Ihr wusstet alles von mir.

/15. Juni 2014/38 Kommentare

Seit ich älter geworden bin, scheint sich alles in meinem Leben exponentiell vermehrt zu haben. Mehr Aufgaben, mehr Rechte, mehr Möglichkeiten, mehr Schuhe. Ich habe mehr zu tun, muss mehr Hürden meistern, Steine aus dem Weg räumen. Ich habe mehr Geld, weil ich arbeiten kann. Mehr Erfolg, mehr Erinnerungen. Ich reise viel öfter, kann die Welt sehen. Mich erreichen von Tag zu Tag mehr E-Mails, das Adressbuch wird voller. Ich habe mehr Platz, mehr Freiraum. Es gibt mehr Menschen auf der Welt. Es scheint mir, als würde die Sonne viel öfter scheinen. Mehr Gedanken, mehr Ziele und mehr Plan. Manchmal ist das alles zu viel. Ja, manchmal ist weniger mehr. Aber ich kann gar nicht genug kriegen vom Leben!
Bloß etwas scheint stetig zu sinken: die Anzahl meiner Freunde. Das klingt erstmal hart. Und irgendwie verdammt traurig. Aber so ist es. Irgendwie schäme ich mich dafür. Frage mich, wieso: Bin ich heute weniger interessant als gestern, weniger liebenswürdig? Die Anzahl meiner Freunde sinkt. Immer weniger Menschen, die mich verstehen, die mich berühren, mich wertschätzen. Immer weniger Menschen, die ich anrufen kann, die wissen was los ist, die wissen wollen, was los ist. Wegen mir. Und nicht wegen irgendeiner Öffentlichkeit. Immer mehr Ach-haben-wir-uns-lange-nicht-gesehen-Freunde. Immer weniger Wir-sehen-uns-morgen-wieder-Freunde. Beste Freunde?

Als ich jünger war, langweilte ich mich niemals, obwohl ich nichts zu tun hatte. Ständig hat mein Handy geklingelt. Smileys. In großen Gruppen sind wir über weite Wiesen getobt, die Welt vergessend, nur der Himmel über uns. Nicht ohne Dich! Verbotene Dinge haben gemeinsam so viel mehr Spaß gemacht. Immer wieder das erste Mal. Wir haben Erinnerungen geschaffen. Gemeinsam. Ihr wusstet alles von mir. Es gab keine Auszeit, sondern ehrliche Tränen und echte Berührungen. Weiche Knie und zerbrochene Herzen. Zusammen. Irgendwo waren wir immer. Irgendwer wollte immer. Es ist doch scheißegal, ob es regnet. Küss mich! Vergiss dich!
Und ich bereue nichts.
Wir waren naiv, na klar. Und das war so herrlich einfach, nicht verwerflich. Jeder kannte jeden und wir vertrauten so schnell, sprachen so viel. Und waren genau deswegen einander so nah.

Obwohl wir uns vor Freundschaftsanfragen und Anstupsern kaum retten können, haben wir uns dann im echten Leben irgendwie verloren. Daran haben auch Facebook und Co. nichts geändert. Dank Instagram weiß ich zwar, was du heute so kaufst und trägst und isst. Aber nicht, was du denkst, was du fühlst. Wir haben uns verloren. Irgendwie vergessen. Ich weiß gar nicht genau, wie das passiert ist. Wir haben uns nie gestritten, nie so sehr verkracht. Kein letztes Wort gesprochen. Haben nie die Freundschaft gekündigt. Vielleicht weil sie die Kurve nicht gekriegt hat. Vielleicht weil er mich beschützt hat. Vielleicht weil die Zeit es einfach so wollte. Verarscht. Eine Lüge zu viel. Das kreischende Lachen verstummt, weil wir eben weitergegangen sind. Haben irgendwann aufgehört zu schreiben, wie eine Fliege aufhört zu surren, wenn sie das Fenster nicht findet. Was würde ich dafür geben, all die Verläufe fein säuberlich notiert in einer Kiste liegen zu wissen.

Heute ist das irgendwie anders.
Wir gehen nachher feiern, aber sie mag dich nicht. Ein anderes mal kannst du wieder mitkommen. Wir haben keine Lust auf Streit. Ist eben ihre Wohnung. – Aber wieso denn? Was habe ich falsch gemacht? Wieso gibt es da nichts zu bereden?
Stille.
Meld’ dich mal wieder! Wir haben uns so lange nicht gesehen. Ich hoffe wirklich, dass es dir mittlerweile besser geht. Du fehlst mir.
Stille.
Ich klingle an der mir so vertrauten Tür. Wohnst du noch hier?
Stille. 

Die Sonne scheint und die Hitze in meinem Zimmer ist unerträglich. Ich muss hier raus! Alle E-Mails sind beantwortet. Der Zug fährt erst nächste Woche. Aber niemand da. Ich scroll durch meine Whats App Verläufe. So viel Vergangenes. Das passt heute irgendwie nicht mehr. Dann vielleicht doch mal ein Treffen. Es bleibt bei dem einen. Man entwickelt sich. Nichts zu sagen, was uns verbindet, nur noch weiter entfernt. Heute wähle ich meine Worte mit mehr Bedacht, gebe nur zaghaft preis, was da wirklich ist. Dann bleibt nichts, außer in Erinnerungen zu schwelgen. Wieder mal. Du hast mir mal die Welt bedeutet. Ihr wusstet alles von mir. Nur war das damals nicht so viel wie heute.
Heute bin ich mehr. Heute bin ich mehr ich.
Ich habe jetzt vielleicht nicht mehr Freunde. Aber mehr Freundschaft.
Freunde, die wissen, was sie wollen. Die wissen, wer ich bin. So viele Kilometer. Endlose Straßen, einsame Zugfahrten, verrückte Abenteuer. Und dann endlich die belohnende Umarmung. Ein vertrautes Gesicht, keine flüchtige Bekanntschaft. Ehrliche Gespräche. Mein Name ist Luise. Vertrauen. Anvertrauen. Das wird nicht gegen mich verwendet. Es ist okay, wie ich bin. Und wenn nicht, dann wird das gesagt. Freundschaft. Das ist was für die Ewigkeit.
Heute bin ich mehr. Heute bin ich mehr ich.
Ich habe jetzt vielleicht nicht mehr Freunde. Aber mehr Freundschaft.


9695klein Ranim 
Foto – Lichtpoesie 

Join the discussion

38 Kommentare

  • Reply Anny 2. September 2016 at 22:22

    habe dich grade erst entdeckt und bin grade beim siebten Blogpost in Folge.. du bist der Wahnsinn, niemand schreibt so wie du!

  • Reply Kati 1. September 2015 at 12:33

    Du sprichst mir aus der Seele.
    Mit dem Älter werden gehen die Freunde… das hat mein Papa mir früher schon immer gesagt.
    Hab mich immer gewundert, wieso Erwachsene nicht so viele Freunde haben, wie ich damals hatte. Jetzt mit 22 ist das alles anders. Wenige die fast alles von einem wissen. Kaum Jemand den man nachts anrufen könnte & wüsste, die Person würde rangehen und einem zuhören…
    Mittlerweile sind meine Mama und mein Freund meine besten Freunde. Und natürlich hab ich noch ein paar Mädels & befreundete Pärchen mit denen wir viel tolles machen. Aber alles das kann man an einer Hand abzählen.
    Am schlimmsten ist es, wenn die “beste Freundin” sich immer mehr verändert und wie eine Pusteblume Stück für Stück von einem weg weht…
    Ich glaube wir würden uns gut verstehen :)

  • Reply Geraldine 12. August 2014 at 21:03

    Dieser Text hat mich gerade besonders umgehauen.
    Du hast genau das ausgedrückt was ich in der letzten Zeit gefühlt habe.
    Deine Ausdrucksweise ist wunderschön und einzigartig. Mach auf jeden Fall weiter so! :)

  • Reply Lisa 9. Juli 2014 at 14:30

    Wow, ein wunderschöner Text <3

  • Reply Lulu 23. Juni 2014 at 21:43

    Das Leben nimmt, das Leben bringt, das einzige was bleibt ist man selbst (;

  • Reply Katharina Sophie 23. Juni 2014 at 20:38

    Wunderschön und beeindruckend, wie du mit Worten umgehen kannst und dabei immer wieder Zeilen niederschreibst, in denen man seine eigenen Gedanken und Gefühle oft wieder erkennt und sich jedes mal aufs neue mit deinen Texten verbunden fühlt! Mach weiter so :) Liebe Grüße

    • Kleinstadtcarrie 24. Juni 2014 at 10:00

      Danke für deine lieben Worte, Katharina <3

  • Reply Melek 23. Juni 2014 at 18:52

    Toller Text. Eigentlich seht traurig, aber doch wahr.. so geht es mir und vermutlich vielen anderen auch. Dein Blog, deine Texte, deine Ausdrucksfähigkeit ist wirklich klasse – das schätze ich an deinem Blog so sehr.

  • Reply Isabel 20. Juni 2014 at 21:23

    wow wow wow! ich bin sprachlos. ein grüoßes lob an dich und deine ausdrucksfähigkeit! ich liebe deinen blog!!!

  • Reply Iris 19. Juni 2014 at 13:24

    Ein wunderschöner Text, der die Wahrheit über die Zeit und die Menschen aufdeckt!

  • Reply Steffi 19. Juni 2014 at 09:54

    Es ist so tröstent zu hören, dass es so viele gibt, die genau das gleiche durchmachen wie ich. Auch ich habe meine beste Freudin verloren. 3 Jahre waren wir unzertrennlich und obwohl wir unterschiedlicher nicht hätten sein können, hat sie mich verstanden wie kein anderer. Dann gingen wir nach Abschluss der Realschule auf unterschiedliche Schulen und ich begann meine Ausbildung wären sie ihr Abi machte. Und plötzlich hatten wir keinen Kontakt mehr. ..Ich finde mich so wieder in deinen Worten, denn auch wir hatten in diesen 3 Jahren nie Streit und es gab nie den Punkt an dem wir uns verabschiedet haben. Seid dem tuhe ich mich mit Freundschaften sehr schwer, weil ich wohl doch unbewusst immer vergleiche zu ihr ziehe und da kommt leider niemand bisher ran (eigentlich auch unfair, denn ich gebe niemanden die Chance mehr dazu). Es gibt da so einen Spruch “the hardest goodbyes are the ones that are never said and never explained”…lch finde der passt leider sehr gut und obwohl seid dem nun schon ganze 8 Jahre vergangen sind, wir uns erst einmal wieder gesehen haben und zwar ab und zu alle halbe jahr schreiben, aber sie dann immer irgendwann nicht mehr antwortet fange ich erst jetzt an damit abschließen zu wollen. Denn sie hat es ja auch gekonnt, die ist es die bilder mit neuen besten Freundinnen bei Facebook und Instagram posten…und ich weine nur der Zeit hinterher. Was ich damit sagen möchte, Du und vor allem anscheinend so viele andere sind damit nicht allein und ich habe mich selbst dafür geschämt, dass ich kaum noch jemanden habe, mit dem ich meine Geburtstage feiern kann, mit dem in lustige Kinoabende verbringen kann oder einfach nur 2 Stunden telefonieren….so wie früher mit einer vielzahl von Freundinnen.

  • Reply Manon 19. Juni 2014 at 00:38

    Genau das erlebe ich im Moment im Crashkurs. Durch das Auslandsjahr habe ich gemerkt, wer die wahren Freunde sind. Es gab ehrlich gesagt nur genau zwei Freunde, die sich tierisch gefreut haben, dass ich wieder heimkehre. Ich habe es nicht groß drangehängt, dass ich wieder zu Hause bin, trotzdem habe ich erfahren, dass es durchaus “Freunde” gab, die wussten, wann ich wieder komme und haben mir nicht mal ein Willkommensgruß auf irgendeiner Kommunikationsform gewünscht. Echt traurig.

    Ich habe einfach keine Lust mehr um ihre Aufmerksamkeit zu kämpfen und die immer verstehen zu müssen. Es gibt nun mal die Chemie und auch die Interessen, die einfach passen müssen, damit der Kontakt auch bestehen bleibt. Natürlich spielen die Umstände auch eine große Rolle. Aber ganz ehrlich: Mit wenigen Freunden komme ich viel besser klar als mit vielen. Das hat endlich bei mir Klick gemacht und ich bin glücklich, so wie es gerade ist.

    Ich bin wirklich mal gespannt, ob irgendwann mal ein Post kommt, wo wir mal nicht in einer Meinung sind… :D

  • Reply Sharina 17. Juni 2014 at 22:24

    Das kommt mir alles so bekannt vor. Man nimmt sich so viel vor, will zu nichts nein sagen und ist ständig unterwegs. Und dann plötzlich, wenn man mal eine Sekunde für sich hat, fällt einem auf, dass die ganzen engen Freundschaften von damals jetzt nur noch flüchtig sind und man sich einfach nichts mehr zu sagen hat, weil es einfach kein gemeinsames Gesprächsthema mehr gibt und man sich nicht traut so viel von sich preis zugeben wie früher.
    Ich liebe deinen Schreibstil und freue mich immer riesig über jeden neuen Eintrag!

  • Reply BrinisFashionBook 16. Juni 2014 at 23:19

    Ein toller Post und super inspirierend – es trifft tatsächlich so vieles zu! Das gibt einem zu denken. Aber auch auf einer positiven Weise :)

    http://brinisfashionbook.com

  • Reply Jana 16. Juni 2014 at 22:19

    Danke Luise für diesen Post! Ich bin gerade eigentlich genau an dem Punkt, an dem ich so gar nicht weiß was in Zukunft alles passiert. Schule ist für mich vorbei, der Arbeitsalltag wird kommen, all meine Freunde werden ins Ausland gehen und ich bleibe hier. So viel neues was kommen wird und dein Text macht mir irgendwie Mut. Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren genau so reden kann wie du hier, mich selber irgendwie gefunden zu haben :)

  • Reply Tassia 16. Juni 2014 at 12:04

    Oh man Luise, du sprichst mir aus der Seele. Es ist so krass, wenn man merkt, dass es bei so so so vielen eben auch so ist. Dass eben diese Schulfreunde, Schulfreunde waren und bleiben. Vor allem der Satz “Und wenn nicht, dann wird das gesagt.” ist so passend. Ich finde, dass macht Freundschaft aus. Dass man sich auch unangenehmes sagen kann. Danke für diesen Post :)

  • Reply Janna 16. Juni 2014 at 11:01

    Sehr schön geschrieben und dabei so viel Wahrheit drin.
    Die großen Freundschaftscliquen verschwinden mit der Zeit und was bleibt ist die tiefe Freundschaft zu den wichtigen Personen…

    Liebste Grüße
    Janna

  • Reply xoxo 16. Juni 2014 at 00:34

    heftiger blogpost.
    ich muss sagen dein relaunch ist dir so gelungen, sogar deine texte sind besser. heftig wie sehr sich dein schreibstil nochmal verbessert hat, einfach heftig.
    früher hab ich dich als die kleine lina mallon gesehen haha, aber heute finde ich entwickelst du dich zu deiner eigenen person ich lese deinen blog noch viel viel lieber als früher. man liest auch einfach mehr luise heraus als früher

  • Reply Anastasia 15. Juni 2014 at 23:53

    Wow! Ich habe deinen Blog (zum Glück) durch Zufall auf Instagram gefunden und fand einfach deine Bilder wunderschön. Aber als ich mich ein bisschen durch gelesen habe hier, fühlte ich mich gleich besser. Du sprichst genau das aus, was ich fühle. Und besonders dieser Post berührt mich wirklich zutiefst. Alles so schön geschrieben und einfach die perfekten Worte gefunden. Mach weiter so! Liebste Grüße, Anastasia :-)

  • Reply fitandsparklinglife 15. Juni 2014 at 22:34

    Ganz ganz toll und gleichzeitig gebe ich dir Recht!! Was bringen dir 20 Freunde, wenn keiner davon weiß wer du wirklich bist und was du wirklich fühlst! Ich habe auch nur noch eine Handvoll, aber das sind richtige Freunde, enge Freunde, die fast alles über mich wissen. Die wissen wann ich Klausur schreibe, die wissen wann es mir schlecht geht, die wissen was ich gerne esse usw. Das hat so einen unglaublichen Mehrwert als die Anzahl von Freunden!!!

  • Reply Ziska 15. Juni 2014 at 22:19

    Meine Freundin hat mir vor ein paar Tagen genau das geschrieben: Je älter man wird, umso weniger Freunde hat man. Und mir gehts genauso. Ich hab diese Menschen, denen ich früher einfach schreiben konnte, die ich angerufen hab und die schon an meiner Stimme gemerkt haben: Etwas stimmt nicht. Heute schreibe ich: Es geht mir gut. Und niemand fragt nach.
    Nur ein, zwei, drei, vier Menschen. Die wirklich wirklich wichtig und da und erreichbar sind. Manche 600km entfernt, manche nebenan.
    Und trotzdem kann ich nicht immer alles sagen. Und ich wünschte, ich könnte es wieder.
    Dein Post hat am Ende die Kurve bekommen, ist ins positive gerutscht und das finde ich wunderbar! Man spürt, dass du traurig aber auch froh bist. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und ich finde mal wieder, du hast die Worte gefunden, das zu sagen.

  • Reply svenja 15. Juni 2014 at 20:45

    luise!! du sprichst mir so aus der seele! jedes mal fragt man sich, was hat man falsch gemacht, doch einen streit gab es nicht wirklich. man probiert zu geben und zu geben, aber realisiert, man ist irgendwie egal. wertlos für die anderen. und dann sind da die einen, die wahren freunde. die alles wissen. Und auch wissen wollen. wo es okay ist, zu weinen, einfach loszulassen, weil man weiß, es wird nichts gegen einen verwendet oder schlecht gedacht. kein augenrollen, kein lästern hinterher. und wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann brauchen wir nicht viele, sondern wenige freunde. wenige, die alles wissen und nicht viele, die alles nicht wirklich verstehen und wissen wollen.
    DANKE!

  • Reply Juch 15. Juni 2014 at 20:29

    Liebe Luise,
    eigentlich habe ich das bereits in meinem Kommentar unter dem letzten Post geschrieben, aber da der nicht angekommen zu sein scheint, nochmal: Großes Kompliment an dich, dafür, wie sehr du dich entwickelt hast, deine berührenden Texte und deine qualitativ hochwertigen Fotos lassen deinen Blog aus der Masse herausstechen und mich immer wieder gern hier vorbei kommen!

  • Reply christina ha 15. Juni 2014 at 19:32

    SO gut geschrieben :)

  • Reply Josie 15. Juni 2014 at 18:11

    Sehr schön geschrieben &viele wahre Worte.
    Ich habe lieber wenige Freunde, die einen aber wenigstens so nehmen, wie man ist &richtig kennen. Da hat man viel mehr von.
    Du bist also nicht allein damit. Mit der Zeit ändern sich Menschen nunmal &damit auch die Freundschaften. Aber die, die bestehen bleiben, sind die wirklich wichtigen.

    Liebste Grüße

  • Reply friederike 15. Juni 2014 at 18:06

    Du sprichst mir aus der Seele (was für ein typischer Kommentar-Beginn ;) ). Ich wusste zwar, dass es nicht nur mir so geht, aber du schreibst es so auf, wie ich es oftmals auch in ähnlicher Weise empfinde, seit ich aus meiner Heimatstadt weggezogen bin. Freundschaften verändern sich und beste Freunde werden schnell, viel zu schnell zu Fremden. Man besinnt sich auf die zwei, drei sehr guten Freunde.. Bewahre sie dir! Sie sind wohl die Besonderen, sagen mir die “älteren” Leute, die das schon durch habebn..

  • Reply Josi 15. Juni 2014 at 17:57

    Du sprichst mir aus der Seele, wie so oft!

  • Reply Hanni 15. Juni 2014 at 17:38

    Welch schönen Worte.

  • Reply Rieke 15. Juni 2014 at 16:48

    Du sprichst mir aus der Seele. Einfach wundervoll geschrieben :)

  • Reply paula 15. Juni 2014 at 16:20

    Liebe Luise,

    Dein Post war ehrlich.
    Es tut gut etwas zu lesen und Das Gefühl zu haben dass es nicht nur mir so geht, zumindest einer, der einen versteht, auch wenn es ‘nur’ Worte sind .
    Liebe Grüße
    Paula

  • Reply melanie 15. Juni 2014 at 16:08

    An dieser Stelle mal ein Kompliment an dich: ich finde es unglaublich wie viel mühe du dir bei jedem Post gibst. Es sind keine 0815 Posts, so wie sie auf jedem zweiten Blog zu finden sind. Es sind immer besondere Dinge die du schreibst. Eine zeit lang hattest du immer nur über deinen Alltag geschrieben, aber jetzt hast du wieder angefangen einfach schöne texte zu schreiben und das finde ich einfach ja wunderschön. Ich freu mich auf jeden deiner Posts, weil es so einen unglaublichen spaß macht sie zu lesen und weil sie nicht langweilig sind. Sie haben einfach Inhalt und sinn. Sie sind so besonders und geben trotz allem nie zuviel Preis. Sie sind perfekt getroffen. Und bitte behalte das bei, weil zum beispiel Lina Mallon war früher auch so, aber jetzt findet man diese texte nur noch in ihren Sonntagsposts.
    weißt du was ich glaube welchen text sich sehr viele Mädchen wünschen würden ? Einen über Liebeskummer.

  • Reply Ronja 15. Juni 2014 at 16:02

    Wunderschön! Und wahr. Ich weiß genau was du meinst. Aber mir scheint ich hänge wesentlich mehr an den alten Freunden, schaffe es nicht mich richtig loszulösen, sondern hänge noch so halbherzig drin. Ich glaube den Dreh hast du rausbekommen, oder?
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Ronja

  • Reply katiy 15. Juni 2014 at 15:34

    ein unglaublich schöner und tiefsinniger text! seitdem die schule zu ende ist, geht es mir genauso…viele ‘freunde’ oder eher doch bekanntschaften sind gegangen aber die wahren freundschaften haben gehalten und sind noch intensiver geworden:) nur sind auch freundschaften zerbrochen, weil man sich weiterentwickelt hat, mehr ich selbst ist, sich selbst mehr bewusst und sich weiter entwickelt hat, da passt manches leider nicht mehr..
    wünsch dir einen schönen sonntag ♥

  • Reply Svenja 15. Juni 2014 at 15:09

    Wow. Ich bin einfach nur sprachlos…du bist die einzige, die es schafft, mich mit ihren Texten so richtig zu berühren. Nicht nur weil ich die Situation kenne, sondern weil du einfach Talent hast. Danke dafür. Danke für einen der schönsten Texte seit langem. Fühl dich in Gedanken gedrückt und hab noch einen schönen Tag!

  • Reply Sarah 15. Juni 2014 at 15:05

    Wirklich toller und inspirierender Text.
    Gerne würde ich das auch behaupten können mehr ich zu sein, fällt mir manchmal noch sehr schwer zu unterscheiden was wirklich ich bin/ möchte und wo ich von anderen beeinflusst werde.

    Liebst
    http://erdbeercola.blogspot.de/

  • Reply Vivien 15. Juni 2014 at 15:04

    Oh wie Recht du hast – du sprichst mir jedenfalls teilweise sehr aus der Seele.
    Nicht unbedingt mit dem Faktum der “Anzahl” der Freunde – groß ist mein Freundeskreis oder die Leute, mit denen ich gerne bin immer noch.
    Jedoch sind zum einen die Anzahl der wahren Freunde, die ich nachts anrufen würde, denen ich meine Ängste anvertraue, ohne dass es missbraucht wird, definitiv geschrumpft. Und: manchmal passt es nicht mehr. Das stimmt so sehr – wie oft haben alte Freundinnen und ich uns um Freundschaften bemüht, die einmal waren. Man verändert sich, und irgendwie passt es nicht mehr. Alte Erinnerungen ja, neue – nein Danke, lieber nicht. Lieber mit wem anderes.
    Ist nun mal manchmal so. Umso dankbarer kann man für die Freunde sein, die seit Jahren für einen da sind – und zwar ehrlich.

    Liebe Grüße!