kinder und schrieb jede Nacht. Natürlich hat man viel Stress und Arbeit und anderes, aber wenn du es wirklich willst, solltest du dein Buch an die oberste Stelle setzten und nicht aufgeben. Selbst wenn es manchmal nicht einfach.

    Liebe Grüße

    • Kleinstadtcarrie 8. August 2017 at 09:40

      Hallo liebe … ? 🙂

      Das Buch ist fertig. Lange.
      Es geht um die Veröffentlichung 🙂

      Liebe Grüße
      Luise

    • Melanie 8. August 2017 at 18:39

      Worum geht es denn darin?

      Liebe Grüße

  • Reply Janine 7. August 2017 at 17:10

    Liebe Luise, ich verfolge Deinen Blog schon seit Jahren und bin ein grosser Fan Deines Schreibstils!
    Wie schön, dass Du diese positive Energie trotz all den up’s & down’s wahren konntest und ich wünsche Dir, das es ganz bald mit dem Bloglayout klappt 🙂
    PS: würde mich riesig über einen Besuch von Dir auf meinem Blog freuen 🙂
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Janine von http://www.vivarubia.ch

  • Reply Dany 7. August 2017 at 14:38

    Liebe Luise, ich kann mir sehr gut vorstellen wie frustrierend es ist, wenn man das was man sich wünscht oder vorstellt nicht umgesetzt bekommt. Woran hängt es denn? Aber lass dich davon nicht demotivieren. Ich denke ich spreche für die Meisten, wenn ich sage, das deine Beiträge trotzdem fleißig gelesen werden. Und der Rest ist zu verschmerzen – wir wissen ja, das du dich um eine Lösung bemühst. Was dein Buch angeht, möchtest du das über einen Verlag raus bringen? Oder hängt es noch an der Schreiberei? Mein Papa hat nun schon einige Bücher selbst raus gebracht, da spart man sich die vielen Änderungen die die meisten Verlage wollen.

    Aber es ist schön, das es dir trotzdem gut geht. Manchmal brauchen Dinge eben ihre Zeit.
    Fühl dich gedrückt.

    Liebe Grüße
    Dany von danyalacarte

  • Reply Any 7. August 2017 at 12:29

    Ich finde dein Leuchten wunderbar, das du in die Welt bringst. Liebe. Dankbarkeit. Es ist so schön, dass es dich gibt, dass du all das teilst.
    Die Bücher von John Strelecky sind großartig. Nach „Das Café am Rande der Welt“ lese ich gerade „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“. Ich lese häufig in der Bahn und ertappe mich immer wieder dabei wie ich beginne zu schmunzeln. Das ist wunderbar. Die Bücher sind so inspirierend. Erinnern mich daran dankbar zu sein. Gut zu mir selbst zu sein. Das Leben zu lieben. Im Urlaub habe ich das Buch „Komm ich erzähl dir eine Geschichte“ gelesen. Das ist auch wunderschön.
    Liebste Luise, ich wünsche dir einen wundervollen Tag! <3

    • Kleinstadtcarrie 8. August 2017 at 09:34

      Any, Danke 🙂

      Und vor allem für die Buchempfehlung! Kommt direkt auf meine Liste 🙂

  • Reply nathalie 6. August 2017 at 23:52

    die bilder gefallen mir dieses mal besonders gut 🙂
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥