Mit dem Rucksack durch Thailand – Meine Erfahrungen

/23. Juni 2017/21 Kommentare

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Bis wenige Stunden vor Abflug stand ich unter Dauerstress.
Nicht mal eine Woche vorher buchte ich mein Ticket nach Bangkok.
Zwei Tage vorher veranstalteten wir ein großes Charity Event für Misside Guinea.
Die Bachelorarbeit habe ich genau 12 Stunden vor meiner Abreise abgegeben.
Und am morgen packte ich meinen Backpack.
Ab zum Flughafen und los geht’s!

Thailand stand nie besonders weit oben auf meiner Bucketlist. „Irgendwie fährt da jeder hin.“ Das schreckte mich ab. Und meine letzte Reise nach Südostasien, –  lange her. Aber als meine Freundin Lea ihr Ticket gebucht hatte, packte mich die Reiselust und ein Wiedersehen war ohnehin mehr als nötig. Und so ging es für mich: nach Thailand.
Mit Lufthansa flog ich von Dresden nach München. Dort hatte ich 4 Stunden Aufenthalt, – perfekt für ein Cafédate mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin. Danach ging es mit Thai Airways direkt nach Bangkok. Der Flug war super angenehm, vegetarisches Essen konnte schon bei der Buchung bestellt werden und ohne weitere Unannehmlichkeiten kam ich nach 10 Stunden in Bangkok an.

Dort checkte ich gegen 8 Uhr morgens im NapPark Hostel ein. Weshalb diese Unterkunft? In der Socialising Area gibt es eine ca. 5 x 5 m großer Matratze. Dort schlief ich neben einigen  anderen erst Mal weitere 5 Stunden und kam direkt im Backpacker Leben an. Augen aufgeschlagen und schon war man mittendrin. Also alleine ist man sozusagen nie!
Anschließend ging ich ins Lomprayah Bus Office, was nur wenige Meter vom Hostel entfernt liegt, und buchte meinen Bus nach Koh Tao. Lea wartete dort auf mich und so entschied ich, Bangkok nach wenigen Stunden wieder zu verlassen.
Am Abend aß ich mit einigen anderen Pad Thai und wir feierten Songkran auf der Kao San Road, die ebenso nur wenige Minuten entfernt ist. Schlafen? Wird überbewertet. Um 6 Uhr morgens ging mein Bus. Also organisierte ich mir einige Snacks und Wasser und machte mich mit meinem Rucksack auf den Weg.

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Nach 8 Stunden Busfahrt und weiteren 2 Stunden auf der Fähre konnte ich endlich meine Freundin Lea in die Arme schließen. Wir trafen uns im Taco Shack Hostel, welches wirklich sehr zu empfehlen ist. Sehr sauber, tolle Mitarbeiter, geräumige Dorms und ständig ist man im Freien, weil die Gänge Balkone sind.

Auf Koh Tao musste ich mich erst Mal von der doch recht anstrengenden Anreise und den stressigen letzten Tagen in Deutschland erholen. Also haben wir die wunderschönen Strände erkundet, noch mehr Pad Thai gegessen (unsere Devise dafür galt: umso „schlechter“ das Restaurant aussieht, desto leckerer schmeckt es. Und wir haben damit Recht behalten!) und einfach die Seele baumeln lassen. Das tat unendlich gut.
Wer aber ein bisschen mehr Zeit und Energie hat, der sollte auf Koh Tao unbedingt einen Tauchkurs machen. Ich bin ganz sicher, dass ich das noch nachholen werde.

Von dort aus ging es für uns nach 3 vollen Tagen weiter nach Krabi. Am Abend nahmen wir die Nachfähre – das war ein Spaß! Irgendwie hatten wir etwas ganz anderes erwartet und plötzlich lagen wir in einem, wenn auch nicht so bequemen, Bett. Umgeben von anderen Backpackern wurde das eine ziemlich kurze, aber lustige Nacht.
Am Morgen sollte uns ein Van weitere zwei Stunden zu unserem Hostel bringen.
Vor Ort gab es allerdings einige Probleme, denn der dortige Mitarbeiter wollte noch mehr Geld von uns haben – obwohl wir schon alles bezahlt hatten. Nachdem er uns unser Ticket abgenommen und uns angeschrien hatte, durften wir nicht mitfahren und saßen wie begossene Pudel vor dem kleinen Reisebüro. Alle anderen Reisenden wurden bereits abgeholt. Auch die, die ebenfalls nach Krabi wollten. Allerdings blieben wir hart und wollten uns nicht abzocken lassen. Also warteten wir geduldig auf ein Zeichen der Mitarbeiter des Unternehmens.
Als der aggressive Thailänder, der während unserer Diskussion auf ein Mal sein Taschenmesser demonstrativ vor uns auf den Tisch legte, nach ungefähr einer Stunde den Laden verließ, winkte uns sein Kollege in sein Auto und wir schafften es in letzter Sekunde zu unserem Bus. Aufregung pur, das sag ich Euch!

Nach Krabi verschlug es uns, da wir von dort aus zurück nach Bangkok fliegen wollten. Ein Flug kostet nicht mal 40€.
Viele, die wir auf unserer bisherigen Reise begegneten, rieten uns ab oder empfiehlen uns einfach weiter nach Koh Phi Phi zu fahren.
Letztendlich? Blieben wir ganze fünf Tage im Pop In Hostel in Ao Nang und langweilten uns nicht eine Sekunde.
Wir wahren Kayak fahren (was für eine wunderschöne Landschaft wir dabei erkundet haben, seht ihr hier), beim Tiger Cave Temple (Absolutes Must-Do!), haben uns auf dem Night Market den Magen voll geschlagen und sind mit kleinen Fischerboten von Insel zu Insel gefahren. Wir haben die schönsten Sonnenuntergänge gesehen, besten Gespräche geführt und fleißig Mitbringsel gekauft.

Schließlich ging es dann zurück nach Bangkok.
Von dort aus sollte es für meine Freundin Lea wieder nach Hause und für mich nach Vietnam weiter gehen. Die letzten drei gemeinsamen Tage verbrachten wir im wunderschönen Kempinski Hotel in der thailändischen Hauptstadt und haben dort vor allem noch mal die Seele baumeln lassen, das große Bett genossen und ausgiebig am Pool entspannt.

Heute sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und schwelge in Erinnerungen, während ich Euch alles niederschreibe. Es fühlt sich unheimlich gut an, die Erinnerungen festzuhalten. Einige von Euch haben sicherlich meine Travel-Vlogs auf YouTube gesehen. Aber mein Herzstück? Mein Journey Book. Dort drin habe ich alle Erinnerungen und Erlebnisse, Erkenntnisse und Gedanken mit meinem LAMY Lx Füllhalter festgehalten. Ihr wisst bestimmt, dass ich seit nun mehr 17 Jahren fleißig Tagebuch schreibe und sich mittlerweile einige gefüllte Seiten angesammelt haben. Für jede meiner Reisen allerdings entsteht ein neues Buch, in dem ich nicht nur alles feinsäuberlich aufschreibe, sondern auch alles mögliche einklebe und gestalte. Auf den Fotos seht ihr einige Ausschnitte aus meinem Thailand-Erinnerungs-Buch. Ich liebe es, wenn ein Notizheft anfangs noch ordentlich und flach, später dann prall gefüllt,  benutzt und damit belebt aussieht.
Ähnliche Bücher habe ich schon auf meinen letzten Reisen gestaltet (ihr erinnert Euch vielleicht an diesen Post?) und wenn ich heute darin lese, dann werde ich an Situationen und Begebenheiten erinnert, die ich beinah vergessen hatte und bin für den Moment wieder im Urlaub.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Lamy.

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21 Kommentare

  • Reply Nadine 6. Juli 2017 at 11:53

    Hallo Luise,
    ein sehr toller und kreativer Beitrag. Auch dein Beitrag über deine Lieblingsmomente aus Vietnam fand ich wahnsinnig inspirierend. Ich habe direkt Lust bekommen auch ein Reisetagebuch meiner Reisen zu erstellen. Darf man fragen woher du dieses schöne Reisetagebuch hast? Das gefällt mir nämlich wahnsinnig gut.
    Mach weiter so wie du bist,
    Lieben Gruß

    • Kleinstadtcarrie 9. Juli 2017 at 16:10

      Liebe Nadine,

      das Reisetagebuch ist im Beitrag verlinkt 🙂 Und ist von Mein Journey Book 🙂

  • Reply Luise 25. Juni 2017 at 22:15

    Liebe Luise,
    hast du damals von deiner Zeit auf den Philippinen Blogposts über deine Reise oder Videos geteilt? Ich würde mich total für deine Zeit dort interessieren, da ich bald selbst 2 Monate dort bin! 🙂
    Liebe Grüße

  • Reply Marie 25. Juni 2017 at 15:30

    Wow schon wieder ein Post der mir so gut gefällt. Du hast die Seiten so schön gestaltet! Danke für deine Tipps, die Du uns in diesem Eintrag zu Thailand gegeben hast 🙂

  • Reply Kim 24. Juni 2017 at 15:12

    Eine wunderbare Idee. Ich habe für meinen letzten Urlaub auch ein Reisetagebuch dabei gehabt- das von odernichtoderdoch. Ich bin immer noch nicht fertig mit der Gestaltung, aber ich gucke trotzdem gerne immer wieder rein 🙂

    • Kleinstadtcarrie 24. Juni 2017 at 15:28

      Liebe Kim,

      jaa, das ist auch super schön das Reisetagebuch 🙂

  • Reply Fabienne 24. Juni 2017 at 12:01

    Ein sehr schöner Post Luise mit tollen Tipps 🙂 ! Zudem muss ich dich an dieser Stelle für die miteinbindung der Produktplatzierung loben das hat in diesem Fall wirklich gut gepasst und wirkte nicht fehl am Platz!
    Liebe Grüße
    Fabienne

  • Reply Dea 24. Juni 2017 at 11:12

    Unglaublich wie viel Liebe, Kreativität und Sorgfalt du in deine Reisetagebücher steckst – richtite Schmuckstücke sind das! Das ist so toll, liebe Luise!

  • Reply Kerstin 23. Juni 2017 at 18:24

    Tolle Reiseerinnerung! Man sollte sowieso viel mehr Fotos ausdrucken, gerade aus dem Urlaub. So kann man sie sich leichter wieder angucken und in Erinnerungen schwelgen.
    Füllst du dein Reisetagebuch unterwegs aus? Das sieht alles so ordentlich aus. Und zuhause werden dann die Fotos und die gezeichnete Karte ergänzt?
    Liebe Grüße

    • Kleinstadtcarrie 23. Juni 2017 at 18:59

      Liebe Kerstin,

      zumeist habe ich für unterwegs ein kleines Notizheft dabei, in dem ich alles stichpunktartig ausfülle. Zu Hause gestalte und schreibe ich das dann alles noch Mal ordentlich 🙂

  • Reply Marry 23. Juni 2017 at 15:20

    Ich glaube Tagebuch schreiben werde ich nie schaffen. Ich habe es schon so oft angefangen aber konnte das einfach nicht beibehalten. Es gibt so Tage wo ich mir denke „was soll ich denn da aufschrieben? Arbeiten, essen, Sport, Bett“ und das geht evtl. Dann auch mehrere Tage so. Das Reisebuch finde ich sehr schön! Das könnte ich mir auch noch vorstellen, aber schreibst du jeden Tag nieder? Was motiviert dich so sehr Tagebuch zu führen?

    • Kleinstadtcarrie 23. Juni 2017 at 19:01

      Liebe Marry,

      also bezüglich der Motivationsfrage: ich schreibe Tagebuch seit vielen vielen Jahren. Das liegt mir irgendwie im Blut. Das brauche ich. Ich schreibe natürlich auch nicht jeden Tag. Es gibt auch mal Monate, in denen ich gar nichts aufschreibe.
      Aber an und für sich hilft es mir einfach.
      Beim Reisetagebuch geht es mir besonders darum, alles zu behalten, nichts zu vergessen. 🙂

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Alina 23. Juni 2017 at 14:45

    Sehr schöner Post. Vielen Dank fürs Teilen <3 Die Gestaltung gefällt mir auch richtig gut 🙂
    Thailand war bestimmt eine tolle Erfahrung!
    A l i n a // alinacorona.de

  • Reply Dany 23. Juni 2017 at 14:09

    Ein unheimlich toller Beitrag. Von vorn bis hinten spannend. Ich liebe es, das du Produkte einfließen lässt aber den Fokus nicht nur auf das Produkt legst. So entstehen spannende Texte. Danke fürs teilhaben lassen!

    Liebst <3 Dany
    http://www.danyalacarte.de