Sind kleine Frühstücksportionen – reichlich verziert – denn mehr wert als Gedanken?

/28. April 2014/103 Kommentare

Ich trage Kleidergröße 34. Die meisten Röcke bei H&M sind mir an der Taille zu weit. Ich wiege auf eine Größe von 1,64m 52kg. So ist es. Rational. Das sind Fakten. Ich will damit nicht angeben, sondern nur aufzeigen, wie die Realität aussieht. Ich würde das als normal betiteln. Als normal schlank. Es gibt Dinge, die ich an meinem Körper nicht mag – meine Nase, meine schlaksigen Arme, die kurzen Beine – aber genau diese machen mich aus. Meine Figur ist jedoch kein Problem. Eigentlich. Meine Figur sollte eigentlich kein Problem sein. Und jetzt bin ich ehrlich zu euch und zu mir: Ich bin unzufrieden mit meinem Körper. Mache mir tatsächlich fast täglich Gedanken über meine Beine, meine Ernährung, mein Sportpogramm. Stehe skeptisch vorm Spiegel. Sortiere Fotos aus, weil ich meine Hüfte als zu breit empfinde. Nehme mir scherzhafte Bemerkungen zu Herzen. Und ich verzichte.
Natürlich dramatisiere ich. Es gibt Dinge, Entscheidungen im Leben, mit denen ich mich viel mehr beschäftige.
Aber trotzdem: dieses Thema lässt mir keine Ruhe. Und das beunruhigt mich.

Als ich mich kürzlich mit einer befreundeten Bloggerin unterhielt, verriet sie mir, dass “mein Blog viel mehr Aufmerksamkeit bekommt, seit ich so stark abgenommen habe”. Firmen werden plötzlich aufmerksam, junge Mädchen schauen zu ihr hinauf. Plötzlich ist man ein Vorbild. Täglich bekomme sie Mails mit “Fragen nach meinem Diät-Plan, mit Bewunderungsbekundungen – dein Blog hat sich so sehr verbessert, bekomme ich zu hören, obwohl ich nichts anders mache. Nur meine Beine sind schlanker.”
Natürlich hört jeder von uns gern solche Komplimente. Natürlich ist Frau stolz, wenn sie wieder in die schlanke Jeans passt. Natürlich… Aber schmerzhaft wird es, wenn man auf Äußerlichkeiten reduziert wird.
Und plötzlich habe ich Angst, dass Aussehen mehr zählt, als Köpfchen. Wieso sonst hat Instagram so viel mehr Erfolg als Twitter? Zumindest in unseren Breiten? Sind kleine Frühstücksportionen – reichlich verziert – denn mehr wert als Gedanken?

Also frage ich mich: Woher kommt das?
Wir unterschätzen den Einfluss, den anderen Menschen, den Medien, den unsere Mitmenschen auf uns ausüben. Alles was dich umgibt, beeinflusst dich. Das passiert ganz unbewusst. Kleine Dinge, vielleicht Gesten, Gewohnheiten eignet man sich an. Und so kommt es immer wieder dazu, dass ich mir lieber eine kleine Schüssel Müsli zubereite, obwohl ich gern ein Brötchen mit ganz viel Nutella essen möchte. Dass ich ins Fitness-Studio gehe obwohl ich mich vor Unterleibsschmerzen winden könnte. Ich erwische mich dabei, wie ich mich durch den Louis Vuitton Store klicke, obwohl ich diese Taschen eigentlich ganz furchtbar fand.
Was früher als “zu dünn” betitelt wurde, schmückt man heute mit Hashtags wie #sporty #fit #fitspo. Man rechtfertigt abgemagert Mädchen mit Strong is the new skinny! - Aber wieso sehe ich denn da kaum Muskeln an den Streichholzbeinen? Keine Proteine auf dem Teller?
Eine falsche Vorstellung von Schönheit, von Glück, von Persönlichkeit kann schnell gefährlich werden. Die meisten Fotos, die wir Blogger, Instagramer oder Youtuber online stellen, sind bearbeitet. Es wird gepost, die Schokoladenseite gezeigt und mit Photoshop, Face Tune und Co. ein bisschen nachgeholfen. So vieles ist inszeniert für Likes, für Kommentare, für den Online-Erfolg. Daran ist erst mal auch nichts verwerflich. Aber bitte seht den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen.
Doch das ist leider gar nicht so einfach. Man kann sich diesem Einfluss nur schwer entziehen. Und so kommt es in letzter Zeit immer wieder dazu, dass meine Gedanken mich daran erinnern müssen, dass es okay ist, mir heute einfach mal Pizza zu bestellen. Sei du selbst! Hör auf dich an deinen Beinen zu stören! Du solltest lieber an deiner Art arbeiten, sei nicht so schnell gereizt! Überdenke dein Zeitmanagement. Plane deinen Tag doch mal so präzise, wie dein Mittagessen. Alexa Franke sagte einst: “Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets.” – Damit will ich nicht sagen, dass wir alle magersüchtig sind, versteht mich nicht falsch, aber es kann nicht gesund sein, wenn man sich mehr um seine Ernährung sorgt, als um den eigenen Charakter, das eigene Wohlbefinden.

Ich habe darauf keine Lust mehr. Heute hatte ich darauf keine Lust mehr. Halt! Heute bin ich dran. Nicht mein Winterspeck oder meine Ausdauer, nein – mein Herz und meine Seele.
Also habe ich mir, trotz Prasselregen, ein breites Grinsen aufgesetzt und habe mir, nur mir, etwas Gutes getan. Habe mich gegen das Fitnessstudio, für das Bett entschieden. Gleich gibt es Nudeln. Und das tue ich für mich. Nicht für Instagram. Nur für mich.
Und morgen, morgen kann ich mir wieder Sorgen machen.
Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung wichtig und Sport tut dem Körper gut. Aber es soll eben wirklich gut tun. Und dann reicht es auch wieder. Besinnt euch. Hört euch zu. Und schlagt bitte Alarm, falls ihr feststellt, dass es zu viele Gedanken werden, Zwänge.

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Dieser Post äußerst sich nicht gegen liebevolles Anrichten der Mahlzeiten, gegen gesunde und ausgewogne Ernährung, gegen Sport und Fitness im Alltag, sondern nur ein Hinweis darauf, dass deren Extreme momentan zu sehr zelebriert werden und dass man sich davor schützen muss.
Oder wie empfindet ihr den derzeitigen Trend auf Instagram und Co.? 
Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt?
Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch!

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103 Kommentare

  • Reply Sabrina 28. November 2014 at 16:02

    Mir ist gerade ein Zitat von Paracelsus eingefallen : “Alle Dinge sind Gift. Und nicht ohn’ Gift. Denn allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.” Oder so ähnlich. Was ich sagen will : Sport und gesunde Ernährung sind sehr wichtig. Aber wenn wir zu viel darauf achten und setzen, das eben falsch dosieren, schadet auch das uns. Nicht unserem Körper aber ich denke ,sowie du, unserer Seele.
    Ein gesunder Lebensstil ist also sicherlich richtig und wichtig aber auch auf das Gefühl sollte man hören.

    PS: Ich liebe deinen Blog ! Die tollen Bilder und Outfits und dazu die aussagekräftigen und zum Nachdenken anregenden Texte – perfekt Luise ! Wirklich !
    Bitte mach unbedingt weiter so ♥

  • Reply Angelina 3. September 2014 at 22:18

    Hallo Luise

    Ich habe mich soeben durch mehrere Texte von dir gelesen und ich bin begeistert! Du hast eine wunderbare Art zu schreiben und packst einen mit deinen Texten total. Mit deinen Worten zu diesem Thema hast du mich sehr berührt, und ich finde deine Einstellung super. Es hat keinen Wert sich nur auf die Ernährung, das Aussehen und Gewicht zu beschränken. Denn die wahren Werte gehen tiefer.

    Ich bin froh deinen Blog gefunden zu haben, da ich denke, dass er mir immer mal wieder den Tag versüssen wird.

    Vielen Dank :)

  • Reply Emmi 30. Juni 2014 at 16:02

    ich kann dir in den Gedanken zustimmen. unbedingt…wie oft habe ich dieselben Gedanken.. dann frage ich mich ob ich unfair bin. Unfair den gegenüber die wirklich extreme Essstörungen haben oder übergewichtig sind. und dann komme ich mit meinen 1.62 und 47kg womit man doch zu frieden sein kann oder?ja dieses oder wundert mich. warum kann ich mir nicht selber sagen, ja. und im nächsten moment denke ich dann schon wieder nein, nein ich esse jetzt kein schokomüsli und sollte schnell zum training gehen. dann wiederum habe ich es gegessen und habe ein schlechtes gewissen. warum???weil ich instragramm und co. es mir macht. dein text redet mir aus der Seele aber andererseits fühle ich mich danach noch genauso schlecht. wegen den nudeln. weil du dich gut fühlen kannst wenn du ungesund ist, was du nichtmal tust.

    sind wir den jetzt unfair?nicht bereit zu akzeptieren und andere noch mehr runterzuholen weil wir nicht zu frieden sind mit etwas womit man zu frieden sein muss?

  • Reply Charlotte 19. Mai 2014 at 12:22

    Genau meine Gedanken!!!!!
    Ich bin auch ca 1,63 cm und wiege 58 kg. Ich hasse meine Beine, sie sind viel zu muskulös und irgendwie auch dick. Ich quäle mich auch regelmäßig ins Fitnessstudio, obwohl ich weiß, dass meine Beine niemals schlanker werden, weil sie viel zu kurz dafür sind. Trotzdem denke ich weniger Kohlenhydrate könnten irgendwas ändern – weil ich das mal irgendwo auf Instagram gelesen habe. Tagtäglich kann ich mich nicht entscheiden zwischen an meinem Körper zu arbeiten damit ich mich nach Hungern und viel Sport irgendwann wohlfühle oder diese Ideale und den Fitnesswahn zu ignorieren und mein Leben zu genießen.
    Es macht mich sehr glücklich, dass es anderen auch so geht.

  • Reply Julia 18. Mai 2014 at 11:39

    Dein Beitrag zu diesem Thema trifft wirklich den Nagel auf dem Kopf.
    Natürlich ist es für den Körper besser sich von frischem Gemüse und Obst zu ernähren, als drei 3 Portionen Pommes am Tag, jedoch sollte Ernährung in der Gesellschaft nicht so einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Mir selber ist Ernährung auch wichtig, koche gerne gut und gesund, jedoch ist es mir wichtiger eine gute Zeit mit meinen Freunden und Familie zu verbringen, als die Kalorien meiner Mahlzeit zu errechnen.
    Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie wichtig ihm seine Ernährung ist und sich auch ab und zu etwas gönnen und keinem Trend folgen, der zum Unglücklich werden verurteilt ist.
    Ein Stück Schokolade kann manchmal Balsam für die Seele sein…

  • Reply Sarah 15. Mai 2014 at 16:52

    Hallo Luise,

    dieser Blogpost ist wirklich sehr schön und sollte noch größer veröffentlicht werden, als “nur” im Internet. Du hast ein großes Talent solch wundervolle, anregende und bewegende Texte zu schreiben. Dieser riesige Gedanke bringt es wirklich auf den Punkt! Du traust dich das auszusprechen, welches sich niemand trauen würde! Ich habe riesigen Respekt vor dir, deinem Mut und deiner Schreibweise.
    Du bist ein wundervolles Mädchen, du hast eine sehr hübsche Figur und du solltest dir keine Gedanken machen, dass dein Charakter nicht gut genug ist bzw. dass du dir mehr Gedanken über deine Figur, als über deine Art machst. Bleib dir treu und genieße auch ein wenig Zeit für dich.

    Liebste Grüße
    Sarah ♥

  • Reply Cathleen 11. Mai 2014 at 19:23

    Du hast mit deinen Gedanken echt was in mir bewegt, mir die Augen geöffnet.
    Ich muss wirklich mal ein “Danke” aussprechen, weil das bei deinen Texten so oft passiert.
    Liebe Grüße ♥

  • Reply Sophie 5. Mai 2014 at 23:46

    Du kannst die Gedanken wirklich toll auf den Punkt bringen und ausdrücken und deine Einstellung dazu finde ich wirklich sehr gut. :)

    Liebe Grüße ♥

  • Reply Blaine 5. Mai 2014 at 17:47

    Ein schwieriges Thema, das du gut beleuchtet hast. Ich schwanke mit meiner Meinung da mitunter auch sehr und wie leicht lässt man sich hinreißen, unreflektiert zu denken “ganz schön fett / hässlich /unvorteilhaft / …”. Wenn ich dann andererseits die realitätsverzerrenden Püppchenkörper und -gesichter auf Fotos sehe, dann ist das nur erschreckend und abstoßend und sehr, sehr weit entfernt von schön.

    Wie viel “gesund” ist noch gesund?
    Ich muss sagen, dass dieses Wort – also natürlich die viel viel coolere englische Variante – healthy ganz schön inflationär gebraucht wird. 5 Smoothies am Tag, die man götzengleich auf Instagram postet, zusammen mit den in-Sportklamotten-Selfies und am nächsten Tag heimlich die volle Dröhnung in Form von Vanille-Frozen-Coffee-dings-to-go, Burger und Macarons (die natürlich farblich zum Nagellack passen müssen), weil man sich ja auch mal “was gönnen” muss … das mutet für mich etwas schizophren an und doch sieht täglich über diverse Wege zu verfolgen.

  • Reply Romy 4. Mai 2014 at 16:26

    Ein sehr schöner Beitrag; mit Gedanken die sich vermutlich bei jeder im Kopf finden.
    Dass es nur diese eine Sorte Bilder, beispielsweise bei Instagram gibt, hängt aber auch mit dem Bild zusammen, das wir nach außen geben möchten. Ich habe schon öfter überlegt einen ähnlichen Beitrag auf meinem Blog zu veröffentlichen; mit meinen Gedanken und den teils kontroversen Folgen, aber ich mache es nicht, weil ich weiß wozu das führen kann. Wenn ich, mit dem Übergewicht kämpfend, auch noch schreibe wie mein durchaus normales Schönheitsideal aussieht, wie es mich nervt eine normale Portion zu essen und nicht stundenlang joggen gehen zu können, wird der Aufschrei á la “du musst doch aber…” und “schön wie du bist” und “Vorbild..” und und und ganz groß und laut. Und dann kommen die Menschen, die mir erklären wollen, ich solle doch einfach ein bisschen mehr Sport machen und mich gesünder ernähren und dann möchte ich ihnen am liebsten eben diese Bildchen um die Ohren hauen und fragen, mit welchem Recht sie der Meinung sind mir sagen zu wollen/können/müssen, ich solle mehr Sport machen und gesünder essen. Weil sie eben die Speckärmchen und den dicken Bauch und die Popelbeine sehen und die Assoziation bei einer dicken Frau nun einmal “isst zu viel, zu ungesund und treibt keinen Sport” ist. Und so ist es mit diesen Bildern: Wir haben bestimmte Vorstellung wie wir und unsere Welt zu sein hat und was dazu passt und was nicht.

    Bis vor zwei Wochen lief für Sat1 noch die Werbung für das Ratgebermagazin im Internet; in dieser Werbung ging eine Frau in einer Szene auf die Waage, schaute erschrocken und fasste sich an den Kopf, es kam der Einspieler “Ich will abnehmen” und die Waage zeigte 55 Kilo an. Ich war vermutlch nicht die einzige, die sich öffentlich darüber aufgeregt hat und so ist diese Szene mittlerweile aus der Werbung rausgeschnitten.

    Jede Dekade hat seine Trends und so waren es in den 80ern die schlanken aber sportlichen Frauen, in den 90ern die androgynen; die weiblichen waren weit davor.. der gesunde Mensch entspricht dem aktuellen Ideal gerade nicht wirklich, aber willst du in sein musst du drin sein.. Wie du, essen die anderen auch Nutellabrötchen und gehen nicht jeden Tag zum Sport, aber das posten sie nicht, weil es keiner sehen will.

    Warum nicht einfach mal das Foto von dir im Bett mit Buch und Nutellabrötchen posten? Als Statement? Um zu zeigen, dass es auch anders geht? Weil es nicht in unser aktuelles Ideal passt und wenn keiner damit anfängt, wird sich auch nicht viel daran ändern..

  • Reply Julia 4. Mai 2014 at 10:40

    genau das ist mir auch schon sehr aufgefallen.
    ich bin zwar nicht auf instagram, aber auf tumblr wird man von allen seiten (und gerade aus amerika schwappt wieder sehr viel zu uns rüber) mit fitness-bildern überhäuft.
    wie du sagst- am fit-sein und darauf zu achten, was man so täglich zu sich nimmt ist nichts falsch. aber nur wegen trends wie der oberschenkel-lücke sollte man es nicht übertreiben. nächstes jahr ist wieder etwas anderes trend.
    man sollte meinen, dass junge frauen gerade so ab 19 jahren doch genug geistesbildung besitzen, die grenze zwischen normal/gesund und krankhaft zu kennen. aber gerade die mädchen um 16 rum treiben sich inzwischen vermehrt auf instagram oder eben tumblr rum. für die wirds gefährlich.
    gott sei dank bin ich noch ohne solche sachen aufgewachsen. ich bin von haus aus immer dünn gewesen, wie meine eltern auch schon. aber erst seit ich alleine wohne habe ich gemerkt wie wichtig gesundes essen statt jeden tag fastfood ist. was sport ausmacht. (unbeweglichkeit? nach 5 treppenstufen schnaufen wie ein walross? kenne ich.)
    aber ab wann fangen frauen an, sich körperlich mit anderen zu vergleichen? ich kenne das überhaupt nicht. nachdem ich ja nicht in des anderen haut stecke kann ich auch nicht urteilen. im grunde sind ja sogar die ach so perfekten models unzufrieden mit sich.
    zu erkennen, dass beides (ernährung und fitness) für die gesundheit wichtig ist und nicht für das aussehen empfinde ich als den wichtigen unterschied, der aber in der medienwelt total untergeht.

  • Reply anonyma 3. Mai 2014 at 22:29

    ich hab ein ganz anderes problem, aber dasselbe prinzip: kurven,weiblichkeit, brüste,hintern. all das gilt in meinen kreisen als erstrebenswert. ganz andere ideale und idole als in der fitness welt. du klagst über eine breite hüfte? ich würde gerne weniger wie ein mann aussehen. das gefühl, ”zu wenig zu haben..zu sein..” ist so abartig schlimm.

  • Reply fitandsparklinglife 3. Mai 2014 at 10:13

    Ich stimme dir absolut zu!
    Ich selbst muss zugeben, dass ich dem “Clean Eating” verfallen bin, aber nicht weil es ein hipper Trend im Moment ist, sondern die einzige Möglichkeit für mich dauerhaft mein Gewicht zu halten.
    Ich selbst habe mal über 100kg gewogen und habe es geschafft sehr viel abzunehmen…ganz ohne Instagram, Facebook, Pinterest und wie die ganzen Plattformen heißen. Allerdings kam dein ein Cut und ich hab die letzten 10kg nicht mehr geschafft…zufällig bin ich mein Scrollen in Instagram auf Clean Eating gestoßen udn habe sehr viel danach gegoogelt. Ich glaube, hiermit habe ich für mich die perfekte Variante gefunden und die letzten Kilos schwinden auch…langsam, aber es tut sich was.
    Was ich damit sagen will: Es gibt TAUSENDE von Mädchen online, die einfach schon suuuuper dünn sind, sie essen gefühlt einen Hauch von nichts und wollen dann noch erklären was Clean Eating ist. Clean Eating bedeutet in ihrem Fall dann wohl eher, dass ihre Teller und Schüsseln Clean bleiben, aber nicht ihre Ernährung, denn die sucht man vergeblich.
    Ebenfalls muss ich Anna zustimmen, kein Mensch benötigt 100 Michael Kors Uhren, 20 LV Taschen und was weiß ich nicht was es noch gibt. Wir alle (ich stell das jetzt einfach mal so in den Raum) sind ohne diese Dinge groß geworden und wie haben wir uns entwickelt? Gut, wir haben richtige Freunde und sind nicht am “Wettrüsten” interessiert! Ich hoffe, dass diese Phase wieder abklingt, aber in einer Welt, in der der Konsum und dein Hab und Gut das Wichtigst ist, wird das wohl sehr schwierig

  • Reply Nadine 2. Mai 2014 at 23:18

    Jeder hat Tage an denen er sich zu dick oder zu dünn findet… Das ist normal, was ich nicht normal finde ist sich davon die lust am Essen nehmen zu lassen, ob als Vegetarier, Veganer oder was auch immer. Denn Essen bedeutet Lebensqualität. Für mich ist ein gutes Essen pures Glück. Ich esse viel zu gerne um irgend eine Diät an zu fangen. Fitness Accounts finde ich Grundsätzlich lächerlich. Die ganzen Mädels die denken sie wären was besseres weil sie jeden Tag 100 Sit ups machen Gewichte stemmen und grüne Säfte trinken. Ich verurteile niemanden der schon immer gerne Sport gemacht hat, für den es Hobby ist oder der im Verein ist, aber ich verurteile die jenigen die Mädchen die eig zufrieden mit ihrem Körper sind ein schlechtes Gefühl geben, weil sie vlt gerade in einen dicken Burger reinbeissen und dabei Fotos von Mädchen sehen die Freitags Abends im Fitnessstudio sind. Denn solange man nicht Übergewichtig ist und Angst haben muss das sein Gewicht schädlich für die eigene Gesundheit ist finde ich den Abnehmwahn einfach nur daneben. Sich in seinem Körper wohl zu fühlen hat auch viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Dir liebe Luise kann ich nur sagen das die meisten Mädchen für deine Figur morden würden, du kannst alles tragen ohne Angst haben zu müssen das es dich dick macht oder irgendwo Hüftspeck rausquillt. Zu lesen das du dich manchmal dick findest macht mich wütend und traurig zu gleich. Das ganze hat einfach überhand genommen. Daher folgt doch einfach diesen ganzen Fitness Seiten nicht mehr, denn die ziehen einen nur noch mehr runter, wenn man eh schon nicht zufrieden ist.

    lg

  • Reply Casey 2. Mai 2014 at 22:56

    Diese Gedanken kommen mir bekannt vor. Vor allem der Teil mit der Nase.. Da kommt einem der Gedanke, ob denn jede Frau ein Problem mit der eigenen Nase hat. Du hast mal wieder ein wichtiges Thema angesprochen! Manchmal frage ich mich schon, warum man denn das Foto vom Essen davor macht. Das drückt nicht im Geringsten aus, das es gut war. Das wäre mal eine Aktion – leer gegessene Teller fotografieren.

    Der Hang dazu, “dünn” als ideal anzusehen ist ja jetzt nicht neu. Neu ist nur, dass es so auf gesunde Ernährung und Sport bezogen wird. Ich weiß manchmal nur nicht, was ich davon halten soll. Einerseits bringt es mich dazu, mehr über meinen Körper nachzudenken, und was ihm gut tut. Aber im Endeffekt – wenn mein Körper Chips will, gebe ich ihm Chips. Will er Schokolade, dann wird es eben Schokolade. Dann will ich keine Karottensticks.

    Sehr guter Post, und vor alles sehr wertvoll!
    – Casey

  • Reply Joséphine 2. Mai 2014 at 20:21

    So ein toller Post, triftt total zu! Ich habe selber eine Essstörung und kann definitiv sagen, dass sie durch Medien etc. entstanden ist. Mein Ziel war es immer so zu sein wie all diese ”perfekten” Mädchen auf Instagram und co.Und jetzt? Jetzt habe ich meinen Körper kaputt gemacht und bin immernoch nicht glücklich.
    Lg Joséphine

  • Reply paula 2. Mai 2014 at 19:44

    oh ja, darüber habe ich mir auch des öfteren schon gedanken gemacht. ein sehr besorgniserregneder trend finde ich.. auch ich mach mir zu viele gedanken um mein gewicht und es gibt selten tage an denen ich mich wirklich wohl fühle in meiner haut :(
    ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥
    HIER gelangt ihr zu meinem Blog<3

  • Reply Nele 2. Mai 2014 at 15:51

    Du sprichst mir und scheinbar auch vielen anderen mit diesem Beitrag total aus der Seele. Ich fühl mich manchmal fast schlecht, wenn ich erst durch Instagram scrolle und sehe, wie viele heute wieder so gesund gegessen und ach so viel Sport gemacht haben während ich mir danach einfach Nudeln mit Bolognese oder sonst was reinziehe. Dann muss ich mich erst mal dran erinnern, dass das völlig in Ordnung ist, ich essen kann was ich will und Sport machen kann wann ich will, und nicht dann, wenn andere es auf Instagram posten. Klar ist es wichtig, Sport zu machen und nicht nur schlecht zu essen, aber es gibt doch so viel Wichtigeres als die Menge der Kalorien, die man zu sich nimmt, die Zahl, die die Waage einem zeigt oder den Kilometern, die man beim Joggen zurücklegt. Niemand, ob Blogger oder nicht, sollte nur darauf reduziert werden… Es ist einfach wahr, Sachen, die bei Instagram oder sonst wo gepostet werden, beeinflussen einen, ob man jetzt auch abnehmen möchte oder einfach nur auch den tollen Lippenstift haben will. Oft vergleicht man sich, und das sollte man nicht tun. Denn bei den Vergleichen kommt man selbst meist am Schlechtesten weg…

    Danke für diesen Post, er hat mich wieder einmal zum Nachdenken angeregt. Man muss sich viel öfter daran erinnern, was wirklich wichtig ist! Liebe Grüße & ein schönes Wochenende, Nele

  • Reply Paula 2. Mai 2014 at 09:42

    Ich finde deinen Beitrag auch ganz klasse. Ich ertappe mich auch dabei, dass Dinge, die oft auf Blogs und Instagram auftauchen, mich manchmal mehr beeinflussen und beschäftigen als mir lieb ist – egal ob jetzt hinsichtlich meiner Figur oder hinsichtlich neuer Sachen, die ich unbedingt brauche – und ich meine eigentlichen Schwachstellen dabei gern vergesse. Obwohl ich eigentlich weiß, dass andere Dinge viel wichtiger sind, lasse ich mich blenden von dieser.. nunja, Scheinwelt. Ich lese viele Blogs sehr gern, aber manchmal fühle ich mich doch, als sollte mir hier ein neues, besseres Leben verkauft werden & dabei habe ich selbst keinen Blog, sondern lese nur.
    Ich finde es toll, dass du so kritisch bist und nicht alles ganz genauso mitmachst..
    LG Paula

  • Reply Stephanie 2. Mai 2014 at 09:16

    Auch ich danke herzlich für diesen Post! Er war/ist notwendig in der heutigen Zeit. Ich selbst erlebe oft, das schöne, natürlich Mädchen vor meiner Linse Platz finden und mir sagen, dass ich doch bitte hier und da ein bisschen retuschieren soll, aber prinzipiell sind sie doch genauso wie sie da stehen perfekt! sie strahlen doch so oft eine große Sympathie aus und eine schöne Ausstrahlung ist doch mehr Wert, als perfekte Maße. Natürlich, das gebe ich auch offen zu schummel ich mal eine Sitzfalte weg oder retuschiere den bösartigen Pickel, der bei der Aufregung vor einem Fotoshooting entsteht, aber grundsätzlich bleibt der Mensch auf dem Bild sowie er ist. Mit seinen Grübchen und seinen kleinen Augenfalten und das ist gut so! Jeder sollte sich so wertschätzen wie er ist!!!

    Adieu! :)

  • Reply Delilah 1. Mai 2014 at 18:38

    Hallo Luise,

    dein Post trifft auf mich genauso zu. Ich würde meine Figur als sehr ähnlich wie deine beschreiben. Ich bin etwas größer und habe auch ca. 1-2 kg mehr drauf aber mich schockt es selbst, dass ich vor dem Spiegel stehe und mich selbst nicht als dünn empfinde, sondern als normal obwohl ich das eigentlich bin. Ich kann das nicht akzeptieren. Ich sehe andere Mädchen und denke: wow, die hat eine tolle Figur, sehe an mir herunter, vergleiche und bin verzweifelt. Das ist echt traurig. Andere machen mir Komplimente zu meiner Figur und ich selbst kann damit nicht übereinstimmen.

    Schönes langes Wochenede <3

  • Reply Anna 1. Mai 2014 at 13:13

    DANKE! Danke für diesen Post, liebe Luise.
    Ich finde das alles momentan nur noch nervig auf Instagram. Wenn ich mich in der Pause mal schnell durchscrolle, besteht 95 % der Posts aus gesundem Essen, dem Training am Legday und auch den auch so nicht im entferntesten schönen LV Taschen. Das nervt.
    Wo ist die Individualität? Und nicht nur der Unterschied, dass man Maracuja hat und der nächste IG Bananen.
    Das wahre Selbst, das wahre Innere.
    Die Entwicklung bereitet mir wahrlich Sorgen. Da gerade sehr junge Mädchen schon sehr früh auf diesen Social Media Plattformen teilnehmen und leider falsche Ideale vorgelebt bekommen. Das ist sehr gefährlich. Im Bezug auf Essen, aber auch auf eine Einstellung, was die Fixierung auf Marken angeht. Hallo? Wer hatte den früher schon mit 14 eine ganze Michael Kors Kollektion? Wahnsinn ist das. und kein guter.
    So, jetzt ist der Kommentar leider nicht nur ums Essen gegangen (ich lasse es einfach mal so stehen, dass ich dir da zustimme), aber ich musste meinem momentanen Instagram-Abfuck einfach mal Luft machen. Ich hoffe das ist ok.
    Alles Liebe für dich!
    Apropos: Dein neues Design ist unglaublich wunderschön.
    Bleib so wie du bist!

  • Reply Neele 1. Mai 2014 at 12:13

    Die größte Problemzone der Frau ist meist ihr Kopf… ;)

  • Reply Kathi 1. Mai 2014 at 10:12

    Liebe Luise,
    Das war der erste Eintrag den ich vor wenigen Tagen von dir gelesen habe und du hast damit sofort mein Herz erobert. Ich kenne schon einige Blogs, doch so richtig fündig, wonach ich gesucht habe, wurde ich nie – bis jetzt. Dein Blog ist genau die richtige Mischung aus luftigen Themen, kritischen Gedanken und wundervollen Bildern.
    Vorallem aber, find ich es toll, dass nicht “clean eating” und “thinspiration” propagiert werden, sonderen Wichtigeres, weniger Oberflächliches.
    Was ich dir auch sagen will, ist, dass du dir wirklich keine Sorgen um deine Beine, deine Hüften oder Sonstiges machen musst. Desto mehr Bilder ich sehe, desto öfter muss ich daran denken, was du nicht für eine Schönheit bist. Es ist wirklich traurig, dass Blogerinnen mehr Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie abnehmen und somit auch in einem Medium, das inspirierend wirken soll, ebenfalls Size 0 im Zentrum steht.
    Ich hoffe, du lässt dich nicht zu sehr davon beeinflussen und weißt, dass du schon wahnsinnig schön bist und nichts an dir verändern brauchst.
    Achja, das Problem mit den kurzen Beinen kenne ich zu gut – allerdings ist man selbst wahrscheinlich die Einzige, die das merkt. Bei dir ist mir nämlich nicht im Geringsten aufgefallen, dass sie zu kurz sind – auch wenn ich noch so genau suche! :)

  • Reply Mimi 30. April 2014 at 23:43

    Liebe Luise,
    Wie gerufen kommt dein Post, denn in den letzten Wochen habe ich sehr viel Gedanken über mein Essverhalten und meine Sportroutine gemacht..
    Die sportlichste war in den letzten Jahren nicht, das gebe ich zu doch ich arbeite dran..muss erstmal meine Sportart finden die mir Freude bereitet.
    Ich werde fast täglich auf allen möglichen Plattformen tumblr,instagram,pinterest etc.. mit Frühstück und gesunden Snacks gegen Gelüste und den perfekten Six Pack, den Frau jetzt so trägt konfrontiert..
    Langsam finde ichs nervig ständig nur Fotos von Essen und workout Bekleidung zu sehen und ich selbst bekomme ein schlechtes Gewissen.. unvermeidlich! Dabei lebe ich keineswegs total ungesund.. hier und da mal Zucker..es hält sich aufjedenfall im Rahmen, kein Grund zur Sorge.
    Doch den Perfektionismus der in der letzten Zeit angestrebt wird finde ich anstrengend.
    Ich merke selbst wie ich an mir zweifel und meinen Bauch zu unförmig finde nur weil ich keinen idealen muskulösen Six pack habe.. Lieber lernen sich zu akzeptieren als es zu übertreiben,das ist meine Meinung, auf eine Gesunde Lebenseinstellung sollte aber auch nicht verzichtet werden.
    Liebste Grüße :)

  • Reply Anna-Lena 30. April 2014 at 18:48

    Ich finde den post sehr schön. Du bringst mich damit immer wieder zum nachdenken. Ich bin noch relativ jung, in der bloggerszene nur als Zuschauer und eig hab ich auch kein problem mit fitness und figur. Allerdings geht es mir im Internet und in meinenn gedanken so schrecklich ähnlich wie dir. Ich will mich selber kontrollieren und verbessern, obwohl alles gut ist. Ich glaube manchmal braucht man solche Maßregeln um sich selbst ziele zu setzen und si zu verwirklich, aber wenn es zu viel wird, muss man sich eht Gedanken machen. Das insta-problem hab ich so noch nicht betrachtet gebe dir aber zu 100% recht. Werde mr selber mal Gedanken zu meiner Haltung dem kleines-frühsück-wahn gegenüber machen.
    Liebe grüße Anna-Lena

  • Reply Ulrike 30. April 2014 at 11:35

    Liebe Luise,
    ein wirklich toller und kritischer Artikel! Mir geht es zurzeit genauso. Ich bin 28 und habe vor 4 Monaten mein erstes Kind bekommen. Da tut sich gerade ein viel größeres Gewichtsproblem auf, als ich es je in meinem Leben hatte. Leider gehöre ich nicht zu denjenigen, die gleich nach der Geburt wieder schlank bin und ich kämpfe wirklich um jedes Kilo. Einerseits finde ich es von mir total bescheuert, dass ich zu viele Gedanken an mein Gewicht verschwende, wo ich gerade eine Schwangerschaft und Geburt hinter mir habe und andere Dinge (wie mein Baby beispielsweise ;)) im Kopf haben sollte. Andererseits schaue ich mir auch zu viele Fitnessblogs und Instagrambilder an – mehr als ich sollte wahrscheinlich ;) Ich will mich damit motivieren, auf der anderen Seite deprimiert es mich aber auch, weil ich eben noch nicht “perfekt” aussehe (und wahrscheinlich auch nie aussehen werde).
    Ich habe jetzt auch einen Blog angefangen, in dem dies Thema ist. Ich versuche damit auch kritisch umzugehen (hier ein Post zum Hype um den “After-Baby-Body”: http://oneyearofsunday.wordpress.com/2014/04/15/der-hype-um-den-after-baby-body/), aber irgendwie kann man als Frau nicht anders und auch wenn man genau weiß wie unrealistisch dieser ganze Schlankheitswahn doch ist, so wenig können wir uns auch davon lösen. Und auch wenn wir uns einreden, dass andere Dinge zählen und man sich so lieben soll wie man ist, hundertprozentig gelingt einem das nie. Ich bin da selbstkritisch und die Mehrzahl der Frauen auch. Vielleicht sollte man es aber auch aus einer anderen Perspektive sehen. So habe ich logischerweise nach der Schwangerschaft noch keinen flachen und schönen Bauch, mein Freund sieht dies aber anders: “Wie sollte ich deinen Bauch nicht schön finden, wo doch unser Baby darin war” :) Ich weiß, dass das Thema Schwangerschaft auf deinem Blog (noch) nicht viele anspricht, aber ich wollte mal ein Beispiel nennen, wie man Schönheit und Aussehen auch anders betrachten kann.
    So, jetzt genug von meinem Egopost, entschuldige den langen Kommentar.
    Danke für diesen tollen Post! :)
    Ganz liebe Grüße, Ulrike

    One Year of Sunday

  • Reply Kathi 30. April 2014 at 09:04

    Liebe Luise,
    ich habe deinen Post gelesen und ich hab mich dabei selbst nicken gespürt, ertappt gefühlt, verlegen und verschämt zur Seite gekuckt.
    Ich bin nicht unzufrieden mit meinem Körper – eigentlich – doch in Anbetracht all der Fitspo-Models erscheint er mir auf einmal viel zu weich, viel zu formlos, nicht “toned” genug.
    Ich kritisiere mich selbst, stelle mein Essverhalten und den Eiskaffee mit Sahne in Frage, lehne den Brownie ab und beim Lesen habe ich mich auf einmal gefragt: Bin das überhaupt ich? Ich bin nicht eines dieser Fitspo-Girls. Ich, das Mädchen, das Bücher verschlingt und Blogs liest und schreibt und dass mit offenen Augen durch die Welt gehen will.
    Dein Satz – “Sind kleine Frühstücksportionen – reichlich verziert – denn mehr wert als Gedanken” – ist so wundervoll, dass ich ihn mir aufschreiben werde und jedes Mal, wenn ich zweifle, werde ich ihn anschauen und mir denken: Ja, ich liebe Nutella, nein, ich esse keine Chia-Samen – aber dafür erlebe ich täglich 300 unterschiedliche Emotionen und das muss man auch erst mal schaffen.
    Danke für diese tollen Worte!
    Genieß deinen Tag,
    Kathi

  • Reply #nudelsalat 29. April 2014 at 21:32

    Ganz ehrlich? Indem du hier eine Pizza oder nen Teller Nudeln als was Besonderes hinstellst, reihst du dich wunderbar in diesen saudummen trend ein. Fehlst noch n Hashtag mit #heutemalvollreinhaun #nudelnimsektglas

    • Lisa 30. April 2014 at 01:25

      Da muss ich leider zustimmen. Ich hatte gehofft, der Post ginge in eine andere Richtung. Ernsthaft, du zelebrierst ausnahmsweise einen Tag Nudeln essen als den Ausstieg aus diesem verkappten Magersucht-Wahn, getarnt als #Fitspo? “Cheat Day” und sich morgen wieder schön für die Erlangung der (angeblichen) Traumfigur schinden. Erkennen, dass was falsch läuft, sein Verhalten aber nicht dementsprechend ändern können – da liegt schon was im Argen. Wofür? Instagram?

      Sorry, das alles ist wirklich nicht böse gemeint aber du hast das Problem ja selbst schon erkannt und ich finde diesen Post in Bezug auf das Thema potentiell gefährlich, denn er suggeriert, es wäre purer Luxus sich ab und an mal Nudeln zu gönnen – von wirklich ungesunden Sachen mal ganz zu schweigen. Sport und gesunde Ernährung ist das eine, seinen Tagesablauf und das gesamte Handeln nach dem Essen zu richten das andere.

    • #nudelsalat 30. April 2014 at 21:50

      1 von über 70 kommentar hat mir zugestimmt. habe die ehre, liebe gesellschaft.
      und liebe luise, nimm uns unsre meinung nicht böse, aber nimm sie wahr.

  • Reply Johanna 29. April 2014 at 20:47

    Ein wirklich wundervoller Post, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Wenn ich mir so meine abonnierten Instagramaccounts anschaue sind das zu 80% irgendwelche Fitnessseiten. Mein Stream ist voll mit Bildern von ‘perfekten’ Figuren, gesundem Essen und Workoutideen. Ich bin dünn, sehr dünn. Eines dieser Mädchen, die essen können, was sie wollen. Das Problem ist, ich sehe mich als normal an, als normal schlank, nicht als besonders dünn. Für mich ist meine Figur normal, meine ganze Familie sieht so aus. Ich weiß, dass meine Wahrnehmung sehr wahrscheinlich verzehrt ist und versuche immer, von diesem Denken wegzukommen. Ich habe schon immer Sport getrieben, aber seit es eben diese “healthy”-Welle gibt, versuche ich mich gesund zu ernähren, mehr Sport zu machen. Ich möchte die perfekte Figur haben. Vergleiche mich mit anderen. Und das ist eigentlich so falsch. So, so falsch. Ich mag meinen Körper so wie er ist, schon immer, aber jetzt gibt es manchmal Momente, in denen ich nicht zufrieden bin. Und das sollte nicht sein. Vielleicht sollte ich einfach mal mein Handy weglegen, raus gehen, mich mit Freunden treffen – denn das, das ist gesund!
    Danke Luise für diesen Post, einfach nur danke <3

    P.S.: JEDER IST SCHÖN, SO WIE ER IST – JEDER!

  • Reply Linda 29. April 2014 at 20:01

    Wirklich toller Text und du hast es mal wieder genau auf den Punkt gebracht! :) und ich muss sagen, dass ich es genauso empfinde, denn an meiner Schule ist zur Zeit wirklich jedes Mädchen betroffen von diesem Fitnesswahn und will den perfekten Summerbody haben und kein Gramm Fett mehr am Körper haben! Ich finde es wirklich erschreckend wozu uns diese großen Plattformen verleiten und was sie mit uns anstellen….

  • Reply Isabell 29. April 2014 at 19:47

    Erst ein einmal ein großes Kompliment für diesen bewegenden und vor allem ehrlichen Blogpost! Ich finde es total mutig so sehr seine Gefühle und Gedanken öffentlich zu machen, besonders zu so einem kritischen Thema – mein vollster Respekt! Gerade, weil es zur Zeit alle machen, aber keiner mal hinter die Fassade schaut… Ich merke selbst, wie man sich selbst plötzlich viel kritischer betrachtet. Man steht ja im Prinzip ständig inmitten eines riesigen Wettbewerbes darum, wer nun das tollste Frühstück, die beste Figur und das härteste Workout hat. Warum muss sich der Mensch nur ständig mit seinen Mitmenschen vergleichen!? Warum akzeptiert man sich nicht einfach so, wie man ist – individuell, verschieden, ganz anders….!? Auf diese Frage wird es wohl nie eine Antwort geben. Vielleicht leiden wir auch alle einfach nur an einem zu kleinen Selbstbewusstsein, wenn wir uns ständig mit anderen messen (müssen).
    Ich fand´s aber auch mega interessant, dass wir genau gleich groß sind, ähnliches Gewicht haben, aber aus meiner – sehr subjektiven, wahrscheinlich auch wieder mega selbstkritischen Sicht – eine recht verschiedene Figur haben. ;-) Was ich so von dir gesehen habe, hast du eine absolut perfekte Figur! Was aber viel VIEL wichtiger ist, ist deine wahnsinnig tolle Ausstrahlung, die mich auf Fotos immer wieder begeistert.
    Mach bitte genau so weiter, sei nicht zu kritisch!
    Liebste Grüße aus dem schönsten Freistaat Deutschlands ;-)
    Isabell

  • Reply Sandra 29. April 2014 at 19:35

    Huhu Luise,
    ich bin ganz deiner Meinung. Durch meine Mitbewohnerin und ihre Freundinnen, die alle Ernährung und Sport studieren bekomme ich das Ganze hautnah mit. Allesamt sind schlank, essen gesund und treiben viel Sport. So viel sogar, dass ich mich habe anstecken lassen. Nur deshalb gehe ich ins Fitnessstudio. Um nicht außenvor zu sein und doch ein wenig mithalten zu können. Natürlich tut es mir gut und wir alle essen Schokolade und ab und zu Pizza, aber trotzdem mache ich mir seitdem doch viel mehr Gedanken über meine Ernährung.
    Dein Post spricht mir wirklich aus der Seele. Ich schaue mir auch diese Bilder auf Instagram und Co. an, aber finde es teilweise auch erschreckend, wie dünn die Mädls dort doch sind.
    Liebe Grüße,
    Sandra :)

  • Reply Anni 29. April 2014 at 19:15

    Großartig geschrieben und genau auf den Punkt getroffen

  • Reply Kati 29. April 2014 at 17:54

    Danke danke danke für diesen sehr ehrlichen Post, denn ich habe schon daran gezweifelt ob nur ich das so empfinde :-D Ich glaube sogar zu wissen welche Bloggerin du meinst und ich kann sie verstehen. Ich war in einer ähnlichen Situation obwohl ich bei weitem nicht so bekannt und beliebt bin, allerdings reichen dünnere Beine schon für mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung aus. Dass man im Untergewicht bzw krank ist , daran denkt keiner. Das macht einem schwer sich davon zu “erholen”

  • Reply Julia 29. April 2014 at 17:40

    Ganz, ganz toller Post! Vielen Dank dafür, liebe Luise!
    Ich muss sagen, dass ich mich selbst immer öfter bei dem Gedanken ertappe, dass ich doch öfter Sport machen und mehr gesundes Zeug essen sollte. An und für sich ist das ja auch nicht schlecht, aber die Dimensionen, die das mitunter vor allem auf Instagram annimmt, machen mir schon etwas Sorgen.
    Allerdings muss ich auch ganz ehrlich zugeben – jedes Mal, wenn ich ein Bild von einem matschigen Porridge auf Instagram sehe, schmeckt mir mein Marmeladenbrot noch tausendmal besser, weil ich weiß, dass ich darüber stehe, weil ich weiß, dass ich essen darf, was mir schmeckt und mir guttut. Ich glaube, wie du auch schreibst, das wichtigste ist, auf seinen Körper zu hören und so gut es eben geht, die anderen auszublenden. (Ich zähle auch zu der hassenswerten Fraktion der “Ich kann alles essen, was ich will und nehme nicht zu”-Mädchen und versuche trotzdem, auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung zu achten, wobei für mich aber ausgewogen bedeutet, dass ich das esse, was mir schmeckt und dazu zählen Haferflocken nicht, dafür aber “böse” Kohlenhydrate und Schokolade – natürlich alles in Maßen!)
    Übrigens finde ich, dass du eine wunderbare Figur hast! Lass dich nicht von anderen aus der Ruhe bringen, sondern steh darüber. Das macht viel mehr aus als ein flacher Bauch.

  • Reply Lana 29. April 2014 at 16:38

    Ein toller Text! Viel zu viele werden nur auf Körperlichkeiten reduziert, und anstatt sich über ein Kompiment zu erfreuen, wird die nächst Problemzone breitgetreten. Du liegst total richtig damit, dass wir uns viel mehr mit dem wirklichen ‘Uns’ beschäftigen, und uns mal was gönnen müssen. Denn für ein Eis oder Nudeln muss man sich ja wohl nicht schämen?! Genuss ist genauso gesund wie nur Gemüse, ausgewogen und von allem etwas tut gut.

  • Reply Johanna 29. April 2014 at 15:28

    Vielen lieben Dank für den tollen Text! Du hast so was von Recht. :)

  • Reply Lisa 29. April 2014 at 14:05

    Wow, das war ein wirklich richtig guter Text. Und in irgendeiner Form hast du mich damit richtig erreicht. Ich folge vielen Insta-Mädels die Hashtag #fitspo und Ähnliches im Überfluss benutzen. Ich sehe mich zur Zeit auch sehr kritisch, und ich weiß, dass ich an meinem Körper etwas ändern will und muss, aber du hast vollkommen damit Recht, dass das Herz und die Seele wichtiger sind. Dass es um Gesundheit geht und nicht um Mager- oder Sportwahn. Ich lese deinen Blog gerne, auch wenn ich deine Posts manchmal etwas schnulzig finde. Das heute aber ist richtig richtig gut. Ich hoffe, dass das viele Leute lesen und sich Gedanken darüber machen. Ich tu es – Danke dafür! ♥

  • Reply Fräuleins Tagebuch 29. April 2014 at 13:58

    Liebe Luise,
    ich finde es mutig von dir so ein Thema anzusprechen, denn daran scheiden sich die Geister. Kritik an denen, die ihre Meinung äußern, ist nicht selten. Die Message dahinter finde ich sympathisch. Jedoch muss ich gestehen, dass ich mich nun, da ich den Text gelesen habe, fast ein wenig schuldig fühle. Ich bin um einiges schwerer als du, habe das jedoch nie als Problem betrachtet. Die Tatsache, dass sich auch durchaus schlankere Frauen Gedanken über ihre Figur machen, gibt mir etwas zu denken. Wenn sie sich selbst schon als “normal”, insgeheim vielleicht aber “ein bisschen zu viel” empfinden – wie sehe ich dann wohl in ihren Augen aus? Natürlich sollte mich so etwas nicht kümmern. Tut es eigentlich auch nicht. Werde ich allerdings darauf gestoßen, tauchen Fragen dieser Art unweigerlich auf. Ich kann mir vorstellen, dass du es mit deinem Text gut gemeint hast und vielen aus der Seele sprichst. Wie schon gesagt: die Message finde ich klasse! Die direkten “Vergleichswerte”, die du am Anfang lieferst, könnten die ein oder andere aber vielleicht ein wenig verunsichern. Auch wenn ich die Absicht verstehe, die dahinter steckt. Nämlich dass unsere Selbstwahrnehmung nicht rational ist. Dennoch habe ich mit meinen 21 Jahren eben schuldbewusst die Kekspackung weggelegt.
    Ich hoffe du nimmst mir meine sachte Kritik nicht übel und verstehst, was ich damit sagen wollte. Es ist zugegebener Maßen nämlich etwas umständlich ausgedrückt. ;)

    Liebste Grüße!

  • Reply Julia 29. April 2014 at 12:52

    Ein Artikel der mir wirklich gut gefällt und meiner Meinung nach die momentane Problematik auf Blogs und Instagram. Selbstverständlich ist es toll, wenn man sich gesund ernährt und viel Sport treibt. Aber ich habe in den letzten Wochen auf manchen Blogs eine ziemliche Besessenheit (!) von diesem Thema entdeckt. Nach dem Motto, abends beim feiern gehen bloß keinen Alkohol trinken UND Chips essen, das macht fett. Ich denke solche Aussagen sind absolut unangemessen.
    Ich finde es wirklich mutig von dir, dass du zugibst
    Bleib wie du bist!

    • Julia 29. April 2014 at 12:55

      …zugibst dich manchmal auch fast ein bisschen von diesem “Druck” mitreißen zu lassen scheinst. Umso besser finde ich, dass du dagegen wirkst und es offen ansprichst.
      Ich denke es geht vielen deiner Leserinnen so, einschließlich mir.
      Zuallerletzt: lass dich nicht verunsichern, du hast eine wirklich hübsche Figur und deine Lesern bewundern dich für dein Talent zu schreiben und nicht für das Talent sich von der Masse der Istagrammer mitreißen zu lassen und nun auch zum Kalorienzähler und Sportjunkie zu werden…

  • Reply Johanna 29. April 2014 at 12:29

    Liebe Luise, dein Post hat mir unheimlich gut gefallen. Ich bin nicht zufrieden mit meinem Körper und besitze leider eine unglaubliche Vorliebe für Pizza und sehr wenig Durchhaltevermögen, wenn es um Sport geht.

    Ich folge auch sehr vielen Mädels auf Instagram, die täglich ihre gesunden Mahlzeiten hochladen und sich gegenseitig zum Sport treiben motivieren. Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Menschen bewundere und oft davon träume, auch so zu sein. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass einige (definitiv nicht alle) es übertreiben. Sie sind superschlank und durchtrainiert aber wenn sie an Ostern zwei Tage nicht ins Fitnessstudio gehen, werden sie wahnsinnig. Das ist dann alles andere als schön und auch nicht mehr unbedingt gesund, finde ich.

    Dass du so tolle Texte schreibst, ist der Grund, warum ich deinen Blog so gerne lese. Es würde überhaupt nicht passen, wenn du jetzt auch anfangen würdest, deine Mahlzeiten zu posten oder ähnliches. Bei deinem Blog geht es doch um etwas ganz anderes. Und ich bin froh, dass du so bist wie du bist!

    Ich habe gerade einen Kommentar hier gelesen und bin unglaublich wütend geworden.
    Wie kann man sagen, dass du “alles andere als Kleidergröße 34 aussiehst”?
    Ich finde das nicht nur unverschämt, sondern auch richtig dumm.
    Wer so etwas schreibt, ob es stimmt oder nicht, zeigt nur, dass der Verstand irgendwo stehen geblieben ist.
    Sowas ist wirklich unglaublich.
    Ich hoffe, du weißt, wie gut du aussiehst und lass dich ja nicht unterkriegen!

  • Reply Lotti 29. April 2014 at 12:03

    Liebe Luise,

    und genau jetzt freue ich mich wieder darüber, kein Instagram zu haben- was nicht heißen soll, dass es mir nicht genauso geht. Allerdings schiebe ich meine kleine Gewichtszunahme auf die Pille und mache viel mehr Sport als früher. Ich glaube, wenn ich meinen Freund nicht hätte, dann wäre ich viel unglücklicher mit mir selbst, weil wir Mädels immer Menschen brauchen, die unser Selbstbewusstsein wieder aufbauen und uns zeigen, dass wir so viel mehr sind als ein schöner Körper mit Ecken und Kanten.
    Ich bin überzeugt davon, dass es auch in deinem Leben solche Menschen gibt und welche beste Freundin würde uns je belügen?!

    Bleib stark und schreibe weiter deine Gedanken auf, die sind viel bereichernder als jeder viel zu dünne Outfitpost!

    Alles liebe, fühl dich gedrückt

    von Lotti

  • Reply Lynn 29. April 2014 at 11:58

    Wow! Dieser Text ist so beeindruckend und ja er spiegelt genau meine Gedanken momentan wieder.
    Ich bin grade ganz überrascht wie genau.

  • Reply Franzi 29. April 2014 at 10:31

    Hallo Luise,

    dieser wunderbar verfasste Beitrag erinnert mich an ein Gespräch mit zwei Freundinnen am letzten Samstag.
    Wir redeten über unsere Körper, ich bin dünn, habe aber Kurven – und ich liebe meinen Körper, nur an der Hüfte könnte es was weniger sein, aber so bin ich und das ist okay- etwas weich, aber dafür auch weiblich.
    Meine besagten Freundinnen, die dünnsten von meinen 7 Mädels, haben letztes Jahr noch rumgemotzt, dass sie dicker werden müssen, die Arme zu dünn, kein Arsch in der Hose. Und am Samstag? Beschwerten sie sich, die eine hätte zu dicke Beine, die andere Cellulite. In diesem Jahr zugenommen haben sie übrigens nicht!
    Das hat auch mich nachdenklich gemacht. Die Schuld trägt Instagram, es macht einen schier verrückt.
    Auch ich ertappe mich öfter dabei, wie ich mir verbieten will ein Nutellatoast zu essen oder Chips beim Filmeabend zu genießen. Aber manchmal muss das sein, manchmal will ich einfach ich sein können, auch mit Hüftspeck, und Schokolade ist doch wirklich manchmal viel nötiger als #lowcarb.

    Danke für diesen Beitrag und danke dafür, dass du es ganz vielleicht schaffst auch anderen die Augen zu öffnen. Gesunde Ernährung und Sport sind wichtig, aber nicht alles.

    Liebst, Franzi

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 10:57

      Hey Franzi, genau gesunde Ernährung und Sport sind wichtig, aber nicht alles. Unterschreibe ich so!! Das Instagram der einzige Grund ist, würde ich mal bezweifeln, aber es trägt natürlich dazu bei. Aber allg scheint sich der Trend dahingehend zu entwickeln…Ich bin momentan aber auch etwas ratlos, woher das noch kommen mag…

    • Franzi 29. April 2014 at 11:58

      Das Instagram der einzige Grund ist wollte ich auch nicht sagen, habe mich tatsächlich was blöd ausgedrückt. Natürlich tragen alle sozialen Netzwerke und Medien etwas zu dem Trend bei.
      Ich persönlich empfinde es bei Instagram aber noch einen ticken ausschlaggebender, da hinter den Profilen “echte Personen” stecken, die man teilweise sogar privat vom sehen kennt (hier rede ich jetzt nicht von Bloggern sondern von Bekannten aus dem eigenen Dorf), für mich macht das mehr aus, als bei Tumblr eine Silhouette von einem dünnen Mädchen zu rebloggen…

  • Reply Zoey 29. April 2014 at 07:42

    Schlechter und unnötiger Post. Ganz ehrlich, was sollte das? Sport und gesunde Ernährung zu kritisieren? Niemand ist gezwungen sich auf eine bestimmte Art zu ernähren nur weil man Bilder auf Instagram sieht….Du siehst auch alles andere als Kleidergröße 34 aus, tut mir leid. Vielleicht findest du dich in wirklichkeit nicht als “normal” und hast unbewusst Angst vor der Bikini-Season ;)
    Aber wahrscheinlich lässt du diese Kritik sowieso nicht online posten

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 10:56

      Was für ein Kommentar. Bitte lies dir den Artikel doch noch mal durch und überdenke deine Worte :-)
      Und natürlich lasse ich solche “Kritik” stehen, du bist dafür verantwortlich, nicht ich.

      Alles andere als 34?

  • Reply Ronja 28. April 2014 at 23:25

    Ein richtig toller Post. Wahre Wort, trotz der Angst sich vielleicht verletzlich zu machen. Und wie recht du hast! Mir gingen vor einer Woche genau die gleichen Gedanken durch den Kopf. Diese ständigen Gedanken ums Essen, die eigene Figur, der Vergleich mit anderen. Und sind wie mal ehrlich-Haben wir sie nicht alle? Das schlimmste ist, dass all die Gedanken nur in uns stattfinden. Kein Mensch denkt so über andere. Keiner denkt so über die beste Freundin. Warum lassen wir es zu, dass wir uns erlauben so mit uns selbst zu reden? Wir werden beeinflusst von außen, bilden irgendwelche Konstrukte in unserem Kopf und vergessen dabei ganz uns selbst zu zu hören. Will ich jetzt wirklich diesen Salat essen, oder will ich das nur, weil ich es sollte?
    Summa summarum: Toller Post!
    Liebe Grüße, Ronja

  • Reply Anonym 28. April 2014 at 23:22

    Hallo liebe Carrie,

    Ich schreibe anonym weil ich das was ich nun sagen werde wirklich nicht öffentlich machen möchte.
    Also dein post entspricht zu 100 Prozent der Wahrheit und hat mich zum Weinen gebracht.
    Ja ich hatte wirklich tränen auf den Wangen!
    Ich hab eine Essstörung und das jetzt schon seit gut einem jahr und es ist nicht auszuhalten. Deine Worte, dass wir uns um unseren Charakter kümmern sollen, uns nicht so schnell reizen lassen und die ganzen Gedanken rund um die Figur einfach mal ruhen lassen, haben für mich persönlich sehr viel mehr Bedeutung als nur einfache Worte.
    Meine Essstörung fing durch eine Zunahme an, die wirklich nicht drastisch war. Ich sage mal ich sah noch vollkommen ok aus. Nahm also durch ständiges Kalorien zählen sehr sehr schnell an Gewicht ab. Ich bin der Meinung dass nicht nur Kilos runter gegangen sind sondern auch eine Menge an der Erkenntnis wie man richtig lebt ohne einmal nicht ans essen zu denken.
    Natürlich nahm ich wieder zu und los ging es mit der bulimie.. Was alles noch viel schlimmer gemacht hat.
    Mein psyische leidet so extrem darunter, dass meine Laune nur noch im Keller ist, ich ständig auf alles und jede Reaktion genervt reagiere und mich von allem abkapsel.

    Ich wollte hier keine große Rede halten, aber bei deinem Post musste ich meinen innerlichen Druck frei lassen. Zudem auch niemand von meiner Situation weiß.

    Danke für den bewegenden und augenöffnenden Eintrag!!

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:00

      Hey Anonym,

      einerseits tut es mir Leid, dass du wegen meinen Worten weinen musst, andererseits freut es mich, dass du dich irgendwie selbst zur Rechenschaft ziehen konntest.
      Bitte such Dir professionelle Hilfe und pass gut auf Dich auf.

      Alles Liebe,
      Luise

  • Reply Elena 28. April 2014 at 22:28

    Ein Post der ein Problem von “den Mädchen von heute” erfasst! Ich bin selbst 174cm groß und wiege 54-56kg. Ich bin einer der glücklichen Menschen die essen können und nicht zunehmen dabei. Bis vor wenigen Monaten habe ich eigentlich alles gegessen und auch sehr viele ohne mir Gedanken über meine Figur zu machen (Wozu auch? Ich werde ja nicht dicker…). Aber plötzlich hat es “klick” gemacht und seitdem habe ich plötzlich ein schlechtes Gewissen wenn ich Schoki und Co esse und ich weiß einfach nicht warum, weil ich dünn bin und auch zufrieden mit meiner Figur. Zum Glück besiegt die Lust nach dem Süßen immer meine “Bedenken”.

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:01

      Elena, danke für deinen ehrlichen Kommentar
      Schoki ist super!
      Aber auch, wenn man nicht zunimmt und dabei alles essen kann, was man will, muss man natürlich auf eine ausgewogene Ernährung achten und Sport treiben – so viel und in so einem Maß, dass es Dir gut tut natürlich :-) Denn zu viel Schokolade, Cola und Pommes können eben auch wirklich runter ziehen !
      Aber das weißt du sicherlich :-)

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:02

      ABER gönnen muss man sich natürlich :-)

  • Reply Kiwi 28. April 2014 at 22:27

    Liebe Luise, bitte verlier dich nicht in dem ganzen “Plastik-Lifestyle”. Lass das innere Wackeln nicht zur Tagesnorm werden. Dass du nicht spindeldürr, sondern NUR (running gag) schlank bist, gibt dir meiner Meinung nach so viel Souveränität, so viel Charakter und Stärke. Du zeigst das “Köpfchen”, wonach du im Post gefragt hast und das unterscheidet dich von den ausgezehrten Modepüppchen, den genervten Schönheiten, deren Leben sich nur um sie selbst dreht.

    Pass auf dich auf, du bist wertvoll!
    & damit dir das nicht nur andere sagen: tu dir weiterhin Gutes!

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:02

      Danke für deinen aufbauenden Kommentar, Kiwi <3

  • Reply Lulu 28. April 2014 at 22:21

    Toller Text, der mal wieder alles auf den Punkt bringt.. Die traurige Wahrheit der heutigen Gesellschaft, vro allem der der Jugend aufzeigt.
    Ich bekomme oftmals zu hören: “Warum machst du nicht eigentlich mal bei GNTM mit? Du hast die perfekten Maße!” – Warum nicht? Ich würde sterben bei der Ernährung und dem Fitness Programm – mal ganz davon abgesehen, dass ich diesen Magerwahn nicht unterstützen mag!
    Dann gibt es noch diese Frage, die ich wirklich mindestens 1 mal wöchentlich höre: “Wie machst du das? Wie bleibst du so schlank und kannst trotzdem alles essen? Ich will auch so sein!”
    – Ich bin nicht wirklich stolz darauf bei 1,80 gerade mal (wenn ich gut bin) 62- max. 65kg zu wiegen.
    – Ich ernähre mich sehr ungesund, unregelmäßig, zu viel süßes und vor allem zu viel von dem ungesunden.
    Also auch da kein Vorbild.
    – Mein Glück ist es ganz allein, dass ich einer super arbeitenden Stoffwechsel habe, anderseits habe ich
    super schnell Kreislaufprobleme & auch das ist nichts schönes!
    – Und ich renne auch nicht ins nächste Fitnessstudio, nein ich liebe es 2 Stunden im Stall zwischen den
    Pferden zu stehen und nach und nach die vollen Schubkarren auf den Mist zu fahren..
    Meine Antwort auf diese Frage: “Meine Liebe, deine Figur ist Top! Alles andere ist eine Lüge!”
    Ich denke die Leute aufzubauen im Sinne von, schau dich an – du siehst gut aus. Ist besser als ironisch zu sagen: “Haha du bist jaa sooooo Dick” – Weil das immer falsch aufgefasst wird (:

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:06

      Lulu, ein herrlicher Kommentar – und da fällt mir auch wieder etwas auf. Sport, sportlich sein – das heißet heute für viele:ab ins Fitnessstudio! Aber das ist doch eigentlich so viel mehr! Raus! In die Natur! Sport treiben mit Freunden, mit Tieren!!

      Pass bitte trotzdem auf, dass du dich ausgewogen ernährst und deinen guten Stoffwechsel nicht ausnutzt :P

  • Reply Anne 28. April 2014 at 22:12

    Toller Post. Beobachte dieselbe Entwicklung, auch hautnah im Fitness Studio. Ich mag meinen Körper, besonders seit ich sehr regelmäßig Sport treibe. Ich stelle mich gern nach dem Training vor den Spiegel. Ich ziehe mich um vor anderen Frauen ohne Scham, und ernte dafür oft abwertende und missgünstige Blicke. Wieso? Ich weiß es nicht. Ich bin nicht perfekt, habe ein bisschen Cellulite, einen großen Hintern aber ich habe dank Training auch einen flachen Bauch und straffe Arme. Das verstehe ich bei MIR unter schön. Doch Schönheit hat viele Facetten. Unsere schlimmsten Kritiker sind wir selbst. Die Männer lieben uns viel eher als wir uns selbst. Wir können sofort sagen, was an unserer Freundin schön ist, doch an uns selbst? Ich halte instagram und Co. für ein viel höheres Risiko als klassische Medien. Dort wird Fitness und Schönheit zur Perversion getrieben. Ich mag mich. Auch an einem cheat day. Und auch wenn ich mich für Sonne statt Fitness entscheide. Gesunde Ernährung und Sport sind mir wichtig. Sie sind aber Mittel zum Zweck und nicht Lebensinhalt. Das ist meine Bildung und das sind die Menschen die ich liebe.

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:07

      Anne, ein ehrlicher Kommentar, der mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert!! :-)
      Wie du schon sagst, Sport und gesunde Ernährung gehört eben dazu, aber sollte nicht unser Leben bestimmen!
      Bleib so, wie du bist :-)

  • Reply Elena 28. April 2014 at 22:04

    Luise, du sprichst mir aus der Seele.
    Denn, es ist nicht nur so dass sich Leute um ihre Figur sorgen machen, die vielleicht an Übergewicht leiden, sondern auch Mädchen mit schlanker Figur. Mein Leben lang, hatte und habe ich eine gesunde und schlanke Figur, doch meine Gedanken kreisen so sehr um meine ‘kleinen’ Problemzonen’ und ich merke, so komme ich nicht voran. Ich bin der Meinung, dass wenn man etwas an sich ändern möchte, sei es jetzt auch optisch, dann sollte man es tun. Aber halt auch so wie du schreibst, es sollte gut tun. Ich habe nichts gegen Mädchen, die sehr schlank sind, vielleicht zu schlank? Aber ich habe was dagegen, wenn Leute aus irgendwelchen Gründen scheinen eine Meinung zu haben und Vorwürfe gegen zu dünne oder sonstige Figuren abgeben zu müssen. Jeder sollte so aussehen wie er mag. Ich persönlich mag das ‘Schlanke/Gesunde’ an mir und auch an anderen, aber es gibt genauso wunderschöne sehr kurvige Mädels, nur weil sie nicht 34 tragen, heißt nicht dass ich sie nicht schön finde, nur weil ich von mir selbst ein anderes Bild habe..
    ah Luise, tut mir Leid, wie lang mein Kommentar geworden ist..
    Sehr schöner Post!
    <3

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:09

      Hey Elena,

      wieso entschuldigt ihr euch denn alle für lange Kommentare? Ich finde das großartig von euch zu hören, eure Gedanken zu lesen und nachvollziehen zu können – deine Einstellung finde ich klasse :-)
      Auch ich finde kurvige Frauen wunderschön, schlanke Frauen ebenso – jeder Körperbau kann toll aussehen, aber nur so lange, wie es gesund ist! Und dabei meine ich beide Extreme – ungesund dünn und ungesund dick – dann spätestens muss man wirklich Alarm schlagen !

  • Reply Katharina 28. April 2014 at 21:45

    Dieser Post spricht mir aus der Seele! Sehr schön geschrieben ;) ich denke viele Mädels und viele deiner Leser teilen deine Meinung. Ich habe das “Glück”, dass ich mir gegenüber in Hinsicht auf Diät und Sport nie konsequent sein konnte ..und schon längere Zeit mich so akzeptiert habe wie ich bin. Ich habe keine Top-Figur, aber wenn ich meine 38 tragen kann dann freue ich mich und denke das ist schon okay so, und fühle mich wohl!
    Auch wenn es abgedroschen klingen mag, ich glaube das der Fokus den man auf seine Figur usw. legt sehr davon abhängt wie reif man innerlich ist. Das hat nicht unbedingt mit dem Alter zu tun, sondern mit der Selbstzufriedenheit und der Fähigkeit zu akzeptieren was aus dem eigenen Körper zu holen ist und womit man sich wohlfühlt. Und wenns dann mal nach Weihnachten ne 40 oder 42 ist, mein Gott.. dann ists so. Andere denke vielleicht ich sei verrückt, die das hier lesen :D
    Klar, möchte ich auch gerne wieder mehr Sport machen und meine Figur trotzdem optimieren.. das ist ja auch okay, wir sind eben alle Frauen. Aber ich richte nicht mein Leben danach aus! Auf diese extreme Weise wie es momentan überall zu sehen ist.. ich denke alle wissen, was für einen Wahn an Sport und #skinny blabla du hier ansprichst. Ich frage mich ob die Personen wirklich so denken wie sie es online darstellen, dass das ja alles so super ist oder sich heimlich auch lieber ein Nutella Brötchen wünschen.

  • Reply Linda 28. April 2014 at 21:44

    Liebe Kleinstadtcarrie,

    tut mir Leid, dir das sagen zu müssen, aber dieser Post gefällt mir überhaupt nicht. Mit deiner Botschaft hast du vollkommen recht: Man denkt zu viel über seinen Körper, sein Essen nach anstatt einfach mal zu LEBEN. Diese ständigen Kämpfe um das beste Foto auf Instagram, wo man seine möglichste dünnen Beinchen mit möglichst großer Lücke in möglichsten knappen Outfits zur Schau stellt nerven einfach nur. Auch ich bin nicht unbedingt jemand, den man als dünn beschreiben würde, aber ich sehe nicht ein, warum ich mich wie ein Hase benehmen muss, der täglich zwei Kohlköpfe verschlingt, die mich nicht satt machen und mir dazu noch schreckliche Bauchschmerzen bereiten, obwohl es doch so viel leckere und angenehmere Sachen gibt! Aber um nun zu meinem eigentlichen Anliegen zurückzukehren: deine ersten Sätze haben mich komplett aus der Bahn geworfen. Ich sehe mich nicht als dick an, auch nicht als unbedingt schlank, aber würde mich als komplett durchschnittliches Mädchen bezeichnen. Wenn ich dann deine Maße sehe und lese, dass du dich als normal beschreibst.. dann sehe ich an mir herunter und plötzlich fange ich noch viel mehr daran zu zweifeln, an meiner Figur, meinem Gewicht, meinen Körperteilen. Ich mag deine Texte, aber wenn die Einleitung nicht passt, dann passt der Rest irgendwie auch nicht.

    • Kleinstadtcarrie 28. April 2014 at 21:51

      Linda, dann ist das vielleicht gerade der Punkt, bei dem ich bei mir selbst ansetzen muss.
      Ich sehe es ja selbst an meinem Gewicht, an der Kleidergröße die ich trage, dass ich absolut nicht dick bin, sondern eher dünn – aber so sehe ich mich nicht im Spiegel, dass ist es ja, was ich versuche zu beschreiben, was mir ein bisschen Angst macht!

    • Julia 28. April 2014 at 23:12

      Liebe Luise,

      ich stimme Linda in dieser Angelegenheit zu. Deine Maße sind toll – aber entsprechen nicht der “Durchschnittsfigur” einer jungen Frau. Ich bin gefestigt genug um das zu wissen, ich glaube aber viele deiner Leserinnen sind jünger und könnten aus diesen Zeilen die falsche Botschaft lesen. Liest man den gesamten Post merkt man, dass dein eigentliches Anliegen in eine andere Richtung geht, nämlich, dass man gut zu sich selbst sein soll. Trotzdem hättest du meiner Meinung nach auf diese objektiven Fakten verzichten können. Viele Mädchen hier, die Kommentare hinterlassen und ihre Maße ebenfalls preisgeben, haben ebenfalls überdurchschnittlich tolle Maße und sind trotzdem unzufrieden mit sich. Das ist traurig und ich wünsche jedem Mädchen, dass es sich wohl mit sich selbst fühlt – vor allem bei einer so tollen Figur. Ich selber wiege 60 kg bei einer Größe von 1,68. Das ist nicht besonders dick, sondern eher durchschnittlich. Ich trage Größe 38, habe eine zu breite Hüfte und kann keine bauchfreien Oberteile tragen (obwohl diese doch jetzt so im Trend sind..). Meistens fühle ich mich ganz wohl, so wie ich bin. Denke, dass meine Figur in Ordnung ist, irgendwie ganz durchschnittlich. Dann lese ich deinen Post und fühle mich schlecht. Du bist sehr schlank Luise, das ist wunderbar und wirklich schön. Aber bitte vermittle keine falschen Schönheitsideale, die andere Mädchen kränken und aus der Bahn werfen könnten. Ich weiß, du willst mit deinem Post eigentlich das Gegenteil bewirken, aber irgendwie hast du mit deinen Maßen wohl “Luxusprobleme”.
      Bitte versteh mich nicht falsch, ich liebe deinen Blog, lese jeden Post und finde dich ganz wunderbar. Solche Beiträge über Gewicht, Maße und Essen sind immer schwierig und ganz gefährliches Gebiet.

    • Kleinstadtcarrie 29. April 2014 at 11:12

      Hey Julia,

      auch nochmal zu deinem Kommentar – ich kann das wirklich nachvollziehen und verstehe das auch, will wirklich niemanden kränken – aber, wie schon gesagt, dass ist wohl auch der Punkt, wo ich bei mir ansetzen muss, dass ich sehen muss, dass ich wirklich sehr schlank scheinbar bin, aber das sehe ich momentan nicht im Spiegel – und genau das ist, was mich so traurig macht, was mich beunruhigt und wieso ich diesen Post verfasst habe.
      Vielleicht hätte ich die Maße, die Größen weglassen sollen, weil es vernünftig ist, weil es vorbildlich ist, aber meine Gedanken, wenn ich vor dem Spiegel stehe, sind nicht vernünftig und genau dem wollte ich Ausdruck verleihen….

  • Reply Märchenkind 28. April 2014 at 21:44

    Du hast das so fantastisch geschrieben! Und einiges von dem, was du erzählst, stimmt einen wirklich traurig, wenn man es nochmal so direkt liest. Wenn man daran denkt, wie die schlanken Mädchen sich bei ein paar Gramm Schokolade zieren, wie man den Teller lieber schnell wegbringt, um nicht in Versuchung zu geraten, sich beim Joggen quält, obwohl man am liebsten auf einem Laubhaufen zusammenbrechen würde… Es gibt so viele wunderbare Menschen mit knolliger Nase und so einigen Kilos mehr auf den Hüften als die “Normalen”, aber nein, sie passen ja nicht so ganz in unser ästhetisches Blickfeld. Wer innen schön ist, das sieht man bei Instagram ja nicht.
    Liebste Grüße, Mara

  • Reply Verena 28. April 2014 at 21:41

    Liebe Luise,
    dieser Post kommt für mich genau (!) zum richtigen Zeitpunkt und dafür möchte ich dir von Herzen danken.
    Ich bin nun 22 und habe seit ca. der 8. Klasse kein “normales” Essverhalten mehr. Ich weiß gar nicht mehr genau, was damals der Auslöser war, aber es war immer so, dass ich ca 1-2 Wochen wirklich gehungert habe, dann kamen ein paar Tage an denen ich alles gegessen habe, was mir in die Finger gekommen ist, egal ob ich noch Hunger hatte oder nicht. Solche Phasen hatte ich sehr oft und genau so oft habe ich es immer wieder aufs Neue alleine hinbekommen, mein Essverhalten wieder einigermaßen zu normalisieren. Da ich bei 1,65 m auf ca. 58 kg komme, also zu den Normalgewichtigen zähle, und schon immer viel Sport gemacht habe, hat das Ganze auch nie jemand bemerkt (was viele vergessen: nicht jeder mit einer Essstörung hat Untergewicht – und lange nicht jeder Untergewichtige hat eine Essstörung.)
    Seit ein paar Wochen stecke ich wieder in genau so einer Phase. Ich stehe in Unterwäsche vor dem Spiegel und finde an meinem Körper nichts, was mich zufrieden stimmt. Jeden Morgen führt mich mein erster Gang zur Waage.
    Dazu kommt Liebeskummer und Prüfungsstress. Das heißt, ich esse so viel wie nötig, um mich beim Lernen konzentrieren zu können, aber so wenig wie möglich, um die Zahl auf der Waage von Tag zu Tag ein bisschen zu minimieren. – So lange, bis ich wieder einen Fressanfall bekomme und die runtergehungerten Kilos wieder auf meinen Hüften landen.
    Ich suche auf Pinterest nach Motivations-Pins (“The calories last longer than the craving”) und gehe täglich fast eine Stunde joggen, was mir früher so viel Spaß gemacht hat, aber jetzt einfach nur noch eine Pflicht ist.

    Und das alles, obwohl es für mich im Moment so viel wichtigeres geben sollte!
    Es hat so gut getan, deinen Text zu lesen und zu wissen, dass es viele so geht. Das gibt mir Mut.
    Vielen vielen Dank, Luise, und ich hoffe, du scheust dich auch in Zukunft nicht, solche schwierigen Themen anzusprechen, denn grade die Bloggerwelt braucht viel mehr davon.

    Liebste Grüße ♥

  • Reply Kathrin 28. April 2014 at 21:35

    Liebe Luise, du hast mit dem Blogpost mal wieder genau einen Punkt getroffen über den ich mir schon öfters den Kopf zerbrochen hab. Jeden Tag wird mein Instagram von Essens-Bildern geflutet, in letzter Zeit sind es eigentlich nur noch Fotos von Mini-Portionen. Am Anfang hab ich gedacht ich folge “normalen Bloggern und Mädels” aber das ist doch nicht mehr normal?! Dadurch finde ich, wie die auch geschrieben hast, wird man komplett verunsichert.. esse ich zu viel? Wie bleiben die Blogger bitte satt davon? So langsam las ich mir das echt nicht mehr gefallen und spätestens jetzt, nach deinem Text, hab ich beschlossen ein paar Abo’s müssen leider verschwinden.
    Ach und zum Schluss, der Post ist wirklich wieder sehr ehrlich geschrieben! Toll, mach weiter so!! :)
    Liebe Grüße
    Kathrin

  • Reply Anna 28. April 2014 at 21:31

    Ich wiege bei einer Größe von 1,69cm 56 Kilo und troztdem finde ich meine beine nicht dünn genug .. Diese Ganze Köperbild das vor allem Instagram präsentiert setzte einen unterbewusst unter druck , wie du dich so schön ausdrückst . Aber dieser Gedanke wenn ich schon die abstehenden Ohren und die große Nase nicht verändern kann , dann zumindest ein gute Figur haben . Aber ist ein gute Figur wirklich richtig dünne Beine und einen Sixpack zu haben ? Ich denke dass wir vor allem klar machen sollten das man mit der Zeit eben ein weibliche Figur mit Rundungen bekommt , gegen die man nicht ankämpfen soll , sondern lernen sie zu lieben , auch wenn das manchmal schwer fällt …
    Dank deinem tollen Post wird mir all dies wieder bewusst und jetzt esse ich meine Erdbeeren erstmal mit Nutella :) !

  • Reply Gina 28. April 2014 at 21:18

    Allein dieser Post, dieses kleine Eingeständnis an eigenen Schwächen & negativen Gedanken ist Zeichen von wahrer Stärke. Du springst nicht auf einen Zug auf wie leider viel zu viele Blogger, sondern lenkst ihn in eine andere Richtung. Bist Ingeneur deines eigenen Zuges.
    Ich hatte zu meiner Abizeit vor zwei Jahren auch solche Gedanken, würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich sie nicht auch heute noch ab und zu habe. Und manchmal braucht man einfach Menschen, die die zugekniffenen Augen öffnen.

    Es ist wundervoll, was solch klare Worte bewirken können. Ich glaube, du hast grad einigen die Augen geöffnet. Mach bitte weiter so. :)

  • Reply Vita 28. April 2014 at 21:16

    Der Beitrag ist einfach perfekt! Er hat so viel Aufmerksamkeit verdient. Du sprichst die volle Wahrheit und die sollte jeder hören. Respekt an diese Gedanken.
    Ich mache mir auch viel zu häufig Gedanken über Essen und dieser Hype auf Instagram wird mir manchmal auch zu viel.
    Danke für deine Worte :)

  • Reply Regina 28. April 2014 at 20:53

    liebes, ich finde den post großartig! Obwohl ich mit fast 26 eigentlich schon aus dem ganzen “äääh, meine nase, meine arme und eigentlich will ich viel dünner sein”-wahnsinn herausgewachsen sein sollte, erwische ich mich trotzdem immer wieder dabei. es ist schön, wie zart und liebevoll du dich diesem – mittlerweile- extrem sensiblen thema näherst.

    ganz liebe grüße, regina

  • Reply Ulrike 28. April 2014 at 20:39

    Auch ich gehörte wie Antonia eher zu den stillen lesern deines Blogs. Allerdings hat mich dein Post wirklich berührt, du sprichst den meisten Frauen wohl aus der Seele. Ein gesundes Verhältnis zwischen Ernährung, Sport und Wohlbefindet empfinden wohl nur noch die wenigsten. Auch ich beschäftige mich jeden Tag mit meinem Körper, mehr mit diesem, als mit anderen – wirklich wichtigen – Dingen. Es ist auch nicht so das ich es unbedingt nötig hätte, ich trage Kleidergröße 36, bin 1,70m groß und wiege 60kg. Dafür muss ich mich eigentlich nicht schämen, dennoch drehe ich mich in der Umkleide lieber rum, das keiner meinem Bauch sieht. Wir sollten anfangen wieder ein gesundes Verhältnis zur Ernährung, dem Fitnessprogramm und unserem Körper aufzubauen. Ich habe vor 1-2 Wochen angefangen über genau dies nachzudenken und habe damit angefangen. Als erstes ist die Waage rausgeflogen.
    Wirklich schöner Text, wunderbarer Blog. Weiter so! Lieben Gruß!

  • Reply Rebecca Johanna 28. April 2014 at 20:34

    Der beste Post, den ich seit langem gelesen habe, auf den Blogs, die ich verfolge. Ich muss dir in allem Recht geben, weil ich den Wandel selbst sehr erschreckend finde. Man macht sich eigentlich nur selbst kaputt damit, ständig an das Essen oder eher an das nicht essen seine Gedanken zu verschwenden, anstatt etwas an seiner (nicht ganz so tollen) Art oder (schlechten) Laune gegenüber seinen Mitmenschen zu ändern.
    Ernährung und Gesundheit ist sowieso ein sehr großes Thema, egal mit wem man redet oder wohin man schaut. Meiner Meinung nach wird es zu sehr gehypet und es ist nur ein Trend.

    Ganz viele liebe Grüße!

  • Reply paula 28. April 2014 at 20:31

    In der heutigen Delt scheint die Zahl auf der Waage der einzig wichtige Punkt zu sein, auf den man reduziert wird. Mal ehrlich : wer bewundert nicht das schlanke Mädchen in der Stufe, das essen kann so viel es möchte und trotzdem nicht zunimmt?!. Wer hat sich noch NIE kritisch im Spiegel betrachtet?! Welches Mädchen sitzt nicht Donnerstagabend vor GNTM und denkt sich: “Ich bin Ja schon etwas zu dick geworden” und schiebt die Erdnüsse weg?!
    Wer hatte noch nie diesen Gedanken im Supermarkt vor dem Süßigkeitenregal zu stehen und sich bewusst nichts zu kaufen, um der Versuchung widerstehen zu können und ist am Abend mit einem knurrendem Magen ins Bett geschlüpft?!

    Ich persönlich habe eine Phase hinter mir, in der Ich mir Nichts! gegönnt habe im Bezug auf Essen. Nichts süßes, kein Abendbrot, sowas eben..
    Und soll ich euch mal was sagen?! ( Ich mache es einfach mal;)) : Ich habe So viel vom Leben verpasst. Keine schönen Nachmittage im Cafe, keine Grillparties, kein gemeinsames Kochen mit Freunden und im Kino kein popcorn sondern Magenknurren.
    Aber das schlimmste: Ich habe mich trotzdem nicht wohl gefühlt.

    So das war jetzt ein langer Text, aber was Ich sagen will: es gibt so leckeres Essen, so viele unterschiedliche Esskulturen und gemeinsame Unternehmungen sind oft mit Essen verbunden.
    Auf alles verzichten, um sich trotzdem unwohl zu fühlen? – Ganz ehrlich, ohne mich.! man kann nicht so dünn werden Wie sein Vorbild, alleine von den Genen her ist deine Figur festgelegt. Du bist einfach so Wie du bist und das ist genau richtig!:)

    Ich bin, seit Ich meine diätphase hinter mir gelassen habe, viel fröhlicher und fühle mich wohl in meinem Körper, mache mir weniger Gedanken um Kalorien und habe einfach einen freieren Kopf und Ich genieße es, das Leben schmeckt köstlich:)

  • Reply Leni 28. April 2014 at 20:30

    Gegen Sport und gesunde Ernährung ist selbstverständlich nichts einzuwenden, aber ich finde auch, dass dies immer mehr ausartet, vor allem auf instagram. Jeder zweite Account postet 24/7 Fotos von gesundem Essen und spindeldürren Beinen, doch es kann sicher nicht gesund sein den Körper auf Kohlenhydratentzug zu setzen, obwohl er trotzdem dieselbe Leistung wie immer bringen muss. Zudem ist es total erschreckend, wie viele Mädchen mit total schöner und meist sehr schlanker Figur unzufrieden mit sich sind, ein paar Pfund abnehmen wollen und sich alles verbieten (wie du erwähnt hast: mal ne Pizza bestellen oder auch mal Cocktails trinken gehen oder ähnliches). Ich selber musste auch schon feststellen, dass ich ein regelrecht schlechtes Gewissen habe, wenn ich mir statt Haferflocken mit Obst und Joghurt mal ein Brötchen oder gar ein Crossaint zum Frühstück gönne. Echt erschreckend.

  • Reply Jessica 28. April 2014 at 20:20

    Ich unterschreibe jedes Wort!!! Ich sehe das ähnlich, ich bin auch oft genug “Opfer” der neuen Medien. Fühlte mich noch nie so unwohl in meinem Körper wie derzeit, wo ich tausend schlanke und trainierte mädels auf tumblr und insta sehe. Und ich bin nichtmal mehr “jung”, ich werde 30! Und dennoch… Daher lasse ich manchmal das Internet aus, höre in mich rein. Brauch ich das wirklich? Und was ändert es, wenn ich abs statt Speck habe? Nichts, das innere bleibt doch gleich.

    Toller Post, wirklich, bin begeistert

  • Reply Sabine 28. April 2014 at 20:15

    Ich muss dir wirklich zustimmen und teile viele deiner Gedanken. Ich finde diesen ganzen Hype erschreckend aber noch erschreckender finde ich es wenn mich selbst dabei erwische einTeil davon seien zu wollen. Natürlich möchte man eine gute “Sommerfigur” haben, das wollte ich auch schon bevor dieser Instagram-Storm losging aber diese Diskussionen über gute und schlechte Kohlenhydrate oder andauernde pseudo gesunde Stoffwechselkuren finde ich schrecklich. Noch schlimmer finde ich aber kommt es wenn Leute unter Bildern behaupten, man könne mit seiner Ernährung die man im Internet präsentiert niemals so aussehen. Viele Leute vergessen, dass das Internet nur einen Teil des Lebens zeigt. Natürlich kann ich einen Salat posten und alle denken ich sei super #healthy aber ob ich danach noch drei Tüten Chips esse weiß js keiner

  • Reply Yasmin 28. April 2014 at 20:07

    Wieder einmal ein wahnsinnig gut geschriebener Post. Ich denke, dass sich jede Frau in deinen Worten irgendwo wiederfindet. Im letzten Jahr meiner Schulzeit begann bei mir auch so eine Zwangphase, alles drehte sich ums Essen, ich fühlte mich fett, unattraktiv und zählte Kalorien und wandte Methoden an, bei deren Gedanken ich heute beschämt weggucke und sie am liebsten vergessen würde. Mein Freund hat mich damals aufgeweckt, mich wortwörtlich geschüttelt und angeschrien, was mit mir nicht stimmt, mich vor den Spiegel gestellt und mir gezeigt, was er tolles an mir sieht, was ich damals scheinbar nicht sehen konnte. Rückblickend bin ich froh, dass er für mich die Notbremse gezogen hat und ich daraus lernte. Seitdem bin ich gelassener mit meinem Körper, weiß, dass ich nichts erzwingen kann, dass ich mein Normalgewicht habe und es halte, es auch mal nach Ostern und Co. 2-3kg mehr sind, die sich dann aber wie von allein wieder einpendeln. Und doch gebe ich dir recht mit deinen Worten zu Insta und Co. Dieser ganze Fitnesswahn und es ist wirklich ein Wahn, der einem permanent und überall begegnet, geht mir auf den Zeiger. Hier dürre Beine, da #fitfam, #sizezero und ich frage mich nur: ist das normal?? Was für viele Follower dieser Accounts motivierend wirkt, lässt mich nur unsicher werden und sät Zweifel, lässt mich 2x mehr ins “Schenkelfett” kneifen und meine tägliche Ration Glücksschoki hinterfragen. Wenn die anderen Bloggermädchen so diszipliniert sind, jeden Tag zum Sport gehen und brav ihre low carb meals essen, mache ich doch was falsch oder? Aber genau so ist es ja eben nicht. Man sollte sich nicht von diesen perfekten Accounts und falschen Vorstellungen blenden lassen. Jeder hat seinen eigenen Körper, der nach eigenen Regeln funktioniert und so lange man das erkennt und alles in Maßen macht (ob Insta, Fitness, Food und Co) ist es in Ordnung. Ich sehe nur die Gefahr darin, dass vor allem junge Mädchen, die eben noch nicht so reflektiert damit umgehen, ein “Ideal” vor Augen gehalten bekommen, was ungesund und verdammt gefährlich ist. Vor allem in einem Alter, in dem einen dieser Instafame so vorgelebt wird, man ihn mit glitzernden Augen auch erreichen möchte, erscheint einem dieses schlanke Ideals als Weg dorthin, was vollkommener Quatsch ist. So wird man ja nicht glücklich, es ist Schein, aber das sehen viele eben leider nicht. Und das Beispiel mit deiner Freundin finde ich richtig heftig und gleichzeitig demütigend für sie. Wenn sie doch alles gleich macht und dann offensichtlich nur auf ihre körperliche Erscheinung reduziert wird, obwohl sie mit Sicherheit mehr kann als “nur” schlank zu sein. Wie gesagt, ein toller Post und ich hoffe, dass er vor allem die jungen (was nicht heißen soll, dass die älteren nicht betroffen sind), unsicheren Mädchen erreicht und der eigene Druck, den man sich macht, etwas genommen wird.
    Du bist eine tolle, junge Frau, Luise. Toll, weil du so über den Tellerrand schaust, weil du solche wichtigen Themen ansprichst und deinen Blog als Sprachrohr benutzt. Das mag ich <3
    Hab noch einen schönen Abend!

  • Reply Antonia 28. April 2014 at 20:03

    Obwohl ich echt selten auf Blogs kommentiere, muss ich dir ein großes Kompliment aussprechen! Wunderbar geschrieben mit einer sehr weisen Aussage. Danke, dass du mir damit den Tag versüßt hast :)

  • Reply Tina 28. April 2014 at 20:02

    Ich finde das heutzutage ganz extrem mit diesem Schlankheitswahn. Jeder macht Detox, trinkt Shakes, macht Fett-Diäten oder sonstigen Kram.

    Ich verstehe das, wenn es gesundheitliche Hintergründe hat, Leute sich aus ernsthaften Gründen wegen starkem Übergewicht nicht wohl fühlen. Grundsätzlich glaube ich, das gesunde, ausgewogene Ernährung und Sport viel bewirken können.

    Das ist die eine, womöglich gesunde Einstellung zu dem Thema, der Weg, der eben etwas länger dauert und womöglich nicht mal eben in drei Wochen 5 KIlo weniger bringt, aber gesund ist. Seit Neustem jedoch erkennt man den Trend, das völlig normal gebaute Mädchen Dinge mitmachen, weils einfach grad im Trend ist. Ich habe noch nie in meinem Leben gehört, das Shakes auf Dauer gesund sind – seit kurzem liest man auf jedem dritten Lifestyle-Blog, egal wie groß oder klein, davon. Jeder wills irgendwie mitmachen. Versteh ich einfach nicht.

    Ich selber bin ähnlich wie du gebaut. 1,65m groß, komme im Durchschnitt auf 50-51 Kg – ich hab Glück, was die Figur angeht, finde mich aber grundsätzlich in kurzen Hosen an den Oberschenkeln auch zu dick, habe sogar sowas wie eine kleine Orangenhaut. Gut. Dagegen mach ich etwas Sport. Meine Nase ist auch groß, ich seh insgesamt manchmal dürre aus. Das wurde mir seit ich klein war bishin zur Ausbildung sogar vorgehalten. Man sei Magersüchtig, hätte eine Essstörung. An dieser Stelle sei gesagt – ich liebe mein Essen. Ich bin glaub ich als Esser so normal wie Hinz und Kunz, trotzdem musste ich mir dämliche Sprüche reinziehen wie auch die etwas Fülligeren.

    Das schweift zwar jetzt doch etwas von deinem Thema ab, aber was ich damit sagen will: egal wie, man kann es nicht jedem mit seiner Optik recht machen, am allerwenigsten meistens sich selber. Das ist ärgerlich, aber da hilft kein Fitness- und Diätwahn der Welt, schon gar nicht, wenn er nur darauf basiert, das man Teil von etwas sein will und gar nicht daran denkt, das man eine Umstellung fürs Leben machen muss und nicht für den Moment. Gesund und ausgewognen ernähren, sich bewegen, glücklich sein. Ist man ein normaler Mensch, ist das alles was man braucht, um sich in seinem Körper allgemein wohlzufühlen. Da kann man auch kleine Schwachstellen wie die dicke Nase oder die abstehenden Ohren hinnehmen. :)

    Liebe Grüße
    TIna
    http://laternamagica-blog.de/

    • Kleinstadtcarrie 28. April 2014 at 20:07

      “egal wie, man kann es nicht jedem mit seiner Optik recht machen, am allerwenigsten meistens sich selber.” – oh wie recht du hast – es ist sehr schwierig, mit sich selbst im Reinen zu sein, auf das Äußerliche jetzt mal beschränkt. Aber ich denke, hoffe, dass das vielleicht noch mit dem Alter kommt?

      Eine gesunde Ernährungsweise und ausreichend Sport – das ist normal, so wurde ich erzogen und das gehört eben zum Alltag, aber dieses Übertriebene, diese Extreme machen mir eben Angst.

    • Tina 28. April 2014 at 20:12

      Ich glaube es ist etwas, das mit der Zufriedenheit im Gesamten kommt. Zumindest gehts mir so. Wenn ich mit dem Leben allgemein nicht ganz zufrieden bin, bin ich grundsätzlich auch mit mir nicht zufrieden, egal ob es die Leistungen sind, die ich erbringe, oder mein Äußeres. Fühle ich mich dagegen gut, weil ich gut drauf bin, alles halbwegs gerade läuft, wie es soll, dann ist es, als ob man in ein völlig anderes Spiegelbild blickt. Da ist alles gar nicht mehr so schlimm. Daher – wie gesagt, so bei mir zumindest – schwankt mein Selbstempfinden auch sehr. An so mistigen Tagen wie heute mag ich an jedem Spiegel mit geschlossenen Augen vorbeigehen – bloß nicht reinschauen, dann wirds nur noch schlimmer.

      Ich wünsche dir, und allen anderen, denen es manchmal so geht, das sie da rauskommen. Ich halte dich für ein wunderhübsches Mädchen, das keinen Grund hat, sich nicht 100%ig hübsch zu fühlen. Und das ist bei sehr vielen anderen auch so. Deswegen sag ich – mit dem Glück, dem Glücklichsein, der allgemeinen Zufriedenheit mit seinem Leben, ist oft ein ganz großer, ganz wichtiger Bestandteil, gerade, wenn man eigentlich gar keinen Grund hat, sich nicht in der eigenen Haut wohlzufühlen :)

  • Reply P. 28. April 2014 at 20:00

    Dieser Text hat mich wirklich wahnsinnig berührt. Du hast genau das “ausgesprochen”, was eigentlich jeder denkt und wie es leider ist. Ich erkenne mich in deinem Text viel zu oft wieder und das macht mir Sorgen. Man wird von Instagram & Co mit “Fitness- und Ernährungsaccounts” zu bombardier. Es scheint auf einmal nicht wichtigeres zu geben. Immer diese Oberflächlichkeit das man nur noch auf seinen Körper und das was man isst reduziert wird. Wie du schon sagst, gibt es im wahren Leben so viel wichtigeres!

  • Reply Annika 28. April 2014 at 19:59

    Ich muss dir hier wirklich zustimmen und finde es sehr gut, dass du den “Mut” hast, so einen Post zu verfassen!
    Ich versuche zwar selber, mich gesund zu ernähren und auch wieder mehr Sport zu treiben, aber eben alles in Maßen. Seit ich etwa 12/13 Jahre alt war, bin ich unzufrieden mit meinem Körper, war eine Zeit eher dicklich aber mittlerweile ist meine Figur “normal”. Für mich ist, wie du auch selbst sagst, nichts an guter Ernährung und regelmäßigem Sport verwerflich, aber ich finde auch, dass es, besonders auf Instagram, einfach nur überhand genommen hat. Auch ich ertappe mich dabei, dass ich mich schlecht fühle, wenn ich viele “Carbs” esse und mich nicht nur von “cleanen Lebensmitteln” etc. ernähre und das kann einfach nicht normal sein. Besonders in letzter Zeit bekommen diese ganzen “Fintess-Accounts” so wahnsinnig viel Aufmerksamkeit und wie deine Blogger-Freundin schon sagte, diese ständigen Fragen “Wie hast du so toll abgenommen” etc. pp. und das von Mädchen, die ohnehin schon auf Storchenbeinen durchs Leben gehen..
    Entschuldige den langen Text, aber ich finde dieses Thema auch einfach wichtig und finde es wirklich super, dass du diesen Post verfasst hast. Und bevor ich es vergesse, du brauchst dir deinen hübschen Kopf wirklich nicht über deine Figur zerbrechen! Liebe Grüße, Annika

  • Reply Annika 28. April 2014 at 19:56

    Ich muss dir hier wirklich zustimmen und finde es sehr gut, dass du den “Mut” hast, so einen Post zu verfassen!
    Ich versuche zwar selber, mich gesund zu ernähren und auch wieder mehr Sport zu treiben, aber eben alles in Maßen. Seit ich etwa 12/13 Jahre alt war, bin ich unzufrieden mit meinem Körper, war eine Zeit eher dicklich aber mittlerweile ist meine Figur “normal”. Für mich isst, wie du auch selbst sagst, nichts an guter Ernährung und regelmäßigem Sport nichts verwerflich, aber ich finde auch, dass es, besonders auf Instagram, einfach nur überhand genommen hat. Auch ich ertappe mich dabei, dass ich mich schlecht fühle, wenn ich viele “Carbs” esse und mich nicht nur von “cleanen Lebensmitteln” etc. ernähre und das kann einfach nicht normal sein. Besonders in letzter Zeit bekommen diese ganzen “Fintess-Accounts” so wahnsinnig viel Aufmerksamkeit und wie deine Blogger-Freundin schon sagte, diese ständigen Fragen “Wie hast du so toll abgenommen” etc. pp. und das von Mädchen, die ohnehin schon auf Storchenbeinen durchs Leben gehen..
    Entschuldige den langen Text, aber ich finde dieses Thema auch einfach wichtig und finde es wirklich super, dass du diesen Post verpasst hast. Und bevor ich es vergesse, du brauchst dir deinen hübschen Kopf wirklich nicht über deine Figur zerbrechen! Liebe Grüße, Annika

    • Kleinstadtcarrie 28. April 2014 at 20:00

      Hey Annika,

      entschuldige dich doch nicht dafür, dass der Kommentar lang ist – mich zumindest freut das sehr, wenn ihr an einem Thema so interessiert seid :-)

      Ja, besonders das mit den Carbs kann ich direkt unterstreichen. Vor allem da ich doch Nudeln so liebe, hihi

    • Annika 28. April 2014 at 20:01

      Hallo Luise, habe nach dem lesen einige Rechtschreibfehler entdeckt aber konnte dieses Kommentar leider nicht löschen oder bearbeiten, vielleicht könntest du das ja für mich machen :) LG

    • Kleinstadtcarrie 28. April 2014 at 20:04

      mist, jetzt habe ich den schon beantwortet :)
      Mach dir nichts aus Rechtschreibfehlern !!

  • Reply Nora 28. April 2014 at 19:55

    Ich muss sagen das ich das alles mehr als erschreckend finde. Auch das Menschen wie du die von Natur aus sehr schlank und zierlich sind, mit Themen wie ihrem Gewicht zu kämpfen haben. Und dann schaut man an sich herunter und wenn mal selbst mit seinen 16 Jahren wirklich 5 Kilo zu viel drauf hat, fühlt man sich schlecht. Ich weiß was du mit diesem Beitrag erreichen willst und verstehe die Botschaft dahinter. Aber man merkt auch wie schnell einen so etwas runter zieht.
    Ich möchte dir keinen Vorwurf machen, ich bewundere dich sehr und scheinst ein sehr netter Mensch zu sein.
    Aber ich möchte einfach mal an alle appelieren,esst die Pizza und das Eis in der Sonne. Denn ich möchte lieber sterben mit 5 Kilo zu viel aber glücklich!

  • Reply sarah b. 28. April 2014 at 19:53

    Liebe Luise,

    das was du am Anfang von deinem Text beschrieben hast trifft auch zu 100% bei mir zu.

    Ich finde das dein Text es genau auf den Punkt triffst und ich bin auch froh das dies nicht nur bei mir so ein großes Thema ist.

  • Reply Sylvana 28. April 2014 at 19:52

    Sehr schöner Text!
    Ich erschrecke auch immer wieder, wenn tausende positive Kommentare unter einem Bild von einem total dünnen mädel stehen! :(

    Liebe Grüße,
    Sylvana
    http://www.sylvanagraeser.de

  • Reply Bella 28. April 2014 at 19:51

    Liebe Luise,

    ich finde deinen Post wirklich sehr inspirierend. Du zeigst auf eine verständnisvolle Weise, dass wir uns jeden Tag in etwas reinpressen, was nicht sein muss. Eigentlich sollten wir alle wissen, dass dünn/dürr nichts mit “#fit”, “#sporty” und auch nicht zwangsläufig mit schön zu tun hat. Viele Blogger versuchen etwas gegen diesen Magerwahn zu tun, aber du zeigst auch, dass dieser vermeintliche Sportwahn überhaupt nicht zu einem sportlichen Körper führt, da sich viele falsch ernähren und auch “falsch” Sport machen. Ich denke du öffnest hier einigen Mädchen die Augen und das finde ich sehr gut, denn man kann das Leben nicht genießen, wenn doch für Instagram und Twitter alles perfekt sein muss.

    Vielen Dank für deinen Mut auch immer wieder komplizierte Themen anzusprechen,

    Bella

  • Reply Phine 28. April 2014 at 19:50

    Wahre Worte. Ehrliche Worte. Einfach ein Stückchen Ehrlichkeit – die einfach mal gesagt werden musste. Wenn ich das hier lese, hätte ich das nie von dir gedacht. Beim Workshop bei Joana wirkest du so tough. So zufrieden. Und nun wunder ich mich. Jedoch auch, weil ich das total nachvollziehen kann. Ich mag deine Figur. Sehe da nichts, was dich stören könnte. Aber auch wie Joana einmal schrieb – man nimmt sich selbst immer anders wahr als die Außenwelt es tut. Und ich wär gerne eine von diesen, die #fitspo #eatclean #traindirty – Leute auf Instagram, ich folge da auch vielen. Aber ich kriegs nicht hin. Das Traurigste an der Sache ist wohl, das es mich ärgert, dass ichs nicht kann…

    • Kleinstadtcarrie 28. April 2014 at 20:02

      Hey Phine,

      eigentlich bin ich das auch – tough, selbstbewusst und zufrieden. Aber – besonders in letzter Zeit – schleichen sich da leider viel zu viele negative Gedanken ein und dieses Verzichten. Und genau daran arbeite ich täglich, dass ich mich davon nicht einlullen lasse, wenn man das mal so sagen kann. Ich will dieses kleine Teufelchen in Bikini auf meiner Schulter einfach loswerden!

  • Reply Josephine 28. April 2014 at 19:45

    Immer wieder triffst du mir mit deinen Worten genau ins Herz. Du hast so Recht, Luise! Ich erwische mich dabei, wie ich ein Stück Schokolade esse und mich gut fühle, aber ein paar Minuten später durch Instagram ein schlechtes Gewissen bekomme.
    Ich finde es klasse, das du das thematisierst was die meisten nie ansprechen würden, obwohl sicher viele genauso denken!

    • Ivory 2. Mai 2014 at 22:45

      Liebe Luise, was für wunderbare Worte.
      Ich habe mir erlaubt, deinen Artikel mal auf meinem Blog zu verlinken, da er gerade so gut zum Thema gepasst hat.

      Lass dein Köpfchen nicht hängen, du und deine Figur – ihr seid wundervoll.

      Liebst
      Jane von Shades of Ivory