Mir geht’s heut nicht so gut – Das ist okay! | Wieso Traurigkeit wichtig ist und wie man mit kurzen Tiefs umgeht.

/10. August 2017/23 Kommentare

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#positivevibesonly #happiness #pleasedontkillmyvibes
– okay, das sind ein paar ziemliche Statements, die durch so einen Hashtag recht harmlos wirken, aber trotzdem ganz schön was aussagen.
Irgendwie nimmt diese #happiness – Bewegung aktuell ziemlich überhand und auch wenn auf Instagram um die Wette gestrahlt wird, über Babybäuche und Geburten jedes Detail öffentlich gemacht wird und wir auch unsere Achselhaare wieder wachsen lassen können, wie wir wollen, scheint die Traurigkeit und Zweifel so völlig von der Bildfläche verschwunden zu sein.
Ob eine Pamela auch mal Selbstzweifel hat?
Hat Caro Daur Liebeskummer?
Haben neben all’ den Reisen, #relationshipgoals und Weltretter-Aktionen überhaupt Tränen, Verzweiflung und Zukunftsängste überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Könnte man nicht vielleicht behaupten, all das, die Schnelllebigkeit und das Endlose unserer Träume und Möglichkeiten, so viel Platz einnehmen, dass für alles Negative gar keine Zeit und Kraft mehr da ist? Oder jetzt gerade erst recht?

Also ganz objektiv: Es geht uns nichts an. Es geht uns nichts an, wie es Youtubern hinter der Kamera wirklich geht.  Jeder Influencer entscheidet selbst, welche Gefühle er teilt und öffentlich präsentiert. Und ich, die letzteres sehr intensiv seit über 7 Jahren eifrig macht, weiß sehr genau, wie anstrengend das ist. Wie angreifbar das macht.
Aber auch: wie sehr das hilft.

In den letzten Monaten habe ich so vieles erlebt und erfahren, dass sich meine Einstellung und mein Weltbild völlig gewandelt haben. Ich stehe heute anders auf. Ich lächle. Ich bin irgendwie viel freundlicher und offener. Ich habe einen Schalter in meinem Kopf umlegen können. Und seither? Geht es mir von Tag zu Tag besser.
Aber das schließt nicht aus, dass es mir auch manchmal schlecht geht. Dass es Tage gibt, an denen ich keine positive Energie an andere weiter geben kann – weil ich sie selbst verlegt habe. Es gibt Tränen. Und es gibt auch manchmal Verzweiflung.
Aber es gab seit Monaten keinen Tag, an dem ich nicht glücklich und dankbar eingeschlafen bin. Ganz gleich wie dunkel und düster meine Gedanken in den Stunden davor gewesen sind.
Also ich bin traurig. Ich bin verzweifelt. Ich bin enttäuscht und verletzt und manchmal auch wütend – aber trotzdem: bin ich glücklich.

Traurigkeit ist okay

… alles im Leben zwei Seiten: gut und böse, Himmel und Erde. Wasser und Feuer.
Alles hat ein Gegenteil und nur so kann Gleichgewicht entstehen. Ausgleich.
Und genau das lässt doch schon sicher sein, dass ausgeglichen nicht automatisch glücklich sein heißt.
Traurigkeit gehört zum Leben dazu.
Die Natur ist vollkommen – davon gehe ich aus. Und Tränen sind etwas ganz Wunderbares. Etwas Wichtiges. Gefühle müssen ausgesprochen werden.
Und: Schmerz verlangt gespürt zu werden.
So ist es einfach. Dagegen kann und sollte man sich nicht wehren.

Also wann immer ihr eine Phase des puren Glücks habt und ihr Euch gar nicht mehr vorstellen könnt, jemals traurig zu sein. Das wird sich auch mal wieder ändern. Also hör Dir selbst zu und ignoriere kleine Anzeichen nicht. Denn: dann lieber ein oder zwei Tage träge und lustlos und weinerlich sein, währenddessen aber trotzdem voller Hoffnung und danach wieder froh – anstatt irgendwann, wenn die ganze positive Energie und Kraft aufgebraucht ist, in ein tiefes Loch zu stürzen.
Extreme sind sowieso immer gefährlich.

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Keine Blume blüht das ganze Jahr

Wieso ich ankündige, dass eine Glückssträhne irgendwann vorbei ist und dass eine Welle des Glücks irgendwann bricht? Weil es so ist. Machen wir uns nichts vor – das Leben besteht aus Ups and Downs. Solange wir eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung haben, kann man all’ das auch überstehen. Aber dass negative Dinge geschehen und dass wir traurige Schicksalsschläge oder auch manchmal einfach nur mit dem falschen Bein aufstehen  – dessen muss man sich bewusst sein. Und das nicht zu überspielen versuchen.

Die  Natur ist vollkommen – und glücklichweise sind wir Menschen ein Teil dieser wundervollen Natur. Also wenn ich etwas weiß? Dann das alles in der Natur Sinn ergibt. Alles ist irgendwie zu Ende gedacht. Eine Erklärung hat. Und kennt ihr eine Blume die das ganze Jahr blüht? Wir müssen wachsen und erblühen und wachsen und erblühen. Und zwischendurch trägt der Wind die vertrockneten Blütenblätter davon.
Also habe Vertrauen: das ist der Lauf der Zeit, der Natur und soll genau so sein.

Jeder ist mal traurig und demotiviert – Du bist nicht allein! 

Den Text habe ich doch sehr reißerisch begonnen – hätte vielleicht nicht sein müssen: aber ich weiß, dass sich viele junge Frauen und auch Männer heute mit Social Media Stars identifizieren, die uns manchmal spüren lassen, das Leben wäre eine Dauer-Weltreise und Beziehungen würden stets ganz wunderbar und nach #couplegoals laufen.
Der Abschnitt soll Dich eigentlich nur an etwas erinnern, was Du eigentlich sowieso schon weißt, aber hier noch Mal schwarz auf weiß: niemand ist immer glücklich. Niemand ist immer positiv. Niemand strahlt sein ganzes Leben lang.
Niemand.

Du musst niemandem was vormachen!

Kummer überspielen. Maske aufsetzen. Nicht über seine wahren Gefühle sprechen.
Kennen wir alle. Und können wir alle.
Aber: Wieso eigentlich?

Natürlich ist es schöner, wenn man die beste Freundin aufgrund einer guten Nachricht anruft oder ihr einfach nur sagen will, dass man sie lieb hat, anstatt in den Hörer zu heulen.
Aber sie hält das aus. Freunde halten das aus. Und Freunde sind für Dich da, auch wenn Du gerade mal nicht über beide Ohren strahlst.
Ich erhalte  oft Nachrichten von Euch, in denen Ihr mir schildert, dass Ihr das Gefühl habt keine wahren Freunde zu haben, enttäuscht wurdet und sitzen gelassen von Freunden.
Also: das ist hart. Und: ich kenne das.
Es gab schon einige Momente in meinem Leben, in denen ich das Gefühl hatte, keine richtigen Freunde zu haben. Irgendwie habe ich mich von allen und der Welt unverstanden gefühlt und nicht ernst genommen. Irgendwie vernachlässigt.
Und es kann tatsächlich so sein, dass man zeitweise die falschen Menschen um sich hat.
Aber: das ändert sich. Die richtigen Menschen werden kommen. Und da sein. Und verstehen. Öffne Dich. Lass’ andere Menschen in Deine Seele blicken. Sag, wie es Dir wirklich geht. Offenbare Dich. Und Du wirst ganz wunderbare Freundschaften erfahren. Denn Traurigkeit schweißt zusammen. Sich gegenseitig trösten und aufmuntern, motivieren und gemeinsam weinen – das festigt Freundschaften. Zusammen schaff ihr das!

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Traurigkeit heißt nicht automatisch negativ zu sein

Ich habe es in den vorherigen Abschnitten bereits schon kurz angeschnitten: Traurigkeit und ein schlechter Tage bedeutet nicht, dass man negativ oder gar pessimistisch ist. Es verleitet, aber Du kannst das steuern.
Du kannst Dich selbst am Nacken packen und – wenn die Zeit reif ist – Dich aus dem kleinen Tief wieder rausziehen.
Und ganz besonders wichtig: Die Hoffnung nicht verlieren.
In den letzten Wochen gab es einige Tage an denen ich einfach nur auf der Couch liegen und emotionale Musik hören, im Selbstmitleid versinken wollte. Und das habe ich dann auch gemacht. Aber eben auch nur, weil ich wusste, dass ich das ausstehen und danach wieder strahlen kann. Weil ich weiß, dass alles gut ist und sein wird. Weil ich mir ganz sicher bin, dass das Leben wunderbar ist und ich dankbar sein kann – und weil ich das eben auch noch morgen genießen darf. Also ziehe ich die Vorhänge zu und dreh mich wieder um. Eine Träne vielleicht. Ein trauriger Film. Ein langer Brief.
Und neben all’ der Traurigkeit schon ein bisschen Vorfreude auf den neuen Tag und Sonnenschein. Aber jetzt: bleiben die Vorhänge zu.

Braucht jede Aktion wirklich eine Reaktion?

Nicht jede Aktion braucht eine Reaktion – daran muss auch ich mich immer wieder erinnern.
Oft haben wir Angst vor der Begegnung mit bestimmten Menschen oder vor Begebenheiten, die uns schon Mal verletzt oder enttäuscht haben.Und wenn das wieder passiert, – fällt man schnell in ein Loch.
Aus Gewohnheit. Weil es doch das letzte Mal auch so war. Drama. Noch Mal. Selbstmitleid.

Und auch das ist okay.

Aber trotzdem sollte man an der Stelle überlegen: Muss das wirklich sein? Muss ich auf diese Begebenheit reagieren? Macht es mich wirklich noch traurig? Habe ich das nicht bereits überstanden?
Wir Menschen reagieren meist zu voreilig. Impuls. Affekt. Irgendwie unüberlegt. Emotional. Kurzschlussreaktion. Aber meistens könnte man emotionale Break-Downs mit einem tiefen Durchatmen und Überdenken umgehen. Dinge, Menschen, Begebenheiten oder Orte – die Dich bereits oft im Stich gelassen oder verletzt haben, sind dabei mit besonderer Vorsicht zu genießen.

Wenn die Sonne dann wieder aufgeht

Manche Tiefpunkte im Leben scheinen kein Ende zu nehmen, keinen Boden zu haben.
Dann ist es ganz wichtig, dass Du Dich ausgiebig mit den Ursachen und verschiedenen Lösungswegen beschäftigst.
Heute geht es ja aber um die kleinen Rückschläge, die einfach zu verschmerzenden Rückschläge und verregnete Abende im Sommer. Denn das? Geht von ganz allein vorüber. Das kann man aussitzen und die Ruhe und das Sich-selbst-verwöhnen genießen.

Ganz wichtig: Wenn es Dir dann plötzlich – weil es eben nur ein kurzes Tief gewesen ist – wieder besser geht? Lass es zu! Komm aus dem Trott der letzten Tage wieder raus. Wird die verheulten Taschentücher in den Müll. Und lächle! Es geht wieder weiter. Die Verschnaufpause ist vorbei und die positiven Vibes wieder da.

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23 Kommentare

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  • Reply Marlene 13. August 2017 at 22:42

    Ich liebe diesen Blogpost :)
    Du hast es richtig geschrieben: wir alle wissen es, vergessen es nur manchmal. Du hast dir richtigen aufmunternden wort gefunden ohne dabei zu drängend und stressig zu wirken. Du kannst ein unglaubliches Vorbild sein!
    Mein liebstes Zitat von dir, was ich mir auch merken werde: Traurig sein bedeutet nicht unglücklich sein…
    Viele Grüße, Marlene

  • Reply Melina 13. August 2017 at 21:12

    Der Blogpost ist wirklich gelungen. Eben weil du ein Thema ansprichst, dass so gut wie nie in der Öffentlichkeit angesprochen wird. Durch Blogger, Instagrammer und Celebrities bekommen wir oft das Gefühl, dass wir mit unseren Ängsten und Sorgen alleine sind. Obwohl wir alle wissen, dass niemand perfekt ist, wird alles perfekt inszeniert. Respekt! Respekt für deine Ehrlichkeit und dafür, dass du nicht versuchst, dich selbst gut darzustellen, sondern anderen wirklich hilfst. Und das hast du mit dem Blogpost sicherlich getan. DANKE! <3

    • Kleinstadtcarrie 14. August 2017 at 16:22

      Ich danke Dir für Deine Worte, Melina <3

  • Reply Anne 11. August 2017 at 16:21

    Danke für diesen offenen Post. Es ist so wichtig, auch ab und zu die andere Seite zu zeigen und freue mich über jeden Blogger, der das auch tut.

    Ich tue mich damit sehr schwer, Wut und Traurigkeit rauszulassen und das hat mich krank gemacht. Aber ich arbeite dran und es wird besser.
    Gestern sagte ich zum Beispiel zu meinem Freund: Heute war alles doof, ich will aufn Arm! Und er antwortete: Kriegen wir hin, ich war extra im Fitnessstudio :-D Mit etwas Humor ist vieles nur noch halb so schlimm.

    Ein Thema, das mich noch häufig beschäftigt ist der Tod meiner Mutter. Er ist nun schon zwei Jahre her (ich war 22). Oft frage ich mich, ob das jetzt ein Problem ist, dass von ihrem Tod und der Verarbeitung herrührt oder ob es Jammern auf hohem Niveau ist und ich mich mal zusammennehmen sollte.. Tja..wird mir wohl keiner beantworten können. Ich versuche, mir mit Selbstfürsorge und Nachsicht zu begegnen und das beste draus zu machen.

    • Kleinstadtcarrie 14. August 2017 at 16:24

      Liebe Anne,

      Danke für Deinen ehrlichen und tollen Kommentar.
      “Ich versuche, mir mit Selbstfürsorge und Nachsicht zu begegnen und das beste draus zu machen.” – das hast Du wunderbar formuliert und genau das solltest Du auch tun. Mein Beileid – von Herzen. Es tut mir so leid, dass Deine Mama nicht mehr hier bei Dir ist. Und bin ganz unfassbar stolz, wie Du das gemeistert hast/meisterst.

      Alles Gute für Dich <3

  • Reply Franziska 11. August 2017 at 09:14

    Liebe Luise,

    Das hast du so schön geschrieben und es ist auch so wahr!
    Wir vergessen, das alles vergänglich ist. Aber das ist der Kreislauf des Lebens, weshalb wir keine Angst vor Veränderungen haben dürfen! Denn ALLES ist irgendwann zu Ende. Auch das wundervollste Hochgefühl. Ich finde es super mutig und wichtig, dass du dieses Thema so offen und ehrlich ansprichst. Ich denke viele Menschen werden von den Dingen die gepostet werden so geblendet, dass sie denken es sei Realität. Das sollte allen bewusst sein, nicht alles ist immer schön und perfekt! Danke Luise für deine Worte. LG Franzi

  • Reply Charlotte 11. August 2017 at 08:20

    Schöner Text, liebe Luise. Ich persönlich folge mittlerweile kaum noch Mode- und Lifestyle-Bloggern auf Instagram, einfach, weil mir diese Darstellung des perfekten, gesponserten Lebens nichts gibt. Es ist nicht mal so, dass mich ihre Darstellung traurig oder gar neidisch macht, es interessiert mich tatsächlich nicht, wer mal wieder welche Luxus-Reise unternimmt oder seinen Avocado-Toast vor perfektem Hintergrund isst. Gerade den Hype um Pamela konnte ich nie verstehen – in meinen Augen wirkt sie wie ein Roboter, stets perfekt aber irgendwie … leblos. Stattdessen folge ich Menschen, die mir Möglichkeiten zur Identifikation geben, die mich an ihrer Persönlchkeit teilhaben lassen. Mit denen ich vielleicht nicht immer zu 100% d’accord bin, die dafür aber eine Meinung vertreten. Ich merke einfach, dass mir das mehr gibt. Vor einigen Jahren habe ich einen schweren Schicksalsschlag erlitten, einen meiner wichtigsten Menschen überraschend verloren. Damit umzugehen, die Trauer in mein Leben zu lassen, war ein großer Schritt. Und wahrscheinlich kann ich mich deshalb nicht mit den dauerfröhlichen, #positivevibesonly-versprühenden Bloggern identifizieren. :D
    Puh, das war ein viel zu langer Text, entschuldige dafür. Was ich eigentlich sagen möchte: Instagram ist am Ende doch nur das, was man daraus macht. Es gibt genügend Diversität auf dieser Plattform und ich entscheide selbst, wem ich folgen möchte.
    Ansonsten gefällt mir dein Text sehr gut und ich finde generell, dass du in letzter Zeit durchweg sehr guten Content kreierst!
    Liebe Grüße aus München :)

    • Kleinstadtcarrie 14. August 2017 at 16:25

      Liebe Charlotte,

      vielen vielen Dank! Entschuldige Dich doch bitte nicht für die Zeilen. Umso länger, umso besser für mich! Ich liebe es Eure verschiedenen Meinungen und Perspektiven zu erfahren.

      Mein herzliches Beileid für Deinen Verlust! Und nur das Beste für Dich :-)
      Fühl Dich umarmt.

  • Reply Laura 10. August 2017 at 23:07

    Wow Luise! Ich glaube das ist mein erster Kommentar unter einem Blogpost überhaupt. Du triffst es genau auf den Punkt, eigentlich immer, aber gerade bei diesem Beitrag fühle ich mich direkt angesprochen. Wegen Leuten wie dir habe ich Instagram, Blogs und co immer vor meinen Freunden verteidigt, denn du bist das Gegenteil von oberflächlich (natürlich unglaublich hübsch, ich liebe deine Bilder! Aber eben mit Sinn und vielen Gedanken dahinter und von guter Qualität). Ich wünschte es gäbe mehr Blogs wie deinen.
    Vielen Dank für all die Mühe die du dir immer gibst und den hochwertigen Content den du mit uns teilst <3

    • Kleinstadtcarrie 10. August 2017 at 23:59

      Danke Laura, vielen Dank!

      Ist manchmal für mich auch hart, in dieser Branche hier immer weiter mitzumachen – denn leider stimmen ja einige der Vorurteile zu.
      Aber ich freue mich wirklich sehr, dass Du das bei mir anders siehst.
      Danke Dir!

  • Reply Ricarda 10. August 2017 at 21:41

    Ach Luise, bis vor kurzem habe ich deine Texte nie kommentiert und jetzt wird es mein dritter in Folge. Du begeisterst mich mit deinen offenen Texten über Gefühle, weil das nicht nur in der Bloggerwelt zu kurz kommt, sondern auch im echten Leben. Man redet nicht über seine Gefühle und dadurch wird einem vermittelt, dass man der einzige Mensch ist dem es schlecht geht. Der eben “negativ” ist. Aber ich glaube man ist stark, wenn man zeigt, dass es einem schlecht geht und man auch zugibt, dass es eine Achterbahnfahrt sein kann.
    Du bist aktuell besser als jeder Ratgeber, vielleicht auch weil du so nah wirkst.
    Ganz liebe Grüße!

    • Kleinstadtcarrie 11. August 2017 at 00:00

      Ricarda,
      danke für Deinen schönen Kommentar :) Ich freu mich auch total über Euer offenes Feedback! :)

  • Reply Ellie 10. August 2017 at 20:44

    Mir ging es für eineige Monate richtig schlecht und seit gestern fühle ich mich wieder super! Weil ich mich zusammengenommen habe und raus gegangen bin. Ich habe an einem Tag so viel erlebt und bin hier in Kanada in jemanden rein gerannt, wortwörtlich, der von hier kommt. Lustigerweise haben wir dann herausgefunden, dass er in die Stadt zieht, von der ich komme. Ist doch witzig, wie klein die Welt ist…<3
    http://www.blogellive.com

    • Kleinstadtcarrie 11. August 2017 at 00:01

      Das ist wirklich lustig :D
      Und Kanadier sind toll <3

  • Reply Mona 10. August 2017 at 19:00

    Liebe Luise,
    ich finde es sehr wichtig, dass du auch über so etwas schreibst!
    In der heutigen Welt darf man nicht mehr traurig oder schlecht drauf sein, ist oft mein Empfinden bei Freunden oder Bekannten. Wie du schon schreibst, ist es aber wichtig auch mal traurig zu sein, dass befreit & lässt einen danach oft wieder viel klarer denken! Es muss ein Gleichgewicht hergestellt werden & es ist auch einfach menschlich!
    Ich leide an Depressionen & wie genau es dazu kam, war eigentlich das ich zu lange nicht traurig war! Ich habe negative Gedanken & Emotionen verdrängt. Nicht mehr darüber gesprochen oder einfach mal geweint, wenn es mir nicht gut ging!
    Nach einiger Zeit kam dann alles hoch & mein Körper hat sich gewehrt. Begonnen mit Schlafstörungen, bis hin zu Panikattacken. Ein großes Tief das fast 4 Monate ging & immer noch nicht überstanden ist. Deshalb finden ich deinen Beitrag sososo wichtig!!!!!!! Es ist ok traurig oder schlecht drauf zu sein! Und es ist wichtig das zu sein!!!!!! Man muss wissen, dass es einem schlecht gehen darf, aber auch das gute Tage wieder kommen werden! Nichts ist ein Dauerzustand! Man muss nur daran glauben!

    Danke für diesen schönen sehr wichtigen Beitrag! ♡♡♡♡♡♡♡♡

    Liebe Grüße
    Mona

    • Kleinstadtcarrie 11. August 2017 at 00:02

      Liebe Mona,

      vielen vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine offenen und ehrlichen Worte!

      Von Herzen das Beste für Dich!
      Deine Luise

  • Reply Sophie 10. August 2017 at 18:42

    Liebe Luise,

    ich finde deine Einstellung ganz wunderbar. Du beschreibst das Leben, wie es ist. Ich denke gerade, wo du immer so happy scheinst bzw. bist ist es gut auch mal darüber zu erzählen, wie es hinter der Kamera aussieht. Das vermisse ich bei anderen Bloggern, Youtubern, Instagrammern,etc. ein wenig. Ich persönlich folge keinen Menschen, die ihr Leben im Netz perfekt aussehen lassen. Immer nur perfekte Bilder über Reisen, Events und ein quasi gesponsertes Leben gibt mir auf Dauer das Gefühl genauso ein Leben haben zu wollen. Aber für mich ist das nicht richtig, denn es gibt so viel worüber man im eigenen Leben glücklich sein kann und wovon vielleicht sogar eine Instagrampersönlichkeit träumt. Wie gesagt ich folge Inspirationen und davon bist du eine. Deine Beiträge zu lesen fühlt sich an wie ein gutes Buch, was mal offensichtlich und mal ganz versteckt Ratschläge gibt. Danke dafür !
    Trotzdem muss ich sagen, dass mir allgemein deine Beiträge besser gefallen, in denen du nicht konkrete Anweisungen gibst. Sie wirken für mich wie eine Belehrung, wie man sein sollte und wie nicht.

    • Kleinstadtcarrie 11. August 2017 at 00:03

      Liebe Sophie,

      vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Besonders auch über die Kritik! Ich werde mal die nächsten Tage in Ruhe darüber nachdenken und mich dann noch Mal melden. Grundsätzlich sind diese “Ratgeber” auch nur Texte, die beschreiben wie ich es mache – und wie ich mich gut fühle. Vielleicht kann ich die nächsten weniger belehrend formulieren! Danke Dir!

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Kathrin 10. August 2017 at 16:27

    Ich kann mich in diesem Post ganz in deinen Wort widerfinden. Es tut einfach sooo gut zu “hören”, dass auch Personen in der Öffentlichkeit, nur “Menschen” sind. Mit Gefühlen. Mit Emotionen. Mit Ups and Downs. Denn alles andere wäre – wie du schreibst – nicht der Natur gemäß. Und es ist gut, so wie es ist. Auch wenn es mir, und ich bin unter anderem Mentaltrainerin, nicht immer superdupergut geht… :)
    Danke

  • Reply Merle 10. August 2017 at 13:58

    Sooo schön geschrieben. :)

  • Reply Nina 10. August 2017 at 13:47

    so ein schöner Text <3 <3 <3