Sich im eigenen Körper wohlfühlen

/12. Juli 2017/71 Kommentare

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„Man diese Dellen an meinem Hintern. Das nervt so sehr!“
„Ich hab’ auch so extrem zugenommen. Keine Ahnung wie ich die Kilos wieder verlieren soll.“
„Vielleicht mach’ ich das doch mit der Nasen-OP. Keine Ahnung. Es stört mich.“
„War gestern bei der Wimpernverlängerung. Man was haben mich meine Stummelwimpern genervt. Mir geht’s schon viel besser.“
Solche Gespräche – kennen wir. Und normalerweise reihte ich mich ein, jammerte und beschwerte mich. Machte mich selbst und meinen Körper klein. Nörgelte an mir herum. Und dann aßen wir zusammen Unmengen an Schokolade und fühlten uns einen kleinen Funken besser, weil wir auf den Süßigkeitenteller auch ein paar Himbeeren gelegt hatten.

Mittlerweile? Lasse ich so etwas unkommentiert.  Ich gehe weder auf die immer gleichen Nörgeleien meiner Freundinnen ein, noch reihe ich mich mit einem weiteren Makel in’s Gespräch ein. Ich lächle. Sitze mit angewinkelten Beinen auf der Couch. Und es geht mir gut.
Mittlerweile. Das war und das ist nicht immer so. Es gibt Tage, an denen ich am liebsten alle Spiegel abhängen würde – aber diese sind mittlerweile ziemlich selten geworden. Und auch dann würde ich nie mehr behaupten, dass ich meinen Körper hasse.
Wie ich dahin gekommen bin und wie ich meinen Körper heute akzeptiere, wie er ist und wieso ich mich momentan besonders schön und sexy fühle – erzähle ich Euch heute.

Wie wichtig ist das Aussehen überhaupt?

Seit ich diesen Beitrag plane, schwirrt mir immer diese Frage im Hinterkopf umher.
Es ist mir wichtig, dass wir uns hier auf dem Blog gemeinsam mit den verschiedensten Themen auseinander setzen. Ich möchte Euch zum Nachdenken anregen, beim glücklich Werden helfen und dafür stehen, dass sich junge Frauen eben nicht nur für Mode und Instagram interessieren. Also: Sollte ich über die Themen Aussehen, Körper und Schönheit überhaupt schreiben? Oder nähre ich damit nicht vielleicht gerade einen Boden, dessen Blumen eh schon ein bisschen zu üppig blühen? Sollten wir uns nicht lieber über Aufbruchsstimmung, Nachhaltigkeit und Prüfungsphasen unterhalten?
Schließlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es Mal wieder an der Zeit ist über Aussehen und Einstellung zum Thema Essen, BodyShaming und Co. zu schreiben. Und das aus dem einfachen Grund, weil ich das Gefühl habe, dass wir darüber sprechen müssen, was Schönheit heißt und dass wir uns alle ein Mal wieder bewusst machen müssen, welchen Stellenwert Aussehen, Klamotten und perfekte Selfies in unserem Leben wirklich haben sollten.
Bei mir hat sich das und meine Wahrnehmung dessen im letzten Jahr nämlich ziemlich verschoben. Also es steht fest: Mir ist mein Aussehen wichtig. Mir ist ein fitter und gepflegter Körper wichtig. Und ich stelle mich auch gern mal 20 Minuten in’s Bad und föhne meine Haare in Form. Aber was ich heute für ein “gutes Aussehen” oder “schön” halte, dass hat sich im letzten Jahr wirklich sehr stark verändert. Und das aus einem ganz einfachen Grund…

 

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“Erweitere Deinen ästhetischen Horizont”

Die Formulierung habe ich bei Yamina geklaut. Finde ich fabelhaft.
Da ich das unfassbare Glück habe, die halbe Welt bereisen zu dürfen, habe ich in den letzten Monaten ein ganz neues Bild von Schönheit erhalten. Mode aus Afrika, weiße Haut in Vietnam, das Vorbild der Mangafiguren oder Geishas in Japan – Schönheit bedeutet allein in jedem Land und jeder Kultur etwas anderes. Schönheit unterliegt Trends, ändert sich ständig und liegt am Ende im Auge des Betrachters. Die Geschmäcker unterscheiden sich dabei so drastisch, dass es teilweise schon witzig ist. Ihr hättet die Gesichter der Vietnamesen sehen sollen, als wir uns extra in die Sonne legten, um braun zu werden. Oder schaut doch heute Mal in ein Modemagazin von vor 40 Jahren.
Also Schönheit und gutes Aussehen? Heißt in jeder Generation und überall auf der Welt etwas anderes. Ist das nicht beruhigend zu wissen?

Aber viel wichtiger ist doch, dass man sich selbst fragt, was bedeutet überhaupt Schönheit und Sexiness für mich?
Während ich früher immer unbedingt perfekt gestylte Haare, große Brüste und schicke Taschen als schön empfand, sehe ich das heute ganz anders. Und ist es nicht fabelhaft, dass wir unsere Meinung dazu jederzeit ändern können?
Aktuell finde ich mich ungeschminkt, in Shirt und Jeans am schönsten. Und vielleicht will ich nächste Woche jeden Tag High Heels tragen. Ich weiß es noch nicht. Ich weiß nur, dass es ziemlich viele Hilfsmittel gibt, mit denen ich – wenn ich möchte – das Gefühl von Schönheit oder Sexiness intensivieren kann. Kleine Helferchen, die mir die Augenringe wegschummeln, mir ein paar Zentimeter Körpergröße schenken oder mir ein bisschen Farbe ins Gesicht zaubern.
Aber ganz unabhängig davon heißt Schönheit für mich: Ehrlichkeit. Ein ehrliches Lachen. Aufrichtigkeit. Aufrichtige Augen. Seele. Ein Mensch, der sich öffnet. Schön ist für mich ein herzlicher Blick. Selbstbewusst. Gelassen. Ausgeglichen. Ausdrucksstark irgendwie. Ein Gefühl, dass mir mein Gegenüber vermittelt. Ein Gefühl, dass ich selbst habe.
Also vielleicht sollte ich dahingehend auch den Titel des letzten Blogbeitrags anpassen. Schön und sexy sein – heißt für mich: sich schön und sexy fühlen.

Fake it, till you make it – Ausstrahlung ist alles

Fake it till you make it! Ernsthaft? – Ja! Definitiv! Das haben mir ungeschminkte Partynächte und Notfallfrisuren für fettige Haare gezeigt. Ich habe das ausführlich getestet.

Also: damit kommen wir zu einem der Tipps und Tricks, die auch in meinem Kopf manchmal keinen Sinn zu erscheinen gibt. Ich? Stehe für Ehrlichkeit und Offenheit und dass jeder so sein soll, wie er ist. Manchmal aber: Kann man auch so sein, wie man gern sein möchte. Wie man sich gern fühlen möchte.
Und genau das fordert zu Beginn natürlich ziemlich viel Mut und Überwindung.
Also Du fühlst Dich nicht schön, hübsch und sexy? Möchtest es aber? Dann tu’ es einfach! Schau Dich im Spiegel an und sag Dir, dass Du schön bist und sexy. Und auch wenn sich das in diesem Moment für Dich selbst wie eine Lüge anfühlen mag – Es ist die Wahrheit. Du bist schön!

Bei mir ist es normalerweise so, wie vermutlich bei den meisten Menschen: Wenn ich mich wohl in meiner Haut fühle, wenn ich mein Outfit schön und passend finde, wenn ich das Haus in Ruhe und organisiert verlassen habe – dann fühle ich mich wohl. Lass die Sonne scheinen und dann macht mir jemand ein Kompliment für den schönen Rock und ich könnte mich nicht besser fühlen.
Aber genau das geht auch, wenn Du nicht perfekt gestylt bist.
Das heißt also: wenn ich an einem Tag im Kleiderschrank doch mal daneben gegriffen habe, dann lächle ich eben extra breit und bin besonders freundlich. Niemand wird merken, dass ich es nicht mehr geschafft habe meine Haare zu waschen, wenn ich selbstbewusst und strahlend auftrete. Es macht nichts, wenn man Augenringe hat, solange die Augen strahlen. Von innen heraus. Eine krumme Nase – tut Deinem freundlichen Auftreten kein Abbruch! Du hast ein bisschen zugenommen? Das interessiert keinen, solang Du nicht extra selbst durch Dein Auftreten darauf aufmerksam machst.

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Einflüsse kontrollieren und differenzieren lernen

Unsere Gedanken und wir – werden in jedem Augenblick beeinflusst. Alle möglichen Menschen, Bilder, Videos, Geräusche, Gerüche – beeinflussen uns, unser Handeln und Tun und Denken.
So eben auch alles, was das Thema Schönheit und erstrebenswertes Aussehen angeht.
Und was früher die abgemagerten Laufstegmodels waren, sind heute durchtrainierte Mädels auf Instagram.
Alles mehr Schein als Sein – und das darf man nicht vergessen. Ebenso wie Schauspieler und Models minütlich von Visagisten aufgehübscht werden, so haben auch wir Blogger unsere Tricks, wie wir bestmöglich und optimal in die Kamera lächeln. Und letztendlich? Ist es das, wie die Zuschauer sehen wollen. Es ist Teil des Jobs.

Aber es ist nicht Teil des Lebens immer perfekt gestylt auszusehen.
Es ist also auch beim Thema Aussehen ganz wichtig, die Einflüsse, welche auf einen einprasseln weise auszuwählen und schließlich differenziert zu betrachten:

Eine Zeit lang haben sich Freundinnen von mir beinah täglich über neue Diäten, krasse Ernährungsprogramme und Kalorienzähler unterhalten. Anfangs habe ich es knallhart verurteilt, irgendwann belächelt und schließlich selber so gedacht und habe mir die erste Kalorienzähler-App aufs Smartphone runtergeladen.

Als das alles mit Facetune und Photoshop-Apps losging und plötzlich alle Instagramer gefühlt 20kg abgenommen haben, fand ich das direkt schrecklich. Ich schüttelte den Kopf, veröffentlichte Beiträge dazu auch hier auf dem Blog und rief #ohnealleszummitnehmen ins Leben – für mehr Natürlichkeit und Echtheit.
Irgendwann? Landete Facetune auf meinem Handy. Ich probierte, meine Beine schmaler aussehen zu lassen. Und es ist mir gelungen. Zwar habe ich nie ein Bild hochgeladen, auf dem ich schlanker aussah – aber: ich habe darüber nachgedacht.

Also: Gib Obacht womit Du Dich beschäftigst. Pass’ auf, welches Schönheitsideal Dir vorgelebt wird von Medien, Instagram oder Freunden und geh in Ruhe in Dich und frage Dich, ob das wirklich das ist, was auch Du für schön empfindest. Wenn Du keine Lust hast auf 5 Mal in der Woche Sport und eine strikte Ernährung, Du gern weibliche Rundungen hast oder den Po-Trend schrecklich findest – das alles ist okay. Das ist Dein Körper und Dein Geschmack. Also: folge nicht blind irgendwelchen Trends oder eifere Illusionen nach. Was findest Du schön? Und dann konzentriere Dich darauf und lass’ Dich von anderen Geschmäckern nicht irritieren.

Lifestyle anpassen – Sei gut zu Dir selbst! 

Da habe ich mal wieder mit der Keule um mich geschmissen und Instagram und Co. als schlechten Einfluss deklariert. Sehe ich auch grundsätzlich so. Und es gibt zig erfolgreiche deutsche Instagramerinnen, die bei ihrer Figur, Nasenform und Augengröße, Haarvolumen und Co. gern nachhelfen.
Aber: einige der Mädels – sehen tatsächlich so aus. Und reißen sich dafür den Arsch auf…

Damit ich mich wohl fühle – brauche ich: Sport (ich gehe in einer normalen Woche zu Hause 3-4 Mal ins Fitnessstudio und mache 1-2 HIIT Workouts zu Hause) und eine ausgewogene Ernährung. Aber ich brauche auch: faule Tage auf der Couch und einen Esslöffel voll Nutella. Oder auch gerne zwei! Ich ernähre mich vegetarisch, bevorzuge vegan und esse zu Hause clean. Ich fühle mich damit stärker, gesünder und fitter. Ich trinke außerdem mindestens 3 Liter Wasser oder Tee am Tag und verzichte vollkommen auf andere Getränke. Außerhalb mit Freunden kann es aber auch gern Mal eine Portion Spaghetti mit Sahnesoße sein. Ich schminke mich wenig und wenn, dann schminke ich mich abends gut ab. Ich habe kein Auto und achte darauf, am Tag mindestens 10 000 Schritte zu gehen und das am liebsten an der frischen Luft. Ich pflege meine (ungefärbten) Haare ein Mal in der Woche mit einer Intensivkur und gehe aller drei Monate zum Friseur. Ich peele meinen Körper zwei Mal im Monat und creme mich beinah täglich ein.
Während der vielen Reisen? Sieht das anders aus. Jedes Mal.
In New York? Haben wir uns beinah jeden Abend aufgetakelt und ich verbrachte täglich 30 Minuten beim Training.
In Vietnam habe ich, wann immer es gepasst hat, ein paar kurze Übungen gemacht. Habe meine Haare abends mit Öl gepflegt und über Nacht geflochten. Ich habe Sonnenschutz benutzt wie eine Verrückte und noch mehr Wasser getrunken als ohnehin schon.

Um seinen Körper? Kann man sich kümmern. Dafür gibt es aber kein Geheimrezept. Also schon. Aber kein universell anwendbares. Jeder muss da die eigene Dosierung finden. Deinen individuellen Weg.
Manch einem macht das tatsächlich Spaß fünf Mal in der Woche in’s Fitnessstudio zu gehen.
Andere kochen und essen für ihr Leben gern.
Es heißt hier auch ganz klar: Probier Dich aus! Es gibt so viele verschiedene Sportarten. Man kann rasieren, waxen, epilieren. Du kannst dich vegan, roh oder mit Fleisch ernähren. Du kannst Vitamintabletten nehmen. 10 oder 5 Stunden Schlaf. Ganz gleich. Hör auf Deinen Körper. Tu das, womit Du Dich wohl fühlst.
Und bedenke dabei, dass Du damit nicht zwangsläufig eine Veränderung hervorrufen wollen musst. Wohlfühlen, sich schön und sexy fühlen – das ist etwas kontinuierliches. Diäten, 10-Wochn-Sportprogramm und Co? Halte ich für Schwachsinn. Es geht um einen Lebensstil.

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Hör auf Dich zu vergleichen!

“A flower does not think of competing to the flower next to it. It just blooms.”
Eigentlich fasst der Spruch schon alles zusammen, was ich dazu denke: Hör auf Dich zu vergleichen! Hör auf aus allem und vor allem aus Schönheit einen Wettbewerb zu machen.
Ich weiß, – das ist gar nicht so einfach heutzutage. Aber das liegt schlussendlich nur daran, dass wir alle mitspielen. Also: Stop! Es gibt hier keinen Gewinner. Wir sind alle schön.
Jeder Körper ist anders und das ist vollkommen okay. Jeder lebt ein anderes Leben, einen individuellen Alltag. Wir haben unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen an unser Haben uns Sein.
Also: nur weil jemand längere Beine hat, heißt das doch nicht, dass Deine nicht auch schön sind. Nur weil sie heute so wunderschön geföhnte Haare hat, macht das dich doch nicht weniger attraktiv.
Du wirst niemals Pamelas Bauchmuskeln haben – aber Deine eigenen.
Du wirst nicht die Schönheit von Angelina Jolie erreichen – aber Deine eigene.
Lasst uns alle zusammen einfach ein schöner Blumenstrauß sein!

Ich bin erwachsen geworden.

Aber wie funktioniert das jetzt wirklich? Wie akzeptiere ich mich selbst? Wie finde ich mich selbst schön?
Der Titel dieses Abschnitts gibt die einfachste Antwort auf diese Frage: Erwachsen werden. Was auch immer das genau bedeuten soll, aber das ist eine andere Frage.
Aber übersetzt könnte das heißen: Gib’ Dir Zeit!

Früher schon habe ich oft von Frauen gelesen, die meinten, sie hätten mit den Jahren gelernt, ihren Körper so zu akzeptieren, wie er ist. Ich habe immer davon geträumt als ich 14 war und mir wünschte, dass meine Brüste doch endlich wachsen würden. Heute: bin ich genau so eine Frau. Und unendlich stolz darauf.

Ich weiß, dass es besonders im Teenager-Alter und der Pubertät ganz und gar nicht einfach ist sich selbst zu lieben und mit seinem eigenen Körper ins Reine zu kommen – denn der verändert sich ja sowieso ständig. Vor allem, weil man eben das irgendwie gar nicht wahr haben will. Aber auch im Verlauf unseres Lebens wird sich unser Körper immer wieder verändern. Kinder kriegen. Alt werden. Aber ich glaube, und ganz gleich wie primitiv das auch klingen mag, aber es ist eben so einfach: man gewöhnt sich an alles. Und auch an seinen Körper und ebenso auch an seine Makel.
Deswegen: Gib Dir selbst Zeit. Die Gelassenheit kommt früher oder später. Und ganz gleich, wie alt man ist oder wie stark sich das Aussehen verändert, – Liebe für den eigenen Körper, Selbstbewusstsein und das Gefühl sich selbst schön zu sehen, erreicht man nicht an einem Tag. Das erfordert Arbeit und Disziplin und immer wieder das Beiseiteschieben von negativen Gedanken.

Nobody`s perfect!

– klar, keiner kann es mehr hören. Aber so ist es nun mal. Der Spruch, der auf zu vielen Kaffeetassen steht und für alberne T-Shirts missbraucht wurde, trifft es aber genau auf den Punkt. Denn auch wenn es manchmal anders scheint, aber: niemand ist perfekt. Wir alle haben Makel und letzten Endes sind es genau diese, die uns einzigartig machen.
Mit 14 ausschlaggebend für mich? Die Daumen von Megan Fox. Irgendwie konnte ich dann wieder durchatmen. Niemand ist perfekt. Wir alle haben unsere Problemzonen und keinem fallen die so sehr auf wie einem selbst.
Also: entspannen! Besonders hinsichtlich Körperstellen, die Du ohnehin nicht ändern kannst. Wenn Dein Verlangen, etwas an Deinem Körper zu verändern so groß ist: Dann tu es. Treibe mehr Sport. Dehne Dich täglich! Färb Deine Haare! Geh zur Wimpernverlängerung! Lass Dich waxen! Und um Himmels Willen: Wenn Du Die OP willst, dann tu’ es!
Es ist Dein Körper.

Wichtig ist es dabei nur stets, dass Du Dich fragst, ob es Dir mit der Veränderung dann wirklich besser gehen wird? Ist das wirklich das Problem in Deinem Leben?
Und so viel ist Gewiss: Nobody’s perfect. Ganz gleich wie viel Sport man treibt, wie viele Stunden man im Badezimmer verbringt oder wie viele OPs man hinter sich bringt.

Aussehen ist nicht alles 

Darum ging es zu Beginn des Beitrags bereits.
Aber um das noch mal klar zu stellen: Aussehen ist nicht alles.
Und ich denke: es ist okay, sich Gedanken zu machen und an seinem Aussehen und Körper zu arbeiten, wenn man das für richtig hält und möchte, sich damit besser fühlt.
Aber: es gibt andere Probleme auf der Welt. Es geht im Leben letztlich nicht darum strong & beautiful zu sein. Sei lieber schlau, belesen, schlagfertig, offen, herzlich, freundlich, aufmerksam…! Es gibt so vieles, das wir sein können. Also schön und sexy und selbstbewusst sein und sich fühlen – ist großartig. Aber es gibt noch mehr. Und das fühlt sich sogar noch besser an.
Also ab einem gewissen Punkt, muss dann Schluss sein: mit dem Nörgeln und Schminken und im Spiegel ansehen. Wenn Dich der Pickel auf der Nase so stört, dann schlag verdammt noch mal ein Buch auf und schau da rein, anstatt in den Spiegel.

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Schütze Dich selbst – Kontrolliere Deine Gedanken 

…aber Du kannst auch Deine Gedanken kontrollieren.
Das mit dem Schönheitsideal ist wichtig. Wirklich sehr. Und das muss verinnerlicht werden, dass Schönheit so vieles heißt. So vieles mehr als #victoriasecret und #wokeuplikethis. Und dass schlau sein, so ziemlich viel cooler ist als hübsch. Also und das zu lesen und nachzusprechen – ist einfach. Aber das auch wirklich zu verinnerlichen ist tatsächlich ziemlich schwierig.
Oft muss auch ich mich selbst ermahnen.
Und ja, man kann seine Gedanken kontrollieren. Das erfordert Arbeit und Disziplin, – aber es funktioniert.
Also natürlich habe ich manchmal Gedanken wie “Boar, ich bin fett geworden” – aber das ist schlicht gesagt: Bullshit. Es gibt Tage, an denen ich mir unterbewusst vornehme, möglichst wenig zu essen. Das ist verrückt. Und dumm noch dazu. Aber manchmal kommen diese Gedanken einfach. Das ist normal – aber: denen darf man keinen Platz geben.
Also an solchen Tagen koche ich mir dann erst recht was Leckeres und probiere, meine Gedanken in die Schranken zu weisen.
Das ist wichtig, denn die Gedanken steuern am Ende unser Handeln.

Ein Tipp dazu von Yaminah: Sei gnädig mit anderen, damit Du auch gnädig mit Dir sein kannst.
Klingt ziemlich hochtrabend, oder? Aber der Inhalt dessen ist unglaublich wichtig und richtig. So wie Du über andere denkst, wie Du über andere urteilst, so wirst Du auch mit Dir selbst in’s Gericht gehen.
Also sollten wir wohl in erster Linie alle möglichen Vorurteile und blöden Sprüche á la “Boar hat die zugenommen!” oder “Isst die überhaupt?” einfach stecken lassen. Und ganz ehrlich: sowas haben wir alle schon über andere gesagt oder gedacht. Schrecklich eigentlich! Und das sollte man sich auch ganz schnell abgewöhnen.

Körper und Seele sind immer im Einklang

Ich vertrete zwar die Haltung, dass Aussehen nicht alles ist und es viele Eigenschaften gibt, die deutlich wichtiger sind im Leben. Und ich glaube auch, dass wir unserer Seele mehr Aufmerksamkeit schenken müssen als unserem Aussehen.
Aber nicht viel mehr.
Dein Aussehen, Dein Körper schließlich – ist der Ort, in dem Deine Seele lebt. Dein zu Hause.
Und Körper und Seele stehen immer im Einklang.
Also ich gehe davon aus: Wenn mit dem einen etwas nicht stimmt, dann wird das im anderen ebenso sichtbar.
Rückenschmerzen? Haarausfall? Ein müdes Gesicht und schlaffe Haut? – Es gibt Cremes und Tabletten und Spritzen. Aber es gibt auch Deine Gedankenkraft, Dein Herz, welches gepflegt werden muss und Deine Reserven, auf die Du achten musst.

Also was ich sagen will ist: Kümmere Dich um Deinen Körper. Trage Masken auf. Schlafe viel. Trink genug Wasser. Mach’ Sport. Und geh’ 10 000 Schritte am Tag. Meinetwegen: Kleb Dir Wimpern auf und trag’ Push-Up BHs, wenn es Dir damit besser geht (mach ich auch gern Mal).
Aber: Schönheit kommt von Innen.
Und das ist keine Floskel. Das ist die Wahrheit.
So viele von Euch haben mich in den letzten Wochen gefragt, was ich an meinen Pflegeprodukten oder meiner Make-Up-Routine geändert habe. Und ehrlich? Nichts. Obwohl, doch: ich trage weniger Schminke.
Eurem Feedback und meinem Gefühl zufolge? Sehe ich so gut aus, wie nie. Für alle die lieben Komplimente will ich mich hier übrigens auch noch mal bedanken.
Und wieso? Weil ich Makel hinnehme, nicht mehr versuche sie zu verstecken. Und weil ich von Innen heraus strahle. Also, wenn meine Haare früh nicht so liegen, wie ich das gern hätte oder wenn ich am Wochenende doch ein bisschen zu viel Kuchen gegessen und davon einen Blähbauch bekommen habe? Dann nehme ich das einfach so hin – und lass’ meine Augen strahlen.
Ich bin nicht jeden Tag schön – aber ich fühle mich jeden Tag schön.

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71 Kommentare

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  • Reply Serena 23. Juli 2017 at 15:33

    “Lasst uns alle zusammen einfach ein schöner Blumenstrauß sein!”
    Danke für dieses tolle Zitat, danke für den gesamten Beitrag! Er macht Mut und zeigt, was für ein unfassbar toller Mensch du bist. Ehrlich, authentisch und sehr inspirierend. Bleib’ bitte wie du bist (ich muss an dieser Stelle einfach diesen abgedroschenen Poesiealbum-Spruch zitieren, weil er stimmt!).
    Ich hoffe du bleibst uns noch lange erhalten!
    Fühl’ dich gedrückt.
    Alles Liebe, Serena

  • Reply Laura 20. Juli 2017 at 11:10

    Wahnsinn – ich habe selten einen so inspirierenden Blogartikel gelesen – nicht weil das Thema neu ist, sondern weil es so alltäglich und präsent ist. Viele schreiben darüber, aber selten hat es sich für mich so authentisch und offen lesen lassen, wie bei Dir. Vielen Dank für Deine berührenden Worte. Du hast eine unglaubliche Gabe zu Schreiben und Worte so lebendig werden zu lassen, das ist wirklich fesselnd. DANKE, dass Du das mit Deinen Lesern teilst!!! :-)

  • Reply Nicci Trallafitti 20. Juli 2017 at 10:57

    Wow. Was für ein schöner, echter und inspirierender Beitrag!
    Ich möchte ihn nehmen und überall verteilen, jedem zeigen und vor allem meine Freundinnen alle dazu zwingen ihn zu lesen.

    Danke dafür.

    Liebe Grüße,
    Nicci

  • Reply Andrea 19. Juli 2017 at 17:33

    Ein sehr schöner Beitrag, das hast du toll geschrieben!

  • Reply Anne 18. Juli 2017 at 21:22

    Liebe Luise,
    was für ein inspirierender Text. Das ist genau mein Thema derzeit..!
    Ich hab grade gelesen, dass du eine Wohnung in Berlin suchst? Bei mir nebenan wird gerade eine schnuckelige, helle und ruhig, aber zentral gelegene 3Zimmer-Wohnung frei. Bei Interesse meld dich gern :)

  • Reply Krissi. 18. Juli 2017 at 20:09

    Liebe Carrie,

    unglaublich schöner Blog, tolle & verdammt wahre worte! immer wieder sehe ich die “perfektionen” auf instagram & denke mir: “ob das alles so in reallife aussieht?” – wohlkaum! Du ermutigst die menschen einfach mal wieder von dem hype runter zu kommen perfekt aussehen zu wollen um mehr likes oder aufmerksamkeit zu bekommen, oder gar – gewertschätzt zu werden ?! .. wo sind wir hier eigentlich gelandet?

    – “schön ist man nur, wenn man herrlich unperfekt ist & dafür echt!”

    ich habe auch zich’ Dehnungssteifen & gewiss auch Dellen am Po! – mein bauch weist keinen Sixpack auf & ich habe auch keine üppige Oberweite. Natürlich schaue ich mir oft die Frauen an, die all das haben & denke mir: “hm, sieht gut aus!” und frage mich auch unterbewusst ob ich so gut bin wie ich bin, warum kann ich nicht so aussehen?

    Aaaber: – ich will gar nicht wissen wie viel schweiß & tränen diese Frauen dafür geben müssen, oder auf zich’ dinge verzichten müssen! hey, ich esse einfach zu gerne & ich hasse sport! da bin ich einfach ehrlich. #sorry.
    mein job ist extrem anstrengend & körperlich echt herausfordernd.

    letztlich und endlich will ich damit sagen, dass ich es toll finde das du Lebst so wie du willst & nicht dem ideal entsprechen willst. du bist gut so wie du bist & jetzt mal ehrlich Mödels – ist sie nicht wunderschön so ganz ohne make-up & perfekten haaren? <3

    So viel natürlichkeit & so unendlich viel ECHTHEIT! danke dafür das du uns an deinem leben teilhaben lässt.

    fühl dich gedrückt & genieße jeden augenblick!
    1000 herzen!

    deine krissi.

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:55

      DAAAANKE Krissi :)
      Ein wunderschöner Kommentar, der zeigt, wie wunderschön Du bist!
      Bleib wie Du bist,
      Deine Luise

  • Reply Mona 16. Juli 2017 at 13:09

    Liebe Luise,
    ich finde deinen Post sehr schön geschrieben & finde du hast mit vielen Dingen Recht & es regt zum Nachdenken an!
    ABER ich hätte an deiner Stelle andere Bilder gewählt. Ohne Posen, ohne Schminke & ganz natürlich mit schönem Lächeln!
    Nicht falsch verstehen, ich finde die Bilder schön & ich denke du wolltest mit dem Outfit einfach zeigen, wie wohl du dich in deinem Körper fühlst. Finde sie nur nicht ganz so passend, aber ist halt Geschmackssache. Hätte vll noch ein paar andere dazugekommen, die natürlicher wirken.

    Liebe Grüße
    Mona

    • Kleinstadtcarrie 17. Juli 2017 at 06:05

      Liebe Mona,

      genau das ist sicherlich geschmackssache :)
      Und es gibt ja zigtausend Fotos von mir – auch viele viele “natürlichere” :)

  • Reply Ellie 14. Juli 2017 at 15:58

    Wiedermal ein gorssartiger Post!<3
    http://www.blogellive.com

  • Reply Lilli 14. Juli 2017 at 14:16

    Wow Luise! Vielen Dank für diesen Beitrag :) Er ist so toll geschrieben und er war genau das, was ich gebraucht habe. Einfach danke für deine Worte <3

  • Reply Laura 14. Juli 2017 at 12:12

    Bei diesem Post kamen mir wirklich fast die Tränen, Luise!
    Ich bin zwar eher eine stille Leserin, aber verfolge dich bestimmt schon mehr als 5 Jahre und das war wahrscheinlich mein liebster Beitrag bis jetzt. Einfach weil du mir und wahrscheinlich fast jeder anderen Frau aus der Seele gesprochen hast.
    Ich hatte in den letzten Jahren ein gestörtes Verhalten in Bezug auf Selbstwahrnehmung und meine Ernährung, habe aber zum Glück die Kurve vor einer “richtigen” Essstörung bekommen. Der Druck der Gesellschaft ist einfach so groß. Ich habe mir in letzter Zeit auch oft darüber Gedanken gemacht, ob ich mich überhaupt wohlfühle, warum ich so oft zum Sport gehe, warum ich mich jeden Tag schminke, etc. Fühle ich mich damit überhaupt wohl, mache ich das alles für mich, oder nur für andere Personen, für die Gesellschaft?

    Dieser Beitrag hat mir nochmal mehr Motivation gegeben mich in Zukunft auf MICH zu konzentrieren & zu hören, was MIR gefällt, wie ICH aussehen will und mir gefallen will. Dass es doch viel wichtiger ist, ein ehrliches Lächeln zu zeigen, schlau zu sein und angeregte Diskussionen zu führen.

    Ich danke Dir wirklich sehr, dass du mit Deinen Texten so berührst und dazu mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Lesern so sehr hilfst. Bleib so wie du bist und schreibe bitte immer weiter. Mich, als (stille) Leserin hast du auf jeden Fall. <3

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 14:15

      Wow, liebe Laura :)
      Danke für Deine Worte und Deine Treue. 5 Jahre? Das ist so unvorstellbar. DANKE <3
      Und: Pass auf DICH auf, genau!

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Caro 14. Juli 2017 at 10:01

    Erstmal schnell “Megan Fox Daumen” gegoogelt :D Ist wohl an mir vorbei gegangen. Sehr beruhigend.

    Cooler Post, Louise! Was du da schreibst, ist wirklich nicht einfach, aber du nennst da super Anhaltspunkte, an die man sich immer wieder erinnern muss! Wie du schon sagst, dieses Gefühl kommt sicher nicht von heute auf morgen. Bei mir steht bald ein Semester in der Sonne an und schon jetzt fühle ich mich unsicher neben all’ den schlanken Mädels tagtäglich im Bikini rumzulaufen (oder noch viel schlimmer: zu sitzen!). Ich bin sehr gespannt, wie ich mich hinsichtlich diesen Gedanken im Laufe der Zeit entwickle und werde mir nun ganz gezielt vornehmen, es einfach zu überstrahlen :)
    Liebste Grüße xx

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 14:16

      Liebe Caro,

      danke für Deine Worte.
      Wo wird’s denn hingehen? Jedenfalls: VIEL SPAß dort! Und nicht ablenken lassen ;)

  • Reply Anna 14. Juli 2017 at 01:11

    Hallo Luise,
    Ich verfolge deinen Blog nun schon eine ganze Weile und möchte jetzt auch endlich zum ersten Mal einen Kommentar hinterlassen.

    Leider finde ich, dass dein Blogbeitrag nicht zu deinen Bildern passt. Und nein, ich habe deinen Text nicht falsch verstanden, wie du es jemandem in deiner Instagramstory vorwirfst und darauf seinen Kommentar nicht freigibst. Wo ist da noch die Ehrlichkeit und Natürlichkeit?

    Du möchtest zum Ausdruck bringen, dass sich jeder Mensch schön fühlen darf, egal wie er ist und von wem er sich beeinflussen lässt (von dir zum Beispiel). Gleichzeitig lädst du aber bearbeitete Bilder deines trainierten Körpers hoch, die ohne jeden Makel sind. Wie wäre es denn Mal ohne Bearbeitung in einem 0815 Badeanzug der kein “Statement” ist?

    Anderes Beispiel:
    Du schreibst, Kleidung sei nicht wichtig.
    Ein paar Absätze später aber:
     “…wenn ich an einem Tag im Kleiderschrank doch mal daneben gegriffen habe,..”

    “…wenn ich mein Outfit schön und passend finde…”

    Merkst du nicht, wie du dir selbst widerspricht und das auch indirekt an deine Follower weitergibst?

    Wenn man dein Instagram-Profil anschaut, verkommt dein Beitrag fast schon zu Hohn. Im Fokus liegen dein Körper, deine Kleidung, dein Aussehen und deine Marken. Alles Sachen, die laut dir ja “nicht wichtig” sind.

    Was man daraus mitnimmt, ist folgendes: Es ist egal, wie du aussiehst. Du bist schön. Aber du bist noch schöner, wenn du tolle Haare hast, dich vegan ernährst, 5 Mal in der Woche Sport machst, jeden Tag ein neues Outfit anhast und und und.

    Und das krönchen wäre natürlich, wenn du noch ein Lichtenauer Mineralwasser kaufst, das ich auf meinem gestellten Geburtstag durch die Luft werfe.

    Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Profuktplatzierungen. Aber da ist wieder diese Sache mit der Ehrlichkeit und Natürlichkeit. Klar kann man Produkte platzieren, aber muss das auf einer gestellten Geburtstagsfeier sein? Oder Kondome beim Picknick? Was soll das?

    Noch schlimmer finde ich aber, dass du konstruktive Kritik nicht zulässt. Da schreibt dir jemand, der dich lange schon verfolgt und du beleidigst ihn schon fast öffentlich auf Instagram, nur weil er eine andere Meinung hat und löschst seinen Kommentar. Wo ist da die fröhliche, mit sich zufriedene Luise, von der im Blog immer die Rede ist?

    Ich würde gern noch so viel mehr schreiben und hoffe, dass dieser Kommentar auch unter deinem Blog auftaucht. Denn die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein, man muss auch konstruktive Kritik zulassen können, liebe Luise :)

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:46

      Liebe Anna,

      also vorab: ich veröffentliche jeden Kommentar, der in einem angemessenen Ton formuliert ist. Auch wenn er Kritik enthält. Ich liebe Kritik!

      Also: ich bin nicht ohne Makel. Definitiv nicht.
      Aber ich strahle auf den Bildern etwas aus, dass Dich gar nicht merken lässt, was meine Makel sind. Scheinbar.
      Und: ich fühle mich in dem Badeanzug wohl. Ich liebe ihn. Sowas hätte ich vor 2-3 Jahren nie getragen. Ich bin stolz darauf und zeige mich gern. Daher empfinde ich die Bilder als äußerst passend. Aber das ist natürlich auch geschmacksache.

      Also das war nicht meine Geburtstagsfeier – das erst Mal dazu. Das war ein organisiertes Shooting. Ein Job. Mein Job eben.
      Außerdem: wie gesagt, ich liebe Kritik. Deswegen: nehme ich mir Zeit dafür. Um darüber nachzudenken und dann entsprechend zu reagieren. Daher hat das jetzt auch hier mit Deinem Kommentar so lang gedauert.

      Dein Hinweis bezüglich Instagram? Stimmt. Es geht dort vorrangig um mein Aussehen. Es ist Instagram. Ich nehme das selbst nicht all zu ernst. Mag aber auch gern schöne Fotos von mir. Was ich ja aber im Beitrag sage ist, dass man sich davon nicht zu sehr beeinflussen lassen soll. Den Widerspruch sehe ich natürlich trotzdem ein.

      Und: die fröhliche Luise ist hier! Und zufrieden :-)

      Das ist vielleicht nicht die Antwort, die Du Dir erhofft hast – aber vielleicht trotzdem ein wenig mehr Klarheit und dein Kommentar auf meiner Seite :-)

      Liebe Grüße,
      Luise

  • Reply Marmormaedchen 13. Juli 2017 at 22:16

    Was für ein rundum wundervoller und eindrücklicher Post. Ich fühle mich mittlerweile wohl in mir – nicht immer aner mehrheitlich. Ich glaube, ich habe dafür vor allem eines gebraucht: Reife. Um ein bisschen Dankbarkeit zu entwickeln, für einen Körper, der mich nicht im Stich lässt, der mich trägt. Und für Stolz. Auf das, was ich mit meinem Körper leiste und auf das, was nur ich habe.
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.ch

  • Reply Lena 13. Juli 2017 at 19:08

    Ein toller langer Text!
    Nur den Satz: ” Wenn du ein Pickel hast, schau nicht in ein Spiegel, mach ein Buch auf” finde ich irgendwie nicht passend. Ich verstehe was du damit sagen willst. Ich hatte und habe ab und zu richtig schlimm Akne und da helfen solche Sätze gar nicht :-D

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 14:34

      Liebe Lena,

      na gut, dass kann ich natürlich verstehen. Ist aber natürlich auch metaphorisch gemeint, dass man sich nicht den ganzen Tag über irgendwas beklagen soll :-)
      Ich hoffe Du weiß, dass das nicht böse gemeint ist :-)

  • Reply Kati 13. Juli 2017 at 18:14

    Genial! Danke dafür <3

  • Reply Christina 13. Juli 2017 at 18:11

    Hallo Luise,
    Eigentlich bin ich sonst eine stille Followerin, aber seit einigen Wochen bist du das Vorbild für mich geworden und ich kann nicht aufhören deine Texte wieder und wieder zu lesen. Dieser Text war für mich ziemlich harte Kost, weil mich das Thema so sehr berührt und betrifft. Es hat so gut getan deine (sehr wahren) Gedanken zu lesen und ich habe irgendwie das Gefühl, auch wenn das nicht so sein wird, dass ich mich mit dir darüber unterhalten kann. Du sagst “Schlau ist so viel cooler, als ‘hübsch'”. Ich habe leider eine andere Erfahrung gemacht. Ich bin bei mir in der Uni und bei meinen “Freunden” leider nur als DIE Streberin bekannt, die 30 kg zu viel auf den Rippen hat. Bei meinen Freundinnen geht es nur um Jungs und wie attraktiv sie diese finden.. Große Brüste, schlanker Bauch und so weiter.. Ich werde leider immer öfter ausgeschlossen, weil ich nicht diejenige bin, der die Jungs hinterher gucken und die angeflirtet wird, sondern die langweilige Streberin. Ich hätte so gerne die Zeit dazu abzunehmen, weil mein Körper seit dem Gymnasium DAS Problem meines Lebens ist. So fühle ich mich zumindest. Aber da mir die Leistungen in der Uni unfassbar wichtig sind, und ich einen sehr sehr hohen Anspruch an mich selbst habe, habe ich keine Zeit dazu 4 bis 5 Mal die Woche Sport zu machen. Und so sitze ich in diesem Teufelskreis fest.
    Um zum Thema wieder zurück zu kommen: Ich würde mich wirklich gerne so fühlen, wie du es beschreibst. Ich finde den Blogpost wahnsinnig toll und es gibt mir ein bisschen Zuversicht, dass sich das alles noch legen wird. Vielen Dank für die immer wieder tollen und sehr weise gewählten Worte, liebe Luise.

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:41

      Liebe Christina,

      danke für Deinen super ehrlichen Kommentar.
      Also vorab: Du musst nicht 4-5 Mal die Woche ins Training gehen. Beim Abnehmen und auch dann im eigenen Körper wohlfühlen geht es um die Ernährung. Die macht das meiste aus. Finde da einen gesunden Weg, der zu Dir passt. Das als Tipp.

      Und bzgl. des ersten Absatzes: Sind das wirklich Freunde? Denk darüber mal in Ruhe nach. Such’ Dir Gleichgesinnte, interessante Gesprächsthemen und Tiefgründigkeit. Ich weiß, das ist schwer zu finden. Unheimlich schwer sogar.
      Aber Du schaffst das :-) Hab Geduld!

      Ich denk an Dich,
      Deine Luise

  • Reply Malika 13. Juli 2017 at 15:58

    “Du wirst niemals Pamelas Bauchmuskeln haben – aber Deine eigenen.
    Du wirst nicht die Schönheit von Angelina Jolie erreichen – aber Deine eigene.”
    Das finde ich so wichtige Worte, die mich gerade mega berührt haben. Ein wunderschöner und wichtiger Beitrag, liebe Luise! Dein speicher ich mir ab, um ihn nochmal zu lesen – und immer wieder, wenn es mir nicht so gut geht. Denn er macht Mut und er ist ehrlich. Im Grunde geht es darum, zu sich selbst zu stehen. Und das ist so unfassbar wichtig!

  • Reply Laia 13. Juli 2017 at 14:11

    Ich bin 14 und fleißige Leserin deines Blogs, dein Artikel hat mir super gefallen! Oft fühlt man sich geradezu aufgefordert auch über “ihren” und den eigenen Körper abzulästern. Und jeder fühlt sich mal nicht so wohl, aber hast recht einfach mal trotzdem lächeln und nicht auf alles eingehen. Danke Luise!

  • Reply Vanessa 13. Juli 2017 at 14:08

    Liebe Luise,
    ein wirklich schöner Beitrag! Auch ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass ich mir selbst und meinen Gedanken mehr Aufmerksamkeit schenken muss… deine Worte sind dementsprechend sehr motivierend, während ich hier an meinem Schreibtisch sitze und darüber nachdenke.
    Passend dazu beschäftige ich mich in meiner Hausarbeit dieses Semester damit, was Influencer in Social Media mit unserem Weltbild anstellen. Dein Beitrag fasst meine Meinung dazu gut zusammen! Danke!

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:08

      Viel Erfolg bei der Hausarbeit, liebe Vanessa :)

  • Reply Julia 13. Juli 2017 at 12:14

    Liebe Luise,
    ein sehr schöner Beitrag, zu dem ich jetzt irgendwie das Bedürfnis habe, meine Geschichte zu teilen (könnte länger werden- sorry dafür :-D )

    Ich bin 24Jahre alt, 1,73m groß und war schon seit der Grundschule immer eine der “dicksten” in der Klasse. ICH LIEBE SCHOKOLADE!!!
    Ich habe soooooo viel ausprobiert und habe nie abgenommen, trotz 4mal die Woche Sport. (Ich habe Sport schon immer geliebt- aber eben auch Essen haha)
    Nachdem ich mit 18 zum Studieren ausgezogen war, mein Studium mich extrem an meine Grenzen gebracht hat und ich es sehr schwer fand, in Berlin Anschluss zu finden, habe ich nach und nach immer mehr zugenommen. (Ich glaube mein Maximalgewicht lag bei über 90kg, aber das nur am Rande)

    Irgendwann habe ich durch Zufall neue Leute kennengelernt, habe mir einen Nebenjob gesucht und darin mein Glück gefunden. Habe mein Studium abgebrochen, und ein neues begonnen, das mir sehr viel Spaß macht. Bin umgezogen. Habe mir einen Hund gekauft, was immer mein Kindheitstraum war. Habe alles was mich noch in meinem Glück gestört hat, aus meinem Leben geworfen. Und habe ohne bewusst darauf zu achten über 15kg abgenommen.

    Es soll hier überhaupt nicht um Gewicht gehen aber ich habe in den letzten Jahren gemerkt, wie wichtig es ist, mit dem was man tut glücklich zu sein, genau wie du es beschreibst.
    Das klingt immer , wie eine alberne Lebensweisheit aber ich habe am eigenen Leib erfahren dürfen , dass einfach was dran ist !!

    Ich habe wahrlich keine perfekte Figur oder Haut oder Haare und wenn noch 10kg runter gehen würden, hätte ich auch kein Problem damit aber – und das ist der entscheidende Punkt – wenn nicht, dann eben nicht. Weil ich zufrieden und glücklich bin mit meinem Leben., auch wenn es ein langer Weg war. Weil ich mir nichts verbiete , das mache, was mir Spaß macht (Schokolade !!! ) und mich deshalb wohl fühlen kann!

    Do what you love & love what you do!

    Liebe Grüße, habt einen schönen Tag!
    Julia

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:10

      JULIA,
      WOW!
      Vielen vielen Dank für’s Teilen deiner Geschichte. Das war gerade so schön, das zu lesen. Ich freu mich riesig für Dich! Alles Gute weiterhin und bleib wie Du bist :)

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Paula 13. Juli 2017 at 11:28

    Liebe Luise,

    ich kommentiere eigentlich nie deine Blogbeiträge und dass es jetzt dieser Post ist und nicht ein anderer aus der letzten Zeit ist eigentlich Zufall. Ich habe deinen Blog schon früher immer wieder angeschaut, deine perfekten Bilder bewundert, aber zu dir persönlich gar nicht so einen direkten Zugang gefunden. In letzter Zeit gefallen mir neben den Fotos aber auch deine Texte immer besser!! Ich finde es wirklich schön, in welche Richtung sich dein Blog entwickelt und dass du es schaffst, deinem Blog mehr Inhalt zu verleihen ohne dass er an Ästhetik verliert. Lieber Gruß, Paula

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:11

      Liebe Paula,

      vielen Dank für Deinen Kommentar :) Ich freu mich über Deine Worte!

  • Reply KC 13. Juli 2017 at 10:43

    Sehr, sehr schön geschrieben!

  • Reply Anni 13. Juli 2017 at 10:07

    Hallo Luise,

    ich habe den ganzen Text gelesen und finde ihr wahr und genauso sollten wir alle denken und fühlen.
    Dennoch kann ich mir vorstellen, dass sich nicht jeder nach dem Lesen des Beitrags besser und selbstbewusster fühlt. Ich finde keinen Ausdruck dafür aber der Text passt meiner Meinung nach nicht zu den perfekten Bildern, mit deinem perfekten Body, den perfekten Haaren, deinen perfekten Wimpern und deiner perfekten Haut, die du uns präsentierst. Es sind wieder perfekte Bloggerbilder, die ja oft zu einer verzerrten Wahrnehmung des eigenen Nicht-Blogger-Körpers führen.
    Dafür dass du so perfekt aussiehst kannst du wahrlich nichts, aber für diesen Beitrag finde ich sie unpassend bzw. nicht unterstützend… Für den letzten Post waren sie perfekt!

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:12

      Liebe Anni,
      vielen Dank für Dein Feedback und auch vielen Dank für Dein Kompliment! Das bedeutet mir wirklich viel.
      Allerdings: ich bin nicht perfekt und sehe auch nicht perfekt aus. Auch nicht auf diesen Bildern. Meine Makel? Fallen mir direkt auf. Dir und vielen anderen nicht. Ihr sagt, die Bilder sind schön, perfekt vielleicht. Aber das liegt daran, dass ich das ausstrahle. Dass ich nicht auf meine Makel hinweise – und das werde ich jetzt auch nicht tun, auch wenn einige dann vielleicht besser verstehen würden, warum die Bilder in meinen Augen gut zum Beitrag passen.
      Aber so viel sei gesagt: Ich habe Makel. Aber sie stören mich nicht mehr so sehr wie früher :)

  • Reply Marlene 13. Juli 2017 at 07:43

    Hallo liebe Luise,
    ja es stimmt du siehst Bombe aus und strahlst von Innen. Man merkt richtig wie du mit dir im Reinen bist (sowohl Äußerlich als auch Innerlich). Vielen Dank, dass du das Thema so gewissenhaft und ehrlich ansprichst. Ich denke, gerade für jüngere Leser wie mich ist es sehr ermutigend zu lesen. Du gehst mit sehr guten Beispiel voran, denn um ehrlich zu sein habe ich noch nie von jemanden so überzeugend gehört “ich bin schön. Ich bin sexy.” Danke!
    Ich bin 16 Jahre alt und fühle mich wohl in meinem Körper. Das ist gar nicht leicht, denn so gut wie jeder hat irgendetwas zu meckern an seinem Körper (in meiner Schulklasse). Aber ich bin nun mal ich und kann mir nicht vorstellen jemand anderes zu sein beziehungsweise einen anderen Körper zu haben. Wir sollten uns für unseren Körper Zeit nehmen und ihn pflegen, dann wollen wir ihn auch nicht “tauschen” oder verändern.
    Ich finde es sehr gut, dass du betont hast, dass man sich ungefähr genauso gut um seinen Körper kümmern sollte wie um seine Seele. Das ist so wichtig zu hören und hat mir echt geholfen. Manchmal habe ich das Gefühl einige meinen, dass man mehr auf die Seele achten sollte und sich auch schön fühlen sollte, wenn man 10 Tage lang kein Bad gesehen hat ;) Das bekomme ich definitiv noch nicht hin.

    Ich habe in dem letzten Video von JessyOnline (eine wahnsinnig faszinierende und inspirierende Frau) einen wahren Spruch kennen gelernt:
    Was ist schönheit? Die schönsten menschen die ich kennen gelernt habe, sind diejenigen die Niederlagen erlebt haben, das leid kennengelernt haben, den kampf,den verlust und die ihren eigenen weg gefunden haben um aus diesen tiefen wieder herauszukommen. Diese personen haben eine Wahrnehmung, eine Sensibilität und ein Verständnis des lebens, das uns mit Mitgefühl, bescheidenheit und einer tiefen unruhe der liebe erfüllt. Schöne menschen kommen nicht einfach so aus dem nichts
    Elisabeth kübler ross

    Das ist das erste Mal, dass ich einen so langen Kommentar für einen Blog verfasst habe (oder überhaupt bei dir kommentiere-glaube ich). Sorry, wenn alles etwas durcheinander zu sein scheint, aber ich wollte gern meine Gedanken teilen.

    Als ich dich in der SLUB in Dresden getroffen habe, wirktest du auch unendlich schön und selbstbewusst auf mich :)
    Das hat mich sooo glücklich gemacht :)))
    Liebe Grüße, Marlene

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:37

      “Manchmal habe ich das Gefühl einige meinen, dass man mehr auf die Seele achten sollte und sich auch schön fühlen sollte, wenn man 10 Tage lang kein Bad gesehen hat ;) Das bekomme ich definitiv noch nicht hin.” – OH JA! ich weiß was du meinst. Geht mir da genau so wie Dir und finde ich auch gut so hehe

      Hui, Marlene – jetzt habe ich Deinen Kommentar erst Mal zu Ende gelesen. Vielen vielen Dank! Ich bin gerührt. Das bedeutet mir alles die Welt, das Zitat ist wunderschön und kann ich genau so unterschreiben und: einfach Danke!

    • Marlene 19. Juli 2017 at 23:00

      Gern :) Das hast du dir auch selbst erarbeitet…

  • Reply Dany 12. Juli 2017 at 23:53

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Wir sind ein bunter Strauß Blumen. ❤

  • Reply Lena 12. Juli 2017 at 23:29

    Liebe Luise,
    Ich bin normalerweise immer die klassische stille Mitleserin, aber hier muss ich nun doch einen Kommentar da lassen. Dieser Text ist so gut geschrieben und hat unglaublich viele wahre Worte in sich. Mir gefällt deine Sichtweise und auch der Wandel, den du in deiner Einstellung gemacht hast. Du wirkst tatsächlich zur Zeit auf den Bildern und den Stories viel glücklicher und verbreitest eine so wichtige Message! Jeder ist schön, wie er ist – und sollte lernen das zu akzeptieren. Danke für diese Lektüre und lieben Gruß, Lena

  • Reply Lg 12. Juli 2017 at 22:03

    Hey Luise, ein wundervoller Text. Toll geschrieben und sehr erwachsen. Ich habe noch nie ein Kommentar hinterlassen und lese deine Texte eher heimlich für mich selbst, es ist sehr bewundernswert was du hier tust. Ich war 1 Jahr über deiner Schwester in der schule und kannte euch vom hören sagen, sehen was auch immer. Da ich älter bin ist es mir wirklich schwer gefallen das zu akzeptieren dich so Hammer cool zu finden. Klingt komisch ist es auch. Lächerlich. Du bist echt wahnsinnig gut und ich liebe deine Texte und das du Kritik äußert. Das können nicht viele. Und das über das aussehen und den Intellekt – ich stimme dir zu. So was von. Und du hast es im Text selbst erwähnt jeder gibt dir Komplimente wie gut du aussiehst. Ich auch. Weiter so. Genieße das Reisen. Ich liebe s auch. Und unverhofft kommt oft sage ich zur liebe und manchmal denke ich allein zu sein ist auch wunderbar. ;) PS Berlin ist n scheiß Pflaster Wohnungen zu suchen. Hatte selbst Glück, sorry für Spam. Wie ist gesagt habe es eigentlich auch noch nie gemacht.

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:14

      Liebe Lg,

      Danke für Deinen ehrlichen Kommentar :-) Freu mich wirklich sehr!

      Und ja, noch hatte ich bei der Wohnungssuche keinen Erfolg. Aber ich bleibe Dran!
      Und Spam ist das nicht – freu mich über jeden Kommentar :)

  • Reply Anita 12. Juli 2017 at 21:52

    Es ist so wichtig, dass wir anderen, allem voran aber uns selbst deutlich machen, dass ein gutes Aussehen nicht alles ist. Vor allem nicht, wenn es nur darum geht, andere damit zu beeindrucken. Natürlich, ein gepflegtes Aussehen ist wichtig, wichtiger ist jedoch, dass man auch was im Kopf hat (!), eine positive Lebenseinstellung besitzt; wie man andere Menschen behandelt. Und nicht, dass man sein Leben, hin- und hergerissen zwischen Neid und neidisch machen, vergeudet. Zum ersteren zählt auch, wie du es angesprochen hast, mit sich selbst im Einklang zu leben. Dass man sich andernfalls zwingt drüber zu stehen, wenn man von anderen auf Äußerlichkeiten reduziert wird. Zum zweiten hingegen, dass man durch seine Mentalität und Taten versucht, ein authentisches, nahbares Vorbild für andere zu sein.

    Beim lesen des Beitrags ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich in jedem einzelnen Punkt mit dir übereinstimme. Danke, dass du dein Schreibtalent nutzt, um diese so wichtigen Gedanken so deutlich, unverblümt, ehrlich ansprichst. Bitte höre niemals auf damit! Mit deiner Arbeit hier inspirierst du tagtäglich Menschen. Auf eine ehrliche, nicht neidisch-machende Weise.
    Lass uns Menschen in unserem Umfeld dazu inspirieren zu lesen, sich zu bilden, mit Freunden und Fremden zu philosophieren, oberflächlichen Smalltalk auch mal zu überspringen, und vor allem vorzuleben, dass Schönheit tatsächlich von innen kommt!

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du, wie angesprochen, einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit schreibst, oder wie früher Bücherempfehlungen gibst. Ich habe auf einem Bild gesehen, dass du ein Buch von Osho geschenkt gekriegt hast. Das wäre sicher auch ein gutes Thema, über das man auf dem Blog diskutieren könnte. Seine Bücher regen immer zum Nachdenken an, und dann tut es auch gut, sich mit anderen darüber austauschen zu können. Und nicht zuletzt, dass du nicht aufhörst, Artikel über Selbstbewusstsein, Selbstwahrnehmung, Ehrgeiz und Ziele, und und und zu schreibst. Einige von deinen Beiträgen werde ich mir demnächst ausdrucken und an die Wand hängen, als wöchentliche Erinnerung. Du setzt diese Gefühle und Gedanken so gekonnt in Worte um, da ziehe ich immer wieder meinen Hut.

    ÜBRIGENS: Vielleicht kennst du sie schon, aber eine Bloggerin und Entrepreneurin, die mich schon seit langem inspiriert, und deren Videos ich dir sehr ans Herz legen kann, ist Marie Forleo. Sie hat, genau wie du, diese positive, motivierende, selbstbewusste Einstellung. Man kann kein Video schauen ohne sich von ihrer Euphorie anstecken zu lassen.

    P.S.: Ich liebe auch deine metaphorischer geschriebenen Texte!

    YOU ROCK!

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:35

      Liebe Anita,

      wow! Danke für den Kommentar. So schön. Wirklich. Ich danke Dir für die Worte, dass Du Dir Zeit genommen hast, all’ das aufzuschreiben. Und auch für Deine Wünsche und Anregungen bzgl. Blogposts. Und: da sind wir uns scheinbar wieder einig. Ich plane bereits alles diesbezüglich! Ich hoffe, Dich weiterhin begeistern zu können!

      Marie Forleo kenne ich tatsächlich nicht – aber ich schaue nach meiner Guatemala Reise definitiv mal bei ihr auf dem Kanal vorbei.
      Danke für den Tipp!

  • Reply Leonie 12. Juli 2017 at 21:39

    Hach, toll! Super Worte, hoffentlich nehmen sie sich Viele zu Herzen und du erreichst damit, was du beschreibst: eine grundlegende Änderung unserer Denkweise zum Thema Schönheit.

  • Reply CHRISTINA KEY 12. Juli 2017 at 20:48

    Richtig toller Artikel! Aussehen ist wirklich nicht alles, das Leben hat so viel mehr zu bieten!! Durch Instagram kommen immer mal wieder vermeintliche Schönheits-Trends auf den Markt. Erst waren die Beckenknochen en vogue dann die Lücke zwischen den Oberschenkeln, jetzt ein riesiger Booty. Doch neuerdings scheint es ein tolle Gegenbewegung zu geben, die Leute zeigen vermehrt unbearbeitete Bilder, was ich einfach fantastisch finde. :)

    Den letzten Satz in Deinem Artikel mag ich nicht. Der müsste nicht “Ich bin nicht jeden Tag schön – aber ich fühle mich jeden Tag schön” heißen, sondern genau umgekehrt sein. -> ich fühle mich nicht jeden Tag schön, aber ich bin jeden Tag schön!” meiner Meinung nach. :)

    XX,

    http://www.ChristinaKey.com

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:33

      Christina,
      da hast Du tatsächlich Recht! Oder vielleicht “Ich fühle mich jeden Tag schön und ich bin jeden Tag schön” – das wäre doch was.
      Aber nein, Du hast recht – das werde ich tatsächlich ändern! Danke, dass Du so aufmerksam mitliest und mitdenkst vor allem!

  • Reply Jana 12. Juli 2017 at 19:39

    Liebe Luise, vielen Dank für die schönen, kräftigen und ausdrucksstarken Zeilen. Ich lasse mich schon viele Jahre immer wieder auf’s neue von Dir inspirieren und bin Dir dafür sehr Dankbar.
    Ich denke Dankbarkeit ist für mich noch ein weiterer Aspekt, der – für mich – zu einem schönen Körpergefühl hinzugehört. Man ist viel zu selten Dankbar über die schönen Dinge die man an sich selbst zu schätzen weiß.
    Und da man es auch anderen viel zu selten sagt, hier ein großes DANKE an Dich! Für Deine Stärke die Du mir durch Deine Texte gibst, für die schönen Formulierungen, die immer so schön “knackig” sind und die Motivation und Eigenreflektierung die Du einen mit auf den Weg gibst ;-)
    Ich wünsche Dir eine aufregende Zeit auf Deiner Pressereise und bin schon ganz gespannt Dir auf diesen Weg “über die Schulter” schauen zu dürfen!
    PS: Seit einiger Zeit habe ich nun auch wieder zu Stift und Papier gegriffen. In meinem kleinen Kalender schreibe ich nun jeden Tag (meist positive) Ereignisse, Zitate etc. auf, die mich geprägt haben oder die mir einfach ein gutes Gefühl geben. Das ich damit – endlich – wieder angefangen habe ist auch ein Stück weit Deiner positiven und mitreißenden Art zu verdanken! Auch dafür vielen Dank.
    Ganz liebe Grüße, Jana

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:32

      JANA :)
      WOW
      … was für ein toller Kommentar. Ich habe beinah Tränen in den Augen. Es tut so unendlich gut, solche Worte von Euch zu hören. Irgendwie fühlt sich das mit Euch so vertraut an, obwohl ich Euch nicht kenne. Aber irgendwie schon. Danke dafür!

  • Reply Kathleen 12. Juli 2017 at 19:03

    Liebe Luise,
    nachdenklich sitze ich auf dem Sofa und versuche das gelesene zu verarbeiten. Zu reflektieren. Und zu analysieren. Du hast recht!! Man macht sich einfach viel zu viele Gedanken um sein Aussehen und lässt sich von Magazinen, Websites und Instagram beeinflussen. Mir selbst fällt es nicht leicht, meinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist. Aber du hast auch damit recht, dass jeder Körper schön ist. Vielleicht sollte ich wirklich mehr versuchen darüber nachzudenken, dass ich so, wie ich bin, schön bin. Sollte mir auch positive Gedanken in den Kopf rufen. Und die Kraft, die icj für negative Gedanken aufbringe, in sinnvollere Dinge stecken.
    DANKE. Danke für deine ehrlichen, aufrichtigen Worte, die mich aufgeweckt haben. DANKE!!! ❤️

    Ganz liebe Grüße
    Kathleen

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:31

      Vielen Dank für Dein Feedback, Kathleen. Das bedeutet mir so viel, dass ihr Euch zeit nehmt für den Blog und die Inhalte auch noch wirklich aufzunehmen. Das bedeutet mir die Welt. Danke!

  • Reply Anna :) 12. Juli 2017 at 18:54

    Hallo Luise,
    Danke für diesen wundervollen Blogpost! Jedes Wort ist einfach zu 100% wahr. Ich finde es auch ganz wichtig dass wir Frauen uns gegenseitig motivieren und aufbauen anstatt uns runterzumachen. Kennst du das Buch ganz.schön.glücklich. von Kate Hudson? Es ist ein richtig tolles Buch und ich kann es jedem einfach nur ans Herz legen <3
    Liebe Grüße,
    Anna

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:15

      Liebe Anna,

      von dem Buch habe ich tatsächlich noch nie gehört.
      Werde aber mal reinlesen. Danke für den Tipp :)

  • Reply Iris 12. Juli 2017 at 18:29

    Das ist wirklich einer deiner besten Beiträge geworden, bei dem ich dir Punkt für Punkt zustimme. Vor allem dem, dass man, je älter man wird, tatsächlich gelassener gegenüber seinem Körper ist, wenn man das auch zulässt. Auch dem Punkt mit dem Vergleichen gebe ich dir recht. Ich habe mich glaub ich seit meiner Teenager-Zeit mit allem und jedem verglichen. Das machte einige Male ziemlich unglücklich. Als ich aber einen Schlussstrich damit zog, wurde ich zufriedener und glücklicher, ohne dass ich irgendetwas an mir verändert habe.

  • Reply Lara 12. Juli 2017 at 17:58

    Wow! Diese Posts sind der Grund, warum dein Blog kein 0815-Modeblog bist. Köpfchen, tolle Worte, Kommasetzung… Texte, die berühren und zum Nachdenken anregen!
    Und du hast recht, zwar fühlt man sich manchmal absolut unwohl, aber jeder ist am Ende des Tages doch genauso richtig, wie er ist!
    Mach weiter so! <3

  • Reply S. 12. Juli 2017 at 17:49

    Bis dato war ich stille Leserin – habe einen Großteil deiner Artikel über die letzten Monate verfolgt, da ich aus der Region bin. Ich fand es interessant, immer noch mal eine andere Perspektive auf viele Sachen zu lesen, die uns als Generation so umtreibt – und größtenteils mochte ich deinen Stil, sodass ich hängen blieb.
    Nichtsdestotrotz ist das der wichtigste, erwachsenste Post, der mich zum kommentieren bewegt hat. Dieser Post sollte tatsächlich eine Rede an unsere und nachkommende Generationen sein, die sich mehr und mehr im Onlinewahn zu verlieren scheinen. Großes Kompliment, Luise, und Respekt, es so auf den Punkt zu bringen und endlich mal auszusprechen!!!
    Für mich der Knackpunkt: “Aber: es gibt andere Probleme auf der Welt. Es geht im Leben letztlich nicht darum strong & beautiful zu sein. Sei lieber schlau, belesen, schlagfertig, offen, herzlich, freundlich, aufmerksam…!” Das macht dich so unfassbar sympathisch in einer Zeit, in der nahezu ein Großteil aller sich medial an die Jugend richtenden “Influencer”, die sich ihrer Verantwortung Kindern gegenüber gefällig bewusst sein sollten, genau das vergessen haben!
    Das ist die Message, die Jugendliche noch öfter lesen sollten, die man ihnen häufiger vergegenwärtigen sollte, als dass sie sich #fitspo ansehen! Danke für diesen Beitrag!!

    • Kleinstadtcarrie 15. Juli 2017 at 16:16

      DANKE für Dein positives Feedback S. :-)
      Wirklich, ein toller Kommentar! :)

  • Reply Vivian 12. Juli 2017 at 17:27

    “A rose can never be a sunflower, and a sunflower can never be a rose. All flowers are beautiful in their own way, and so are humans, too.” <3
    Diesen Spruch habe ich vor ein paar Jahren mal gelesen und er hat mir so viel gegeben! Ich habe mich von klein auf immer mit anderen Mädchen verglichen, und als sich in der Pubertät rauskristalisierte, dass ich keinen sehr "weiblichen" Körper habe, sondern von Natur aus eher sportlich gebaut bin, war das für mich und mein Selbstbewusstsein sehr hart. Ich habe mich Jahre lang gar nicht schön gefühlt, sondenr wollte große Brüste, eine schmale Taile und schlanke Beine haben.
    Bis ich mich mit dem Thema Selbstliebe genauer befasst habe und auf diesen Spruch gestoßen bin. Klingt kitschig, aber er hat mir regelrecht die Augen geöffnet. Inzwischen sehe ich meine Sportlichkeit als absolute Stärke, habe (für mein Empfinden) schön definierte Muskeln (mit denen ich mich sehr weiblich fühle!) und bin bisher als einzige von meinen "weiblichen", zierlichen Freundinnen einen Marathon gelaufen – und werde dafür sogar von anderen bewundert und beneidet! Wir sind unterschiedliche Arte von Blumen, und jede Blume ist auf ihre Weise wunderschön!
    Deine Tips kann ich allesamt so unterschreiben! Vielen Dank für diesen tollen Beitrag – ach, was sage ich? Vielen Dank für die vielen tollen Beiträge in letzter Zeit <3
    Liebe Grüße

    P.S.: Ich schließe mich übrigens den Komplimenten an – diese Natürlichkeit und Gelassenheit macht dich schöner, als du jemals warst :)

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:30

      Vivian – was für ein schöner Kommentar. Tausend Dank. Wirklich! Von Herzen!

  • Reply selin 12. Juli 2017 at 17:11

    Ich war damals viel fixierter auf mein Aussehen, habe mich nie getraut kurze Kleider zu tragen weil ich meinte, meine Cellulite wären eklig. Irgendwas habe ich immer an mir zu meckern gefunden, heute interessiert es mich einen Scheiß wen was an meinen Dellen etc stört. Ich gefalle wie ich bin und trage, worauf ich bock habe. Viele nennen auch meinen Style seltsam, nur weil ich nicht rumlaufe wie jede andere Basic B*tch. Ständig bekomme ich Kommentare von Kollegen, Freunden und sogar Familie die immer was an mir zu meckern finden ”dein Pony ist zu kurz, deine Blusen zu groß” und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es nervt mich nicht tierisch wie immer jeder an mir rummäkelt als wäre ich kein Kunstprojekt. Nicht deren Inhalt stört mich, sondern dass Sie sich überhaupt rausnehmen über mich zu urteilen und was zu bemängeln, als gäbe es nichts gottverdammt wichtigeres als die Scheiß Länge meines Ponys. Sorry, bin wütend geworden.

    Du bist eine wudnerschöne Frau und ich bin froh, dass du deine Freunde mittlerweile ignorierst. Finde dies an sich rumgenörgele auch einfach nur nervig und finde, solchen Leuten darf nicht noch zugehört werden weil es sonst nie aufhört. Und diese Oberflächlichkeit steckt an. Wenn ne Freundin sagt ,, Mein Hintern ist so groß” schaut man sich unterbewusst ihren Hintern an, weil sie das so offen anspricht, obwohl einen überhaupt nicht interessiert eigentlich wie groß oder klein der Hintern eines Menschen ist. Man mag ihn ja nicht deswegen.

    Alles Liebe http://www.stilundleben.blogspot.de

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:29

      Selin! Sehr selbstbewusster Kommentar – gefällt mir!