Januar in Worten

/4. Februar 2015/17 Kommentare

Liebes Tagebuch,
ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen meiner Tagebucheinträge so begonnen habe. Es muss eine halbe Ewigkeit her sein. Aber ganz egal, wie ich es beginne – es gibt für mich kaum ein befreiender Gefühl, als das Niederschreiben meiner Gedanken, Gefühle und Ängste. Mittlerweile liegen fünf Bücher mit dichtbeschriebenen Zeilen, sicher verwahrt, in meiner Schublade.
Ein paar Ausschnitte aus dem vergangenen Januar möchte ich, wie jeden Monat, mit Euch teilen.

collage

„Das Erwachsen werden ist zum kotzen. Ich möchte nicht abstumpfen!“

 

„Ist es das Leben, was ich mir vorstelle? Will ich so sein? Ist das bewundernswert? Vorbildlich? Will ich meine Zeit nicht eigentlich ganz anders verbringen?“

 

„Als wär‘ nie etwas gewesen. Nie etwas passiert. Als hätten wir nie gefühlt. Vollbremsung.

Ist jemand zu Schaden gekommen? Die Langzeitfolgen kennen wir noch nicht.“ 

 

„Ich höre jetzt endlich mal auf meine eigenen Ratschläge!“

 

„Bin ich so leicht zu vergessen?“

 

„Er ist mir so fremd und so vertraut wie noch nie.“

 

„Nicht aufgeben,  bloß  nicht verabschieden. Ich bin feige. Nichts neues.“

 

„Ich wirke gefasst, sagen sie. Ist das dieses Erwachsen werden, von dem alle sprechen? Diese Professionalität, nach der ich immer gestrebt habe? Oder habe ich dieses eine Mal tatsächlich dazu gelernt?“

 

„Aber ich kann damit umgehen. Ich weiß, dass ich diesen Kampf immer gewinnen werde.
Aufgeben ist keine Option. Der Kampf ist erst vorbei, wenn ich gewonnen habe. (…)
Und dieses mal brauche ich kein Publikum, kein Mitleid.“ 

Bilder via Tumblr

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17 Kommentare

  • Reply Alwi 19. Februar 2015 at 01:07

    “Das Erwachsen werden ist zum kotzen. Ich möchte nicht abstumpfen!”

    Dieser Gedanke meinerseits hat mich dazu gebracht, mir nach Wochen endlich mal wieder die Zeit zu nehmen deinen wundervollen, inspirierenden und irgendwie auch tröstenden Blog zu besuchen.
    Du wirst wirklich immer besser, wobei ich schon damals dachte, es gäbe nicht viel mehr zu verbessern.

    Zurück zu deinem Zitat:
    Was schützt uns nur vor diesem abstumpfen? Ist es das worauf wir als Kinder so lange gewartet haben? Das „tolle“ Erwachsensein. Da will ich doch lieber bei meiner kindlichen Neugier bleiben, und dennoch fällt es mir manchmal schwer dem Alltagstrott zu entfliehen.

  • Reply Johanna 8. Februar 2015 at 19:47

    Es ist immer wieder schön, deine Gedanken zu lesen, Luise.
    Und das ist nicht so gruselig gemeint, wie es vielleicht klingt 😉

    Es ist einfach schön zu sehen wie du, die mit der perfekten Fassade auf dem Blog und auf Instgram auch traurige und nicht so gute Phasen hast.
    Es macht dich sehr menschlich und sympathisch!

    Liebe Grüße, Johanna

  • Reply Carolin 8. Februar 2015 at 14:59

    Ich finde es toll, dass du Einblicke in deine Gedanken gibst!
    In einigen Punkten finde ich mich wirklich wieder, gerade was das Erwachsenwerden angeht…

    Liebe Grüße

    http://nilooorac.blogspot.de

  • Reply P. 7. Februar 2015 at 10:31

    Für mich ist es auch total beruhigend, Tagebuch zu schreiben… Dein Post ist wie immer toll geschrieben. 🙂
    Liebe Grüße, P. von http://www.fullofmoments.blogspot.de

  • Reply Annette 6. Februar 2015 at 19:47

    Hey du Liebe,
    ich bin durch Zufall über deinen Blog gestolpert 🙂 ich lese ihn total gerne! ♥ vielleicht hast du ja auch mal Lust bei mir vorbeizuschauen, würde mich freuen!
    Liebe Grüße,
    Annette von http://annette-k.blogspot.de/

  • Reply Kristina 5. Februar 2015 at 19:42

    Sehr schöne Gedanken und toll verfasst!
    Du hast wirklich ein Talent dazu :*

    Liebst.
    http://femmebrunette.blogspot.de/

  • Reply Paulina 5. Februar 2015 at 19:23

    Was für ein schöner Post!:)

  • Reply Dilara 5. Februar 2015 at 13:30

    Sehr schöne Worte, die du da gefunden hast. Ich finde ja, man sollte sich nicht zu viele Gedanken um sein Leben machen und sich nicht jeden Tag aufs Neue diese quälenden Zukunftsfragen stellen.

    Liebe Grüße Dilara

    http://www.dilarafeenstaub.wordpress.com

  • Reply sophiahenrike 5. Februar 2015 at 10:09

    Viele schöne Worte und tolle Bilder! Weiter so!

    http://a-little-bit-ladylike.blogspot.de

    http://instagram.com/sophiahenrike/

  • Reply MATRJOSCHKA 4. Februar 2015 at 22:11

    Interessante Gedanken, allerdings wahnsinnig deprimierend geprägt und dafür wunderschön nachdenklich. Ich wünschte zwar, dass auch ein paar jubelnde und positivere Worte dabei wären, dass der Post gelungen ist, lässt sich trotzdem nicht verleugnen.

    Allerliebst!

    mtrjschk.blogspot.de

  • Reply Phia 4. Februar 2015 at 20:51

    Wahnsinnig interessant, so einen Einblick in deine Gedanken zu bekommen, ein wunderbarer Denkanstoß!
    Liebst! <3

  • Reply Sophia 4. Februar 2015 at 17:43

    Best Blog as always! <3

  • Reply Ani 4. Februar 2015 at 17:25

    Oooh wie sehr ich mich doch in deinen Zeilen wiederfinde!

    ani von ani hearts

  • Reply Luise 4. Februar 2015 at 17:17

    Ein toller Blogpost – ich mag deine ehrlichen Worte immer total.

    Liebe Grüße
    Luise von http://www.just-myself.com

  • Reply Lisa 4. Februar 2015 at 16:24

    Wow, so schön geschrieben. Jetzt denke ich tatsächlich darüber nach auch ein Tagebuch anzufangen:)

  • Reply Marie 4. Februar 2015 at 15:57

    Wow, einen so ehrlichen Post habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Gut geschrieben!

    Liebe Grüße,
    Marie