Ich will mich nicht mehr anpassen, sagen alle im Chor

/15. März 2015/49 Kommentare

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Diese schönen Fotos immer. Das ist doch gar nicht mehr ehrlich. Zu blond, zu fröhlich. Es ist zu sonnig. Alles irgendwie so lieblich. Dein Leben ist doch rosarot. Kurzum: Ich sei zu perfekt.
Vorwürfe, die ich mir in letzter Zeit immer wieder anhören musste. Und normalerweise rege ich mich über Menschen auf, die auf jede kleine Kritik überschwänglich reagieren und sich wild fuchtelnd verteidigen. Dafür, dass man man selbst ist. Ich sage dann, man solle mal ruhig bleiben und vor allem selbstsicher. Aber das ist doch viel einfacher gesagt, als getan. Dann ist der Drang sich zu erklären, die Gedanken offenzulegen und sich selbst zu rechtfertigen, plötzlich viel größer. Also, Vorhang auf für eine Rechtfertigung und dazu gibt es noch ungefähr 1500 Zeichen darüber, was ich vom neusten Instagram-/Bloggertrend halte:

Ich bin selbstsicher. Definitiv. Und ich weiß, dass ich nicht schlecht aussehe. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich bin nicht hässlich. Ich bin zwanzig Jahre alt, verdiene mein eigenes Geld, studiere und habe es mittlerweile geschafft, mich nicht völlig sozial zu isolieren – sagen wir es so: ich habe mein Leben unter Kontrolle, weiß wo es hingehen soll und habe morgens Zeit, mich in Ruhe mit meinen High End Produkten zu schminken.
Bisher ging ich immer davon aus, dass meine Texte, in denen ich meine Ängste schildere, dass Bilder, auf denen ich ungeschminkt bin – zeigen würden, Euch zeigen würden, dass ich nicht perfekt bin und das auch gar nicht verkörpern will. Aber ich habe keine einzigen Pickel. Schaue immer lieblich in die Kamera. Ihr nehmt mir das nicht ab. Entschuldigt, aber ich entschuldige mich nicht für meine reine Haut. Trotzdem weiß ich natürlich, was einige meinen. Und ich will es nicht leugnen: ich kenne und beherrsche auch diese Grimassen, die trotzdem gut aussehen. Ich trage Jogginghosen, die stylisch aussehen. Eine SelfieSession kann schon mal 10 Minuten dauern und ich stelle mich immer auf Zehenspitzen bei Ganzkörperbildern.
Aber mal ganz ehrlich? Und ich glaube, das ist keine Überraschung: ich habe Bad-Hair-Days, ich bin launisch. Ich habe unzählige Macken, bin rechthaberisch, kann zickig sein, aber auch viel zu schüchtern. Und ich habe hässliche Jogginghosen und Komplexe! 
Aber ich weiß, wie ich in die Kamera strahlen muss, um das kurzzeitig zu vergessen, mir nicht ansehen zu lassen. Ich weiß, wie ich mich hinstellen muss, damit man nicht sieht, dass ich mein Fitnessprogramm in den letzten Tagen nicht mehr so diszipliniert durchgehalten habe, wie ich es noch vor zwei Wochen online ankündigte. Ich zeige meine Partyexzesse nicht im Internet, erzähl’ Euch keine meiner Männergeschichten – weil das KleinstadtCarrie ist und nicht Luise. Auf dem Blog soll dieser Teil von mir ein Vorbild sein. Für Euch, aber auch für mich selbst.

Immer wieder wird angeprangert, dass die Modebranche und die Internetwelt zu oberflächlich wären. Zu geleckt. Und plötzlich regen sich Instagrammädchen über Instagrammädchen auf. Wir alle können keine nackten Beine auf weißer Bettwäsche in noch weißeren Zimmern mehr sehen. Wir wollen die Realität. Wir wollen etwas Echtes. Ich will mich nicht mehr anpassen, sagen alle im Chor. Perfekt geschminkte Gesichter auf Youtube, Outfits die vor Markenzeichen nur so strotzen. Jeder Blogger will plötzlich echt sein und ehrlich und erklärt, dass die Interior Bilder nur so toll aussehen, weil alles, was nicht zum Bild gepasst hat, in einer anderen Ecke der Wohnung liegt. Ich lese von zu vielen Kilos. Wir sind doch alle so nahbar.
Versteht mich nicht falsch, ich bin für Ehrlichkeit. Ich bin für Emotionen. Ich will auf Streetstylebildern lachende Gesichter und keinen betont gelangweilten Augenaufschlag sehen. Ich klicke nur Blogs, deren Texte mich packen. Aber auf die perfekt arrangierten Instagrambilder in meinem Feed will ich nicht verzichten. Und ich erwarte bei einem Blog scharfe und gut gemachte Fotos. 
Was mich stört ist, dass ich das Gefühl nicht los werde, dass dieses „Ich bin jetzt ehrlich und natürlich und eigentlich gar nicht so perfekt“, jetzt der neue Triangel Bikini auf Instagram, die neue Rebecca Minkoff Tasche auf Blogs ist. Und da sind wir wieder, wo wir eigentlich schon längst waren. 
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich will keine Nahaufnahmen von Pickeln sehen, ich will nicht ständig die aktuellen Beziehungsprobleme meiner Lieblingsbloggerin hören und es interessiert mich nicht, in welcher Anordnung die Dreckwäsche nach dem Oufitshooting auf dem Boden landet. Und das ist für mich auch keine Leistung, wenn man die Linse plötzlich einfach mal auf das heimische Chaos hält. Das ist Alltag. Das kennt jeder von uns, hat jeder zu Hause. Dafür muss ich nicht meinen Laptop anmachen.

Zwar ist diese Modewelt, dieses Onlineuniversum, ja Scheinwelt mittlerweile zu meinem Arbeitsplatz geworden. Aber es ist noch viel mehr als das. Für mich ist das alles hier eine Traumwelt, die ich mir so herrichten kann, wie ich mir das wünsche. Hier kann sich jeder selbst überlegen, wie man sich geben möchte. Hier inszeniert man sich eben selbst. 
Ich schau’ mir gern Outtakes an, Behind-the-Scenes Bilder interessieren mich und auf Einblicke in Gefühlswelten will ich nicht verzichten. Aber lasst uns doch den großen Vorteil des Internets nicht vergessen: niemand sieht, was für Arbeit hinter dem gezeigten steckt. Lasst uns diese Leichtigkeit, die zwar dem Aufwand nicht immer gänzlich gerecht wird, aber dafür so wunderbar entspannend und inspirierend sein kann, beibehalten. Wir alle wissen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. 
Und deswegen schlendere ich auf den Bildern auch herrlich gemütlich über den Münchner Odeonsplatz. Wie ich mich an dem Tag gefühlt habe, verrat’ ich Euch jetzt nicht – würde ja meinen ellenlangen Ausführungen widersprechen. Aber: es war arschkalt und ja, auch ich muss meine Hose mal hochziehen. Super interessant, oder?

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Hose – Hollister / Pullover – Zara / Top – H&M / Tasche – Ralph Lauren / Mantel – French Connection / Schuhe – Forever21 / Schal – Burberry

Fotos – Annika Hö / annywhere photography

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49 Kommentare

  • Reply erwin lotte 27. März 2015 at 12:16

  • Reply erwin lotte 27. März 2015 at 11:15

    …ich mag Deine Art, zu unterscheiden…die intellektuellen Rationalisierungen dürfen Bestand haben, der emotionale Müll wird weggeworfen…ich entschuldige mich für jegliches negative Gefühl…wobei…auf diese Art wirst Du greifbar….egal, kurzum: die erste pickelfreie Zone im Internet…

  • Reply erwin lotte 27. März 2015 at 00:44

    …wenn Du ganz genau hinschaust, vielleicht weisst Du es ja schon, dann wirst Du eines Tages feststellen, dass es keinen Unterschied zwischen dem Internet und der realen Welt gibt…

  • Reply erwin lotte 27. März 2015 at 00:38

    …es war arschkalt……: Einfach klasse!!!…willkommen zuhause…liebe junge Frau…

  • Reply Astrid 24. März 2015 at 12:01

    Endlich eine Antwort auf all die Blogposts, die ich in den letzten tagen gelesen hab. Kann ich so unterschreiben! Danke.

  • Reply something simple 22. März 2015 at 00:00

    super post! vor allem die Fotos, total natürlich und spontan, find ich super!
    Lg 🙂
    http://somethingsimpleon.blogspot.de

  • Reply Kathi 19. März 2015 at 17:53

    Ein toller Post, der sich – trotz seiner für einen Blog (und da bin ich irgendwie gleich bei deinem Thema) – etwas schwereren Thematik leicht lesen lässt! Stimme dir in allem zu und freu mich auf weitere Posts!

    lg, Kathi
    http://www.ilvieebella.com

  • Reply Natalie 19. März 2015 at 11:45

    Naja das kann man leicht sagen. Manche Menschen können sich noch nicht mal von außen inszenieren und eine „Scheinwelt“ aufbauen, weil es ihnen so schlecht geht. Also halte mal den Ball flach. Du hast schon echt Glück

    • Kleinstadtcarrie 19. März 2015 at 19:27

      Hallo Natalie, das meine ich gar nicht! Es geht hier ausschließlich um Blogger und Instagramer, die Ihr Leben bisher immer perfekt inszeniert haben und plötzlich auf Krampf menschlich wirken wollen.

      Liebe Grüße an Dich
      Luise

  • Reply Sonja 18. März 2015 at 22:57

    Ein wunderbarer Post!
    Diese Absurditäten im Moment, wo ja alle so perfekt die Nicht-Perfektion inszinieren und präsentieren. Du triffst es mit deinem Text absolut.

    Liebe Grüße
    Sonja
    http://www.one-fiftytwo.blogspot.com

  • Reply Katharina 18. März 2015 at 14:07

    So ein schöner Post!
    Kann man nicht besser sagen 🙂

    Liebe Grüße,
    Katharina

  • Reply Patrizia 18. März 2015 at 08:19

    ich mag dich total, deine Texte sind so ehrlich und sprechen mir aus der Seele. Dieser Post ist so wunderbar!

    http://www.thesmallnoble.blogspot.de

  • Reply Nele 17. März 2015 at 16:44

    ich mag dich total, deine Texte sind so ehrlich und sprechen mir aus der Seele.
    Gerade kürzlich habe ich bei einer Bloggerin folgenden Abschnitt gelesen : „Meinen dreckig-gelben Teppich habe ich übrigens immernoch mit drin – aber den habe ich nicht mit draufgekriegt, ohne störende Kabel und Steckdosen im Bild zu haben und in der perfekten Bloggerwelt existieren solche Störelemente nicht, deswegen müsst ihr euch den Teppich dazudenken.“ – und ich dachte mir „wooow, wie super nahbar du doch bist. Gibst sogar zu, dass du den verdammten Teppich nicht mit auf das Foto gepackt hast“. Glanzleistung. Wo bleibt der Ehrlichkeitspreis? Ich kann wirklich sagen, dass ich es hasse, wenn Leute versuchen, auf Teufel komm raus total sympathisch und menschlich rüber zu kommen, quasi um ihre perfekt drapierten Instagram- und Blogbilder etwas runterzuschrauben, nur um bodenständig zu wirken. Ob sie abgenommen hat wollte jemand wissen? „Neeeein, ganz im Gegenteil“ antwortet sie, denn es wäre ja super unsympathisch gegenteiliges zuzugeben. Es ist wie ein psychologisches Spiel, dem ganzen Perfektionismus etwas menschliches und zerbrechliches aufzuzwingen, nur damit man weniger perfekt, und dadurch wahrscheinlich auch ein Stück weit weniger unsympathisch und ein bisschen weniger abgehoben wirkt.

  • Reply Märchenkind 16. März 2015 at 21:44

    Dieser Post ist so wunderbar! Ich verstehe manchmal nicht ganz, wie so viele auf dem Internet-Schein herumhacken – ja, natürlich hört man gern, dass andere Leute die gleichen Probleme haben, aber weiß man das nicht ohnehin? Und klar verfolgt man ab und an mit Interesse, wie bestimmte Projekte funktionieren, wie das Set aufgebaut war, aber eigentlich taucht man doch gerade in diese Alternativ-Welt Internet ein, um zwischen Inspiration, Freude und Schönheit kurz den Alltag zu vergessen und ein bisschen Glück zu finden. Fotos von chaotischen Zimmern tragen dazu eben nicht so wirklich bei, ich freue mich dann doch lieber auf eingefangenes Abendlicht und Lächeln.

    Alles Liebe,
    Mara

  • Reply Lisa 16. März 2015 at 21:10

    Wow, ein super schöner – ehrlicher – persönlicher und wahrer Blogpost!
    Er ist wirklich unglaublich gut geschrieben und das Video dazu gefällt mir auch richtig gut <3
    Freue mich wenn evtl. viele weitere so tolle Post/Videos onlone kommen.
    Denn man kann vielleicht von einer Traumwelt träumen doch das wahre Leben holt einen schneller wieder ein als man gucken kann.

    Ganz liebe Grüße Lisa

    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

  • Reply Nori 16. März 2015 at 17:38

    Liebe Luise,

    vielen vielen Dank für deine ehrlichen Worte und eine andere Sicht auf die Dinge!
    Ich denke, die meisten Leute sehen Blogs und Co. als Inspirationsquelle und lesen gerne über die schönen und – seien wir ehrlich – nicht unbedingt weltbewegenden Dinge. Einfach, weil es Spaß macht, weil jeder gerne mal in eine „Traumwelt“ flieht. Und warum auch nicht?
    Wichtig ist nur, dass eben niemand vergisst, dass diese Art der Darstellung nicht von morgens bis abends zutrifft. Denn in der Realität hat eben jeder mal Bad Hair Days, schlechte Laune oder einen vollen Wäschekorb. Was wir natürlich nicht unbedingt zeigen. 😉

    Alles Liebe aus Hamburg
    Nori

  • Reply Anna 16. März 2015 at 15:58

    Ein toller Post!! Ich finde es sehr wichtig bei Bloggern, dass sie irgendwie die richtige Balance zwischen Persönlichem und trotzdem noch dem „Oberflächlichen“ finde. Denn gute Blogs können meiner Meinung nach nun mal beides: Dich in die schöne Welt der Mode, der tollen Interiorbilder oder einem gesunden Lifestyle entführen und trotzdem deinen Alltag ein kleines bisschen beeinflussen, inspiereren, beziehungsweise zum Nachdenken anregen.

  • Reply Melina 16. März 2015 at 14:12

    Ich stimme dir in jedem geschriebenen Satz komplett zu!
    Strong&dedicated

  • Reply Anna 16. März 2015 at 12:15

    Mal wieder ein toller Post! Danke für so viel Ehrlichkeit 🙂

    https://lebenschaftlich.wordpress.com/

  • Reply Svenja 16. März 2015 at 11:31

    Ich mag deinen Blog und ich finde nicht das du unwirklich oder so etwas wirkst.
    Freue mich für dich das du eine schöne Haut hast und uns teilhaben lässt, auch an Bad Hait Days und Co.
    🙂

  • Reply Lina 16. März 2015 at 11:26

    Super, super toller Post! Danke Luise

  • Reply Henny 16. März 2015 at 08:45

    Luise, mach weiter so!
    Ich liebe Deinen Blog und Deine „Scheinwelt“, weil ich sie selber leider nicht mehr habe!
    Saludos desde España y todo lo mejor, Henny 🙂

  • Reply Moritz 16. März 2015 at 02:29

    Alle streben nach vermeintlicher Perfektion.
    Sehen sie jedoch etwas, was vermeintlich Perfekt ist, wird daran die Kritik gesucht.
    Leben und Leben lassen und es ist traurig, dass Menschen soetwas zu Problemen sterilisieren..
    Dinge, die garkeine tatsächlichen Probleme sind, sondern erhoben werden, nur um abzulenken.

  • Reply MATRJOSCHKA 15. März 2015 at 23:48

    Auch wenn du das anfangs nicht hören willst: Ich liebe diese Echtheit ABER nicht unbedingt in diesem Post. Eben immer, weil du das eben immer bist. Einige Male habe ich die Kritik in deinen Kommentaren gelesen und mir auch selbst vieles davon zu Herzen genommen. Es ist alles ein heikles Thema und man kann es den Leuten einfach nie Recht machen. Aber was du von diesem „neuen Trend“ berichtest, finde ich unglaublich interessant und doch so traurig. Du hast vollkommen Recht: Das Internet bietet perfekten Raum für Scheinwelten? warum auch nicht? Doch diese Scheinwelten können Lücken, Risse haben und du zeigst die deiner oft genug, bist auf jeden Fall glaubbar.

    Nicht runterkriegen lassen! Hab einen gelungenen Wochenstart 🙂

    Beste Grüße

    http://mtrjschk.blogspot.de

  • Reply Sabrina 15. März 2015 at 21:54

    Danke für den ehrlichen Post. Sowas muss auch mal gesagt werden!
    http://www.color-castles.com

  • Reply Laura 15. März 2015 at 21:46

    Ich würde sagen wie so oft in Leben sollte man auch hier die goldene Mitte wählen

  • Reply Lisa Blonde 15. März 2015 at 19:41

    Ich musste gerade bei Deiner letzten Aussage so schmunzeln – und dem dazugehörigen Bild. Ehrlich gesagt, kann ich auch nicht verstehen, warum gerade Du angeschuldigt wirst, zu perfekt zu sein. Ja, es stimmt. Im Moment scheint bei Dir gerade alles reibungslos zu laufen. Du trägst tolle Sachen und zeigst sie mit Würde auf den perfekt inszenierten Bildern. Aber eigentlich bist genau Du diejenige, die mir immer wieder aufs neue zeigt, dass jeder „Normalo“ aus seiner Leidenschaft etwas ganz Großes machen kann. Ich will damit nicht sagen, dass andere berühmte und bekannte Blogger weniger normal sind oder zu beginn ihrer Bloggerkariere waren, aber gerade wenn ich deine Anfänge hier auf Kleinstadtcarrie anschaue, wird mir bewusst, dass auch Du nur das Girl next door bist. Vielleicht sind diese Gedanken auch bei Dir nur so ausgeprägt, weil ich aus Deiner Region komme und Du sozusagen zum Greifen nahe bist. Aber okay, ich schweife ab…
    Was ich auf jeden Fall sagen wollte, ist, dass Du so ziemlich die einzige Bloggerin bist, die mich durchweg motiviert. Sei es in der Bloggerwelt oder banal im Schulalltag. Du lässt mich immer wieder spühren, dass man mit viel Hingabe, Arbeit und Zeit, wahnsinnig viel erreichen kann. Und das macht Dich für mich so bodenständig und besonders. Dadurch kann ich mich mit Dir identifizieren und glaube daran, erreichen zu können, was auch Du bereits gemeistert hast. 🙂

    Liebste Grüße,
    Lisa von Ash Blonde

  • Reply Verena 15. März 2015 at 19:07

    Richtig, richtig guter Post!
    Ich habe als erstes durch die Bilder gescrollt, ohne den Text zu lesen, und dachte mir da schon „Wie kommt Luise auf die Idee, ein Foto zu posten, wo sie ihre Hose hochzieht?!“ 😀
    Ich finde deinen Schreibstil auch sehr gelungen, mal ein bisschen „salopp“ und frei Schnauze, Daumen hoch dafür! Deine Meinung ist auf jeden Fall nachvollziehbar und ich finde es gut, wenn jemand ohne schlechtes Gewissen sagen kann „Ich bin hübsch, schlank und habe reine Haut, und dafür brauche ich mich nicht entschuldigen“. Ich finde es einfach nur bescheuert, mit Unvollkommenheit zu prahlen. Jeder hat seine Macken und Fehler, klar, aber es ist doch völlig menschlich, dass man diese nicht immer zeigen will (vor allem nicht im Internet!)
    Vielen Dank dafür, dass du das mal so deutlich aussprichst.
    Liebe Grüße 🙂
    Ach ja: und das Outfit ist sowieso ein Traum ♥

  • Reply Vivien 15. März 2015 at 19:07

    Ja – definitiv!

    Ich bin zwar gegen diese Massen an Instagram-Accounts die alle gleich aussehen, aber das hat nichts damit zu tun dass auf den Blogs, die ich gerne lese, und den dazugehörigen Instagramaccounts gerne schöne, „perfekte“ Bilder sehe. Das hat ja nichts damit zu tun, dass man nicht seine Persönlichkeit mit einfließen lässt oder alles gleich aussehen muss. Aber wieso plötzlich umschwingen zu unscharfen, unansehlichen Fotos, Themen, die keinen etwas angehen ..? Blogs sind eben da, um Mode zu präsentieren, um hübsch auszusehen, evtl. gewisse Botschaften zu übermitteln und um mit netten ansehnlichen Dingen gefüllt zu werden (in der Regel). Das ist kein privates Tagebuch und auch keine Sammlung verschwommener Handybilder letzter Nacht. Daher, einfach ja. Wo muss ich unterschreiben? 😀

  • Reply evi 15. März 2015 at 19:04

    ich stimme dir zu, auf Blogs ist es schön, in eine andere Welt einzutauchen. aber ich denke diese Trennung von Luise und Kleinstadtcarrie sollte vielleicht nicht allzu extrem sein. was die Männergeschichten angeht, bin ich zum Beispiel sehr neugierig 😉 und ein großes Kompliment für deine Fotos. seit sie von Fotografen gemacht werden, gefällt mir dein Blog viel besser!

  • Reply Ania 15. März 2015 at 19:02

    Luise, ich wünschte ich hätte mi Zeit alle deine Text zu lesen und zu kommentieren.
    Ich kenne dieses gefühl, dass man auf Insta auf einmal alles zu perfekt findet. Alle haben weiße Bettwäsche und schlafen ins sexy höschen, haben hellen Holzboden (oder eben eine Tapete, die danach aussieht) und jeder zeigt den Detoxtee neben den rosa Blumen. Ja solche Motive habe ich selber auch bei mir, aber irgendwan ist alles einfach zu gleich. Da machte das schauen, der Feeds keinen Spaß mehr. Jeder Account sieht gleich aus. Aber Pickel will natürlich auch keiner sehen. Man sollte einfach nicht vergessen, dass für Instgram alles in Szene gesetzt wird. Dafür ist es ja da… für unbearbeite Momente aus dem Alltag gibt es Snapchat 😉

  • Reply Lou 15. März 2015 at 18:43

    Mal wieder ein toller Text!
    Ich denke bei deinen Fotos auch oft, dass sie doch sehr perfekt sind! Aber nie in einem negativen Sinne! Du bist einfach Super hübsch und hast ne tolle Ausstrahlung! Das finde ich nicht unecht, sondern einfach schön!
    Und auch diese neue Debatte und den Wünsch nach mehr Realität bei instagram und Co versteh ich nicht so richtig! Wer das will, der soll es einfach machen. Aber jeder sagt es momentan, doch wirklich echter wird es doch nicht. Denn so richtig scheint es das wohl auch doch nicht zu sollen.
    Deine Ausführungen und Ansicht dazu, find ich jedenfalls sehr gut 🙂

    Liebe Grüße
    Lou

  • Reply Ruth 15. März 2015 at 18:43

    Ich finde dich und deine Texte sehr sympathisch!
    Ich würde auch nie meine (nicht vorhandenen) Pickel in die Kamera halten.
    Schöne Inszenierung ist mir wichtig, dass niemand perfekt ist, weiß ich auch so.
    Und ehrlich sein kann ich auch in anderen Texten!
    Liebe Grüße
    Ruth

  • Reply Luise 15. März 2015 at 18:36

    Genau wegen solchen Texten bist du eine meiner Lieblingsbloggerinnen <3 Danke für diesen tollen Beitrag. Alles was du geschrieben hast, würde ich genauso wiedergeben. Ich wünsche dir noch einen tollen Sonntag <3

    Liebste Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  • Reply Anja 15. März 2015 at 18:32

    Hey 🙂
    Ich gebe dir vollkommen recht. Mach das was du möchtest und zeig dich so wie du willst. Ich pflege seit Jahren das Motto: ich mache was ich will und es ist mir vollkommen egal was anderen denken, denn die Leute die mir wichtig sind (und umgekehrt) wissen schon Bescheid! 🙂
    Mach weiter so!
    Anja

  • Reply Marmormaedchen 15. März 2015 at 18:31

    Hee du!
    Ich finde es schön, wie ehrlich du dich hier zeigst – in dem du eben sagst, dass es auch andere Seiten gibt. Und du hast recht – niemand fährt seinen Laptop hoch, um die unordentliche Ecke des Wohnzimmers zu sehen. Oder mich, wenn ich krank bin und meine Lippen rissig und spröde und meine Haare fettig. Niemand will das sehen – ich ja noch nichtmal selbst. Ehrlich, ich bin Profi im Spiegel-meiden, wenn es sein muss. ^^
    Warum sollte das also jemand Anderes sehen wollen?
    Ich glaube, dass diese Kommentare vielleicht auch ein bisschen aus Neid entstehen. Du bist ein sehr hübsches Mädchen, strahlst Selbstbewusstsein aus, zeigst die tollen Seiten des Lebens mit schönen Bildern, einem fröhlichen Lächeln und vielleicht auch manchmal Markenkleidern. Du hast dein Hobby zu deinem Beruf gemacht und du fühlst dich wohl in deiner Haut. Und das sieht man – und es ist schön und inspirierend und ich sehe es gerne.
    Es sind tolle Bilder auf dem Odeonsplatz geworden. Ich liebe vor allem die Spitzen, die so frech aus deinem Pulli rausgucken. Und dein Lächeln. =)
    LG Marmormaedchen
    http://www.marmormaedchen.blogspot.com

  • Reply Ronja 15. März 2015 at 18:23

    Wahre Worte meine Liebe! Und toll geschrieben. Ich gestehe auch, dass mich dieser ganze „alles 100% echt“-Trend ein bisschen nervt. Denn als Bloggerin weiß man doch genau, dass es Bilder/illusionen/Träume sind, die wir da jeden Tag gezeigt bekommen und wissen wie damit umzugehen und reflektieren ist. Genau wegen der Träume, die da angeregt werden liebe ich die Bloggerwelt so.
    Einfach ein toller Post und ein wundervoll ehrliches Statement, mit super Bildern.
    xoxo, Ronja
    http://www.sothisiswhat.com

  • Reply Mona 15. März 2015 at 18:21

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich zum Beispiel habe erst seit kurzem Instagram aber was ich sehe sind meistens immer die gleichen Bildern, nur winzige, kaum merkbare Details sind anders. Interiorbilder werden immer von weißen Ikea-Teelichthaltern begleitet und mehr als die Hälfte hat die gleiche Kleiderstange im Zimmer stehen. Und das was du schreibst ist genau das Schlimme daran, jeder will unbedingt anders sein Man kann doch einfach zugeben dass man eben das mag was zurzeit vielleicht jeder mag ;). Ein Trend ist eben ein Trend und das wäre er nicht wenn er nicht von vielen verfolgt wird. Außerdem finde ich gut, was du zum Schluss noch betonst. Ich persönlich lese Blogs gerade deswegen um in eine Traumwelt abzutauchen, in ein perfektes Zimmer, das als Beispiel dient und woran man sich orientieren kann. Liebe Grüße ♥

  • Reply Dilara 15. März 2015 at 18:20

    Super schön geschrieben Luise..
    Ich möchte da garnicht viel mehr zu beitragen außer: Du hast so Recht!

    Liebste Grüße Dilara http://www.dilarafeenstaub.wordpress.com

  • Reply Jenny 15. März 2015 at 18:18

    Wow, du bist Toll! So ehrlich und so wahr! Perfekt sein ist nicht gleich makkelos sein… Und das hast du mit diesem Post sehr gut gezeigt. Ich finde ihn sehr gelungen und schön geschrieben.

    Liebe Grüße

  • Reply Anni von Positiviphy 15. März 2015 at 18:16

    Du hast recht. Mehr ist von meiner Seite aus dazu gar nicht zu sagen 🙂

  • Reply Sabrina 15. März 2015 at 18:15

    Ich denke das Problem ist gar nicht so sehr, dass die Leser keine schönen Bilder sehen wollen oder sich wirklich von der Perfektion getäuscht sehen. Das ist das selbe Prinzip wie in Hochglanzmagazinen. Ich schaue mir die Vogue und Landlust auch an, um wahlweise schön zurechtgemachte Menschen oder großartig hergerichtete englische Cottages zu sehen. Da meckert auch keiner und will einen Blick aufs ungeschminkte Modell oder in den Hauswirtschaftsraum des Cottages werfen.

    Blogs sind aber viel mehr als Hochglanzmagazine. Sie sind lebendig und können durch ihre Plattform viel beweglicher und wandelbarer sein – mitunter auch mutiger und experimenteller. Und das fehlt mir persönlich bei Modeblogs heutzutage. Sie schöpfen ihr Potenzial nicht aus, es wird mehr auf Uniformität gesetzt als auf das Experimentieren. Natürlich kann und soll nicht jeder (Mode)blog das Rad neu erfinden. Das ist schlicht unmöglich. Aber gleichförmige, festgefahrene Strukturen das ist einfach sehr schade bei der Fülle an Möglichkeiten.

    Und ich glaube, dass die Frustration bei einigen Lesern vor allem daher kommt. Wenn Blogs versuchen Hochglanzmagazine zu sein, sind sie zum scheitern verurteilt.
    Wenn jetzt alle der nächsten Gleichförmigkeit hinterherhecheln und Fotos mit schlechte sitzenden Jacken, verschmierter Wimperntusche und dem dreckigen Socken auf dem Boden im unteren rechten Bildrand machen, macht es das natürlich nicht besser.

    Es gibt tausend Verschiedene Nischen für Blogs. Die Modeblognische ist einfach stark überfüllt mittlerweile. Dass es da zu Wiederholungen, Schmähungen und Platzhirschgehabe kommt, liegt in der Natur der Sache. Das lässt den Wind vermutlich rauh werden.

    • Shari 31. März 2015 at 13:43

      Da kann ich dir nur zustimmen. Es ist nicht der Perfektionismus sondern die fehlende Lebendigkeit von der in den ganzen Kommentaren die Rede war.
      Mein Dozent sagt immer: Wer sich krampfhaft rechtzufertigen versucht, der verliert sein Gesicht. Das ist dir meiner Meinung nach hier passiert. Echtes Selbstbewusstsein zeichnet sich dadurch aus, dass man über solchen Dingen steht.

  • Reply Rena 15. März 2015 at 18:14

    Ehrlich gesagt bin ich zu 100 % dafür, dass man sich mit schönen Dingen umgibt! Denn ich glaube an den Grundsatz, dass Gleiches Gleiches anzieht und außerdem machen mir schöne Dinge auch schönere Träume 🙂 Ich habe es beispielsweise aufgegeben, Krimis zu lesen, denn warum soll ich mich mit Verbrechen beschäftigen, wo ich mir doch ein friedliches Leben wünsche? Und deswegen bevorzuge ich definitiv auch im Rahmen der sozialen Medien die schönen Dinge des Lebens und freue mich, dass es glücklicherweise weiterhin Blogs wie den Deinen gibt, welche die schönen Seiten des Lebens zeigen.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  • Reply Liska 15. März 2015 at 18:12

    Liebe Luise,

    du sprichst mir aus der Seele. Als ich den Titel deines Posts gesehen habe, muss ich ehrlich zugeben, dachte ich „nicht schon wieder diese Leier“. Ich lese mich gerne mal an Sonntagen durch meine ungelesenen Posts und hatte heute absolut das Gefühl, dass dieser Trend alles einnimmt. Gegen Ende habe ich diese Posts einfach nur noch genervt weggeklickt. Dass ich mir deinen durchgelesen habe, ist einfach dem Fakt geschuldet, dass ich so ziemlich alles das du postest lese. Auch diesmal hast du mich nicht enttäuscht. Ich bin froh, dass du deine Meinung so offen vertrittst und einem das Gefühl gibst einfach du zu sein und kein Püppchen. Übrigens bin ich gar nicht der Meinung, dass du „zu perfekt“ bist. Du teilst eben die schönen Seiten deines Lebens und ganz ehrlich? Wir haben doch alle genug Dreckwäsche zuhause liegen, da ist man doch froh einfach mal abschalten zu können. Lass dich nicht unterkriegen ;*

  • Reply Luu 15. März 2015 at 18:03

    Kann ich verstehen dass das nervt – solange du dich nicht perfekter gibst als du bist sind solche vorwürfe einfach nur quatsch.
    auch ich halte nicht meine pickel extra in die Kamera um „normal“ zu sein, wenn ich denn welche hätte 😀

  • Reply Lilli 15. März 2015 at 18:02

    Ein toller Post! Und du hast vollkommen Recht – Augenzwinker 🙂

  • Reply Petra 15. März 2015 at 18:01

    da oben stehen (bei den löwen rechts) is übrigens verboten 😛
    – und einer der besten plätze in der stadt, ge?

  • Reply Nadja 15. März 2015 at 17:50

    Ich finde auch, wenn deine Bilder oftmals perfekt erscheinen, verkörperst du super viel Natürlichkeit.. Ich liebe deine Texte, weil sie immer so wunderbar ehrlich sind und ich versteh nicht, wenn Leute sagen alles sei perfekt bei dir (oder auch bei anderen) – 1. ist nichts und niemand perfekt und 2. jeder der deinen Blog regelmäßig verfolgt merkt auch, dass dort hinter dem Bildschirm ein ganz normaler Mensch sitzt, der auch mal Liebeskummer hat, verletzt ist und vor allem merkt man, dass du jemand sehr nettes sein musst, find ich 😀
    Du stehst mit beiden Beinen im Leben, hast dir etwas aufgebaut auf was du stolz sein kannst und auch solltest, du bist wirklich hübsch und ich kann nur nochmal sagen: Ich liebe deine Texte.. 😀 Ich denke jeder der dich dafür anklagt „künstlich“ zu sein, sollte sich mal eine ganz große Scheibe von deinem Selbstbewusstsein abschneiden, aber natürlich nicht zu viel – sonst bleibt für dich nachher nichts übrig.. Oo 😀
    Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntagabend und bleib so wie du bist, denn dein Blog gefällt mir so wirklich sehr gut! 🙂