Kotzendes Kleiderschrankmonster – Summer Musthaves

/13. Mai 2014/11 Kommentare

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Es fühlt sich an, als wäre ich ewig nicht unterwegs gewesen, als hätte ich vor Jahren das letzte Mal prallgefüllte Tüten aus einem Geschäft getragen. Ich habe das Gefühl, dass der Inhalt meines Kleiderschranks sich verselbstständigt hat und – zur Fettleibigkeit neigt. Einfach alles rein da! Das gefällt mir, nehme ich! Und so macht er seinen tiefen Schlund auf und verschlingt jedes Teil, was nicht mehr als 50€ kostete. Der PAX ist Schuld, nicht ich!
Aber: Ich lerne dazu. Über mich, meinen Geschmack, meine Figur und meine Finanzen. Was steht mir? Werde ich dieses Teil wirklich tragen? Wie sieht eigentlich mein Kontostand aus? Und wie bändige ich eigentlich dieses Monster in meinem Zimmer? Wie kann ich seinen unermüdlichen Hunger stillen, ohne dabei den Kühlschrank vernachlässigen zu müssen?
Mir reicht’s! und so ging es meinem Kleiderschrankmonster an den Kragen. Es wurde alles rausgeschmissen, was nicht mehr getragen wird und Platz geschafft – nicht nur für Neues, sondern auch für den Überblick. Die ganzen Fast-Food-Klamotten sind jetzt auf dem Weg zum Mädchenflohmarkt und auf der Suche nach der genügenden Aufmerksamkeit. Und es hat sich doch so einiges angesammelt in den letzten Jahren. 12 Jogginghosen, obwohl ich sowieso immer die gleiche trage, schmerzhafte Fehlkäufe von Primark und zahlreiche identische Jeanshosen – aber ich krieg doch Rabatt! Schluss mit den Hamsterbacken und Fressattacken. Das war ein Kampf! So ausgekotzt entrümpelt und sortiert gefällt mir der PAX schon viel besser. 

Jetzt, plane ich meine Outfits endlich wieder und kaufe nicht mehr einfach alles, was mir in den Weg kommt. Ich lege mir Dinge zurecht, probiere das an, was ich bereits besitze und überlege, was mir zu der perfekten Kombination fehlt – und ich suche nach Trendteilen, die mir wirklich gefallen, die zu mir passen, meinen Kleiderschrank komplettieren, die Kirsche auf der Sahne eben. Das Stück Schokolade nach einem langen Detox-Tag, der schon von Anfang an zum scheitern verurteilt war.
Ich lass mich inspirieren, durchforste sämtliche Onlineshops und blättere durch die neuen Ausgaben der Magazine. Dafür habe ich jetzt Zeit. Und das tut gut. Dieses Hobby, so scheint es mir, habe ich eine zeitlang aus den Augen verloren. Zwar war es mir nicht egal, was ich anzog, ich würde auch nicht sagen, dass ich nicht darüber nachgedacht hätte, aber ich habe nie richtig hingesehen. Hauptsache matchy-matchy. Das ist ja auch nicht verwerflich, reicht mir aber heute nicht mehr. Ich bin experimentierfreudiger, weil ich sicherer bin. Jetzt muss ich nur noch mutiger, weniger skeptisch und lockerer werden. Denn dann hätte ich im Januar auf der Fashionweek sicherlich nicht direkt skeptisch die Arme verschränkt, als mich bei Tamaris rossgoldene Espandrilles anstrahlten – die ich heute wohlgemerkt ganz fabelhaft finde. Woran liegt das? Hat sich mein Geschmack, mein Empfinden so schnell gewandelt? Bewundere ich diese jetzt nur, weil sie trendy sind? Oder konnte ich mir schlichtweg in den ersten Tagen des Jahres nicht vorstellen, dass bald wieder die Sonne scheint?
Und so ist es nicht nur mit der Mode. Ich muss die Skepsis ablegen, mich begeistern lassen von neuen Ideen. Ich würde mich nicht als verschlossenen Menschen bezeichnen, keinesfalls verbittert. Aber ich muss entspannter werden und nie vergessen, dass das schönste Accessoire immer noch ein Lächeln ist.
Außerdem gehört Qualität zu meinen Must-Have in dieser Saison. Das heißt nicht, dass mir nur noch teure Luxusartikel ins Haus kommen, sondern dass ich darauf achte, ob ich auch wirklich lang Freude an der neuen Jacke haben werde. Außerdem halte ich stets Ausschau nach luftige Pluderhosen, großen runden Gläsern und Espandrilles. Du auch? Dann zum Shoppen einfach nur auf dein Lieblingsteil klicken und los geht’s!

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11 Kommentare

  • Reply Lisa Blonde 18. Mai 2014 at 16:39

    Ich liebe diese High Heels! ♥
    Liebst, Lisa

  • Reply Malika 15. Mai 2014 at 18:31

    Ich mag deine Beschreibung von deinem Kleiderschrank, deinem Modegeschmack und diesem Kaufgefühl sehr gerne! Weil ich fühle mich genau so (bin nur noch nicht so weit).
    Alles Liebe dir♥
    Malika (alislittleworld.blogspot.com)

  • Reply Kristina 14. Mai 2014 at 20:12

    Ich bin so froh, dass es Kleiderkreisel gibt – mein halber Kleiderschrank besteht aus Sachen, die ich nicht mehr trage und die ich unbedingt loswerden will. Es ist aber einfach zu verführerisch, das süße Blüschen von H&M oder das reduzierte Jäckchen von Primark. Solche Fehlkäufe habe ich leider viel zu oft, aber so langsam kaufe ich immer weniger und achte vor allem darauf, ob ich das neue Teil WIRKLICH brauche. Ich kann dich nur zu gut verstehen! 😀

  • Reply CARO 14. Mai 2014 at 16:28

    Die bunten Sandalen gibt es übrigens für ca. die Hälfte auch bei Justfab.de ….. 🙂

    • Kleinstadtcarrie 14. Mai 2014 at 19:50

      wirklich? Dann sind sie aber nicht das Original 😮

    • CARO 14. Mai 2014 at 23:14

      nein nein, das natürlich leider nicht 😀

  • Reply Yasmin 13. Mai 2014 at 21:58

    Und einmal bitte alles zu mir 😀 Espadrilles sind derzeit auch meine größte Leidenschaft, so dass erst heute ein silbernes Exemplar eingezogen ist…noch so eine Sucht: metallic.
    Hab einen schönen Abend, liebe Luise <3

  • Reply herzballon 13. Mai 2014 at 19:53

    Das Problem mit dem Kleiderschrank kenne ich nur allzu gut.
    Meiner war neulich so voll, dass ich nichts mehr auf die Kleiderstange hängen konnte.
    Das war für mich das Zeichen auszusortieren. Normalerweise mache ich das jedes halbe Jahr, aber irgendwie hatte ich es wohl vernachlässigt. Naja, jetzt ist der Schrank wieder aufgeräumt und es ist Platz für Neues. Aber nur wenn ich es auch wirklich will und brauche 🙂
    Anneke ♥

  • Reply Rena 13. Mai 2014 at 16:57

    Oh, so schön geschrieben! Und ich mag Dich einfach für Deine Ehrlichkeit <3 Ich räume meinen Kleiderschrank mindestens zweimal im Jahr komplett auf und sortiere das aus, was ich nicht mehr trage (bzw. noch nie getragen habe). Besonders freue mich mich dann, wenn es nur noch wenige Teile sind, die ich nicht mehr mag, so wie vor zwei Wochen, denn das was Du hier so wunderbar beschreibst, versuche ich praktisch seit Jahrzehnten auszuüben und offenbar habe ich jetzt langsam die ersten Erfolge 🙂

    http://www.dressedwithsoul.blogspot.de

  • Reply Alex 13. Mai 2014 at 16:47

    schöner Artikel. Genau das probiere ich auch. Aber es ist hart! 🙂