Farblos.

/17. Juli 2017/70 Kommentare

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich …“

Was sagst Du, wenn Du nicht genug bist.
Wenn Du jemandem nicht genug bist.

Wenn Du der Person, die alles für Dich ist, nicht genug bist. Nicht mehr genug.
Wie fühlt sich das an, nicht genug zu sein? Nicht überzeugend genug. Nicht schön genug. Nicht schlau genug. Irgendwas war nicht genug, denn sonst wärst Du nicht gegangen. Es hat Dir nicht gereicht. Es hat Dir nicht mehr gereicht. Ich habe Dir nicht gereicht. Zu wenig.
Und jetzt sitze ich hier und bin noch weniger.

Mein Herz ist leer.
Und mein Kopf ist leer.
Ich: Regungslos.
Ich: flehe Dich an – zu bleiben. Ich flehe Dich an – mich nicht zu verlassen.
Dir: ist das alles nicht genug. Oder viel zu viel.
Jedenfalls nicht richtig dosiert.
Ich: bin nicht richtig dosiert für Dich.

Und dann ist es still. So still, dass ich immer noch das Echo unseres Lachens hören kann. In meinem Kopf – existierst nur Du. Und das was wir hatten.
Ich: Verlass mich nicht!
Aber Du: hörst nicht.
Du: siehst nicht.
Du: hast mich ausgerissen.
Obwohl ich: nichts wollte außer frei zu sein. Ich wollte frei sein. Hier sein.
Du: Gierig. Abenteuerlustig.
Und jetzt wirfst Du mich weg. Jetzt, da Du mich hast, wirfst Du mich weg.
Und ich: habe Dir gesagt, dass meine Blüten verblassen werden.
Ich: habe Dir gesagt, dass ich Erde zum wachsen brauche. Den Wald. Den Regen. Den Wind. Sonnenschein. 
Das war Dir zu viel. Also hast Du mich einfach ausgerissen.
Und jetzt wirfst Du mich weg. Jetzt, da Du mich hast, wirfst Du mich weg.
Weil meine Farben verblassen.

Und ich: ersticke.
Ich: kann nicht mehr atmen. Und ich kann nicht aufhören zu weinen. Ich kann nur noch weinen – und höre unser Lachen. Will es nicht verblassen lassen.Bis ich merke, dass das nur Dein Lachen ist. Dein Lachen. Und ihre Augen. Plötzlich sind da andere Augen. 
Und ich: werde panisch.
Ich: Ich muss hier raus! Lass’ mich hier raus! Weck’ mich auf! Albtraum! Nimm mich bitte in den Arm. Bitte trockne meine Tränen und sag, dass das alles nur ein schlechter Traum war. Bitte! Bleib!
Irgendwann sinke ich in mich zusammen. 
Leer. Jetzt noch weniger als zuvor.

„Ich liebe Dich“, hast Du gesagt. Das kann man nicht zurück nehmen.
Der Fuchs: Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich …
Davon willst Du nichts hören. Du willst nichts hören. Nichts sehen. Nichts fühlen. 
Du bist schon wieder draußen. Blumen pflücken. 
Der Strauß wird nicht schöner. Nicht bunter. Wenn Du mich vertrocknen lässt.
Und ich: steche mich an meinen eigenen Dornen.
Und ich: sehe wie die Blütenblätter fallen. Meine Blütenblätter.
Du: hast mich ausgerissen.
Ich: verdurste.
Ich: vertrockne ohne Dich.

Ich: Sieh mich an!
Und ich: Liebe mich!
Du: Ich kann nicht.
Und ich: gehe ein. Ich vergehe. Ich schaffe das nicht.
Es ist still.
Und ich: bin nicht genug.

Ich: hätte alles getan.
 Und es wäre so fabelhaft. Es könnte alles so fabelhaft sein.
Aber ich: bin nicht genug.
Wie Wasser rinnst Du mir durch die Finger. Und nichts brauche ich mehr als Wasser zum überleben.
Ich: kann nichts halten. Und ich versuche verzweifelt alles aufzuwischen. Ich versuche krampfhaft das Puzzle zusammen zu halten. Aber Du: wirfst es wieder um. Stößt mich weg. Schreist mich an.
Kampf.
Bloß dass Du kein Schutzschild trägst. Oder viel zu viele?
Ich: kann Dich nicht erkennen. Ich kann dich nicht mehr erkennen. 
Wieso tust Du mir das an? Gib mir nur ein paar Tropfen. Irgendwas. Ein bisschen Sonnenschein. Ich brauche nicht viel. Nur ein bisschen von Dir.

Ich: gehe ein. Blätter fallen.
Weil mit Dir nicht nur unsere Liebe, sondern auch meine Hoffnung geht. Meine Träume. Und unser Kompass. Du nimmst mein Herz mit Dir und meine Seele. Du lässt mich zurück. Verwundet. Obwohl wir uns geschworen haben, dass wir es besser machen.
Du: hast gesagt, Du liebst mich. Du hast gesagt Du beschützt mich – doch dabei haben wir beide vergessen, dass Du mich nicht vor Dir selber beschützen kannst.
Wir: haben gesagt, man kann alles, wenn man es nur will. Wir können alles schaffen.
Aber Du: hast es nicht mal probiert. Du hast einfach aufgegeben. Du hast mich einfach aufgegeben. Du hast uns aufgegeben. Uns verraten.

Ich: Bitte!
Und Du: stichst zu. 
Damit ich endlich Ruhe gebe. Damit ich aufhöre. 
Blind stichst Du immer wieder zu. Und ich blute. Ich blute. Ich verblute.
Aber Du: kannst mein Herz nicht treffen – weil es Deins ist.
Also mir bleibt nichts anderes übrig als langsam zu verbluten. 
Ich verblasse. 
Wir verblassen. 
Es tut mir Leid, dass das nicht gereicht hat. 
Es tut mir Leid, dass ich nicht gereicht habe.
Und alles, was wir hatten, löst sich auf. Verschwindet. Alles was wir hatten: war alles. Also plötlzich ist da nichts mehr um uns. Und Du: gehst.
Und ich: bin allein. Allein hier draußen. Suche meinen alten Platz. Den Ort, an dem Du mich ausgerissen hast. Den Ort, an dem es mir ohne Dich gut ging. Frei. Und gut. Auch wenn das jetzt unvorstellbar ist.

Ich: Farblos. 
Irgendwie farblos. 
Und alles was mir bleibt: bin ich. 
Und dass muss jetzt genug sein.
Die anderen: Du musst Dir selbst genug sein.
Ich: muss mir selbst genug sein, sagen sie.
Und ich: verstehe, wieso ich Dir nicht gereicht habe.
Ich allein:  bin nicht genug.

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70 Kommentare

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  • Reply Lulu Wolke 1. November 2017 at 16:24

    Und Du: bist doch genug.
    Nur Du: genug.
    Genug für Dich. Genug für jeden einzelnen von Uns.

    Genug ist nur genug, wer genug in sich von sich trägt.

  • Reply Anne 1. August 2017 at 17:37

    Liebe Luise, ich glaube solche schmerzhaften Erfahrungen müssen sein, weil sie einen zu Erkenntnissen bringen und nur wenn man Dinge erkennt kann man sie verändern. Du hast erkannt und verändert. Du hast es geschafft dir selbst genug zu werden, jedenfalls lese ich das aus deinen Texten. Ich arbeite noch an mir und du bist eines meiner Vorbilder.
    Anne
    http://trustyourgut1.blogspot.de/

  • Reply Rosentonia 21. Juli 2017 at 10:58

    Du hast mich zu Tränen gerührt. Ich finde mich so sehr in diesem Text wieder, aber irgendwann blühen wir wieder auf. <3 Liebe Grüße!

  • Reply Lea 21. Juli 2017 at 09:09

    Liebe Luise, ein wunderschöner Text. Man wird anderen nie „genug“ sein, wenn man sich selbst nicht reicht. Das nehme ich mir zumindest aus deinen Worten mit. Mehr Selbstliebe, und bei sich selbst ankommen..

  • Reply Alina 20. Juli 2017 at 20:30

    Oh nein, der Text ist wirklich traurig, aber „schön“ traurig. Einfach eine schöne Wortwahl, wenn ich auch mitfühle, bei den Worten, die du da verfasst hast. Ich hoffe, dass du dich genug fühlst mittlerweile, dass das vielleicht nur eine kurze Momentaufnahme war. Denn wir dürfen unseren Wert nicht daran messen, ob uns jemand will oder nicht. Aber in manchen Momenten sieht man das einfach nicht und ich selbst hätte diesen Text bestimmt auch mal geschrieben.

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

    • Kleinstadtcarrie 21. Juli 2017 at 01:00

      Momentaufnahme. Trifft es ganz wunderbar. Danke Alina.

  • Reply Nico 20. Juli 2017 at 19:33

    Danke!

  • Reply Ellie 20. Juli 2017 at 18:49

    Deine Texte sind echt immer super geschrieben!<3
    http://www.blogellive.com

  • Reply Marlene 19. Juli 2017 at 22:49

    Du findest jedes Mal soo berührende Worte 🙂

  • Reply Kim 19. Juli 2017 at 22:28

    Was ein unglaublich trauriger, fast schon herzzerreißender, aber wunderschön geschriebener Text. ❤ voller Herzschmerz. Vor zwei Jahren hätte ich diesen Text verfassen können! Und jetzt ist alles anders und viel besser – nicht mehr farblos, voller Liebe!

    Liebe Grüße, Kim

    • Eike Juliane 20. Juli 2017 at 16:35

      Das gibt mir Hoffnung – ich hab mir vor einem halben Jahr von meinem Ex getrennt, wir waren 8,5 Jahre zusammen und ich habe immer noch Momente, in denen mir das furchtbar wird. In erster Linie mache ich es mir aber selbst auch nur noch schwerer, weil ich ihn nicht ganz aus meinem Leben streichen kann – er hat da irgendwie Wurzeln geschlagen, die nicht so leicht auszureißen sind…

    • Kleinstadtcarrie 21. Juli 2017 at 00:58

      “ er hat da irgendwie Wurzeln geschlagen, die nicht so leicht auszureißen sind…“ – Wow!

      Alles Gute für Dich, Eike!

  • Reply Verena 19. Juli 2017 at 21:02

    Unfassbar ergreifend und wunderschön dieser Text! Dein Bester meiner Meinung nach. Wunderschön und traurig zugleich… liebe Grüßchen, weiter so 🙂

  • Reply Luisa 19. Juli 2017 at 18:52

    In vielen Kommentaren lese ich von Hoffnung und Inspiration, aber für mich ist das der erste hoffnungslose Beitrag seit langer Zeit. Und auch einer, an dem ich mir kein Beispiel nehmen möchte. Oder vielleicht verstehe ich ihn ja falsch. Aber der letzte Absatz:

    Und ich: verstehe, wieso ich Dir nicht gereicht habe.
    Ich allein: bin nicht genug.

    – soll das wirklich bedeuten, dass man anderen nicht gereicht hat, weil man eben nicht reicht?

    • Kleinstadtcarrie 20. Juli 2017 at 05:36

      Liebe Luisa,

      ja – also, in manchen Momenten fühlt sich das (leider) so an. Und genau dieser Situation der Verzweiflung möchte ich mit dem Text Ausdruck verleihen.
      Es folgt aber ein Beitrag mit Tipps und Denkanstößen, wie man über diesen Moment hinweg kommt 🙂

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Yassamin 19. Juli 2017 at 11:43

    Liebe Luise!
    Jedes Wort deines Blogposts hat mich so tief berührt, dass ich weinen musste. Ich bin momentan genau in dieser Situation und dein Ich spricht aus, was ich mich nicht zu sagen traue. Vielen vielen Dank für diesen unglaublich berührenden, wunderschönen und einzigartigen Post! <3

  • Reply Merle 19. Juli 2017 at 11:13

    Ach, liebe Luise, was für besondere Bilder, irgendwie nochmal ganz anders. Und was für ein besonderer Text, der es doch so sehr auf den Punkt bringt. So oft und so lange habe ich mich so gefühlt: nicht gut genug – und gerade lerne ich doch tatsächlich mir selbst genug zu sein. Ich erinnere mich, dass ich das auch vor Jahren schon immer wieder gehört habe, aber es hat nicht „klick“ gemacht, es ist nicht angekommen, ich habe es nicht verstanden. Seit einer Weile habe ich angefangen, zu verstehen und das macht mich gerade sehr froh, gibt mir Hoffnung.
    Liebe Grüße, Merle

  • Reply Lea 19. Juli 2017 at 09:54

    So ein wunderbarer Beitrag. Du schaffst es immer wieder einen zum mitfühlen, nachdenken und überdenken anzuregen. Danke dafür!

  • Reply Jana 19. Juli 2017 at 00:02

    Wow Luise, du hast ein wahres Talent mit Worten umzugehen. Du hast mich erneut sehr berührt. Deine Texte sind echt, das ist wunderschön. Ich denke, jeder kann sich an irgendeiner Stelle in deinen Texten wiederfinden und das ist wunderbar. Du kannst Gefühle wunderbar in Worte fassen. Ich erkenne mich so oft in deinen Texten wieder. Ich danke dir von Herzen <3

  • Reply Marie Fischer 18. Juli 2017 at 20:05

    Selten hat ein Text von dir mich so persönlich berührt. Ich sitze hier und weine, weil du mir aus der Seele schreibst. Danke!

    Liebe Grüße,

    Marie

  • Reply Janina 18. Juli 2017 at 14:37

    Das ist einer deiner besten Texte, Luise! Und ich hab in den letzten 4 Jahren wirklich keinen ausgelassen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, deine Worte haben mich so gefesselt. Unglaublich. Ich hoffe, es gibt irgendwann mal ein Buch von dir, denn diese Passagen müssen gedruckt werden. Und sie immer wieder durchzulesen, darüber zu streichen und zu sehen, wie sie langsam benutzt aussehen, weil man so oft darin liest. Was ich auch mal wieder sehr gern hören und sehen würde, wäre ein Hörbuch auf YouTube wie du es schon ein paar Mal aufgenommen hast.
    Und am liebsten würde ich dich natürlich mal treffen, denn auch wenn ich dich nicht persönlich kenne, habe ich oft das Gefühl und ich würde mich so gerne mal mit dir austauschen!
    Durch deine Worte kann man einfach genau nachfühlen, was du spürst.

    Danke, dass du uns täglich mit so tollen Texten und Bildern (dazu hab ich ja noch garnichts gesagt: das Bild ist ein Traum. Unbeschreiblich!) beglückst! <3 Mach weiter so!

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:55

      Janina,

      wow – DANKE! Danke für 4 Jahre Treue und für Deine Motivation für das Buch und für alles einfach.
      So viel Liebe von jemandem, den man eigentlich nicht kennt – aber irgendwie fühlt es sich trotzdem vertraut an.
      Danke!

  • Reply Elisa 18. Juli 2017 at 13:49

    Liebe deine Texte so sehr. Ich weiß nicht warum, aber ich war schon so lange nicht mehr auf deinem Blog. Ich lese gerade alles was ich verpasst habe und es ist so schaurig schön. Du bist so eine Inspirationsquelle.

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:29

      Elisa, ich hoffe Du hattest Spaß 🙂

  • Reply Sharina 18. Juli 2017 at 12:16

    Du hast dieses Gefühl so gut in Worte gefasst! Ich bin sehr berührt und viele Erinnerungen kommen wieder in mir hoch. Ganz großes Kompliment an dich! <3

  • Reply Susanne 18. Juli 2017 at 11:59

    Liebe Luise,
    Der Text ist der Wahnsinn.
    Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, nur bin ich sowohl ‚ich‘ als auch ‚du‘. Ich habe immer wieder gesagt: ‚liebe mich‘ und ‚es ist zu wenig, was von dir kommt‘. Gefühle wachsen über die Zeit hinweg, aber was, wenn es nicht genügt? Mir nicht genug Halt, Sicherheit und Zuneigung ist? Jetzt ist der Schlussstrich da. Ich denke sowohl, dass die Trennung ein Fehler war als auch die einzige Möglichkeit, wie beide glücklich sein können.. Großes Kompliment an dich, das so gut in Worte zu fassen!

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:51

      Das ist ja tatsächlich ganz oft so. Nur dass man das als „der Verlassene“ oft nicht erkennt. Anfangs zumindest 🙂

      Vielen Dank Susanne!

  • Reply A. 18. Juli 2017 at 11:31

    Gerade heute Nacht bekam ich Nachrichten wie „aber ich empfinde nich soviel wie du für mich“ / „ich kann mich nicht so in dich verlieben das für ne beziehung reicht“ und jetzt lese ich deinen Text, und bin froh, dass jemand das aussprechen kann, was ich gerade fühle.. Danke!

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:51

      Ich sende Dir ganz viel Kraft liebe A. <3

  • Reply Sammy 18. Juli 2017 at 10:24

    :((
    Ich durchlebe gerade die selbe Situation und ich bin unendlich traurig…. es fühlt sich genauso an wie im Text. (Der wunderschön geschrieben ist)

  • Reply Theresia 18. Juli 2017 at 09:50

    Liebe Luise,

    DANKE für das Zitat aus „Der kleine Prinz“! Mein absolutes Lieblingsbuch <3
    Du begeisterst mich immer wieder. Das was du tust ist einfach wunderbar! Hör bitte nicht damit auf! 🙂

  • Reply Lisa 18. Juli 2017 at 09:25

    Wow, ich hätte echt nicht erwartet dass so ein paar Zeilen meine derzeitige Lage so haargenau beschreiben können. Auf einmal fühlt sich alles so leer und sinnlos an. Und ich fühle ich so allein wie noch nie. Es ist so ein schlimmes Gefühl und ich hoffe ich kann bald an meinen alten Platz zurückkehren so wie du schreibst…
    Aber im Moment habe ich das Gefühl dass ich nicht einmal dazu noch Kraft habe. Geschweige denn wieder neu aufzustehen und neue Kraft zu sammeln um mich wieder auf etwas einzulassen. Denn immer wieder bekomme ich Schuldgefühle dass ich etwas ja falsch gemacht haben muss Bzw es einen Auslöser gegeben haben muss, für die Situation so wie sie nun ist.
    Danke für diese Worte, auch wenn sie mich wieder sehr zum Weinen gebracht haben aber immerhin weiß ich dass ich doch nicht so allein bin.

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:54

      Liebe Lisa,

      ich sende Dir ganz viel Kraft – und: Du schaffst das! Da bin ich mir sicher 🙂

  • Reply Dani 18. Juli 2017 at 08:35

    Wow. Ich glaube ich habe noch nie einen so guten Text gelesen. Von Anfang bist Ende war ich gefesselt. Danke dafür ♥

  • Reply Tanja 18. Juli 2017 at 07:52

    Ich fühle mich durch den Text so unendlich gut.
    Wenn ich den Text vor einem halben Jahr gelesen hätte, hätte ich Tränen geweint, weil jemand ausgesprochen hätte was ich fühle und doch immer versucht habe zu verdrängen. Aber heute bin ich wirklich darüber hinweg, stark, und das tut so gut.
    An alle die aktuell in dieser Situation sind: Der Tag wird kommen, ich weiß jeder weiß das, aber er wird wirklich kommen, und es ist so schön 🙂
    Ich bin so glücklich alleine! Und ich sehe dass es dir genauso geht Luise, danke für alles was du teilst, ich denke du bist von sehr vielen hier die beste Freundin, die wir jeden Tag sehen und hören, aber nie umarmen können 😉
    Liebste Grüße
    Tanja

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:52

      Tanja, YES sehr gut 🙂
      Mir geht es auch fabelhaft <3 Daher freut es mich umso mehr, so etwas von Dir zu lesen!
      Alles Liebe, Deine Luise

  • Reply Alice Whyden 18. Juli 2017 at 00:26

    Liebe Luise,
    dieser Text hat mich ganz besonders berührt. So schrecklich es auch klingen mag, ich sehe mich gerade heute in der Position des ‚Du‘. Ich habe zu viel erlebt, eine zu hohe Dosierung und habe dann genau ausgesprochen, was ich will, was mich schon seit längerem beschäftigt. Mit der Folge, dass ich gegangen bin und nur ahnungslos versucht habe, mir ein Bild von meinem Gegenüber in dieser Situation und danach zu machen. Ich denke, du bringst es auf den Punkt: Es ist schmerzhaft einfach fallen gelassen zu werden (und erst durch deinen Text ist mir bewusst geworden, wie schlimm es für den anderen sein muss), man darf sich nach all der Traurigkeit und Selbstmitleidsphase nur nicht aufgeben, sondern sollte nach vorne schauen. Wieder die Freiheit finden und den Ort, an dem man glücklich ist. Auch ohne das ‚Du‘.
    Ich danke dir wirklich vielmals, du hast mir, gerade weil ich ich aktuell in dieser Situation stecke, einen neuen Zugang dazu gewährt.

  • Reply Melanie 17. Juli 2017 at 23:51

    Hi Luise! Seltsame Frage aber sind die Sommersprossen gephotoshopped? Falls nicht dann sorry, es sah nämlich auch in deinen ungeschminkten Bildern aus als hättest du (fast) keine 😉 So oder so, schöne Bilder.

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:25

      Die sind nicht gephotoshoppt aber auch nicht echt, hehe :))

  • Reply Kati 17. Juli 2017 at 22:43

    Gänsehaut! Einer deiner besten Texte <3

  • Reply Laura 17. Juli 2017 at 22:38

    Das geht unter die Haut. Wunderschön und sehr berührend.

  • Reply Franzi 17. Juli 2017 at 20:49

    Mir kamen die Tränen… Du sprichst mir aus der Seele.

  • Reply Manuela 17. Juli 2017 at 20:40

    Gänsehaut – ich hätte es nicht besser beschreiben können ♥️

  • Reply Maxi 17. Juli 2017 at 19:51

    Hallo,
    hast du richtig schön geschrieben, das erinnert mich so sehr an die Zeit wo es mir so schlecht ging. Bin bis jetzt immernoch nicht komplett darüber hinweg…

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:24

      Das schaffst Du Maxi.
      Mir geht es beispielsweise mittlerweile so unendlich gut 🙂

    • Krissi 18. Juli 2017 at 06:09

      Geht mir genauso… der Text hat mir aus der Seele gesprochen

  • Reply Johanna 17. Juli 2017 at 19:04

    Es ist interessant, dass sich Liebeskummer letztendlich für alle gleich anfühlt. Tut gut zu wissen, dass auch andere dieses Gefühl kennen und man nicht allein ist damit. Du kannnst es wirklich unglaublich gut ausdrücken. Danke 🙂

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:24

      Johanna – ja, das fühlt sich doch immer auf merkwürdige Weise beruhigend an, nicht wahr?

  • Reply Luu 17. Juli 2017 at 18:59

    Tolle Sommersprossen!
    Der Text ist wie immer faszinierend und inspirierend – ich werde ihn gleich noch einmal lesen, um mir jedes Wort auf der Zunge zergehen zu lassen 🙂
    LG Luu ❤️

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:23

      Luuu <3 Danke für jeden einzelnen Kommentar 🙂

  • Reply Luisa 17. Juli 2017 at 18:45

    Liebe Luise,
    ich lese Deine wunderbaren, feinfühligen und berührenden Texte schon eine ganze Weile im Stillen – oft mit einem Schmunzeln im Gesicht, gerunzelter Stirn und zustimmendem Nicken oder auch Tränen in den Augen.
    Nie hätte ich vermutet, dass Blog-Einträge einen solchen Tiefgang und eine solche Wort-Kunst aufweisen und vor allen Dingen auf so zarte, feinfühlige Weise echte Gefühle in mir auslösen oder wach rufen können. Auch wenn wir einander fremd sind, habe ich auf gewisse Weise mittlerweile das Gefühl, Dich über Deine Texte ein Stück weit zu kennen und finde meine eigene Gefühls- und Gedankenwelt oft in Deinen Worten wieder. Heute möchte ich Dir besonders für diesen Text danken, der auf fast unheimliche Weise beschreibt, wie ich mich im Augenblick fühle. Durch Deinen Text fühle ich mich gerade ein bisschen weniger allein mit der schmerzhaften Entscheidung, die mir bevorsteht und habe große Lust, den „kleinen Prinzen“ mal wieder zu lesen.
    Ich danke Dir!

    • Kleinstadtcarrie 18. Juli 2017 at 04:23

      Luisa,
      was für ein wunderschöner Kommentar.
      Ich sitze hier in einem Restaurant in Guatemala und habe Gänsehaut. Danke dafür!

    • Tamara 19. Juli 2017 at 00:20

      Da kann ich nur zustimmen!! So ein toller Text liebe Luise! Ich liebe deinen Blog 🙂 mach weiter so! Btw… den kleinen Prinzen werde ich jetzt auch noch einmal lesen 🙂

    • Kleinstadtcarrie 19. Juli 2017 at 15:27

      Unbedingt, ich liebe das Buch!

  • Reply Nadja 17. Juli 2017 at 18:19

    Noch nie irgendwo einen Kommentar hinterlassen, aber heute kann ich’s nicht lassen.
    Text WOW, Bilder WOW – einfach nur WOW! 🙂