November 2015

  • Das Leben ist eine Achterbahn

    25. November 2015
    Das Leben ist eine Achterbahn

    Das Leben ist eine Achterbahn, haben wir gesagt. Das wird schon wieder, haben wir gehofft. Gewartet. „Mir wird es schon bald besser gehen“, habe ich ins Kopfkissen geheult und keine Sekunde selbst daran geglaubt. Irgendwas oder irgendwer wird mich auffangen, aufhalten. Und wenn nicht, dann falle ich eben noch ein bisschen. Das ist so herrlich[…]

  • Fahrerflucht

    22. November 2015
    Fahrerflucht

    Ich habe so oft Koffer zum Bahnhof getragen. Aber nie meine eigenen. Ich habe gewunken. Bis zum Schluss am Gleis gestanden. Abschied genommen. Aber bin selbst immer zu Hause geblieben. Ich habe gekämpft. Habe immer wieder angerufen. Konnte nicht loslassen. Wurde verlassen. Immer wieder. Habe Briefe geschrieben, deren Zeilen nie gelesen wurden. Geburtstagskuchen gebacken –[…]

  • Freitag, der 13. November 2015

    16. November 2015
    Freitag, der 13. November 2015

    Es ist 19:52 Uhr und iror wenigen Augenblicken landete der Flieger, in dem ich sitze auf dem Flughafen Charles de Gaulles in Paris. Ich gucke angestrengt auf meine Armbanduhr – in 18 Minuten beginnt das Boarding meines nächsten Fluges. Und mein Handy hat schon vor einigen Stunden den Geist aufgegeben. 
Ich ziehe meinen Koffer aus der[…]

  • Blätter fallen

    8. November 2015
    Blätter fallen

    Hast du schon mal beobachtet, wie ein Blatt vom Baum fällt? Wie es sich im Wind dreht, schaukelt und dann ganz sanft den eiskalten Boden berührt. Es sieht so herrlich aus, wenn all die Blätter, rot bis gelb, einen Tanz vorführen. Das sieht glücklich aus. Zufrieden. Wenn die Sonne durch die zarten Fasern strahlt und[…]

  • Oktober in Worten

    4. November 2015
    Oktober in Worten

    „Lügen sind hässlich. Ich kann sie riechen. Und manchmal habe ich das ungute Gefühl, ich würde sie magisch anziehen. Vielleicht muss ich selber lügen. Dann bin ich zu sehr damit beschäftigt, mir mein eigenes Netz zu spinnen. Könnte mich darin verlaufen. Aber du bist mir einige Schritte voraus. Vielleicht erstickst du irgendwann in deinem Kokon.[…]

  • Ein Lächeln, mit dem ich niemandem in die Augen sehen kann

    Ich bin schon immer der Sonnenschein. Damit will ich nicht angeben oder mich gut verkaufen. Es ist einfach so. Im Kindergarten nannten sie mich Goldmarie. In der Grundschule habe ich mich immer sehr vorbildlich verhalten. War von der fünften bis zur zwölften Klasse Klassensprecherin. Stand beim Schultheater als Hauptrolle auf der Bühne. Die Lehrer mochten[…]