Von Zeitmanagement, Prioritäten und schlechtem Gewissen

/3. November 2014/42 Kommentare

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Zeitmanagement ist alles. Ihr fragt mich so oft, wie ich meinen Alltag organisiere, wie ich Uni und Bloggen und Freunde, wie ich mein Leben unter einen Hut bekomme. Aber ich würde lügen, wenn ich euch sagen würde, dass ich genau das perfektioniert habe, aber Zeitmanagement ist alles. Und ich meine, dass das schon ziemlich gut klappt bei mir. Ich bin so stolz, dass ich meinen Tag minutengenau geplant habe und der dann auch genau so verläuft. Ich schreibe seit Jahren Listen, setze mich abends an den Schreibtisch um einen Überblick zu bekommen, was am nächsten Tag ansteht, bereite mich darauf vor, schreibe mir alles genau auf. Ich habe mir bereits Busse und Bahnen rausgesucht, überlegt, wo ich parken könnte. Bereite Brotdosen vor, packe Taschen , stelle Wecker.
Genau so mache ich es tagtäglich. Ich habe mein Leben im Griff. Selbst an einem Sonntag.

Wir saßen bis 4:34 Uhr am Kischentisch. Haben uns unsere Herzen ausgeschüttet. Und sind dann irgendwann  eingeschlafen. Fünf Stunden später war ich wieder munter. Ich habe die Augen noch gar nicht richtig geöffnet, aber der Laptop strahlt mich bereits an. Der schläft nämlich neben mir seit mein Freund weg ist. Meine Freundinnen müssen mich überreden, dass ich mit ins Kino komme. Das sind drei, vielleicht vier Stunden. Ich habe immer und überall die Kamera dabei, zücke das Handy, den Notizblock. Bin mit den Gedanken zumeist schon beim nächsten Termin.
Und jetzt sitze ich hier und frage mich, wann aus Motivation, aus Ehrgeiz dieses Verhalten wurde. Weil ich das nicht abstellen kann. Ich kann meiner innere Uhr, die mich nach 5, vielleicht 6 Stunden Schlaf gnadenlos weckt, nicht einfach ausschalten. Ich weiß nicht, wie ich meine Gedanken, die sich ständig um noch zu beantwortende E-Mails, noch zu machende Fotos, Deadlines drehen, leiser stellen kann.
Es gibt jetzt genau zwei Möglichkeiten. Entweder ich übernehme „Freunde treffen“, „Familie besuchen“, „geh mal wieder in’s Kino!“ in meine To-Do-Listen, schreibe „Heute von 14:34 bis 15:50 Uhr lesen“ auf bunte Post-its. Nichts käme mir makaberer vor. Ist es so weit, dass ich eine alberne Notiz brauche, um mich daran zu erinnern, dass ich meine Freunde wieder sehen muss? Was ist mit mir los, dass ich meine Seele dazu zwingen muss, dass ich mir ein Zeitfenster schaffen muss, um mir selbst etwas Gutes zu tun, aber eigentlich gar keinen Wecker brauche, um früh aus dem zu kurzen Schlaf zu erwachen? Oder ich muss einfach wieder lernen nein zu sagen. Nein zu meiner überzogenen Motivation am Freitag Abend. Nein zu noch einem weiteren Job, bei dem ich mich ohne hin unwohl fühle. Und ja zu dem, was mir neben diesem Job hier, so unheimlich gut tut. Ich muss meine Prioritäten, zumindest am Wochenende, wieder richtig stellen. Und sobald die Sonne durch mein Fenster scheint denken: „Oh ja, ab in die Stadt mit meinen Mädels!“ und nicht mehr „Wo könnten wir denn heute mal welches Outfit ablichten?“ – obwohl bereits vier unveröffentlichte Bildstrecken auf meiner Festplatte in petto habe. Die Zeit mit meinem liebsten Menschen zu verbringen. Die ich – meines Erachtens nach – in der letzten Zeit einfach zu oft vernachlässigt habe.

Ich erinnere mich an Anfang diesen Jahres, ich wollte einen Post schreiben, in dem es darum geht, dass man auf die kleinen Signale, die einem der eigene Körper sendet, hören muss. Dass man sich gelegentlich die Seele streicheln muss, dass man zur Ruhe kommen soll, wenn die Gliedmaßen streiken und der Kopf brummt. Vielleicht sollte ich mir das wieder vornehmen und mir anschließend selbst ganz genau durchlesen! Danach den Laptop zuklappen, die perfekt gelockten Haare ein bisschen verwuscheln und mich mit meinen Freundinnen auf der Couch einnisten. Mit Pizza und guten Filmen und ohne schlechtes Gewissen.

hemdIMG_8138Hemd, Leggings – Asos / Schuhe – Stradivarius / Mütze – C&A / Tasche – Accessorize / Uhr – MichaelKors / Kette -Zara
Foto – Frederic Bloch

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42 Kommentare

  • Reply Mein psychisch gestörter Schweinehund | Blackperfection 21. Dezember 2014 at 21:52

    […] In Anlehnung an den Artikel von Kleinstadtcarrie (hier zu lesen): […]

  • Reply Top of the week | Blackperfection 21. Dezember 2014 at 21:41

    […] Den Beitrag von Kleinstadtcarrie über Zeitmanagement. Alles was Luise schreibt über das Überreden mit ins Kino zu kommen, das […]

  • Reply Johanna 8. Dezember 2014 at 17:52

    Liebe Luise,
    Vielen Dank für deine Posts. Du sprichst mir aus der Seele. In letzter Zeit geht es mir genauso, wie in dem Artikel beschrieben. Hoffentlich lässt sich das zum neuen Jahr hin ändern! 🙂
    Dein Talent zum Schreiben, kombiniert mit deinen schönen Fotos, machen das Lesen deines Blogs für mich immer zu etwas Besonderem.
    Liebe Grüße,
    Johanna

  • Reply Kristiane B. 7. Dezember 2014 at 17:10

    Hallo Luise!

    Ich bin erst heute Mittag über Joanas Blog hier her gekommen und muss sagen, ich bin erstaunt.
    Du bist so unglaublich toll, hast Talent zum Schreiben und bist nebenbei extre hübsch.

    Du sprichst mir und so vielen anderen Leuten mit deinen Texten aus der Seele.

    Ab sofort bist du ganz oben in meinem Lesezeichen-Ordner gespeichert und freue mich, was für Posts uns in der nächsten Zeit erwarten! 🙂

    Viele viele Grüße,
    Kristiane

  • Reply Eva 10. November 2014 at 22:16

    Liebe Luise,

    eigentlich äußere ich mich auf öffentlichen Plattformen nicht wirklich, ich genieße lieber und schweige..
    aber dir muss ich es jetzt einfach mal sagen!

    Ich frag mich wie man so ein riesengroßes Talent zum Schreiben haben kann!

    Deine aneinandergereihten Wörter klingen immer wie ein Gedicht und bei jedem Satz geht einem einfach das Herz auf..
    Du schreibst so wahr und so ehrlich, man hört beim Lesen deine Stimme im Ohr klingen wie du diese wunderschönen Dinge erzählst..

    Ich kann das alles leider garnicht richtig beschreiben, aber mir bleibt immer wieder der Mund offen stehen, das was du tust ist so wundervoll, du bist so wundervoll!

    Bitte hör niemals damit auf, du bist so talentiert und machst unzählige Menschen damit sehr glücklich!

    Ich hoffe du liest das hier und freust dich ein bisschen,

    In Liebe,
    Eva

    • Kleinstadtcarrie 10. November 2014 at 22:39

      Eva,

      ein bisschen???? Euer Feedback ist einfach der Wahnsinn in den letzten Tagen. Jedes Mal bin ich so berührt und würde am liebsten weinen – aber ich will ja froh sein und weiter schreiben!
      Ich danke Dir, dass Du Dir die zeit genommen hast, mir diese lieben Worte zu schreiben!

      Ich wünsche Dir alles Gute
      Luise

  • Reply Top of the week « Kaiserins neue Kleider 9. November 2014 at 10:05

    […] Den Beitrag von Kleinstadtcarrie über Zeitmanagement. Alles was Luise schreibt über das Überreden mit ins Kino zu kommen, das […]

  • Reply Gaby 8. November 2014 at 23:12

    Arbeiten für etwas, für was man brennt ist ohne Frage toll!
    Erfolgreich sein sicher auch!!!

    Aber Dein Post klingst als würdest Du selbst dabei fast auf der Strecke bleiben….
    Du bist noch so jung……..Eigentlich ist das doch DIE Zeit im Leben in der das Leben leichter sein sollte….?! Spontaner….freier….

    Ich denke, es ist wichtig zu unterscheiden was einem WIRKLICH wichtig ist und was nicht…..
    Freiräume sind wichtig…..irgendwo muss ja der Akku wieder aufgeladen werden….

    Dein Blog ist toll!

    Liebe Grüße
    Gaby

  • Reply Mein psychisch gestörter Schweinehund « Kaiserins neue Kleider 7. November 2014 at 15:40

    […] In Anlehnung an den Artikel von Kleinstadtcarrie (hier zu lesen): […]

  • Reply Nathalie 6. November 2014 at 17:52

    Sehr schön geschrieben und tolles Outfit.. Was du zu viel hast an Ehrgeiz ect habe ich zu wenig. Ausser 9 Std auf der Arbeit zu sein und am Wochenende meinen Liebsten zu sehen passiert nichts, wenn ich bei mir zu Hause bin.. Sobald ich allerdings bei meinem Liebsten zu Hause bin, geht die Luzie ab.. schon komisch und sehr anstrengend für mich.. Ich bin auch im Moment dabei, mein Leben hier zu Hause umzukrempeln und mal mehr mit meinen Freunden zu machen – obwohl ich eigentlich geplant habe jedes Wochenende zu meinem Liebsten zu fahren.. Verzwickte Sache..:s Aber du schaffst das, vor allem wenn dein Freund wieder zu Hause ist:) Alles Gute und macht weiter so mit deinem Blog♥ Ein bisschen Zeit für sich selber ist echt wichtig.. eine gute Freundin von mir, ist leider krank geworden von den ganzen Terminen die sie ständig hat, da sie keine Zeit für sich einplant… Pass auf dich auf:*

  • Reply Mareike Sophie 5. November 2014 at 23:22

    Die Bilder sind mal wieder wunderschön 🙂

    Liebste Grüße. MS
    http://wthpassion.blogspot.de

  • Reply patrizia 5. November 2014 at 17:19

    sieht süß aus mit der mütze!

    gelungener post!

    http://urbanfashiondiary.wordpress.com

  • Reply Céline 5. November 2014 at 13:03

    Ich glaube es gibt nichts wichtigeres. Seit Juni arbeite ich in zwei Jobs, bin umgezogen, in vier Länder gereist und nebenbei mein Leben so durchgezogen. Bis es irgendwann nicht mehr geht, man zurück schaut und merkt, dass man in den letzen Monaten zum Zombie geworden ist und nur noch macht, weil man muss. Aus diesem Karussel auszusteigen und wieder für sich zu sorgen, ist für die Gesundheit einfach unerlässlich. Schön, dass auch du das gemerkt hast.
    Pass auf dich auf! 🙂
    Liebe Grüße,
    Céline von http://electricfeel-now.blogspot.de/

  • Reply BrinisFashionBook 4. November 2014 at 21:05

    Toller Post – ich finde mich da sowas von wieder. Ich kann auch nicht mehr ausschlafen, habe immer so viel vor und die Zeit reicht dann oft auch trotz ToDo Liste nicht aus 🙁

    xx, Brini
    http://brinisfashionbook.com/2014/10/31/a-linien-rock/

  • Reply FashionqueensDiary 4. November 2014 at 19:06

    Ich habe erst einen ähnlichen Beitrag geschrieben. Es ist manchmal nicht so leicht die richtige Balance im Leben zu finden und ein Leben strikt nach Plan ist meiner Meinung nach kein schönes Leben. Wo ist da der Platz für Spontanität?

  • Reply Sarah 4. November 2014 at 17:46

    wo wurden die bilder abgelichtet? 🙂

    • Kleinstadtcarrie 5. November 2014 at 00:15

      Hallo Sarah, das ist am Sachsenplatz in Dresden und dann am Elbufer entlang 🙂

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Lea 4. November 2014 at 15:58

    Mal wieder traumhafte Bilder ♥
    Mittlerweile habe ich aufgehört mir To Do Listen, oder ähnliches zu schreiben, halte es leider eh nie ein 🙁

    http://www.redlipsandblueberries.blogspot.de

  • Reply Mici 4. November 2014 at 14:18

    Ich muss sagen, dass ich da halbwegs ähnlich ticke… aber doch nicht so ganz.

    bei mir ist das so, dass ich es nicht aushalte, wenn ich an einem Tag nichts „sinnvolles“ getan habe.
    Aber Sinnvoll enthält in dem Fall auch „freunde treffen, was für die uni machen, arbeiten, wohnung aufräumen, bloggen, fotografieren etc…“ – also auf jeden fall, dass man am ende vom tag sagen kann: Ich hab X, Y, und Z gemacht und nicht nur „.hmmmmm hab rumgegammelt“

    • Kleinstadtcarrie 5. November 2014 at 00:16

      Hey Mici,

      jaaa, so gehts mir auch 🙂 Bloß dass ich eben momentan das Problem habe, dass ich unbedingt etwas für die Uni oder für den Blog gemacht haben muss, damit ich „mit mir zufrieden bin“. Ich hoffe, dass ich das ablegen kann!

      Fühl Dich umarmt,
      Luise

  • Reply Amy 4. November 2014 at 11:51

    Ich kann mich gut mit deinen Worten identifizieren. Meine Tage sind meistens auch spätestens am Abend vorher grob geplant. Ich brauche diese Listen und Terminplanern einfach, damit ich das Gefühl habe, zu stressigen Zeiten nicht die Kontrolle zu verlieren. Aber manchmal muss ich mich auch zwingen einen Gang zurückzuschalten, um nicht an Spontanität verlieren.

    Übrigens veranstalte ich gerade ein Gewinnspiel auf meinem Blog! Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mitmachen würdest 😉

    LG
    Amy

  • Reply Juliane 4. November 2014 at 01:59

    Ich ticke da irgendwie komplett anders. Bei mir gibt es keine Listen, keine genauen Pläne. Ich lebe spontan in den Tag hinein und nehme die Dinge so wie sie kommen. Meine Tage sind nie genau durchstrukturiert, weder wenn ich für die Uni lerne, noch wenn ich Freizeit habe. Die einzige Ausnahme bildet da wohl mein Nebenjob, der mir natürlich eine feste Arbeitszeit vorgibt.
    Ich stelle mir dieses permanente Gefühl das „Leben im Griff haben zu müssen“ wie du es nennst, ehrlich gesagt auch mehr als anstrengend vor. Vielleicht sogar zu vorhersehbar? Ich möchte nicht am Abend schon wissen, wie mein nächster Tag bis auf die kleinste Minute aussehen wird. So unterschiedlich können Menschen zum Glück sein, nicht wahr? Dein Ehrgeiz ist auf jeden Fall bewundernswert. Achte bitte nur darauf das er dich nicht fertig macht. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass du es wieder schaffst / lernst dir Freiräume und Zeit mit deinen Freunden und Liebsten in deine Zeit mit einzuplanen. Damit du auch mal wieder zur Ruhe kommst. Meine Daumen sind auf jeden Fall gedrückt.

    Alles Liebe
    ♡ ♡ ♡
    Juliane

  • Reply nathalie 4. November 2014 at 01:24

    wie immer tolle bilder & ein sehr gelunger text !
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  • Reply Jaqui Nagy 4. November 2014 at 00:00

    Dein Drang zu Arbeiten zeigt ja nur, dass du für diese Sache brennst. Es wäre ja schlimm, wenn es nicht so wäre oder?
    Ich mache es manchmal so, dass ich mir auf meine Listen schreibe „lesen“ oder „mit XV treffen“. Zumindest am Anfang, der Rest kommt dann mit Sicherheit von selbst 😉

  • Reply Leonie 3. November 2014 at 23:07

    Ich bin ehrlich gesagt ganz anders als du Luise und kann mich so überhaupt nicht mit dir identifizieren. Ich starte oft den Tag und weiß einfach noch gar nicht wie dieser aussehen wird. Klar, ich muss auch zur Uni, lernen, kochen, Dinge erledigen, aber das sind alles nur verschwommene Bilder, die halt „irgendwann“ an dem Tag umgesetzt werden müssen. Dein Text löst zwei da zwei Hauptemotionen aus. Einmal ein schlechtes Gewissen. Ich könnte so viel produktiver sein, so viel mehr schaffen, erfolgreicher sein. Wenn ich ein bisschen mehr Luise in mir hätte. Andereseits bin ich erleichtert. Dass ich mich nicht selbst erinnern muss zu lesen, mit Freundinnen zu quatschen, einfach die Dinge zu tun die ich liebe. Dass mein Leben nicht streng durchgetaktet ist.
    Aber muss man unser verschiedenes Verhalten bewerten? Sagen was besser oder schlechter ist? Ich glaub nicht! Wir sind da einfach verschieden und das ist gut so! Wir würden wahrscheinlich zu zweit ein Dreamteam abgeben. Du würdest mich motivieren, mitziehen, ich dich mal festhalten, zur Ruhe bringen. Oder wir würden uns tierisch auf die Nerven gehen. 😀 Könnte auch gut sein.

    • Kleinstadtcarrie 5. November 2014 at 00:18

      Hey Leonie,

      hihi oh man, da muss ich mir mal eine Scheibe bei Dir abschneiden!
      Ne, ernsthaft – also so einen Plan brauch‘ ich schon immer, fühle mich sonst nicht wohl, kann das nicht so mit dem „in den Tag leben“.
      Mein Freund zB ist da viel entspannter – bin froh, wenn er wieder da ist und mich ein bisschen runter holt 🙂

      Liebst
      Luise

  • Reply Fashion Rookie 3. November 2014 at 22:41

    Du sprichst mir aus der Seele !
    Ich denke mir so oft, dass ich noch so viel zu tuen habe sei es der Blog , Schule oder privates .
    Und dann fehlt oft einfach die zeit nur mal auf der Couch ein Buch zu lesen.

    xx Julia

    http://followthefashionrookie.blogspot.de/2014/11/outfit-petrol-blue-plaid.html?m=1

  • Reply Anna 3. November 2014 at 22:20

    Mein Gott, 5-6 Stunden Schlaf? Da bin ich ja fast neidisch, weil dein Tag viel länger, als meiner ist 😀 Aber den Rest kenne ich auch gut, wobei ich eher zu viel Zeit mit unwichtigen Sachen verschwende und dann, neben Uni, Arbeit usw. nicht mal mehr zum Lesen komme, obwohl ich es so unendlich liebe. Da würde ein Plan und To-Do-Listen sicher Abhilfe schaffen…

    • Kleinstadtcarrie 5. November 2014 at 00:19

      Hey Anna,

      also ja ehrlich, ich liebe das frühe Aufstehen so sehr. Dann habe ich meistens „früh“ um 10 schon meine halbe Liste abgearbeitet! Ist ein tolles Gefühl 🙂 Muss aber vielleicht nicht jeden Tag sein hihi

      Liebst,
      Luise

  • Reply Verena 3. November 2014 at 20:59

    Dieser Text kommt für mich irgendwie genau zum richtigen Zeitpunkt!
    Ich schwanke zur Zeit zwischen zwei Extremen: Zum einen bin ich ein „To-do-Listen-Junkie“ (ich schreibe mir sogar auf, wann ich mir Zeit für ein Buch oder eine kurze Entspannungsübung nehme), zum anderen war ich in den letzten Wochen öfter mal krankgeschrieben und in so einer Situation neige ich dazu, den ganzen (!) Tag auf dem Sofa zu liegen und zum 10000 Mal Sitcom-Wiederholungen anzugucken.
    Also entweder finde ich gar keine freie Minute, und wenn ich mal frei hab, vergeude ich diese Zeit.. ich muss langsam mal daran arbeiten, ein gesundes Mittelmaß zu finden.

    Übrigens, dein letztes Video finde ich sooo toll! Ich habs mir bestimmt 5 mal angeguckt, du wirkst darin einfach so natürlich und sympathisch 🙂

    • Julia 5. November 2014 at 15:43

      Verena, mir geht es genauso!!! Von einem Extrem ins andere… Habe dann oft das Gefühl, dass das mit dem vergeuden der freien Zeit damit zu tun hat, dass man zu den nicht-freien Zeiten so Gas gibt und dann einfach zu nichts mehr Energie hat… Danach habe ich dann aber meist ein schlechtes Gewissen die Zeit nicht genutzt zu haben.

  • Reply MATRJOSCHKA 3. November 2014 at 19:46

    In letzter Zeit passen deine Texte und deine Meinung, wie die Faust auf`s Auge zu meiner Situation! Genau dafür habe ich mir während meiner freien letzten Woche Zeit genommen: Prioritäten setzen, herausfinden, was mir noch wichtig ist und was nicht! Ich bin ein Kontrolfreak geworden. Für jede Kleinigkeit habe ich eine To-Do-List. Ich habe alles im Griff, aber wenn mir etwas mal nicht gelingt, dann bin ich sofort überfordert und deprimiert. Gut ist das alles sicher nicht mehr! Aber du hast Recht und genau das sollte ich/solltest du/sollten wir alle in die Tat umsetzen: Zeitmanagement, ja! Prioritäten setzen, ebenfalls!

    Viele Grüße

    mtrjschk.blogspot.de

  • Reply Antonia 3. November 2014 at 17:26

    Danke! Mir geht es genauso! Mein Leben läuft, aber eben nach Plan und für einen glücklichen Zufall ist fast kein Platz mehr.
    Das ist so oft schade, aber ich habe schon das Gefühl süchtig zu sein, jede einzelne Minute richtig zu nutzen.
    Übermotivation!
    Da darf ich meine Freunde nicht vergessen…

  • Reply Leonie 3. November 2014 at 17:17

    liebste Kleinstadtcarrie..
    Ich war immer ein großer Fan deines Blogs. Ich hab mich irgendwie verstanden Gefühlen von jemandem den ich garnicht kenne einfach nur weil es dir in manchen Situationen genauso ging wie mir: ) , doch in letzter Zeit kann ich dir nicht mehr ganz folgen .. Ich habe das Gefühl du lobst dich in den Himmel und wirst vielleicht ein bisschen .. Überheblich ? Natürlich bekommst du vieles hin aber dich so toll darzustellen wie in den letzten Posts ? Das passt irgendwie nicht zu dir. Manchmal muss man sich selbst loben. Na klar 🙂 aber einen ganzen Post darüber, dass mal jemand unter deine Texte geschrieben hat du hättest es einfach..
    Ich werde Deinen Blog weiter lesen denn du hast mich schon oft zum nachdenken gebracht aber vielleicht weißt du was ich meine ?!
    Liebste Grüße leonie

    • Kleinstadtcarrie 5. November 2014 at 00:21

      Hey Leonie,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich bin für Kritik immer total offen! Finde es nur sehr schade, dass ich mich scheinbar so missverständlich ausdrücke 🙁 zB gerade mit dem Post wollte ich eigentlich ausdrücken, wie schlecht ich mich momentan organisiere, wie falsch ich teilweise meine Prioritäten setze…

      Freue mich trotzdem, dass Du weiter lesen wirst, was hier noch so kommt 🙂
      Ich hoffe, dass Dir das dann wieder besser gefällt!

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Nori 3. November 2014 at 16:49

    Liebe Luise,

    das Problem mit dem Zeitmanagement hat wohl jeder schon einmal so oder zumindest ähnlich mitgemacht. Du bist nicht allein. 🙂 Ich fühle mich auch mehr als seltsam, wenn ich mir teilweise so banale Sachen wie „Telefonat mit Mama“ von 19-20 Uhr in den Kalender eintragen muss. Einfach, weil ich nicht anders kann, weil ich darauf getaktet bin, alle meine Termine einzuhalten, so viel wie möglich aus den 24 Stunden herauszuholen, die mir der Tag bietet. Und trotzdem niemals Freunde, Familie und meine eigenen Bedürnisse zu vernachlässigen.

    Ich glaube, du machst das schon sehr richtig – allein die Tatsache, dass dir bewusst ist, dass ein zwischenzeitliches Luftholen und einfach mal Anhalten nötig und auch richtig ist, zeigt, dass du ein solides Zeitmanagement hast. 🙂

    Dein Outfit gefällt mir auch super, die Farbe schreit förmlich nach Herbst und passt so wunderbar zu deinem tollen Haar. <3

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Nori

  • Reply Anni von Positiviphy 3. November 2014 at 16:28

    Ich empfehle dir das Meditieren zu lernen 🙂 Seit ich damit angefangen habe, fällt es mir viel leichter die ständigen Gedanken abzustellen und die kleinen schönen Dinge im Leben zu genießen <3

    Besonders schöne finde ich die geführten Meditationen von Mojo Di, wie zum Beispiel diese hier: http://www.mojos-cms.de/gefuehrte-meditationen/gefuehrte-meditation-yoga-nidra-v-mit-pmr/

    Das ist natürlich etwas, auf das man sich erst einmal einlassen muss. Man muss dafür aber weder Veganer werden, noch an Gott glauben oder sonst etwas, wie es von vielen geglaubt wird. Ganz im Gegenteil. Man muss nur daran glauben lernen, dass es ok ist mal abzuschalten – ohne schlechtes Gewissen. Wenn man das Meditieren gelernt hat, dann fühlt sich auf einmal alles im Leben irgendwie viel richtiger an 🙂
    Es ist aber kein Wunderheilmittel, man muss aktiv daran arbeiten. Ich habe irgendwann damit aufgehört mich bewusst zu entspannen und mir Zeit für mich zu nehmen. Und dann wurde ich selbst wieder viel negativer. Leider ist mir das viel zu spät aufgefallen, aber ich arbeite jetzt bewusst daran, dass das nie wieder passiert =)

  • Reply Phia 3. November 2014 at 16:07

    Im Grunde hast du dir in deinem Post ja schon die Lösung für dein eigenes Problem geliefert, manchmal muss auch etwas liegen bleiben können, wenn man dafür eine richtig gute Zeit haben kann! Dennoch sehr verständlich, und auch gut zu lesen, dass es irgendwie allen andren genauso geht, wie einem selbst!
    Liebst <3

  • Reply Anneeee 3. November 2014 at 14:39

    Oh ja, Zeitmanagement ist wichtig. Aber wie du eben sagst, man muss sich Prioritäten setzen. Ohne geht es nicht. Und man kann auch (leider) um Gottes Willen nicht alles machen und nicht alles unter einen Hut bringen. Jeder muss das im Laufe seines Lebens begreifen. Jeder muss lernen, nein zu sagen; auch wenn’s schwer fällt.

    Schalte vielleicht einen Gang zurück und fühl‘ dich nicht zu allem verpflichtet 😉

    Liebe und entspannende Grüße ♥
    Anneeee
    http://blondundbruenett.blogspot.com/

  • Reply Kim 3. November 2014 at 14:37

    Dein Outfit gefällt mir wahnsinnig gut! Würde ich auch auf jeden Fall in dieser Kombi tragen, das Hemd gibt es aber derzeit leider nicht mehr. Hab eben direkt geguckt 😉
    Und zu dem Post: Wahre Worte! Ich weiß selber, dass es manchmal Zeiten gibt, in denen man für nichts mehr Zeit hat bzw. das „Drumherum“ ums Leben vergisst! Mir wird das immer bewusst, wenn ich total geschlaucht bin nach paar Wochen. Dann tut es umso mehr gut einfach mal mit einer Freundin zusammenzusitzen und einen Film zu gucken mit Chips und Schokolade 🙂

  • Reply Isabelle 3. November 2014 at 13:52

    Achja, das kenne ich nur zu gut.
    Ich muss mich meistens zwingen, mir einfach mal ne Stunde Spazierengehen zu gönnen, wenn draußen die Sonne scheint.
    Selbst dann muss ich mir noch sagen, dass es ja keine „verlorene“ Zeit ist, sondern dass ich danach ja viel produktiver sein werde, wenn ich etwas frische Luft gehabt habe. Schon witzig, ich glaube das hat man auch nur, wenn man eine relativ freie Zeiteinteilung hat, als Student oder Selbstständiger 😉

    Schöner Post, Luise! 🙂
    Liebe Grüße

  • Reply Janice 3. November 2014 at 12:57

    Liebe Luise,
    ich bewundere dich wirklich für deine Motivation!

    Auch ich schreibe mir Listen, damit ich keinen der tausend Termine vergesse, damit ich immer überall zur rechten Zeit bin, damit das Leben läuft.
    Ich bin zwar total stolz am Abend alles geschafft zu haben.
    Doch wenn ich einmal am Wochenende oder im Urlaub zur Ruhe komme fällt es mir so unendlich schwer mich neu zu motivieren. Ich freue mich auf meine Badewanne, auf die Saune, auf Freunde, auf einen Tag nur im Bett sitzen und telefonieren. Ich nehme mir so gerne Zeit für schöne Dinge, dass ich leider gerne die Pflichten vergesse.
    Manchmal ist es dann so: Ok, du hast jetzt das und das gemacht, der Rest kann bis morgen warten. Keine Lust mehr. Ich hab auch mal eine Pause verdient.
    Das ärgert mich so sehr, ich wäre so gerne disziplinierter.
    Würde gerne putzen oder aufräumen, weil ich Lust dazu habe und mich nicht zwingen müssen.
    Vielleicht stimmt es, dass ich eine Pause verdient habe, aber die Arbeit ist am nächsten Tag ja immer noch da und türmt und türmt sich gnadenlos. Und dann kommt das schreckliche Chaos ins Leben. Aber mir fehlen einfach Dinge, die mich wieder motivieren könnten.

    Ich hasse es so mich zu zwingen. Auch wenn mir bloggen oder Sport oder auch meine Arbeit Spaß machen, irgendwie muss man doch immer den alt bekannten Schweinehund überwinden.
    Ich man einmal im Trott, dann funktioniert auch wieder alles. Aber wehe man kommt aus dem Rhythmus.

    Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass du so motiviert bleiben kannst, bei all deinen Aufgaben.
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Wochenstart!

    Liebste Grüße, Janice von http://addicted-to-fashion-and-beauty.blogspot.de/