Mir fallen dazu nur zwei Dinge ein. #Election2016

/9. November 2016/57 Kommentare

Es ist jetzt gut ein Jahr her – da spielten wir, meine Freunde und ich, dieses lächerliche Spiel, bei dem man sich Post-Its auf die Stirn klebt. Und dann stellt man Fragen und findet heraus, wer man ist. Ich war immer gut in diesem Spiel. Aber bei diesem Mal, fand ich es nicht heraus, welchen Namen man mir aufs Gesicht geklebt hatte. Nahm den Zettel in die Hand und las: Donald Trump.
Kannte ihn. Seinen Namen immerhin. Hatte ihn aber nicht auf dem Schirm. Gar nicht über ihn nachgedacht.
Ärgerte mich. Ich kann nicht verlieren.

Und dann zog ich nach New York. Für ein halbes Jahr. Die beste Entscheidung meines Lebens.
Immer wieder fragen mich die Leute, was ich von Amerika, von den USA halte – und meine Antwort ist stets die selbe: ich weiß es nicht. War nur in New York. Und das ist eine andere Welt! Amerika ist so groß, wie soll man da eine allgemein gültige Antwort finden? 
New York ist fabelhaft, weltoffen, multikulturell, respektvoll. Es funktioniert. Das funktioniert!
Alle meine amerikanischen Freunde sind sich einig: Hillary Clinton!
Meine New Yorker Freunde sind meine einzigen amerikanischen Freunde.


Kochabend mit Freunden. Letzte Woche. Lustig. Man redete über belanglose Themen, locker. Alte Anekdoten. Selten habe ich so viel gelacht. Und als wir gerade dabei waren, unsere Jacken anzuziehen, sagt er: „Ich glaube, dass Trump Präsident wird!“ 
„Sag mal spinnst Du eigentlich?“, fauchte ich ihn wütend an. 
„Ist doch nicht meine Meinung Luise. Aber ich befürchte, dass es so kommen wird!“

Und dann kamen sie: die Zweifel.
Mal ehrlich – wir hatten alle Bauchschmerzen bei diesem Wahlkampf.

Als heute morgen um 6:30 Uhr mein Wecker klingelte, spürte ich dieses böse Kratzen im Hals. Ich wusste: ich werde krank. Wollte mich gerade noch mal umdrehen und – stellte den Flugmodus aus. 17 neue Nachrichten. Binnen weniger Sekunden hatte ich den Fernseher eingeschaltet. Noch steht nichts fest. Aber die Clintonanhänger, die Verfechter der Demokratie, von Menschlichkeit hatten bereits ihre Köpfe gesenkt. Und auch wenn es niemand aussprach, hat man aufgegeben. Für heute aufgegeben. Erschöpft. Aussichtslos. Enttäuscht.
Zwei Stunden lang starre ich auf meinen Fernseher. Keinen Appetit und mir, die ich so nah am Wasser gebaut bin, läuft eine Träne übers Gesicht. 
Als Donald Trump seine Bühne betritt und in New York City, meinem zweiten Zuhause, seine Rede hält, scrolle ich mich parallel durch Instagram und Twitter. Was ich dort sehe? Galgenhumor. Die ganze Welt scheint sich gerade über die Amerikaner lustig zu machen. Sie selbst sogar.
Dieser schreckliche, nervenaufreibende, peinliche Wahlkampf ist vorbei. Und das erleichtert irgendwie. Spannung fällt ab – natürlich. Und von der anderen Seite des Teiches ist es ziemlich einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Die blöden Amerikaner. Lassen sich verarschen von einem Mann, der Frauen, Immigranten, Religionen und Behindere beleidigt. Einer, der eine Mauer bauen will.

Aber mir fallen dazu nur zwei Dinge ein:
1. Wir sind eine Welt. Das heißt: die Konsequenzen dessen werden wir alle spüren.
und 2. Auch in Europa, Deutschland, stehen uns Wahlen bevor. Immer und immer wieder.
Amerika hat nicht aus den Fehlern der Deutschen gelernt. Lasst uns aus unseren und ihren Fehlern lernen.

Ich hoffe, dass wir alle spätestens morgen nicht mehr über die Memes, die das Social Web überfluten, lachen – sondern nachdenken! Lesen! Weiterbilden! Und das verbreiten, wofür es sich einzustehen lohnt!

„Aus der Geschichte der Völker können wir lernen, das die Völker aus der Geschichte nichts gelernt haben.“
Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831)

bildschirmfoto-2016-11-09-um-10-01-35

Join the discussion

57 Kommentare

  • Reply Krissi 26. November 2016 at 01:07

    Oh ja, same. Als ich vom Wahlergebnis erfahren habe, war ich auch schockiert, wütend, fassungslos. Und all das kommt immer wieder hoch, wenn ich höre, wie es jetzt weitergehen soll. Wen Trump so alles als Minister an seiner Seite haben will. Kann mir Berichte darüber nicht lange angucken, kriege da fast schon Brechreiz.
    Leider können wir diesbezüglich momentan nicht wirklich etwas tun und müssen abwarten.
    Es ist wirklich immer wieder schlimm, traurig und schockierend zu sehen, dass die Menschheit scheinbar nichts aus den Fehler der letzten Jahrhunderte/Jahrzehnte/Jahre gelernt hat. Aber wie du sagst: Wir müssen jetzt unbedingt aus den Fehlern/unseren Fehlern lernen und es besser machen!

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    http://www.themarquisediamond.de/

  • Reply Vanessa 12. November 2016 at 01:29

    Liebe Luise,
    ich verfolge schon seit Jahren deinen Blog und habe soweit ich mich erinnern kann noch nie einen Kommentar da gelassen, warum eigentlich nicht?
    Ich wollte eigentlich nur zwei Sachen anmerken.
    Erstens ein großes Lob für all die Jahre in denen ich jetzt schon diesen Blog verfolge, besonders eben auch für die politischen Themen. Ich finde es so toll, wie man sich mit dir identifizieren kann.
    Zweitens meine Meinung zur US-Wahl. In deinem Vlog sagst du, du kannst es nicht verstehen wie die Hälfte des Landes für einen Mann wie Trump stimmen kann, aber wenn man sich die Zahlen mal genauer ansieht, stimmt das so nicht. Ganze 46% der Bevölkerung haben nämlich gar nicht erst gewählt, etwa 24% waren für Hillary und weitere 24% für Trump. Und auch wenn ich Nichtwähler im Leben nie verstehen werde, wollte ich es nur richtig stellen. Für mich macht es nämlich doch einen Unterschied ob einem das halbe Land folgt oder eben doch „nur“ ein Viertel.
    Ich lebe derzeit in Glasgow und habe auch hier einige amerikanische Freunde gewonnen, alles Demokraten. Als wir zusammen die ganze Nacht aufgeblieben sind und die Wahlen verfolgt haben und die Nacht immer länger wurde und die Wahl immer aussichtsloser ist mir einiges klar geworden. Ich bin ein unheimlicher Optimist. Vielleicht muss das Land auch erstmal Fehler machen um wachsen zu können, war das nicht schon immer so? Und das gleiche wünsche ich mir auch für Deutschland. Fehler müssen gemacht werden um aus ihnen zu erlernen. Aus der Asche erhebt sich der Phönix.
    Für meine aufgelöste und weinende amerikanische Freundin war das natürlich keine Hilfe, aber ich denke dennoch dass auch sie begriffen hat, dass es in unseren Händen liegt. Wir sind die junge Generation, wir können die Welt ändern. Wer hat denn hauptsächlich für Trump gestimmt, für den Brexit? Das waren nicht die 20-30 Jährigen, das waren nicht wir. Deswegen ist ja so wichtig dass wir unsere Macht und unsere Chancen nutzen, und deswegen möchte ich dir auch einfach nochmal danke sagen. Dir, die durch diesen Blog so einen großen Beitrag leistest.
    Liebe Grüße
    Vanessa

    • Kleinstadtcarrie 12. November 2016 at 17:27

      Liebe Vanessa,

      vielen Dank für Deine lieben Worte!
      Und zu Deinem Kommentar zu den Wahlen. Hast Du natürlich sehr recht. Danke für den Input. Und an sich ist mir das ja auch so bewusst, aber so stellt man es sich eben vor, nicht wahr…

      „Vielleicht muss das Land auch erstmal Fehler machen um wachsen zu können, war das nicht schon immer so?“ – das habe ich auch gedacht. Aber es bleibt uns jetzt nur noch zu hoffen übrig, dass die Opfer, die dafür gebracht werden, nicht zu gravierend sind…

  • Reply Anastasia 12. November 2016 at 00:35

    Liebe Luise,
    mittlerweile ist es fast drei Tage her seit dem Ergebnis der Wahlen und ich bin immer noch schockiert, sprachlos und mir schießen immer wieder Tränen in die Augen. Aus Wut, Hass und Angst.
    Ich habe eine sehr komplizierte Beziehung zu den USA: ich bin dort geboren, doch aufgewachsen bin ich in Deutschland. Ich habe eine ähnliche Einstellung zu Amerika wie du. Ich weiß nicht wie ich das Land finden soll. Auf der einen Seite bietet es so viele Möglichkeiten und hat einfach etwas ganz besonderes an sich. Ich dachte immer die USA wäre ein sehr fortschrittliches Land. So ganz nach dem Motto „Die Amis haben immer alles als erstes und alle anderen machen es nach!“ Was auch glaube ich den Reiz der USA ausmacht.
    Doch es ist ebenfalls ein Land mit einer sehr problematischen Geschichte. Was bei diesen Wahlen erneut zum Vorschein kam. Doch im großen und ganzen hatte man das Gefühl, oder zumindest die Hoffnung, dass es Vorwärts geht. Und genau deshalb hat mich das Ergebnis so geschockt. Ich bin geschockt, dass ein Land, welches so viele „bright minds“ zum Vorschein gebracht hat, offenbar irgendwo stecken geblieben ist. Wie können so viele Menschen immer noch ein derart verzerrtes Menschenbild haben und wie kann es sein, dass dieser Hass mit so jemandem wie Trump immer weiter gepusht wird. Mir geht es einfach nicht in den Kopf!
    Genau wie du weiß ich auch, dass sich jetzt nicht alles von heute auf morgen ändern wird. Jedoch macht es mir enorme Angst was für eine Message dieses Wahlergebnis an die Menschen in Amerika und an die Welt sendet. Dass es scheinbar in Ordnung ist Frauen als Objekte anzusehen die keine Rechte haben dürfen, vor allem nicht wenn es um ihre eigenen Körper geht oder dass Homosexuelle nur Kranke sind die geheilt werden müssen. Die Liste könnte endlos weiter gehen.
    Dieses Wahlergebnis ist ein lauter Weckruf und eine Erinnerung die uns zeigt wie weit wir noch gehen müssen…
    Ich hoffe wir lernen endlich es besser zu machen!

    Alles Liebe,
    Anastasia

    P.s. Ich finde es wirklich sehr gut, dass du hier auch politische Themen ansprichst und deine Leser zum diskutieren anregst. Lass dir bloß von keinem erzählen dein Blog wäre die falsche Platform dafür. Wenn nicht hier, wo sonst? Wenn einem das nicht gefällt muss er es ja nicht lesen!

  • Reply Marlene 11. November 2016 at 19:28

    Mir war es jetzt doch noch ein Bedürfnis das los zu werden. Ich habe deinen Vlog auf YouTube geschaut und war im Grunde voll deiner Meinung was die Wahlen in Amerika angeht und bin es auch was diesen tollen Blogpost angeht. Nur in einem Punkt muss ich dir widersprechen- ich gehe momentan in die 12 Klasse in Baden-Württemberg und wir lernen im Geschichtsunterricht nicht stumpf Zahlen und Fakten auswendig. Nein, wir besprechen das dritte Reich und machen anschließend einen Transfer diskutieren über Trump,Erdogan,Putin,die Appeasement Politik der EU,die Lage in D(Afd)…. !!!und so ein Geschichtsunterricht habe ich nicht erst seit diesem Schuljahr! Mir war es sehr wichtig dir mitzuteilenden, dass in der Schule mittlerweile schon versucht wird uns zu jungen Menschen zu erziehen die für Frieden in der Welt sorgen,alles hinterfragen und vor allem aus der Geschichte lernen!! Und ich finde es richtig gut, dass du da auch deine Möglichkeit viele Menschen zu erreichen nutzt. Ganz LG !!

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2016 at 23:34

      Marlene,

      das finde ich super! Und das freut mich unheimlich zu hören 🙂

  • Reply Amelie 11. November 2016 at 17:53

    Liebe Luise, du bringst es wirklich auf den Punkt. Musste schmunzeln, als ich angefangen habe zu lesen, da ich genau in der gleichen Situation mit dem Namen „Trump“ auf meiner Stirn war. Habe ebenfalls verloren!
    Ich denke auch, dass die Amerikaner/innen mit dem „the winner takes it all“-Prinzip leider sehr gestraft sind. Wenigstens kann man in Deutschland ohne Angst leben, auch wenn man nicht die Meinung der Regierung teilt, weil man weiß, dass dort noch andere Menschen mit anderen Ansichten sitzen und mit diesen Kompromisse geschlossen werden müssen.

  • Reply Märchenkind 10. November 2016 at 09:33

    Mich hat das gestern auch ziemlich verstört. Ich kann nicht verstehen, wie man einen derart rassistischen, chauvinistischen Menschen voller Hass in ein so unglaublich wichtiges Amt setzen kann – auch wenn die Alternative Clinton ist. Und um ehrlich zu sein, finde ich auch dieses „winner takes it all“-Wahlsystem nicht gerade sinnvoll – wie kann Trump weniger Stimmen haben und trotzdem gewinnen?
    Mir macht das langsam ziemlich Angst. Dieser Rechtsruck, der die ganze Welt betrifft, dass man solche Dinge sagen und Steuern hinterziehen darf, nur weil man von vorneherein nicht versucht, eine weiße Weste zu bewahren – das ist keine Entschuldigung! Ich hoffe wirklich nur, dass er jetzt, wo der Wahlkampf vorbei ist, zurückrudert und feststellt, dass nicht alles so funktionieren wird, wie er es kopf-durch-die-Wand bei seinen Reden behauptet hat. Oder dass wir endlich davon lernen, wenn er es nicht tut.

    Alles Liebe,
    Mara

  • Reply Elena 10. November 2016 at 01:51

    Ich finde es sehr traurig, dass Hillary Clinton das popularity vote für sich gewonnen hat, aber das für die Präsidentschaft leider nicht ausreicht. Sie ist eine Frau mit Fehlern, sicher, aber sie hat sich über 40 Jahre eine politische Karriere aufgebaut und hätte es verdient, zu gewinnen. Ganz anders als der Reality Star Trump, der sich quasi letztes Jahr entschieden hat, Politik als Hobby aufzugreifen und es ohne politische oder diplomatische Erfahrung zum president-elect geschafft hat. Ich verstehe einfach nicht, warum Menschen gegen Menschlichkeit stimmen.

    • Anne 10. November 2016 at 14:02

      Das kann ich auch nur genauso unterschreiben. Sie hätte es verdient und ich nehme ihr ehrlich und aufrichtig ab, dass sie dafür lange und hart gekämpft hat und ich kriege es nicht in meinen Kopf. Ich denke aber auch und ich vermute das wir als junge Zielgruppe das noch nicht so 100% nachvollziehen können, dass dieses „Clinton“ Image auch schwierig war für viele ältere Wähler. Ich versuche das immer anhand von Deutschland nachzuvollziehen, wenn sich jetzt z.B. wieder Schröder oder seine neue Freundin zur Wahl stellen würden oder Merkel jetzt 10 Jahre Pause macht, und sie es dann nochmal „probieren“ will … ich glaube ich würde auch so denken … „oh man muss das jetzt wirklich sein?“. Ich glaube diesen kritischen Blick auf die Clintons darf man nicht unterschätzen (auch in Anbetracht wie mit der Affaire damals umgegangen wurde) und ich glaube auch wenn sich jetzt der xyste Bushnachfolger ankommt, sind es die Leute dann einfach auch leid immer und wieder die gleichen Nachfolger zu sehen. (auch wenn sich das jetzt so anhört, als ob ich die politische Motivation und den Hass hinter den Trump-Wählern verharmlosen will. Ich versuche das was da passiert ist, irgendwie in meinen Kopf zu hämmern. )

      Die jungen Wähler waren dann schon viel mehr in der Lage Hillary als Frau und eben für ihre politischen Werte zu bewerten weil sie dieses hin und her der Clintons garnicht mehr kennen und Hillary für das was sie ist und für das sie so lange gekämpft hat erlebt haben. Das hat man ja bei den Ergebnis der jüngeren Wähler gesehen. (und zusätzlich sind mir alle Augen aus dem Kopf gefallen, als ich gelesen habe, dass sie 18 bis 39jährigen gerade mal 10% der Wahlberechtigten ausmachen. Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen. 10%? Da fragt man sich schon, was sie jüngeren für eine Chance hatten?)

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2016 at 12:54

      Danke Anne!!! 🙂

  • Reply Jane 9. November 2016 at 21:06

    Klar ist es erschütternd und auch ich war schockiert, aber irgendwie hatten sie ja die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich bin ganz ehrlich, wäre ich US-Staatsbürgerin, ich wäre nicht wählen gegangen, weil ich mit beiden nicht einverstanden wäre. Nur weil Clinton eine Frau ist, heißt das nicht, dass sie automatisch meine Sympathie hat. Man muss auch mal hinter die Fassade schauen und sie ist mit Trump auf einer Ebene was komische Ansichten betrifft. Ich war eher erschüttert als es Bernie Sanders nicht geschafft hat.

    • Kleinstadtcarrie 10. November 2016 at 01:49

      Hey Jane,

      klar, es geht nicht darum, dass sie eine Frau ist!
      Aber Trump ist unberechenbar und ich hätte gegen ihn gestimmt!

    • Jana 10. November 2016 at 14:50

      Ich sehe das ähnlich wie Jane. Natürlich ist Trump ein politisches und menschliches NoGo, aber die Werte für die Hillary Clinton steht finde ich genauso fragwürdig. Hinzu kommt, zumindest bei mir persönlich, der Eindruck, dass sie sich und ihre Karriere ganz klar über alles steht und bereit ist hierfür über Leichen zu gehen. Gerade jetzt wo Trump gewonnen hat gerät das in den Hintergrund. Was die Präsidentschaft von Trump angeht: In seiner Amtszeit wird er wohl kaum den Schaden anrichten können, den viele vermuten. Was ich aber kritisch sehe: Aus Frust gegenüber der aktuellen politischen Situation und vielleicht auch aus Angst vor einer Frau wie Hillary Clinton, gelangt ein Mann wie Donald Trump an die Macht. Menschliche Werte scheinen hier tatsächlich in den Hintergrund zu rücken.

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2016 at 02:10

      Ja, ich sehe das ja an sich auch so! Natürlich ist Clinton nicht die optimale Wahl. Aber sie ist durchaus berechenbarer und somit eine kleinere Gefahr als Trump.

    • Theresa 11. November 2016 at 12:50

      50% Trump-Wähler bedeutet auch nicht, dass die Hälfte der Amerikaner Rassisten sind und den Klimawandel leugnen. Man kann die Wahl vielleicht eher als eine Wahl für oder gegen das Establishment bewerten. Und dass eine Hillary Clinton für Menschlichkeit stehen soll finde ich auch äußerst fragwürdig. Sie ist berechenbarer, aber gerade das macht es nicht besser. Sie steht für eine machtbesessene, korrupte Elite und da sind wir überrascht, dass sie nicht gewählt wird? Es sollte uns eher zu denken geben, dass für die Amerikaner Trump das kleinere Übel war, statt sie als menschenfeindlich zu verurteilen. Und wo wir schon mal dabei sind: Ich finde wir nehmen uns ganz schön viel dabei raus, uns als die „vernünftigen“, urteilsfähigen, „besseren“ hinzustellen, wo das, was wir sagen und das, was wir tun doch täglich auseinander klafft.

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2016 at 12:56

      Theresa, sehr richtig – das meine ich ja auch mit meinem Beitrag: es ist nicht sehr weise, sich jetzt über die Amerikaner zu stellen oder über sie zu lachen. Wir müssen tagtäglich an uns und unserer Gesellschaft arbeiten – sodass es nie wieder „notwendig“ ist, dass jemand mit solchen Werten und Ansichten Präsident werden muss/kann…

    • Melanie 11. November 2016 at 15:17

      Theresa, es ist ja nicht so als ob sie nicht gewählt worden wäre. Die Mehrheit der Bürger hat für sie gestimmt, aber Trump hatte halt das electoral college auf seiner Seite, auch wenn er dieses selbst als „disaster for a democracy“ bezeichnet.

  • Reply Y 9. November 2016 at 21:02

    Hallo Luise,

    ich habe selbst die vergangenen zwei Monate in New York gelebt und bin erst seit kurzem wieder da. Ich habe heute morgen einen Facebook-Post verfasst, in dem ich zufälligerweise einige Parallelen zu deinem Text gefunden habe und grundsätzlich die gleiche Meinung vertrete. Habe dir meinen Post mal kopiert (er ist auf Englisch für meine Freunde in NY):

    „Dear Mr. President (actually, I’d rather not entitle you a president but whatever),
    Come take a walk with me.
    Let’s pretend we’re just two people and
    You’re not better than me.
    I’d like to ask you some questions if we can speak honestly.

    What kind of father would take his own daughter’s rights away?
    And what kind of father might hate his own daughter if she were gay?
    I can only imagine what the first lady has to say – probably something Michelle already said.
    You’ve come a long way from sexual abuse and rape.

    I am. Heartbroken. Devastated. Disgusted. Speechless.
    It’s been 4 days since I left NYC. The sleepless city, the city of dreams. I didn’t expect it to become the city of nightmares in only 4 days.
    One of the first questions I’ve been asked these days was whether I liked living in the US. I don’t know, I just know that I loved living in NY. It’s hella expensive and dirty and crowded but you know what else it is? Colorful. A city of more colors than any Times Square billboard could ever display. Skin colors. Rainbow colors. Multiculturalism. Tolerance.
    The welcoming Lady Liberty. Crying in silence. Shattered.
    And that a few hours ago, someone, whose name I don’t even dare to pronounce because it’s an insult itsself, held his victory speech in that very city – it doesn’t even feel real. His victory. A tragedy. That one US president whose whole policy can be summed up as „Build a wall and grab ‚em by the pussy.“
    Disturbing. Devastating. Disgusting.

    There are no winners, Mr. President. I almost feel sympathy for you. For you feeling like you won.“

  • Reply Hugo 9. November 2016 at 20:42

    Hallo
    Ich habe mir jetzt mal ganz in Ruhe deinen Beitrag durchgelesen.
    Schöner Anfang. Man fühlt sich regelrecht nach New York gebeamt so wie du davon erzählst.
    Dann habe ich mal über deine Worte nachgedacht.
    Du scheinst ja gewisse Ahnung über das Thema Politik zu haben,solltest du ja auch als Politikwissenschaftsstudentin.
    Ich muss dir ehrlich sagen,ich kann es nicht verstehen wie man die Vereinigten Staaten von Amerika so in den Himmel loben kann.
    Man merkt ja schnell bei dir das du ein toleranten,friedvoller Mensch bist. An deinen Snaps,Instagrambildern und sonstigem.
    Dann erklär mir mal bitte wie du beim Thema Krieg und Tod anderer Völker und Kulturen in Tränen ausbrichst und gleichzeitig aber New York und das damit verbundene Amerika so lieben kannst?!
    Dir dürfte ja bekannt sein wie viele Kriege die Amerikaner im Laufe ihrer Geschichte begonnen und auch mit aller brutalität durchgezogen haben. Meistens waren es Kriege die keinerlei Sinn hatten,nicht das je irgendein Krieg Sinn hatte aber bei den Amerikanern fällt es besonders auf.
    Klingt für mich nach fataler Doppelmoral,kann mich auch irren.
    Die Amerikaner haben überall auf der Welt Atombomben stationiert. Überall sind Militärbasen errichtet wurden,auch hier in Deutschland und ich kann mir nicht vorstellen das diese Maßnahmen getroffen wurden,damit wir es friedlicher auf der Welt haben.
    Mich würde deine Meinung dazu mal interessieren.
    Ansonsten mag ich deine Beiträge sehr. 🙂

    • Kleinstadtcarrie 10. November 2016 at 01:52

      Hey Hugo,

      wie ich es im Beitrag eigentlich sehr deutlich schreibe, differenziere ich sehr zwischen Amerika und New York. Ich habe geschrieben, dass ich keine Ahnung von den Amerikanern habe. Amerika, USA – ein riesiger Staat. Ich hab meine Meinung zu New York kund gegeben und ich habe auch geschrieben, dass daher meine Vorhersage verzerrt war, da ich nur Meinungen meiner New Yorker Freunde kannte … das habe ich aber im Beitrag auch sehr deutlich geschrieben.

      Ich habe nirgends und nie Amerika in den Himmel gelobt. Oder welchen Teilen des Textes entnimmst Du das?
      Verwirrt mich gerade

  • Reply Meggi 9. November 2016 at 19:32

    Hallo Luise
    Auch mir macht die Entwicklung schreckliche Angst obwohl ich immer denke das ja die Ängste der Menschen grad die Wurzel des Übels sind. Angst zu kurz zu kommen, Angst vor Perspektivosigkeit, Angst nichts bewirken zu können. Reale, erdrückende Ängste. Die Menschen ließen sich von ihrer Angst beeinflussen, sehnten sich nach einfachen, klaren Lösungen. Angst und Unwissenheit macht anfällig für schlichte emotionale Propaganda. Und ich merke das ich es mir selber auch gerne einfach machen würde „die sind doch doof die Amis“ scheint eine willkommene und einfache Erklärung, wenn nicht im Oberstübchen der Zweifel regen würde: „Was ist mit Brexit, Österreich mit Hofer, Frankreich mit Le Pen, Deutschland mit AfD?“ Am liebsten würde ich einfach meine Augen verschließen, diese Menschen als dumm abwerten, und fröhlich in der Gewissheit weiterleben, dass es in Deutschland ja niemals soweit kommen wird, aber die aktuelle Situation zeigt mit erschreckender Deutlichkeit es kann und es wird, wenn wir es nicht schaffen uns von dieser Scheuklappen Mentalität zu befreien und den real existierenden Ängsten der Menschen zu begegnen. Wir können uns eine Sprachlosigkeit nicht leisten, besonders dann, wenn die Sprache der anderen Seite doch so verlockend einfach und emotional einladend ist. Wir müssen dieser Sprache des Populismus, der Hetze, etwas entgegensetzen, was es nicht nötig hat andere Menschen aufgrund ihrer Meinung herabzusetzen, sondern ihre Ängste ernstnimmt und auf Augenhöhe mit ihnen diskutiert. Können wir uns nämlich von unserem eigenen emotional aufgeladenen Meinungsbild entfernen sind wir nicht mehr sprachlos, sondern haben der inhaltslosen Hetze reale Fakten und fundierte Argumente entgegenzusetzen. Und ich glaube an die Kraft der stärkeren Argumente auf unserer Seite. Und ich habe Hoffnung wenn ich Texte wie deinen lese. Wir dürfen nicht sprachlos werden.

    • Emma 10. November 2016 at 22:39

      Zu Hugo – und deiner Antwort,
      ihm stimme ich vollkommen zu und interessant wäre gewesen, wenn es eine richtige Antwort deinerseits gegeben hätte. Solche Worte empfindest du als verwirrend? Nun ja… gut. Ich würde selbst mich nicht öffentlich dazu äußern, denn es sind tiefgreifend geschichtliche Themen die nicht nur jemand zum „nachdenken“ anregen sollte. Es bedarf vieler Bücher die nicht Mainstream sind um sich annähernd ein Bild zu Politik und Geschichte zu bilden…. Mal eine Frage, war nicht auch ein Schauspieler Präsident? Er hat etwas für Amerika getan. Hat Obama etwas für Amerika getan? Wer führt Kriege durch um seine Wirtschaft anzukurbeln? Wie gesagt, ich stimme Hugo zu, aber nicht dir. Mit einer Ausnahme, deine Style-Beiträge haben mich interessiert, deine politische Meinung fehlgeschlagen. Bist du meinungsbildend? Gut ist durchaus, dass du gewisse Aufmerksamkeit auf Themen lenken möchtest, aber besser wäre, sie unvoreingenommen und frei mitzuteilen. Die, die du gern erreichen würdest wollen, lesen vermutlich nicht deinen Blog, ihnen mangelt es an Bildung, wohingegen andere sicher auch Nachrichten lesen.
      Was möchtest du eigentlich mit dem politischen Focus erreichen? Willst du in die Politik, dann tu das, aber eben mit dem entsprechenden Hintergrund.
      Und bitte lass dich nicht von meiner Antwort verwirren oder dergleichen. Mich wundert vielmehr, dass die jungen Leute so anhänglich auf dich reagieren und übernehmen.

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2016 at 12:53

      Liebe Emma,

      ich sage es jetzt hier auch noch mal: wer politische und geschichtliche Fakten sucht – ist auf Kleinstadtcarrie.net falsch. Und ich denke, dass ist jedem auch durchaus bewusst.
      Was ich bewirken will oder wieso ich das schreibe, was ich schreibe? KleinstadtCarrie ist kein Modeblog und ich habe auch noch nie „Style-Beiträge“ geschrieben….scheinbar kennst Du meinen Blog gar nicht? Ich schreibe hier seit jeher über Themen, die mich PERSÖNLICH gewesen! Und so sind das mittlerweile eben auch politische Themen. Ich gebe keine Meinung vor – WO MACHE ICH DAS? Ich schreibe nicht, wen ich gewählt hätte. Ich schreibe nicht, was ich an Clinton toll finde oder an Trump? Meine Meinung gebe ich also nicht Mal 100% preis und selbst wenn: dann wäre das meine Sache! Meinungsfreiheit und mein persönlicher Blog.
      Wer Fakten und Wahlprogramme sucht, der hat genügend andere Quellen. Was ich hier tue ist: meine Gefühle aufschreiben. Nichts weiter. Ich möchte dazu anregen, nachzudenken. Ich arbeite wie gesagt keine Fakten auf: also was Obama für Amerika getan hat, das kann man anderswo nachlesen…usw.

      Wenn Dich diese Beiträge nicht überzeugen, dann ist das eine andere Sache.
      Aber Du musst wissen, wonach Du suchst. Sind es Fakten – wirst Du die hier nicht finden. Meinungen – teilweise. Wer möchte, kann seine Meinung nämlich hier in den Kommentaren veröffentlichen (ich gebe auch JEDEN sachlichen Kommentar frei!). Was Du hier definitiv findest: MEINE Gefühle. Und das ist auch in jedem anderen Beitrag zu jedem anderen Thema hier auf KleinstadtCarrie.net der Fall 🙂

  • Reply Carolin Naumann 9. November 2016 at 19:26

    Liebe Luise,
    du sprichst/schreibst mir mal wieder aus der Seele.
    Ich habe, bis ich gestern Abend ins Bett gegangen bin, gedacht „Den wählen die doch nie, das können die doch gar nicht machen.“ Und heute morgen als ich um 7.00 Uhr den Fernseher eingeschalten habe, war das wie ein Schlag in die Magengrube. Damit habe ich echt nicht gerechnet. Und ich lasse sowas immer viel zu sehr an mich ran, bin dann ziemlich traurig, ratlos, weiß nicht wohin mit meinen Gefühlen, meinem Unverständnis.
    Jetzt hoffe ich einfach, das viele noch mal gründlich nachdenken, sich Gedanken machen…
    Nächstes Jahr ist es schließlich auch bei uns so weit …

    Also danke für deine Worte, die hoffentlich wach rütteln und alle zum nachdenken anregen.

    Carolin

    • Emma 11. November 2016 at 22:12

      Nun ja, offenbar ist es ein Unterschied zwischen denken, meinen und sagen.
      Gut finde ich es ohnehin, offen über Gefühle zu sprechen, denn es sind Meinungen. Aber kann man auch damit umgehen, wenn Meinungen anders wahrgenommen werden. Wie geht man damit um…
      Man testet seine Grenzen, man fordert sie beinahe heraus, weil man eben anderes probiert, weil man eben sich neu orientiert. Das wird jeder Mensch, manche nicht, manche mehr. Der eine Mensch hat mit einer Sache ein großen Erfolg, der andere erlebt für sich eine schlimme Erfahrung. Worin mag das Alles wohl begründet sein?
      Gefühlsmäßig schweben so ziemlich alle unerfahrenen Leute auf einer Welle, finden es toll, was andere bewegen. Andere wiederum, die es erlebt haben, selbst Erfahrungen gemacht haben, betrachten es skeptisch und mit einem schmunzelnden Auge. Woran mag das wohl liegen. Vieles kann durchaus unterschiedlich argumentiert werden, es ist halt immer Sache des Betrachters. Man trägt Verantwortung über das, was man versucht den Menschen mitzuteilen. Ich bin nur skeptisch ob es meiner Tochter gut tut, diesen Blog zu lesen. Menschen übernehmen rasch Argumente ihrer Vorbilder. Ob jeder immer im Detail alles so versteht wie es mitgeteilt wird, ist fraglich.

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2016 at 23:35

      Hey Emma,

      wo gebe ich denn Argumente, die übernommen werden könnten? 🙂

  • Reply Anne 9. November 2016 at 18:09

    Hallo Luise, Ich hatte ähnliche Gefühle wie du, nur habe ich vor 14 Jahren als Teenie in Amerika gelebt. Mit einer ganz tollen, herzlichen amerikanischen Familie, die ich bis heute in mein Herz geschlossen habe aber sie wählen Republikaner, waren Bushfans und haben sicherlich Trump auch gewählt… ein emotionaler Zwiespalt, den ich seit meinem Leben in Amerika mit diesem Land verbinde. Schon eine verrückte Welt.

    Ich habe für mich entschieden, dass es eine gute Seite hat, wenn man Respekt, Ehre und Würde vor der angeblich „mächtigsten“ Person der Welt verliert. Ich glaube und hoffe fest, dass unsere Kinder und Kindeskinder nicht mehr an „Führungspersönlichkeiten“ und „Staatsoberhäupter“ glauben und ihnen auch nicht mehr vertrauen müssen. Vielleicht ist Trump ja insofern ein Schritt in diese Richtung aber vielleicht rede ich mir das auch nur schön 😀

  • Reply Nina 9. November 2016 at 17:52

    Liebe Luise,
    auch als Nicht-Amerikanerin und England-Liebende kamen mir heute morgen gegen 7 bei der Arbeit fast die Tränen, als ich die Nachricht im Radio hörte. Denn das wird uns ALLE betreffen.
    In was für einer Welt leben wir, in dem ein Mensch, der so viel Hass für Andere empfindet, die nicht seinem „Standard“ entsprechen, ein Staatsoberhaupt wird? Das schockiert mich. Mein Herz tut so weh, wenn ich daran denke, wie viele wunderbare, gute Leute jetzt in Angst leben und ihre Religion oder Sexualität verbergen wollen, weil sie um ihre Sicherheit fürchten. Ich verstehe es nicht…und es macht mich einfach so unglaublich traurig!

    Aber wie du schon gesagt hast: auch wenn alles verloren scheint, nicht aufgeben, sondern weiter versuchen Gutes zu verbreiten und aus Fehlern lernen!

    liebste Grüße, Nina

  • Reply Olivia 9. November 2016 at 17:05

    Viel gruseliger, viel beängstigender als Donald Trump selber finde ich das Volk, das einen solchen Menschen wählt und unterstützt. Einzelne Idioten mit Ansichten, wie Trump sie vertritt, gibt es immer (Auch wenn ich mir sicher bin, dass Trump selber genau weiß, dass vieles von seinen Versprechen niemals umgesetzt werden wird und in erster Linie dazu diente, seine Wähler noch mehr anzustacheln und von sich zu überzeugen – dumm ist er sicherlich nicht).
    Aber dass die Mehrheit eines Volkes – nach allem was unsere Menschheitsgeschichte uns gelehrt hat – wirklich einen solchen Hetzer als ihren Präsident wählt, scheinbar dessen Versprechen und Vorsätze wirklich umgesetzt sehen viel – DAS ist die wahre Katastrophe an dieser ganzen Wahl. Die Wähler selber.
    Ich bin einfach nur schockiert und vorallem unfassbar traurig.

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 19:16

      Genau das ist es, was mir den ganzen Tag den Kopf zerbricht. Was geht in diesem Menschen vor? Wieso? Wie konnte es soweit kommen?
      Aber es ist eben scheinbar so, dass die Globalisierung nicht nur Gutes gebracht hat, sondern vielen Menschen auch etwas genommen hat und das wollen sie sich jetzt LEIDER mit allen Mitteln wieder zurück holen. Dass sie damit Jahrzehnte zurück gehen, nehmen sie in Kauf….das macht nachdenklich und traurig. Erschütternd…
      Aber jetzt gilt es eben: aufzuklären und diese Probleme anzugehen.

  • Reply Lina 9. November 2016 at 16:52

    Hallo Luise,
    Ich finde es gut dass du so öffentlich über solche Themen schreibst
    und damit viele deine Leser abholst und sie zum nachdenken anregst.
    Von allen Artikeln und Beiträgen die ich heute gelesen habe ist deiner komplett anders.
    Ein komplett anderer Ansatz. Bisher hat keiner die Memes auf social media so kritisiert wie du.
    Ich hab allerdings auch einen neuen Ansatz für dich: Jeder reagiert anders auf „schlimme Nachrichten“.
    Während dir Tränen gekommen sind, haben mich viele dieser Witze und Memes getröstet, zum
    Nachdenken gebracht und mir geholfen, die Nachricht mehr oder weniger zu verdauen.
    Vielleicht ist es nicht die angemessenste Art sich über Galgenhumor Luft zu machen,
    aber dahinter steckt so viel Wut, Verzweiflung und Angst, dass ein Witz und Humor einen nicht komplett aufgeben lassen. Keiner weiß wie es jetzt weiter geht und was kommt, aber was bleibt uns anderes als Hoffnung zu bewahren?

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 19:18

      Hey Lina,

      klar! Ich finde diese Memes ja auch lustig und habe einige gelikt und geteilt. Aber es geht darum, dass wir eben aus dieser Schockstarre, aus diesem Darüber-Lachen rauskommen müssen. Wir dürfen jetzt nicht aufgeben.
      Es ist okay, dass das jeder anders verarbeitet und notwendig….
      Aber es muss weiter gehen. Die Welt dreht sich weiter! Und Amerika und die Welt wird auch das überstehen. Mal sehen mit welchen Wunden und Abstrichen..

  • Reply Jenni 9. November 2016 at 16:15

    Ich bin sauer, Luise. Ich bin froh, dass du mit deinem Text die richtigen Worte findest, um mir zu zeigen, dass ich nicht alleine bin. Ich möchte so gerne darüber reden, darüber diskutieren, meinem Ärger Luft machen – aber mit hört niemand zu. „Wir haben oft genug gehört, dass Trump scheisse ist, jetzt können wir wieder über wichtige Dinge reden.“ „Das ist alles in Amerika, das geht uns doch sowieso nichts an.“ „Wir sollten uns lieber auf unsere Politik konzentrieren, in Amerika können wir eh nichts ändern.“ Die wichtigen Dinge? Das IST wichtig. Wir können nichts ändern? Stimmt. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir es so hinnehmen müssen. Manchmal beneide ich die Menschen, meine Freunde, meine Familie, die solche Dinge einfach so hinnehmen können. Die ernsthaft glauben, das betrifft uns alles nicht. Vielleicht ist das der Weg, um inneren Frieden zu finden. Wenn man nichts mehr an sich ranlässt was auf der Welt passiert, einfach akzeptiert, dass es so ist und versucht, damit zu leben. Aber das will ich nicht. Denn dies ist die Einstellung, die Parteien wie die AfD voran treibt. Gleichgültigkeit. „Betrifft mich doch sowieso nicht“- Denken. Ich will darüber reden, darüber diskutieren, meinem Ärger Luft machen.. aber niemand interessiert sich dafür. Danke, dass es dich interessiert, während andere ihr heiles Leben weiterleben.

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 19:20

      Liebe Jenni,

      Austausch ist total wichtig und deswegen möchte ich allen dafür hier eine Plattform bieten.
      Ich habe das große Glück, dass ich in meinem Umfeld viele belesene und interessierte Menschen habe, mit denen ich täglich diskutiere..! Such Dir solche Leute! Das ist wichtig und treibt an, erweitert Deinen Horizont. 🙂

      Wie Du schon sagst: Gleichgültigkeit ist das große Problem. Und da hat man ja auch aus Amerika schon Stimmen gehört, denen es egal ist, wer Präsident ist. In Deutschland ohnehin! Hier in Dresden erlebe ich das täglich, besonders Montags!

  • Reply Seline 9. November 2016 at 16:14

    Liebe Luise,

    Wie dein Freund hatte ich die böse Vorahnung, dass Trump gewinnen würde, habe aber natürlich gehofft eines Besseren belehrt zu werden. Aber nein. Der Albtraum eines jeden einigermaßen vernünftigen Menschen ist eingetreten – Er ist doch tatsächlich Präsident geworden. Auch wenn er es laut Experten-Meinungen niemals hätte schaffen sollen.
    Und jetzt haben wir den Salat. Nicht nur die Amerikaner. Die ganze Welt und wir werden die Auswirkungen sicher auch hier in Europa spüren. Du hast schon recht, wenn du sagst, dass Trump uns alle irgendwie trifft.
    Das Schlimmste daran: Mit ihm hört es nicht auf. Es gibt noch Tausende Idioten da draußen, die genauso denken wie er. Schauen wir doch nur mal aus dem Fenster. Der braune Mobb wütet in Deutschland und ich betete, dafür das wir der AFD nächstes Jahr besser bekämpfen können, als Clinton Trump. Anderweitig klopft wohl schon bald das Ende der Welt an die Tür..

    Aufgeben kommt trotzdem nicht in Frage. Ich habe mich dem Kampf für Menschlichkeit verschrieben und werde daran festhalten, auch wenn es kein anderer mehr tut!

    Liebst, Seline
    http://selscloset.com

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 19:22

      „Aufgeben kommt trotzdem nicht in Frage. Ich habe mich dem Kampf für Menschlichkeit verschrieben und werde daran festhalten, auch wenn es kein anderer mehr tut!“, damit wirst Du niemals allein dastehen! Mindestens ich bin nämlich auch dabei 🙂
      Und viele viele andere!

      Bleibt nur zu hoffen, dass ein Umdenken stattfindet. Und dass Probleme, die eben einfach existieren, nicht mit Hass und Unmenschlichkeit bekämpft werden können…Trump verspricht vieles und vielen Amerikanern ist das gerade recht. Sie wollen einfach positive Nachrichten für ihr eigenes Wohl hören…
      Hoffen wir nur, dass sie Trump wirklich unter Kontrolle haben…

  • Reply Ally 9. November 2016 at 15:32

    Liebe Luise,
    du drückst genau das aus, was mir schwer fällt in Worte zu fassen. Vor etwa zwei Jahren ging ich für einige Zeit nach Washington D.C. und arbeitete im (politischen) Herzen Amerikas. Ich bekam einen Einblick in die politischen Geschehnisse des Landes, wie wahrscheinlich nicht viele andere Menschen. Dieser Ort wurde über die Zeit hinweg meine zweite Heimat und ich bin in gewisser Weise stolz, zu sehen wie sehr sich das Land in den letzten Jahren zum Positiven gewandelt hat. All dies wird wohl nun mit einem Schlag zunichte gemacht. Die Arbeit der letzten Jahre war umsonst. Das macht mir Angst – Angst davor, was mit den USA und der gesamten Welt geschieht und davor, das soetwas in naher Zukunft auch in Deutschland passieren könnte. Zwei Jahre lang habe ich eine Beziehung mit einem New Yorker geführt. Vor kurzem haben wir uns getrennt. Mit ihm verschwand auch ein Teil meiner Verbundenheit zu den USA. Und nach den heutigen Geschehnissen fühle ich mich, als hätte ich nun auch den letzten Teil meiner lieb gewonnenen Beziehung zu Amerika verloren.
    Du hast so Recht, liebe Luise, wir sollten daraus lernen und jetzt anfangen zu handeln, um Schlimmeres zu verhindern – denn Jammern alleine hilft wie immer im Leben leider gar nichts.
    Liebe Grüße

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 19:25

      Liebe Ally,

      was für ein persönlicher und ehrlicher Kommentar! Danke dafür!

      Allerdings: bitte nicht aufgeben!
      Ich habe eine Freundin und sie hatte mal über ein Jahr eine schreckliche Phase, merkwürdige Einstellungen und Ansichten – aber ich habe sie nie als Freundin aufgegeben, weil ich das Gute in Ihr gesehen habe! Und das Gute überwiegt. Manchmal verschwindet es für eine Zeit, man sieht es nicht, fühlt es nicht – aber es ist da und man kann es wieder rauskitzeln.
      Wir dürfen weder die Anhänger Trumps, noch Pegida oder sonstiger populistischer Parolen aufgeben – wir müssen zuhören und andere, bessere Lösungsvorschläge bieten und dann gemeinsam in eine Richtung schauen!

  • Reply Natalie 9. November 2016 at 14:29

    Hallo Luise,
    wie immer bringst du das zu „Papier“ was auch ich denke.
    Noch im Halbschlaf habe ich die Nachrichten gelesen und war wach.
    Ich konnte es nicht glauben, dass das was passiert wirklich passiert.
    Es ist schade, das der größtteil der Amerikaner einen Menschen wie Donald Trump als Präsidenten gewählt haben. Er ist Präsident in einem Land welches Macht besitzt und so einem Menschen finde ich darf man nicht zu viel Macht geben.
    Mein erster Gedanke heute früh war, wenn England aus der EU Austritt, wenn Donald Trump Präsident der Vereinigten Staten von Amerika werden kann, dann kann die AFD auch ganz schnell und ohne Probleme an die Macht kommen.
    Ich habe das Thema AFD immer belächelt weil jeder in meinem Umkreis nie so dumm,hirnlos etc. (mir fallen keine netteren Worte dazu ein) wären um so eine Partei zu wählen, aber leider gibt es solche Menschen wie es sich mal wieder zeigt und leider auch sehr viele davon.
    Es ist schade das Menschen die unglücklich und frustiert sind wegen was auch immer solche Menschen wie Donald Trump „verehren“.
    Ich hoffe einfach nur das die Deutschen keine weiteren Fehler mehr machen werden…

  • Reply Clarissa 9. November 2016 at 13:59

    Gestern Abend hatte ich noch kurz gegooglet. Da hatten die Wahlen gerade erst begonnen. Es hieß die letzten Umfragen vor der Wahl hatten für Hilary Clinton gesprochen.
    Ich dachte mir nur. Haja gut…
    Als ich dann heute morgen nach den Ergebnissen schaute, war ich geschockt. Nie im Leben hatte ich damit gerechnet.
    Das zeigt mir einmal mehr dass man sich nicht einfach darauf verlassen kann, dass schon alles glatt läuft.

  • Reply Vicky 9. November 2016 at 13:52

    Hey Luise.
    Du hast auf jeden Fall Recht, wir sollten versuchen weiterhin positives zu bewirken.
    Und gerade deswegen würde ich dich bitten, dass du deine Freunde in Amerika dazu aufrufst auf die Minderheit aufzupassen.
    Meine Freunde in New York wurden heute morgen bereits mit Hassreden begrüßt, Latinos und Schwarze werden selbst dort, in dieser weltoffenen Stadt, bekämpft.
    Wir dürfen diesen Hass nicht zulassen und müssen laut werden. Nur zusehen, ist genau so schlimm wie mitmachen!

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 15:11

      Die meisten meiner Freunde sind Teil dieser Minderheiten – daher habe ich nach wie für Bauchweh…

  • Reply Jessica 9. November 2016 at 13:49

    Ich war vor einigen Jahren, etwa 8 oder 9, mit meinen Eltern in Las Vegas. Ich war damals noch relativ jung, und so standen wir vor dem Trump Tower, den es auch in Las Vegas gibt, und ich fragte meine Eltern, ob Trump der Name von dem Typ sei, der das hier gebaut hat und wieso man ein Gebäude dann nach sich selber benennt. Ich war klein. Meine Eltern haben mir dann erklärt, dass Trump halt ziemlich doof sei und eigentlich nichts kann außer reich sein. Und heute, fast zehn Jahre später, soll der Mann Präsident werden? Ich dachte, dass das eh nicht passiert. Denn die ganzen jungen, die man im Intenet verfolgt, die Stars, die ich verfolge, sie waren alle stolz darauf wählen zu gehen und #imwithher zu posten. Das ist eine Blase in der ich lebte, genau wie beim Brexit, die heute morgen wieder kaputt gegangen ist. Und ich glaub das nicht.

  • Reply Lisa 9. November 2016 at 13:32

    Liebe Luise,

    ich bin gerade für zwei Auslandssemester in China, wo das politische System noch ein ganzes Stück dunkler aussieht als das amerikanische. Durch den Zeitunterschied habe ich die erste Hälfte des Tages damit verbracht, meine Nachrichtenseite immer und immer wieder zu aktualisieren. Es war ein nervenaufreibender Prozess. Es war frustrierend, Hillary Clinton beim Verlieren zuzusehen und nichts dagegen machen zu können. Die chinesische Regierung benutzt diesen Wahlkampf nun für ihre Zwecke. Schmutzig war er, sagt sie, und damit hat sie leider Recht. Noch nie habe ich so einen Wahlkampf erlebt, in dem sich die Gegner, und auch ihre Anhänger, so sehr in ihren Hass hineinsteigern. Nun heißt es vonseiten der hiesigen Regierung: „Seht, was das für eine Schlammschlacht ist! Seht, was diese Leute als Demokratie bezeichnen! Das könnt ihr doch nicht etwa wollen? Schaut euch unser Einparteiensystem an, das ist viel sicherer und stabiler, da wir alle immer einer Meinung sind!“ Das macht mir Angst. Pressefreiheit gibt es hier in China nicht, die Medien werden extrem kontrolliert und ohne VPN hätte man vom Wahlkampf nichts, außer den von der Regierung gesteuerten und festgelegten Informationen, mitbekommen. Über Politik wird hier nicht geredet, „das ist Sache der Regierung, die wird das schon wissen“. Es bereitet mir Sorgen. Die Wahlen beeinflussen nicht nur die USA oder Europa, sondern vermitteln vielen Chinesen ein völlig falsches Bild. Mit dem Wahlkampf wurde der hiesigen Regierung das perfekte Argument gegen Demokratie in die Hände gelegt. Es macht mich traurig zu sehen, wie das ausgenutzt wird. Natürlich denken hier nicht alle Leute so, aber es ist einfach schwer an unkontrollierte Informationen zu kommen. Die Menschen hier haben keine wirkliche Wahl. Die Amerikaner schon, und es ist wichtig dass sie sie haben und dass das Ergebnis, so schockierend es auch ist, akzeptiert wird. Denn das ist Demokratie. Aber es ist schade, dass diese Freiheit die wir haben, nicht von allen als solche begriffen wird und viele nur dem hinterherlaufen, der am lautesten schreit.
    Danke für deinen Artikel Luise. Danke, dass du hier über Politik sprichst. Denn es ist wichtiger denn je, sich seiner Stimme bewusst zu sein, sich zu informieren, und diese Stimme auch zu nutzen.

    Liebe Grüße!
    Lisa

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 19:40

      Liebe Lisa,

      danke für diesen Input! Sehr interessant!

      Die Amerikaner haben die Wahl, eben! Leider ist es eben so, dass es in der Demokratie möglich ist, dass eine Mehrheit die Demokratie abschaffen kann. Mal ganz grob gesagt – natürlich gibt es Schutzmechanismen der Demokratie, aber mal laut gedacht, ist das hier alles sehr gefährlich!

  • Reply Dani 9. November 2016 at 12:47

    Ich kann dich wirklich gut verstehen. Ich hätte niemals gedacht, dass Politik oder eine Wahl mich einmal zum weinen bringen würde, aber diese hat es geschafft. Es ist einfach nur unfassbar wie viele Menschen den Parolen hinterherlaufen und nicht selbst hinterfragen und nachdenken (USA wie Deutschland). Mir geht es wie dir, alle meine amerikanischen Freunde sind schockiert und absolute Trump Gegner.
    Ich hätte bis vor ein paar Tagen noch zu 100% gesagt, dass er es eh nicht werden kann, aber wir wurden eines besseren belehrt.
    Die nächsten Jahre werden spannend. Und auch für uns ungemütlich.
    Ich würde fast sagen ich habe etwas Angst. Goodbye freedom.

  • Reply Kim 9. November 2016 at 12:29

    Liebe Luise, ich bin ganz deiner Meinung.
    Ich weiß ehrlich gesagt selber noch gar nicht wie ich mich fühlen soll, habe Tränen in den Augen, bin den ganzen Tag schon neben der Spur. Schockiert, habe nicht im Entferntesten damit gerechnet. Habe bis zur letzten Sekunde daran geglaubt, dass die Menschen aus der Vergangenheit, aus der Geschichte gelernt hätten.
    Wirklich traurig mit anzusehen, wie die selben Fehler wieder und wieder wiederholt werden.
    Ich kann nur hoffen, dass unsere Wahlen im nächsten Jahr besser verlaufen…
    Danke für deine inspirierenden Worte!
    Liebe Grüße, Kim.
    http://maybetoday.de/wordpress

  • Reply Saskia 9. November 2016 at 12:14

    Hallo liebe Luise,
    ich bin ganz deiner Meinung. Gerade jetzt, 10 Monate vor den Bundestagswahlen in Deutschland, sollte man noch viel aktiver werden und versuchen die Menschen, die geprägt sind von falschen Werten wie z.B. Hass, Missgunst oder Neid,aufzuklären. Natürlich kann man damit nicht alle bewegen, denn viele haben sich in den rechtspopulistischen Geflechten schlichtweg schon verrannt, aber wenn man es schaffen könnte, einen kleinen Teil der Gemeinschaft zum Nachdenken anzuregen,dann sollte es doch zu schaffen sein die Wählerstimmen der AFD oder sonstigen rechten Parteien zu senken…und das sollte nicht nur in Deutschland passieren, sondern auch in Ländern wie Frankreich,Polen etc.
    Inwiefern wir die Konsequenzen der Wahl in den USA hier bemerken, ist lange noch nicht abschätzbar. Der Mann ist einfach unberechenbar. Man kann nur hoffen, das einige utopische Entscheidungen die in den nächsten Jahren getroffen werden, von seinen Parteigenossen selber verhindert werden können.
    Wir als junge, gebildete Menschen müssen noch aktiver werden und den Rechten zeigen, dass wir nicht in so einer eintönigen Welt ohne verschiedene Kulturen, Homosexualität etc. leben wollen!

    Liebe Grüße ins sonnige Dresden
    Saskia

  • Reply Franziska 9. November 2016 at 12:14

    Liebe Luise, sehr guter Blogeintrag! Vor allem dein Satz „Lasst uns aus unseren und Ihren Fehlern lernen“ finde ich sehr prägnant und wichtig! Leider passiert dies viel zu wenig 🙁 Ich hab die Wahl ab 4:00 Uhr verfolgt und bin einfach immer noch geschockt…

  • Reply Ilka 9. November 2016 at 12:09

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Selbst die aktuellsten und schwierigsten und am härtesten diskutierten Themen bringst du in deinen Texten auf den Punkt. Danke!

  • Reply Leonie 9. November 2016 at 12:08

    Mir ging es ähnlich wie dir. Um 7 klingelte der Wecker, wollte eigentlich nur auf Snooze drücken, seh die Nachrichten, und auf einmal hellwach. Ich bin grade im Austausch in Kopenhagen und kenne dadurch viele, die aus den USA kommen. Gestern Abend gab es noch nicht mal groß Diskussionen wer wohl gewinnt, es wurde als natürlich angesehen, dass Clinton gewinnt. Und jetzt das Ergebnis. Erschreckend, in was für einer Blase wir leben. Man kriegt das Gefühl: da ist ein humanitärer, demokratischer Konsens in der Gesellschaft. Weil es ist doch jeder den ich kenne, mit dem ich rede gegen Trump, also so schlimm kann es ja nicht kommen, oder?Aber das ist so naiv und falsch. Die Mehrheit der USA ist gegen meine tiefsten Überzeugungen. Und ich habe Angst, wenn ich daran denke, dass dieser Gegensatz zwischen meiner Wahrnehmung und der tatsächlichen Meinung auch in Deutschland so ernorm ist. Danke, für diesen Artikel und auch für deine vorherigen.

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 12:12

      Liebe Leonie,

      danke für Deinen Kommentar!!

      Ja, das ist jetzt eben die Frage, die ich mir stelle.
      Stichwort: Schweigespirale.
      Das war es ja auch, was ich in meinem letzten Posting über Dresden angedeutet habe – ich habe Angst, dass die schweigende Masse eben auch einfach blind den populistischen Parolen hinterherlaufen und sich anlügen lassen wollen.
      Natürlich, es gibt Gründe, wieso Menschen Trump wählen und seine Versprechen für die Wirtschaft der USA klingen ja auch verlockend – aber leider sind eben zu viele Menschen zu uninformiert, zu verbittert,….

  • Reply Karolina 9. November 2016 at 12:07

    Hi Luise,

    ich bin ganz deiner Meinung!
    Die Memes sind jetzt lustig (ja ich habe auch gelacht), aber wenn wir jetzt nicht aufwachen(nach Brexit und Trump) dann werden wir über die Memes der Afd nicht mehr lachen.
    P.S: wieder mal sehr gut geschrieben ! 🙂

  • Reply Sylvia 9. November 2016 at 12:05

    Ehrlich: Ich habe keine Ahnung von Politik und bin froh wenn ich unseren eigenen Kanzler und Präsidenten kenne. Mir ging es mit Trump wie dir: Ich wusste er war sehr erfolgreich, ein reicher, kann ja nicht so schlecht sein dachte ich. Aber dann diese Aussagen, Beleidigungen, usw. Es ist fast wie in Österreich wo um ein Haar die rechtete Partei gewonnen hätte. Ich konnte es nicht glauben heute Morgen das er wirklich gewählt wurde und bin gespannt was das für uns bedeuten wird.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at

    • Kleinstadtcarrie 9. November 2016 at 12:07

      Naja das gefährliche ist ja und das ist auch der Grund, wieso ich ihn nicht auf dem Schirm hatte, dass er keinerlei Erfahrung hat, was politische Aufgaben angeht. „Ehrlich: Ich habe keine Ahnung von Politik“, könnte er wohl auch sagen…

      Danke für Deine Ehrlichkeit auf jeden Fall, liebe Sylvia 🙂