Wochenrückblick #9

/5. März 2017/40 Kommentare

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gemacht: leider bin ich seit meiner Rückkehr aus Guinea sehr krank und kann eigentlich nicht viel machen – ärgerlich! Aber irgendwie auch passend: es gibt viel zu überdenken und da ist es eigentlich doch wirklich hilfreich ans Bett gefesselt zu sein. Die frühlingshaften Temperaturen locken mich aber nach draußen und ich hoffe, dass ich bald wieder fit bin.

gefroren: habe ich immer, sobald ich doch mal einen Fuß vor die Tür gesetzt habe. Ein Temperaturunterschied von fast 40 Kelvin ist doch ziemlich heftig.

getippt: Eine Menge – das Feedback zum letzten Wochenrückblick war ja ziemlich kontrovers und es wurde heiß diskutiert. Schade, dass dann beim ersten richtigen Bericht zur Reise die Resonanz ausblieb.

geärgert: darüber, dass ich mich habe verleiten lassen so schnell etwas zu veröffentlichen. Und darüber, wie damit umgegangen wurde – das wisst ihr ja auch mittlerweile alle. Außerdem über meinen anhaltenden Husten, der mich jede Nacht wach hält. Darüber, dass Termine sich immer überschneiden müssen und das Desinteresse und die schlechte Laune, die Negativität hier in Deutschland.

gefragt: „Wie war’s?“ – die mir meistgestellteste Frage in dieser Woche. Und absolut nicht zu beantworten. Man kann all‘ die Gefühle, Eindrücke und Erlebnisse nicht in einen Satz, in einen Blogbeitrag oder einen Nachmittag quetschen. Das geht nicht. Aber ich werde mein Bestes geben, Euch die Frage so gut es geht zu beantworten und so viele Eindrücke und Empfindungen wie möglich mit Euch zu teilen – Wieso ich mich dafür entschieden habe? Ich möchte helfen. Ich möchte das Projekt bekannter machen und für das Thema an sich sensibilisieren. Deswegen bin ich nach Guinea geflogen. Und ich werde das jetzt durchziehen. Denn: es kann nicht jeder von uns diese Reise machen. Und es sollte nicht jeder von uns diese Reise machen. Ich hatte es in meinem letzten Beitrag schon kurz angeschnitten. Die Frage ist: Wie kann ich effektiv helfen?

gesprochen: Und genau dazu hatte ich in der vergangenen Woche ein spannendes Gespräch – ich wollte mir nur kurz die Beine vertreten, ein bisschen frische Luft schnappen. Und dann entschied ich mich für einen kurzen Abstecher in einen 1-Welt-Laden in der Nähe. Ich sah‘ mich um und gerade als ich im Begriff war, wieder nach draußen zu gehen, sprach mich die Verkäuferin an und wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihr von Afrika und sie fiel wegen meines ökologischen Fußabdrucks bald vom Hocker (seither arbeitet es ganz schön bei mir – bald mehr dazu) … jedenfalls ging es dann eben um die bereits gestellte Frage: Wie kann ich effektiv helfen?
Ist diese Spendenkultur überhaupt der richtige Weg oder müssen wir schon ein paar Schritte weiter vorn anfangen? Ja, müssen wir. Das Spenden gut gemeint sind, ist klar. Dass sie aber teilweise völlig unnütz sind (besonders Sachspenden), habe ich in Guinea erfahren müssen. Dass nicht jeder für zwei Wochen streichen nach Guinea fliegen kann, sollte ebenfalls klar sein – was es braucht sind: kreative Ideen, die den Menschen vor Ort wirklich nützlich sind. – versteht das bitte als einige Gedankenfetzen, die ich aus dem Gespräch mitgenommen habe. Und: sprecht! Redet! Tauscht Euch aus!

gedacht: ziemlich ziemlich ziemlich viel. Ich habe mich wieder mal selbst hinterfragt, mein Tun und Sein und wie es weiter geht. Einige bezeichneten meinen Post vom vergangenen Sonntag auf meiner Facebookseite als kindisch und trotzig – und auch darüber habe ich nachgedacht. Ja, ich habe den Beitrag wütend und traurig und sauer in die Tasten gehackt. Ja, ich war enttäuscht und ja, ich habe meine dicke Haut wieder… habe mich an den Umgangston und die Missverständnisse gewöhnt. Das ist okay.
Nichtsdestotrotz stehe ich nach wie vor hinter meiner Aussage und beschäftige mich auch immer noch mit der Frage, ob das hier meine Welt ist. Und das zu recht – schließlich handelt es sich bei der Blogger- und Influencerwelt um einen großen, sehr großen Anteil meines Alltags, Lebens. Es ist mein Beruf. Und ja, ich frage mich, ob ich das weiterhin behaupten möchte. Ich frage mich, ob ich weiterhin in der Mode- und Werbeindustrie arbeiten und diese nahezu verherrlichen möchte. Ich weiß, dass ich im Vergleich zu einigen meiner Kolleginnen noch ein harmloses Beispiel bin – aber möchte ich diesen Wahn weiterhin unterstützen? Was möchte ich sonst machen? Wie werde ich in Zukunft mein Geld verdienen? – alles Fragen, die mich beschäftigen.
Und wenn man darüber nachdenkt und eine zweiwöchige Reise Deine ganze Vorstellung von deinem zukünftigen und derzeitigen Leben umwirft, dann darf man sich auch mal öffentlichen dazu äußern.

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gefürchtet: Es wird noch einen separaten Post dazu geben – aber schon mal vorab: ich fliege kommende Woche nach New York. Und das ist okay. Und ich werde jegliche Vorwürfe löschen. Denn 1. es macht mich glücklich, denn Menschen, die ich liebe, leben in New York. 2. Meine Reisen und jeweiligen Phasen gegeneinander aufzuwiegen und als „besser“ oder „schlechter“ zu beurteilen verbitte ich mir – vielleicht habe ich mich in NY nicht vorbildlich für jeden verhalten, aber ich war unendlich glücklich, bin über mich selbst hinausgewachsen und habe Freunde für’s Leben gefunden. Mit meiner Zeit in Guinea ist das absolut nicht zu vergleichen. Ein Vergleich ist weder möglich, noch nötig. 3. Nur weil mein etwas richtig macht, etwas verändern möchte, jemandem helfen möchte – dann heißt das nicht, dass man automatisch alles richtig machen kann. Da steht uns unser Ego im Weg.
Ich wundere mich tatsächlich immer wieder über das Phänomen, dass Menschen – besonders online – die etwas „richtig“ machen, für jeden Ausreißer oder Aussetzer verurteilt werden, alle anderen aber, die sich überhaupt nicht für das Leid der Welt, Klimawandel und Co. zu interessieren scheinen, die werden dafür aber auch nicht zur Rechenschaft gezogen. Nicht, dass ich Letzteres für richtig halten würde, aber ich empfinde es als Doppelmoral, wenn DariaDaria für einen Flug fertig gemacht wird, aber im nächsten Atemzug Caro und Co. angehimmelt werden, weil sie von Stadt zu Stadt jetten und ihr Hotelzimmerboden vor lauter Klamotten nicht mehr zu sehen ist.

gefreut: über den regen Austausch mit Euch und meinem Umfeld. Über die Tatsache, dass ich in einem warmen Bett schlafen darf – jeden Abend. Über frische Schnittblumen, Krankenbesuch und ganz besonders darüber, wenn sich jemand wirklich dafür interessiert, was ich erlebt und empfunden habe.

geshootet: habe ich nicht ein einziges Foto – daher dieses Outfit, welches ich schon lange vor der Afrikareise geknipst habe. Irgendwie fühlt sich das gar nicht so an, als wäre ich das. Merkwürdig, aber vielleicht gefällt Euch der Look ja trotzdem…denn so ganz ohne Bilder wollte ich den Post nicht online stellen. Sehen wir es doch einfach als Zwischen den Welten – auf jeden Fall entsprechend meiner aktuellen Gefühlslage.

gelernt: Weniger Ego – mehr Miteinander! Nur so schaffen wir es, nicht nur uns selbst, sondern die Welt zu etwas Besserem zu machen.

geschnitten: alle möglichen Videos – den zweiten Teil meines Guinea Tagebuchs findet ihr jetzt auf meinem YouTubekanal!

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40 Kommentare

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  • Reply finja 6. März 2017 at 19:44

    Oh ich liebe dieses Format, speicher mir deinen Artikel direkt mal fuer spaeter ab! Hab ne schoene Woche! 🙂
    xx finja | http://www.effcaa.com

  • Reply Lea Katharina 6. März 2017 at 18:09

    Liebe Luise,
    Es gibt Dinge die kommen nicht von heute auf morgen. Ich denke die Leute verstehen nicht das das hier erst der Beginn des umdenkens ist, das alles irgendwo seinen Anfang findet und man dann nicht sofort ein völlig perfekter Mensch ist ohne jegliche Doppelmoral – denn wir alle haben nicht nur eine Seite – sondern mehrere – wir haben Bedürfnisse – wir haben Träume und Vorstellungen – und alles kann man eben nicht sofort umwerfen und verändern, das Leben ist ein Prozess. Als ich im Sommer begann bei einem Naturschutzverein zu arbeiten begann dieser Prozess bei mir. Ich habe aufgehört Fleisch zu essen, Mikroplastik zu verwenden und mir mehr Gedanken über unseren Planeten, über unsere Weg-Werf-Gesellschaft zu machen – trotzdem kaufe ich manchmal Bonbons bei denen jedes einzeln verpackt ist und produziere viel Plastikmüll. Manchmal will ich einfach eine halbe Stunde duschen statt 5 Minuten trotz Wasserverschwendung. Ich bin manchmal faul und fahre nicht mit dem Fahrrad. All das passiert mir immer und immer wieder – und ich versuche es zu hinterfragen – worauf kann ich verzichten – was ist mir WIRKLICH wichtig. Was brauche ich jetzt mal. Und dann versuche ich abzuwiegen. So was braucht vorallem Zeit. Und ich finde es gut das du dir diese nimmst. Das du anfängst zu hinterfragen, mehr darüber nachzudenken. Du weist das Fliegen nicht gut ist für die Umwelt, aber vielleicht sparst du dann an einer Sache die wir nicht sehen – die für dich nicht so wichtig ist wie deine Freunde zu sehen. Ein Mensch ist nie nur gut. Und wir sollten das gute in jedem sehen. Wir sollten sagen: JA SIE IST HINGEFAHREN. SIE UNTERSTÜTZT EIN PROJEKT, MENSCHEN. SIE NUTZT IHRE REICHWEITE UND HINTERFRAGT IHR EIGENES HANDELN statt: SIE MACHT NUR URLAUB WEIL SIE FOTOS AM SEE GEPOSTET HAT. SIE FLIEGT JETZT WIEDER NACH NYC OBWOHL ES SCHLECHT FÜR DIE UMWELT IST. SIE TUT DAS GANZE NUR FÜR AUFMERKSAMKEIT. Du machst das wirklich gut. Dein Block ist wirklich gut. Du stehst wirklich hinter den Dingen die du machst. Diese Kommentare werden irgendwann in deinem Gedächnis verblassen aber diese Erfahrung wird dir immer bleiben, und den Menschen die du damit unterstützt hast genauso. Hinterfrage weiter, wäge weiter ab und du wirst immer mehr in die Richtung gehen (Beruflich und Privat) die dir gut tut. Mit der du dich wohlfühlst – egal was andere sagen.
    Ganz viel Liebe,
    Lea Katharina

    • Kleinstadtcarrie 6. März 2017 at 18:21

      Liebe Lea Katharina –
      ich hätte nicht gedacht, dass es mir gut tut, wenn mir jemand berichtet, was er „falsch“ macht. Irgendwie beruhigt es mich. Klar, ich weiß, dass eigentlich niemand durchweg nachhaltig lebt – aber das so schwarz auf weiß von jemandem, der sich selbst reflektiert, zu lesen, das hilft mir sehr. Danke dafür!

  • Reply Nina 6. März 2017 at 17:52

    Hey Luise,
    normalerweise bin ich eine stille Mitleserin. Vor ein paar Jahren wollte ich deinem nach einem Post über Statussymbole eigentlich gar nicht mehr Lesen. Indem ging des darum, dass du diese zum Ausdruck brauchst um zu zeigen was du bist, erreicht hast, wonach du strebst. Ich dachte damals nur: Wieso glaubt sie ist sie, dass sie wenn jemand mit einer Tasche von Michael Kors etc. mehr erreicht hat, als jemand günstig gekleidet ist, der vielleicht sein Geld lieber in Reisen investiert und zahlreiche Erfahrungen im Herzen trägt? Du bist vor allem durch deine Reisen in der letzten Monaten so über dich hinausgewachsen und ich bin froh, dass ich immer noch deinen Blog lese.

    • Kleinstadtcarrie 6. März 2017 at 18:23

      Liebe Nina,

      ich weiß, welchen Beitrag du meinst – er ist aber schon damals nicht so gemeint gewesen (werd‘ mir den Beitrag aber gleich selber noch mal durchlesen!!) – aber trotzdem Danke für Dein Feedback <3

  • Reply Anni 6. März 2017 at 13:53

    „ich empfinde es als Doppelmoral, wenn DariaDaria für einen Flug fertig gemacht wird, aber im nächsten Atemzug Caro und Co. angehimmelt werden, weil sie von Stadt zu Stadt jetten und ihr Hotelzimmerboden vor lauter Klamotten nicht mehr zu sehen ist.“ Danke für diese Formulierung! Ich empfinde das ganz genauso und ich frage mich auch, warum das eigentlich so gekommen ist.

  • Reply Charlotte 6. März 2017 at 12:25

    Liebe Luise, ich finde es klasse, dass du diesen mutigen Schritt gewagt hast, obwohl du sicherlich schon mit der Doppelmoral und der bevorstehenden Kritik der „richtenden Jury“, die manche der Leser hier vielleicht als Teilzeitjob ansehen, gerechnet hattest. Du bist niemandem von uns irgendeine Rechenschaft schuldig. Und ganz im Ernst, du bist so jung, du musst nicht gleich die 100 % sein. Du kannst ein Leben haben als jemand, der hilft und ein gutes Herz hat, und trotzdem noch ein Leben voller Freuden, die man als jemand in den frühen Zwanzigern bewusst genießen sollte, haben. Jeder Schritt ist super. Alles andere kann dann irgendwann kommen. Ich möchte nur, dass du weißt, dass viele hier hinter dir stehen und du uns auch inspirierst. Alles Liebe für dich! Charlotte

    • Kleinstadtcarrie 6. März 2017 at 12:31

      Danke Charlotte. Es tut wirklich gut, das so zu lesen!

  • Reply Nora 6. März 2017 at 11:44

    Hey Luise,
    nur ganz kurz ein Lesehinweis zu der Frage, wie man persönlich denn nun wirklich am besten helfen kann: William MacAskill – Effektiver Altruismus. Auch wenn ich mich dem Konzept, das er und andere da vertreten, nicht zu 100% zuordnen kann, gibt das Buch wirklich sehr hilfreiche Gedankenansätze, plausible Erklärungen für die Bewertung von Entwicklungshilfe und auch Anleitungen dazu, wie man seinen eigenen Weg finden kann durch all die Möglichkeiten des „Gutes tun“ und Helfenwollens.
    Also wenn es dich wirklich interessiert (und auch zu dem scheinbaren Gegensatz von „Mal nach New York fliegen“ und „Gutes tun wollen“ gibt es darin interessante Kapitel), kann ich es dir nur ans Herz legen. Ist auch für ein wissenschaftliches Werk wirklich sehr gut lesbar und spannend aufbereitet.
    Liebe Grüße,
    Nora

    • Kleinstadtcarrie 6. März 2017 at 12:16

      Danke Nora,
      werde mir das Buch direkt kaufen!! Bin gespannt 🙂

  • Reply Julia 6. März 2017 at 11:40

    Liebe Luise,

    ich mag deine Art zu schreiben sehr gerne. Und vor allem finde ich es unfassbar wichtig, dass und wie du über politische Dinge schreibst. Seit ich in der Jugendverbandsarbeit mehr Verantwortung trage, merke ich immer wieder, wie wichtig es ist, politisch zu sein und dass ich mich nicht engagieren kann, ohne darin (jugend-)politisch zu sein. Umso mehr freut es mich, dass du politischen Themen hier Raum gibst. Bitte hör nicht auf damit!

    Liebe Grüße,
    Julia

  • Reply nathalie 5. März 2017 at 20:59

    oh ich liebe die schuhe! mega toll 🙂
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  • Reply Steph 5. März 2017 at 20:53

    Ich glaube die Resonanz blieb aus weil das Thema Guinea schon durch gekaut wurde. You don’t have a second chance to make a first impression. Leser wissen nie genau wie sich der Schreiber fuehlt und was seine Absichten sind, und viele nehmen das Geschriebene unterschiedlich wahr. Meiner Meinung nach war es einfach ungluecklich, dass die ersten Eindruecke via Instagram und hier aussahen als waerst du im Urlaub gewesen. Und ja, es ist am blogger sein Image zu managen und es kam eben so an wie ich und andere beschrieben hatten. Ich habe den Beitrag gelesen wie es zu der Reise kam. Ueberzeugt? Nicht ganz. Es kam nicht bis zu mir durch, dass du bei der Vorstellung des Projekts dachtest du musst den Menschen unbedingt helfen. Ich persoenlich bin nicht ueberzeugt, dass der Gedanke Hilfe zu leisten der Hauptgrund fuer die Reise war. Und vielleicht liege ich damit falsch. Dann ist es eben so. Sicher wird das dich und andere dann nicht tangieren.

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 22:27

      Du liegst falsch – mehr will ich zu solchen Kommentaren auch nicht mehr sagen 🙂
      Und noch etwas: Ziel meiner Beiträge ist es auch nicht, Dich von irgendetwas zu überzeugen! Also denk wie du magst, aber bitte belaste mich damit nicht weiter. Dafür wäre ich Dir jedenfalls sehr dankbar.

      Beste Grüße,
      Luise

    • Alba 6. März 2017 at 18:19

      Aber Luise, das ist doch kein schlechter Kommentar gewesen? Ich finde eher, ein sehr ehrlicher. Und Meinungen sind nun einmal nicht alle positiv. Wenn du nicht möchtest, dass dir jemand sowas oder schlimmeres schreibt, dann schalte die Kommentare ab. Und das sage ich dir als jemand, der die Kommentare auch schon ausgestellt hatte. Weil ich mir dachte, ok, dieses Thema soll einfach mal gezeigt werden und dann kann sich jeder seinen Teil denken aber heute nicht dazu kommentieren.

    • Kleinstadtcarrie 12. März 2017 at 00:49

      Hey Alba,

      habe auch bereits darüber nachgedacht – werde die Funktion aber erst Mal nicht ausschalten. Mir ist der Austausch hier so wichtig 🙂

  • Reply Linda 5. März 2017 at 19:35

    Ich finde es sehr schön, dass du unterstreichst wie wichtig ein freundliches Miteinander ist und dass man Meinungsverschiedenheiten auch positiv diskutieren kann. 🙂 Ich hatte vor einiger Zeit mal einen Vortrag zum Thema Inklusion an der Uni mitgestaltet und dort kann man auch schnell in die Bredullie geraten, denn einige Menschen suchen leider nach Fehlern, um sich selbst dann als überlegen oder vllt sogar „besser“ darzustellen. Da habe ich mich auch sehr unwohl gefühlt (und für etwas angeklagt, was ich nicht bin). Schön, dass du es schaffst so souverän zu reagieren! Ich weiß oftmals erstmal gar nicht, was ich dazu sagen soll. :/ LG

  • Reply Sarah 5. März 2017 at 18:14

    Liebe Luise, wenn dich das Thema, wie es mit dir, deiner Arbeit, und dem Blog so beschäftigt, dann kann ich dir nur empfehlen, mal bei Angela Doe vorbeizuschauen. Sie hat sich in den letzten Monaten ebenfalls viele Gedanken zu ihrem Mode-Blog und der ganzen Blogger-/ Influencer-Welt gemacht und sich dann entschieden, mehr oder weniger „auzusteigen“ und ihren eigenen Weg ohne Product Placement und Sponsored Posts zu gehen. Ob ich ihren neuen Weg gut finde, weiß ich ehrlich gesagt selbst noch nicht, aber sie ist auf jeden Fall sehr authentisch in dieser doch sehr oberflächlichen Internetblase.
    (Aber wahrscheinlich kennst du ihren Blog schon länsgt.)

    Außerdem ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass sich immer mal wieder ein paar kleine Rechtschreibfehler in deine Texte schummeln. Mich stört das nicht weiter, aber ich dachte, vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen und wollte es mal anbringen. Zum Gesamtkunstwerk, als das ich deinen Blog verstehe, passt sicher ein einwandfrei richtig geschriebener Text besser.

    Ansonsten bin ich schon sehr gespannt auf deine kommenden Posts zum Thema Guinea und Helfen. Vorallem, weil ich Monsieur Diallo kenne und weiß, mit wie viel Herzblut er sein Projekt vorantreibt.

    Liebe Grüße,
    Sarah

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:44

      Liebe Sarah,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar – ich werde mir alles sehr zu Herzen nehmen!

      Deine Luise

    • Julia 7. März 2017 at 10:08

      das nenne ich mal konstruktive kritik, klasse!

  • Reply Luise 5. März 2017 at 17:36

    Danke für deine offenen Worte Luise. Ich freue mich für dich, dass du nächste Woche wieder nach New York fliegst, denn nur du ganz allein entscheidest was richtig für dich ist und dich glücklich macht. Leider muss ich dir in dem Punkt – Desinteresse, schlechte Laune und Negativität hier in Deutschland zustimmen. Ich war zur gleichen Zeit wie du in Kapstadt und ich weiß, dass man dies überhaupt nicht mit deiner Reise vergleichen kann. Jedoch merkt man sehr schnell, dass dort die Menschen, obwohl sie viel weniger besitzen wie andere Menschen auf dieser Welt, dennoch glücklicher und zufriedener sind.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  • Reply Franzi 5. März 2017 at 17:13

    Liebe Luise,
    zunächst einmal muss ich sagen, dass mir deine Beiträge in den letzten Wochen wirklich gut gefallen, alles wirkt viel erwachsener. Es gefällt mir auch wahnsinnig gut, dass du so reflektiert mit deinem Dasein als Influencerin umgehst, das sieht man viel zu selten! Ich finde es auch nicht verwerflich, dass du wieder nach NYC fliegst, denn wenn wir mal ehrlich sind – jeder, der die Chance dazu hätte, würde es wohl genauso machen 😉 dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, denn auch wenn du aus anderen Gründen, aus echten Gründen, fliegst als die Mädels, die dort nur Modenschauen besuchen oder für zwei Tage hinfliegen, um ein nettes Gesicht für ihre Sponsoren zu machen (talking ‚bout that Fußabdruck), ist es eben doch so, dass du diese Möglichkeiten wegen deines Influencerjobs hast. Die Reisen, die du tätigst, sind dosiert und haben einen Mehrwert und sei dieser nur persönliches Wachstum, so sind sie doch für uns „Normalsterbliche“ quasi unerreichbar. Denn entweder man verdient mit Anfang 20 noch nicht genug Geld für so viele, so wunderbare Reisen, oder aber man tut es und hat dafür nur begrenzte Urlaubstage.
    Bitte versteh mich nicht falsch, ich gönn dir diese Reisen und freue mich auf jeden neuen Beitrag auf deinen Social Media Kanälen, in dem du uns mitnimmst. Nur irgendwie ist das ja auch Doppelmoral, wenn du hier ganz offen überlegst, ob diese Welt noch das richtige für dich ist (was ich toll finde, dass du so offen darüber redest), und gleichzeitig mit dem Geld, dass du wohl größtenteils aus dieser Welt beziehst, um den Globus jettest.
    Ich hoffe, du kannst etwas Konstruktives aus meinem Kommentar ziehen, das waren einfach meine ersten Gedanken nach diesem Post.
    Hab eine tolle Zeit in NYC, liebe Grüße, Franzi <3

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:48

      Liebe Franzi,

      vielen Dank für Deinen Kommentar – ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstehe: aber dass ich dieses Privileg habe, mit meinem Hobby (damals) und meiner Leidenschaft (immer) Geld zu verdienen. Das ist großartig und ich weiß das sehr zu schätzen. Lasse es mir aber ungern vorwerfen. Ich weiß, dass anderen in meinem Alter ein solcher Lebensstil vielleicht nicht möglich ist, aber wieso darf ich es dann nicht so machen? Soll ich also lieber zu Hause sitzen bleiben, weil es andere auch tun müssen?
      Ich arbeite sehr viel und sehr hart und das Leben als Blogger zieht Folgen nach sich, die unfassbar hart sind. Natürlich habe ich keinen 9-5 Job, aber ich denke beides hat Vor- aber eben auch Nachteile. Auch das Bloggerleben. Also genieße ich gern die Vorteile.

      Ich hoffe, dass ich Dir mein Verhalten ein wenig erklären konnte 🙂 Lass‘ mich wissen, falls wir aneinander vorbei reden!

  • Reply Conny 5. März 2017 at 17:01

    Sehr schöner Wochenrückblick und tolle Fotos! Und ich wünsche dir natürlich gute Besserung! 🙂

    ❤ Liebste Grüße und schönen Sonntag ❤
    Conny von conniemarrongranizo.at
    Personal Austrian Blog about Fashion | Beauty | Lifestyle | Food | and more

  • Reply Greta 5. März 2017 at 16:36

    Liebe Luise,
    momentan muss ich einfach etwas mehr als sonst kommentieren! 😀

    Ich finde es wirklich spannend, zu sehen, wie du dich veränderst, weiterentwickelst und wächst. Ich verfolge deinen Blog nun schon seit 5 Jahren und bin wirklich beeindruckt, was für einen Weg du gehst und dass du dich und dein Handeln hinterfragst, das machen die meisten Menschen viel zu selten!
    Deinen letzten Wochenrückblick fand ich persönlich auch nicht wahnsinnig mitreißend, aber mir war klar, dass es sich um einen Wochenrückblick gehandelt hat, nicht um einen Eintrag aus deinem Reisetagebuch! Die Diskussion, die dieser Beitrag mit sich gebracht hat, habe ich interessiert verfolgt. Klar, du reist sehr viel und hast sicherlich keinen besonders guten Ökofußabdruck durch die zahlreichen Flüge nach New York, die vielen Klamotten und sonst was.

    ABER:
    1. haben das die Menschen, die wütend kommentiert haben und der Typ sind, die Maddie (von DariaDaria) für ihre Flüge kritisieren? Achten diese Menschen auf ihre Ökobilanz, kaufen sie fair produzierte Klamotten oder in 2nd Hand Läden, essen sie bio, kaufen sie regionale Produkte oder tun sonst etwas, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen? Falls ja: Hut ab!
    Aber es gibt auch wirklich viele Leute, die nichts davon tun und ganz einfach nur auf allem Rumhacken. Beispiel: sobald man als Veganer etwas isst, was bspw. ein bisschen Milch enthält, wird gemeckert, mit dem Finger gezeigt und geschimpft. Und zwar von denen, die ihr Essverhalten kein bisschen überdacht haben.
    Was ich damit sagen möchte: sobald man versucht (!), zu helfen und sein Handeln zu verbessern, wird man kritisiert, wenn etwas schief läuft und das meist von den Leuten, die überhaupt nichts tun. Hier unterscheiden viel zu viele leider zwischen schwarz und weiß, ganz nach dem Motto: wer etwas Gutes tun will, muss alles gut machen oder es ganz sein lassen.

    2. hieraus leitet sich direkt mein nächstes Anliegen ab. Wer die Aufmerksamkeit auf wirklich relevante Dinge lenkt, wird viel schneller kritisiert und hinterfragt, als diejenigen, die es außen vor lassen. Da finde ich dein Beispiel von Caro Daur, Xenia Overdose und wie sie alle heißen schon recht passend. Diese Bloggerinnen/Social Media Menschen (wie heißt dieser Beruf eigentlich?) verbreiten Themen, Bilder und Inhalte zu Konsum, Oberflächlichkeit, Luxus und Selbstpromotion. Das muss erst einmal nicht unbedingt schlecht sein und ich weiß, dass dahinter auch Arbeit steckt, aber sie lassen außen vor, was sie dadurch „anrichten“ bzw. was all das mit sich bringt. Und das scheint okay zu sein, das interessiert die Follower nicht, wenn man eine neue Handtasche im Feed erblickt oder die Lieblingsbloggerin ein Bild am fünften Flughafen in dieser Woche postet, ist das cool.

    3. Ich glaube, dass viele schnell vergessen, dass du nicht nur Bloggerin, sondern auch eine junge Frau Anfang 20 bist, die dabei ist, sich und ihren Weg zu finden, sich weiterentwickelt und verändert.

    Ich finde es gut, dass du das Guinea Thema hier trotzdem weiterhin ansprechen willst, alles andere wäre inkonsequent gewesen. Außerdem denke ich, dass es richtig ist, dass du deine Reisen nach NYC antrittst. Muss man sich so etwas verkneifen, darf man keinen Spaß (keinen klimaschädlichen Spaß) mehr haben, nur weil man versucht, etwas Gutes zu tun? Nein! Denn man kann nicht alles richtig machen und man muss sich nicht alles verbieten. Wenn jeder einen kleinen Beitrag leisten würde (sei es durch das Essverhalten, den Kauf von Kleidung, den Verzicht auf Plastik, das Engagement für ein Sozialprojekt etc.), dann wäre vieles besser!

    Und zum Schluss nochmal zum Thema „Will ich Bloggerin bleiben? Ist das der richtige Weg für mich? Stehe ich für solche Werte?“ – Ich bin mir sicher, dass du deinen Weg gehen wirst und findest, was für dich passt. Sei das nun ein Blog mit verschiedenen Themen, ein Startup Unternehmen, die Arbeit in einer Redaktion oder Social Media Beraterin einer Firma, du bist vielfältig talentiert und wirst dementsprechend etwas finden, womit du glücklich bist.

    Entschuldige, dass dieser Kommentar nun so verdammt lang geworden ist, aber das musste ich einfach mal loswerden! 🙂

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:52

      Liebe Greta,

      – für so etwas bitte nicht entschuldigen! Ich liebe solche ausführlichen, klugen Kommentare. Dann denke ich immer: ich will das doch weiterhin tun. Dieser Austausch mit Euch ist so wertvoll und motivierend. Tausend Dank! Es ist irgendwie so ein befriedigendes Gefühl, wenn man von Menschen verstanden wird, wenn Menschen Geduld haben und mich mit ihren Worten unterstützen. Das bedeutet mir wirklich so viel 🙂 Also: hab vielen Dank! Und auch besonders dafür, dass Du schon so viele Jahre dabei bist. Es tut gut, so etwas zu hören. Denn dann fühlt es sich so an, als hätte ich etwas richtig gemacht 🙂

      Liebe Grüße an Dich
      Deine Luise

    • Greta 6. März 2017 at 22:29

      ach Luise, ich habe mich gerade so über deine Antwort gefreut und noch mehr darüber, dass ich dir mit meinem Kommentar eine kleine Freude machen konnte. Dass so etwas motiviert, kann ich mir gut vorstellen. In letzter Zeit habe ich häufiger mal kommentiert, ich denke, das werde ich wohl fortführen, es macht irgendwie auch Spaß 😉
      Ich denke momentan darüber nach, selbst einen Blog zu starten. Ich schreibe ohnehin sehr viel, nur eben nicht online. Es gibt halt zahlreiche Themen, die mich (ähnlich wie dich) beschäftigen. Du hast mich da in gewissen Weise etwas inspiriert bzw. motiviert.
      Wie auch immer, schöne Grüße zurück! 🙂

    • Kleinstadtcarrie 7. März 2017 at 10:00

      Hey Greta, da freu ich mich jetzt schon drauf!! 🙂 Der Austausch mit Euch ist echt mit das Schönste am Bloggen <3

      Also wenn Du es wirklich willst, dann: Go For It!

  • Reply Chiara 5. März 2017 at 14:37

    Liebe Luise, ich kann dir da sowas von zustimmen.
    Ich finde es wirklich schade, wie teilweise beleidigend Kommentare bei Maddie auftauchen, obwohl sie wie auch du zu denen wenigen Bloggerinnen gehören, die ich als authentisch wahrnehme. Ich finde gut, dass du hilfst und es ist ein kleiner Schritt. Man kann sich nicht auf einmal ändern. Das geht auch heute gar nicht mehr einfach so. Mittlerweile steht alles mit einander in Verbindung und für eine Schifffahrt in die USA hat wohl keiner genug Zeit.
    Ich finde es sehr bedenklich, dass online alle entweder jede Darstellung eines ‚perfekten‘ Lebens wie bei Caro, Farina etc vergöttern und nur selten hinterfragen jedoch bei ernsteren Themen direkt alles kritisieren. Bezüglich der Freiwilligarbeit hatte ich mich auch erkundigt aber so wenige schienen tatsächlich hilfreich. Häufig hat das Ganze dann doch einen Charakter von wegen Europäer geht ins Ausland um das eigene Gewissen zu beruhigen. Ich weiß, dass das bei dir nicht so ist und deshalb freue ich mich schon auf die nächsten Beiträge.
    Liebe Grüße,
    Chiara

  • Reply Iris 5. März 2017 at 14:34

    Ich kann die vielen negativen Kommentare zu deinem Aufenthalt in Guinea einfach nicht verstehen, und es tut mir leid, dass du dich damit auseinandersetzen musst/musstest. Du hast da etwas unglaublich Gutes getan, und ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst. Schließlich ist das hier auch dein Blog, auf dem du deine Erlebnisse und Gefühle preisgibst. Wem es nicht passt, soll wegklicken. Außerdem finde ich es gut, dass du dich sozial engagierst und das ganze auch öffentlich machst, denn wenn keiner es tut, wer bekommt denn dann überhaupt die Missstände mit? Also, Luise: Ich finde, es ist gut, was du machst/ gemacht hast!

  • Reply Lea 5. März 2017 at 14:33

    Liebe Luise,
    Als ich deinen Beitrag zu Ende gelesen habe hatte ich ein paar Tränen in den Augen. Wieso kann ich dir nicht sagen. Aber ich bewundere deinen Mut, deine positive Art/Ausstrahlung und dass du dich so intensiv mit den verschiedenen Dingen auseinander setzt.
    Ich würde es sehr schade finden, wenn du mit dem Bloggen aufhören würdest, auch wenn ich das total nachvollziehen kann. Ich liebe deine Art zu schreiben und deine Texte.
    Ich wünsche dir eine schöne Zeit in NYC!
    Liebe Grüße ❤

  • Reply Yvonne 5. März 2017 at 14:18

    Hallo liebe Luise,

    ich verfolge deinen Blog jetzt schon über Jahre – und habe begeistert mit verfolgt wie du dich in dieser Zeie entwickelt hast – soweit man das eben durch Deine Blog Einträge und Videos mitbekommt. Lass dir von niemanden ein schlechtes Gewissen einreden – ich find es ganz wunderbar das du nach Guinea geflogen bist um dort Vorort zu helfen und auch im Nachhinein von Deutschland aus das Projekt weiter zu unterstützen- und du hast recht nicht jeder kann das eben selber so umsetzen (weder eine Reise nach Guinea noch nach New York oder wo auch immer hin) aber umso schöner ist es dir dabei zuzusehen und deine Eindrücke mitzuerleben.
    New York ist übrigens auch meine Lieblingsstadt – ich war selber schon da werde aber so schnell nicht wieder hinkommen – wenn die Sehnsucht zu groß wird schaue ich mir dann immer deine Vlogs aus der New York Zeit an 🙂 – und ich hoffe es kommen bald neue dazu!

    Also liebe Luise genieße all das zu dem du die Möglichkeit hast und alles liebe 🙂

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:54

      Liebe Yvonne,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar!

      Und das mit den NY Vlogs, das mache ich auch manchmal. Irgendwie total beruhigend.

      Ich sende Dir viele liebe Grüße <3

  • Reply Vivian 5. März 2017 at 14:05

    Liebe Luise,
    ich kann deine Angst bzgl deines New York Aufenthalts so gut nachvollziehen! Diese Doppelmoral fällt mir auch immer wieder auf, sei es bei Bloggern/Instagrammern oder im wahren Leben. Ich bin seit 1 1/2 Jahren Vegetarierin und werde ständig mit Sprüchen wie „Ach, und Milch trinken ist aber in Ordnung?“, „Wie kann dir die Umwelt am Herzen liegen, wenn du Schuhe von Nike trägst?“ oder (als ich eine 40 Jahre alte Ledertasche auf dem Flohmarkt kaufte) „Also wenn man schon Vegetarier ist, dann muss man das aber auch richtig machen und darf keine Lederwaren mehr kaufen.“ – und das ausschließlich (!) von Leuten, die selbst weder Vegetarier noch Veganer sind oder sich sonst in irgendeiner Weise um Nachhaltigkeit, Umweltschutz o.ä. interessieren oder engagieren.
    Inzwischen gehen diese Sprüche bei mir zum einen Ohr rein und zum anderen Ohr wieder raus, und ich hoffe sehr, dass du dir diese Kommentare nicht zu Herzen nimmst, denn – so klischeemäßig das auch klingt – ihre Verfasser sind meist einfach nur unzufrieden mit sich selbst und würden wahrscheinlich selber gerne mehr im Leben erreichen. Manche kommen nicht damit klar, dass man erfolgreich, klug und tiefgründig (und hübsch – aber darauf möchte ich dich hier nicht reduzieren 😉 ) sein kann, dass man in Afrika hilft und trotzdem in New York Party machen und das Leben genießen darf.
    „Starke Frauen unterstützen sich, schwache Frauen machen sich gegenseitig fertig“ – in diesem Sinne, mach einfach genau so weiter wie bisher, denn du machst das super!
    Liebe Grüße <3

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:55

      Vivian – tausend Dank!
      Besonders was Du im ersten Abschnitt beschreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen! Daher kommuniziere ich das hier online auch kaum, dass ich vegetarisch/teils vegan lebe … würde nur zu viele Diskussionen und „Krümelkacker“wachrufen!

      Ich sende Dir liebe Grüße … und danke für Deine Motivation 🙂

  • Reply Smeetastic 5. März 2017 at 13:43

    „…die Negativität hier in Deutschland.“ Da sagst du was. Ich bin zwischen verschiedenen Kulturen aufgewachsen und bin ständig auf dem Sprung, wofür ich viel Hate und Neid ernte. Das ist einfach typisch für Deutschland. Und genau der Grund, wieso es mich regelmäßig in die Ferne zieht und in Zukunft hoffentlich auch dauerhaft. Ich weiß, dass wir es hier unfassabar gut haben, ich weiß um unsere Privilegien. Aber ständig dieses Genörgel, die unerbetene Kritik, unfreundliche Menschen im Alltag – überall negative Energie, auf die ich gut verzichten kann. Luise, deine Gedanken sind berechtigt. Es ist nur dein gutes Recht, wenn du dich nur von positiven Menschen umgeben lassen möchtest. Das hier ist dein Blog, du kannst hier machen was DU willst (Luise-Diktatur ;)). Live your best life, let the haters hate – und bitte weiter so!
    Übrigens teile ich deine Ansichten über die Modebloggerwelt. Es tut einfach weh, zu sehen, dass das die Vorbilder für unsere Jugend sind. Was ist mit unseren angehenden Anwältinnen, Ärztinnen, Ingenieurinnen? Was ist mit intelligenten, bodenständigen Vorbildern? Ich habe so viele Freundinnen aus diesem Bereich, würde eine einen Blog starten, würden es vielleicht eine handvoll Menschen lesen…so ist unsere Gesellschaft nunmal. Ich habe selbst an einem Schönheitswettbewerb teilgenommen und kam mir erstmal sehr oberflächlich vor. Als ich dann tatsächlich Zweite und Miss Talent geworden bin, wurde mir bewusst, dass ich zumindest in einer meiner Heimaten (Sri Lanka) meine Stimme nutzen kann und endlich mal ein anderes Bild von der jungen Frau von heute propagieren kann! Wenn du Lust hast, eins meiner Interviews ist hier: http://www.dailynews.lk/2017/02/21/features/108216/beauty-diversity
    Ich bin gespannt, was in Zukunft noch alles hier ansteht und wenn es dich nach Sri Lanka verschlägt, dort gibt es genügend Projekte und ja, Urlaub kann man da auch schön machen und das soll man auch! Fühl dich gedrückt! (IG @smeetastic)

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:59

      „Personally, I always wanted to be a surgeon and that topic is not closed for me, yet. I will keep on trying, because no profession holds my interest as surgery and medicine do.“

      GO FOR IT GIRL 🙂 !!

  • Reply Luise 5. März 2017 at 13:27

    Ich habe deinen Blog immer nur gelesen und nie etwas geäußert und jetzt schon zum zweiten mal in so kurzer Zeit 😀 Luise, ich kann dich gerade so extrem gut verstehen. Deine Eindrücke aus Guinea erinnern mich so krass an die 3 Wochen, die ich im Januar in Indien mit einem Hilfsprojekt verbracht habe. Alles, was du beschreibst, die Bilder, einfach alles. Und deine Gedanken dazu ebenfalls. Es macht einfach so unfassbar viel mit einem, man weiß gar nicht, wohin mit seinen ganzen Gedanken. Ich glaube, wenn ich deinen Job hätte, würde ich auch meine komplette „Existenz“ in dem Sinne infrage stellen. Vieles kommt einem auf einmal so falsch vor… Gerade, was du unter „gedacht“ und „gefürchtet“ geschrieben hast, kann ich einfach zu hundert Prozent unterschreiben. Jedes Wort. Je mehr du von deiner Reise teilst, desto weniger kann ich die anfängliche heftige Kritik von manchen verstehen. Du machst das Richtige, sei stolz auf dich und lass dich nicht beirren. <3

    • Kleinstadtcarrie 5. März 2017 at 19:59

      DANKE LUISE!

      Es ist irgendwie gerade total schön zu hören, dass jemand ähnliches erfahren hat und meine Gedanken so genau teilt.