strong is the new skinny – really?

/21. Juni 2015/28 Kommentare

Ich selber treibe mindestens drei Mal die Woche Sport. Das wisst ihr mittlerweile. Das habe ich Euch in der letzten Woche oft genug unter die Nase gerieben, oder?
Mein Ziel war es, Euch zu motivieren. Euch ein gutes Gefühl zu geben. Ich glaube, das ist mir gelungen. Ich hoffe es zumindest.
Denn es kommt gelegentlich dazu, dass ich mich schlecht fühle, wenn ich es dann Montag morgen doch nicht aus dem Bett geschafft habe. Ich esse nie Süßigkeiten und habe seit mehreren Monaten auch die Nutella aus meiner Küche verbannt. Ich bin schon mit Husten und Schnupfen ganz selbstverständlich ins Fitnessstudio marschiert. Finde meine Arme zu schlaksig.

Thigh Gab. Große Brüste. Flacher Bauch. Ein hervorstehendes Schlüsselbein. Zarte Finger. Und jetzt kommt da noch ein großer Po und ein Sixpack dazu. Wenn wir das Schönheitsideal, welches uns auf glänzenden Magazincovers anstrahlt oder mit hängenden, unheimlich schmalen Schultern auf dem Catwalk entgegen kommt, der letzten Jahre betrachten – dann ist es, meiner Meinung nach, schon beachtlich, wie schnell es sich gewandelt hat. Ob zum Guten oder zum Schlechten? Ich weiß es im Moment selbst noch nicht genau.
Was ich aber weiß? Man wird mit dem Alter nicht unbedingt resistenter dagegen.

skinny via Tumblr
Really? – Was haltet ihr von solchen Motivationssprüchen? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren!

Insgesamt finde ich den Trend, sportlicher zu werden, aktiver und gesünder zu leben ja wirklich gut. Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Ich selbst habe mich davon vor einigen Jahren mitreißen lassen. Aber was ist gesund daran, sich wieder gegenseitig Flusen in den Kopf zu setzen? Kann es wirklich richtig sein, sich jeden Tag mehrere Proteinshakes in seinem FitnessGuru-Becher zu genehmigen? Und bringen diese Detox-Tees wirklich irgendwas, außer Geld für den Hersteller? Vielleicht kenne ich mich dafür zu wenig aus – aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass da was nicht stimmen kann.
Und wenn ich euch jetzt erzähle, dass man sich mit verschiedenen Apps nicht nur schlanker, sondern auch muskulöser bearbeiten kann, dann wissen wir doch spätestens, dass hier schon wieder etwas falsch läuft. Ja, ihr habt richtig gehört.
Wir haben zusammen Bilder am Strand gemacht, die waren lustig und ehrlich. Auch mal sexy. Weiblich. Und ein paar Wochen später strahlt sie mir auf Instagram entgegen und hat plötzlich einen durchtrainierten Bauch und einen Po wie Kim Kardashian. Ich selbst habe das Bild geschossen.
Und das Problem an der ganzen Sache? Sie sah in echt so schön aus. Weiblich. Gesund. Glücklich.

Ein weiteres Phänomen – Gürtel oder Corsagen, die man sich um den Bauch, die Oberschenkel, oder was auch immer bindet und dann für einen arbeiten lässt. Ernsthaft? Als ich das vor wenigen Monaten das erste Mal auf einem Instagramprofil entdeckte, musste ich schmunzeln und erinnerte mich an schlechte 90er Jahre Dauerwerbesendungen. Aber scheinbar hat sich das ganze wieder etabliert und soll sogar funktionieren. Klingt ja erstmal ziemlich verlockend, oder? Aber ernsthaft?
Ich mache Sport, um mich auszupowern, fit zu sein und einen gesunden Körper zu haben. Das macht Spaß und stolz. Und der Muskelaufbau ist ein genialer Effekt, keine Frage. Aber ich möchte dafür etwas tun, selbst dafür verantwortlich sein und Erfolge erzielen.

Was ich damit sagen will?
Niemand muss irgendwie aussehen. Jeder darf und sollte so aussehen, wie er sich am wohlsten fühlt. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Fan von Extremen, aber so lange es gesund ist, unterstütze und befürworte ich jede Figur. Ganz egal ob skinny oder strong oder wie auch immer.
Aber bitte bleib – ihr kennt mich und meine Einstellung da – natürlich! Bleib echt! Bleib Dir treu und finde den Weg, der für dich funktioniert. Lasst Dich nicht von Marketingstrategien und vermeintlichen Wundermitteln verzaubern. Hab’ Spaß am Sport! – das war es, was ich Euch vermitteln wollte. Genießt diese Art der Me-Time. Und begreift, dass Ihr Eurem Körper damit etwas Gutes tut. Dann muss man sich auch nicht mehr zum Sport zwingen.
Und ich geh’ jetzt los und kauf mir eine Waffel mit Nutella!

skinny5

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28 Kommentare

  • Reply Nini 13. Juli 2015 at 14:18

    Toller Beitrag!! Kann ich zu hundert prozent so unterschreiben! Das wichtigste ist immer dass der Spaß am Sport nicht verloren geht und man nur noch krampfhaft irgendwelchen Körperidealen hinterher rennt! Danke für diesen Post, solche Meinungen sollten viel mehr Blogger öffentlich machen ;)
    xx Nini

  • Reply Sin 24. Juni 2015 at 23:19

    Zu den Proteinshakes: ich habe selbst ein Mädchen im Jahrgang, dass Bodybuildermäßig unterwegs ist, oder zumindest in die Richtung will/ geht.
    Sie trinkt regelmäßig solche Drinks, die wohl auch ziemlich ekelig schmecken, je nach dem, wie viel Pulver man da rein kippt, und zwischendurch isst sie fast ausschließlich Wackelpudding (zumindest in der Schule), da der keine Kalorien hat und sättigt. Ich finde es zwar auch gut, Sport zu machen und auf seine Ernährung und Gesundheit zu achten, aber sowas geht mir dann doch zu weit, das würde mir auch keinen Spaß mehr machen und der ist ja am wichtigsten ;-)
    Sin

  • Reply sunny 24. Juni 2015 at 23:14

    Liebe Luise,
    ich bin eine fleißige Leserin deiner Texte und finde die letzten Blog-Posts sehr gelungen :) du schafffst es, zu motivieren und positive Energie zu versprühen!! Großes Lob an dich und dein Schreibtalent.
    Einen lieb gemeinten Rat hätte ich, da du schriebst, dass du schon mit Schnupfen und Hutsen trainiert hast: Lass das bitte bleiben! Ein Training mit Husten oder Erkältung kann eine Herzmuskelentzündung zur Folge haben – und das ist irreversibel. Es passiert natürlich nicht immer, aber das Risiko, dass das Herz doch einmal Schaden nimmt, ist es einfach nicht wert. Dann einfach lieber mal pausieren oder nur sanfte “Relax & Strech” Übungen zu Hause machen.

    • Kleinstadtcarrie 25. Juni 2015 at 11:14

      Hey Sunny, ja genau, wollte mit dem Abschnitt ja auch zeigen, dass ich selber vieles falsch mache und auch schon oft übertrieben habe! Aber du hast natürlich recht! :-)

  • Reply Anni von Positiviphy 24. Juni 2015 at 18:41

    Ich sage meinen Relaxaya Schülern auch immer: Sei du selbst und sei ehrlich mit dir. Wenn du dich nach einem Nahrungsmittel körperlich schlecht fühlst, dann lasse es weg – ansonsten iss und trinke was sich für dich richtig anfühlt. Ich gebe auch in meinen Fitnessplänen strikte Regeln bei nicht zu viel zu machen, durch die ganzen Bilder im Internet möchten viele leider gleich “den tollsten (Booty) (Bauch)…” und so weiter und verstehen gar nicht, dass viel von dem, was sie dort sehen nicht echt ist…

    Ich habe zu dem Thema auch einen Artikel geschrieben, den ich ganz reisserisch “Die perfekte Ernährung” genannt habe ( http://www.positiviphy.de/die-perfekte-ernahrung/ ) – und tatsächlich haben diesen Artikel sobald ich ihn auf Instagram geteilt hatte ganz viele Leute angeklickt. Anscheinend ist es wirklich so, dass sich viele Leute Perfektion wünschen, ohne zu sehen, dass es sie gar nicht gibt und das da auch gut so ist! <3

  • Reply Nasja 24. Juni 2015 at 12:14

    Proteinshakes kann man selber machen und hat kaum ein Aufwand von 5 Minuten. Ich mache mir den schon seit mehr als 12 Jahren und fühle mich sehr gut damit. Alles andere ist nur Geldverschwendung und die Hersteller machen nur Gewinn.

    Trend? Sport ist für mich wie Zähneputzen und Trends gehen an mir vorbei. Wichtig ist nur gesundes Essen und Sport. Allerdings spielt der richtige Zeitpunkt zwischen Sport und Ernährung eine sehr wichtige Rolle um Erfolge zu erzielen.

    Liebe KleinstadtCarrie du bist wunderbar und ich folge deine Gedanken sehr gerne.

    Lieber Gruss von

    Nadja K.

  • Reply Cyra 24. Juni 2015 at 08:26

    Du kannst gut motivieren,
    dafür ein großes Lob!
    Liebe Grüße:)
    Cyra

  • Reply Kristin 23. Juni 2015 at 21:17

    Hach, du findest einfach immer die richtigen Worte, weißt du das eigentlich?
    Ob all das wirklich noch etwas mit Healthy – Lifestyle zu tun – ich bezweifle es.
    Danke für den tollen Beitrag bzw für all die Sportbeiträge der letzten Zeit.

    Liebste Grüße, Kristin von http://kristiwithlove.blogspot.de

    • Kleinstadtcarrie 23. Juni 2015 at 21:41

      Danke, dass Du es mir sagst, Kristin <3

  • Reply Sarah 23. Juni 2015 at 16:14

    Ich finde es super gut, dass du dieses Thema mal ansprichst! Ich finde die Trends die jetzt schon länger auf Instagram herum geht mit dem ganzen Kraftsport, Lowcarb, Highcarb, Proteinshakes, Cheatdays, Clean und allen die sich mit so viel Essen und Gesundheit befassen überhaupt nicht gesund. Ich denke da immer daran wie früher jeder doch das gegessen hat und das gemacht, worauf man Lust hatte und was einem Spass gemacht. Und alle waren trotzdem gesund und glücklich. Der Körper wird einem schon sagen was er braucht. Deshalb denke ich, dass wenn man gerade Lust auf Schokolade hat, der Körper da einem auch das richtige sagt und dass man auch darauf hören sollte und dem Körper das geben, was er braucht. Ich denke, dass das auch zur Selbstfürsorge und Selbstliebe gehört. Warum muss man sich das alles verbieten, oder z.B. alles an so einem Cheatday in sich reinhauenn?
    Ich finde auch, dass die Mädels, die sich nicht so viel Essen und Sport befassen, nicht den ganzen Sport- und Ernährungsblogs und -accounts folgen, sondern einfach das essen waorauf sie Lust haben, Sport machen weil es ihnen Spass macht und sich gar nicht so mit den Themen hören und einfach auf ihren Körper hören, viel hübscher sind, eine glücklichere Ausstrahlung haben, viel unbeschwerterter und freier leben und vor allem das Leben mehr geniessen.

    Alles Liebe :)

  • Reply Céline 22. Juni 2015 at 22:49

    SO so wahre und wichtige Worte. Ich und ich glaube fast jedes Mädchen kämpft mit diesen Erwartungen daran wie wir aussehen sollen. Es ist gerade deswegen so unheimlich wichtig zu wissen, dass Veränderungen und Arbeit am Körper aus Selbstliebe geschehen sollten, nicht aus Selbsthass.
    Hier meine Geschichte zu den ersten Schritten zu mehr Zufriedenheit:
    http://smultronstaellen.blogspot.co.uk/2015/03/wish-22-love-your-body-better.html

  • Reply Johanna 22. Juni 2015 at 20:59

    Wenn ich durch mein Instagram scrolle, dann ist das eine andere Welt, so perfekt – vielleicht zu perfekt!? Jeden Tag setze ich das kleine und unscheinbare Herz auf Bilder, die dicke Bizeps, durchtrainierte Körper und gesundes Essen zeigen. Im Hinterkopf immer eine Stimme, die mit einem kleinen Hauch von Neid zu mir sagt, du willst doch auch so eine Sommerfigur haben, Turnschuh an und durchstarten!
    Mit Absicht verdränge ich diese Stimme nicht, denn sie motiviert mich immer wieder an meine Grenzen zu gehen, besser zu werden. Sie erinnert mich, wie weit ich schon gekommen bin. Lässt mich mir die Frage stellen, ob das ganze Kämpfen, die Schweißperlen umsonst waren. Nein!
    Ich nutze meinen Neid und die Bewunderung zugleich aus, um weiter zu machen, nicht aufzugeben. Aber nur bis zu dem Punkt an dem ich merke, ich verliere die Kontrolle über meinen Körper. Und dann sage ich Stop!
    Die meisten sagen, dass all die durchtrainierten Frauen und Männer, die wöchentlich dafür an ihre Grenzen gehen, doch nur angeben, etwas Besseres sein wollen. Ich schüttle den Kopf, energisch. Diese Menschen haben auch das Recht dazu! Warum sollen sie nicht zeigen, was sie leisten Tag für Tag, Jahr für Jahr. Genau diese Leute sind die Starken unter uns. Nicht auf die Muskeln bezogen, sondern auf das Durchhaltevermögen, die enorme Willenskraft. Ich ziehe meinen Hut vor ihnen und habe riesen Respekt.
    Ich denke, heutzutage geht ohne Motivation gar nichts mehr. Aber es ist auch nicht schwer sich neue, vielleicht auch zu hohe Ziele zu setzen durch Instagram, Twitter und Co.
    Du hast aber völlig Recht. Sport muss Spaß machen! Diese Botschaft muss jetzt nur noch einmal um die Welt bitte ! Klar, schwierig, aber jeder kann einen kleinen Teil dazu geben!
    Ich hoffe wir sehen uns bei der BrooksRunHappyTour in Dresden und können noch ein wenig über den Sport und seine Zukunft fachsimpeln ! :)
    Toller Post !

  • Reply Marmormaedchen 22. Juni 2015 at 20:42

    Hee du!
    Danke für den Post. Manchmal finde ich gewisse Sachen bedenklich, die ich bei Instagram und Co. sehe. Ich denke, dass jeder so viel Sport machen sollte, wie er möchte. Dass jeder das essen soll, was er essen möchte. Dennoch sind Extreme eben auch schnell ungesund. Ich arbeite in einer Psychiatrischen Klinik und habe oft mit jungen Mädchen zu tun, die kein gesundes Bild mehr von ihrem Körper haben und das liegt auch – sicherlich nicht nur – an uns.
    Außerdem möchte ich mir, wenn ich zur Abwechslung mal ein Stück Kuchen esse – nicht die Kalorienzahl anhören, sondern genießen. Denn das ist auch gesund. Genießen.
    LG Marmormaedchen
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

  • Reply Hannes 22. Juni 2015 at 19:59

    Ich selbst bin hin und her gerissen, was ich von den Schönheitsidealen halten soll. Einerseits kann es nicht gesund sein und viele machen sich daran kaputt. Andererseits haben die sehr krassen Schöhnheitsideale den Nebeneffekt, dass sie quasi unerreichbar sind und damit eine dauerhafte Motivation bieten. So naiv das klingt, aber ich selbst motiviere mich immer dadurch, dass ich noch nicht angekommen bin, dass es bessere gibt und immer geben wird. Ich blase nicht jeden Tag Trübsal, dass ich nicht so aussehe, wie der Kerl auf der letzten Men’s Health, aber wenn ich das Cover sehe, erinnert es mich daran, warum ich mich auch mal zum Sport zwinge, wenn ich keine große Lust habe. Es gibt mir das Gefühl “Da geht noch was”. Das Problem ist, dass viele mit den hochgesteckten Idealen nicht umgehen können und daran kaputt gehen.
    Trotzdem bin ich grundsätzlich froh, “Ziele” zu haben und diese tagtäglich zu sehen. Würde mir trotzdem niemals eine App wie Facetune oder ähnliches installieren, da ich dann wohl jeglichen Selbstrespekt verloren hätte ;).

    Viele Grüße
    Hannes von http://www.laberblog.de

  • Reply Lisa 22. Juni 2015 at 19:40

    Ein wirklich super toller Post.
    Ich finde es gut das du dieses Thema anspricht und ganz besonders das Sport spaß machen soll und das niemand so aussehen sollte wie vielleicht andere das möchten sondern so das man sich selber mag und wirklich super wohl fühlt.

    Liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

  • Reply Franzi 22. Juni 2015 at 19:38

    Liebe Luise,
    ich finde deinen Post so wahr – man sollte Spaß am Sport und gesunder Ernährung, aber nicht zwanghaften etwas versuchen, was einem vielleicht manchmal den Spaß verdirbt.
    Meine beste Freundin ist schon super sportlich, seid ich sie kenne. Sie tanzt 5 mal in der Woche. Neuerdings geht sie zusätzlich 2 mal in der Woche laufen – alles nicht verwerflich, denn sie liebt es.
    Aber sie ist sowieso schon super schlank – und isst jetzt keine Kohlenhydrate mehr…bei jedem jetzt so seltenen Glas Wein sagt sie mir, dass man sich die Kalorien auch “mal gönnen” darf. Ich lobe natürlich nicht Alkohol in den Himmel, aber sollte man wirklich an Kalorien denken, wenn man ein Wein trinkt?
    Von allen Seiten bekommt man gesagt, dass Sport und Aussehen so wichtig sind – und Gesundheit, nur die bleibt da vielleicht manchmal doch auf der Strecke, eben wenn das ganze so zwanghaft wird.
    Ich hoffe, dass sich das bei meiner Freundin wieder normalisiert und dass durch diesen Fitness-Wahn niemand krank wird, sondern wirklich nur gesunder.

    Liebste Grüße,
    Franzi (https://instagram.com/franzibiesi/)

  • Reply Charlotte 22. Juni 2015 at 18:43

    Schöner Beitrag! Zunächst ist es sicherlich gut, dass der Trend sich weg vom abgemagerten ins sportliche bewegt. Jedoch finde ich, dass auch dieser Trend leider wieder ins Extreme geht. Wenn man Instagram öffnet, wird man mit Oatmeals, Reisgerichten, Bauchfrei- und Squad Fotos überschüttet. Auch immer mehr Youtube Kanäle thematisieren Ernährung – Food Diaries, Workout-Routinen, Tipps zum Abnehmen etc… Plötzlich zählen schon junge Mädchen Kalorien und wissen, was Makronährwerte sind.
    Schade finde ich auch, dass es dabei nicht vordergründig um den Spaß am Sport geht, sondern vielmehr um das Erreichen eines gewissen Ideals (Sixpack, dünne Beine oÄ) Natürlich wollen wir, wenn wir solche Bilder sehen dann erstmal auch “so” aussehen. Also wird der Sport eben gemacht – mehrmals die Woche. Dass jeder aber erstmal die Sportart finden muss, die ihm Spaß bringt und die er tatsächlich bereit ist, in seinen Alltag zu integrieren ist vielen nicht klar. Sport wird dann als reines Mittel zum Zweck verwendet, was im Endeffekt auch nicht zielführend ist.. Schließlich wird durch die ganzen Plattformen auch (besonders jungen Mädchen) suggeriert, dass wenn man den Sport fleißig betreibt, man auch “bald” so aussieht. Viele stürzen sich dann total ins training und wissen oft nicht, was sie da tun. Ich finde es insgesamt wirklich ein schwieriges Thema, jedoch sollte es doch erstmal an der Freude an Bewegung und Sport – ganz egal welche Art – gehen und nicht darum, auszusehen wie ein Fitnessmodel.

  • Reply Laura 22. Juni 2015 at 18:36

    Mit geht das ganze Fitness-Lifestyle Zeug im Netz total auf die Nerven. Deine Posts finde ich allerdings Klasse. Ich denke jeder ist am schönsten wenn er sich in deinem Körper wohlfühlt. Kate Upton ist so sexy und in der Fashionwelt ein “Moppelchen”, trotzdem hätte ich lieber ihre Figur als die eines Pariser-Models. Ich treibe auch Sport denn ich bin noch nicht zufrieden, aber ich finde das heutige Schönheitsideal ist schwer zu erfüllen. Du sollst schlank sein, Trainiert aber nicht so sehr das es männlich wirkt. Aber am besten noch schön weibliche Rundungen dazu (beim po mag das durch Muskeln noch funktionieren aber bei den Brüsten kann man nunmal nicht beeinflussen ob man da abnimmt oder nicht). Ich hoffe es kommt irgendwann mal nicht mehr so auf die Äußerlichkeiten an. Was ich aber am aller schlimmsten finde sind diese “skinny detox Tees” die einem jetzt auf jedem Instagramaccount begegnen. Dünne Mädels die den Tee zum entgiften (neeeein nicht zum abnehmen bzw wegen des Sponsorings) trinken und im nächsten Post dann pommes und Bruger futtern, das kommt ziemlich unehrlich rüber und ich finde es als Vorbild für jüngere (die es ja leider zu genüge auf insta und Co gibt) auch problematisch solche Werte zu vermitteln. Aber jedem das seine. Mein Liebster Fitnessaccount auf insta ist “hungrysa”! Letztes Jahr im Juli hat sie 150 kg gewogen, jetzt 85. ohne Programme ohne alles.

    Liebe Grüße Laura

  • Reply Kim 22. Juni 2015 at 18:18

    Ich habe mich auch im Februar im Fitnessstudio angemeldet und hatte erst die Befürchtung, dass ich zu denjenigen gehöre, die anfangs noch hingehen, aber dann schon keine Lust mehr haben!
    Aber ich habe auch nach einem Monat noch gemerkt, dass es mir wirklich Spaß macht. Es gibt Phasen, da gehe ich weniger hin, vor allem wenn ich viel um die Ohren habe, aber dann versuche ich zuhause ein paar Workouts zu machen. Heute habe ich es mal mit einem Dance Workout probiert, war sehr spaßig und effektiv :)
    Mir ist es persönlich wichtig, fit zu werden und das Gefühl zu bekommen, dass ich etwas geleistet und für mich getan habe!
    Auf die Schokolade, wie du, könnte ich jedoch niemals verzichten! Ich habe meinen Süßigkeitenkonsum zwar eingeschränkt, aber zuhause brauche ich immer etwas in meiner Schublade, weil das quasi mein kleiner Luxus ist, den ich mir täglich gönnen möchte :)
    Wobei es mir zur Zeit echt schwer fällt, weil ich mitten in der Klausurenphase stecke :D

  • Reply ein Mädchen aus einer Kleinstadt 22. Juni 2015 at 16:54

    Liebe Luise, ein sehr schöner und ehlicher Post. Ich finde es gut, dass du das Thema Sport ansprichst und selber Sport treibst, auch wenn du früher eher ein Sportmuffel warst. Könntest du mir bitte verraten, wie du diese Wandlung geschafft hast? Ich selbst bin eher ein Mensch, dem Sport kein Spaß macht, ich bin aber übergewichtigt und habe schon unendlich oft versucht mich gesund zu ernähren und auch Sport zu teiben. Das klppt dann auch – für eine Woche. Nie kann ich es lange durchziehen, auch wenn ich es wollte, und ich weiß nicht was ich da noch tun kann :/

    • Kleinstadtcarrie 22. Juni 2015 at 16:56

      Hey Liebes,

      genau, wie ich es im letzten Absatz beschrieben habe: sieh’ Sport nicht als “Muss” oder “Qual” – Du musst verstehen, dass es gut tut und am Anfang ist es hart, man muss sich selbst zwingen, aber nach einer geraumen Zeit, gehört es einfach dazu und bereitet Freude. Du merkst, wie Du Dich selber fitter fühlst. Schwierig ist nur der erste Schritt!

    • ein Mädchen aus einer Kleinstadt 22. Juni 2015 at 18:05

      Ja, das versuche ich auch, doch irgendwie fehlt mir an dem durchhaltevermögen :/ Da muss ich noch an mir arbeiten und es irgendwie versuchen.
      Ich hätte aber noch zwei Fragen an dich, und zwar, könntest du dir vielleicht ask machen? Denn es gibt so viele Sachen, die eigentlich Kleinigkeiten sind und man sie dich gerne fragen würde, für eine E-mail reicht das aber nicht aus, bzw. ist komisch, wenn man nur schnell eine Frage an dich hat, und sie dann in eine E-mail packen muss :)
      Und die zweite Frage ist, wann wirst du eigentlich bei VOX zu sehen sein, oder war es schon und ich hab es bloß verpasst? :O
      Liebe Grüße :)

    • Kleinstadtcarrie 23. Juni 2015 at 09:29

      Hallo meine Liebe :)
      Also ASK mach’ ich mir glaube eher nicht, da habe ich einfach zu viel schlechtes drüber gehört. Fragen könnt ihr mir aber gerne hier in den Kommentaren, auf Facebook, Snapchat oder Instagram stellen :-) Ich gebe immer mein bestes, alles zu beantworten!
      Und meine “Auf&Davon” Folge wurde noch nicht ausgestrahlt, ich gebe Euch bescheid <3

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Nina 21. Juni 2015 at 17:55

    Am Sonntag kaufst du dir ne Waffel mit Nutella. Als ob :D

  • Reply Kate 21. Juni 2015 at 17:43

    Ich bin selbst sehr sportlich, habe jedoch einen sehr muskolösen Körper. Ich finde diese Schönheitsideale eigentlich einen totalen Quatsch. Ok, einen flachen Bauch finde auch ich schön, ich bin aber nicht der Meinung das ein mega schlanker Körper schön ist. Persönlich finde ich muskolöse Körper schöner. Nicht nur bei Männern sondern auch bei Frauen finde ich gehören Muskeln einfach dazu.
    Die Art wie man trainiert hängt von jedem selbst ab. Manche gehen gerne laufen, andere bevorzugen rad fahren., viele gehen ins Fitnessstudio, andere machen Yoga zu hause, wiederum andere betreiben eine Sportart wie Leichtathletik, Ski fahren usw. Jeder muss seine eigene Methode finden, bei der er auch Spaß hat.
    Was ich schlimm finde ist, dass diese Schönheitsideale jungen Mädchen eingepflanzt werden. In der Zeit der Pupertät ist man so schon gestresst genug und dann soll man noch diese Schönheitsideale erfüllen. Ein totaler Blödsinn so was. Na ja unsere Gesellschaft verändert sich ja immer weiter und Trends kommen und gehen. In einem Jahr gibt es wieder andere Größen, die man erreichen sollte.

    lg Kate
    http://www.the-little-day-dreamer.blogspot.com

  • Reply Charlotte 21. Juni 2015 at 17:34

    Ich fand deine letzten Blogeinträge sehr gut! Sport scheint ein großer und wichtiger Teil deines Lebens zu sein und da das hier dein Blog ist, ist es doch natürlich, dass auch dieser Teil hier zur Sprache kommt. Wegen des ganzen Instagram_Hypes, ich habe da letztens länger mit meinem Mann drüber geredet: Das aktuelle Schönheitsideal ist noch unerreichbarer als das der, sagen wir frühen 2000er . Damals “musste” man “nur” dünn sein – jetzt soll man dünn sein, aber nicht zu dünn, durchtrainiert, aber kurvig, weiblich…Außerdem kommt noch erschwerend hinzu, dass das ganze “clean eating” Gerede meiner Meinung nach nur ein weiteres Diktat ist- Auch hier werden gewisse Lebensmittel dämonisiert. Gerade für Leute, die vielleicht essgestörte Tendenzen haben, kann das richtig triggernd sein. Ich mag Sport, ich bin seit Jahren vegetarisch (esse aber zum größten Teil vegan) und bin gerne bei Instagram unterwegs und trotzdem nervt mich das. Ich glaube, was wichtig ist, ist dass man sich in Erinnerung ruft, dass auch die Mädels bei Instagram nicht immer in super matching Sportoutfits unterwegs sind, dass die auch mal Nudeln mit Käse oder Ketchup essen und ohne sich abzuschminken ins Bett gehen.
    Sorry für den langen Kommentar, ich freue mich sehr, dass du das Ganze thematisierst und vielleicht dazu beiträgst, den Hype ien bisschen abflauen zu lassen. Danke :)

    • Kleinstadtcarrie 22. Juni 2015 at 16:14

      Hey Charlotte,

      Du musst Dich dafür doch nicht entschuldigen – ich freue mich immer über jeden Kommentar, besonders wenn er lang und ausführlich ist, wenn ich merke, dass sich da jemand Gedanken gemacht hat :-) Also: Danke!