Bin ich offline wirklich glücklich, wenn ich es online nicht teile?

/28. Dezember 2015/23 Kommentare

Es ist Weihnachten. Okay, jetzt ist Weihnachten schon wieder vorbei. Aber ich möchte gern noch mal ein paar Tage zurück denken. An den 22. Dezember um genau zu sein. Also: es ist Weihnachten. Ich sitze im Zug nach Hause. Vollbepackt. Das wisst ihr schon. Und ich schaue auf’s Smartphone, in Gedanken schon wieder dabei, welche Blogposts als nächstes online gehen. Alle anderen im Abteil haben ebenfalls das Handy, Tablet oder eBook in der Hand. Ich denke nicht weiter darüber nach. Bis jetzt.
Wir kommen endlich an – ihr wisst genau, wie das abläuft. Ich habe es euch bereits erzählt, dass ich meine Schwester getroffen habe und das mit den Strapazen. Weil ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Und: weil ich es gesnapt habe. Nach Wochen habe ich meine Mama wieder gesehen. Das breite Grinsen auf meinem Gesicht war nicht zu verstecken. Es hat mich so glücklich gemacht, zu sehen, wie sich meine Schwester und Mutter in die Arme fallen. So glücklich, dass ich es teilen wollte, musste und geteilt habe.
Die nächsten Tage vergehen schnell. Wie im Flug irgendwie. Ich genieße es, dass ich keine Blogeinträge schreiben muss. Nicht, weil mir das keinen Spaß mehr macht – sondern weil ich diese Pause brauche. Ich habe kein schlechtes Gewissen, weil doch sowieso niemand am Laptop ist – es ist schließlich Weihnachten. Denke ich. 
Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade mit niemand Besonderem schriebe. Also natürlich mit meinen Freundinnen – aber mit keinem potentiellen Date. Ihr wisst. Weiter will ich das gar nicht ausführen. Jedenfalls: vielleicht liegt es daran, dass es mich so nervt, dass meine Schwester nahezu jede freie Minute, in der wir die Hände nicht zum Essen oder Siedler spielen benutzen, das Handy in den Fingern hat. Oder aber – und das glaube ich doch eher – es liegt daran, dass ich diese Teile nicht mehr sehen kann. Ich möchte an Weihnachten, an den wenigen Tagen im Jahr, die wir zu dritt verbringen können, nicht noch fünf andere Personen mit im Raum haben oder gar neunundfünfzigtausend. 
Ich schalte den Flugmodus ein.


Heilig Abend. Es ist ungefähr 23:46 Uhr. Alle schlafen bereits tief und fest. Essen macht müde. Lachen macht müde. Ich bin glücklich. Kann aber aus irgendeinem Grund nicht schlafen. Also schalte ich das Handy ein. Ein paar dieser Copy-und-Paste-„Frohe Weihnachten“-WhatsApp-Nachrichten ploppen auf und ich bemühe mich in jede Antwort doch zumindest etwas Persönliches zu packen und sende direkt noch ein paar Neujahrswünsche dazu – damit ich das auch erledigt habe.
Ich checke Instagram. Und Facebook. Und Snapchat.
Auf ein Mal ist es fast ein Uhr.
Merkwürdig. Ich schaue mir 90 Sekunden an, wie irgendwer mit seiner Oma Geschenke auspackt. Gänsebraten. Kleine Kinder, die sich entzückend über ihr neues Spielzeug freuen. Das ist alles schön, schön anzusehen – aber gehört meiner Meinung nach absolut nicht dahin. 
Ich öffne einige meiner Lieblingsblogs, der Gewohnheit geschuldet, und ich finde neue Blogposts vor. Wie an jedem anderen Tag auch. Ich werde stutzig. Gebe mich dem Sog hin und schreibe direkt einen weihnachtlichen Text. Der Beitrag wird in wenigen Stunden online gehen. Ich fühle mich besser. 
Dann schreibe ich noch ihr und ihm und in diesen Gruppenchat. Ich like einige der heimischen Wohnzimmer und Weihnachtsbäume. Morgen kann ich ja auch mal wieder was hochladen, denke ich. Ist schließlich schon der erste Weihnachtsfeiertag.


Wir teilen alles.
Manch einer vloggt täglich. Wir posten mindestens ein Mal am Tag auf Instagram. Ich veröffentliche Zitate aus meinem Tagebuch. Haben auf Facebook alles unter Kontrolle – denken wir zumindest. Und seit es nun Snapchat gibt, gibt es auch keine Entschuldigung mehr dafür, warum man den Pups seiner Katze nicht teilt. Und natürlich macht das Spaß und erzeugt Möglichkeiten und Freundschaften und Gemeinschaftsgefühl. Aber wo sind die Grenzen? Natürlich entscheidet jeder selbst, was er wann und wie und wieso postet – aber es ist so leicht, die Kontrolle zu verlieren. Social Media ist zu einem Berufsfeld geworden und noch viel mehr. Wir leben von den Eindrücken, die wir teilen. Weil wir damit Geld verdienen? Oder weil wir das brauchen, wie die Luft zum Atmen?
Während man im letzten Jahr zu Weihnachten auf keinen Fall auf What’sApp gehen wollte, weil vorher jeder betonte, wie wichtig die Zeit mit der Familie ist. Auf Instagram herrschte ebenso Stille, wie auf den Straßen vor der Tür. Es schickte sich einfach nicht. Bei Facebook war niemand online. Und von Snapchat wollte damals niemand etwas wissen. Im letzten Jahr – so sagt mir zumindest mein Empfinden – war es cool, offline zu sein. 
Aber dieses Weihnachten wurde gefeiert. Offline und online. 
Und so sehr ich Instagram, Youtube, Facebook und Snapchat, Twitter … auch selbst verfallen bin – ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
Gegen 2:32 Uhr schalte ich das Handy und den Laptop, der mittlerweile auch aufgeklappt auf meinem Schoß stand, wieder aus. Machte die Augen zu und schlief ein.
Meine Schwester weckt mich am nächsten morgen liebevoll, legt mir mein Handy auf’s Kopfkissen und geht dann aus dem Zimmer. Und wahrscheinlich ist es der erste Morgen im Jahr, an dem ich – bevor ich virtuelle Herzchen und Küsschen verteile – meine Mutter in den Arm nehme. 
Und am liebsten würde ich den letzten Satz wieder streichen, damit er so intim bleibt, wie er gewesen ist.
Aber dann hätte der Text ein nur halb so schönes Ende. 
Ich kann nicht anders.
Und genau das ist es, was ich meine.

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23 Kommentare

  • Reply Pry 2. Februar 2016 at 12:51

    Schöner Post.
    Ich habe auch oft das Gefühl das die sozialen Netzwerke manchmal unser privat Leben überholen. Du hast es meiner Meinung genau auf den Punkt gebracht. Eigentlich traurig, aber im Enddeffekt macht es ja auch Spaß solange alles seine Balance hat :)

    Bin heute das erste mal auf deine Seite gestoßen. Werde mit Sicherheit jetzt öfter hier sein :)

  • Reply Chrissie 21. Januar 2016 at 12:31

    Genau das habe ich mir Mitte Dezember auch schon gedacht und darüber gebloggt, weil es doch eigentlich so schade ist, dass wir schon gar nicht mehr ohne können, obwohl wir das doch gar nicht in der Nähe von den Lieben bräuchte. Wie oft schreiben wir stundenlang mit einer Freundin anstatt sich zu treffen oder wenigstens zu telefonieren. Ich finde es absolut verständlich sich mal eine Auszeit von der virtuellen Welt zu nehmen. ;)

    LG Chrissie

    http://chrissiesbigapple.blogspot.de

  • Reply Ana 4. Januar 2016 at 22:33

    Da ist sie, die Gänsehaut. Das Ende deines Posts haut ja mal so richtig auf die Kacke.
    Ich verstehe genau was du meinst und habe auch schon mehrere Posts darüber geschrieben. Man ist dem Internet verfallen, mag es auch ABER man hat das Gefühl es nimmt einem das ECHTE Leben weg…

    Da ist Angst und Wut, aber ganz ohne will man dann auch nicht. Danke für den tollen Post!
    xx Ana von http://www.storiesdreamsbooks.blogspot.de

  • Reply L&A 30. Dezember 2015 at 18:49

    Mir geht’s oft haargenauso! Toller Post!

    Rutsche gut ins neue Jahr!

    Liebste Grüße,
    L&A
    http://www.lawayoflife.com

  • Reply S. 30. Dezember 2015 at 17:56

    Schöner Text! Ich kann genau nachvollziehen, was du meinst. Manchmal denke ich mir, dass wir einfach mal das Handy weglegen sollten, um das Hier und Jetzt mehr zu genießen, aber auf der anderen Seite gehören Smartphone, Tablet & Co. ja mittlerweile auch zu dem ganz normalen Hier und Jetzt dazu. Schwierig, sich hierbei für eine Seite auszusprechen.
    Liebe Grüße
    S.
    http://www.cappuccinocouture.blogspot.de/

  • Reply Carolin 30. Dezember 2015 at 00:33

    Ich muss dir in allein Punkten total Recht geben! Ich habe mir in den letzten Tagen auch viele Gedanken zu dem Thema gemacht, gerade im Zusammenhang mit Weihnachten….ich muss zugeben, dass ich an Weihnachten abends als ich alleine war auch einen Blogpost geschrieben habe und Instagram gecheckt habe. Das hat mir wirklich ein bisschen zu denken gegeben, denn wenigstens Weihnachten sollte das Smartphone mal keine Priorität haben. Ich will auf jeden Fall versuchen das ein bisschen einzuschrenken und nicht immer sofort wenn mir langweilig ist, das Handy aus der Tasche zu ziehen :)

    Danke für deinen tollen Text, du kannst solche Gedanken immer wunderbar in Worte fassen <3

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.blogspot.de/

  • Reply Marmormaedchen 30. Dezember 2015 at 00:14

    Hey Luise
    Vielen Dank für den kritischen Text. Ich mag diesen Teil an mir manchmal nicht. Dass ich aufs Handy schaue. Dass ich so viel Zeit mit Instagram verbringe. Ich habe dieses Jahr keine Weihnachtsposts vorbereitet, keine Päckchenbilder hochgestellt und mein Baum wurde nur von meinen Liebsten bewundert. Und lustigerweise fehlt mir nichts. Ich fühle mich geborgen. In der realen Welt.
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

  • Reply Nelli 29. Dezember 2015 at 23:38

    Ich habe auch dieses Jahr das Macbook zugelassen, hier und da zwar insta gecheck taber niemals, wenn ich mit anderen war. Ich habe aber auch keine Posts verfasst und ich entschuldige mich auch nicht dafür. Gelesen habe ich auch keine und das mit gutem Gewissen :)

    LG Nelli
    http://alltagslieblinge.com

  • Reply Anabel 29. Dezember 2015 at 21:46

    Oh nach dem letzten Satz hatte ich tatsächlich Tränen in den Augen..
    Und gerade weil ich auch “niemanden Besonderen” zum schreiben habe, fällt es mir echt leicht das Handy wegzulegen, traurig aber wahr oder?

  • Reply Anna 29. Dezember 2015 at 13:29

    Ohja, wir sollten häufiger vom Handy auf und anderen in die Augen schauen!

  • Reply Sarah Wolfsteller 29. Dezember 2015 at 12:58

    Toller Post! Ich kann dir in allen Punkten nur recht geben. Mittlerweile ist man so im Posten drinnen, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Einfach mal das Handy für einen Tag aus der Hand legen, ist mittlerweile fast undenkbar geworden.
    Hab einen guten Rutsch ins neue Jahr!

  • Reply Jassy 29. Dezember 2015 at 12:39

    Ein wahrer Text! Ich ertappe mich immer wieder selber dabei wie morgens die Hand direkt das Handy sucht, um alle Neuigkeiten zu checken..
    Naja, vielleicht kommt da doch noch was neues auf meiner Liste von Vorsätzen dazu, weniger ans Handy z.B :D
    Mal sehen,
    ich wünsche dir auf jeden Fall einen schönen Übergang! :)

  • Reply Mila 28. Dezember 2015 at 21:55

    Schöner Text und so wahr! Es ist ein hin und ein her, jeder sollte selbst eine Meinung dazu haben und es so handhaben wie er es für richtig hält, aber wir alle freuen uns doch – wenn andere uns durch kleine Nachrichten, so schöne Posts oder lustige Snapchatstorys aufmuntern oder?

    Liebste Grüße aus Hamburg,
    Mila

    http://www.stationleben.blogspot.de

    • Kleinstadtcarrie 28. Dezember 2015 at 22:03

      Klar, kann jeder machen wie er will, logisch :)

  • Reply Carina 28. Dezember 2015 at 20:28

    Interessanter Blogpost liebe Luise! :)
    Dein neues Youtube Video fand ich auch schön – mit so viel Liebe zum Detail. Und Intro und Outro waren super! Freu mich schon auf weitere Videos. FMA’s aus New York wären cool ja :D
    Liebe Grüße und einen guten Rutsch Dir ins neue Jahr,
    Carina von http://www.lovespreadingfriends.wordpress.com

  • Reply Priska 28. Dezember 2015 at 20:05

    danke dafür. ich hatte mich abgemeldet. Ohne schlechtes Gewissen sondern mit dem Wissen, dass ich bewusst abschalten möchte. Und dann das: Überall blogposts, instagram, Facebook News… Und ich bekam ein schlechtes Gewissen Dachte, ich muss dabei sein und mitmachen. Eigentlich versklavt man sich selbst damit.

  • Reply Lea 28. Dezember 2015 at 19:06

    Interessanter Post!
    Tatsächlich habe ich die “Blog-Pause” an Weihnachten auch gebraucht und ich war froh darüber, mir an Weihnachten keine Gedanken machen zu müssen. Klar, morgens habe ich auch mal bei Instagram rein geschaut, aber ich habe bewusst darauf geachtet, am Tisch mit der Familie nicht dauernd auf mein Handy zu schauen. Am Abend des 2. Weihnachtsfeiertages ist mir mein Handy dann zu Boden gefallen und auf den Fliesen zersprungen. Seitdem brauche ich sowieso nicht mehr drauf schauen. Es fällt mir zwar schwer und ich ertappe mich immer wieder dabei wie ich auf mein Handy schauen will, tatsächlich bemerke ich aber auch, dass mir die Ruhe auf eine merkwürdige Art und Weise gut tut. Nicht dauernd erreichbar sein, nicht dauernd das Handy checken, nicht dauernd alles mit der Welt teilen.
    Es gehört zwar zum Alltag eines Bloggers dazu, manchmal gehört die restliche Welt aber ausgesperrt, damit wir die Realität und die Familie, so wie an Weihnachten, genießen können…

  • Reply Alina 28. Dezember 2015 at 17:54

    Du hast so Recht mit dem was du schreibst!
    Ich habe an Heiligabend ebenfalls mein Handy auf Flugmodus geschaltet, das tue ich des Öfteren wenn ich Ruhe und Zeit für mich brauche.
    Hoffentlich hattest du schöne Festtage!
    Liebe Grüße :)
    Alina <3
    http://xxiv-diaries.bplaced.net/wordpress/

  • Reply Nadja 28. Dezember 2015 at 16:49

    Oh ich kenn das Gefühl.. Meine Oma war Heiligabend richtig böse, wenn wir das Handy nur anschauten.. Vor allem jetzt wo meine Eltern auch ein Smartphone mit WhatsApp besitzen.. Meine Laptop klappte ich allerdings am 23.12. zu und öffnete ihn erst Sonntag wieder.. Internet gibt’s bei meiner Oma nicht, also wurde auch nicht so viel gesnapt und bei Instagram geteilt.. aber es ist schon wahr – wir werden immer abhängiger zu teilen was wir erleben – sei es etwas gutes oder schlechtes.. Es muss erwähnt werden.. :/

  • Reply Lena 28. Dezember 2015 at 16:16

    Hallo liebe Carrie,
    bis jetzt habe ich deinen Blog nicht so regalmäßig verfolgt. Aber die Überschrift dieses Posts hat mich ein wenig stutzig gemacht. Ich finde es toll, dass du deine Gedanken niederschreibst wie sie dir in den Sinn kommen und dass es mal nicht darum geht wer was trägt, wo man diese Hose und diese Jacke gekauft hat und was man tolles zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Social Media ist die optimale Basis um zu zeigen was man hat und natürlich um anzugeben und andere Menschen neidisch zu machen. Ich glaube gerade das ist der Grund, warum alle immer dieses Bedürfnis haben online zu sein und zu posten. Wie ein ständiger Machtkampf. Und natürlich Angst zu haben man verpasst etwas. Ich hatte mein Handy über die Feiertage auch hauptsächlich im Flugmodus. Mit anderen Personen die am Tisch saßen war es jedoch leider nicht möglich eine normale Unterhaltung zu führen, weil das Handy fast ununterbrochen in der Hand war. Das ist wirklich schade. Man sollte sich gerade jetzt zur Weihnachtszeit Gedanken machen was einen wirklich glücklich macht und ob das Internet wirklich zum Highlight im Leben werden sollte. Ob man wirklich zuerst sein Handy checken sollte bevor man seinen lieben guten morgen sagt. Was wirklich die Dinge sind die im Leben zählen. Ob man sich dem hingeben sollte was andere Menschen von einem erwarten, nämlich non Stopp am Handy zu sitzen. Danke für den Gedankenanregenden Post.
    Liebe Grüße,
    Lena

    http://footprintstravelblog.blogspot.de

  • Reply Kathrin 28. Dezember 2015 at 14:45

    Mir geht es ähnlich. Ich war auch überrascht das einige blogposts online gingen. Auf youtube muss ich sagen herrscht in meiner aboliste ein wenig mehr ruhe, zuerst war ich enttäuscht weil es doch Gewohnheit ist täglich seine videos zu schauen, und im zweiten moment fand ichs super. Jeder ist bei seiner familie und dadurch das keine neuen videos online waren konnte ich auch wieder zu meiner familie, ohne das gefühl zu haben etwas zu verpassen :)!
    Lg kathrin

  • Reply Katharina 28. Dezember 2015 at 14:30

    Was für ein schöner und wahrer Blogpost.. da sind mir doch tatsächlich bei den letzten Zeilen die Tränen gekommen :D <3

  • Reply Malika 28. Dezember 2015 at 13:47

    Du hast absolut recht mit dem, was du sagst. Es geht irgendwie nicht anders. Fest nehme ich mir vor, das Handy in den Weihnachtstagen ausgeschaltet zu lassen. Aber dann ist da noch der Lieblinsmensch, der woanders ist. Meine kleine Cousine sieht das ausgeschaltete Handy auf meinem Schreibtisch liegen. Möchte unbedingt Selfies machen und Snaps verschicken, weil sie es cool findet, wenn meine Freunde ihr antworten. Und dann habe ich schon wieder alles geteilt.
    Dein Text hat aber tatsächlich ein wundervolles Ende. Wobei ich die die Selbsterkenntnis am Ende fast noch schöner finde. “Ich kann nicht anders.” Das trifft es ziemlich genau.

    Liebe Grüße,
    Malika