Herz und Kopf.

/8. Juni 2017/45 Kommentare

P1440758 Kopie

Ich bin gern zur Schule gegangen.
Die Lehrer mochten mich. Ich kam immer mit. Schrieb meist gute Noten. Keine große Anstrengung. Ich hörte zu und schrieb mit und tat das, was von mir verlangt wurde.
Irgendwann. Hörte das auf. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr.

Denn: Ich wusste nie, wieso ich das tue. Wieso ich lerne. Wieso ich das abschreiben muss. Wieso ich so lernen muss. Stur auswendig lernen. Zuhören und abschreiben und das sagen, was von einem erwartet wird. Zuhören. Abschreiben. Antworten. Zuhören. Abschreiben. Antworten.
Und dann entscheide Dich zwischen Kunst und Musik. Und noch eine Sprache! Und Freitag Nachmittag Latein. Das Latinum. Das ist wichtig. Das braucht man. Und in Chemie wieder eine schlechte Note. Weil ich es nicht greifen kann. Und weil ich keine Lust mehr habe, irgendwas auswendig zu lernen, dass ich gar nicht versteh’ – nur des Auswendig Lernens wegen.

In wenigen Momenten hatte ich das Gefühl: zu verstehen. Das große Ganze zu erkennen. Dann machte das plötzlich alles irgendwie Sinn – Und dann ging es schon wieder weiter. Wieder ‘was Neues. Nicht Träumen!, riefen sie mir zu. Dabei war ich doch dabei zu verstehen. Das große Ganze zu erkennen.
Doch es geht nur um Fakten. Diese eine Lektion. Dieser eine neue Punkt auf dem Lehrplan. Also zuhören, abschreiben, nachsprechen. Im Chor.

Vielleicht ist es meine eigene Schuld.
Vielleicht war ich einfach zu langsam.
Aber – es hat doch noch ein paar Jahre gedauert, bis ich verstanden habe.
Also ich möchte sagen:
Man lernt Sprachen, um sich zu unterhalten.
Wir lernen Fakten, um zu überleben. Zu helfen. Zu entwickeln.
Wir lernen Geschichte, um zu verhindern, uns weiter zu entwickeln.
Ich möchte lernen, um zu begreifen. Um zu wachsen.  Ich möchte die Natur verstehen und wieso es Planeten gibt. Ich will Texte von schlauen Männern und Frauen lesen, die viel zu kompliziert verfasst sind und eigentlich ziemlich alt. Und dann will ich das anwenden. Daraus lernen. Auf uns anpassen. Das passt noch. Das hat Hand und Fuß. Gebt mir ein paar Minuten das zu verinnerlichen. Und am Ende ist es doch ganz egal, wer was wann und wo gesagt hat – es geht um die Botschaft. Es geht darum zu Verstehen. Zu Verinnerlichen. So, dass Kopf und Herz am Ende vielleicht eine Einheit ergeben. Nicht vielleicht. Ganz sicher. So, dass ich keine Münze mehr werfen muss – sondern selbst entscheiden kann. Denn das ist es, was wir eigentlich abwägen: Herz und Kopf.
Dabei geht es um beides. Also so, dass Herz und Kopf eine Einheit ergeben.
Ich möchte nicht starr abschreiben, sondern verstehen und behalten und begeistert sein.
Ich möchte eine Menge an Wissen. Eine menge an Wissen in meinem Herzen.

Und ich weiß, dass das heutzutage gar nicht so einfach ist.
Wenn wir jung sind und naiv, haben wir andere Dinge im Kopf.  Und leider gibt es keine Plattform auf der wir die Sprachen teilen, die wir sprechen. Es gibt kein Instagram mit Zeugnissen. Und ich weiß selbst, dass es irgendwie leichter fällt Leute mit schönen Urlaubsfotos als mit meinem Abschluss zu beeindrucken.
Aber am Ende: sehen die nur dieses hübsche Foto. Das blaue Meer. Schon tausend Mal gesehen. Immer noch schön.
Aber: was da noch ist? Bleibt verborgen. Obwohl es da ist. In Deinem Kopf. Und Deinem Herzen. Also bitte benutz‘ beides und gib Dir selber ein Like. Und kommentiere mit: „Weiter machen! Mehr lernen! Mehr verstehen!“ Und das Leben wird es auch tun. Dir ein Like geben.
Ein Gespräch.
Eine Erfahrung.
Ein unheimlich gutes Gefühl.
Endlich verstehen.

Also kauf Dir ein Buch statt einer neuen Tasche.
Nimm Dir ein bisschen mehr Zeit für neue Erkenntnisse.
Lerne eine neue Sprache und zeichne wunderbare Dinge in die Luft mit Deinen Worten. In die Köpfe anderer Menschen. In ihre Herzen.
Probier zu verstehen wie unser Sonnensystem funktioniert und finde Deinen Platz darin.
Such Dir etwas. Und perfektioniere es. Lerne. Übe. Probier Dich aus.
Kann es bitte wieder cool sein, der Streber zu sein? Können wir bitte alle zurück an den Schreibtisch und die Bibliothek? Lasst uns Grenzen vergessen und Geschichte machen. Lasst uns Teilchen entdecken und neue Dinge erfinden. Lasst uns einander helfen. Und dafür ein Like geben. Anerkennung. Selbstbewusstsein.

Du musst nicht schön sein. Strong and Beautiful.
Du musst gar nichts. – Aber es ist ziemlich cool im Flugzeug zu sitzen, stundenlang auf einen anderen Kontinenten zu fliegen und dort tatsächlich mit den Menschen zu sprechen, statt nur hübsch für die Kamera zu posieren. Es ist toll, wenn Du Deiner Reisebegleitung etwas über die Geschichte des Landes erzählen kannst und erklären, wieso es jetzt verdammt noch mal so viel regnet. Es ist aber mindestens genau so wertvoll wochenlang zu Hause zu sitzen, zu lernen und damit am Ende viel mehr voranzukommen als es jedes Flugzeug der Welt schaffen könnte.

Bitte: Herz und Kopf. Wir brauchen keine Münzen mehr werfen. Weil Zahlen nicht immer eine Rollen spielen. Herz und Kopf.

P1440716 Kopie

Diese Bilder aus Guinea, die ich in der Hauptstadt – Conakry – zusammen mit Daniel von Flightseeing geshootet habe, warten seitdem hier darauf veröffentlicht zu werden. Ich trage ein Kleid, welches mir Fanta, eine der Frauen aus dem Dorf Telimélé, geschneidert hat. Es passt wie angegossen und ist ein für Guinea ganz typisches Outfit.
Bisher haben mir die richtigen Worte gefehlt und kurz nach der Reise war das Unverständnis eurerseits und die Unsicherheit meinerseits einfach zu groß. Noch immer habe ich nicht alles verarbeitet und zerbreche mir über viele Dinge tagtäglich den Kopf, ohne zu einer Lösung zu kommen – aber ich gebe nicht auf. Gemeinsam schaffen wir das.

Fotos – Daniel
Bearbeitung – Vanessa Thiel 

P1440841 Kopie P1440774 KopieP1440727 KopieP1440652 Kopie P1440867 Kopie

Join the discussion

45 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Olivia Cancel Message

  • Reply Maikikii 19. Juni 2017 at 17:41

    Liebe Luise,
    Ein wundervoller Text und super schöne Bilder!
    Alles ist so natürlich und überhaupt nicht aufgesetzt. Deine Wort berühren und das schaffen nicht viele Menschen. Schön, dass du so ehrlich schreibst.
    Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Maike

  • Reply Janine 12. Juni 2017 at 20:07

    So wahr einfach… Ohne Worte! Du bringst es einfach auf den Punkt! 🙂

  • Reply Laura 12. Juni 2017 at 17:05

    Tolle Worte, ein tolles Outfit und geniale Bilder! Ich finde es spannend zu sehen, wie du dich entwickelst und außerdem finde ich es bewundernswert, in welcher Ehrlichkeit du deine Leser/innen an deinem Leben teilhaben lässt. Mach weiter so! 🙂 LG, Laura von HoseOnline

  • Reply Lara 10. Juni 2017 at 22:15

    Luise, so ein toller Text! Du bist einfach so unglaublich klug und weltoffen. Das liebe ich an dir! Ich finde auch, es sollte mehr geschätzt und honoriert werden, wenn Menschen sich bilden, um sich Meinung selbst bilden zu können und nicht nur eine andere Meinung nachzuplappern. Es ist wichtig, dass wir uns mit Themen befassen können und ich würde mir wünschen, dass ich zu meiner Schulzeit auch schon so gedacht hätte. Jetzt studiere ich Jura und merke wie viel man eigentlich lernen kann, wenn man will/muss und was alles möglich ist!

  • Reply Anna 10. Juni 2017 at 15:43

    „Es ist aber mindestens genau so wertvoll wochenlang zu Hause zu sitzen, zu lernen und damit am Ende viel mehr voranzukommen als es jedes Flugzeug der Welt schaffen könnte.“

    Danke für diese wahren und motivierenden Worte. Das habe ich kurz vor meinem juristischen Staatsexamen gebraucht, ich sitze nämlich seit Monaten am Schreibtisch, um bald ein ganz großes Stück vorangekommen zu sein. Trotzdem scheint man Leute heute mehr damit beeindrucken zu können, an welchen Orten man schon mal war oder welches Auto man fährt, anstatt mit einem Abschluss oder einfach Wissen.

    Schön, dass du da anders denkst 🙂

  • Reply Ellie 10. Juni 2017 at 15:20

    Danke für diesen tollen Post!<3
    Ich gehe gerade noch zur Schule, da ich ja 16 bin, und irgendwie geht es mir genau so. Nur, dass ich genau weis, wieso ich das mache. Nämlich um zu studieren und den Beruf auszuüben den ich shcon immer wollte. Aber ich weiss, dass sehr vieles was ich lerne, ich nie brauchen werde. Deshalb geht es mir gnau so und ich frage mich immer: Wieso?
    http://www.blogellive.com

  • Reply Ines 10. Juni 2017 at 14:34

    Liebe Luise, es ist einfach wunderbar Dich anzusehen und mal einen Text von Dir zu lesen. Ich lese hier nicht oft, sehe nur die atemraubenden Bilder die Du postest und es gibt mir plötzlich ein ganz wohliges Gefühl im Herzen- in dein Gesicht zu blicken und zu erkennen, dass es dir gut geht. Du bist da, wo du immer sein wolltest 🙂 schön, das Deine Träume in Erfüllung gegangen sind. Pass auf dich auf :>

    • Kleinstadtcarrie 11. Juni 2017 at 08:39

      Ines 🙂 Es ist immer schön von Dir zu hören!
      Diese Worte bedeuten mir wirklich die Welt. <3

  • Reply Urte 10. Juni 2017 at 14:09

    Wie schön Du bist, im Herzen, im Verstand. Danke.

  • Reply Sharina 10. Juni 2017 at 13:10

    Dieser Beitrag ist unfassbar gut! Es macht mir so viel Spaß deine Texte zu lesen, sie geben so viele Anstöße zum Nachdenken und sich selbst hinterfragen. Bitte bleib zwischen all den anderen Bloggern so außergewöhnlich wie du bist!

  • Reply Xenia 10. Juni 2017 at 10:25

    Hallo Luise, dein Text ist einfach….!
    Ich lese deinen Blog jetzt „schon“ seit 2 Jahren, hatte diesen Blog aber ein bisschen aus den Augen verloren und gerade nach einer etwas längeren Zeit mal wieder einen Text gelesen ….diesen Text: jetzt weiß ich wieder warum ich deinen Blog, deine Texte so gut finde, ich habe keine Ahnung wie du es schaffst aber du schreibst sooo tolle Texte die mich jedes mal wieder sprachlos machen.
    Liebe Grüße Xenia

    • Kleinstadtcarrie 10. Juni 2017 at 10:26

      Danke Xenia 🙂 Das bedeutet mir die Welt!

  • Reply Janina 10. Juni 2017 at 06:20

    Liebste Luise,
    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich will so oft einen Kommentar unter deinen Beiträgen verfassen, die mir sehr sehr oft direkt aus der Seele sprechen. Leider mach‘ ichs trotzdem nicht (weil mir auch oft einfach die Worte fehlen :D), aber das will ich ändern.
    Du bist so eine große Inspiration für mich in jeglichen Hinsichten und es ist unfassbar, wie du schreibst und deine Gedanken greifen und in Texte verpacken kannst, die einen berühren und zum Nachdenken bringen!
    Das Thema dieses Textes schwirrt mir besonders in der letzten Zeit im Kopf herum, da ich mein Abitur letzten Monat gemacht habe.
    Auch ich bin der Meinung, dass zu viel auswendig und nicht begriffen und verstanden wird, weil leider so oft keine Zeit ist zum Hinterfragen und überdenken, was das Lernen für mich ausmacht.. Denn wenn man ein Thema von allen Seiten selbst überdenkt, dann entsteht ein Zusammenhang, der stures Auswendig lernen unnötig macht.
    Es gibt einfach Themen, bei denen man sich denkt: „Wofür brauch ich das denn mal?!“
    In solchen Momenten versuche ich mir vor Augen zu halten, wie unglaublich glücklich wir darüber sein können, die Chance auf Bildung zu haben. Dann wird es ein bisschen erträglicher 😀
    Aber, was du ja auch angesprochen hast, man sollte einfach niemals aufhören, sich zu informieren, zu lesen, zu fragen, zu beobachten, aufmerksam und achtsam zu sein. Und dankbar.
    So, das war jetzt nicht nur auf diesen Post bezogen, aber ich hatte gerade mal Zeit (ich sitze am Bahnhof – und fahr übrigens genauso gerne Zug wie du! :)) und Lust, Dir diese Gedanken mitzuteilen.

    DANKE FÜR ALLES, LUISE! <3
    Liebe Grüße

    Janina

    P.S.: Das sind mit (!) die schönsten Fotos, die ich je gesehen habe. Das Kleid und die "Geschichte" dazu ist ein Traum und deine Natürlichkeit erst! 🙂

    • Kleinstadtcarrie 10. Juni 2017 at 09:58

      Janina,

      vielen vielen vielen Dank.
      Was für ein wunderschöner Kommentar.

      Genieß das Wochenende!

  • Reply Mias 10. Juni 2017 at 02:18

    Wahnsinn, inspiriert mich!

  • Reply Carolin 9. Juni 2017 at 23:35

    Ich könnte diesem Text wohl kaum mehr zusammen! Bildung ist so wichtig für unsere Gesellschaft und ich würde mir einfach wünschen, dass sich die Menschen wieder viel mehr Zeit nehmen, um zu lernen und zu verstehen. Sich neues Wissen anzueignen sollte Freude bereiten und nicht als nervig betrachtet werden.

  • Reply Lena 9. Juni 2017 at 23:10

    Schöner Text und schöne Bilder 🙂
    Also ich liebe es was Neues zu lernen und das große Ganze hat mich immer interessiert. Aber im Moment verstehe ich einfach nicht, wieso ich eine Bachelorarbeit schreiben muss, obwohl ich es einfach nicht kann. Ich kämpfe um jede Seite und auch wenn es für andere lächerlich klingt, es ist so frustrierend für mich 😀

    • Kleinstadtcarrie 10. Juni 2017 at 09:56

      Liebe Lena,

      Du schaffst das! 🙂
      Habe im Januar meine Bachelorarbeit geschrieben und drücke Dir jetzt fest die Daumen!

    • Lena 10. Juni 2017 at 11:18

      Danke dir! Du bist echt die Beste!!

  • Reply Kim 9. Juni 2017 at 22:18

    Danke, dass du anders bist als die meisten Modeblogger. Ich bin selbst Redakteurin und es tut gut, wenn es noch Menschen gibt, die schreiben und lesen. Und sich Gedanken machen, Dinge kritisch sehen. Ich verfolge dich wirklich schon lange, aber in letzter Zeit inspirierst du mich mehr denn je. Danke und weiter so. Ich möchte auch lernen, lesen und mit Menschen sprechen. Das gibt einem so viel mehr als eine Stunde auf Instagram oder im online shop.

  • Reply Patricia 9. Juni 2017 at 19:43

    Liebe Luise!
    obwohl du so viel reist und dies auch anpreist durch Bilder am Strand, Bilder vom Essen, Bilder von Wohlstand, machen dich deine Texte zu so viel mehr! Du lässt uns hinter die Fassade schauen und das ist so authentisch. Sei bitte weiter so vieseitig engagiert. Es macht Spaß dich bei all dem zu begleiten.

    • Kleinstadtcarrie 10. Juni 2017 at 09:57

      Das werde ich tun, Patricia 🙂
      Danke für Eure Unterstützung.

  • Reply Stephie 9. Juni 2017 at 13:18

    Ein wirklich schöner und inspirierender Beitrag. Manchmal muss man dafür kämpfen das Lernen nicht zu verlernen und ich denke, dass man diesen „Kampf“ niemals aufgeben sollte.
    Vielen Dank für deinen zahlreichen tollen Content in letzter Zeit!

  • Reply Dany 9. Juni 2017 at 08:34

    Jetzt rattert es aber gewaltig in meinem Kopf. Das ist genau das Thema, was mir immer und immer wieder Kopfzerbrechen bereitet. Mir fiel das lernen und verstehen wollen schwe, weil ich kein Ziel hatte. Und auch jetzt habe ich immernoch das Gefühl noch lang nicht angekommen zu sein. Wenn ich mich für etwas interessiere, dann brauche ich nichts auswendig zu lernen – denn dann lese und verstehe ich. Ich sehe und begreife. Mich selbst bringt dein Text wieder zum nachdenken wo ich eigentlich hin will. Wo mein Platz im Sonnensystem ist. Ich bin ein Querdenker. Ich hinterfrage Dinge. In der Schule kam das nie gut an, aber warum? Und dann hab ich irgendwann aufgehört zu fragen… und zu verstehen.

    Liebste Grüße Dany

    http://www.danyalacarte.de/

    • Kleinstadtcarrie 9. Juni 2017 at 17:22

      Nicht aufhören zu fragen!!! 🙂

      Liebe Grüße an Dich Dany.

  • Reply Mister Matthew 8. Juni 2017 at 22:16

    Hey 🙂
    Das Bild mit den Jungs ist einfach nur herrlich! Wie die dir hinterherschauen, süß! 🙂
    Liebe Grüße <3

    • Kleinstadtcarrie 9. Juni 2017 at 17:25

      haha ja, das war auch total witzig mit denen 🙂

      Liebe Grüße an Dich <3

  • Reply Ilka 8. Juni 2017 at 20:48

    Wunderbare Worte. Danke <3

  • Reply Kathleen 8. Juni 2017 at 19:15

    Nicht nur die Bilder des Beitrages sind wunderschön, sondern auch der Text berührt einfach mein Herz. Wahre Worte, die dort aufgeschrieben hast 🙂

    Liebe Grüße
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

  • Reply Olivia 8. Juni 2017 at 17:54

    Liebe Luise,
    als angehende Lehrerin bedeuten mir diese Worte viel. Ich habe auch den Anspruch an mich, meine zukünftigen Schüler mitzureißen, den Biologieunterricht nicht fragmentarisch zu gestalten, sondern die Kinder das große Ganze betrachten zu lassen und hoffentlich zu begeistern, Stück für Stück von unserer Welt zu verstehen. Schule und Lehrer können so viel bewegen, wenn sie es gut machen. Dein Text motiviert mich ungemein für mein Studium und meinen Beruf, danke alleine dafür.

    Liebe Grüße an Dich
    Olivia

    • Kleinstadtcarrie 9. Juni 2017 at 17:25

      Olivia,
      was für ein schöner Kommentar! Das ist gerade wirklich herrlich zu lesen. Danke Dir und alles gute für Dich 🙂

  • Reply herzballon 8. Juni 2017 at 17:52

    Ein wirklich toller Post. Ich lese hier schon jahrelang mit und mir haben schon sehr viele deiner Posts sehr gut gefallen, aber dieser hier ist besonders toll. Ich glaube es geht vielen so, dass wir in der Schule auswendiglernen und nicht verstehen. Ich las im Internet mal einen ziemlich weit verbreitetes Zitat „In der Schule geht es nicht mehr ums Lernen, sondern ums Bestehen.“ Aber vielleicht haben viele Schüler daran einen viel größeren Anteil als sie denken. Denn wenn man wirklich will, dann kann man auch in der Schule lernen. Man muss nicht nur auswendig lernen. Man kann – mit etwas Leidenschaft – in einigen Fächern viel mitnehmen. Und auch außerhalb kann man so viel lernen, dass einen beim finden seiner Persönlichkeit, seiner Vorlieben und Kenntnisse voran bringt.
    Danke für den tollen Text.
    Das Kleid ist wirklich sehr schön. Ich bin ein Fan von traditioneller „Kulturkleidung“ (herje, gibt es dafür einen richtigen Begriff?)

    Grüße
    Anneke

  • Reply Verena 8. Juni 2017 at 17:50

    „Lasst uns Grenzen vergessen und Geschichte machen!“- du bist ein unglaublicher Mensch Luise!
    Wirklich, ich danke dir von Herzen, für die Schönheit IN deinem Kopf. Un wenn ich das mal als Fran Anfang 30 so sagen darf – du bist weitaus reifer, als ich es in deinem Alter war!
    Ich bin zwar auch ein Bücherwurm und wissensdurstig. Aber so fokussiert, so bei mir, wie du es zu sein scheinst, war ich bei weitem nicht. Da komme ich erst jetzt langsam hin. Durchs weiter gehen, durchs lernen – wie du sagst.

    Beeindruckende Gedanken, mit sehr viel Tiefgang!

    Danke, danke, danke

    Verena

    • Kleinstadtcarrie 9. Juni 2017 at 17:26

      Verena,

      ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich habe irgendwie Tränen in den Augen und ein Grinsen im Gesicht. Danke!

  • Reply Katharina 8. Juni 2017 at 17:26

    Ein wirklich beeindruckender Post. Jeder sollte das, was du hier gerade aufgeschrieben hast, irgendwann verstehen. Bei mir hat es auch erst nach der Schule und nach verschiedenen prägenden Ereignissen „klick“ gemacht. Du bist eine tolle Bloggerin und ein großartiger Mensch!

  • Reply Lena 8. Juni 2017 at 17:08

    Ganz ehrlich, Luise: VIELEN DANK FÜR DIESEN POST!
    Ich weiß nicht, ob wir hundertprozentig die gleiche Intention haben, aber ich denke es geht zumindest in eine ähnliche Richtung. Mich persönlich beschäftigt schon ziemlich lange die Tatsache, dass – etwas übertrieben ausgedrückt – einfach alle nur noch „Influencer“ bzw. Youtuber als Berufswunsch haben. Klingt ja auch nach ’nem super Job. Keine lange Ausbildung oder Studium nötig, man reist durch die Welt, schneidet ab und zu ein paar Videos und wird für seine schönen Fotos mit tollen Klamotten bezahlt. Wer möchte da schon Bäcker, Lehrer, Arzt werden?
    Ich denke, jedem ist klar, dass das eine Gesellschaft nicht funktionieren kann, wenn jeder plötzlich „nur“ professioneller Instagramer ist. Aber ich glaube, für viele junge Menschen ist es dabei unglaublich schwierig, sich trotzdem für einen „normalen“ Beruf zu begeistern…
    Seit wann ist Bildung überhaupt so unpopulär geworden? Es kann mindestens genauso erfüllend sein, später jemandem das Leben retten zu können, Kindern lesen und schreiben beizubringen, etc. wie in Thailand am Strand rumzuliegen. Ist halt nur nicht so fotogen…

    Was ich auf jeden Fall sagen möchte: ich finde, dein Blog ist viel interessanter geworden seit du aus Guinea zurück bist und ich freue mich wirklich schon sehr auf andere Posts wie diesen hier.

    • Kleinstadtcarrie 9. Juni 2017 at 17:29

      „Es kann mindestens genauso erfüllend sein, später jemandem das Leben retten zu können, Kindern lesen und schreiben beizubringen..“ – es kann nicht nur, es ist auch so – denke ich!

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Seit Guinea habe ich mich auch persönlich sehr verändert und nach wie vor arbeitet dadurch noch einiges in mir. Und es ist so schön hier auf solche Resonanz zu treffen und sich austauschen zu können. Danke.

  • Reply Maren 8. Juni 2017 at 13:03

    Ich lese deinen Blog schon seit einigen Jahren, habe mich aber höchstens 1, 2 Mal zu Wort gemeldet. Mal drüber gelesen, mal bewundert, mal nicht gut gefunden und mich vor allem immer wieder unglaublich gefreut, wenn du deinem Ärger über die Situation in Dresden Luft gemacht hast. Aber hier muss ich meinen Senf dazu geben: Das sind die stärksten, schönsten Fotos und einer der schönsten, wichtigsten Texte, die ich hier sah und las. Danke dir. 🙂

  • Reply Susi 8. Juni 2017 at 11:43

    Sehr schöner Text! gerade habe ich mich vom lernen ablenken lassen und bin jetzt motiviert weiter zu machen 😀
    es ist wirklich manchmal schwierig sich klar zu machen wofür man lernt. auch im Studium noch.

    die Bilder finde ich sehr toll. auch das Kleid gefällt mir richtig gut! es wirkt gar nicht so typisch traditionell wie man sich solche Kleider immer vorstellt 🙂