Wieso können so viele junge Frauen nicht auf den Tisch hauen?

/22. Oktober 2014/29 Kommentare

IMG_1979_2048IMG_1973_2048

Bevor ich geboren war, dachten alle ich wäre ein Junge. Ob das an der schlechten Qualität der Ultraschallgeräte im Jahr 1994 lag oder hat der Storch mich versehentlich im blauen Tuch gebracht? Jedenfalls hatten meine Eltern sich bereits auf einen Jungennamen geeinigt und seit ich den weiß, bin ich froh kein Junge geworden zu sein. Aber es gibt noch viele andere Gründe neben dem knapp entgangenen grausigen Jungennamen, wieso ich so gern ein Mädchen, eine junge Frau bin.

Ich liebe es eine Frau zu sein, auch wenn es ein paar Schwierigkeiten gibt – wir meistern das eben auch mit Bravour: wir müssen unser Geld so verwalten, dass es neben den ganzen schönen Dingen im Leben auch noch für einen vollen Kühlschrank reicht. Wir müssen uns entscheiden ob wir uns rasieren, waxen oder sugarn wollen – und es dann auch noch durchziehen. Wir sind ein paar Tage im Monat besonders empfindlich (okay, das könnte vielleicht auch eher eine Herausforderung für die Herren sein) und wir müssen uns tagtäglich für eine der unzähligen Nagellackfarben entscheiden. – Nein, mal ganz ehrlich. Ich genieße es jeden Tag eine Frau zu sein und auch wenn der Mann den klaren Vorteil des Im-Stehen-Pullerns hat, so würde ich um keinen Preis tauschen wollen. Ich gebe zu, dass ich schon auf so manche Männerfreundschaft neidisch war, aber ein Kompliment von Frau zu Frau, gemeinsames Schluchzen und ja, auch Lästern ist einfach fabelhaft. Aber ich muss auch sagen, dass ich das Frau sein nahezu zelebriere. Ich frisiere und schminke mich stundenlang, trage leidenschaftlich gern hohe Schuhe und shoppe, shoppe, shoppe! Besonders jetzt im Herbst habe ich das Schminken wieder für mich entdeckt. Nein #ohnealleszummitnehmen wird nicht vergessen, aber jetzt in den kälteren Jahreszeiten lege ich doch gern mal ein bisschen mehr auf! Wie genau ich das mache? Sehr ihr heute auf www.beautystories.com. Auf dem Douglas Beauty Blog zeige ich euch mein liebstes Augen Make-up für den Herbst und wie ich es schminke – unbedingt mal vorbei schauen!
Aber – und darauf kommt es wohl auch an – das ist nicht alles für mich. Gleichberechtigung verlangt gelebt zu werden. Also müssen wir Frauen eine Meinung haben und diese auch aussprechen! Ich habe ganz oft das Gefühl, dass andere Mädchen sich zwar trauen würden ihre Meinung auszusprechen und sich in der auch ganz sicher sind, aber nicht forsch wirken wollen. Wieso fällt es so vielen jungen Frauen schwer, auf den Tisch zu hauen?

Wieso ich euch das erzähle? Nun ja, es scheint mir – als wäre Gendering so wichtig wie noch nie, Eizellen-Frosting ist in aller Munde und jeder gute Blogger integriert derzeit #girlboss in eins seiner hübsch drapierten Instagram-Schnappschüsse – Ich bekenne mich ebenfalls schuldig! Wer hat es entdeckt? Aus diesen und anderen Gründen habe ich mir in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht, ob ich jemals das Gefühl hatte, dass ich etwas nicht erreichen konnte, dass ich benachteiligt wurde, weil ich ein Mädchen bin. Und ganz ehrlich? Ich kann mich an keine derartige Situation erinnern. Und bin froh darüber! Wir alle wissen, dass es auf der Welt viel mehr Mädchen als Jungen verwehrt ist, zur Schule zu gehen und dass immer wieder über gesetzliche Frauenquoten diskutiert wird. Es ist ganz deutlich, dass es zwischen den Chancen und Möglichkeiten von Frauen und Männern Unterschiede gibt. Aber – nicht zuletzt wegen einer tollen Rede von Emma Watson – sollten wir nicht vergessen, dass Gleichberechtigung für alle gelten muss und wir Frauen uns nicht immer nur in der Opferrolle sehen dürfen und sollten! Aber damit muss frau eben auch umgehen lernen. Und was es dafür braucht? Intelligenz und eine Menge Selbstbewusstsein! 

Bisher ist mir eine negative Erfahrung in diesem Zusammenhang erspart geblieben – ich hoffe das bleibt auch so! Wie geht es euch damit?

bartIMG_2013_2048douglas

Jacke – Hollister / Shirt, Hose – H&M / Schuhe – Stradivarius / Kette, Tasche – Accessorize / Schal -Zara
Fotos – Frederic Bloch

Join the discussion

29 Kommentare

  • Reply nelsonamour 10. Dezember 2016 at 11:59

    Was ein schöner Post. Und so wahr! Schön, dass du deine Ansicht an viele junge Frauen weitergibst und zwar so, dass auch jeder etwas damit anfangen kann. Liebste Grüße!

  • Reply Mirjam 11. November 2014 at 18:03

    Hi Luise 🙂
    Ich find die Strickjack so toll, ist die aktuell bei Hollister oder eher alt?
    Danke für deine Antwort!

    Grüsse, Mirjam

    • Kleinstadtcarrie 11. November 2014 at 18:05

      Hallo Mirjam,

      die Strickjacke war aus einer der Lucy Hale Kollektionen, das ist aber schon eine Weile her 🙁

      Liebe Grüße
      Luise

  • Reply Lizzy 4. November 2014 at 01:10

    Was ich noch ergänzen wollte: Toll, dass du über dieses Thema schreibst, obwohl du noch so jung bist. Bin zwar auch nur wenige Jahre älter, aber habe gemerkt, dass sich die Wahrnehmung über Diskriminierung von Frauen/Männer oft gerade in diesem Alter nochmal ändert.
    Z.B. wenn man nach der Uni zum ersten Mal einen richtigen Vollzeitjob macht und mitbekommt, dass Frauen nicht befördert werden oder auch einfach bei gleicher Position eher zu Aufgaben wie Kaffeekochen abgestellt werden während dem männlichen Kollegen soetwas nicht zugemutet wird. Was auch oft die Meinung zu dem Thema ändert ist, wenn man zum ersten Mal in seinem Umfeld mitbekommt, wie eine Frau oder ein Mann diskriminiert wird, weil er/sie ein Kind bekommen hat und sich nicht rollenkonform verhält (sie will sofort wieder voll arbeiten oder er will Elternzeit nehmen).
    So tragisch es klingt, wer soetwas noch nicht mitbekommen hat, ist oft einfach noch zu jung. Allerdings ist zur Zeit viel im Umbruch und daher hoffe ich, dass es sozusagen jedes Jahr besser wird.

  • Reply Lizzy 4. November 2014 at 00:54

    Toller Post! Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt und mag deine Kombi aus Mode und ernsten Themen unglauchblich gern!

    Leider gibt es immer noch viele Vorurteile und gesellschaftliche Erwartugen an Frauen, die es schwierig machen, angeblich typisch maskuline Eigenschaften zu zeigen. Umgekehrt ist es aber genauso, ein Mann, der angeblich typisch weibliche Eigenschaften zeigt, wird oft genauso diskriminiert.
    Warum wir Frauen nicht „auf den Tisch hauen“? Weil es einfach ganz anders wahrgenommen wird, wenn eine Frau das tut, als bei einem Mann. Bei ihm ist es Durchsetzungsfähigkeit, sie wird im besten Fall als temperamentvoll, im schlechtesten als aufmüpfige Furie abgestempelt. Dabei wäre es aber zu leicht nur den Männern die Schuld zu geben. Denn erstens wird es auch von anderen Frauen oft so wahrgenommen und zweitens müssen auch wir Frauen überlegen, ob dieses „auf den Tisch hauen“ bei uns denn wirklich genauso aussehen sollte wie bei den Männern. Natürlich sollten wir unsere Meinung äußern, natürlich dürfen wir dabei auch emotional sein. Aber vielleicht ist es als Frau besonders wichtig, auf die Nuancen zu achten, um nicht zu aggresiv zu wirken. Ich selbst tue mich da aber selbst noch schwer, den richtigen Weg zu finden.

    Wie verhaltet ihr euch, wenn ihr euch durchsetzen müsst/wollt?

    LG Lizzy

  • Reply Micha 31. Oktober 2014 at 11:54

    Liebe Luise,
    wenn ich als Kerl mal meine Sicht der Dinge offenbaren darf..

    „Auf den Tisch hauen“ ist ne tolle und wichtige Eigenschaft, nicht nur bei Frauen. Auch wir Männer haben unsere Schwächen und Ängste, sodass es einigen von uns tatsächlich schwer fällt, unsere Probleme und Gefühle ehrlich auf den Tisch zu legen. Doch auch wenn uns grundsätzlich mehr Durchsetzungsvermögen zugesprochen wird, so haben wir meistens Probleme, das richtige Feingefühl zu finden.

    Ich persönlich merk, dass mir als Kerl in letzter Zeit richtig klar wird, was ich für Schwierigkeiten habe, auf den Tisch zu hauen, für meine Bedürfnisse einzustehen, Schwäche zu zeigen oder nein zu sagen.

    Deshalb glaube ich, dass diese Thematik sich auf alle Menschen als Individuuen bezieht. Wir sind hier und dürfen lernen, für uns einzustehen und auf den Tisch zu hauen. Egal ob Mann oder Frau, Kind oder Rentner.

    Ich bin der Meinung, dass wir jedes Mal die Macht und Verantwortung über unser eigenes Leben abgeben, sobald wir äußeren Umständen, der Gesellschaft, dem System etc. die Schuld für unsere Situation zuschreiben.

    Ich erinnere mich hier an deinen tollen Post: „Aber heute ist mir etwas aufgefallen.“ Du hast dich alleine und einsam gefühlt und deine Freunde hatten keine Zeit für dich. Doch statt ihnen die Schuld für deine Einsamkeit zuzuschieben, hast du begonnen, selber etwas aus dem Nichts zu erschaffen. Das ist ein wundervolles Beispiel dafür, wie jeder von uns die Verantwortung für sein Leben zurückgewinnen und seine Macht nutzen kann, um sich das Leben aufzubauen, das wir uns wünschen.

    Beste Grüße
    Micha

  • Reply MATRJOSCHKA 25. Oktober 2014 at 13:57

    Die Fotos und das Outfit finde ich sehr schön! Vor allem auf denen mit dem Schnurbart siehst du sehr gut aus 😉 Ich teile deine Meinung in jeder Hinsicht. Es ist wichtig stolz darauf zu sein, eine Frau zu sein. Es ist keines Wegs peinlich diese ganze pinke Glitzer- und Modewelt in vollen Zügen zu genießen. Dennoch ist es für uns schwierig mit all den vielen Vorurteilen zu leben. Am Ende zählt meiner Meinung nach, trotzdem der Charakter. Und in diesem Sinne: Selbstbewusstsein ist unglaublich wichtig und besonders für eine starke, junge Frau immer von Bedeutung!

    Grüße

    mtrjschk.blogspot.de

  • Reply Marie 25. Oktober 2014 at 13:22

    Ich habe damit noch keine negativen Erfahrungen gemacht und ich hoffe, das ändert sich auch nicht in Zukunft.

    mahoneyth.blogspot.de

  • Reply Lisa Blonde 24. Oktober 2014 at 22:21

    Weißt du was ich toll finde? Dass du deine Posts immer mit schönen, qualitätiv hochwertigen (Outfit-)Bildern ausschmückst, Outfits aber nur selten dein Hauptthema sind (so, wie es leider sehr sehr oft auf anderen Blogs zu finden ist). Und das macht dich und deinen Blog aus. Du sprichst immer Themen an, die uns etwas angehen, uns berühren und wir ändern können. Ich liebe das! ♥
    Und zudem kannst du diese Themen immer wunderbar verpacken. Du hast einen tollen Schreibstil.

    Liebste Grüße,
    Lisa von Ash Blonde

  • Reply Henny 23. Oktober 2014 at 15:29

    Hej Luise! Ich liebe Deine Textbeiträge und die Bilder finde ich wunderschön. Folge Deinem Blogg sehr gerne, auch wenn ich schon etwas älter bin und an der Mode nicht mehr sehr interessiert bin, auch wenn Du mich auf einer Seite mal fragtest: „Du hast Dich wohl verlaufen?“
    Nej, jag älsker din blogg! <3 *LOL*

  • Reply Anni 23. Oktober 2014 at 15:06

    Ich habe bisher noch keine negativen Erfahrungen damit gemacht von Männern als Frau „diskriminiert“ zu werden. Ganz im Gegenteil habe ich dafür über schon extrem VIELE negative Erfahrungen mit unangenehmen Frauen gemacht, die vor lauter Emanzipationsgerede und Gleichstellungsklagen überhaupt nicht mehr mitbekommen, dass die einzigen, die mit Ihnen unzufrieden sie selbst sind und nicht irgendwelche Männer.

    Ich finde es auch diskriminierend gegenüber einem Mann, dass inzwischen in etlichen Unternehmen die Klausel „bei gleicher Eignung wird eine weibliche Bewerberin bevorzugt eingestellt“ zu finden ist…

    Aber ich finde generell liegt dieses Problem auch nicht bei Männern und Frauen im speziellen, sondern darin, dass die Menschen untereinander gleich immer denken alles was man nicht versteht, kennt oder was anders ist als man selbst wäre schlecht oder würde einen angreifen wollen. Ich habe da vor einer Weile auch mal einen Artikel dazu geschrieben: http://positiviphy.wordpress.com/2014/09/25/the-one-about-worthiness/

    Danke für den schönen Beitrag 🙂

  • Reply Mici 23. Oktober 2014 at 13:14

    noch eine Anmerkung zu meinem Kommentar: Zu meinen negativen Erfahrungen: Diese habe ich bisher tendenziell eher durch die Frauenwelt erfahren, die damit nicht klar kommt, wenn man auf den Tisch haut.

  • Reply Mici 23. Oktober 2014 at 13:10

    Naja – also ich muss sagen, dass ich mir schon gut vorstellen kann, wieso viele jüngere nicht auf den Tisch hauen wollen. Vor allem, wenn es darum geht in einer Gruppe zu bestehen.

    So oft, wie ich mir schon anhören musste, dass ich unfreundlich und unsensibel sei, nur weil ich bei einem Problem lieber gleich an die Problemlösungssuche gehe, anstatt stundenlang Trost zu spenden, der im Endeffekt aber nicht zu einer Lösung führt…Oder das mir eine Bekannte ins Gesicht sagte, ich soll doch lieber den Mund halten, anstatt böse zu werden, nachdem mir ein Kerl an den Hintern gepackt hat. Es ist immer irgendwie so eine Angst bei anderen da hab ich das Gefühl – ich kann sie gar nicht beschreiben ehrlich gesat _/

  • Reply Janice 23. Oktober 2014 at 11:35

    Gutes Thema! Die Rede von Emma Watson war der Hammer.
    Und dabei hat sie soo recht.

    Ich persönlich hatte Gott sei Dank Glück, aber ich kenne auch jemanden, dem es ganz anders ergehen musste.

    Ich würde später gerne Kinder haben. Auf der einen Seite möchte ich natürlich eine gute Mutter sein und auch das eine Jahr zuhause bleiben. Danach allerdings würde ich gerne wieder arbeiten gehen, weil mein Job wirklich mein Herzblut ist. Mir wäre es wichtig, dass mein Partner mich dann, unterstützen würde, vielleicht auch ein Jahr Pause macht, sowie es Männern ja auch zusteht. Oder das man dadurch Zusammen Haushalt, Küche und Kind schmeißt. Aber viele Männer verstehen das ja leider nicht, selbst hier in Deutschland. Dann heißt es „Du bist doch die Frau. Du musst putzen und kochen und das Kind versorgen.“ Einige sehen das natürlich anders, bzw geben vor es anders zu sehen. Den Männer wollen selber natürlich nicht die Jobs übernehmen, die ja eigentlich den Frauen vorbelastet sind. Das ist so das einzige, wo ich diesen Geschlechterunterschied groß merke und wo er mich stört.
    In allen anderen Lebenslagen sei es eine gute Stellung oder ein höheres Gehalt, als man es derzeit hat, kann sich jeder eine bessere Situation erkämpfen. Vielleicht muss frau teilweise mehr kämpfen, als Männer. Aber ich denke, da sind auch die Chefs unterschiedlich.
    Aber ich denke mit ein bisschen Wille, kann jede Frau etwas erreichen. Man darf halt nur nicht daneben stehen und die gute Situation von jemand anderem beneiden und meckern, ohne daran zu denken, was auch der andere dafür tun musste. Kein Mann kriegt eine gute Stellung geschenkt.

    Die besagte Person, die ich noch kenne, hat allerdings schlimmere Erfahrungen gemacht. Als ihr Vater erfuhr, dass sie ein Mädchen werden sollte, wollte er die Abtreibung. Doch die Mutter hat (glücklicherweise) in letzter Sekunde einen Rückzieher gemacht. Der Vater lebt aus diesem Grund getrennt von der Mutter und will seine Tochter nicht kennen lernen. Doch auch mit der Mutter hat sie es nicht leicht. Sie macht ihre Tochter schuldig dafür, dass ihr Mann sie verlasen hat. Sie schenkt ihr nie etwas zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Nicht einmal zum 18ten. Während ihr Bruder immer mit Geschenken überhäuft wird. Ihr wird von der Mutter kaum etwas bezahlt, sodass sie sich (obwohl sie noch Schülerin ist) manchmal sogar das Essen alleine kaufen muss. Also geht sie arbeiten, obwohl jegliche Zeit fehlt. Doch dieses Geld wurde schon mehrfach von der Mutter geklaut, sozusagen als Schmerzensgeld. Ich finde es eine solche Schande, dass sie so ein mieses Leben leben muss, nur, weil sie weiblich ist. Schlimm!

    Liebe Grüße, Janice von http://addicted-to-fashion-and-beauty.blogspot.de/

  • Reply Julia 23. Oktober 2014 at 10:19

    Meine negative Erfahrung ist, dass ich eben eine dieser Frauen bin, die hin und wieder mal auf den Tisch haut, wenn ihr was nicht passt. Das führt dazu, dass ich mir häufig Kommentare anhören darf, dass mein Freund unter meinem Pantoffel stehen würde. Solche Kommentare regen mich erstens tierisch auf und zweitens führt es dazu, dass ich mich absolut unsicher fühle. Ich habe diverse Gespräche mit meinem Freund geführt und er weiß, dass ich die Dominante von uns beiden bin und er findet das in Ordung so. Wir sind beide absolut zufrieden mit unserer Rollenverteilung und das seit über 7 Jahren … nur hat die Gesellschaft noch ein Problem damit.

    Frauen, die selbstbewusst ihre Meinungs sagen werden als kratzbürstige Furien dargestellt. Auf der anderen Seite sind dominante Männer pauschal chauvinistische Macho-Arschlöscher.

    Egal welches Geschlecht es betrifft: Pauschalisierung ist der größte Feind der Gleichberechtigung!

  • Reply Cleo 23. Oktober 2014 at 09:52

    Gutes Thema! Ich finde es auch gut, dass du von „Frauen“ schreibst, nicht von „Mädchen“ oder „Mädels“, irgendwie geht mir diese Verniedlichung sehr auf dem Keks.
    Ungleichheiten gibt es immer noch in den gesellschaftlichen Normen, z.B.
    wird der Mann, der viele Sexualpartner hatte dafür gelobt, die Frau ist eine Schlampe, oder zumindest Ziel von Lästereien.
    Die Frau die Karriere machen möchte ist eine Rabenmutter, der Mann ehrgeizig, etc. etc.
    Geichberechtigung muss gelebt werden! Wenn jemand den Rollenklischees nicht entsprechen möchte, muss man das akzeptieren.

  • Reply Naelle - Once in Paris 22. Oktober 2014 at 23:42

    Ein wichtiges Thema! Ich persönlich habe während meines Studiums schon mitbekommen, wie schon bei Praktika einfach ganz anders zwischen den Geschlechtern umgegangen wurde….und jetzt wo ich arbeite bzw. promoviere, setzte ich mich ja auch mit Gehältern auseinander, und es ist einfach immer wieder krass zu bemerken, dass Männer bei gleicher Qualifikation einfach mehr Kohle kriegen….das regt mich schon auf. Ich hatte auch nie das Gefühl, etwas NICHT zu erreichen, weil ich eine Frau bin, aber öfter das Gefühl, ich muss einfach länger als ein Mann überzeugen oder kämpfen.

    Im Privatleben merke ich auch, dass viele Männer, meiner inkl, es noch absout nicht normal findet, auch Elternzeit zu nehmen. Ob in Deutschland oder Frankreich, der Mann bleibt aus vielen Gründen halt doch nicht zu hause..

    und Gehalt bzw. Eltern-Organisation sind nur zwei Punkte von vielen, wo ich von Gleichberechtigung noch nicht genug habe. Natürlich können wir uns im Vergleich mit vielen Länder fast gar nicht beklagen… aber ich haue immer noch auf den Tisch, um Leuten klar zu machen, dass ich nicht besser, aber mindestens genauso gleichwertig wie jeder Mann bin!

    So, ende der Rede 🙂

    Ps. deine schuhe sind wunderschön!

    Lg aus Paris!
    http://www.once-in-paris.com

  • Reply Sophie 22. Oktober 2014 at 23:17

    Wirklich wunderschöne Bilder 🙂

  • Reply Sophie 22. Oktober 2014 at 23:17

    Wirklich wunderschöne Bilder 🙂

  • Reply cyra 22. Oktober 2014 at 22:31

    Toller Post mit tollen Bildern !
    Liebste Grüße:)

    http://bedeutungsvolle-momente.blogspot.de/

  • Reply Franny Bruns 22. Oktober 2014 at 21:55

    Oh ich liebe diesen Post!
    Deine Texte sind so toll ich bewundere wie du dir immer wieder aufs Neue etwas ausdenken kannst!
    Liebe Grüße
    Franny
    http://frannybruns.blogspot.de/?m=1

  • Reply Lea 22. Oktober 2014 at 20:46

    Toller Text, wie immer, du bringst es wie immer auf den Punkt!
    Und der Schnurrbart steht dir auch sehr gut 😉

    http://www.redlipsandbueberries.blogspot.de

  • Reply Maria 22. Oktober 2014 at 19:09

    Liebe Luise,
    ich lese so gerne deine Texte und ich bewundere es, wie du dich jedes Mal so toll ausdrückst und so schöne Zeilen auf (virtuelles) „Papier“ bringst.
    Du schmückst deine liebevollen, durchdachten und wahren Worte mit wunderschönen Bildern. :‘)
    Ich schreibe nicht oft einen Kommentar, da ich nicht so der „Redner“, sondern eher der „stille Zuhörer“ bin. Obwohl mir auch das Schreiben spaß macht und ich viel lieber meine Gedanken und Gefühle durch das Schreiben, als durch viel reden zum Ausdruck bringen kann. 🙂

    Hab noch einen wunderschönen, kuschligen Herbstabend.

    Liebst,
    Maria

  • Reply Kerstin 22. Oktober 2014 at 18:44

    ich bin dir die ganze Zeit nur auf Instagram gefolgt und nun habe ich endlich mal deinen Blog aufgerufen. Ich bin wirklich beeindruckt. So einen schönen Blog habe ich lange nicht mehr gesehen und deine Einträge sind wirklich gut! Hier schaue ich jetzt regelmäßig rein, weiter so 🙂

  • Reply Anna 22. Oktober 2014 at 18:44

    Wow, die Schuhe sind so schön 🙂

  • Reply Jelena 22. Oktober 2014 at 18:40

    Guten Abend:) Als allererstes möchte ich sagen, dass du wirklich wunderschön bist:) Ich liebe deine Bilder, jedes einzelne <3

    Und nun zu deiner Frage, in der Öffentlichkeit, im Job oder so… finde ich, hat das Ansehen einer Frau deutlich zugenommen und ich persönlich habe es noch nie erlebt das eine andere Frau oder gar ich selber benachteiligt wurde, weil wir eben Frauen sind:)

    Ich finde die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen ist in der Öffentlichkeit immer mehr zu spüren und eigentlich gar kein allzu großes Thema mehr, zumindest hier in Deutschland. 'Anders finde ich, ist es im Privaten. Ich finde in vielen Ehen und Beziehungen hauen die Mädchen und Frauen wirklich zu wenig auf den Tisch. Es gibt meine Meinung nach noch zu viele Partnerschaften, in denen der Mann den Ton angibt. Dabei gibt es in meinen Augen nichts, bei dem Gleichberechtigung wichtiger ist als dabei.

    Dennoch bin ich wirklich froh eine Frau zu sein, auch wenn das manchmal es komplizierter ist. Aber ich denke Männer haben es in ihrer Männerwelt manchmal auch echt nicht leicht. "Wer hat den längsten"größten" "Wer kann das und das und das vorzeigen.." blablabla du weißt was ich meine… 😀
    Immer besser sein zu wollen, als der Andere und das dickere Auto zu fahren, ist doch auf längere Zeit echt ätzend..

    Danke, für deinen tollen Post:) Ich finde es richtig gut, das du auch über ernstere Themen berichtest, direkt aus dem Leben. Es ist sehr bewegend und bringt einen wirklich zum Nachdenken. ♥

  • Reply sunny 22. Oktober 2014 at 18:34

    Liebe Luise, ich lese deinen Blog sehr gerne und fand deinen Beitrag heute so klasse und perfekt getroffen, dass ich hier mal ein Kommentar hinterlasse.

    In Situationen, in denen ich mir leicht unsicher bin und denke „kann ich das? soll ich das? darf ich das?“ sage ich mir ganz oft „just do it“ oder „sags einfach“. Was soll schon passieren – bis auf, dass ich eben das tue oder sage, was ICH in dem Moment für richtig halte.
    Ich glaube viele Frauen machen sich unnötigerweise um viel zu viel einen Kopf 😉 Dabei verlangt ja gar keiner, dass immer alles goldrichtig oder von Anfang an perfekt sein muss 🙂

  • Reply Vivien 22. Oktober 2014 at 18:09

    Toller, wahrer Text und sehr schöne Bilder. Ich musste bisher auch nicht mit Ausgrenzungen oder Hürden umgehen, die mich benachteiligten weil ich eine Frau bin – und Klischees kennen wohl beide, Männer genau wie Frauen. Ich bin jedoch klar gegen eine Frauenquote, ich finde, dass das pampern und ruhigstellen an der falschen Stelle ist. Wenn von 10 verfügbaren Stellen eben 10 Männer die beste Entscheidung für den Job sind dann ist das eben so – genauso kann es auch andersherum sein! Jedoch hätte ich es gerne, dass Frauen für exakt die selbe Position und Arbeit gleichermaßen entlohnt werden wie Männer – diese Fehlentscheidung finde ich mehr als frech. Ansonsten hast du vollkommen Recht mit dem Punkt, sich nicht in die Opferrolle zu stellen – ich möchte nicht bemitleidet und irgendwie abgefertigt werden mit halbherzigen Lösungen, damit ich ruhig bin, sondern will schlicht selbst dafür arbeiten und das Gefühl haben, wichtig genug zu sein um dafür entsprechend entlohnt zu werden. So einfach ist das 🙂

    Ach, und mich interessiert wahnsinnig wie du als Junge geheißen hättest – ich verrate dir auch meinen. Meine Eltern wollten damals (1993er bin ich) nicht wissen, ob ich ein Junge oder ein Mädchen werde, und haben sich eben zwei Namen zurecht gelegt. Vivien (Hi :D) oder eben Vincent (ohjeohje) – also viel schlimmer kann deiner nicht sein 😀