Sich darauf einlassen. Einfach so.

/3. Juli 2017/21 Kommentare

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Ich begegne ständig neuen Menschen. Tagtäglich sogar.
Was ich lernen musste: mich darauf einzulassen.
Und: das fühlt sich ziemlich gut an. Besonders auf Reisen.
Also …

Ich schlaf’ gern im 12-Bett-Zimmer. Und ich esse mit fremden Menschen zu Abend. Lass’ uns ein Bier trinken und quatschen. Und wenn wir uns danach nie wieder sehen? Ist das auch okay.  Irgendwie sind wir doch alle immer auf dem Weg. Auf dem Weg irgendwohin oder vor irgendwas weg. Also: es ist okay, wenn Du morgen weiter ziehst. Weiter ziehen musst.
Man trifft: so viele gebrochene Herzen auf diesem Weg. Als wäre das die Eintrittskarte für 3 Monate Backpacking. Herzschmerz. Und Neuanfang. Als wäre es die Garantie über irgendwas hinwegzukommen.
Aber uns sitzt die Angst im Nacken, dass das noch mal passieren könnte. Und ein zweites Mal? Hält man das nicht aus. Also redet man über Belanglosigkeiten. Man begegnet sich und führt: immer gleiche Gespräche. Am Anfang noch aufregend. Aber wenn man das 20. Mal gesagt hat, dass man aus Deutschland kommt und insgesamt 7 Wochen reist. Thailand, Vietnam und Japan. Irgendwann: wird das langweilig.
Und ich merke, dass wir vielleicht doch gar nicht darüber hinweg kommen wollen. Denn das würde ja heißen einen zweiten Anlauf nehmen zu müssen.
Also tasten wir uns ab. Blind. Zaghaft und unbeholfen irgendwie. Weil wir Angst haben. Weil wir möglichst unverbindlich sein wollen. Schnell. Und weiter. Morgen früh fährt der nächste Bus. Rastlos. Wir sind losgezogen um immer wieder weiter gehen zu können. Kein Stillstand. Kein Tiefgrund. Also lass uns den Abend am Strand genießen. Denn mehr Zeit bleibt uns nicht. Lass uns Oberflächlichkeiten und Körperflüssigkeiten austauschen. Aber bitte nicht zu intensiv. Bitte nicht mit Leidenschaft. Und lass’ die Gefühle aus dem Spiel – okay? Können wir einfach nur Spaß haben und Abschied nehmen. Denn darin sind wir mittlerweile ziemlich gut. Aber vielleicht nur deswegen, weil „Lebe wohl!“ sich von Fremden so leicht anhört. Und plötzlich hat man das unter Kontrolle. Plötzlich sind wir alle hart und kalt und unverletzbar.

Aber was wäre wenn wir bei all dem Gas geben auch wirklich mal die Handbremse lösen würden. Was wäre wenn wir jetzt Mal echte Gefühle austauschen? Das heißt ja nicht, dass wir uns verlieben. Aber echt sein. Chancen geben. Keine Angst haben. Verdammt noch Mal keine Angst haben. Lass uns das ausprobieren. Also: wir können gern’ ein bisschen knutschen. Und vielleicht auch mehr.
Aber: Ich will mehr. Ich will mehr Gefühl. Mehr Seelen. Ich will die Sterne ohne Wolken sehen. Pur und echt. Das Leuchten in Deinen Augen. Lass uns mehr sprechen. Sag’ mir, was Deine Träume sind. Woran du glaubst und was Du schon immer mal werden wolltest. Sag’ mir, was Du hasst und was Du denkst, weshalb wir am Leben sind. Lass’ uns diese Pseudo-Mauer einfach mal beiseite schieben. Lass’ uns das jetzt einfach machen. Denn: so schwer ist das gar nicht. Es ist eigentlich sogar ziemlich einfach. Lass uns gemeinsam auf der Mauer sitzen und in die Sterne schauen. Lass’ uns neue Sternzeichen entdecken. Gib dem hier eine Chance. Gib Dir eine Chance.
Und das heißt ja nicht, dass wir uns gleich verlieben müssen.
Das heißt ja nicht, dass wir uns die Herzen brechen.
Das heißt nur, dass wir dem eine Chance geben. Uns selbst. Und dieser Sache namens Liebe.
Lass’ uns einander anfassen. Berühren. Lass uns einander wirklich fühlen.
Und manchmal braucht es für all’ das gar keine Worte. So lange wir echt sind. Und das zulassen. Uns ansehen. Und zwar in die Augen. So lange wir uns berühren. Und merken, dass Hände die Seele berühren können. Wir müssen nicht die gleiche Sprache sprechen, um uns das zu geben, was wir beide jetzt brauchen. Echt sein.
Hände. Worte. Augen. Gesten.
Was immer es ist.
Wer immer du bist.
Lass’ es uns doch einfach ausprobieren.

Also: hab keine Angst. Irgendwie sind wir doch alle immer auf dem Weg. Auf dem Weg irgendwohin oder vor irgendwas weg. Also: es ist okay, wenn Du morgen weiter ziehst.
Wir halten das aus.
Das ist okay.
Aber zumindest waren wir dann ehrlich. Und uns ein bisschen weniger fremd.

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„Freie Fahrt für die Liebe“ heißt das Motto der neuen Kampagne von Billy Boy.
Was ich an Kooperationen liebe? Die Herausforderung. Die Herausforderung eine Geschichte zu einem bestimmten Thema zu schreiben.
Inspiration für diesen Text? Habe ich mir auf meiner 7-wöchigen Reise durch Thailand und Vietnam geholt. Die Bilder dazu haben Martin und ich am letzten Tag meiner heißgeliebten BRN geschossen. Da hätte jetzt nur noch der Bulli gefehlt, oder? Wäre von Euch wäre mit mir durchgebrannt?
Du? Hast aber auch kein Bully? Na dann nutze jetzt die Chance und gewinne einen! Wie das geht und was es mit den Tattoos auf sich hat? Billy Boy verlost unter allen, die ein Foto mit dem Hashtag #billyboybulli und einem Tattoo aus einer der Aktionspackungen, hochladen einen VW Bulli T3. Besser geht’s nicht, oder? Weitere Informationen bekommst Du hier.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Billy Boy. 

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21 Kommentare

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  • Reply Nadja 15. August 2017 at 22:59

    Was ein wunderbarer Text.. 🙂
    Ich habe in den letzten Wochen kaum Zeit (und auch iwie keine Lust) die Blogs, denen ich folge, zu lesen.. Dabei gefallen mir deine Beträge immer mit am besten..
    Dieses Text gefällt mir hauptsächlich aufgrund der Kernaussage einfach mal was auszuprobieren, ohne Angst zu haben – einfach machen.. und das passt so gut zu so vielen Situationen..
    Mach weiter so, Luise! <3

    • Kleinstadtcarrie 17. August 2017 at 08:53

      Vielen vielen Dank Nadja 🙂

      Und vielleicht kommt die Zeit und Lust ja bald wieder <3 Hoffentlich! Ich würde mich freuen.

  • Reply Kim 9. Juli 2017 at 12:30

    Ich mag an dem Text, dass man nicht direkt die Kooperation heraus liest. Du verpackst das alles so wunderbar in deiner Geschichte!

  • Reply Isa 6. Juli 2017 at 13:22

    Hmm dein erster Beitrag, bei dem ich nicht weiß, ob ich mich deiner Meinung anschließe. Ich denke eher nicht! Aber das ändert nichts daran, dass er mal wieder bewegend geschrieben ist!

    Ich bin offen und lerne gerne fremde Menschen kennen, wenn ich unterwegs bin. Oft entwickeln sich daraus tolle Erfahrungen, meist bleibt es aber bei temporären Freundschaften. Ähnlich wie du dies beschrieben hast. Wo sich unsere Meinungen jedoch scheinbar unterscheiden ist die Situation, ob diese Bekanntschaften intimer werden. Das ist nicht so meins 🙂 da bin ich altmodisch.

    LG, Isa

    • Kleinstadtcarrie 9. Juli 2017 at 23:26

      Isa,

      intim muss ja nicht unbedingt körperlich intim heißen 🙂

  • Reply Paula 5. Juli 2017 at 23:49

    Wow Luise! Vielen Dank für diesen tollen Text. Habe die selben Erfahrungen beim Backpacken gemacht. Du sprichst mir aus der Seele und hast mich so sehr damit berührt! Dein Text gibt mir Mut loszulassen und neue Gefühle zuzulassen. Vielen danke für diese inspirierenden und wundervollen Worte!
    Paula.

    • Kleinstadtcarrie 9. Juli 2017 at 16:11

      Viel Spaß bei Deinen nächsten Reisen, liebe Paula!

  • Reply Lisa 4. Juli 2017 at 18:17

    Selten sich so in einem Text wiedergespiegelt gefühlt, tolle Zeilen! Danke Luise.

  • Reply Kathleen 4. Juli 2017 at 10:42

    Man sollte gewisse Gefühle einfach in seinem Leben zulassen und nicht immer alles verstecken müssen. Auch wenn das heißt, dass es manchmal schwierige Situationen zu meistern gibt. Aber du hast auf jeden Fall recht, dass es wichtig ist, Gefühle, wie die Liebe zuzulassen und zu zeigen.

    Liebe Grüße
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

  • Reply Iris 4. Juli 2017 at 09:53

    Die Bilder und der Text sind wieder einmal wundervoll geschrieben! Deiner Message kann ich einfach nur zustimmen! Wir brauchen auf der Welt weniger Fremdheit und mehr Liebe! Liebe sollte erlaubt sein, Liebe sollte für alle gleich sein!

  • Reply Ellie 4. Juli 2017 at 09:34

    Schön geschrieben!<3
    http://www.blogellive.com

  • Reply Anne 4. Juli 2017 at 07:27

    Liebe Luise,
    großes Lob, dass trotz der Kooperation bei dir immer die Geschichte, nie das Produkt im Vordergrund steht. Das Produkt braucht den Text. Der Text kommt auch ohne das Produkt aus.
    Liebe Grüße Anne

    • Kleinstadtcarrie 4. Juli 2017 at 13:41

      Liebe Anne,

      das ist mir bei Kooperationen immer so wichtig 🙂
      Und ich bin so happy, dass ich Partner wie BillyBoy an meiner Seite haben, die mir da jede Freiheit in meiner Kreativität lassen 🙂

      Vielen Dank!
      Deine Luise

  • Reply Jacqueline. 3. Juli 2017 at 14:55

    Super Text, schöne Bilder, schöne Botschaft! ♥

    Solltest du jemals ein Buch schreiben, würde ich es sofort kaufen! 😉

    Liebst,

    Jacqueline

    http://www.somekindofglitter.com

    • Kleinstadtcarrie 4. Juli 2017 at 13:41

      Liebe Jacqueline,

      vielen Dank für Deine lieben und motivierenden Worte!
      🙂

  • Reply Luu 3. Juli 2017 at 14:12

    Ach Luise, gerade dieser Text (obwohl für eine Kooperation geschrieben) begeistert mich unheimlich.
    Ich erkenne mein größtes Problem darin, die Angst, Geliebtes loszulassen und daher die Unfähigkeit, Gefühle zuzulassen. Wie oft bin ich deswegen schon verzweifelt, wollte krampfhaft unverbindlich sein und hab mich doch nur mehr festgeklammert.
    Dein Text heute hat mir wieder Mut gegeben, loszulassen, nicht so viel nachzudenken und vor allem – zu lieben!
    Danke dafür <3

    • Kleinstadtcarrie 4. Juli 2017 at 13:42

      Luu <3 <3 Was für ein schöner Kommentar 🙂