Du entscheidest, wer (D)ein Influencer ist.

/23. Januar 2017/65 Kommentare

Influencer – in den letzten Tagen und Wochen stören sich immer mehr Leute an diesem Begriff. Die Fashionweek und diverse Kooperationen ließen kritische Stimmen wieder lauter werden und auch ich kam nicht umhin, mir Gedanken darüber zu machen, was wir hier eigentlich tun.

Seit einigen Monaten schon – um genau zu sein, seit meiner Pause: also der Zeit, die ich in New York verbracht habe und Abstand gewann (mittlerweile sehe ich es als Gewinn, aber das war nicht immer so) – ringe ich mit mir selbst: Will ich hier wirklich noch dazu gehören? Bin ich das? Und wieso mache ich das eigentlich?

Ich tippe grade an einer Reihe an Texten, die sich damit beschäftigt. Nämlich: wie das hier alles angefangen hat. Und warum. Warum wir damit angefangen haben. Und was das heißt, ein Blogger zu sein. Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich die Beiträge wirklich veröffentlichen werde oder ob ich mir nur selbst eine Antwort auf diverse Fragen geben will. Denn es gibt Tage, und da bin ich ganz ehrlich, da würde ich mich gern schlanker machen. Auf Instagram. Und ich habe Facetune. Und das würde ganz bestimmt funktionieren. Und dann würde ich gern in die Stadt fahren und mir irgendeine überteuerte, ausgefallen Tasche kaufen – die sicherlich super ankommen würde. Auf Instagram. Und dann habe ich vielleicht auch endlich 100 Tausend Follower. Es gibt Tage, da zweifle ich an dem, was ich tue und an meinem Aussehen und Stil und frage mich, wieso ich – die das hier schon seit vielen Jahren macht – so viel weniger Follower hat, als andere. Und ob ich vielleicht die Zeit, die ich in meine Texte investiere in einen Termin beim Beautysalon verbringen sollte. Und dann fragt mich die PR-Beraterin, seit wie vielen Monaten ich denn schon bloggen würde. „Fast 7 Jahre“, antworte ich kleinlaut.Dann bin ich für einen kleinen Moment ganz und gar nicht stolz. Und es ist verdammt schwer, mir das einzugestehen. Hier. Öffentlich. Aber es ist so. Manchmal.
Doch die meiste Zeit weiß ich, dass das okay ist. Und vielleicht sogar besser so. Ganz bestimmt. Schluss mit den Zweifeln. Ich weiß, dass das hier, eine ganze Menge wert seit.

Jedenfalls: ich glaube, dass ich zu einem Entschluss gekommen bin.Erst habe ich gedacht und habe gesagt: ich möchte kein Influencer sein. Ich bin Blogger. Nichts weiter.
Und jetzt: revidiere ich.
Ich möchte Influencer sein. Ich möchte influencen. Ich möchte beeinflussen. Weil ich weiß: ich habe etwas zu sagen! Ich habe eine Stimme. Und die zählt.

Die Sache ist doch die: jeder selbst entscheidet, wovon und in Bezug auf was er sich beeinflussen lässt.

Wir – die Masse ist es, die entscheidet, wer Einfluss hat, wessen Stimme gehört wird und welche nicht. Und vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns eingestehen müssen, dass die Mehrheit eben auf Gucci Taschen steht und Beine, die schlanker sind als der Fernsehturm. Oder: die Mehrheit in dieser Blase hier.

Wir sind die Summe aus den 5 Menschen, mit denen wir uns am meisten umgeben.  Vielleicht kennt ihr den Beitrag, vielleicht kennt ihr die Gleichung. Und ich möchte heute ergänzen: Wir sind die Summe aus den 5 Menschen, mit denen wir uns am meisten umgeben und beschäftigen.

Und dank Social Media sind das mittlerweile nämlich auch Menschen, die wir nicht kennen. Menschen – nunja viel mehr Bilder, die Gesichter zeigen. Outfits. Make-Up. Events. Gesichter, die den Mund nicht aufmachen. Nur dann, wenn sie bei Snapchat Pakete auspacken. Und das ist okay. Ich freue mich auch über einen neuen Lippenstift. Und ich bin mir ganz sicher, dass viele dieser Mädels noch viel mehr zu sagen haben und dass sie ihre Gründe haben, gewisse Themen nicht anzusprechen. Das ist okay. Aber wir – die Masse – sind es, die all’ dem ein Megafon vor den Mund stellen.

Keiner hat seine Meinung zu Donald Trump gesagt!“, schreibt mir eine Leserin bei Insatgram verärgert.
Diese Mädels beschäftigen sich nur mit Schminke. Mein Gott!“, regt sich eine Freundin auf als sie die neusten Daily Vlogs auf Youtube schaut.
Wieso erhebt keiner seine Stimme?

Und ich sage: Doch! Viele haben etwas dazu gesagt. Viele haben diskutiert und demonstriert. Und geweint und geflucht und gekämpft! Und viele beschäftigen sich mit Astronomie und Biologie, mit Gefühlen und damit, wie wir die Welt ein kleines bisschen besser machen können. Und es gibt Menschen, die schreien! Aber Du hörst nicht hin! Du entscheidest, wer ein Influencer ist. Du entscheidest, wer Dein Influencer ist. Du entscheidest, wer die fünf Menschen sind, mit denen Du Dich am meisten beschäftigst. Du entscheidest, wovon und in Bezug auf was Du Dich beeinflussen lässt.

Und ich möchte damit keiner meiner Kolleginnen ans Bein pinkeln. Ich möchte nicht sagen, dass es keine Arbeit ist, einen erfolgreichen Instagramaccount zu führen (ist es nämlich meiner Meinung nach!). Ich sage auch nicht: hört auf Euch durch Euren Instagramfeed zu scrollen. Ich möchte auch nicht behaupten, dass meine Fotos und Videos und Beiträge immer von besonderer Tiefe zeugen würden – sondern nur ermutigen, zu selektieren und vielleicht auch öfter Mal aus dieser Blase rauszukommen.

Denn das Social Web hat noch viel mehr zu bieten als die neuste Designer Kollektion oder die Netzstrumpfhosen an den gephotoshoppten Beinchen.

Also sollten wir vielleicht einfach aufhören uns aufzuregen, dass Modeblogger scheinbar den selben Kofferinhalt, den sie in Miami zur Art Basel dabei hatten, mit ins frostige Berlin genommen haben und damit anfangen Unterhaltung als Unterhaltung anzusehen und ein klein bisschen der Zeit, die wir mit Daily Vlogs, Instagramkommentare und „Haben Fashionblogger eigentlich nichts anderes im Kopf?“-Fragen und Diskussionen in Kleiderkreiselforen nachzugehen und zu lästern, darein  zu investieren, um über den Tellerrand unserer AcaiBowl hinauszublicken und zu schauen, was es noch gibt.

Also lassen wir Modeblogger, Modeblogger sein.
Und lassen wir uns davon beeinflussen, was es noch gibt. 

Was nicht heißt, dass Caro, Farina und Co. uns keine tollen Outfitinspirationen bieten würden, sondern dass TED uns täglich mit unfassbar inspirierenden und lautstarken Stimmen verwöhnt, dass es genügend Blogs gibt, die uns Handlungsanweisungen geben und erklären, warum es vielleicht eine Überlegung wert ist, weniger oder gar kein Fleisch zu essen oder wir hören Mal hin, was Kaleb Erdmann zu sagen hat und gestehen wir uns ein, dass wir es selbst sind, die das Luxusleben junger Mädchen manchmal vielleicht doch interessanter finden als die Tagesschau. Und dafür ist jeder selbst verantwortlich. Also hören wir auf das auf die Mädels zu schieben, die sich täglich dafür den Arsch aufreißen und abfrieren, um uns mit absolut toller Fashioninspiration zu versorgen.


Wem würdest Du gern ein Mikrofon vorsetzen? Von welchen Bloggern, Youtubern, Twitterern, Instagramern oder Facebooker sollten wir uns beeinflussen lassen? Was gibt es denn außerhalb dieser Fashionbloggerblase noch? Ich bin gespannt auf Eure Tipps! 

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65 Kommentare

  • Reply Carolin 30. Januar 2017 at 22:30

    Wenn einer mal stolz auf sich sein kann, dann ja wohl du! Du hast so tolle Texte, so berührende Inhalte, fantastische Bilder … also sei bitte nicht kleinlaut! Vielleicht hast du nicht so viele Follower wie andere aber egal. Du bist so eine klasse Persönlichkeit! Du gibst uns Lesern so viel. Danke dafür <3
    PS. Wer mich inspiriert? Ganz klar Ruby Rose. Ich liebe diese Frau. 🙂

  • Reply Frieda 30. Januar 2017 at 00:01

    Liebe Luise,
    das sind tolle Gedanken die du da hast. Deine Texte sind ehrlich und berühren. Ich finde mich oft in ihnen wieder. Man merkt, dass dich gesellschaftspolitische Themen berühren und nicht nur Mode/Make Up/ Konsum. Allerdings finde ich, dass dein Instagram Feed das überhaupt nicht wiedergibt. Dort wirst du zu einer, die in der Influencerwelt mitspielen möchte. Auch in deinen Snaps aus New York kamst du so rüber. Plötzlich war Shopping, Partys, Fitness dein Lebensinhalt (bzw. das was man davon sieht). Das ist nicht verwerflich. Man kann gesellschaftspolitisch interessiert sein und trotzdem ein bisschen Luxus genießen. Ich glaube aber, dass du unterschiedliche Follower hast: Die, die deinen Blog lesen und die, die nur deine Bilder anschauen. Und dieses Publikum will nicht unbedingt das gleiche sehen. Ich kann mir auch vorstellen, dass du deshalb – obwohl du so tollen Content lieferst und so fleissig bist – vielleicht nicht ganz so „erfolgreich“ bist, wie andere Bloggerinnen, die schon so lange aktiv sind. Allerdings sind diese kaum noch wirklich Bloggerinnen, sondern eben Influencer geworden. Du bist beim Blog geblieben. Und das ist gut so. Du reagierst auf Kommentare und Anregungen und bist authentisch. Und weiß du was? Ich glaube, dass bei den Influencern irgendwann Stop ist, wenn die ersten Falten kommen, oder es neue, jüngere, coolere Influencer gibt. Aber ich glaube, dass du irgendetwas größeres, bewegenderes machen wirst. Bzw. das hast du schon. Du regst zum denken an. Schaffst es Mode, Make-Up und Politik zu vereinbaren. Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Erfolg und Freude!

    • Kleinstadtcarrie 30. Januar 2017 at 23:31

      Liebe Frieda,

      vielen dank für Deinen kritischen Kommentar. – das bedeutet mir sehr viel, wirklich! Weil ich merke, dass Du wirklich reflektiert aufnimmst, was ich hier von mir gebe.
      Und Du hast Recht – in New York habe ich mir wirklich eine Auszeit gegönnt … war nötig und wunderbar, aber bin auch mehr oder weniger froh darüber, dass das so wie es war vorbei ist… .:)

      Viele liebe Grüße an Dich Friede und danke für’s Nachdenklich machen!

    • Mira 2. Februar 2017 at 13:01

      Genau das was Frieda sagt, ist mir auch aufgefallen beim Lesen dieses Blogposts. Ich denke ebenfalls, dass du zwei Arten von Followern hast, diejenigen die gerne deinen Content auf diesem Blog lesen und die, die einfach gerne nur Bilder anschauen und schnell mal wechseln auf andere instagrammer, denn von Mode-, Makeup- und nackter Haut- Bildchen gibts es ja leider mehr als genügend auf instagram. Wunderschöne Menschen mit tollen Klamotten sehe ich auch auf der Straße mehr als genug!

      Ich finde ehrlich gesagt, dass der Post ein wenig auch wie ein Selbstschutz oder ein Versuch der Rechtfertigung für dich selbst wirkt…da du ja eben bspw auf instagram auch eher wie eine von vielen anderen „0815“-Darsteller-Modebloggern wirkst., auf die du hier im Post ja eingehst.

      Ich denke um ehrlich zu sein zudem, dass es nicht einfach ist immer selbst zu bestimmen wen man auf sich einwirken lässt oder nicht, besonders bei den jungen Mädchen und Jungs heutzutage kann kleines große Auswirkungen haben. Wir sind ja alle tagtäglich umgeben von mehr oder weniger guten Trends und es ist nicht leicht sich aus allem herauszuziehen. Mir ist das schon oft bei Verwandten (cousins etc.) aufgefallen. Daher denke ich dass es nicht okay ist die Verantwortung auf die „Konsumenten“ „abzuschieben“, auch die „Influencer“ tragen einen mehr oder weniger großen Teil zur Meindungsbildnung bei.
      Ich hoffe daher du fokussierst dich daher auch weiterhin auf deine Texte, deine Gedanken zur Gott und der Welt mit uns zu teilen, denn das ist, auch für mich, wesentlich spannender als diese Luxus-Lifestyle-Posts. 🙂

      LG!

  • Reply Yurda 28. Januar 2017 at 17:33

    So true! Nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! 😉 Sehe ich auch so!
    Zu deiner Frage: Ich finde nach wie vor dass zB Frauen wie Emma Watson eine tolle Inspiration sind!

  • Reply Angelika 28. Januar 2017 at 17:17

    Hallo Luise,

    auch ich bin schon viele Jahre (fast von Anfang an) stille Leserin deines Blogs.
    Du kannst stolz auf deine Entwicklung sein.
    Dieser Text ist besonders gut geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf.
    Ich mag deine qualitativ hochwertigen, auch mal kritischen und nachdenklichen Texte genauso wie die Fotos.
    Ich finde es sehr interessant auch mal verschiedene Blickwinkel hinsichtlich aktueller Themen zu hören.
    Bei dir hat man immer die Chance gut recherchierte Texte mit menschlichen Sichtweisen zu lesen.
    Mach weiter so!

  • Reply Dorfmädchen 26. Januar 2017 at 23:05

    Sehr schöner Post Luise,
    ich finde deine Worte zu diesem Thema sehr treffend.

  • Reply Jules 26. Januar 2017 at 21:19

    Ich blogge (auch) seit 2010 und oftmals ist mir das unangenehm, denn ich habe sogar nur 13,5k Follower auf Instagram. Also nichts. Dass ich trotzdem mit meinem Blog Geld verdiene, und nicht mit Instagram, versteht kaum jemand. Aber ist ja auch egal, solange es bei mir ankommt. Du, Luise, bist schon so lange dabei und hast ein unglaublich großes Talent zu schreiben. Anhand der Anzahl der Kommentare unter deinen Beiträgen erkennt man ja, wie gerne deine Texte gelesen werden. Es ist also alles gut. Und du hast Recht damit, dass man sich seine Influencer selbst aussucht. Viele haben über Trump geschrieben, aber das sind eben zu einem großen Teil die, die keine Chloé Drew und Faye und Gucci Dionysus über ihren gephotoshoppeden Taillen tragen. XO.

  • Reply Lisa 26. Januar 2017 at 14:06

    Liebe Luise!
    Ein wunderbarer Text und sehr treffend geschrieben, vor allem in der heutigen Zeit. Influencer ist einfach so eine subjektive Geschichte. Ich persönlich finde, man kann es einfach nicht objektiv betrachten. Du bist für mich bestimmt ein Influencer, aber das, was du noch für mich bist (und was ich viel, viel wichtiger finde): Du bist für mich ein Inspirator. (Ist das überhaupt ein richtiges Wort? 😀 – ich hoffe, du verstehst, was ich damit aussagen möchte. Hier geht’s voll und ganz um INSPIRATION :D)
    Ich liebe es selbst, Texte zu schreiben und schöne Fotos zu machen und dein Blog ist genau das, was beides verbindet. Tiefgründige Texte, Gedanken und wunderschöne Fotos. Ich finde es toll, dass es deinen Blog gibt und du mich mit jedem geschriebenen Wort immer wieder aufs Neue verzauberst und inspirierst 🙂

    Liebste Grüße
    Lisa
    http://www.mycafeaulait.at

  • Reply Linda 26. Januar 2017 at 08:57

    Liebe Luise,

    auch ich habe mich in diesem Beitrag vollkommen wiedererkannt. Ich habe in den letzten Monaten einigen dieser für Konsum- und Fashionvernarrten „Influencern“ mein Abo auf Instagram gekündigt. Ich finde es schrecklich, wie sich die ganzen Klamottenberge in ihren Zimmern häufen und sie beinahe täglich einen anderen Ort anfliegen, um dort ein paar Fotos zu schießen und die neueste Kollektion zu präsentieren. Was mich daran eigentlich am meisten stört ist die Botschaft „Konsum ist geil“ und „Fliegt soviel ihr könnt, die Umwelt ist ja vollkommen egal“. Sie vermitteln meiner Meinung nach ein falsches Wertebild, man vergleicht sich täglich mit ihnen und stellt Dinge in Frage, die man eigentlich zu schätzen wissen müsste.
    Man könnte ja sagen „Hoffentlich verändert sich die Instagram-Welt zu einem werteorientierten und bildenden Medium“, aber wahrscheinlich ist gerade dieser Kanal nicht für diese Funktion gemacht/fähig.

  • Reply Doreen 25. Januar 2017 at 18:18

    Liebe Luise,
    nach Jahren stillem Mitlesen auch mal ein Kommentar von mir. Ich habe vor 2 oder sogar 3 Jahren deinen Blog gefunden und lese seitdem eigentlich regelmäßig deine Posts. Vor knapp einem Jahr habe ich dann Farina und andere bei Instagram abboniert und die Unterschiede des „Bloggens“ könnten größer kaum sein – und das ist gut so!
    Anfangs war ich begeistert von deren Erfolg, so vielen tollen Kooperationen, so vielen Fans die zu ihren Geburtstagen/Flohmärkten kommen. Seit einiger Zeit ändert sich jedoch mein Bild. Das, was sich von Farina & Co. sehen lässt, ist nicht mehr die Reinform des Bloggens oder überhaupt das Talent des langfristig erfolgreichen Bloggens. Es ist eher das Talent der Vermarktung. Natürlich ist es großartig so einen Erfolg zu haben, dass der eigene Name auf der Einladungsliste zur Victoria Secret Fashion Show steht oder man zu einem Urlaub mit Rolls Royce eingeladen wird. Aber Tag für Tag ist das, worüber begeistert aufgeschrien wird die neue Designertasche, eine endlos teure Jacke oder ein neuer „Haul“.
    Du dagegen, und das meine ich als großes Kompliment, bist bodenständig. Du hast so viel erlebt, du durftest in New York leben und arbeiten und du bist gerade mal ein Jahr älter als ich. Du bist das, was man Schreibtalent nennt und du bringst einem auch das tolle Gefühl wieder, in einem Text zu versinken, nach Stunden noch darüber nachzudenken oder dass er selbst zum nachdenken anregt. Du beschäftigst dich mit vielerlei Gedanken, und nicht nur mit denen, die in der Gesellschaft gerade „in“ sind. Du beleuchtest alle möglichen Themen und hinterfragst Dinge kritisch ehe du urteilst, aber wenn, dann urteilst du klar. Strukturiert. Nicht auf Profit oder eine neue Kooperation aus, sondern weil du zu und hinter deiner Meinung stehst. Bei manchen „Geschenken“, die einige Blogger zugeschickt bekommen, frage ich mich wirklich ob die Begeisterung auch bis nach den 10 Sekunden des Snapchat Videos anhält, oder ob sie sich so verhalten müssen #werbung. Du zeigst dich ehrlich, eher wie eine gute Freundin mit der man über jedes Thema bei einer guten Kanne Tee reden kann.
    Es ist wunderbar zu sehen, dass es noch wirkliche Blogger gibt, die das Schreiben und Verfassen nicht verlernt haben und die einem selbst die Lust geben, die eigenen Gedanken oder Gefühle in Texten festzuhalten. Das, worum es wirklich geht dabei. Eine Belohnung dafür zu bekommen, dass dir dann für deine Art Einladungen für Kooperationen ins Haus fliegen und nicht für die Menge der möglichen Neukunden, ist so viel mehr Wert als wenn du anfängst an dir zu zweifeln, nur weil der Großteil mit der Masse geht und Wege rechts oder links davon scheut.
    Bitte bleib so und verbieg dich nicht, 75k wirklich begeisterte Follower sind mehr Wert als Tausende Fakeaccounts oder Leser, die über nichts weiter nachdenken als das neueste Make-Up.
    In Hoffnung auf viele weitere schöne Texte, ganz liebe Grüße,
    Doreen

    Ein Mädchen aus Australien postet sowohl auf Facebook, als auch auf Instagram regelmäßig echt tolle Yogafotos (auch wenn der Sport sonst nichts für einen ist) und schreibt immer sehr positive und lebensbejahende Texte darunter, es lohnt sich dort mal vorbei zu schauen! “ Sjanaelise „

  • Reply Steffi 25. Januar 2017 at 14:05

    Hm, aber die Follower kann man doch kaufen..? Wer weiß schon auf den ersten Blick ob da nicht eine Menge Profilleichen dazwischen sind. Ich konnte das bei einer Bekannten beobachten, ihre Follower stiegen von 6000 auf 16000, und das innerhalb einer Woche?! Fand ich seltsam. LG Steffi

  • Reply Sonja 25. Januar 2017 at 12:50

    Hey Luise,
    ich bin schon eine ganze Zeit stille Mitleserin aber zu diesem Post möchte ich auch mal etwas schreiben. Ich kann jedes Deiner Worte nur unterstreichen und finde Deinen Post sehr, sehr treffend. Ich bin ein gutes Stück älter als Du und betrachte die Instagram/Youtube/Blogszene dadurch vielleicht auch aus einem etwas anderen Blickwinkel. Es liegt zwar keine ganze Generation dazwischen, dennoch kann ich mich mit vielen Dingen die in dort publiziert werden überhaupt nicht (mehr?) identifizieren. Umso erfrischender fand ich Dein Posting. Und finde ich Deinen Blog insgesamt. Die Mischung aus tiefgreifenden Texten und ästhetisch ansprechenden Fotos finde ich mehr als gelungen und dass Dir das weniger Follower beschert, sagt meiner Meinung nach eher etwas über die Werte in unserer Gesellschaft aus als über die Qualität Deines Blogs. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass es auch in Deiner Generation offensichtlich noch Menschen gibt für die Empathie, tiefe Gefühle, Selbstreflektion und die Fähigkeit zu grübeln und sich Gedanken über sein Handeln zu machen noch einen Wert besitzen. Bei den ganzen oberflächlichen Inszenierungen auf Youtube und Co würde ich sonst wirklich den Glauben in unsere Gesellschaft bzw. die Zukunft unserer Gesellschaft verlieren. Also lass Dich bitte nie, nie, nie davon entmutigen dass Du in Zahlen ausgedrückt vielleicht weniger „Erfolg“ hast als andere. Denn auch wenn Deine Zahlen geringer sind, bewegst Du in Summe bei den Menschen sicher eine Menge mehr als diese ganzen Miss Perfects zusammen 😉

    • Kleinstadtcarrie 25. Januar 2017 at 15:30

      Liebe Sonja,

      vielen Dank für Deine Worte! Ja, hach ich muss einfach aufhören mich zu vergleichen 🙂

  • Reply Julia 25. Januar 2017 at 10:14

    Hey Luise,
    danke für den klasse Beitrag, du sprichst mir total aus der Seele.
    Es ist einfach so, wer zum Bäcker geht, bekommt Brötchen. Und auf einem reinen Fashion Blog darf man nun mal keine tiefsinnige Diskussion über Politik erwarten (wobei ich persönlich ja Blogs bevorzuge, die von allem ein bischen etwas haben, die gibt’s nämlich auch!) Wenn man dann keine anderen Blogs liest, ist man aber auch selber Schuld.
    Lustig finde ich, da hat sich letztens eine recht bekannte deutsche Fashion-Bloggerin dazu geäußert, dass sie es schade findet, dass man ihre (wirklich hochwertigen Beiträge, keine Frage) kaum noch kommentiert. Aber da frag ich mich, was soll man da auch drunter schreiben? Täglich unter 10 Blogeinträge zu schreiben „Tolles Outfit, weiter so“ – nein danke, dafür ist mir die Zeit zu schade. Ich denke, dass sie gut aussehen, wissen sie auch selber. Und bei so einem oberflächlichen Thema darf man sich nicht wundern, wenn da die Kommentare ausbleiben, denn da gibt’s einfach nicht viel zu zu sagen.
    Liebe Grüße

  • Reply Vivian 24. Januar 2017 at 21:58

    Danke! für diesen wunderbaren Post! Nicht nur, weil er toll geschrieben und einfach zu 100% wahr ist, sondern auch (und vor allem) deswegen, weil er mich daran erinnert, warum dein Blog so lange mein Lieblingsblog war und hiermit nun wieder auf meinen persönlichen Platz 1 geschossen ist.
    Zwischenzeitig konnte ich mit deinem Content nicht ganz so viel anfangen, aber mir ist gerade wiederbewusst geworden, wie cool es von dir ist, dein ganz eigenes Ding durchzuziehen, ohne dabei auf möglicht viele Follower fixiert zu sein. Ich ziehe meinen virtuellen Hut vor dir 😉
    Weitere Blogger, die mich jedes mal aufs Neue inspirieren und motivieren sind Jasmin von Tea&Twigs (ich lese ihren Blog schon seit fast 10 Jahren #fangirl 😀 ) und Maddie von DariaDaria, die mich auch dazu gebracht hat, kein Fleisch mehr zu essen und sich ja nun auch in Sachen Nachhaltigkeit, Fair Fashion und Feminismus stark einsetzt.

    Liebe Grüße 🙂

    • Kleinstadtcarrie 25. Januar 2017 at 15:31

      Hey Vivian,

      ha – da freue ich mich aber gerade echt!! 🙂 Dann geb‘ ich mal mein Bestes, dass ich den Titel verteidigen kann 😀

    • Vivian 26. Januar 2017 at 11:17

      Und jetzt hatte ich doch allen Ernstes einen weiteren Blog, den ich super inspirierend finde, vergessen: Ich liebe die Mädels von http://www.amazedmag.de/ ! Man findet hier immer super Outfits, aber noch lieber lese ich die Texte und Kolummen der drei. Kritisch, manchmal politisch, feministisch und immer mit einer Prise (Selbst-)Ironie. Erst vor ein paar Tagen ist auf dem Blog auch ein Artikel zum Thema Influencer erschienen, passt also perfekt 😉

  • Reply Verena 24. Januar 2017 at 18:40

    Oh – und wen ich komplett vergessen habe – @belkaberlin! Kein Bloggerin, aber die Herausgeberin von The Fernweh Co – und eine wunderschöne Seele! 🙂 Falls du sie noch nicht kennst!

    LG erneut Verena

  • Reply Verena 24. Januar 2017 at 18:33

    Liebe Luise,

    du ahnst gar nicht, wie ich mich freue, dass du diese Thema ansprichst. Es erinnert mich mal wieder daran, warum ich so gern bei dir bin! Weil du eben mehr bist – ich habe sie auf Instagram alle aboniert – Caro, Farina, Leonie… Und ich mag sie – wirklich! Aber ebenso, wie ich jedes dieser Fotos eeeetwas neidisch betrachte, machen sie mich auch jedes Mal etwas traurig. Denn sie erinnern mich daran, dass dies nie meine Realität werden wird, egal, wie sehr ich versuchen würde daran zu arbeiten. Denn ich bin nicht mehr 20, mit Konfektionsgröße 34 und einer Menge Zeit im Gepäck. Ich bin 31, Mama, berufstätig und das ist auch das, was mich nach jedem kurzen Anfall von „Will ich auch“ , wieder zurück auf den Boden holt. Ich habe ein schönes Leben, ein tolles Kind, einen liebevollen Mann. Und da kommt der Knackpunkt – wenn ich, mit dem Rückhalt, dieser grundsätzlichen Zufriedenheit – an schlechten Tagen, von den „Influencern“ aus meinem seelischen Gleichgewicht gebracht werden kann, was passiert denn dann einer 16jährigen, die vielleicht nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, vielleicht kein stabiles Elternhaus hat… Denn so schön, wie sie alle miteinander sind – so schrecklich-schön ist es manchmal, ihnen bei ihrem Leben zuzuschauen. Es gibt Profile (und vermutlich kennst du sie schon) wie zum Beispiel Lina Mallon, oder eben dich. Ihr Mädels seid wunderschön, so clever und scharfsinnig und schafft es dabei doch, eurem digitalen Gegenüber nicht das Gefühl zu geben, weniger wert zu sein, ein anderes Leben führen zu MÜSSEN, als man es tut. Wie du sagst, was und wer uns beeinflusst, das entscheiden wir selbst. Aber Menschen wie du, die eben nicht nur auf Designertaschen und Jet-Set Leben setzen, sondern zeigen, dass es auf der Welt mehr (wichtige) Dinge gibt als das, machen SocialMedia für mich aus und außerdem um einiges schöner, als jeder nackte Rücken in ägyptischer Baumwolle im Bett eines Pariser Hotels mit Blick auf den Eiffelturm, es je könnte! Danke dafür und für deinen kritischen Umgang mit deinem eigenen Arbeitsumfeld! Du bist wunderbar (die anderen Mädels natürlich auch und ich schaue ihnen weiter gern zu – aber ein bisschen Realitätscheck hin und wieder tut doch sehr gut)!

    Liebste Grüße aus Frankfurt

    Verena @kuestenmaedsche

  • Reply Charli 24. Januar 2017 at 14:56

    Hallo Luise,
    ich persönlich mag den Begriff „Influencer“ nicht wirklich, denn eigentlich umschreibt es doch eher eine Berufsgruppe die von Werbung lebt. Und das ist ja auch absolut in Ordnung. Jeder entscheidet letztendlich selbst, ob er ein Produkt kauft oder nicht.
    Wenn aber jetzt jeder „Influencer“ seine Meinung zu politischen oder auch umweltrelevanten Themen von sich geben soll, finde ich dies irgendwie bedenklich. Ich denke, du verstehst was ich sagen will. Nicht jedes modische Vorbild sollte auch automatisch ein Berater für andere wichtige Themen sein. Oft fehlen da doch Hintergrundwissen und Bezug zur Realität manchmal auch. Ich bin echt manchmal erschrocken, was man so liest.

    Was ich eigentlich sagen will ist, dass wir uns vielleicht auch mal wieder nach positiven Einflüssen ausserhalb des Netzes umschauen sollten. Das fällt wirklich richtig schwer, weil wir immer denken, dass wir etwas verpassen und dabei verpassen wir vielleicht das Leben an sich. Oder ein gutes Buch, oder ein Museumsbesuch, ein Gespräch, oder was weiß ich… Ich muss mir das auch immer regelmäßig in Erinnerung rufen, oder meine Eltern erinnern mich daran. 😉
    Daran werde ich in Zukunft noch arbeiten müssen und schaue mal ausserhalb der Blogger- und Youtube Szene nach „Influencern“.

    Ein schöner Denkanstoß!
    LG von Charli

    • Nathalie 24. Januar 2017 at 21:12

      Wow! Was für tolle Worte bzgl. „Verpassen? Verpassen der Aussenwelt!“. Hast mir somehow gerade das Hirn gewaschen – in einem positiven Sinn natürlich! 😀

    • Kleinstadtcarrie 25. Januar 2017 at 15:32

      YES 🙂

  • Reply Jacky Lee Manning 24. Januar 2017 at 12:01

    Ganz toller Beitrag!!! Ich stimme dir zu 200 % zu. Weniger haten und mehr darüber nachdenken und dann selbst entscheiden, von wem man sich eigentlich wirklich beeinflussen lassen will / lässt.

    Liebe Grüße
    Jacky
    http://www.jackyleemanning.com

  • Reply Andrea 23. Januar 2017 at 23:28

    Liebe Luise,
    danke für diesen tollen Beitrag. Ich folge dir schon eine ganze Weile und du sprichst mir wirklich oft aus der Seele. Auch heute. Ich folge dir wegen deiner tollen Texte, Gedanken und Ideen, die ich selbst manchmal gern hätte und vor allem hätte ich gerne den Mut, das alles auszusprechen. Ich hab all‘ diese Leute mittlerweile wieder deabonniert, was nicht heißt, dass ich nicht manchmal doch auf ihre Seite schaue, aber ich habe festgestellt, dass ich all‘ die Zeit lieber mit eigenen Gedanken, Reisen und Paketen fülle und dafür arbeite, als nur anderen zuzusehen. 🙂
    Mach weiter so, ich würde es sonst missen!

    Liebe Grüße an dich,
    Andrea

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:42

      Liebe Andrea,

      vielen Dank! Und ja, da muss jeder sein ganz eigenes Mittelmaß finden 🙂

      Liebe Grüße an Dich <3

  • Reply Marie 23. Januar 2017 at 23:17

    Hallo liebe Luise,
    ich lese schon lange deinen Blog und zu deinem neuen Blogpost möchte ich unbedingt etwas sagen. Zum einen finde ich, dass man sich für den Erfolg seines Blogs nicht schämen sollte und wenn dich jemand fragt seit wie vielen Monaten du schon bloggst würde ich eher mal sagen, dass die Person keinen Plan vom Bloggen hat. Wie du schon selbst schreibst ist Kleinstadtcarrie keine wirklicher Fashionblog. Klar, du postest ab und zu mal Outfits, aber so wie ich es immer wahrgenommen habe ging es nur am Rand um Mode und hauptsächlich um Texte, die zum Nachdenken anregen sollen. Deswegen würde ich Kleinstadtcarrie niemals mit einem Fashionblog vergleichen – der eine ganz andere Reichweite hat, weil Millionen Frauen auf der Suche nach neuen Looks sind und Modeblogs eine internationale Leserschaft ansprechen. Und ja, die Bilder der anderen sind vielleicht perfekt aufeinander abgestimmt, sie tragen tolle Klamotten und dokumentieren wie sie die Welt bereiten, aber sie haben eben ein komplett anderes Konzept als du. Du äußerst dich zu politischen Angelegenheiten, denn in deinem Blog geht es nun mal NICHT hauptsächlich um Mode. Das ist eben deine Nische. Dass andere sich nicht über politische Angelegenheiten äußern — ich frage mich welche Leser das wirklich kümmert. Denn ganz ehrlich, Blogs sind nicht das echte Leben. Modeblogger haben nun mal Mode, über die sie schreiben. Man sagt einer Vogue ja auch nicht sie sei dämlich, weil sie nichts über Trump schreibt, oder vielleicht einem Blogger, der über Motorsport schreibt. Man muss sich nicht zu jedem Thema äußern, über das man sich Gedanken macht, wenn es nicht in das Konzept passt. So wird das später im Berufsalltag auch sein.

    Liebe Grüße

    Marie

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:43

      Liebe Marie,

      danke für Deine aufmunternden Worte! Und die meiste Zeit weiß ich das ja auch und bin auch unendlich stolz auf das hier alles. Aber nunja, ins Zweifeln kommt ja jeder…

      Freue mich aber, dass Du den Text verstanden hast und das genau so siehst!!! 🙂

      Liebe Grüße an Dich

  • Reply Carmen 23. Januar 2017 at 22:42

    Ein echt toller Artikel. Ich persönlich würde deine Gedanken zum Thema „Warum mache ich das hier alles ?“ Wirklich gerne lesen.
    Liebe Grüße
    Carmen (Die gerade angefangen hat zu bloggen)

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:44

      Liebe Carmen,

      mal schauen, wann ich die Reihe fertig bekomme 🙂 Aber das ist gut zu wissen!

  • Reply Sophie 23. Januar 2017 at 22:31

    Liebe Luise, genau das ist der Grund, weshalb ich deinen Blog den reinen „Fashion“-Blogs vorziehe, weil dein Blog Mehrwert bietet, du mir persönlich mit ganz vielen Themen aus der Seele sprichst und du nicht danach strebst, immer das Teuerste vom Teuersten zu besitzen, was sich die meisten Follower eh nicht leisten können. Ich denke das ist viel viel mehr wert, als tausende Follower bei Instagram zu haben. Mach weiter so 🙂

  • Reply Hannah 23. Januar 2017 at 22:15

    Wieder ein Beitrag, der absolut den Kern der Sache trifft! Damit verschriftlichst du genau die Gedanken, die ich schon Wochen mit mir trage. Ich stimme dir zu 100% zu. Weniger auf Blogger haten, und mehr denken und selbst entscheiden, von was man sich beeinflussen lassen will.
    Ganz tolle Worte, liebe Luise!

  • Reply Dorothee 23. Januar 2017 at 21:23

    Ich hatte gerade Tränen in den Augen weil ich dir und deiner Meinung absolut zustimme. Nach einer Woche Pause von snapchat und co aufgrund einer verloren Wette habe ich gemerkt mit was für „Problemen“ dieser Influencern ich meine Zeit verschenke in der ich ihnen zu sehe wie sie die Pakete auspacken und um die Welt reisen und meine Träume leben. Diese inszinierte Seifenblase platzt hoffentlich bald und es sollte mehr ehrliche Meinungen wie die deine geben. Danke dass du den Mut hast öffentlich deine Meinung rauszulassen. Influencer sollten mehr sein als bezahlte Modepüppchen die keine eigene Meinung haben.

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:46

      Liebe Dorothee,

      vielen Dank für Deinen Kommentar!

      Ganz so drastisch wie Du, sehe ich es nicht! Ich weiß von einigen dieser Mädels, dass sie noch einiges mehr auf dem Kasten haben – das aber aus diversen Gründen nicht zeigen, besprechen, usw…
      Wie gesagt, wir alle sind selbst dazu in der Lage, zu entscheiden, wovon wir uns berieseln lassen und welchen Wert wir dem geben. 🙂

  • Reply selina 23. Januar 2017 at 20:59

    sehr sehr ehrliche rpost, danke dafür 🙂 meine lieblingsblogger bzw youtuber sind im moment its coleslaw und muchelleb, beide beschäftigen sich viel mit minimalismus, aber wenns um wirklich gesellschaftliche und politische themen geht finde ich rayk anders super.

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:46

      Danke für die Tipps Selina! Schau ich definitiv mal rein 🙂

  • Reply Anita 23. Januar 2017 at 20:01

    Liebe Luise,
    ein erfrischender und herausstechender Text, der motiviert. Und Mut macht. Dass es mehr Leute gibt, die so denken und auch mal über den Tellerrand hinwegsehen, statt zu kritisieren.
    Wundervoll. Danke 🙂

  • Reply Franzi 23. Januar 2017 at 18:54

    Wahnsinnig gut geschrieben, Luise!
    Ich finde auch, dass es um Balance geht. Och lese gerne Blogs wie deinen, die mich zum nachdenken anregen, ich schaue Nachrichten, lese Zeitung und bekomme auch in der Uni wahnsinnig viel Input zu allen möglichen Themen. Und wenn mich die Informationsflut zu erschlagen droht, wenn ich mich frage, wie das weitergehen soll mit uns und der Welt, dann geh ich auf Snapchat und schau Leuten wie Farina zu wie sie aich schminken oder von einem Event zum nächsten springen oder mal wieder um die Welt jetten. Und dann freu ich mich über die 15 Minuten Auszeit, weil ich weiß, dass es auf diesen Kanälen mehr um Belanglosigkeiten geht. Dann bin ich froh, wenn ich meinen Kopf mal ausschalten kann.
    Allerdings macht es mir Sorgen, dass viele junge Mädels nicht mehr differenzieren können und denken, dass das Leben dieser „Instagirls“ das größte Ziel ist. Dass sie sich nicht mehr für das wahre Leben interessieren und für das, was in der Welt passiert.
    Mach dir keine Gedanken um Followerzahlen und Eventeinladungen, Luise, deine Stimme wird auch ao gehört. <3

  • Reply Andrea 23. Januar 2017 at 18:43

    Mich würde ein Post mit DEINEN Influencern mal interessieren 🙂 Wenn du für dich als Influencer ansiehst…

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:47

      Andrea, dazu kommt definitiv ein Beitrag 🙂 Muss das aber nur selber aktuell überdenken – großes To-Do für dieses Jahr da auszusortieren und neue zu entdecken!

  • Reply Lara 23. Januar 2017 at 18:07

    Danke für diese Worte!! Ich finde es super, wie du über diese Branche und Bewegungen deine Meinung kritisch äußern kannst, ohne dabei verletzend oder beleidigend zu sein!
    Nicht zuletzt deshalb ist das hier eigentlich der einzige Blog, den ich regelmäßig lese.
    Du bist eine sehr sympathische und authentische Bloggerin. Das musste nun mal gesagt werden, nachdem ich nun schon einige Jahre still deine Beiträge gelesen habe.
    Grüße, Lara!

  • Reply Elena 23. Januar 2017 at 18:03

    Sehr schön geschrieben und ehrliche Worte gewählt! Danke.
    Ich muss sagen, mich nervt es momentan einfach sehr bei Influencern wie Caro und co.
    Nicht, dass ich sie damit beleidigen möchte oder irgendwas schlecht reden will. Aber man hat nur noch perfekte Bilder, eine perfekte Welt vor Augen die irgendwie auf Dauer nicht authentisch rüberkommt und einfach unehrlich, gefaked. Und meiner Meinung nach ist es immer noch wichtig, dass man sich bis zu einem gewissen Grad mit Influencern oder Stars (was auch immer) identifizieren kann. Weil das macht sie menschlich und nahbar. Aber das verschwindet durch diese perfektionistische Darstellung zunehmend.
    Deshalb bist du z.B. für mich ein guter Influencer oder auch Steph Claire Smith (ein Model aus Australien, das aber auf unglaublich symphatische Art und Weise total down to earth rüberkommt und lebendige, authentische Einblicke bietet die motivieren). Genau so sollte es meiner Meinung nach sein!
    Perfektionismus ist langweilig!
    Lg Elena und Daumen hoch für diesen super schönen und relevanten Blog-Eintrag!

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:52

      Liebe Elena,

      ich denke: dass die Mädels eben das zeigen, was gut ankommt. Und das ist diese perfekte Welt. Scheinen wohl doch viele drauf zu stehen.Ab einer gewissen Zahl an Followern wird es ohnehin schwer es jedem recht zu machen. Und die Mädels geben ihr bestes…:)

      Aber danke für den Tipp mit Steph Claire – schau ich direkt mal rein 🙂

  • Reply Franzi 23. Januar 2017 at 16:58

    Ich bin immer wieder beeindruckt von deinen Texten!

  • Reply Juliet 23. Januar 2017 at 16:51

    Du sprichst genau das aus, was ich denke! Ja, diese Bilder sind schön anzuschauen. Und ja, ich wünschte mir auch eine Designer-Handtasche. Und träume davon, ein Jetsetter-Leben zu führen. Träume eben. Wir müssen reif genug sein, entscheiden zu können, was Traum und was Realität ist. Sich darauf besinnen, was für mich selbst wertvoll ist.
    Ich liebe es z.B., Blogs zu lesen, die Gedanken aussprechen. Private Geschichten schreiben. Erst neulich bin ich auf eine Bloggerin unter deinen Kommentaren gestoßen (Maj-Briit von dailymaybe.de), die genau darüber schreibt. Über das Leben. Mit Gefühlen. Diese Texte nützen uns viel mehr als ein paar Bilder, die wir uns für einen Moment anschauen – die uns aber stundenlang deprimieren, weil deren Leben soviel besser ist. Dem Anschein nach.
    Es ist schwierig, zu unterscheiden, was ‚gespielt‘ und was echt ist. Ich mag das echte Leben viel mehr. Genau deshalb liebe ich deinen Blog! Bleib ganz genau so, wie Du bist!

    Ich drück dich!
    Juliet
    http://www.withjuliet.com

  • Reply Pascale 23. Januar 2017 at 16:03

    Danke für diesen Beitrag!
    Seit ich realisiert habe, dass ich mich ganz aktiv beeinflussen lasse folge ich viel selektiver. So sind zum Beispiel der Blog „DariaDaria“ oder „Mehr als Grünzeug“ ganz weit oben auf meine Lese- & Inspirationsliste gerutscht. Und es tut gut!

    Liebe Grüsse
    Pascale

    • Kleinstadtcarrie 23. Januar 2017 at 23:53

      die Erfahrung habe ich auch gemacht. Man fühlt sich einfach gut beeinflusst 🙂

  • Reply Kerstin 23. Januar 2017 at 16:03

    Super super cooler Beitrag! Ich sehe das eigentlich ziemlich genauso wie du. Die Blogosphäre ist so groß da gibt’s doch für jeden was. Und wenn sich ein Influencer dazu entscheidet nichts über Politik etc. zu sagen, dann macht ihn das noch lange nicht zu einem schlechten Menschen. Jeder nutzt seine Plattform anders und ich kann mir ja als Leser ja aussuchen wem ich folgen möchte und wem nicht. Ich liebe Farina zB für ihre Outfits und ihre Ausstrahlung, will ich aber Texte lesen dann komme ich einfach auf deinen Blog. Jeder hat seinen Platz und man kann Influencer einfach nicht über einen Kamm scheren und pauschal verurteilen!

    Love, kerstin | http://www.missgetaway.com/

  • Reply feli 23. Januar 2017 at 15:06

    Definitiv einer meiner liebsten Artikel von dir! Obwohl jeder Artikel so lesenswert ist und ich finde es toll, worauf du aufmerksam machst. Ich bin sonst eher der stille Mitleser 😉 Ich denke, wir müssen uns alle selbst an die Nase greifen und auch ich ertappe mich des Öfteren dabei, lieber den neuesten Haul einer Youtuberin zu schauen als die Tagesschau nachzuschauen 🙂 Liebe Grüße, Feli von http://www.felinipralini.de

  • Reply Susa 23. Januar 2017 at 14:51

    Liebe Luise,
    ich bin wirklich froh, dass du dich entschieden hast weiter zu machen und hinter dem zu stehen was du machst, denn in Gedanken niederschreiben, heikle Themen andiskutieren und Poesie bist du ganz klar meine Nummer 1!
    Und ja – natürlich bist du ein Influencer.
    Ich bewundere dein Durchhaltevermögen (sind tatsächlich schon 7 Jahre vergangen??) und freue mich auf weitere Beiträge, die du auf deinem Blog vorstellst.
    Es ist natürlich nicht immer einfach „den Nerv der Zeit“ zu treffen und es jedem Recht zu machen. Geschmäcker sind verschieden und ab und an eckt man auch einmal an.
    Nichtsdestotrotz sollte man sich selbst treu bleiben, auch wenn Influencer nunmal „beeinflussen“ und uns ein Leben vorgaukeln, dass mitunter gar nicht so glamourös und erstrebenswert ist, wie auf manchem der Bilder vorgestellt.

    Allerliebste Grüße,
    Deine Susa

    http://www.MISSSUZIELOVES.de

  • Reply denia 23. Januar 2017 at 14:26

    Du hast so Recht mit dem was du hier schreibst. Großes Lob ab dich, du schaffst es immer wieder, mich zum nachdenken zu bringen und genau deswegen bist du einer der Influencer, denen ich gerne zuschaue, egal ob es um Mode oder um ernsthafte Themen geht. Danke dafür 🙂 Ich glaube, ich sollte auch ein paar Accounts auf Instagram und Snapchat löschen und damit fange ich gleich an:)

  • Reply Sophie 23. Januar 2017 at 14:21

    Liebe Luise,
    Eigentlich bin ich keine die groß Kommentare verfasst, aber dein neuer Artikel hat mich dazu ermutigt, mal was beizutragen.
    Zu allererst finde ich, dass du eine erstaunliche Person bist und mit deinen Worten viele Menschen inspirierst, bewegst und auch ermutigst!

    Die ganze Thematik „Influenzer“ sein, ist momentan ziemlich groß. Die und irgendwie will es jeder werden.
    Du hast ganz recht, wir wollen gern tolle Orte und schicke Klamotten sehen und vermutlich werden wir leider weniger fasziniert, wenn es bei diesen „Influenzern“ nur um Politik oder so gehen würde!

    Bleib bitte wie du bist. Du bist eine andere Form von allem.
    Bleib bei deinen Texten, deinen Modeinspirationen,

  • Reply Sylvia 23. Januar 2017 at 13:48

    Sehr schöner Beitrag! Ich denke das diese Blase irgendwann platzen wird und sich die ganzen „Insta-Stars“ dann in Luft auflösen werden. Weil viel wird ja nicht von ihnen übrig bleiben wenn Insta mal nicht mehr aktuell ist. Es gibt einige Mädels dort die sehr viele Follower haben und bei denen ich mir an den Kopf greife wenn ich deren ihre Story ansehe. Die kaufen alles danach obs in ihren Feed passt, reisen an Orte die dort rein passen, tragen Sachen und verkaufen ihr ganzes Leben für diesen Feed. Also mir wäre das zu stressig, ganz ehrlich.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at/ Foto/Travel/Lifestyle

    • Kleinstadtcarrie 24. Januar 2017 at 00:00

      Hey Sylvia, ach das glaube ich nicht – die Mädels haben alle etwas, sonst hätten sie nicht so viele Anhänger und das kriegen die auch noch mal hin 🙂 Aber wie Du beschreibst: der Job ist nicht ohne und kann knallhart sein!

  • Reply Jess 23. Januar 2017 at 12:39

    Liebe Luise,

    ich kann deine Ansicht verstehen und bin ehrlich gesagt von Bloggern genervt, die ständig nur Werbung machen wollen, immer perfekt inszenierte Bilder präsentieren und darüber hinaus nur wenig liefern. Was mit „darüber hinaus“ gemeint ist? Texte! Tiefgründigkeit! Gedanken! Dinge, die zum Nachdenken anregen und nicht die neueste Tasche oder das tollste Make-up zeigen.

    Ich habe mich schon lange von solchen Bloggern abgewendet, die mir ständig ein perfektes Leben verkaufen wollen. Das braucht keiner, denn keiner ist perfekt. Viel lieber lasse ich mich von Bloggern beeinflussen, die auch mal das Unperfekte zeigen, sich authentisch geben, Gedanken in Worte fassen und zeigen, dass sie mehr als ihre Klamotten und Handtaschen sind. Deshalb lese ich dich auch so gerne.

    Leider habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass man mit Texten und Gedanken, die eher „normale“ Aspekte des Alltags beleuchten, nicht unbedingt massig Follower anzieht. Denn viele wollen sich doch noch von der perfekten Welt berieseln lassen – was auch in Ordnung ist. Ich glaube einfach, dass es da zwei Seiten in der Bloggerwelt gibt – die, die sich für Influencer und die wichtigsten und einflussreichsten Werbepersonen halten und die, die im ursprünglichen Sinne bloggen und ihre Gedanken mit der Welt teilen möchten. Leider haben es Letztere schwerer, Lob für ihre Arbeit zu bekommen.

    Liebste Grüße,

    Jess von diedenken.de

  • Reply Miri 23. Januar 2017 at 12:25

    Liebe Luise,
    ich möchte nur mal Danke sagen, denn für mich bist du eine Art „Influencer“. Nicht weil ich sonderlich viel darauf gebe, wer sich wie auf Instagram etc darstellt – für mich ist es immer noch vergleichbar mit einer aktuellen Modezeitschrift, die ich in meiner Jugend durchgeblättert habe, nur das plötzlich eben diese „likes“ zählen und Menschen definieren.
    Scheinbar.
    Bei dir ist das für mich anders.
    Denn du berührst. Vielleicht nicht die, die nur auf der Suche nach Trends sind und Hashtags lesen wollen. Aber Menschen, die es lieben neben all den oberflächlichen News auch mal tiefgründige Texte zu lesen. Du machst dir Gedanken und das ist das was zählt. Hör nicht auf damit und mach weiter dein Ding.
    Klar gehört die Konkurrenz dazu aber ich kenne wenige Blogs, die ich so gerne lese, wie Deinen! Außerdem steht bei dir nicht die Vermarktung, Werbung und Vorstellung des neuesten It-pieces im Vordergrund, womit manch namenhafter Blogger seine teilweise unwissenden Leser ganz schön manipuliert. Auch wenn das zum Instagram-business sicherlich dazu gehört.
    Ich kenne deinen Blog nun schon eine ganze Weile aber so richtig geflasht hast du mich, als du aus New York geschrieben hast und eben den beschriebenen Abstand bekommen hast.
    Du hast mich unfassbar berührt als du letzten Sommer vom „nachhause-kommen“ geschrieben hast. Ich war zu der gleichen Zeit im Ausland und hatte das Gefühl, als hättest du meine Gedanken auf „Papier“ gebracht.
    Du schaffst es Menschen aus dem Herzen zu schreiben und das schaffen wenige. Das wollte ich bloß mal loswerden, freue mich auf weitere Inspirationen und Texte und wünsche dir eine tolle Woche! Liebe Grüße, Miri

  • Reply Freya 23. Januar 2017 at 11:47

    Hallo Luise,

    ich bin eigentlich kein Fan davon einen Kommentar zu schreiben, nur um seine Seite zu promoten, aber du hast ja explizit nach Blogs gefragt und das Thema ist mir persönlich sehr wichtig.

    Mir gefällt dein Beitrag und er zeigt einem mal wieder das jeder nur in seiner eigenen ‚Echokammer‘ lebt und von sozialen Medien nur das zu sehen bekommt was er sich durch Klicks und Likes selbst ausgesucht hat.

    Ich habe eigentlich einen kleinen Reiseblog, aber mir liegt zum Beispiel Tierschutz sehr am Herzen. Ich habe dieses Thema bewusst wieder in meine sozialen Medien gelassen um mir jeden Tag bewusst zu machen, wer den eigentlichen Preis für Fleischkonsum und bestimmte Kosmetik bezahlt.

    Du hast ja auch nach Bloggern gefragt, meine Lieblinge im Bereich vegane und tierversuchsfreie Kosmetik sind definitiv:
    https://www.kosmetik-vegan.de
    http://onceuponacream.at

    Und ich habe auch vor Weihnachten etwas dazu geschrieben: http://evenmoreplaces.de/gedanken-zur-weihnachtszeit-crueltyfree/

    Ich hoffe du findest auf den beiden Blogs ja etwas Inspiration und im besten Fall werden noch ganz viele andere Mädels inspiriert die deine Beiträge (und diesem Kommentar) lesen.

    Liebe Grüße und ich wünsche dir viele tolle Erfahrungen in Guniea.