Wochenrückblick #29

/31. Juli 2017/14 Kommentare

geweint: vor Überwältigung. Überwältigt von der Schönheit dieses Planeten und überwältigt davon, was ich alles erleben und machen, erfahren darf. Fast jeden Tag während der zwei Wochen in Mittelamerika hatte ich einen der „So unbedeutend-so-wertvoll-wie-noch-nie“-Momente. Und diese Momente, haben mich so vollkommen fühlen lassen. Diese Momente, haben mich ehrfürchtig und übermütig zugleich gemacht. Einfach: überwältigend.
Und in solchen Momenten, – fange ich an zu weinen. Ohne das ich es wirklich merke. Aber Gänsehaut und ein paar Tränen. Und ganz viel Sonnenschein im Herzen und Liebe im Körper.

gesehen: also was ich denn nun erlebt habe? Ich habe Belize erlebt und Abenteuer und Action in Honduras! Ziplining und unter einem 70m hohen Wasserfall durchklettern. Adrenalin pur! Überall kleine Regenbögen und das peitschende Wasser. Wunderschöner Dschungel. Eine Taucherausrüstung. Die habe ich auch angezogen. (Von den Erlebnissen des Tauchkurses werde ich Euch aber auch noch mal separat berichten.) Türkisblaues Meer. Seepferdchen. Fröhliche Gesichter. Sonnenuntergänge. Bunte Straßen. Und dazu meine bunten Kleider. Die süßesten Hundewelpen. Und: Dankbarkeit. Bei mir und in den Gesichtern anderer. Wunderschöne Gesichter!

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geflogen: In Honduras mit dem schließlich wirklich kleinsten Flugzeug, in das ich je gestiegen bin.
Als ich meiner Tauchlehrerin bei Facebook eine Anfrage sendete und mich schließlich auf ihrem Profil umsah, entdeckte ich ein Posting von vor einer Woche. Das Flugzeug war abgestürzt – und wenige Tage später, stieg ich in ebendieses Flugzeug. Man, mein Herz hat auf jeden Fall schneller geschlagen als gewöhnlich. Aber es ist alles gut gegangen.
Schließlich ging es am Mittwoch von San Pedro Sula über Panama und Frankfurt zurück in meine Heimatstadt Dresden.

geschlafen: als ich am Donnerstag Abend nach der 21-stündigen Reise zu Hause ankam, fiel ich direkt 20 Uhr in’s Bett und schlief ein. Gegen 9 Uhr klingelte mein Wecker – ich muss dem Jetlag schließlich den Kampf ansagen.
Durch meine Magenprobleme allerdings schlafe ich trotzdem noch ziemlich viel und leider auch ziemlich unregelmäßig.
Hoffen wir mal, dass ich das bald in den Griff bekomme. Denn nur Zwieback und Tee – das macht ziemlich schlapp. Ich bin aber auf dem Weg der Besserung.

geschrieben: irgendwie kam die letzten Tage nichts so richtig auf’s Papier. Das liegt wohl einerseits an der Krankheit, aber auch daran, dass meine Gedanken immer noch teilweise auf Englisch sind und dass ich mir diesmal einfach Zeit geben will, das Erlebte zu verarbeiten.
Merkwürdig fühlt es sich trotzdem an, so wenig zu schreiben.
Viel notiert habe ich allerdings in mein Dankbarkeitstagebuch. Das nehme ich auf Reisen ja zumeist nicht mit – also galt es einiges nachzutragen. Das hat mir so viel Freude bereitet und ich habe gemerkt, wie sehr ich es vermisst habe.

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geschnitten: Was ich mir aber während der kleinen Auszeit nicht nehmen lassen konnte? Ich bin fleißig am Videos schneiden und es macht mir in letzter Zeit immer mehr Spaß.
In der vergangenen Woche ist mein Clip aus Tokio online gegangen – habt ihr den schon entdeckt?
Außerdem habe ich in einem sehr kurzen Video ein paar Sequenzen unseres Roadtrips aus dem Juli zusammen geschnitten. Ich erzähle Euch darin, worauf es meiner Meinung nach während so einer Aktion ankommt und in der Infobox findet ihr unsere Locations. Also schaut gern mal rein, ich habe damals so viele Fragen dazu bekommen.
Gerade sitze ich am ersten Video meiner Mittelamerika-Reise und vielleicht schaffe ich es ja sogar direkt morgen online zu stellen. In jedem Fall aber in der kommenden Woche. Am besten ihr abonniert meinen Kanal auf YouTube und verpasst kein Video – ich würde mich riesig freuen!

geplant: meine Familie zu sehen! Das steht ganz oben auf meiner Bucket-List im Moment. Natürlich freue ich mich auch schon auf meine zukünftigen Reisen, – aber für’s erste: brauch ich ein bisschen Zeit hier und für meine Liebsten.
Die vergangenen zwei Wochen waren großartig, aufregend, lehrreich und besonders. Aber sie haben mich auch an meine Grenzen gebracht. In vielerlei Hinsicht. Was gut ist. Fordernd. Ich brauch das. Aber ich habe auch gemerkt, dass das Jahr insgesamt so unendlich aufregend und viel war – dass ich jetzt mal durchatmen muss. Sowohl mein Körper, als auch meine Seele braucht ein paar Tage.

gedacht: Wow! Und so schnell ist man wieder zu Hause („schnell“ an dieser Stelle mal relativ gesehen – der Rückflug dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit!). Aber es ist doch verrückt, dass ich Anfang der Woche noch an einem Seil hängend durch Honduras geflogen bin und heute schon wieder im beschaulichen Dresden auf der Couch liege.
Verrückt und merkwürdig und anstrengend irgendwie.
Das nach Hause kommen. Immer wieder eine Überraschung – eine Überraschung für mich selbst. Nämlich: wie ich selbst darauf reagiere. Während es die letzten Mal erstaunlich gut geklappt hat, fällt  es mir nach dieser Reise wieder etwas schwerer. Das hängt sicherlich mit der Erkrankung zusammen. Aber auch so – irgendwie fühle ich mich momentan sehr rastlos, irgendwie schwerelos. Ich bin so frei wie noch nie, und während sich das auf Reisen, auf der anderen Seite der Welt ganz fabelhaft anfühlt, kann das zu Hause manchmal ganz schön merkwürdig sein. Irgendwie ist mir seit Tagen schwindelig.
Ein paar Tage noch, dann bin ich sicherlich richtig angekommen.

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14 Kommentare

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  • Reply Katharina 5. August 2017 at 15:25

    Wow, ich mache immer Natururlaub im Berghotel Südtirol. Ich glaube nächstes Jahr fahre ich mal zum Strand 🙂

  • Reply Carrie 2. August 2017 at 21:00

    Liebe Luise, es ist so spannend deine Reisen und deinen Alltag zu verfolgen.
    Diese Bilder sind so toll geworden. Ich liebe die Farben und man spürt förmlich deine Lebensfreude.

    Liebste Grüße
    Carrie
    http://www.kolumne-carrie.com/

  • Reply Lisa 2. August 2017 at 12:23

    Liebe Luise,
    dein Lächeln steckt so an! Und die Farben auf deinen Bildern sind so schön strahlend und herrlich. Eigentlich bin ich kein Sommertyp, aber diese Stimmung steckt sogar mich an 🙂
    Lieben Gruß,
    L

  • Reply Andrea 2. August 2017 at 10:39

    Wow, was du alles erlebst! Das ist echt der Wahnsinn.

  • Reply Nicci 1. August 2017 at 21:52

    Ich kann mir richtig vorstellen, dass man so viele gesammelte Eindrücke erstmal verarbeiten muss und die auch irgendwo „müde“ machen. Dennoch hört sich das alles sehr spannend an und ich denke, es ist die körperliche Ausschöpfung irgendwo wert 🙂

    Die Bilder sind übrigens wunderschön und man sieht richtig, wie glücklich du bist! Du bist förmlich am strahlen :)…

    Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Besserung, damit du bald wieder fit bist 🙂 Da hilft bestimmt auch schon die Familie zu sehen, wie du beschrieben hast 🙂

    Liebe Grüße ♥
    Nicci von http://www.gossip-gaga.blogspot.de

  • Reply Mia 1. August 2017 at 20:42

    Ist das gelbe Kleid noch aktuell erhältlich bei Pimki ?
    Ich liebe deine Texte und Ansichtsweise vom Leben ! Weiter so du bist sehr Inspirierend !

    • Kleinstadtcarrie 1. August 2017 at 22:35

      Also ich habe es vor zwei Wochen im Sale gekauft 🙂 Vielleicht hast Du noch Glück!

  • Reply Iris 1. August 2017 at 11:57

    Wow! Es ist wirklich spannend, was du alles erlebst!

  • Reply Ellie 1. August 2017 at 00:20

    Oh wow! Das macht mich gerade extrem glücklich nur schon zu sehen, wie du auf den Bildern strahlst!<3
    Bin froh, dass es dir so weit besser geht!!!
    http://www.blogellive.com

  • Reply Lea 31. Juli 2017 at 17:43

    Woher ist das rosafarbene Kleid? 🙂

  • Reply kati 31. Juli 2017 at 15:18

    wie immer ein toller Rückblick! Ich liebe es, an deinen Reisen teilzuhaben, hier und auf Instagram, über deine Bilder aber vor allem über deine wundervollen Texte 🙂 ich freue mich schon auf den „Tauch-Artikel“ 🙂
    Und bis dahin wünsche ich dir erstmal eine gute Besserung, hoffe du wirst schnell wieder fit und lebst dich schnell wieder zu hause ein 🙂
    liebst kati