„Ich fühlte mich so unbedeutend, so wertvoll wie noch nie“-Moment {Scheich-Zayid-Moschee}

/2. September 2015/48 Kommentare

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Ich wurde atheistisch aufgezogen.
Als ich neun oder vielleicht zehn Jahre alt war, entschied ich auf eigene Faust hin, die Christenlehre zu besuchen. Einige meiner Freundinnen gingen damals jeden Mittwoch in dieses kleine Häuschen neben der Kirche und hatten viel Spaß. So entschied ich mich, mitzugehen. Conny, damals vielleicht Mitte zwanzig – kam mir als kleiner Knirps viel älter vor, reifer, erwachsener – erzählte uns Geschichten aus der Bibel, wir spielten, malten, haben gesungen. Am Anfang und am Ende jeder Stunde wurde gebetet. Wenn man nicht wollte, musste man nicht mitmachen. Das fand ich super. Und dann kam der Herbst und es galt, das Erntedankfest vorzubereiten. Ich bekam einen Vers, lernte ihn auswendig, fand die Idee dahinter so schön. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich war, als ich den Gang in der Kirche hinunter lief, mit einem Glas Honig in der Hand, und mich dann vor all‘ den menschen bei Gott bedankte. Irgendwie fühlte ich mich trotzdem nicht dazugehörig. Sah‘ meine Mama in einer der letzten Reihen der Kirchenbänke etwas unbeholfen sitzen, trotzdessen mit einem aufmunternden Lächeln auf den Lippen.
Mehrere Jahre besuchte ich die Christenlehre, verstand immer mehr, aber verstand auch immer mehr nicht. Conny, die damals neben mir wohnte, brachte mich immer mit dem Auto nach Hause. Das war schön – somit fühlte ich mich ihr viel mehr verbunden und traute mich, Fragen zu stellen. Traute mich, zu hinterfragen. Ich weiß noch ganz genau, wie verwundert sie mich mit ihren großen braunen Augen angesehen hat, als ich partout nicht verstehen konnte, wieso Gott wollte, dass man die von ihm erschaffenen Tiere, Wesen opfert. Auch einige andere Aspekte, die mich persönlich berührt und betroffen haben, konnte ich nicht nachvollziehen. Haben mich traurig gemacht. Und wütend. Das wollte ich nicht glauben!
Irgendwann hörte ich auf, zur Christenlehre zu gehen. Ich war vielleicht 12 oder 13 Jahre alt.

Rückblickend bin ich so unfassbar froh, dass ich mich schon als Kind mit Religionen auseinander gesetzt habe. In diesem Fall sogar sehr intensiv. Ich bin beeindruckt, dass ich schon so eine Neugier in mir hatte und vor allem: nicht einfach hinnehmen wollte, hinterfragt habe.

Ein paar Jahre später – es muss in der 12. Klasse gewesen sein – trafen wir uns im Rahmen des Ethikunterrichts mit einem Pfarrer. Ich kannte ihn vom Gottesdienst, den ich gelegentlich besucht hatte. Wir haben viele Fragen gestellt, er hat viel erzählt. Eine Sache allerdings, ist mir bis heute im Kopf geblieben. Er sagte: „Es fängt damit an, dass man glaubt, dass diese Jeans cool aussieht.“ – ich war ein bisschen verwirrt, was das jetzt genau mit Religion und Glauben zu tun hat. Aber „Jeder von uns glaubt an irgendetwas.“ hat sich bis heute in meinen Gedanken verankert.

Als wir am vorletzten Tag unserer Dubai Reise entschieden, nach Abu Dhabi in die Scheich-Zayid-Moschee zu fahren, habe ich mir darüber vorher gar nicht groß Gedanken gemacht. Ich habe mir einen langen Rock, Oberteil, Strickjacke und ein Tuch angezogen und bin nichtsahnend in das Taxi gestiegen. Als ich von meinem kleinen Nickerchen aufwachte, sah man am Ende der Straße schon die riesige weiße Kuppel. Vor Ort wurden wir gebeten, uns noch die Burka anzuziehen – und endlich merkte ich, dass das hier nicht nur Sightseeing sein würde. Das riesige Areal beeindruckte durch die wunderschöne Architektur, goldene Elemente, detailverliebte Mosaike. Zahlreiche Menschen, absolute Stille, die sengende Hitze und überall weiß.
Ich möchte nicht beschreiben, wie es dort weiterhin ausgesehen hat. Ich möchte auch nicht erklären, warum welches Blumenornament integriert wurde. Dass die riesigen Kronleuchter aus Deutschland stammen, ist wohl interessant und auch, wie der größte Gebetsteppich dorthin gebracht wurde – aber was mich am meisten beeindruckt hat, war dieses Gefühl, was einen beschlich. Spätestens als man durch die riesigen Türen in’s Innere der Moschee gelangte, überkam einen diese ehrfürchtige Stimmung. Die junge Araberin, Rashida hieß sie, die uns mit unzähligen Informationen überschüttete, wunderte sich immer wieder darüber, dass wir so wenig Fragen stellten. Und auch ich selbst war erstaunt darüber, dass mir nichts über die Lippen kam. Aber es gab so viel Anderes, was mir durch den Kopf ging: Fragen, die ich mir nur selbst beantworten kann, Überwältigung, Erkenntnis, Ehrfurcht.
Es war einfach alles zusammen: die wunderschöne Architektur, die goldenen Elemente, die wunderschönen Mosaike. Zahlreiche Menschen, absolute Stille, die sengende Hitze, überall weiß und die Hingabe, mit der Rashida uns von ihrer Religion erzählte. Es war dieser Ort. Die Tatsache, dass hier so viele Menschen an das Selbe glauben.

Ich wurde atheistisch aufgezogen. Ich glaube nicht an die Bibel. Nicht an Allah. Ich gehöre dem Judentum nicht an. Und ich bin so unendlich froh, dass ich das hier aufschreiben kann, ohne dafür Anschuldigungen erdulden zu müssen.
Aber „Jeder von uns glaubt an irgendetwas.“ hat sich bis heute in meinen Gedanken, in meinem Herz verankert und beschreibt genau meine, ja ich möchte sagen, religiöse Einstellung.
Ich wurde atheistisch aufgezogen. Aber ich glaube an Etwas.
An was? Das weiß ich manchmal selber nicht genau. Das möchte ich gern für mich behalten.

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48 Kommentare

  • Reply Svenja 24. Juli 2016 at 13:35

    Hallo du Liebe,

    in 15 tagen geht es für mich auch nach Dubai. Ich würde gerne wissen, um wie viel Uhr ihr von Dubai aus losgefahren seid und wie lange die Führung ging?
    Und habt ihr euch einfach ein Taxi gerufen und euch dort hinfahren lassen? Wie ist es mit dem nach Hause kommen? Stehen vor der Moschee auch Taxis?? Ich habe nämlich keine große Ahnung wie wir dort hinkommen bzw. zurück kommen sollen. Und ich würde gerne auch im Hellen die Moschee sehen und Abends im dunkeln auch Fotos machen.

    Ich danke dir schon mal im Voraus!
    Ganz liebe Grüße,
    Svenja von http://www.svenjasblog.com

    • Kleinstadtcarrie 24. Juli 2016 at 21:41

      Hey Svenja,

      also so genau weiß ich das alles gar nicht mehr.
      Also das Hotel hat uns ein Taxi gerufen/rangewunken und dann haben wir uns mit dem Taxifahrer ausgemacht, wann er uns wieder abholt 🙂 Er hat mir seine Handynummer gegeben und das hat alles super geklappt! Aber es stehen auch Taxen vor der Moschee.

      Liebe Grüße und viel Spaß in Dubai!

  • Reply Mrs. Merkwrdg 9. September 2015 at 14:18

    Wahnsinnig schöne Bilder und toller Text <3

    Ich war einmal in einer Moschee in Samarkand, als wir unsere Familie in Uzbekistan besuchten. Es war ein wirklich schöner Ort. Obwohl ein Teil meiner Familie einen anderen Glauben hat. wurde ich rk getauft. Trotzdem glaube ich an keinen Gott, ich glaube an die Menschen, an das Schicksal, an Karma, das wir alle gleich sind und umgekehrt glaube ich daran, dass der Glaube etwas ganz individuelles und persönliches ist, etwas für das wir uns niemals rechtfertigen sollten!

    LG

  • Reply Katta 7. September 2015 at 16:49

    Einfach geniale Eindrücke <3

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

  • Reply Manu 7. September 2015 at 14:23

    JESUS is the answer! Gott ist Liebe und ER macht frei! „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben!“ Johannes 3,16 (Bibel)

    Ganz liebe Grüsse

  • Reply Phine 6. September 2015 at 18:27

    Wenn man an nichts glaubt, wofür lebt man dann?
    Sei es der Glaube, die Welt verbessern zu können, Medizin zu studieren oder auch der Glaube, dass Mode einen unterstützt, seine Stimmung wieder zu geben. Wir brauchen irgendwas, woran wir glauben, wonach wir streben, um zu leben. Das, aufjedenfall, glaube ich. Dass wir ohne ein Glaube (eventuell auch einen Traum) – gar nicht vollkommen leben. Nicht das ausschöpfen, was wir können.
    Glauben ist schön. An wen oder was, das ist egal. Hauptsache man glaubt an etwas.

    Wunderbarer Post. Ein spannender Ort.

  • Reply Pia 5. September 2015 at 14:35

    Kleines Haus neben der Kirche, Conny, die die Christenlehrestunden gehalten hat… Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich denke, wir waren in der gleichen Gemeinde, allerdings in unterschiedlichen Jahrgängen 🙂

    • Kleinstadtcarrie 6. September 2015 at 16:07

      Hey Pia,

      hihi das ist ja witzig 🙂

  • Reply Lari 5. September 2015 at 13:06

    Huhu Luise, möchte auch mal nach Dubai. Mein Onkel ist dort öfter und hat mich auch schon gefragt ob ich mitkommen möchte. Allerdings kann ich nicht fliegen. Wird wohl schwieriger :/
    Ich mag den Namen Kleinstadtcarrie für deinen Blog sehr. Du meintest ja, dass du trotzdem irgendwann den Namen ändern möchtest. Würdest du deinen Blog nach deinem Namen Luise Morgeneyer benennen? Oder wieder so ein „Pseudonym“? Gerade weil du doch sehr persönliche Textes schreibst, würde mich interessieren ob dir das etwas ausmacht, dass dann jeder direkt wegen deinem Namen auf deinen Blog kommt. Aber anderseits stößt man ja mit deinem Namen sowieso auf deinen Blog. Wie siehst du das?
    Liebe Grüße

  • Reply Nadja 4. September 2015 at 23:06

    Wirklich ein schöner, einfühlsamer Post.. die Bilder sind wunderwunderschön.. Hab auf Snapchat schon gestaunt wie wunderschön diese Moschee ist.. Ich selbst gehöre von Anfang an dem Christentum an, bin zwar nicht wirklich religiös erzogen worden oder so, aber ich wurde getauft und konfirmiert und letztendlich hab ich für 3 Jahre (glaub ich) selbst für die Kirche gearbeitet.. Ich hab Konfirmanden betreut und war dazu noch Teamer bei den Kinderbibeltagen (in dem Fall war ich wohl so etwas wie deine Conny) und ich hatte Spaß daran.. Wenn ich immer noch Zeit dafür hätte, würde ich es wohl immer noch tun, weil es zwar anstrengend, aber unglaublich schön war.. Heute glaub ich immer noch an das, was ich damals erzählt hab, was ich den Jugendlichen und Kindern versucht habe zu vermittelt.. Das Schöne war, dass auch hier niemand Angst hatte Fragen zu stellen, weil wir iwie miteinander vertraut waren und wir Betreuer niemanden zum Glauben zwingen wollten..
    Tja.. kurz bevor ich aufhörte (aufgrund meiner Ausbildung) fragte mich eine Freundin, ob ich denn an Gott glaubte, ob ich alles, was in der Bibel stand Glauben schenken konnte und auch, wenn man nach meinen letzten Zeilen denken könnte, dass ich schon sehr gläubig bin, konnte ich keine genaue, keine richtige Antwort geben.. Ich kann es auch heute nicht.. es ist schwer zu erklären was ich glaube, aber deshalb denke ich, dass wir uns damit relativ ähnlich sind und ich wollte damit eigentlich nur ausdrücken, dass es sicherlich vielen so geht und es schön ist, dass es jemand mal anspricht.. Alles in allem: Toller Post!

  • Reply chiara 4. September 2015 at 22:56

    ich finde toll das du das Thema Religion auch ansprichst.Ich liebe wie du schreibst und habe den letzten Sonntag die reise nach new York mitverfolgt und fand es echt cool.ich glaube auch das Journalismus nicht so einfach ist wie immer alle denken.Habe ist neue auch ein blog erstellt.würde mich freuen wen ihr vorbeischauen würdet.
    XOXO CHIARA

    • chiara 4. September 2015 at 22:58

      ich finde toll das du das Thema Religion auch ansprichst.Ich liebe wie du schreibst und habe den letzten Sonntag die reise nach new York mitverfolgt und fand es echt cool.ich glaube auch das Journalismus nicht so einfach ist wie immer alle denken.Habe ist neue auch ein blog erstellt.würde mich freuen wen ihr vorbeischauen würdet.mein name ist http://chiarasfashionblog.blogspot.ch
      XOXO CHIARA

  • Reply Monica 4. September 2015 at 14:39

    https://herzrose.wordpress.com/ schau doch auf meinem Blog durch 🙂 du bist echt super !

  • Reply Cathy 4. September 2015 at 13:10

    Ich bin eigentlich eine stille Leserin, aber du schaffst es auf deine eigene Art so gut, deinen Leser einen Einblick in dein Leben zu geben, was mich letztendlich so sehr sehr von deiner sympathischen und ehrlichen Art überzeugt hat, dass ich endlich mal die Komplimente loswerden wollte, die mir beim Lesen deiner Texte immer im Kopf herumschwirren.
    Du bist so authentisch, teilst Gedanken (wie auch in diesem Post) mit uns, die kaum andere Blogger ansprechen – bist persönlicher und bleibst dir, auch wenn du dich (wie du uns ja auch wisssen lässt) veränderst, treu und schaffst es, dass man sich Gedanken um deine wunderbaren Texte macht.
    Hinterfragt sich selbst. In dir steckt unheimliches Potential, in so vielerlei Hinsicht und es macht so Spaß, dichbei diesen vielen spannenden Ereignissen zu begleiten. Du machst Lust aufs Leben, einfach, weil du so positiv bleibst, dich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden gibst, soviel Hoffnung schenkst und uns immer wieder in deine Traumwelt entführst. Ja, ich weiß selber, wie schleimerishc dieser Text klingt, aber das tut auch so großen Bloggern wie dir bestimmt gut 🙂

    • Kleinstadtcarrie 6. September 2015 at 16:11

      Cathy,

      da hast Du so recht – es tut unheimlich gut, so unfassbar liebe Worte zu hören. <3 Ich danke Dir dafür wirklich sehr!

  • Reply Monica 4. September 2015 at 10:54

    super Beitrag ! 🙂
    schaut doch auch auf meinem Blog vorbei

    http://www.undiscoveredrose.jimdo.com

  • Reply Anni 3. September 2015 at 18:15

    Schön, dass du das Thema Religion so sensibel ansprichst! Gerade in der aktuellen politischen Situation ist das nicht so häufig zu lesen <3 Mir geht das mit dem Glauben so wie dir. Aufgezogen wurde ich damit nicht, aber ich glaube trotzdem an etwas und behalte das für mich. Zum Glück dürfen wir hier in Deutschland über so etwas frei sprechen.

  • Reply S. 3. September 2015 at 14:48

    Ich finde es wirklich bewundernswert, wie du es immer schaffst, deine Gedanken in so schöne und doch bedeutsame Worte zu fassen.
    Zusammen mit den Bildern finde ich, ist dieser Post einfach toll.
    Liebe Grüße,
    S.

    http://cappuccinocouture.blogspot.de/

  • Reply Kathi 3. September 2015 at 13:57

    Wow, das sind wirklich wunderschöne Eindrücke, kein Wunder, dass du dabei ehrfürchtig wirst.

    glg, Kathi
    http://www.ilvieebella.com

  • Reply Kathrin 3. September 2015 at 11:49

    Unglaublich tolle Bilder! Danke für deine Worte 🙂

  • Reply Dilara 3. September 2015 at 11:22

    Traumhaft Luise.. die Szenen in deinem Video, wo ihr die Moschee besucht habt, waren Gänsehaut pur. Die Musik, die Wucht an Gebäude – atemberaubend! 🙂
    Danke, das du das für uns festgehalten hast.

    Küsse Dilara
    von http://www.dilarafeenstaub.wordpress.com

  • Reply ellaniri 3. September 2015 at 01:32

    Luise, ich bewundere dich so sehr für deinen schreibstil! jedes mal, wenn ich deine Texte lese, schalte ich komplett ab und kann deine worte mitfühlen.
    Liebe Grüße

  • Reply Marmormaedchen 3. September 2015 at 00:13

    Hee du!
    Ein wunderschöner Post. Meine Mama macht gerade eine Lehre zur Religionslehrerin – etwas, worin ich mich selbst irgendwie nie so richtig finde, auch wenn ich als Christin erzogen wurde. Und etwas, was dennoch in mir verankert ist – weil ich als Christin erzogen wurde.
    Jeder glaubt an irgendetwas – etwas, das meine Mutter mir immer wieder gesagt hat. „Und wenn man nur an sich selbst glaubt“ – sagte sie dann.
    Und ich denke – den Glauben zu verlieren – das tut weh.
    Die Bilder sind wunderschön geworden.
    LG Jasi
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

  • Reply Rebecca 2. September 2015 at 23:56

    Was für wunderschöne Bilder! Wow! Ein wirklich atemberaubendes Gebäude!

  • Reply Lari 2. September 2015 at 23:11

    Die Bilder sind ja richtig scharf geworden. Hast mit deiner kleinen neuen Kamera die Bilder geschossen? 🙂
    Wollte dich mal fragen was für einen Webhoster du hast und ob du zufrieden bist?
    Deine Seite ist ja letztens gar nicht erreichbar gewesen :/
    Liebe Grüße
    Lari

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 23:25

      Hey Lari,

      ja genau, total begeistert bin ich 🙂

      Ja, ich hoste bei Mittwald – werde das aber sicherlich bald ändern!

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Anela 2. September 2015 at 22:45

    Wow, wundervolle Bilder! Ich finde es auch wichtig, an irgendetwas zu glauben, da ich glaube (^^), dass dies in schwierigen Situationen viel Kraft spenden kann. Ich finde es nur so schlimm, wenn ich sehe, wie Glaubenskriege geführt werden, denn wer sind diese Menschen, dass sie sich dazu aufschwingen, anderen vorzuschreiben, was diese zu glauben haben? Das ist leider die traurige Seite an Religion, wenn es fanatisch wird, und das ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen viele Menschen dem Islam so ablehnend gegenüberstehen, obwohl es sich eigentlich um einen friedliche Religion handelt, oder weswegen immer mehr Menschen in Deutschland aus der Kirche austreten, weil die Werte, für die die Kirche steht, teilweise nicht mehr zeitgemäß sind.

  • Reply Tamara 2. September 2015 at 21:53

    Deine Mama wirkt ja auch total symphatisch. Habs mir eben auf den Videos gedacht. Richtig niedlich.
    Finde es gut das du das Thema Religion aufgreifst.

    Liebe Grüße
    Tamara:)

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 22:07

      jaa, oder? Finde sie in den Videos auch so unfassbar süß – also immer, aber in dem Urlaub besonders <3

  • Reply Inga 2. September 2015 at 21:51

    Du wurdest atheistisch aufgezogen und feierst Weichnachten und den damit verbundenen Profit… traurig!

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 22:04

      Hallo Inga,

      ja, das hast Du richtig gelesen 🙂
      Und ja, trotzdem feiern wir Weihnachten. Ich finde, das gehört zu unserer deutschen Kultur. Genau, wie ja auch Sonntags alles geschlossen hat. Wie wir Ostern feiern….

    • Franzi 2. September 2015 at 22:35

      Jedem seine Meinung.
      Weihnachten und z.B. auch Ostern haben aber auch viele heidnische Ursprünge. Beispielsweise das Schmücken eines Baumes, Osternbräuche wie das Osterwasser holen und ähnliches. Sicherlich die Verbindung zum christlichen Glauben ist da: Geburt Christi bzw. Kreuzigung und Auferstehung. Aber ich finde, gerade diese beiden Feste spiegeln soviel mehr als nur den christlichen Glauben wieder.
      Sprich, man kann durchaus atheistisch sein und diese Feste feiern.
      Das Problem, dass der eigentliche Sinn solcher Feste aus den Augen verloren geht und nur um mehr mehr Geschenke (bei vielen) geht, finde ich trotzdem auch bedenklich.
      Aber nur weil jemand atheistisch erzogen wurde und Weihnachten feiert, heißt es nicht gleich das dieser Jemand nur nach dem Profit, wie du es nennst, oder eben einfach gesagt Geschenken giert bzw. diesen feiert.

      Ich zum Beispiel freue mich natürlich auch über Geschenke zu Weihnachten, aber viel wichtiger ist mir das Beisammensein meiner ganzen Familie, das Glück zu haben, dass das überhaupt möglich ist. Mir ist es viel wichtiger gemeinsam die Gemütlichkeit zu genießen, trotz des vielen Trubels den nun mal eine große Familie auf dem Haufen mit sich bringt. Das ist mir viel viel wichtiger, als jedes Geschenk auf der Welt. Daher freue ich mich immer wieder, jedes Jahr auf Weihnachten. Obwohl ich nicht an Jesus Christus glaube.

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 23:11

      Den Kommentar unterschreibe ich genau so! Danke, Franzi <3

    • Mareen 4. September 2015 at 04:02

      Ich wurde weder religiös noch atheistisch erzogen und feiere trotzdem Weihnachten und Ostern. Für mich sind diese Feste eine Tradition. Bei meiner Familie und mir gibt es zum Beispiel keine Geschenke. Wir genießen die mit diesen Festen verbundenen Traditionen (über den Striezelmarkt spazieren, Glühwein trinken, etc.) und besonders das Zusammensein mit der Familie. 🙂

  • Reply Vero 2. September 2015 at 21:09

    tolle fotos, schöner text! aber was du auf den bildern trägst ist keine burka, sondern eine abaja. erstere werden nur in afghanistan und pakistan getragen.

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 21:40

      Ah, danke für den Hinweis – werde ich direkt ändern 🙂

    • Latifa 3. September 2015 at 17:54

      Ich möchte nur kurz darauf hinweisen, dass die Burka nicht ausschließlich in Afghanistan und Pakistan getragen werden 🙂 aber sonst ist es korrekt, es handelt sich um die Abaya 🙂

      Lieben Gruß

  • Reply Kathi 2. September 2015 at 20:33

    Hallo Luise,
    irgendwie wäre es ja auch traurig, wenn man an gar nichts glauben würde, denke ich manchmal. Nicht mal an das Glück oder die Freude oder die Liebe. Jeder glaubt an irgendetwas – und ich hab den Eindruck, das müssen wir auch, damit wir optimistisch und selbstsicher durchs Leben gehen können.
    Liebe Grüße.
    Kathi

  • Reply Magdalena 2. September 2015 at 19:33

    Wow – beeindruckende Bilder und eine tolle Geschichte dazu! Ich finde es toll, dass du deine „Religionsfindung“ so ausleben durftest und dabei unterstützt wurdest 🙂
    Wenn man die Fotos betrachtet, fühlt man sich ganz klein – und natürlich will man sofort nach Dubai und Abu Dhabi!
    Liebe Grüße

  • Reply Sabrina 2. September 2015 at 18:58

    Luise,
    ich kann deine Gedanken sehr gut nachempfinden. Ich war jahrelang in der Christenlehre und später in der Konfirmantenstunde, wurde sogar konfirmiert. Doch mit der Zeit wurden meine Zweifel an einen Gott immer größer. Wie konnte all das in meinem Leben passieren, wenn doch angeblich jemand auf uns schaut und nur das Beste für uns will? Auch ich glaube, dass jeder etwas glaubt – das begründet sich sogar selbst. Ich glaube mittlerweile an das Schicksal. Ein Gott? Nach welchem Prinzip passiert Menschen Gutes oder Schlechtes? Karma? Schwierig… Das ist auch ein sehr kompliziertes und persönliches Thema und ich möchte keine Diskussion eröffnen, sondern wollte dir nur meine Erfahrung zurückgeben.
    Deine Eindrücke zu lesen, war sehr schön, sehr bewegend. Doch nochmal richtig umgehauen haben mich die Sequenzen mit der Moschee aus deinem Video. Mit der Musik im Hintergrund war es einfach unglaublich. Vielen Dank für diese multimedialen Eindrücke <3
    Ich scheine ab jetzt wohl öfter kommentieren zu wollen 🙂
    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 22:11

      Sabrina,

      danke für Deinen Input!
      Es ist eben wirklich ein sehr sensibles Thema und ich bin so froh, dass das hier alle auch genau so aufnehmen 🙂
      Außerdem freue ich mich sehr, dass Dir der Part so gut gefallen hat <3

  • Reply Laura 2. September 2015 at 17:55

    Ich bin auch atheistisch erzogen worden. Aber so mit 15/16 begann ich mich „dafür“ zu interessieren, eine gute Freundin aus meiner Klasse war streng gläubig. Wir hatten sehr viele interessante Gespräche, ich habe die Bibel gelesen, mich über andere Religionen informiert. Aber ich kann bis heute nicht sagen, woran ich glaube.
    Ich lese gerade „Eat,Pray,Love“ und da war ein schönes Zitat zum Glauben drin, das meine Meinung ganz gut wiederspiegelt:
    „In the end, what I have come to believe about God is simple. It’s like this – I used to have this really great dog. She was a mixture of about ten different breeds, but seemed to have inherited the finest Features of them all. She was brown. When people asked me, „what Kind of dog is that?“ I answerd : „She is a brown dog“. Similary, when the question is raised, „what Kind of God do you believe in?“ My answer is easy: „I believe in a magnificent God!““

    Ich war leider noch nie in einer Moschee! Stelle mir aber einen Besuch wahnsinnig interessant vor!

    Liebe Grüße Laura

    • Kleinstadtcarrie 2. September 2015 at 22:10

      Laura, was für ein schönes Zitate – Danke dafür <3

  • Reply Jasmin 2. September 2015 at 17:44

    Wow einfach traumhaft schöne Fotos. Und mit deinem Satz „Jeder glaubt an etwas“ hast du sowas von Recht. Ich finde es auch gar nicht wichtig, an was man glaubt, hauptsache man ist mich sich und seinem Glauben im Reinen. Ich bin auch atheistisch aufgewachsen aber bin durch Freunde immer in den Religonsunterricht gegangen weil die einfach alle waren und es in der Grundschule zB noch keinen Ethikunterricht hab. Später blieb ich dann auch dabei, weil es mir Spaß machte und weil meine Lehrer (größtenteils evangelische Pfarrer) super waren. In der Grundschule haben wir zwar viel gesungen, also das ist das an was ich mich am meisten erinnere aber später haben wir dann zum Beispiel auch die anderen Weltreligionen behandelt oder den Umgang mit der Bibel. Heutzutage interessiere ich mich sehr für den Buddhismus aber auch den Islam, da wie ich gestern bereits erwähnte, ich nun schon in zwei islamischen/muslimischen Ländern war und mich das total faszeniert hat. Früher hat es mich eher abgeschreckt aufgrund Mitschüler die sich schlecht verhalten haben und den Terroranschlag etc. Aber Reisen öffnet einfach die Augen bzw erweitert den Horizont 😉 also go for it liebe Lusie! Toller Post 🙂

    Liebe Grüße
    Jasmin von nimsajx.blogspot.de

  • Reply Kerstin 2. September 2015 at 17:29

    Oh wow die Bilder sind beeindruckend, aber deine Worte sind es ebenfalls. Ich finde du triffst den Nagel mit deinen Texten einfach immer und immer wieder auf den Kopf.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com

  • Reply Melli 2. September 2015 at 16:39

    ein schöner Post, die Moschee sieht wirklich wunderschön aus
    ich finde es oft schade, dass ich in der Schule so wenig über andere Religion gelernt habe (ich war auf einer katholischen Schule die Fragen nicht so toll fanden, deswegen habe ich dann schnell das Interesse an Religion verloren), bisher war ich zwar leider noch nie in einer Moschee, aber wenn es sich auf einer Reise ergibt will ich das unbedingt nachholen, Religion und Kultur gehören ja oft ganz eng zusammen und beides gehört dazu, wenn man ein Land kennenlernen möchte
    lg

  • Reply Maja 2. September 2015 at 16:11

    Wow, was für beeindruckende Fotos! Da möchte ich auch unbedingt mal hin, obwohl ich mir bisher in den Kirchen, die ich auf Reisen besucht habe, immer irgendwie fehl am Platz vorkam.
    Aber den Satz habe ich auch schon gehört und finde ihn auch sehr wahr!
    Liebste Grüße, Maja