Bon Voyage!

/23. Mai 2014/17 Kommentare

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Abschied nehmen kann so grausam sein.
Ich sträube mich vor Veränderungen, zögere sie hinaus. Kann nicht Lebe wohl! sagen, nur schwerlich jemandem den Rücken kehren. Menschen, die mich verlassen, werden mich nie los. Städte die mich vertreiben wollen, strahlen für mich Geborgenheit aus. Ich kralle mich an alles, was eigentlich längst nicht mehr da ist, vergesse mich dabei selbst.
Und deswegen kam es bisher so oft vor, dass ich Koffer zum Bahnhof getragen habe, aber nicht meine eigenen; dass ich winkend am Bahngleis stand und den Zug davon rollen sah. Diese Abschiede, bei denen man verlassen wird, zurückgelassen – sind einsam. Dann stehst du am Flughafen, kannst die Tränen nicht halten, dann trennt dich erst diese verflixte Glasscheibe, später ein paar Sicherheitskontrollen und dann so viele Kilometer.
Aber das Leben hier geht weiter. Die Erde dreht sich und trennt uns noch weitere 6 Stunden. Gehässig. Der Tag hat 24 Stunden. Und es gibt so vieles, was ich dir erzählen möchte. Was ich mit dir teilen möchte. Ich brauche deinen Rat, deine beruhigenden Worte, das Kraulen, deine starken Arme und deine Art, die mich alles andere vergessen lässt.
Ich kralle mich an alles, was eigentlich längst nicht mehr da ist, vergesse mich dabei selbst – aber gelobe Besserung.  Und das kann ich, mit Dir. Das ist ein Abschied auf Zeit. Und ich wünsche Dir eine gute Reise! Ich weiß, dass du wiederkommst. Es ist da so viel mehr, was uns verbindet. Was sind schon 11 000 Kilometer, wenn ich dich trotzdem stets bei mir trage. Die Kette, die du mir geschenkt hast. Der Pullover, der immer noch nach dir riecht. Und die guten Angewohnheiten, die ich mir bei dir abgeguckt habe. Deine Ratschläge, die in meinem Kopf täglich widerhallen. Liebesbekenntnisse. Ich halte Ausschau nach Dir. Luftküsse.
Wir werden wieder gemeinsam Abenteuer erleben und bis dahin halten wir an dem fest, was wir haben, erfinden uns selbst neu und freuen uns auf das, was kommen wird.
Abschied nehmen kann so grausam sein. Abschied nehmen ist grausam.
Denn die andere Seite des Bettes ist leer. Meine Hand bleibt unberührt. 42 Berührungen.
Aber wenn man Abschied nimmt, kann man sich auch irgendwann wieder freudig in die Arme fallen. „Du hast mir so gefehlt.“ Ich kann es kaum erwarten, bis es soweit ist.

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Bluse – Mango / Pullover – Primark / Rock – Hollister / Schuhe – H&M / Tasche – Chicwish / Uhr – Daniel Wellington
Fotos – Frederic Bloch / Goes Right Trough Photography
 

 

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oder du fährst mit der Maus über das erste Bild

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17 Kommentare

  • Reply Lali 27. Mai 2014 at 15:04

    Es gibt nichts grausameres als Abschied nehmen, du hast so recht.. :/
    Aber die Bilder sind trotzdem toll – das wollte ich noch loswerden!
    Happy Dienstag, Lali

  • Reply Su nd Chris 25. Mai 2014 at 23:02

    Was für ein schöner Post!! Und die Bilder sind auch total klasse! 🙂

    Liebe Grüße Su http://fashiontwinstinct.blogspot.de/

  • Reply Ronja 24. Mai 2014 at 21:26

    Ein wirklich wundervolle Text! Hat mich wirklich sehr berührt, da rollte fast die ein oder andere Träne dich Wange herunter…
    Aber immer ans Wiedersehen denken. Das sind ja auch oft die schönsten Momente des Lebens.
    xoxo Ronja
    http://www.sothisiswhat.com

  • Reply Lotta 24. Mai 2014 at 20:23

    Ich kann deine Gefühle so gut nachvollziehen. Der Anfang ist ganz, ganz schlimm- aber nach ein paar Wochen gewöhnt man sich ein bisschen besser dran. Ich drücke dir die Daumen, dass du’s gut überstehst 🙂

    Liebst,
    Lotta- mein Lottaleben

  • Reply Lisa 24. Mai 2014 at 09:31

    Ein wunderschöner Text, wirklich. Ich liebe es von dir zu lesen und auch, wenn es dir jetzt wahrscheinlich nicht so toll geht, wird es dir beim Wiedersehen umso besser gehen. Alles Liebe für dich, pass auf dich auf! 🙂

  • Reply Birthe 23. Mai 2014 at 23:44

    Wow! Die Bilder sind der wahnsinn, vorallem die Kulisse und das Spiel mit der Sonne!
    Der Text berührt!
    Ich wünsche dir, dass die Tage schnell verfliegen!

    Ich lese deinen Blog schon eine Weile, habe nur irgendwie noch nie einen Kommentar dagelassen. Ich wollte dir sagen, dass jeder neue Post von dir, jedes Bild und jedes Wort mir ein lächeln ins Gesicht zaubert! Immer auf ein neues! Danke dafür!

    Liebst, Birthe

  • Reply Martin 23. Mai 2014 at 22:46

    Grandios schöne Bilder.

  • Reply Palandurwen 23. Mai 2014 at 19:19

    Oh liebe Luise, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut!
    Ich habe jetzt fast 9 Jahre lang eine Fernbeziehung geführt und wohne endlich mit meinem Liebsten zusammen. Das war ein langer, harter Weg mit vielen dieser Abschiede und einsamen Momenten. Sonntage waren für mich immer der pure Horror, denn das hieß, entweder stieg er ins Auto und ließ mich zurück oder ich musste in den Zug steigen und konnte ihn nicht mitnehmen.
    Die gemeinsame Zeit war so kostbar, dass man sich fast nicht bewegen wollte, aus Angst sie zu verschwenden.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft – ein Ende ist schließlich in Sicht!
    Ein Tipp (den ich dir wohl eigentlich gar nicht sagen brauche): Wenn mal wieder irgendwas fehlt von ihm – schreib es auf. Das hilft, weil es dann von der Seele runter genommen wird.

  • Reply Johanna 23. Mai 2014 at 15:58

    Was für ein schöner Text. Das mit dem vermissen kenne ich.
    Ich wünsche euch alles Gute! :*

  • Reply Lisa 23. Mai 2014 at 15:21

    Ein wirklich bezaubernder Post! Auch der letzte hat mir unheimlich gut gefallen, das erste Mal seit langem, dass ich mir auch den kompletten Eintrag durchlesen, deine Worte haben mich einfach gefangen. Allerliebste Grüße, vielleicht sieht man sich ja mal wieder im Crunchfit , haha 🙂 Lisa

  • Reply Jessica 23. Mai 2014 at 15:20

    Omg ich hätte beinahe geheult. Abschiede sind sooo traurig, aber dafür ist das Wiedersehen umso schöner 🙂

  • Reply Maki 23. Mai 2014 at 14:20

    Ich bin eigentlich nicht die Art von Person die gerne Kommentare schreibt. Aber bei dir war ich schon oft kurz davor eins zu schreiben, weil ich dich sehr inspirierend finde. Du hast eine wunderschöne Art zu schreiben. Es hat etwas leicht verträumtes, ehrliches und einfühlsames was einen richtig fesselt! Und auch die Fotos -besonders das eine Foto auf Facebook, wo du nach etwas Ausschau hältst, finde ich richtig gut gelungen. Der Text und die Bilder ergänzen sich so gut, dass die Situation fast schon ein bisschen unrealistisch wirkt.
    Hast du die Fotos auch konzipiert oder waren das eher Schnappschüsse? Ich bewundere aufjedenfall die Umsetzung des gesamten Blogposts 🙂 Wenn ich deinen Blog lese empfinde ich immer wieder den Drang mich selbst wieder mit dem Bloggen zu befassen!!
    Ich find dich super!! Mach weiter so 🙂

    • Kleinstadtcarrie 26. Mai 2014 at 14:28

      Hey Maki,

      danke für deine lieben Worte 🙂

      Ich habe mir diese schöne Kulisse eigentlich nur ausgesucht, weil sie mit den Schiffen so grandios zu meinem Seemannsoutfit gepasst hat. Während wir die Bilder geschossen haben, kamen mir direkt die Gedanken, welche ich dann niedergeschrieben habe.

      Fühl dich umarmt,

      Luise

  • Reply Yasmin 23. Mai 2014 at 14:15

    Liebe Luise,
    du triffst schon wieder den richtigen Ton und der Post passt 100% zu meiner derzeitigen Lage, meinen Gedanke, die ich derzeit aber einfach nicht in Worte fassen kann. Abschiede sind schwer, schmerzlich und auch ich halte mich an Dingen, Erinnerungen fest, die mich mit einer Person verbinden. Nur leider ist es bei mir kein Abschied auf Zeit, sondern für immer. Normalerweise würde mir sowas den Boden unter den Füßen wegreißen, aber dieses Mal bin ich anders ran gegangen. Ich kann es nicht ändern, sie wird nicht mehr wiederkommen, was mir bleibt, sind die Erinnerungen, die fröhlichen Momente, die mich heute zum Lachen bringen, auch wenn mir zum Weinen zumute ist. Das Festhalten an positiven Gefühlen und die Ablenkung tun gut, auch wenn das Lächeln vielleicht nicht 100% echt ist, sich dahinter eine verdrängte Träne versteckt, die dann erst abends im Bett herauskommt. Wenn keiner zusieht, wenn man niemanden herunterziehen kann.
    Danke also für diesen wundervollen Post, der mich traurig und trotzdem irgendwie hoffnungsvoll stimmt <3
    Ich herze dich,
    Yasmin

  • Reply Judith 23. Mai 2014 at 13:55

    Wunderschönes outfit, wundervoller text <3 Ich kann auch nie loslassen und habe auch schon extrem angst vor dem Umzug nach dem Abi. Einerseits wünsche ich mir das so sehr, andererseits gibt es so viel was ich zurücklasse. Wie lief das eigentlich bei dir letztes Jahr? lg

  • Reply Maren Vivien 23. Mai 2014 at 13:47

    Soooo wunderschöne Fotos <3

  • Reply Kathi 23. Mai 2014 at 12:35

    Oh je… ich kann dich so gut verstehen, Luise. Ich selbst habe genau diese Situation endlich, endlich (!!) überstanden – ein halbes Jahr Dänemark – Amerika mit 6 Stunden Zeitverschiebung, abgesagten und verschobenen Skype-Dates und kaum „Live“-Konversation… ich kann kaum erwarten, wenn wir uns nächste Woche wieder sehen!
    Ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen – freu dich auf das Wiedersehen und macht mit kleinen Aufmerksamkeiten (und vielleicht mal sogar einem richtigen, echten, handgeschriebenen Brief) die Zeit ein bisschen kürzer 🙂
    Alles Liebe und kopf hoch,
    Kathi