August & September in Worten

/11. Oktober 2015/28 Kommentare

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„Ich bin nicht perfekt.
Und das werdet ihr mir niemals verzeihen.“

„Aber eins habe ich verstanden: dass wir nicht mehr zu retten sind.
Und es schmerzt, dass ich das bei ihr gänzlich, bei ihm Schritt für Schritt hinnehmen kann.“

„Zu spät. Ritterrüstung.“

„Ich bin frei! Wollte immer frei sein. Ihr habt mich in Ketten gelegt.
Und jetzt habe ich den Schlüssel endlich gefunden!“

„Unbewaffnet standen wir einander gegenüber. Haben trotzdem noch mal aufeinander gezielt, getreten, geschrien und sind dann gegangen. In unterschiedliche Richtungen. Drehen uns gelegentlich um, aber das verringert die Entfernung nicht.“

„Hätten wir es angefangen, wenn wir gewusst hätten, dass es so endet?
Hätten wir es gewagt? Verhindert? Provoziert?“

„Und jetzt zum Schluss sitze ich in einem Zug, schaue aus dem Fenster und schreibe all‘ das auf – ich hätte mir keinen schöneren Abschied vorstellen können.“

„Ich habe so viele Erinnerungen im Gepäck, fremde Kulturen, Landschaften, Gesichter –
ich werde nie satt. Kann mir eine Welt ohne diese Welt nicht vorstellen.“

„Ich hoffe, dass jemand für dich da ist. Wirklich. Von ganzem Herzen.
Aber ich will diese Person nicht mehr sein. Und das ist das erste Mal, dass ich so etwas denke.“

„Was ist passiert? Seit wann bin ich mir selbst so wichtig geworden? Selbstschutz?“

„Aber kann es wirklich sein, dass ein Mensch einem anderen gleichzeitig so viel gibt und nimmt – und es am Ende trotzdem nicht fair verteilt ist?“

„Mitten in der Nacht – ich konnte nicht schlafen. Und das kommt wirklich selten vor. Ich setzte mich an den Schreibtisch. Das Mondlicht. Und dieser Song. Und ich spürte, irgendetwas verriet mir, dass ich das letzte mal wegen ihm weinen würde. Diesmal wirklich. Endgültig. Der Moment, den ich mir so sehnlichst herbei gewünscht habe. Etwas löste sich. Es war okay. Zwar weinte ich bitterlich, bedauerte ein mal mehr, dass all‘ das wirklich und wahrhaftig passiert war, aber ließ endlich los. Schrieb ein paar Zeilen, damisch ich mich irgendwo festhalten konnte und ließ‘ ihn endlich gehen. Die letzten Männer kehrten aus dem Krieg zurück und die Tränen fühlten sich an, wie Samen auf dem kahlen Schlachtfeld. Das war’s. Wir haben versagt und doch gesiegt. Bis zum bitteren Ende gegen uns selbst gekämpft.
Ich klappte den Laptop zu, schaute den Mond an und wusste, dass er gerade die selbe Aussicht genoss – den Himmel. Den selben Mond oder vielleicht die Sonne – das selbe Licht jedenfalls. Friedlich.“

t1Bilder via tumblr.

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28 Kommentare

  • Reply Frido 15. Oktober 2015 at 20:52

    Super Text, bitte mehr davon – Das hat mir echt Spaß gemacht zu lesen 🙂

    Viele Grüße,
    Frido von http://www.fridoandlenn.com

  • Reply Carolin 15. Oktober 2015 at 10:01

    Wirklich total schöne Texte und wunderschöne Bilder die du dazu rausgesucht hast!!
    Liebste Grüße
    Caro
    http://www.lieblingslicht-blog.com

  • Reply Jasmin 14. Oktober 2015 at 15:34

    Wirklich sehr schön geschrieben! 🙂

    Liebe Grüße,
    Jasmin von:
    http://jungesfamilienglueck.blogspot.com

  • Reply Lisa 14. Oktober 2015 at 11:03

    Liebe Luisa,

    ich mag deine Bilderauswahl sehr <3 Ausserdem finde ich deine Art "es durchzuziehen" mit dem Blog usw. sehr bewunderswert. Go for it, auch weiterhin!
    Love Love Love,

    Lisa

  • Reply Jenny 14. Oktober 2015 at 11:00

    Und für diesen Moment kann ich an nichts anderes denken, als an deine wunderschönen Worte. Ich möchte nie mehr ohne deine wunderschönen Worte sein. Ich liebe es so sehr deinen Blog zu lesen <3

    • Kleinstadtcarrie 15. Oktober 2015 at 22:01

      Was für ein wunderschöner Kommentar – tausend Dank <3

  • Reply Tina 13. Oktober 2015 at 01:06

    „Ich kann mir eine Welt ohne diese Welt nicht vorstellen.“ <3

  • Reply Jelena 12. Oktober 2015 at 19:46

    “Ich hoffe, dass jemand für dich da ist. Wirklich. Von ganzem Herzen.
    Aber ich will diese Person nicht mehr sein. Und das ist das erste Mal, dass ich so etwas denke.”

    Besser hätte ich es nicht sagen können… Aus diesem Gedanken bestand mein Freitag-Abend und Samstag. Wirklich bewundernswert, wie du es immer auf den Punkt bringst. ♥

  • Reply Maria Luna 12. Oktober 2015 at 18:37

    Superschön Luise!

  • Reply Luuuu 12. Oktober 2015 at 16:02

    Tolle Eindrücke – ich bewundere immer wieder, wie gut du deine Gefühle in Worte packen kannst !
    Aber im 12. Absatz steht *damisch statt *damit 😉

    Alles Liebe
    Luuu ♡

  • Reply Kathi 12. Oktober 2015 at 15:15

    Schöne Bilder und ein sehr schöner, letzter Absatz. Ich kenn das und hab dieses Gefühl so gerne, wenn man selbst weiß, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt bzw. auch wenn genau spürt, wie es jemand anderem gerade geht!

    ganz liebe Grüße, Kathi
    http://www.ilvieebella.com

  • Reply Celine 12. Oktober 2015 at 13:58

    Wow, Luise. Da bin ich einfach ohne Worte.

  • Reply Rebecca 12. Oktober 2015 at 13:09

    So ein schöner Beitrag. Deine Texte sind wirklich herzergreifend und ich fühle mich oft, als würdest du mir aus der Seele sprechen! Auch die Bilder dazu sind schön und sehr passend. Einfach ein toller Post, wie so oft bei dir 🙂
    Liebste Grüße,
    Rebecca von http://becciqueeen.blogspot.de/

  • Reply Helena 12. Oktober 2015 at 12:25

    LUISE, DU BIST WIRKLICH EINE GROßE INSPIRATION! <3
    Ich bin jedes Mal so begeistert von deinen Blogposts. Besonders, wenn sie so persönlich, so einzigartig sind! Deine Worte inspirieren mich und regen zum Nachdenken an. Vielen Dank dafür!
    Deine Helena <3
    http://www.letsmakeanewtomorrow.blogspot.de

  • Reply Julia 12. Oktober 2015 at 10:37

    Einfach wunderschöne Worte <3

  • Reply MATRJOSCHKA 12. Oktober 2015 at 02:47

    Einzigartige und wirklich schöne Gedanken liebe Louise 🙂 Ich finde diese Art von Posts immer und immer wieder einfach klasse. Mach weiter so!

    Grüße!

    mtrjschk.blogspot.com

  • Reply Alissa 11. Oktober 2015 at 20:31

    Diese Art von Posts von dir erzeugen immer eine so schöne Stimmung! <3
    xx
    http://www.alissaloves.de

  • Reply Esther 11. Oktober 2015 at 20:14

    Wundervoll ♡

  • Reply Céline 11. Oktober 2015 at 19:45

    Schöne Fotos und Eindrücke : )
    Liebe Grüße,
    Céline von Smultronställen

  • Reply nathalie 11. Oktober 2015 at 19:19

    wie immer sehr schön geschrieben <3
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  • Reply Lisa 11. Oktober 2015 at 18:27

    Das sind wirklich super tolles Worte liebes.
    EInfach klasse.

    Liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

  • Reply Marmormaedchen 11. Oktober 2015 at 18:13

    Für diese Worte hier liebe ich diesen Post:

    “Unbewaffnet standen wir einander gegenüber. Haben trotzdem noch mal aufeinander gezielt, getreten, geschrien und sind dann gegangen. In unterschiedliche Richtungen. Drehen uns gelegentlich um, aber das verringert die Entfernung nicht.”

    Danke dafür.
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

  • Reply Nilishi 11. Oktober 2015 at 18:06

    Tolle Worte, mit einigen kann man sich sehr gut identifizieren.

    Liebe Grüße,
    Nili von Mindbroken

  • Reply Lea 11. Oktober 2015 at 17:30

    Ich bin immer wieder verzaubert, von den Worten, die du findest!
    Wahnsinnig schön ♥

  • Reply Hannah 11. Oktober 2015 at 14:42

    Liebe Luise,
    Ich liebe diese Art von Texten, in denen du den Monat in diesen paar Zeilen zusammenfasst. Wirklich unglaublich berührend und schön geschrieben! <3