19. Oktober 2015

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16:20 Uhr soll es los gehen. Ich muss heute nicht zur Uni, sondern habe den ganzen Tag zu Hause am Schreibtisch gesessen. Ich war bei Aldi. Und dort stellst du fest: die Leute vor und hinter dir an der Kasse – du hast keine Ahnung, was die heute Abend machen werden. Willst du es überhaupt wissen?
Ich bin zu Hause, eine heiße Dusche.
Und ich freue mich darauf, heute auf die Straße zu gehen, Gesicht zu zeigen und viele meiner Freunde zu sehen. Ich schreibe bei What’s App einigen von ihnen. „Gehst Du heute zur Demo?“ – „Auf gar keinen Fall.“ Gerade tanzte ich noch durchs Zimmer. Doch jetzt stehe ich da. Blicke erschrocken auf das Display. Gestern haben wir noch zusammen gekocht und gelacht.
Du willst „auf gar keinen Fall“ für Menschlichkeit einstehen?
Du willst „auf gar keinen Fall“ gegen Gewalt und Hetze auf die Straße gehen?
Du willst „auf gar keinen Fall“ zeigen, dass Dresden bunt und nicht Pegida ist?
Ich setze mich aufs Bett und frage mich, was das jetzt für dich heißt. Und vor allem für mich?
Gespalten.

Zu viert fahren wir zur Uni. Der Weg ist vertraut. Doch als wir aus dem Bus aussteigen, laufen wir fast gegen die unzähligen Polizeiautos. „Mehr Betrieb als während normaler Vorlesungszeit ist aber nicht, oder?“, sage ich beschämt. Wir unterhalten uns über das Flüchtlingslager, was gerade auf dem Campus entsteht.
Nur eine halbe Stunde später ist der Platz voll. Wir gehen an ein Ende der Menschenmasse. Und ich ärgere mich, dass ich so klein bin – kann nichts überblicken. Wie viele Menschen sind hier? Gedankenversunken grüße ich jemanden etwas weiter hinten. Auf ein mal setzt sich alles in Bewegung, Musik ertönt und meine Anspannung fällt für’s Erste ab. Trotzdem immer mit der leisen Vorahnung im Hinterkopf, was heute noch passieren könnte.
Wir laufen die Hochschulstraße hinunter und als ich gerade meine Freunde suche, schweift mein Blick nach hinten und ich kann noch hunderte Meter weiter Menschen sehen. Der Strom reißt nicht ab. Ich bin überwältigt. Stelle mich kurz an den Rand. Luft holen. 
Doch während ich sonst auf jeder Party ständig bekannte Gesichter sehe, bleibt das heute aus.
Wir laufen weiter. Erreichen den Altmarkt. Sie haben einen Hektar markiert. Selbst nach mehreren Minuten, alle sind mittlerweile angekommen, ist dieser nicht voll. War ich nicht gerade noch überwältigt von dieser Masse an Menschen? Wo seid ihr alle? „Es gibt ja noch andere Treffpunkte, Luise“, höre ich einen meiner Freunde sagen. Aber der Altmarkt ist nicht voll. Noch lange nicht.
Die TU Dresden hat mehr als 36 000 Studierende.
Was heißt das für Euch? Und vor allem für uns?
Gespalten.

Laut Plan endet unser Lauf hier. Es folgt das Konzert am Postplatz. Mehr weiß ich gerade nicht. Außer, dass sich in nur wenigen Minuten, nur wenige Meter weiter, tausende Menschen, die gegen den Islam, gegen Menschen auf die Straße gehen, versammeln werden.
Wir laufen weiter. Alles ist noch ganz friedlich. Mein Herz pocht, weil ich nicht weiß, was mich erwarten wird. Wir kommen an meinem Fitnessstudio vorbei und an der Currywurstbude, an der meine Mama und ich früher immer Pommer vernascht haben. Heimat. Schöne Erinnerungen. Aber was dort passiert, lässt mir die Tränen das erste Mal an diesem Abend in die Augen schießen: vorwiegend Männer stehen an den Tischen, Zigarette im Mund und ein abwertender Blick. “Das sind sie!“, haucht mir jemand ins Ohr. Ich kann meinen Blick nicht abwenden. Schockiert. Und nirgendwo Polizei. Ich sehe Kinderwagen, Zigarettenqualm und Plakate, noch auf dem Boden liegend, mit hetzerischen Parolen. Ein Mann fällt mir besonders auf: Solariumbräune, kurzes Haar, einige Tattoos. Plötzlich treffen sich unsere Blicke. Er lächelt dreckig und erhebt dann den Mittelfinger gegen uns.
Zwischen denen und uns ist eine schmale Gasse. Aber keine Polizei.
Zwischen denen und uns.
Was heiß das für Euch? Und vor allem für uns?
Gespalten.

Wir laufen weiter. Einer meiner Freunde tritt versehentlich auf den Schuh eines Mannes. Wir haben das gar nicht mitbekommen. Gedränge. So viele Menschen. „Sag mal spinnst Du eigentlich völlig? Was willst Du eigentlich? Verpiss’ Dich!“, schreit dieser. Eine Deutschlandflagge in der Hand. Der Postplatz ist voll und irgendwie kann ich nicht mehr unterscheiden, wer hier zu wem gehört. 
So wie jede Tag, denke ich. Jeden Tag laufen wir über diese Straßen und haben keine Ahnung, auf welcher Seite das Gegenüber eigentlich steht.
Vermischt.

Schreie, Pfiffe, Gebrüll, Buh-Rufe. „Wo ist meine Gruppe?“ Panik. Aggressivität. Man kann die Anspannung überall spüren. Dieses Gefühl macht sich breit – Eskalation. Ich halte mir die Ohren zu. Mir laufen die Tränen übers Gesicht. Weil ich wütend bin. 
Die Polizei kommt endlich. Bildet eine Gasse für all’ jene, die sich auf dem Weg zum Theaterplatz machen, um sich dort die hetzerischen Reden Lutz Bachmanns anzuhören.
Während sich im ersten Moment noch alle in einer Art Schockstarre zu befinden scheinen, werden die nächsten Menschen, die sich ganz klein hinter der Polizei machen und schnell vorbei eilen mit Buh-Rufen verfolgt. Jemand stimmt „Say it loud, say it clear: Refugees are welcome here!“ an und wir rufen alle im Chor. Auch etwas, was ich den Pegida-Anhängern sagen möchte. Wofür ich einstehe. Auf der Bank hinter mir wird etwas frei und ich stelle mich drauf. Ich kann nicht glauben, wie viele Menschen sich versammelt haben. Aber mein Blick bleibt dennoch auf der ungefähr zwei Meter breiten Gasse zwischen einer Reihe aus Polizisten und der Hauswand hängen. Ich will mir die Menschen ansehen, die dort entlang laufen. Will mir ihre Gesichter einprägen. Und manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass ich da einen beschämten Blick sehe. Einen Blick der sagt „Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich auf diese Seite gehöre, oder doch lieber mit euch bunt sein würde!“. Ich meine, Unsicherheit zu sehen. Und am liebsten würde ich hinrennen und schreien „Du kannst es Dir anders überlegen! Das ist okay! Es ist nicht zu spät!“. Gedankenversunken frage ich mich, ob ich mir das einbilde, glaube doch zu oft an etwas Gutes in anderen, das es da gar nicht gibt. Zu viel Empathie. Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, weil plötzlich alle um mich herum, all’ jene, die hier für Menschlichkeit einstehen anfangen zu schreien. Am Anfang verstehe ich nicht, was die Botschaft ist. Doch dann wird es immer deutlicher.
„Haut ab!“
„Haut ab!“
„HAUT AB! HAUT AB! HAUT AB! HAUT AB! HAUT AB!“
Ich nicht. Ich schweige. Das kann doch nicht die Lösung sein.
Zwei Seiten, Gebrüll. Erhobene Fäuste und Mittelfinger. Keiner hört dem anderen zu. Ja, was habe ich auch anderes erwartet.
Aber: Was heißt das für Euch? Und vor allem für uns alle?
Gespalten.

Der Strom der Pegida-Anhänger scheint abzureißen. Unter den letzten befindet sich ein Paar. Mitte 40 vielleicht. Gepflegt. Sie lachen. Werfen ihren Buh-Rufern Kusshände zu. Widerlich.
Die Mauer aus Polizeibeamten verschwindet jedenfalls. Und eh’ ich mich versehe, setzt sich die Masse um mich herum wieder in Bewegung. „Leute? Wo gehen wir hin?“ – „Na zum Theaterplatz natürlich!“. Auf Twitter erfahre ich, dass sich dort mittlerweile tatsächlich an die 20 000 Menschen versammelt haben und den Geburtstag Pegidas feiern. Ich will dort nicht hin. NEIN!
„Verzeihung!“ – eine ältere Frau möchte gern vorbei. Hinter ihr noch zwei Männer. Sie bahnen sich schnurstracks den Weg durch die bunte Masse. Ein Stück einer Deutschlandflagge guckt aus ihrer Handtasche. Sie hat sich wohl verlaufen. Jetzt bloß nicht auffliegen, denke ich.
Ich erzähle in dem Moment niemandem davon.
Will sie schützen. Blicke ihr schockiert hinterher. Bleib doch stehen!
Wir stehen noch einige Minuten hier. Und manchmal ist mir so, als könnte ich die hetzerischen Parolen hören. Weit entfernt, ganz leise. Aber nur wenige Meter weiter ereignet sich all’ das.
Wir hüpfen, lachen wieder ein bisschen. Bunte Plakate. Herz statt Hetze! 
Immer wieder beginnt das Gebrüll. Was wird passieren, wenn sich deren Versammlung auflöst? Und wo ist die Polizei?
Unsere Versammlung. Und deren Versammlung.
Was heißt das für euch? Und vor allem für uns?
Gespalten.

Wir entschließen uns, nach Hause zu fahren. Wir waren da. Haben Gesicht gezeigt. Und alles, was jetzt noch folgt, wird in Gewalt münden, vermuten wir. Also laufen wir aus der Menschenmasse und steigen in die Straßenbahn. Die restlichen Meter zu Fuß.
Beim Abendessen bin ich so ruhig, wie noch nie. Die anderen lesen noch die neusten Meldungen vor. Wir diskutieren über die Zahlen. Aber an diesem Abend scheint festzustehen, dass sich auf dem Theaterplatz mehr Menschen versammelt haben, als für Menschlichkeit, für Flüchtlinge, für Toleranz. „Wieso kriegen die Dresdner ihren Arsch nicht hoch?“, frage ich wütend. Und das bleibt das einzige, was ich dazu sage. Wut steigt wieder in mir auf. Man! Wo wart ihr?

Später schlafe ich schnell ein. Am nächsten morgen. Meine Timeline ist voll mit Videos, Schreckensbotschaften, Zahlen. Überall’ verschiedene Zahlen. Schreie. Verletzte. Angriffe. Schlägereien. Verfolgungsjagden. Parolen. Plakate.

Ich weiß, dass in Dresden die Zahl, der Menschen, die für Toleranz sind, überwiegt. Ich weiß es einfach, dass Pegida nicht die Mehrheit ist. Heute morgen denke ich das immer noch. 
Aber: Wo wart ihr?
Dresden, meine Heimatstadt. Dresden, ein Ort, der für mich bis vor einem Jahr noch Ruhe ausgestrahlt hat. Zu Hause. Heute: gespalten. Hasserfüllte Blicke. Dresden, ein Ort an dem Unterschiede gemacht werden: Nazi, Ausländer, Gutmensch, Wutbürger, Asylbewerber, Pegida-Anhänger, Arschlöcher, Schuldige. Wir sitzen tagtäglich nebeneinander in der Bahn. Wir sind Menschen. Aber seit gestern habe ich das Gefühl, dass wir aufgehört haben, zu sprechen.
Wir sind gespalten.
Und das macht mich traurig.
Das macht mich wütend.
Das macht mir verdammt noch mal Angst.

Herz statt Hetze!

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Fotos – Eric Münch

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77 Kommentare

  • Reply World of Baen 26. Oktober 2015 at 15:33

    **Ich finde dieses Thema einfach so schlimm,…. aber auch sehr wichtig !

    **Warum Menschen gegen eine Vielfalt sind kann ich absolut nicht nachvollziehen!
    **Warum Menschen gegen andere Menschen sind kann ich erst Recht nicht nachvollziehen!
    **Und warum gerade Menschen in einem solch weit entwickelten Land wie Deutschland so drauf sind, **dass ……

    **Naja ihr wisst was ich meine ! Ich hoffe es ändert sich irgendwann was in der Einstellung der breiten Masse. **Es wird Zeit !

    –> Ich habe mich auch mit dem Thema Flüchtlinge auseinander gesetzt, vlt. auch interessant für manche hier: http://worldofbaen.com/de/real-life/fluechtlinge/

  • Reply Meli 25. Oktober 2015 at 20:50

    Hey!
    Danke! Danke! Danke!
    Was du da geschrieben hast, spricht mir so so sehr aus der Seele. Ich muss weinen, weil es genau meine Gedanken sind… Und ich frage mich, wann ist es gesellschaftsfähig geworden, gegen eine (offene) Gesellschaft zu sein?!

  • Reply Tina 25. Oktober 2015 at 17:41

    Ich bin keine regelmäßige Leserin und bin eher durch Zufall auf diesen Post gestoßen.
    Normalerweise kann ich es absolut nicht leiden, wenn sich Persönlichkeiten, die in der Öffentlichkeit stehen, aber keine Politiker sind, dazu äußern. Das hat nichts damit zu tun, dass ich einer Person seine persönliche Meinungsfreiheit nicht zu gestehe, sondern vielmehr damit, dass ich das Gefühl habe, dass je mehr Menschen sich dazu öffentlich positionieren, das Thema immer größere Konflikte auslöst aber dadurch nichts verändert wird. Nun könnte man ja behaupten, dann muss ich mir so etwas ja nicht durchlesen, das stimmt. Dennoch finde ich es interessant, die Sichtweise anderer Menschen einzufangen.
    Das kleine Wort “normalerweise” drückt aber schon aus, dass dies bei dir nicht der Fall war und ich mich sehr über deinen Post gefreut habe. Der Grund liegt darin, dass du nicht versucht hast uns deine Meinung oder irgendeine Sichtweise aufzudrücken, sondern du hast in einer ganz wunderbaren Art und Weise deine Gefühle offenbart und dafür eine großes DANKE!

  • Reply U 25. Oktober 2015 at 17:23

    Ich bin stolz auf Dich! Es tut so gut, junge Menschen zu erleben, die zu differenzierten Kommentaren in der Lage sind in einer Zeit, die uns mit großen Herausforderungen konfrontiert. Bleib weiterhin so mutig und an Vielfalt interessiert!

  • Reply Tabea 24. Oktober 2015 at 11:00

    Danke! Ich bin tief betroffen und froh über deine Worte.

  • Reply Sabrina 23. Oktober 2015 at 18:04

    Hallo Luise, ohne große auf deinen bewegenden Post einzugehen (vielen Dank, dass du das Thema auf deinem Post ansprichst), wollte ich dir nur die Info geben, dass laut einer Video-Zählung – nachzulesen auf focus.de – am Montag mehr Gegner als Befürworter von Pegida anwesend waren :-) Das sind die neuesten und wahrhaftig sehr tollen Ergebnisse! Vielleicht erfreut und ermutigt dich das – ich habe es eben gelesen und musste gleich an dich denken.
    LG

  • Reply Lila 22. Oktober 2015 at 23:27

    sorry, hatte es vor dem ersten Abschicken nicht gegengelesen;)

  • Reply Lila 22. Oktober 2015 at 23:26

    Liebe Luise,
    ein Kommentar einer (seit vielen Jahren) stillen Leserin (wie man so schön sagt), dein Text hat mich sehr bewegt. Es war vor allem schön die Sichtweise einer “vertrauten” Person zu lesen, vor allem, da Dresden dein zu Hause ist. Deine Empfindungen, diese Angst, dass sich hinter jeder Fassade ein so unmenschlicher Charakter verbergen kann, kann ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn die Situation hier in Frankfurt natürlich nicht damit zu vergleichen ist, was ihr seit einem Jahr in Dresden erlebt.
    Das was gerade in Deutschland passiert, macht so vielen von uns Angst. Aber wir dürfen nicht wegschauen. Danke, für deinen Text. Ich finde es wunderbar, dass du uns einen Blick durch deine Augen gewährst, in Bezug auf deine Erfahrungen in deinem Leben, ohne dass es sich nur um Oberflächlichkeiten dreht.

    Allerliebst,eine auch-Tagebuch-Schreibende Lila

    • Kleinstadtcarrie 23. Oktober 2015 at 09:28

      Liebe Lila,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Ich bin jetzt rückblickend wirklich sehr froh, dass ich diesen text verfasst und veröffentlicht habe :)

  • Reply Lisa 21. Oktober 2015 at 22:37

    Liebe Luise,

    Ich habe ja schon unter deinem Post bei Facebook einige Sachen kommentiert, aber ich möchte hier noch mal meine Gedanken zu diesem Thema ordnen.
    Erst mal ein großes Kompliment für deine Worte und deinen Text.
    Er hat mich direkt berührt, da ich viele Dinge genauso wie du empfinde.
    Und was ich ebenfalls sehr wichtig finde, er klingt aufrichtig, ehrlich und authentisch.
    Du verstellst dich nicht, versuchst nicht jemand zu sein der du nicht bist (wenn du geschrieben hättest, dass du dich an radikalen Aktionen beteiligt hast hätte ich dir das zum Beispiel eher nicht geglaubt, das wäre wenig authentisch gewesen).
    Du hetzt nicht, du putzt niemanden herunter, beziehst aber dennoch klar Stellung.
    Deine Position ist sehr deckungsgleich mit meiner eigenen, das ist mir auch in den Diskussionen unter dem Facebook-Post aufgefallen.
    Und es ist schön zu wissen das es auch Menschen gibt die wissen und verstehen das man mit Radikalität und Gewalt niemals etwas ändern wird, geschweige denn ein gutes Licht auf seine Sache wirft.
    Das tut gut, da fühle ich mich nicht mehr ganz so als würde ich permanent gegen Wände reden, denn in meinem Freundeskreis besteht eher das Problem, dass viele sich dem radikal linken Zweig zugewandt haben und nicht verstehen wie schlecht das Licht ist das sie damit auf die ganze Bewegung gegen Pegida & Co werfen ist.
    Leute die permanent sagen, alle Bullen sind Schweine (schwarze Schafe gibt es klar, aber verdammt noch mal die meisten machen ihren Job und die sind bestimmt nicht scharf darauf andauernd mit Flashen, Ziegelsteinen, Böllern & Co beworfen zu werden …).
    Leute die es ok finden Autos anzuzünden.
    Aber Gewalt ist nicht die Lösung.
    Gewalt wird immer Gegengewalt erzeugen.
    Die Leute müssen begreifen das es mehr zählt sein Gesicht zu zeigen und friedlich für seine Meinung einzustehen als Steine zu werfen und Autos anzuzünden.

    Wir müssen aufhören uns voneinander zu entfernen.
    Und ich teile deine Angst vor den Ausmaßen vollkommen.
    Was kommen wird kann keiner sagen.

    Lass dich nicht entmutigen!
    Ich finde es toll das du dich diesem Thema auf so vernünftige Art und weise widmest.
    Danke dafür!

    Liebe Grüße
    Lisa

  • Reply Luisa 21. Oktober 2015 at 22:09

    Wow! Ich habe echt Gänsehaut bekommen, so gerührt war ich von deinem Text. Ich schreibe wirklich so gut wie nie einen Kommentar hier oder auf anderen Blogs, aber ich muss dir einfach danken, dieses Thema, das vielen nur aus den Nachrichten wirklich bekannt ist, so emotional und doch informativ darzubieten. Danke! Wir brauchen mehr Menschen wie dich, die mitdenken, -fühlen und handeln.
    Liebe Grüße aus Köln, Luisa

  • Reply Nadja 21. Oktober 2015 at 21:09

    Wow, ein richtig, richtig guter Post, Luise! Würde ich in Dresden wohnen, hätte ich auch Gesicht gezeigt, wäre hingegangen und hätte Nein zu Pegida gesagt! Das was momentan in der Welt, oder auch speziell in Deutschland, ist für mich so unwirklich, so unverständlich.. Wir laufen durch die Straßen und kann sich nicht mehr sicher sein, man redet darüber, man diskutiert und zum Schluss versteh man einander nicht.. :/
    Ich finds klasse, dass du es so offen ansprichst und ich kann dir nur zustimmen! Natürlich muss man sich auf keine Seite stellen, aber sich dafür interessieren und dann auch Farbe zu begennen – das müssen und sollten wir alle tun!

  • Reply Cathy 21. Oktober 2015 at 20:20

    Ich habe den Text wirklich gebannt gelesen. Ich lebe in einem Dorf in NRW, hier bekommt man gar nicht so viel davon mit, nur aus den Nachrichten. Es so “hautnah”mitzufühlen, wie man es durch deinen Text konnte, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Die meisten haben Angst, wie du auch. Es ist alles so irreal, man weiß nicht wo das alles noch hinführt … Danke, dass du das Thema angesprochen hast!

  • Reply Marietta 21. Oktober 2015 at 19:30

    Hey liebe Luise,

    ich kann kaum glauben was bei Euch abgeht — danke, dass du so einen tollen Einblick liefern konntest!

    xx

    Marietta

    http://www.theurbanslang.blogspot.com

  • Reply Maike 21. Oktober 2015 at 17:19

    Also Erstmal meinen größten Respekt, dass du so ein aktuelles und hochpolitisches Thema so Geschmacksvoll und in deinem Stil ansprichst.
    Ich finde deine Erzählung über dein Erlebnis sehr interessant.
    Ich finde es schade dass du dafür auch negative Kommentare erntest.
    Lass dich aber davon nicht unterkriegen. Ich bin froh dass es jemanden wie dich gibt, der auch als Blogger ein anderes Publikum erreicht, und dann so ein spannendes Thema von einer anderen Sichtweise anspricht. Auch das macht deinen eh schon wunderbaren Blog noch außergewöhnlicher und wunderbarer und verleiht ihm etwas einzigartiges.
    Danke dass es dich gibt und du deine Gedanken mit uns teilst!
    Liebste Grüße!

    • Kleinstadtcarrie 21. Oktober 2015 at 21:47

      Liebe Maike,

      danke für Deinen Kommentar!
      Dass ich negative Kommentare erhalten werde, war natürlich irgendwie klar. Und das ist ja auch gut und richtig so, dass man in’s Gespräch kommt und diskutiert. Schade nur, dass der ein oder anderen nicht mehr den richtigen Ton findet.

      Jedenfalls noch mal: Danke für Deine aufbauenden Worte!

  • Reply befreundet 21. Oktober 2015 at 16:57

    Liebe Luise,

    ein eindringlicher und unfassbar gut geschriebener Post! Danke dass Du hingegangen bist! Es ist mutig und wichtig!!!
    Den Satz – das macht mir verdammt nochmal Angst- kann ich gut nachvollziehen. Gespalten. Das “dafür” oder “dagegen” wird immer “größer”.
    Ich komme aus der Nähe von Köln und habe auch schon über das Flüchtlingsthema geschrieben.

    Es geht um Menschlichkeit.
    Herz statt Hetze
    http://befreundet-blog.de/gedanken-zum-weltfluechtlingstag/

  • Reply Laura 21. Oktober 2015 at 13:11

    Hallo Liebe Luise,

    Ich war auch da! Und fand das ganze von der Polizei überhaupt nicht gut organisiert. Ständig Pegidaanhänger die entweder mit “hoffentlich merkt keiner das ich hier falsch bin” oder “… euch alle” Haltung durch die Masse der Gegendemonstranten drängelten, ganz ohne Polizeischutz. Ich denke viele Dresdner sind nicht gekommen, weil sie nicht mit der (teilsnaggressiven) Antifa in Verbindung gebracht werden möchten. Das möchte ich auch nicht.. aber ich will auch nicht nichts tun! Ich möchte zeigen : Dresden ist nicht Lutz Bachmann, Dresden ist nicht fremdenfeindlich, in Dresden ist jeder Willkommen! Einfach zusammen auf den Postplatz gehen, gute Laune haben, zusammen feiern, lachen, Gesicht zeigen und zeigen, dass das Leben ohne Hass viel schöner ist. Das hätte ich mir gewünscht. Wozu den pfeifen und rufen? Wozu mehr Beachtung schenken? Die reden doch auch mit keinem. Präsenz und Schweigen sagt doch so viel mehr! Von meinen freunden ist leider niemand mitgenommen und meinen Bruder, der woanders gestartet ist habe ich nicht gefunden – deshalb stand ich 16.2o allein an der uni, aber unter Studenten findet man ja schnell Anschluss. Dich und deine Freundinnen habe ich auch gesehen, aber mich leider nicht getraut dich anzusprechen. Eigentlich ganz schön albern oder? :D ich finde es echt toll, dass du auch kritische Themen auf deinem Blog ansprichst. Verlier dazu bitte nie den Mut. Sorry für den langen kommentar,abee dieses Thema liegt mir echt am herzen.

    Ganz liebe grüsse von Laura (ich hab dir auf fb den tipp mit der studentischen hilfsgruppe gegeben)

    • Laura 21. Oktober 2015 at 13:14

      Oh man viele Tippfehler – sorry ich war in Eile!

    • Kleinstadtcarrie 21. Oktober 2015 at 21:41

      Liebe Laura,

      erstmal Hut ab!, dass Du alleine hingegangen bist. Das schreckt nämlich leider immer viele ab! Und Du hättest supergern Hallo! sagen können :-) Wir hätten uns gefreut. Das nächste mal dann :-)

      Ja, und das scheinen leider auch einige nicht zu verstehen, dass ich keinesfalls linksradikal bin!
      Genau so wie Du es beschrieben hast, hätte ich es mir auch gewünscht <3

  • Reply Leni 21. Oktober 2015 at 12:52

    Ja, die ganze Hetzerei ist echt alles andere als okay aber willst du damit sagen dass du für die Islamisierung des Landes bist? Das passt doch wiederum nicht zur Europäischen Kultur. Man kann doch den Menschen auch helfen, ohne dass sich das zu ändern hat.

    • Kleinstadtcarrie 21. Oktober 2015 at 21:42

      Ist das Dein Ernst, Leni?
      Ich will und kann dazu nichts sagen.

    • Leni 22. Oktober 2015 at 01:16

      Was war das jetzt für eine Antwort? War eine ganz plausible Frage.

    • Kleinstadtcarrie 22. Oktober 2015 at 10:44

      Du hast tatsächlich Angst vor der “Islamisierung des Abendlandes”???

    • Leni 22. Oktober 2015 at 11:13

      Ich glaube, dass die Môgkichkeit besteht. Und ich glaube auch, ich stehe nicht allein da, wenn ich sage, dass Europa kulturell gesehen bitte so bleiben soll wie es ist.

    • Kleinstadtcarrie 22. Oktober 2015 at 11:56

      Hallo Leni,

      diese Menschen kommen doch nicht zu uns, weil sie uns ihren Glauben oder ihre Kultur aufdrücken wollen. Diese Menschen kommen hier her, um Frieden zu finden, Sicherheit. Diese Menschen wollen uns nichts wegnehmen! Und das tun sie auch nicht. Denn die Luft zum atmen reicht für uns alle, unser Wohlstand reicht für uns alle!
      Hast Du selbst bisher irgendwann mal die Erfahrung gemacht, dass Dir jemand seinen Glauben aufzwängen wollte? Also ich nicht! Und ein bisschen mehr Vielfalt tut unserem Land nicht schlecht, finde ich :-)
      Du musst wirklich keine Angst haben! Wir haben iN Deutschland eine Meinungs- und Glaubensfreiheit und so wird es auch bleiben!

    • Leni 22. Oktober 2015 at 13:04

      Danke für deine ausführliche Antwort. Ich will das auch gar nicht denken, aber in den Medien wird alles so unterschiedlich präsentiert, dass man nicht mehr weiß was glauben. Und vor allem die Kommentare auf jedem Artikel sind echt angsteinflößend.

    • Kleinstadtcarrie 22. Oktober 2015 at 13:41

      Liebe Leni,

      da hast Du recht! Aber bilde Dir am besten vor Ort Deine eigene Meinung! Lern die Leute kennen :-)

    • Lena 23. Oktober 2015 at 10:28

      Luise, die Luft zum atmen mag für alle ausreichen. Aber die ganzen Menschen wollen auch versorgt und integriert werden. Hast du schon mitbekommen: Hartz4 Zahlen steigen stark an, Brennpunkte in Großstädten vergrößern sich, da die Menschen nur in irgendwelchen Auffanglagern zusammengehalten werden, und dann natürlich unzufrieden sind. Möchtest du bei Kälte und Regen in einem Zelt liegen?, die Tafeln versorgen bereits jetzt eine Million Menschen in Deutschland. Ursprünglich waren diese (was schlimm genug ist) für bedürftige Bürger in Deutschland gedacht. Wenn sich im nächsten Jahr weitere Millionen Menschen auf den Weg machen, was jetzt schon abzusehen ist. Andere Länder in Europa schicken einfach weiter. Viele halten sich ganz raus aus und nehmen überhaupt keine Flüchtlinge auf. Da reichen ein paar Willkommens-Teddybären nicht mehr aus. Davor haben die Menschen Angst. Und aus Angst entsteht immer auch eine Abwehrhaltung.

    • Kleinstadtcarrie 26. Oktober 2015 at 23:19

      Liebe Lena,

      natürlich ist die Lage derzeit total überstrapaziert. Aber mal ganz ehrlich – wenn die Menschen nicht in Deutschland in Zelten schlafen, dann schlafen sie anderswo unter freiem Himmel. Nur wenn Deutschland die Grenzen dicht macht, ist das Problem doch nicht gelöst? Die Menschen verschwinden doch dann nicht einfach! Wir sind eine Welt! Wir sind Menschen! Und wir müssen einander helfen. Auch wenn wir dafür ein bisschen zurück treten müssen, helfen, mit anpacken müssen – das ist doch wohl das mindeste! Es ist doch wohl das Mindeste, dass wir unsere Ängste und Befürchtungen in den Griff kriegen, wenn wir sehen und dabei nicht mal ansatzweise nachvollziehen können, wovor diese Menschen Angst haben, wovor sie fliehen!

  • Reply Anna 21. Oktober 2015 at 11:06

    Ich finde dein Text ist richtig gut geworden und ich kann dir nur zustimmen! Wie können diese Menschen, nur so viel Hass und Angst empfinden und mit so Feindsehligkeit anderen gegenüber verhalten? Glauben dies Menschen etwa, dass die Flüchtlinge sich gerne auf eine gefährliche Reise begeben? Sollten wir sie nicht so gut wie möglich unterstützen? Ich find es sehr lobenswert das du da warst um zu zeigen, das es in Deutschland auch Menschen gibt die nicht mit Gewalt gegen andere vorgehen.
    Lg Anna
    http://www.xblogmemoriesx.blogspot.com

  • Reply fraumau 21. Oktober 2015 at 09:30

    Danke, dass DU da warst!
    Es ist so wichtig (bunte) Flagge zu zeigen und aufzustehen! Auch wenn es nicht ganz ungefährlich ist.
    Vielen Dank für diesen Artikel!

  • Reply Melanie 21. Oktober 2015 at 09:16

    Liebe Luise, du sprichst mir aus der Seele! Ich habe ein total schlechtes gewissen, als Dresdnerin nicht bei der Gegendemonstration gewesen zu sein. Die eine Stunde fahrt von meiner Uni bis in meine Heimat hätte ich wirklich mal auf mich nehmen können, denn du hast sowas von recht. Wie immer reden die Menschen in unserer Heimat nur, aber tuen nichts. Ganz nach dem Motto: “Die anderen machen das schon”! Nur leider denkt jeder dritte so. Schon als Pegida aufkam, schämte ich mich für Dresden. Überall wo ich war, wurde ich mit diesem Thema konfrontiert, obwohl ich selbst lange Zeit nicht wusste, was sie damit überhaupt erreichen wollen. Die Flüchtlingssituation bei uns ist sicherlich nicht ganz einfach und ich denke auch, wir müssen eine geeignete Lösung für alle finde, aber definitiv nicht so. Gewalt regiert doch schon immer unser Welt. Warum sollte sich das jetzt ändern? Ich bin wirklich hoffnungslos! So gern ich wölkte, dass alle mal an einem Strang ziehen, desto mehr spalten sich die Meinungen. Wir verlieren unsere Menschlichkeit! Ich hoffe das wenigstens du mit deiner weiten Reichweite und deinen wunderbaren Worten ein paar mehr Menschen erreichen kannst. Es muss ein Ende haben!!!

    Liebste Grüße aus Mittweida
    (Bei der nächsten Demo werde auch ich die 50km auf mich nehmen, VERSPROCHEN)

    • Kleinstadtcarrie 21. Oktober 2015 at 21:48

      Ich bin gerade so überglücklich, dass ich Dich überzeugen konnte, zum nachdenken anregen, zum handeln motivieren konnte!
      Danke Melanie für die Einsicht und Motivation!

  • Reply Jana 21. Oktober 2015 at 05:46

    Liebe Luise, ich bin froh, dass du dich einsetzt und auch die andere Seite Dresdens zeigst. Gerade hier in den USA kommt leider nur noch Pegida an und wirft ein verdammt schlechtes Bild auf die deutsche Gesellschaft. Aber ich finde auch – so wie du es schreibst – dass mehr Menschen die andere Seite offen zeigen und ebenfalls auf die Straße gehen müssen.

  • Reply Caro 21. Oktober 2015 at 04:22

    Der Satz “Und das macht mir verdammt noch mal Angst” – genau das geht mir immer durch den Kopf.
    Was passiert hier eigentlich? Was ist los mit den Menschen da draußen. Und wie soll das alles weiter gehen :(

  • Reply Carolin 21. Oktober 2015 at 02:33

    Ich habe beim Lesen wirklich totale Gänsehaut bekommen!
    Du hast wirklich so recht mit dem was du schreibst…ich denke auch nicht, dass Pegida irgendeine Mehrheit hinter sich hat. Das Problem ist aber, dass Leute die keine extreme Meinung haben, sich selten aufraffen um für irgendetwas aud die Straße zu gehen. Das hast du echt treffend beschrieben.
    Man kann wirklich nur hoffen, dass das Theme noch für mehr Menschen wichiger wird.

    Es ist klasse, dass du zu dem Thema Blogposts schreibst, die Menschen an deinen Gedanken teilhaben lässt. Vielleicht schaffst du es mit deiner Reichweite ja ein bisschen was in den Köpfen der Menschen zu verändern :)

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.blogspot.de/

  • Reply Lisa 21. Oktober 2015 at 00:30

    “Aber: Wo wart ihr?”

    War das erste Mal, dass zu zur Gegendemo warst? Denn es klingt so, auch in deinen ganzen anderen Posts zuvor. Wo warst du?

    Davon ab, es ist eh zu spät, ein Jahr ist vergangen!! Ein ganzes Jahr! Und nur ein einziges Mal gab es eine Demonstration für Weltoffenheit mit einer nennenswerten Anzahl an Teilnehmern (35.000). Allerdings auch nur, weil Roland Kaiser spielte und deswegen auch viele von Pegida dort waren.

    “Dresden, meine Heimatstadt. Dresden, ein Ort, der für mich bis vor einem Jahr noch Ruhe ausgestrahlt hat. ”

    Wenn du das denkst und wirklich aus der Gegend (Freital?) kommst, dann muss ich dir eine gewisse Naivität unterstellen, tut mir Leid. Mal der 13. Februar nur so als Beispiel genannt. Das kann man nicht übersehen.
    Dresden galt leider schon immer als Tal der AhnUngslosen, traurig aber wahr! Dresden besteht nicht nur aus Uni, Neustadt und Hecht. Hier darf man nichts verharmlosen!

    Für mich ist Pegida deswegen auch nicht unbedingt eine Überraschung. Die Ausmaße, die es mittlerweile annimmt, sind dennoch mehr als erschreckend und ich denke, es sind auch die Menschen daran schuld, die Pegida in ihrer Stadt tolerieren. Aber diese Rechtsoffenheit nimmt ka gefühlt überall zu…

    Diese gewisse Ignoranz im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich auch und finde sie unerträglich. Bei vielen sind Demonstrationen an sich aber eher verpönt, warum auch immer.

    Alles Gute für dich und Dresden

    • Kleinstadtcarrie 21. Oktober 2015 at 21:53

      Liebe Lisa,

      Du hast Recht, das war die erste Gegendemonstration, an der ich bzgl. Pegida teilgenommen habe.
      Die erste große Versammlung, die du auch ansprichst, musste ich aus gesundheitlichen Gründen leider versäumen.
      Ansfangs, als es vor einem Jahr anfing, saß ich zu Hause und habe Videoaufnahmen von den Pegida-Demos gesehen und habe bitterlich geweint. Ich erinnere mich daran: Massen mit Deutschlandflaggen und Parolen. Ich hatte tatsächlich Angst. Die zweite Phase äußerte sich bei mir anders: ich ehrlich sagen, dass ich Pegida einfach keine Aufmerksamkeit schenken wollte. Ich habe das ganze Problem tatsächlich bis dato unterschätzt. Mittlerweile bin ich an einem Punkt zu sagen: mir reichts!

      Und ob naiv oder nicht – ich habe es eben so wahrgenommen. Auch den 13. Februar habe ich als größtenteils friedlich wahrgenommen – es war ein beruhigendes Gefühl mit tausenden anderen Menschen Hand in Hand unsere Stadt “zu beschützen”. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass wir stark sind, stärker als der Hass.
      Mittlerweile machen sich da Zweifel breit. Leider. Und das bedauere ich zutiefst und werde jetzt alles dagegen unternehmen, was in meiner Macht steht!

      Vielen Dank für Dein Feedback.
      Liebe grüße
      Luise

  • Reply lisa 20. Oktober 2015 at 23:29

    Ohje da habe ich jetzt wirklich Tränen in den Augen. Dieser Text ist unglaublich gut geschrieben! Ich hoffe du kannst einige damit erreichen. Dresden ist so eine wundervolle Stadt, aber es wird echt Zeit für ein richtiges Wunder, dass diese Hetze, die gegnerischen Seiten aufhören und alle an einem Strang ziehen für die Menschen!

  • Reply Priska 20. Oktober 2015 at 22:05

    Du hast ein gutes Herz. Ein toller Text und tolle Fotos.

  • Reply Janina 20. Oktober 2015 at 21:20

    GÄNSEHAUT!
    Beiträge wie dieser sind so unglaublich viel wert und lassen hoffen!
    Herz statt Hetze :)

  • Reply Janina 20. Oktober 2015 at 20:17

    Gänsehaut, Luise! Ich denke das Gleiche wie du. Ich würde gern nur ‘toller Text. Du bist mein absoluter Lieblingsblog und und und’ sagen, aber ich finde das reicht hier nicht. Ich komme nicht aus Dresden und war erst einmal dort, habe mich aber schon verliebt. Und jetzt sowas zu lesen, im Kopf immer die Vorstellungen von den bekannten Orten, ist unvorstellbar..

  • Reply Kathi 20. Oktober 2015 at 19:54

    Wow, das ist wirklich mutig und wichtig, dass ihr hin gegangen seid, Luise! Jedes Mal, wenn mir Rassismus begegnet, kann ich ihn weniger verstehen. So geht es mir auch jetzt, bei deinen Worten. Ich hoffe, Deutschland wird bald wieder bunt sein – aus ganzem Herzen!

  • Reply Jonna 20. Oktober 2015 at 19:50

    Liebe Luise, vielen Dank für diesen Beitrag. Ich finde es jetzt mehr denn je von großer Notwendigkeit, dass Menschen wie du, sprich Personen die einen gewissen Grad an Bekanntheit, Publikum, Zuhörer und Leser genießen ihren Mund aufmachen und sich gegen all jene richten, die mit Hetzerei und unmenschlichem Verhalten falsche Werte und Hass verbreiten. Es ist wichtig, dass all diejenigen die “auf keinen Fall” zu einer Demo gehen würden, davon überzeugt werden dass nur das der Weg sein kann zu einem Aufstand, der all die Hetzer verstummen lässt. Es ist möglich. Auf jeden Fall. Das haben zahlreiche andere Städte in Deutschland gezeigt, die der Intoleranz jener Pegida-Anhänger ein Zeichen entgegen gesetzt haben. Und sie sind in vielen Städten verstummt. Die Bevölkerung hat den Mund aufgemacht. Ähnlich wie du wundere ich mich wieso das in Dresden so lange nicht möglich war und immer noch zu wenig Kontra gegeben wird. Ich selber war vor gut 5 Monaten dort, habe hautnah miterlebt wie Pegida Woche für Woche auf die Straße gegangen ist. Verzweifelt habe ich die Gegendemonstration gesucht. Es war keine vorhanden, und jetzt frage ich dich: Wo warst du? Ganz unabhängig von dem aktuellen Flüchtlingsdrama frage ich mich nicht nur wo ihr Dresdner diesen Montag wart, sondern wo ihr all die letzten Monate gewesen seid…..

    • Lisa 21. Oktober 2015 at 00:39

      Komisch, es gab immer welche, die haben aber leider lange nicht so viele Teilnehmer wie pegida an sich und sich keine mediale Präsenz.
      Im Grunde stimme ich dir aber zu: Wo ist das bunte Dresden? Einmal demonstrieren reicht nicht. Transparente an Semperoper &co sind gut und schön, reichen leider aber nicht.

    • Jonna 22. Oktober 2015 at 11:37

      Ich stimme dir vollkommen zu und ich möchte an dieser Stelle all diejenigen, die sich von Anfang an gegen Pegida auf den Straßen ausgesprochen haben, obwohl diese in der Überzahl waren, nicht ausblenden. Ich sehe die nicht vorhandene mediale Präsenz als eines der Hauptprobleme an. Ich denke es war auch nicht jedem bewusst, dass Pegida Woche für Woche demonstrierte. Im Laufe der Zeit glich es dann nur noch einem Vegetieren. So habe ich es jedenfalls empfunden, und an diesem Tag war tatsächlich nirgendwo die Rede von einer Gegendemonstration. Ich hoffe die Dresdner haben verstanden dass sie hartnäckiger und ausdauernder sein müssen…

  • Reply sarina 20. Oktober 2015 at 19:42

    wow! man bekommt echt gänsehaut beim Lesen. Finde es wirklich super, dass du ein solches Thema hier auf deinem block ansprichst und hoffentlich ganz viele Menschen damit erreichst.
    Liebe Grüße
    Anna

  • Reply Julia 20. Oktober 2015 at 18:25

    Dein Artikel geht unter die Haut. Ich habe die Bilder des gestrigen Abends in den Nachrichten gesehen, darüber gelesen und bin einfach nur schockiert. Ich finde es sehr wichtig, in dieser Zeit Gesicht zu zeigen und sich gegen diese Art der Feindlichkeit zu stellen.

    Ich habe feststellen müssen, dass nicht alle in meinem Bekanntenkreis dem gegenüber offen sind und das eine gewisse Angst vor der aktuellen Situation und dem, was daraus entsteht besteht. Das kann ich durchaus verstehen. Was manchmal hilft, ist reden. Reden mit denjenigen, die Ängste haben, mit denen, die gerade dabei sind, sich immer weiter an den Rechten Rand zu orientieren. Ich arbeite ehrenamtlich bei einem Flüchtlingsprojekt und wenn ich von den Menschen dort berichte und im Idealfall auch mal jemand dahin mitnehme, sieht die Einstellung danach oft ganz anders aus.

    Ich finde es gut, dass du als Bloggerin dieses Thema aufgreifst. Hieran können sich viele ein Beispiel nehmen. Schweigen und wegsehen hilft leider gar nicht.

    Liebe Grüße,

    Julia

  • Reply Steffi 20. Oktober 2015 at 18:18

    Hi

    hab eben erst deinen Blog entdeckt und diesen Beitrag gelesen…

    Ich war erst letzte Woche mal wieder in DD ( Urlaub in der Heimat & Familie ) , wir waren auch am Montag 12.10. , unterwegs in DD und ich war schockiert als ich die Massen auf dem Theaterplatz hab stehen stehen sehen. Wir waren kurz im/vor dem Italienischen Dörfchen und es war einfach nur krank was sich da vor unseren Augen abgespielt hat. Ich habe mich geschämt nur zuschauen zu können, geschämt für diese dummen Leute / Nazis / Mitläufer / Jammerlappen nur die Schuld anderen zu schiebenden , geschämt für DD und Deutschland! Wir waren nicht lange dort , mit einem Kind an der Hand auch nicht die richtige Umgebung. Wären mir nicht ein paar bunt gekleidete und mit Anti Nazi Flagge entgegengekommen hätte ich mich gefragt, ob denn niemand was dagegen machen will ?

    Ich finde es Mutig von dir und den anderen die dagegen halten, sich zeigen und für ein anderes DD einstehen. Denn Dresden ist nicht Intolerant , für mich ist Dresden bunt, lebendig und offen für andere Kulturen! Aber die Offenheit gegenüber Nazis, denn nichts anderes sind sie in meinen Augen, sollte man nicht tolerieren … es wirft ein falsches Bild auf Dresden.

    Danke für diesen Beitrag, es entspricht nur der Wahrheit und Realität die nicht totgeschwiegen werden darf.

    Liebe Grüße nach DD
    Steffi

  • Reply Charleen 20. Oktober 2015 at 17:47

    Liebe Luise,
    dein Blogpost bringt die Geschehnisse in Dresden, die ich sonst nur aus den Medien kenne, direkt bis nach Bielefeld – vor meine Haustür. Das Problem der Gespaltenheit ist präsent und gerade bei solch großen Demonstrationen besonders stark bemerkbar.
    Hier gab es ebenfalls eine “Anti-Fremdenhass”-Veranstaltung, die mit zahlreichen Demonstranten weit mehr Menschen auf die Straße gezogen hat, als es die der Gegenpartie einige Tage zuvor schaffte. Ich bin überzeugt, dass das auch in Dresden früher oder später der Fall sein wird.
    Die Menschen sind leider viel zu oft nicht ausreichend informiert über das, was um sie herum passiert. Ihr Bild wird stark von nicht realitätsgetreuen und unreflektierten Darstellungen in den Medien geprägt. Lass dich nicht ärgern! Und genau so wenig verunsichern. Vllt mag die Zahl der Anwesenden bei eurer Demo gestern kleiner gewesen sein als die der Pegida-Anhänger. Aber: ihr wart da. Und jeder Einzelne von euch wird darüber sprechen, die Notwendigkeit des Mundaufmachens bestärken und so mit Sicherheit etwas bewirken oder gar ändern. Dein Blogpost ist das beste Beispiel dafür.
    Liebe Grüße nach Dresden,
    Charleen :)

    • Kleinstadtcarrie 20. Oktober 2015 at 22:58

      Ich wünsche mir das so so so so sehr für Dresden!

  • Reply Luuuu 20. Oktober 2015 at 17:46

    Wow … bin grad ziemlich überwaltigt von deinem Text :o

  • Reply Jasmin 20. Oktober 2015 at 16:24

    Wow Luise ich habe so mega Gänsehaut bekommen beim Lesen und finde echt toll das du an der Versammlung gegen Pegida teilgenommen hast, aber gleichzeitig auch so traurig, wie viele nicht da waren und wie groß Pegida ist. Ich hab’s gestern in den Nachrichten gesehen (ich wohne in Baden Württemberg) und mir ist aufgefallen dass sie nur die Pegida Versammlung gezeigt haben aber nicht die die andere (auf RTL jedenfalls). Das ist echt schade. Erschreckend fand ich auch, dass dort Leute interviewt wurden und die meinten sie wären gar nicht Pegida Anhänger, sondern wollen damit nur zeigen, dass sie mit der Flüchtlingspolitik von Merkel nicht zufrieden sind!!!

    Da ist deine Frage wo wart/seid ihr ist wirklich berechtigt, denn ich muss zugeben, dass Anfang September bei uns in Karlsruhe auch eine Anti Pegida Veranstaltung war, sogar mit guten und mir bekannten Musikern und ich einfach nicht hin bin, aus Faulheit und weil niemand mit wollte. Ich finds selber echt blöd von mir, denn wie Mahatma Ghandi schon sagte: “Sei Du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für die Welt“’. Aber leider trauen sich das die wenigsten. Deshalb großes Lob an dich für dein Engagement und die Motivation das selbe zu tun. #refugeeswelcome

  • Reply Nora W 20. Oktober 2015 at 16:08

    Als Dresdnerin ist es schön zu sehen, dass auch anderen dieses Thema so ans Herz geht und dass es um wesentlich mehr geht als Gewalt von beiden Seiten! Dresden war für mich immer eine harmonische und idyllische Stadt, von der jeder begeistert war und zu besuchen liebte.
    Mittlerweile scheint aber die Stadt in viel mehr Dingen als die Sicht zur Flüchtlingspolitik gespalten zu sein, und diejenigen, die zu faul sind sich selbst eine Meinung zu bilden bleiben still oder schließen sich durch die Macht der Masse einer “Seite” an. Was dabei vergessen wird ist das wahre Problem: das Problem der Menschenwürde, welche man doch eigentlich unter jeden Umständen schützen sollte?! Ich hoffe irgendwann wacht Dresden und der Rest Deutschlands auf und setzt sich für die Menschlichkeit ein! «Herz statt Hetze!»

  • Reply Basti 20. Oktober 2015 at 15:36

    hallo Luise,
    gerade gestern, habe ich gedacht, wie viele Blogger nichts zu den Veränderungen in Deutschland sagen. Da wird einfach weiter gemacht, mit neuen Outfits und tollen Shoppingeinkäufen. Viele wollen sich wohl lieber aus diesen Entwicklungen heraushalten. Aber diese Veränderungen werden nicht in kurzer Zeit abgeschlossen sein. Ich finde es schon sehr bemerkenswert, dass Du solche Live Erfahrungsberichte und Eindrücke teilst. Damit hebst Du dich von der breiten Masse ab. Die Themenvielfalt ist schon sehr groß bei Dir.
    Ich ärgere mich, über die vielen falschen politische Entscheidungen. Denn gerade die sind es, die zu diesem ”Gespalten” führen. Irgendwie scheint es nur noch schwarz oder weiß…dagegen oder dafür…gut oder böse zu geben. Aber es muss auch noch ein dazwischen geben. Und nur dann besteht die Möglichkeit alle Leute anzusprechen. Hier in Hamburg besteht noch eine ganz andere Stimmung. Eine die mehr Akzeptanz bietet. Aber auch die kann schneller umschlagen als man denkt.
    Ich bin sehr gespannt, ob es weitere Berichte oder Aktionen in diesem Zusammenhang von Dir geben wird. Die Entwicklung, die Du in der letzten Zeit gemacht hast, ist schon sehr bemerkenswert. Manchmal sehe ich noch die kleine Häuserzeile von Deinem Header vor mir. Ganz schön viele Schritte :-)

  • Reply Laura 20. Oktober 2015 at 15:07

    Liebe Luise, tolle wahre Worte die Du da geschrieben hast. Ich hab Gänsehaut. Ich kann jedes einzelne Wort nachvollziehen und weiß wie Du dich gefühlt haben musst. Seit gut einem Jahr wohne ich jetzt in Chemnitz und war hier im letzten Jahr zum ersten Mal auf einer richtigen Demo. Ich hatte die gesamte Zeit über Gänsehaut, habe am ganzen Körper gezittert und das was um mich herum geschah kaum wahrgenommen.

  • Reply Elena 20. Oktober 2015 at 15:00

    Ein unglaublich guter und tiefsinniger Text! Ich wohne in Saarbrücken und kann mir kaum vorstellen, was du dort in Dresden alles mitkriegst.
    Aber sogar beim lesen macht es mich auch schon wütend, weil ich es einfach nicht verstehen kann, wie Menschen so viel Hass in sich haben können.
    Ich finde es gut, dass du dort warst und menschlich warst, dass du etwas getan hast für dem ganzen Unheil entgegenzuwirken.
    Refugees welcome :)!
    Lg Elena

  • Reply Nilishi 20. Oktober 2015 at 14:50

    Luise das war wirklich mit Abstand einer deiner tollsten Texte. Du hast die Stimmung eingefangen, hast Menschen die nicht dabei waren einen Eindruck verschafft, wie es zu ging. Ich wohne in Frankfurt- einer Stadt, in der es auf Demos bisher immer wesentlich mehr “bunte” Menschen, als Pegida Anhänger gegeben hat. Und gerade deshalb finde ich es toll, dass du hingegangen bist um Gesicht zu zeigen- denn wenn man sich immer nur auf die anderen verlässt, ist am Ende doch keiner da..

    • Kleinstadtcarrie 20. Oktober 2015 at 22:54

      und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass ich das auch bald über Dresden sagen kann!

  • Reply MATRJOSCHKA 20. Oktober 2015 at 14:24

    Ich finde es wichtig, dass man Gesicht zeigt, andere sehen lässt, auf welcher Seite man steht. Dass du deine Reichweite nutzt, um die richtige Meinung zu vertreten ist klasse, einfach wirklich schön!

    Allerbeste Grüße, weiter so!

  • Reply Lia 20. Oktober 2015 at 14:08

    Mich schockiert das ganze genau so wie dich.. Ich studiere auch in Dresden, bin aber froh dort bald fertig zu sein. Auch wenn ich weiß, dass nicht die Mehrheit mit Pegida sympathisiert, habe ich einfach genug von dieser Stadt und was sich dort abspielt…

    • Kleinstadtcarrie 20. Oktober 2015 at 22:56

      Und genau davor habe ich Angst, liebe Lia. Das alle, die bunt denken, von hier weggehen und wir Dresden im Stich lassen…

  • Reply Dini 20. Oktober 2015 at 13:35

    Einfach nur wow Luise! Ein Wow für deinen Mut, deine Kunst die Wahrheit auszusprechen und geschriebenes mit so viel Gefühl auszustatten!
    Und ich kann genau verstehen wie du dich gefühlt haben musst, so viel Wut im Bauch, ohne Worte.und du hast Recht es geht uns alle etwas an, denn wir sollten eigentlich eine Einheit sein, die beschützt und willkommen heißt.
    herz statt Hetze!

  • Reply Steffi 20. Oktober 2015 at 13:20

    Danke für dieses bewegenden Eintrag. Auch ich erschrecke immer wieder wie hasserfüllt Menschen sein können. Auch hier in Leipzig kenne ich das Gefühl, welches du so gut beschreibst. Ich frage mich wo das alles noch enden soll, ob endlich Nächstenliebe und Verstand in die Köpfe der Menschen einziehen wird.

    We are all humans!!!!

  • Reply Märzmädchen 20. Oktober 2015 at 12:51

    Ich habe gerade eine richtige Gänsehaut bekommen! So wie du schreibst, hatte ich das Gefühl dabei gewesen zu sein. So sehr konnte ich dir nachempfinden. Traurig, dass sich die Leute nicht sehen lassen. :(

  • Reply Julie S. 20. Oktober 2015 at 12:25

    Liebe Luise,
    mir ist es sehr ähnlich ergangen, gestern auf der Straße.
    Im Urlaub wetterte plötzlich an der Kasse vor mir ein Kassierer mit einem Kunden über das “Flüchtlingspack”, welches hier ungestraft unsere deutschen Frauen vergewaltigen würden und ich war so schockiert, dass ich einfach nur da stand und nichts tat. Später war ich so wütend auf mich selbst, dass ich denen nicht laut und deutlich meine Meinung über ihren Hirnrotz mitgeteilt hatte, dass ich beschloss auf die Straße zu gehen, sobald ich zurück in Dresden bin, auch wenn das Wetter scheiße ist und ich eigentlich noch einen Auftrag abarbeiten müsste. DAS HIER IST WICHTIGER! Denn genau das ist es was mich noch viel mehr beschämt als Pegida, die Bequemlichkeit meiner Stadt, meiner eigenen Freunde.
    Verdammt! WO WART IHR?

    • Kleinstadtcarrie 20. Oktober 2015 at 22:46

      Hey meine liebe Julie,

      ja, es ist total schwierig, sich dann schnell zu fassen und was zu sagen! Habe solche und ähnliche Situationen auch in letzter Zeit oft erleben müssen.

      Kann deine Wut also sehr gut verstehen. Und werde einige meiner Freunde auch noch mal zur Rede stellen!

  • Reply Dunja 20. Oktober 2015 at 12:11

    Du hast die richtigen Worte gefunden, um das Richtige zu sagen.

  • Reply Jana 20. Oktober 2015 at 12:05

    Liebe Luise,

    Danke, dass du deine Plattform nicht nur nutzt, um Taschen und Schuhe zu zeigen, sondern auch politische Themen ansprichst und Gesicht zeigst! Einfach nur ein riesen danke, dass du nicht so oberflächlich bist, wie der Großteil der Bloggerwelt!

  • Reply Rieke 20. Oktober 2015 at 12:02

    Danke, Luise.
    Dein Text hat mich zu Tränen gerührt. Herz statt Hetze ist genau die richtige Parole.

  • Reply Ulrike 20. Oktober 2015 at 11:51

    Liebe Luise, was ein wundervoller Text <3 Und danke für deinen Einsatz. Ich war eine von denen die nicht da war :-( Ich gebe es zu, ich habe große Angst vor Ausschreitungen gehabt. Und als Mami überlegt man da irgendwie zweimal. Ich hätte schon gar nicht meinen kleinen Sohn mitnehmen wollen – also ich hoffe, das zählt ein wenig als Grund. Und immerhin war meine bessere Hälfte anwesend. Die gleiche Route wie du.

    • Kleinstadtcarrie 20. Oktober 2015 at 22:49

      Hey Ulrike,

      das kann ich natürlich nachvollziehen, Kinder haben da nicht unbedingt was zu suchen.
      Aber beispielsweise der Marsch von der TU bis zum Altmarkt war total friedlich. Also keine Angst beim nächsten Mal :-)
      Aber an diesem speziellen Tag war es natürlich gefährlich und ich kann Deine Bedenken total verstehen!

  • Reply Elisabeth 20. Oktober 2015 at 11:21

    Auf dem letzten Foto sieht man eine Straßensperren errichtet von Linksextremen um Polizisten den weg zu versperren!