Ich bin ein Feigling.

/5. Januar 2014/63 Kommentare

Ich habe Angst vor Hunden. Und egal ob „mein Hund wirklich nichts tut“ oder ich „wirklich keine Angst haben brauche“ – ich habe sie. Ich wechsele  dann die Straßenseite. Werde nervös. Und würde am liebsten anfangen zu weinen.
Ich habe Angst vor elektrischen Türen. Ich renne zur Bahn. Die Türen sind gerade im Begriff sich zu schließen. Ich werde langsamer. Bleibe stehen. Und lasse die Bahn fahren. Ich kann nicht durch diesen sich schließenden Spalt. Ich schaff das nicht. Ich trau mir das nicht. Und dann stehe ich am Gleis und sehe sie mir zuwinken. Gehässig. 
Und ich habe Angst vor dem Tod. Nicht vor meinem eigenen. Ich habe Angst vor dem Tod von ihnen. Ich bin ihm bisher nicht begegnet und von Tag zu Tag steigert genau diese Tatsache meine Angst. Ich kann nicht loslassen, Lebe wohl! sagen oder gar zum Abschied freundlich winken.
Diese Ängste sind scheiße. Ängste sind im Allgemeinen scheiße. Und nein, das kann man nicht anders ausdrücken.
Ich will das abschütteln, über mich hinauswachsen und endlich weitergehen.
Sie lähmen, halten auf, halten fest und saugen ein. Ich bleibe stehen. An einem Ort, der mich nicht befriedigt, der mich nicht aushält, geschweige denn glücklich macht. Ich pflege zwar zu sagen, dass man an jedem Ort zu Hause sein kann. Es komme ja nur auf die Menschen an. Es fühlt sich an, wie immer; habe ich gesagt. Das hier ist zu Hause. Ihr seid mein zu Hause. Zwar sind die Möbel die Gleichen, aber es ist unser Umfeld, was uns prägt.Ich werde meine Meinung wohl oder übel revidieren, ändern müssen. Oder einfach dazu stehen. Das leben, was ich einst behauptete. Aber das ist gar nicht so einfach, wie ich immer dachte. Wie ich großkotzig behauptete. 

Und so komme ich nicht umhin mich zu Fragen, wieso ich mich so sehr gegen Veränderungen sträube. Wieso ich die Augen davor verschließe, vor dem Unumgänglichen. Wieso ich so ängstlich bin.Wieso ich nicht endlich dieses Nest hinter mir lassen kann, das schon längst durchlöchert ist und verlassen. Ich bin die letzte hier. Das Warten lohnt nicht. Es wird niemand zurückkommen. Ich muss mir Flügel wachsen lassen. Nein, ich muss mir selber welche bauen! Muss Überlegungen anstellen und dann los fliegen.
Aber alles was ich tun kann ist herumzulaufen. Orientierungslos. Ich renne auch gelegentlich. Aber das bringt doch nichts. Und während ich so durch die Straßen irre und die Menschen betrachte, fällt mir auf, dass mir ihre Augen wie die hell erleuchteten Fenster in einer kalten Winternacht erscheinen. Ich stehe draußen und sehe so viel, bin so weit entfernt, bin fremd und meine Hände eiskalt. Und sie starren mich an. Sie beobachten mich. Dringen in mich ein. Und ich sehe es ganz genau: Verachtung, ein lautes Lachen, Enttäuschung. Ich sehe das ganz genau. Und spüre es auf meiner Haut. Missbilligend. Feigling!, schreien die Augen. Versager!, brüllen sie mir hinterher.
Bis ich begreife, dass die Menschen mich gar nicht beachten, dass sich meine Haltung nur in ihren glasigen Augen widerspiegelt. Ich bin das selbst. Ich bin mein eigener Henker. 


Ich hätte es längst wagen müssen, meine Koffer packen für eine lange Reise, für ein Abenteuer. Aber ich war schwach, gemütlich und eingeschüchtert. Ich musste von so vielem Abschied nehmen und hoffte dass der Trennungsschmerz nicht ganz so heftig wäre, wenn ich doch nur in der Nähe bliebe. Bloß nicht loslassen! Ich stand auf der Flugbahn, die Ampel war grün und das Leben hat mir einen Schups gegeben.  Aber ich bin gestolpert und nicht aufgestanden. Habe dagelegen und tausend Gründe gesucht, wieso ich mich einfach nicht bewegen sollte. Habe gegrübelt, war ein Feigling und bin es immer noch. Habe Angst Entscheidungen zu treffen, Angst Verantwortung tragen zu müssen. Was ist los mit mir? Ich will anders sein.
Ich will nicht normal sein, kein Durchschnitt. Ich will ausgefallene Hüte tragen und pinken Lippenstift. Ich will wieder die Blicke auf mich ziehen und anders sein. Außergewöhnlich. Aber die Angst, sie lähmt mich. Hält mich auf und stellt mir ein Bein. Immer wieder. Hier sind zu viele Hunde. Und all’ die Türen, die mir offen stehen, beginnen sich allmählich zu schließen. Sie sind elektrisch. Das geht automatisch. Und ich schäme mich. Ich schäme mich für meine Ängste. Weil andere sie lächerlich finden, nicht verstehen.„Du musst wirklich keine Angst haben.“ – Verdammt das weiß ich doch! Ich weiß, dass ich das nicht muss. Aber ich kann nicht anders. Ich will diese Sätze, die mich immer und immer wieder belächeln, nicht mehr hören. Kann ihre Fratzen nicht ertragen. 


Die größte Angst ist die Furcht selbst.
Wir wollen Helden sein.
Aber auch die haben Angst, da bin ich mir ganz sicher – aber sie gehen weiter. 

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63 Kommentare

  • Reply Kristin 26. Mai 2015 at 09:58

    Ich liebe deine Art die Worte auf Papier zu bringen. Deine Worte spiegeln soviel von dem wieder was ich tief in mir zu haben denke. Danke für jeden neuen und alten Post. Für all diese Worte die ich immer wieder lesen könnt.

  • Reply Isabel 13. August 2014 at 13:51

    Ängste hat jeder, es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen. Dein Text hat mich wie immer sehr berührt. Ich habe auch Angst vor Hunden, seitdem ich vor 2 Jahren schlimm gebissen wurde. Am Anfang hatte ich die totale Phobie, doch jetzt kann ich mit leben. Irgendwie.
    Manchmal muss man seinen Ängsten den Kampf ansagen, auch wenn das nicht immer klappt und man manchmal den Mut verliert.

  • Reply Anonymous 7. März 2014 at 18:39

    Verdammte scheisse

  • Reply Sarah:) 16. Januar 2014 at 15:54

    Du sprichst mir aus der Seele! Besonders im Moment ..
    Dein Text ist total schön:)

    Sarah

  • Reply sophie wupperman 16. Januar 2014 at 15:00

    toller hut!

    http://style-wisdom.blogspot.de

    xsophie

  • Reply Joy 16. Januar 2014 at 09:22

    Mega schöner Text<3
    Und die Angst mit den Türen kenne ich auch! Du bist also nicht alleine!

    Viele Liebe Grüße
    Joyce von MyStyleHit

  • Reply Monique 13. Januar 2014 at 17:28

    Hey mir gefallen deine Posts total deswegen wollte ich dich um Rat fragen. Ich blogge auch aber ich habe noch kein wirkliches Feedback bekommen :/ Ich möchte nur mal wissen ob ich auf dem richtigen Weg bin also kannst du dir bitte 1 oder 2 Posts von mir anschauen und mir ein wenig Feedback geben? Das würde mir sehr helfen 🙂

    Liebe Grüße,
    http://mascara-xoxo.blogspot.de/

  • Reply Anonymous 13. Januar 2014 at 12:50

    Sehr tiefsinnige Gedanken…

    Angst an sich ist nicht verkehrt. Sie macht uns vorsichtig und kann Leben retten.
    Aber sie ist nicht real. Sie ist nur in unserem Kopf.
    Man kann sie nur besiegen, indem man sich dagegen entscheidet Angst zu haben und nicht davon läuft.
    Das erfordert Mut!

  • Reply Anonymous 12. Januar 2014 at 20:27

    toller text- ich kann ihn nachempfinden.
    meine angst war von der Heimat weg gehen zu müssen ( nach dem abi), weil es ja angeblich an der zeit ist und zum erwachsenwerden dazu gehört, es alle tun usw. und sofort. ich hab es ausprobiert und bin gescheitert. an mir selbst. nur weil ich mir nicht eingestehen wollte, dass es auch ok ist nicht so zu sein wie andere. nicht alles nach machen zu müssen nur damit es in der vita gut und cosmopolitisch aussieht…das ende vom lied. ich bin wieder in meiner Heimat und sehr glücklich damit. ich musste erst weg gehen um wirklich wieder anzukommen – bei mir und dem ort den ich mit ganzem herzen heimat nennen kann und es ist mir egal belächelt zu werden von denen, die es in der ferne geschafft haben.
    ich bin bei mir und habe es auch geschafft – in meiner Heimat und bin vielleicht noch cooler als die anderen, weil ich nicht mehr vorgebe es zu wollen, nur weil es alle tun…
    du schreibst wirklich wunderbar

    lg
    summer

  • Reply Anonymous 12. Januar 2014 at 19:40

    Ich habe gerade Vieles von mir in deinem Text wiedererkannt.
    Die Angst vor Hunden, die ich nunmehr seit 28 Jahren mit mir herumschleppe – aber inzwischen recht gut im Griff habe.
    Die Angst, „meine Heimat“ zu verlassen. Ich habe mich nach dem Studium letztendlich darauf eingelassen, einfach, weil es notwendig war. Glaub mir, die Erfahrung war großartig. Ich habe einige Jahre in London und New York gelebt und bin nun seit knapp zwei Jahren wieder in meiner norddeutschen Heimat. Es ist alles viel kleiner hier (dafür, dass es sich um die zweitgrößte deutsche Stadt handelt), viel ruhiger (und manchmal doch viel zu hektisch).
    Die Angst vor dem Tod. Weniger vor dem eigenen, wobei ich schon gerne noch ein paar ganz viele Jahre leben möchte. Bei mir ist es eher die Angst davor, irgendwann am Grab meiner Eltern zu stehen. Beide Anfang 60, topfit, aber in den letzten Jahren habe ich erlebt, wie schnell und wie blöd es machmal gehen kann. Außerdem hat sich jemand in meinem nahen Umfeld unerwartet das Leben genommen, sowas prägt.
    Dann wäre da noch die Höhenangst – ich kann im Grand Canyon auf einem Felsen stehen und kilometer weit schauen, aber auf einer Leiter im Garten fühle ich mich unwohl.

    Die einzige Person, die diese – durchaus normalen – Ängste überwinden, bist du selbst. Und du bist klug genug, das selbst zu wissen.
    Du bist so jung und hast soviele Möglichkeiten. Gerade die Möglichkeit, ins Ausland, oder eine andere Stadt zu gehen, finde ich persönlich so spannend. Ich weiß, wie schwer das manchmal fällt, aber so eine Erfahrung, und sei es nur für ein paar Monate, prägt dich fürs Leben. Es macht dich selbstbewusster.

    Übrigens – diese automatischen Türen in der Bahn, die öffnen sich weit, wenn du dich mit etwas Mut dazwischenwirfst. 😉

    Liebe Grüße
    ein anonymer Feigling 🙂

  • Reply FLIEDERMAEDCHEN 11. Januar 2014 at 23:29

    Schöner Text. Ängste sind scheisse. Es gilt, sie zu überwinden.

  • Reply Bianca 9. Januar 2014 at 20:40

    so ein schöner berührender Text! :*

  • Reply eleonora 9. Januar 2014 at 01:29

    Wundervoller Text! Ich weiß genau was du meinst!

  • Reply Anonymous 9. Januar 2014 at 01:17

    Wundervoll. Wow. Was soll man dazu sagen
    Ich habe tränen bekommen während des Lesens. Jemand versteht mich. Ich bin nicht alleine mit meiner Angst vor dem Tod. Danke. Wirklich danke. Es hilft so sehr so etwas zu Lesern und es ist unglaublich das du das mit uns teilst. Du bist keine Bloggerin die ständig nur Outfits postet und einen, meiner Meinung nach, sinnlosen Text hinknallt wie die Woche war und fertig. Du bist aufrichtig und ehrlich. Das schätze ich so sehr an dir. Bitte mache immer weiter und höre nie auf. – Antonia <3
    Übrigens.. Zum Psychologen zu gehen hilft wirklich! Und man muss sich nicht schämen

    • Anonymous 10. Januar 2014 at 17:51

      Angst zu haben, ist ja erstmal etwas ganz normales. Man muss sich nicht gleich Hilfe holen, wenn man Angst vorm Tod etc hat. Erst, wenn sowas den Alltag beeinträchtig und der Betroffene einen großen Leidensdruck empfindet, ist der Besuch bei einem Psychologen ratsam, also erstmal die Kirche im Dorf lassen 😉

    • Anonymous 12. Januar 2014 at 01:56

      Das ist vielleicht deine Sichtweise, doch ich unterscheide zwischen alltäglicher angst, (zb die etwas harmloseren ängste, wie schiebetüren) und ernstzunehmenden ängsten die zu einer psychose führen können. Ich spreche hier nur aus erfahrung. Ich habe damals das selbe gedacht mit meiner angst vor dem tod, nachdem ein mitglied meiner familie neben mir verstorben ist. Es wurde zur psychose und für mich und wohl auch viele andere ist diese angst nicht normal. Sie ist ernstzunehmen, Hoffentlich trifft es bei ihr nicht zu, dass es so ist. Aber man weiß nie. Dennoch war es nur ein hinweis 😉

    • Anonymous 12. Januar 2014 at 14:50

      Quatsch, so ein Blödsinn! Man muss nicht erst schwer deprimiert oder gar sehr krank sein, um von einem Besuch bei einem Psychologen oder Therapeuten zu profitieren. Es hilft auch denen, die auch ohne Gespräch ihr Leben meistern würden, diverse Gedanken vor einem unvoreingenommenen Dritten zu reflektieren, für einen Moment nur mal bei sich anzukommen ohne funktionieren zu müssen. Warum muss das Kind erst in den Brunnen gefallen sein, um sich an jemanden zu wenden? – wenn wir hier schon alte Sprüche zitieren. Auch wenn jeder Mensch Angst hat und die Angst etwas normales ist, so kann es erleichternd sein, über seine Ängste zu sprechen. /A.

  • Reply Lea 9. Januar 2014 at 00:36

    Deine Texte… sie berühren einen einfach so sehr.
    Du hast so einen wunderschönen Schreibstil! Ich vergöttere deinen Blog dafür! 🙂
    Lg, Lea

    zucker-schlecken.blogspot.de

  • Reply Rebekah Wing. 8. Januar 2014 at 10:10

    hey liebes,

    omg dein text spricht mir so aus der seele. wunderschön geschrieben (wie immer), du hast ein wirklich gutes
    Händchen dafür, auch deine ganzen Gefühle so zum Ausdruck zu bringen.
    Aber zu Ängsten an sich: Ich hab auch das Gefühl, dass sich durch meine ganzen Ängste vor mir Türen schließen. Man will so viel, nimmt es sich vor, fasst ein bisschen Mut und dann war doch alles umsonst?! Und das Ärgerliche ist auch noch, dass man genau weiß, dass man das alles durch seine Ängste verpasst, was einem höchstwahrscheinlich glücklich gemacht hätte und man bereut es, es doch nicht gewagt zu haben. Und genau da ist der Knackpunkt: Hätte ich es bereut wenn ich es doch einfach getan hätte? Wenn ich für den einen Moment zumindest glücklich gewesen wäre und es für mich in der Zeit die richtige Entscheidung war, wahrscheinlich nicht. :/

    LG <33

  • Reply Maja Sophie 7. Januar 2014 at 19:42

    WOW ! <3

  • Reply Katta 7. Januar 2014 at 16:07

    Ich weiß, was du meinst!

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA

  • Reply Josefine Andrae 7. Januar 2014 at 09:08

    Liebe Luise,

    ein wirklich wunderbar geschriebener Text! Dass „Du musst wirklich keine Angst haben“ nicht hilft, verstehe ich nur zu gut. Aber manchmal hilft es, sich einfach nicht selbst so fertig zu machen. Jeder hat eben so seine Ängste, sei es nun vor peinlichen Situationen, Insekten oder großen Menschenansammlungen. Sich ein wenig damit „anzufreunden“ ist vielleicht schon der erste Schritt in die richtige Richtung 🙂

    Liebe Grüße
    Josefine (vom MSH-Team)

  • Reply Heidi Stelck 7. Januar 2014 at 05:35

    Ängste sind wirklich Vielschichtig. Die Frage ist, in wie fern wir sie uns Stellen. Ich finde, das hast du sehr gut Geschrieben.

  • Reply Anonymous 6. Januar 2014 at 22:27

    Du sprichst mir aus der Seele <3

    PS: Ich habe auch Angst vor Hunden 🙂

  • Reply Melenie H. 6. Januar 2014 at 21:18

    Ich liebe deine Beiträge und die Art wie du schreibst. Danke für deine Offenheit und Inspirationen <3

  • Reply Full of Joy 6. Januar 2014 at 21:01

    Wow Luise, was für ein wundervoller Text! Ich habe lange nicht so einen schönen Text gelesen und du hast ein wirkliches Talent dazu so wunderschöne Texte zu schreiben und ich beneide dich wirklich darum!
    Jeder Mensch auf diesem Planeten hat Angst vor etwas und die lieben Menschen die uns ständig sagen, dass wir doch keine Angst haben sollen, wollen uns doch nur helfen über unseren eigenen Schatten zu springen damit wir die Angst besiegen können und weiterkommen im Leben. Und ich denke je länger man sich mit seiner Angst beschäftigt und sich Gedanken darüber macht wie man am besten über sie hinweg kommt ist der beste Weg um sie zu besiegen!
    Ich bin mir ganz sicher, dass du es schaffen wirst deine Angst zu besiegen! 🙂
    In Liebe, Linda <3

  • Reply Anonymous 6. Januar 2014 at 20:10

    Ich zitiere : „Angst ist das einzige Hindernis, das uns davon abhält, das zu tun, was wir möchten. Die Menschen haben Angst davor, Reisen zu unternehmen, etwas Neues auszuprobieren, ihre Träume zu verwirklichen. Angst hält uns davon ab, das Leben zu führen, das wir eigentlich führen sollten.“
    Toller Text Luise! :)♡
    Alles Liebe

  • Reply Fräulein Hoffnung 6. Januar 2014 at 17:40

    Ein ganz toller Text! ♥
    Es ist schön zu wissen, dass man nicht allein mit diesen Ängsten ist. Die Angst vor Veränderungen kenne ich nur allzu gut & immer wieder wir dir gesagt „Du musst dein Ding machen! Hab keine Angst! Sei selbstbewusst!“. Doch manchmal hat man das Gefühl es sind einfach nur Worte. Der Versuch von Menschen, um dich herum, dir Mut zu machen. Aber der Mut muss aus uns selber kommen.
    Ich hoffe, wir beide sind bald mutiger. 🙂

  • Reply Judith 6. Januar 2014 at 15:58

    Wow wundervoll geschrieben! Da fühlt man sich sofort angesprochen 😀 Vor allem ist Angst ein Thema, das uns alle betrifft. Vor allem die Angst vor dem Tod, besonders von jemandem, den man liebt. Das ist echt richtig hart und da ist die Angst auch begründet. Besonders hasse ich es, wenn Leute sagen: „Du brauchst keine Angst zu haben“, denn Angst kann man nicht einfach vergessen. Irgendwann kann man sie überwinden, aber das geht nicht grade auf Kommando. Vor allem, wenn sie durch negative Erfahrungen begründet ist.
    Und die Angst vor der Zukunft ist mit das schlimmste, was es gibt. Für mich gehts aufs Abi zu und ich habe echt Panik. Pläne für danach habe ich, aber für welchen ich mich entscheiden soll.. keine ahnung.
    Ich fände es echt cool, wenn du noch mehr zu dem Thema schreiben könntest.
    Liebe Grüße xx

  • Reply Mimi Holland 6. Januar 2014 at 14:01

    Luise 🙂 Mach bitte etwas aus deinem Talent ! Du kannst Gedanken so wundervoll in Worte fassen das ist zu tiefst bewunderns und beneidenswert.. Ich flehe dich an, schreib Bücher !!
    Liebste Grüße du bist mein Held 🙂

  • Reply Vanessa 6. Januar 2014 at 13:29

    Wieder mal ein wundervoller Text von dir. Und so unglaublich wahr! Damit sprichst du mir wirklich sowas von aus der Seele. Mach unbedingt weiter so!

    Liebe Grüße 🙂

  • Reply lena 6. Januar 2014 at 11:08

    du solltest bücher schreiben..!

    http://gregoryxgregory.blogspot.de

  • Reply Sophie 6. Januar 2014 at 00:32

    Toller Text, wirklich!
    Du kannst das Gefühl dahinter super zum Ausdruck bringen… und das Gefühl kennen vermutlich mehr Leute als man denkt. 😉

    Liebe Grüße ♥

  • Reply Gina Lovesu 5. Januar 2014 at 23:02

    Toller Post! Du schreibst so unglaublich wundervolle Texte! Und ich muss gestehen, dass ich viele deiner Ängste teile.
    Alles Liebe und hab noch einen wundervollen Abend!♥

    healthyfeelingfitspo.blogspot.de

  • Reply NaillifeToGo 5. Januar 2014 at 23:01

    Deine Ängste sind echt cool. Ich hab Angst vor der Tiefe des Meeres, geh nich mal in der Ostsee baden, weil ich nicht sehen kann was unter mir los ist, im Boden und im Wasser.^^
    Ich wär auch gern ne Heldin und würde selbstbewusst meinen Weg gehn. Schaun wir mal ob ichs irgendwann schaffe:)
    liebe Grüße, Virginie

  • Reply Katze 5. Januar 2014 at 22:52

    I feel you <3
    Love,
    Cat

  • Reply Vivien S. 5. Januar 2014 at 22:33

    Luise, das war meiner Meinung nach bisher der mit Abstand beste Text, den du je hier veröffentlicht hast. Dein Schreibstil ist gigantisch, ehrlich.

  • Reply Rabea ♥ 5. Januar 2014 at 22:32

    wundervoller und erlicher text! er zeigt wie sehr du uns, deinen lesern, vertraust. Viel Gefühl und Einblicke ins Innere! Für mich persönlich sprichst du mir im punkto angst vor hunden zu haben aus der seele! Keiner versteht es und die ständigen Sprüche..wirklich nervig..
    Hat mich sehr berührt! ♡

  • Reply Rabea ♥ 5. Januar 2014 at 22:31

    wundervoller und erlicher text! er zeigt wie sehr du uns, deinen lesern, vertraust. Viel Gefühl und Einblicke ins Innere! Für mich persönlich sprichst du mir im punkto angst vor hunden zu haben aus der seele! Keiner versteht es und die ständigen Sprüche..wirklich nervig..
    Hat mich sehr berührt! ♡

  • Reply Nilishi 5. Januar 2014 at 22:28

    Wirklich toller Text. Ich kann mich mit vielem sehr wohl identifizieren. Es ist wichtig über sich hinauszuwachsen.

    Liebe Grüße,
    Mindbroken

  • Reply Ivory 5. Januar 2014 at 21:54

    Angst haben wir alle. Verlustängste, Versagensängste, Angst im dunkeln. Angst vor dem Allein sein, Platzangst, Höhenangst …
    Keiner bleibt von dem beklemmenden Gefühl verschont , ein jeder hat es schon einmal gefühlt.
    Es gibt da diesen einen Unterschied:
    Die einen, lassen sich von dem Gefühl lähmen und rudern zurück, und die andern…, Ja, die anderen blicken nach vorn und stellen sich der Angst, üben sich darin, keine mehr zu haben.

    Aber dann gibt es die Ängste, die man selbst nicht beeinflussen kann. Und ich glaube, das sind die schlimmsten. Man kann sich nicht darin üben, keine angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen zu haben. Und genau das macht diese Angst so unbeschreiblich grausam.

    Ich kann dich gut verstehen. In vielen Dingen ging und geht es mir ähnlich.
    Vor manchen Dingen konnte ich mir im laufe der Zeit einen Teil der Angst nehmen, zumindest fallen sie mir jetzt leichter.
    Und mit den anderen versuche ich mich nicht zu beschäftigen, die stell ich aufs Abstellgleis. Negativ aufkeimende Gedanken werden verscheucht, durch positive ersetzt.

    Das Leben wäre so viel einfacher, wenn man einfach mal die ganzen Hände abschütteln könnte, die einen immer wieder,- mal mehr, mal weniger erfolgreich – in die Tiefe ziehen wollen. Ängste sind scheiße. Da stimme ich dir vollkommen zu. Auch wenn manche ganz hilfreich sein können, braucht die Hälfte davon kein Mensch.
    Erinnert mich irgendwie an das Kinderbuch „Ronja Räubertochter“. Sie wusste, wie sie ihre Ängste besiegen kann…

    Liebst, Jane
    von Shades of Ivory

  • Reply Be 5. Januar 2014 at 21:51

    Wow! Der Text ist wahnsinnig gut. Wirklich.
    Ich kenne dieses Gefühl, aber du hast es so in Worte gefasst, wie ich das nie konnte. Du wirst es schon schaffen deine Ängste irgendwie zu überwinden, schließlich hast du sie als das erkannt, was sie sind 🙂
    So, jetzt musste ich auch mal was sagen, obwohl ich eigentlich immer zu faul dazu bin (also nimm das als extra Kompliment zu dem Text ;))

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 21:42

    Toller Post. Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht und die Sache mit den Hunden verstehe ich nur zu gut.
    Es ist sehr nervig, wenn man gesagt bekommt,dass diese Angst ja „lächerlich“ wäre. Wenn man dieses Herzklopfen, schwitzigen Hände,ect nicht erlebt hat, dann kann man auch nicht darüber urteilen.

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 21:28

    so wunderschön geschrieben!!!

    Am besten gefällt mir der Schluss.
    Und ja, du hast sowas von Recht, aber hey, wir wollen alle Helden sein, wir sind nicht allein.

    Vielen Dank für diese schönen Worte, ich kuschel mich jetzt wieder in mein Bett, das seit einem halben Jahr nicht mehr in meiner Heimat steht und denke über sie nach.
    Zu einem Schluss bin ich aber schon gekommen: es ist okay. Ängste sind nötig, sie schützen uns, auch, wenn sie uns gleichzeitig verletzlich machen, sie machen uns sympatisch. Keiner verachtet dich, keiner verachtet uns.

    Liebe Grüße aus dem schönen Aachen

  • Reply Lisa 5. Januar 2014 at 20:45

    Liebe Luise, das ist mal wieder ein wunderbarer Post von dir. So ehrlich, so real. Ich finde mich teilweise wieder.

  • Reply Sunny Bee 5. Januar 2014 at 20:35

    Jeder Mensch ist ein Feigling, jeder hat vor irgend etwas Angst :).
    Ich zB kam mir als ich nach Dresden zog ähnlich vor wie du. Alles war groß, voll und einfach nur beängstigend, das legt sich mit der Zeit 🙂
    Und hey trag deinen pinken Lippenstift und deine ausgefallenen Hüte, es gibt dir selbstvertrauen und dadurch auch Kraft, Kraft deine Ängste zu überwinden… Und es gibt dir die Kraft einfach nur du selbst zu sein 🙂
    Kopf hoch, ja? ^^

  • Reply .... 5. Januar 2014 at 20:16

    Einfach nur wow!!!! …. ich kann das alles so gut nachempfinden und mitfühlen, da es mir genauso geht aber ich hätte es nicht so schön ausdrücken und formulieren können wie Du. …. Loslassen ist letztlich die einzigste Chance. …. habe auch immer Angst die falschen Entscheidungen im Leben zu treffen und in eine Sackgasse zu laufen. Vor lauter Angst treffe ich dann gar keine (und fühle mich oft wie gelähmt), obwohl das ja irgendwo auch eine Entscheidung ist. … wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute!!!! Du wirst Deinen Weg schon finden und ihn dann schließlich auch gehen. Es grüßt Dich eine begeisterte Leserin Deines Bloggs.

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 19:54

    toller artikel und ich find´s wirklich mutig, dass du das veröffentlichst! 🙂

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 18:56

    Wow – klasse Text.

  • Reply Valerie Anne 5. Januar 2014 at 18:48

    Ich freue mich immer wieder wenn du solche Texte online stellst. Weil sie wundervoll sind und weil ich glücklich darüber bin, dass es nicht nur oberflächliche Fashion-Bloggerinnen gibt. Danke dafür :)!

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 18:45

    du sprichst mir aus der seele.. ich habe auch so viele – teilweise „lächerliche“ ängste und weiß nicht wieso.. wird man wahrscheinlich nie verstehen…… -.-

  • Reply le fantasme 5. Januar 2014 at 18:18

    Du schreibst so schön ♥ Ich verstehe dich, was das angeht, wirklich super gut.

  • Reply Dressed with soul 5. Januar 2014 at 17:58

    Mir fallen zu Deinem berührenden Text zwei Sachen ein: Erstens – will Dich die Angst vielleicht momentan vor etwas abhalten, was sich später als nicht allzu positiv für Dich erweisen könnte. Zweitens – mir hat mal jemand gesagt, wenn Du in einen Raum gehst und Du hast Angst, kannst Du davon ausgehen, dass die anderen alle noch mehr Angst haben als Du selber.

    Alles Liebe und dass sich Deine Ehrlichkeit Dir gegenüber auf Dauer ausbezahlt wünscht Dir von Herzen, Rena

    http://www.dressedwithsoul.blogspot.de

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 17:51

    wooow, absolute gänsehaut! und sehr mutig, danke

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 17:47

    Liebe Luise,
    Ich kann mich mit diesem Text so unheimlich gut identifizieren! Schon bei den ersten Sätzen dachte ich „Ha! So bin ich auch!“ (ich habe vor allem Angst, von Höhenangst bist Angst im Dunkeln und sogar vor Clowns).
    Ich kenne das Gefühl, dass du beschreibst, nur zu gut. Ich hatte nach dem Abi so viele Pläne, wollte unbedingt ausziehen, ins Ausland, dann studieren,… aber nun wohne ich immer noch bei meinen Eltern und mache eine Ausbildung, die mich zwar glücklich macht, aber eben weit entfernt ist von dem, was ich vor 2 Jahren noch angestrebt habe. Und, dein Text hat es mir wieder vor Augen geführt, Schuld daran ist niemand anderes außer mir selbst, weil ich mich einfach nicht getraut habe, das Leben in die Hand zu nehmen. Ich bin die einzige Person, die mich daran hindert, auszubrechen, nicht etwa meine (nicht minder ängstlichen) Eltern oder meine Freunde, die inzwischen auch alle meinen Heimatort verlassen.
    Ich hoffe, dass ich im Sommer, wenn ich meine Ausbildung beendet habe, den Mut aufbringen werde, mich etwas zu trauen und aus meinem Elternhaus raus, in eine andere Stadt zu ziehen. Ich möchte nicht mehr die einzige sein, die nicht vorwärts geht.
    Danke dir für einen unheimlich tollen Text und deine ehrlichen Worte ♥

  • Reply Elena 5. Januar 2014 at 17:17

    Sehr schöner Post mit dem ich mich sehr gut indentifizieren konnte.
    Weiter so!

    Love,E.

  • Reply glueckskind 5. Januar 2014 at 17:16

    Wow, mal wieder ein richtig schöner, mitreißender Text von dir. So doof das jetzt klingt, aber genauso habe ich mich im letzten Jahr ständig gefühlt… Es ist schön wenn man dieses Gefühl oder vielmehr diese Gefühle mal in einen Text gepackt liest. Dein Blog gehört definitiv zu meinen lieblingsblogs! Alles Gute für 2014:)

  • Reply Anonymous 5. Januar 2014 at 17:14

    Wow, einer der besten Beiträge die du je verfasst hast..Wirklich mutig!

  • Reply Peaches Love 5. Januar 2014 at 17:12

    Ich kenne das Gefühl der Angst nur zu gut. Bei mir ist es eine andere Art der Angst. Aber sie ist ähnlich. Lähmend, verunsichernd und taucht immer dann auf, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Die Angst ist etwas, was man selbst nicht im Griff hat. So sehr man auch dagegen ankämpft oder es versucht. Jeder Versuch dagegen anzugehen, wird durch die Angst nur belächelt und verspöttet.
    Da ich mich sehr intensiv mit meinen Ängsten beschäftige, habe ich auch einen Blog dazu angefangen. Kannst ja bei Interesse mal vorbeischauen. Interessant könnte das Kapitel über „Kontrollverlust“ sein http://goo.gl/2LccKI l oder auch der Post zu „Falsches Mitleid“ http://goo.gl/Jk0Fyu .

    Ganz liebe Grüße
    LoveHeartPeaches

  • Reply mylittlehoney 5. Januar 2014 at 17:04

    Du sprichst mir wahrhaft aus der Seele!

  • Reply Misty Rose 5. Januar 2014 at 17:01

    was für ein toller Text. Zwei Ängste habe ich auch. Die Angst vor Hunden und die Angst vor dem Tod geliebter Menschen. Die Hundeangst wird etwas weniger, seit meine Schwiegermama einen kleinen Hund aufgenommen hat. Aber die Angst vor dem Tod wird wohl immer bleiben. Ich habe nicht nur Angst vor dem Tod geliebter Menschen, sondern auch Angst vor dem Tod meiner geliebten Katzen.. Aber man kann sich so viel wehren und gutreden wie man will. Irgendwann wirds wohl passieren…

  • Reply annie 5. Januar 2014 at 16:55

    Ich liebe es. Ich habe Gänsehaut und ich liebe es gleichzeitig einfach. Du bist ein wunderbares Mädchen, wie man aus deinen Worten herauslesen kann und ich finde dich mutig, dafür dass du das hier schreibst. Kennst du „Plötzlich Prinzessin“? Ich liebe diesen Satz daraus: „Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst. Die Tapferen leben vielleicht nicht ewig, aber die Vorsichtigen leben überhaupt nicht.“

    Mach weiter so, liebe Luise.

  • Reply n0tasa 5. Januar 2014 at 16:55

    Ein wunderschöner Text! Und so wahr..